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Straßenbahnanbindung des Stadtentwicklungsprojekts "Berlin TXL"
geschrieben von Marienfelde 
Zitat
Nemo
Die Bäume auf der Siemensbahn gehen auch nicht zu Lasten der Straßenbahn (s. Beitrag von Stephan). Es wurde ja kolpotiert, dass man für eine Straßenbahn 1000 Bäume in der Jungfernheide fällen müsste.

Egal ob Tram oder S-Bahn, für eine Strecke von Gartenfeld zum TXL Flughafen Gebäude werden einige Bäume fallen müssen. Ob es nun 1000 oder "nur" 250 ist dabei egal. Den Saatwinkler Damm oder die Kleingärten wird man bestimmt nicht für eine zweigleisige Bahnstrecke opfern.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Es gab tatsächlich die Information, dass durch die Siemensbahn die Straßenbahnplanung für Spandau derzeit vom Tisch sei.
Das hat aber nichts mit der geplanten Linie von Charlottenburg Nord nach Tegel in den Bezirk Reinickendorf zu tun.
Zitat

"andre_de" am 17.7.2019 um 11.24 Uhr:

[...] (entspr. Stammdurchmesser von 19 cm) [...]

So sah die Siemensbahn zwischen S-Bhf. Gartenfeld und Popitzweg vor fast genau sechs Jahren aus, nur das Viadukt zwischen Popitzweg und Spree wurde 2009 von allen Pflanzen "befreit". Zwischen der Spree am Bhf. Jungfernheide und der Spree an der Rudolf-Wissell-Brücke sieht es ähnlich aus:


(aus <http://thomas.krickstadt.de/s-bahn/2013-07-07-gtf>)

Wenn es also um das Zusammenzählen aller Bäume mit mindestens 19 cm Stammdurchmesser geht ... null Problemo. :-D

Gruß, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Rummelburg
Es gab tatsächlich die Information, dass durch die Siemensbahn die Straßenbahnplanung für Spandau derzeit vom Tisch sei.
Das hat aber nichts mit der geplanten Linie von Charlottenburg Nord nach Tegel in den Bezirk Reinickendorf zu tun.

Ja, wenn man sich zeitnah zu einer S-Bahn nach Hakenfelde durchringen könnte, dann wird es schwierig mit der Straßenbahn in Spandau, weil der Betriebshof und die Anbindung ans Restnetz fehlen würde. Obwohl sich an der Straßenbahnwürdigkeit Spandaus durch die S-Bahn nichts ändern würde. Oder man wagt hier einfach mal etwas Parallelverkehr - man braucht ja sowieso noch etwas Oberflächenverkehr.

Zu befürchten ist natürlich, dass man hier auf die Straßenbahn gegen ein Versprechen der S-Bahnanbindung verzichtet, das dann genauso eingelöst wird wie im MV das Versprechen einer U-Bahnanbindung.

Das hat aber natürlich mit dem Flughafen nur insoweit etwas zu tun dass dort ein Betriebshof fürs Spandauer Netz hinkommen soll.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Rummelburg
Es gab tatsächlich die Information, dass durch die Siemensbahn die Straßenbahnplanung für Spandau derzeit vom Tisch sei.

Wurde das tatsächlich so gesagt, oder ist das deine Interpretation? Mir ist so, als sei die Aussage, auf die du dich vermutlich beziehst, sehr vage und unklar formuliert gewesen. Ich für meinen Teil habe es so interpretiert, dass durch den Wiederaufbau der Siemensbahn als S-Bahn erst mal lediglich die geplante Tram von Jungfernheide via Paulsternstraße nach Gartenfeld auf Eis gelegt wurde, was verkehrlich auch am ehesten nachvollziehbar wäre. Alle anderen im NVP 2030 stehenden Tramlinien für Spandau, also auch die von Gartenfeld via Wasserstadt, Wasserstadtbrücke und Streitstraße zum Rathaus Spandau, sehe ich von der Entscheidung zur Siemensbahn erst mal nicht tangiert.

