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Landtagswahl Brandenburg und ÖPNV
geschrieben von Arnd Hellinger 
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Stefan Metze
Zitat
def
Aber damit verschiebst Du ja letztendlich das Problem nur. Es gibt dann neue Wohngebiete und Buslinien, die knapp hinter der Grenze sind.

Eigentlich sehe ich das nicht als Problem an, sondern als logische Konsequenz auf den zuletzt geschlossenen gemeinsamen Stadtentwicklungsplan der Bundesländer Berlin und Brandenburg.
Hier hiess es nämlich dass es größere Ansiedlungen nur noch entlang der Bahnstrecken im Speckgürtel geben soll.

Dementsprechend müsste hier also auch eine Anpassung der Tarifzonen stattfinden weil die Menschen die dort hin ziehen überwiegend Pendler sein werden die nach Berlin pendeln..

Nach dieser Logik müsste also die Tarifzone B entlang der Bahnachsen ausgedehnt werden, während die Gebiete dazwischen doppelt Neese sind. Schlechtere Anbindung, und obendrein in C bleibend.

Und Pendler gibt es auch von Gransee, Eberswalde, Jüterbog...

Wie def schon sagte: Du verschiebst damit nur das Problem.
Also ich finde, dass unser verhasster ABC-Tarif eine einfache, verständliche Lösung ist. Die Tarifgrenze an der Stadtgrenze und an der Ringbahn bedeutet, dass die meisten Leute wissen, wo sie liegt. Der größte Vorteil ist aber, dass keine Umlandkommune Berlin bei der Höhe des Fahrpreises reinreden kann. Die Parkplatzsorgen der Rand- und Umlandberliner könnte man durch eine konsequente Parkraumbewirtschaftung beheben und auch dadurch, dass man so wie es vielerorts zur Zeit geschieht, die Busverbindungen zu den Bahnhöfen verbessert, sodass die Leute freiwillig bei Fahrten nach Berlin ihr Auto vor der Garage stehen lassen, sofern sie nicht so richtig im Wald wohnen.

Ein zu hoher Fahrpreis ist zur Zeit auch selten der Grund, warum die Leute aus dem Umland nicht den ÖPNV nutzen wollen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Nemo
Also ich finde, dass unser verhasster ABC-Tarif eine einfache, verständliche Lösung ist. Die Tarifgrenze an der Stadtgrenze und an der Ringbahn bedeutet, dass die meisten Leute wissen, wo sie liegt. Der größte Vorteil ist aber, dass keine Umlandkommune Berlin bei der Höhe des Fahrpreises reinreden kann. Die Parkplatzsorgen der Rand- und Umlandberliner könnte man durch eine konsequente Parkraumbewirtschaftung beheben und auch dadurch, dass man so wie es vielerorts zur Zeit geschieht, die Busverbindungen zu den Bahnhöfen verbessert, sodass die Leute freiwillig bei Fahrten nach Berlin ihr Auto vor der Garage stehen lassen, sofern sie nicht so richtig im Wald wohnen.

Ein zu hoher Fahrpreis ist zur Zeit auch selten der Grund, warum die Leute aus dem Umland nicht den ÖPNV nutzen wollen.

Um das zu ergänzen: das ist ja die klassische CDU-Idee: B-Bereich ausdehnen und serienweise P&R-Anlagen an den Bahnhöfen. Ich halte das, auch abgesehen von der Tariffrage für kaum sinnvoll oder machbar. Dazu ist auch nur in Ausnahmefällen (wie etwa Segefeld/Albrechtshof) überhaupt der Platz da. Das beides sind eben auch Stationen in recht neuer Lage; bei Dutzenden anderen Fällen sind die Umlandorte in den letzten gut hundert Jahren um ihre Bahnhöfe herum gewachsen.