Dazu steht auch etwas im Spandau-Newsletter des Tagesspiegels vom 02. Juli 2019, also noch sehr frisch und bereits die Siemensbahn-Entscheidung miteinbeziehend: [leute.tagesspiegel.de]

Zitat

Dafür reiste Staatssekretär Ingmar Streese, Grüne, an. Wie sollen die Leute aus der Wasserstadt zur Arbeit kommen? Streese sagte mir: „Wir haben einen Drei-Etappen-Plan. 1. Schritt: mehr BVG-Busse. 2. Schritt: Aufbau der Straßenbahn. 3. Schritt: Ausbau der S-Bahn.“

Das spricht ebenfalls dafür, dass die Spandauer Tramplanungen mitnichten komplett auf Eis gelegt wurde.

Für mich liest sich das ganze also so:

- Für die Anbindung des Siemenscampus sowie der Insel Gartenfeld mit ihren 3.700 geplanten Wohnungen (also rund 8.000 Einwohnern) richtung Innenstadt bzw. Ringbahn wird die Siemensbahn wieder aufgebaut.
- Ab Gartenfeld und somit für die Feinerschließung der Insel Gartenfeld sowie der Wasserstadt (zusammen Berlins größtes Wohnungsbau-Projekt) zuständig wird in Richtung Rathaus Spandau die Tram forciert, via Wasserstadtbrücke, Streitstraße, Wröhmännerpark usw.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.07.2019 15:30 von hansaplatz.
Zitat
hansaplatz
Zitat
Rummelburg
Es gab tatsächlich die Information, dass durch die Siemensbahn die Straßenbahnplanung für Spandau derzeit vom Tisch sei.
Wurde das tatsächlich so gesagt, oder ist das deine Interpretation? Mir ist so, als sei die Aussage, auf die du dich vermutlich beziehst, sehr vage und unklar formuliert gewesen. Ich für meinen Teil habe es so interpretiert, dass durch den Wiederaufbau der Siemensbahn als S-Bahn erst mal lediglich die geplante Tram von Jungfernheide via Paulsternstraße nach Gartenfeld auf Eis gelegt wurde, was verkehrlich auch am ehesten nachvollziehbar wäre. Alle anderen im NVP 2030 stehenden Tramlinien für Spandau, also auch die von Gartenfeld via Wasserstadt, Wasserstadtbrücke und Streitstraße zum Rathaus Spandau, sehe ich von der Entscheidung zur Siemensbahn erst mal nicht tangiert.

Dazu steht auch etwas im Spandau-Newsletter des Tagesspiegels vom 02. Juli 2019, also noch sehr frisch und bereits die Siemensbahn-Entscheidung miteinbeziehend: [leute.tagesspiegel.de]

Zitat

Dafür reiste Staatssekretär Ingmar Streese, Grüne, an. Wie sollen die Leute aus der Wasserstadt zur Arbeit kommen? Streese sagte mir: „Wir haben einen Drei-Etappen-Plan. 1. Schritt: mehr BVG-Busse. 2. Schritt: Aufbau der Straßenbahn. 3. Schritt: Ausbau der S-Bahn.“

Das spricht ebenfalls dafür, dass die Spandauer Tramplanungen mitnichten komplett auf Eis gelegt wurde.

Es gibt da schon ein Senatsdokument, in dem drinsteht, dass die Straßenbahnplanungen in dem Bereich erstmal ruhen. Ich interpretiere die oben genannte Untersuchung allerdings als Ende dieser Ruhe und denke, dass man sich nach der Siemens Campus und Siemensbahnentscheidung erstmal neu sortieren musste - nach so einer Bombe werden die Karten logischerweise komplett neu gemischt und alles was bisher in dem Bereich geplant wurde war für den Eimer.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Diese Diskussion gab es:
[leute.tagesspiegel.de]
und darin die Drucksache 1582A des Berliner Senats.
Zitat
Nemo
Es gibt da schon ein Senatsdokument, in dem drinsteht, dass die Straßenbahnplanungen in dem Bereich erstmal ruhen.

Zwischen "in dem Bereich" und "ganz Spandau" ist aber schon ein gewaltiger Unterschied.
Zitat
hansaplatz
Zitat
Nemo
Es gibt da schon ein Senatsdokument, in dem drinsteht, dass die Straßenbahnplanungen in dem Bereich erstmal ruhen.

Zwischen "in dem Bereich" und "ganz Spandau" ist aber schon ein gewaltiger Unterschied.

Schon, aber das hängt ja alles zusammen, sofern man in Spandau kein unabhängiges Straßenbahnnetz aufbauen möchte.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Sie "ruhen" sogar nur so lange, bis "Die neuen Rahmenbedingungen machen neue Untersuchungen erforderlich" (ebd.) eintritt - da der Aufbau der Siemensbahn noch vor Kurzem sehr unwahrscheinlich war, wird die Straßenbahn nun weniger für die Anbindung an die Innenstadt, sondern für die Feinerschließung benötigt.

Völlig unabhängig davon werden aktuell Trassenvarianten für die Anbindung der Straßenbahn an den dann ehem. Flughafen Tegel von der Jungfernheide bis zum Kurt-Schumacher-Platz untersucht. Auch eine mögliche Verbindung vom neuen Betriebshof auf dem Flughafenareal zum U-Bhf Paulsternstraße via S-Bhf Gartenfeld ist nach wie vor alles andere als vom Tisch.

Zitat
hansaplatz
Zitat
Nemo
Es gibt da schon ein Senatsdokument, in dem drinsteht, dass die Straßenbahnplanungen in dem Bereich erstmal ruhen.

Zwischen "in dem Bereich" und "ganz Spandau" ist aber schon ein gewaltiger Unterschied.
Zitat
Nemo
Ja, wenn man sich zeitnah zu einer S-Bahn nach Hakenfelde durchringen könnte, dann wird es schwierig mit der Straßenbahn in Spandau, weil der Betriebshof und die Anbindung ans Restnetz fehlen würde.

Der Betriebshof würde nicht fehlen, wenn man die Straßenbahnanbindung von Spandau von Potsdam her bauen würde, als Erweiterung des Potsdamer Netzes.


heute mal keine sig
Zitat
L.Willms
Zitat
Nemo
Ja, wenn man sich zeitnah zu einer S-Bahn nach Hakenfelde durchringen könnte, dann wird es schwierig mit der Straßenbahn in Spandau, weil der Betriebshof und die Anbindung ans Restnetz fehlen würde.

Der Betriebshof würde nicht fehlen, wenn man die Straßenbahnanbindung von Spandau von Potsdam her bauen würde, als Erweiterung des Potsdamer Netzes.
Das dürfte zurecht die unwahrscheinlichste aller Varianten einer Straßenbahn in Spandau sein.
Zitat
hansaplatz
Zitat
L.Willms
Zitat
Nemo
Ja, wenn man sich zeitnah zu einer S-Bahn nach Hakenfelde durchringen könnte, dann wird es schwierig mit der Straßenbahn in Spandau, weil der Betriebshof und die Anbindung ans Restnetz fehlen würde.

Der Betriebshof würde nicht fehlen, wenn man die Straßenbahnanbindung von Spandau von Potsdam her bauen würde, als Erweiterung des Potsdamer Netzes.
Das dürfte zurecht die unwahrscheinlichste aller Varianten einer Straßenbahn in Spandau sein.

Prognosen sind ein schwieriges Geschäft, vor allem dann, wenn sie die Zukunft betreffen.

Aber man sollte die Zukunft nicht einfach auf sich zukommen lassen, sondern sie aktiv gestalten.


heute mal keine sig
Zitat
Nemo
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hansaplatz
Zitat
Nemo
Es gibt da schon ein Senatsdokument, in dem drinsteht, dass die Straßenbahnplanungen in dem Bereich erstmal ruhen.

Zwischen "in dem Bereich" und "ganz Spandau" ist aber schon ein gewaltiger Unterschied.

Schon, aber das hängt ja alles zusammen, sofern man in Spandau kein unabhängiges Straßenbahnnetz aufbauen möchte.

Genau diese Option wird aber ernsthaft geprüft.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
L.Willms
Zitat
Nemo
Ja, wenn man sich zeitnah zu einer S-Bahn nach Hakenfelde durchringen könnte, dann wird es schwierig mit der Straßenbahn in Spandau, weil der Betriebshof und die Anbindung ans Restnetz fehlen würde.

Der Betriebshof würde nicht fehlen, wenn man die Straßenbahnanbindung von Spandau von Potsdam her bauen würde, als Erweiterung des Potsdamer Netzes.

Das kann man ausschließen. Dazu müssten kilometerweit Gleise ohne jede Erschließungswirkung gelegt werden.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Nemo
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hansaplatz
Zitat
Nemo
Es gibt da schon ein Senatsdokument, in dem drinsteht, dass die Straßenbahnplanungen in dem Bereich erstmal ruhen.