Die Gemeinden wären gut beraten, wenn sie ihre Bahnhofsbereich zu repräsentativen Eingängen zu ihren Orten gestalten würden. Solche Situationen wie in Blankenfelde finde ich einfach nur scheußlich.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.2019 11:34 von Global Fisch.
Zitat
Nemo
Also ich finde, dass unser verhasster ABC-Tarif eine einfache, verständliche Lösung ist. Die Tarifgrenze an der Stadtgrenze und an der Ringbahn bedeutet, dass die meisten Leute wissen, wo sie liegt.

Absolut richtig. Umso fragwürdiger, dass genau dieses einfache System immer miserabler kommuniziert wird. So gibt es zwar auch auf den Tarifaushängen sowie den Stadtplänen weiterhin ein Schema, das erklärt, dass innen A und außen C ist, die Tarifgrenzen sind aber dummerweise nicht mehr mit "Ringbahn" und "Stadtgrenze" beschriftet. Vielen Dank auch.
Ersten muss man feststellen, dass Potsdam jahrelang den weiteren Ausbau der S-Bahn ins Berliner Umland (Velten, Falkensee, Dahlewitz, Teltow) oder das zweite Gleis nach Potsdam als nicht notwendig abgewiegelt hat, schaffen wir alles mit Regios...

Zweiten hat sich in Berlin bei der S-Bahn (seit 1947 fehlt der S-25 das zweite Gleis) und bei der U-Bahn, abgesehen mit den Alten Projekten, nix... Vielleicht währe es sinnvoll, etappenweise zu beginnen, z.B. Zwotes Gleis bis Alt-Reinickendorf...

Drittens hat man in Potsdam kurz nach der Wiedervereinigung denO-Bus eingestellt, heute weint die Stadt wegen ihren Dieselbussen und der Umwelt. Vielleicht sollten die Städte auf O-Busse statt auf Batterie setzen

Viertens, von wegen keine Bauflächen, allein an der S-25 gibt es viele ehemalige Güterbahnhöfe, welche man bebauen könnte, abgesehen von den zahlreichen Stellwerken etc., die könnten Verkauft und zu Wohnraum ungenutzt werden. Entlang des RE-6 sind fast alle Bahnhöfe mit neuem Leben gefüllt worden..
Zitat
def
Zitat
Stefan Metze
Von daher wäre hier eine einfache Lösung: Zone B in diesem Bereich ausweiten und den Bus 108 bis Hoppegarten oder Birkenstein auf direktem Weg zu verlängern.

Aber damit verschiebst Du ja letztendlich das Problem nur.

Ebend. Zumal es das Problem an der Außengrenze des C-Bereichs auch heute schon gibt, sogar in schärferer Form.

Der Unterschied, wegen einer Station gleich einen ganzen Landkreis zur Monatskarte hinzunehmen zu müssen, schlägt sich gleich mit 33,50 € nieder. Die Fahrt über die Stadtgrenze kostet nur kostet nur 19,50 € mehr. (jeweils die Preise einer Monatskarte verglichen)
Zitat
GraphXBerlin
Diese Art von Satire darf gerne im Fernsehen laufen hat aber in einem Nahverkehrsforum wohl eher wenig zu suchen. Zumal hier auch über die AFD diskutiert wird. Was hat dies mit Nahverkehr zu tun? Das Eingangsposting war schon fragwürdig da man ewig lange spekulieren kann "was, würde, wenn in Zukunft". Bei anderen Themen habe ich dabei kein Problem. Aber nach einer Wahl dies mal eben zu fragen ist einfach unsinnig. Was soll denn bitte dabei herauskommen? Es ist doch noch viel zu früh sich ein Bild über versprochene Umsetzungen zu machen. Der Beweis ist, dass ihr in politische Diskussionen verfallt die dann in solchen merkwürdigen satirischen Bildern enden, nebst unnötigen Bemerkungen zur AFD.

Könntest du die Abkürzung der Partei auch richtig schreiben?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Wenn ich die Pendler aus Zone C zukünftig subventionieren soll (denn die Differenz zwischen Fahrpreis AB und Fahrpreis ABC muss ja irgendwie bezahlt werden), beteiligen sich die Brandenburger, die für einen Appel und nen Ei wohnen, auch an meiner Miete?
Zitat
VvJ-Ente
Wenn ich die Pendler aus Zone C zukünftig subventionieren soll (denn die Differenz zwischen Fahrpreis AB und Fahrpreis ABC muss ja irgendwie bezahlt werden), beteiligen sich die Brandenburger, die für einen Appel und nen Ei wohnen, auch an meiner Miete?