Zwischen "in dem Bereich" und "ganz Spandau" ist aber schon ein gewaltiger Unterschied.

Schon, aber das hängt ja alles zusammen, sofern man in Spandau kein unabhängiges Straßenbahnnetz aufbauen möchte.

Genau diese Option wird aber ernsthaft geprüft.

Das entspäche dem oft hoch gelobten Pariser Vorbild, nur die wirtschaftlichsten Streckenabschnitte neu zu bauen. Sie dienen dort als leistungsfähige Zubringer zu den Schnellbahnnetzen. Auf verkehrlich nutzlose Betriebsstrecken zur Verbindung der Einzellinien verzichtet man dort weitgehend, offenbar zu recht.

so long

Mario
Spandau ist eine Grossstadt von der Grösse Rostocks. Als solche hätte die Stadt Bedarf für ein Strassenbahn-Netz. Dabei ist es unerheblich, ob es Anschluss an andere Strassenbahn-Netze hat. Abstell- und Werkstattkapazitäten wird man ohnehin in Spandau schaffen müssen. Allein der Betrieb von Spezialfahrzeugen wie Schienenschleifern würde im Fall eines isolierten Netzes Zusatzkosten verursachen. Aber die kann man in Kauf nehmen. Die sind angesichts der Gesamtkosten für eine Strassenbahn in Spandau unerheblich.
Zitat
flierfy
Spandau ist eine Grossstadt von der Grösse Rostocks. Als solche hätte die Stadt Bedarf für ein Strassenbahn-Netz. Dabei ist es unerheblich, ob es Anschluss an andere Strassenbahn-Netze hat. Abstell- und Werkstattkapazitäten wird man ohnehin in Spandau schaffen müssen. Allein der Betrieb von Spezialfahrzeugen wie Schienenschleifern würde im Fall eines isolierten Netzes Zusatzkosten verursachen. Aber die kann man in Kauf nehmen. Die sind angesichts der Gesamtkosten für eine Strassenbahn in Spandau unerheblich.

Das sehe ich ganz genauso. Natürlich bringt ein verbundenes Netz gewisse Synergien. Daraus aber im Umkehrschluss abzuleiten, dass ein separates Inselnetz in Spandau keinen Sinn ergibt, halte ich für sehr abwegig. Selbst viel kleinere Inselnetze funktionieren, wie z.B. nach Woltersdorf oder Schöneiche/Rüdersdorf. Und bei der Straßenbahn Woltersdorf ließe sich die Netzverbindung ja sogar sehr einfach herstellen, nur lohnt das eben trotz gewisser Synergien offensichtlich nicht.

Viele Grüße
André
Zitat
flierfy
Allein der Betrieb von Spezialfahrzeugen wie Schienenschleifern würde im Fall eines isolierten Netzes Zusatzkosten verursachen.

Viele dieser Spezialfahrzeuge sind mittlerweile 2-Wege-Fahrzeuge. Das ist also kein Problem.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
der weiße bim
Zitat
B-V 3313
Zitat
Nemo
Zitat
hansaplatz
Zitat
Nemo
Es gibt da schon ein Senatsdokument, in dem drinsteht, dass die Straßenbahnplanungen in dem Bereich erstmal ruhen.

Zwischen "in dem Bereich" und "ganz Spandau" ist aber schon ein gewaltiger Unterschied.

Schon, aber das hängt ja alles zusammen, sofern man in Spandau kein unabhängiges Straßenbahnnetz aufbauen möchte.

Genau diese Option wird aber ernsthaft geprüft.

Das entspäche dem oft hoch gelobten Pariser Vorbild, nur die wirtschaftlichsten Streckenabschnitte neu zu bauen. Sie dienen dort als leistungsfähige Zubringer zu den Schnellbahnnetzen. Auf verkehrlich nutzlose Betriebsstrecken zur Verbindung der Einzellinien verzichtet man dort weitgehend, offenbar zu recht.

Naja, also in Paris übertreibt man es meiner Ansicht nach. Da ist fast jede Straßenbahnlinie inkompatibel zu allen anderen. Für den Anfang ist das kein Problem. Später ändern sich dann auch mal die Verkehrsbedürfnisse und man kann dann keine neuen Linienverläufe anbieten auch wenn sich die Strecken kreuzen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.2019 09:55 von Nemo.
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