Vielleicht zahlen die reichen Umlandgemeinden auch etwas für ihre Clubmitgliedschaft im Club Berlin AB. Die haben ja wenig Ausgaben. Andererseits haben die natürlich auch das Druckmittel des Zuparkens unserer Stadt.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.2019 21:31 von Nemo.
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VvJ-Ente
Wenn ich die Pendler aus Zone C zukünftig subventionieren soll (denn die Differenz zwischen Fahrpreis AB und Fahrpreis ABC muss ja irgendwie bezahlt werden), beteiligen sich die Brandenburger, die für einen Appel und nen Ei wohnen, auch an meiner Miete?

Neee, die Brandenburger werden Dir empfehlen, an den günstigen Mietpreisen von Hoyerswerda oder Weißwasser teilzuhaben... ;-)
Zitat
Nemo
Zitat
VvJ-Ente
Wenn ich die Pendler aus Zone C zukünftig subventionieren soll (denn die Differenz zwischen Fahrpreis AB und Fahrpreis ABC muss ja irgendwie bezahlt werden), beteiligen sich die Brandenburger, die für einen Appel und nen Ei wohnen, auch an meiner Miete?

Vielleicht zahlen die reichen Umlandgemeinden auch etwas für ihre Clubmitgliedschaft im Club Berlin AB. Die haben ja wenig Ausgaben. Andererseits haben die natürlich auch das Druckmittel des Zuparkens unserer Stadt.

Wir kommen so nicht weiter. Beim SPNV gab es dank der Aufstockung der Regionalisierungsmittel ja durchaus punktuelle Verbesserungen, z.B. der neuerdings wieder "rund um die Woche" durchgehende Stundentakt auf der RB 36 (KW - Beeskow - Grunow - Frankfurt (Oder) sowie die Bedienung der RB 61 (Angermünde - Schwedt (Oder) auch an den Wochenendtagen, wodurch sich zusammen mit der RE 3 eine etwa stündliche Bedienung von Schwedt auch am Wochenende ergibt.

Was meines Erachtens allzu oft fehlt, ist die Ebene unterhalb der vorhandenen Eisenbahnstrecken, nämlich die Ergänzung durch einigermaßen flächenhaft vorhandene Busangebote, auch am Wochenende. Die (bescheidenen) im Wahlprogramm der Grünen vorgesehenen Schritte hinsichtlich der Finanzierung des ÖV gehen in die richtige Richtung, ebenso die ebenfalls bescheidenen Ansätze bei den "Plusbussen".

Wünschen würde ich mir ein Landesbusnetz mit einer Angebotsqualität über dem der "Plusbusse" - dann relativiert sich auch der Stellenwert irgendwelcher Tarife (Preisfrage: Wie oft wird in Diedersdorf an Sonnabenden und Sonntagen der Fahrschein Berlin BC verkauft?).

Wenn man den ÖV in Deutschland zu einer einigermaßen flächendeckenden Alternative zum "eigenen" (meist finanzierten) Auto entwickeln will, wird man um eine bundesweite Finanzierungsquelle in der Größenordnung des Regionalisierungsgesetzes auch für den nicht schienengebundenen ÖV nicht herumkommen.

"Verkehrswende" und Klimaschutz werden u.a. auch Geld kosten. Die Bereitstellung eines zusätzlichen jährlichen Betrags von z.B. 10 Mrd. € für den bundesweiten Ausbau des übrigen ÖV ab dem Jahr 2020 kann man sicher nicht erwarten - aber ernstzunehmende politische Schritte in diese Richtung innerhalb von zehn Jahren vielleicht schon.

Einen schönen Sonnabend wünscht Euch
Marienfelde
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