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geschrieben von Harald Tschirner 
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Balu der Bär

Auf den ersten Blick eine fantastische Idee.
Funktioniert von O bis O, von Ostern bis Oktober. Und im Winter dann eben nicht, wenn die Reise bis zum Alex gehen soll. Diese Lösung funktioniert auch gut für junge gesunde Erwachsene, aber nicht für Kinder, Alte und Kranke. Bei schlechtem Wetter wollen die vielen Fahrradfahrer dann doch lieber im Trockenen unterwegs sein und stürmen mit ihren Rädern die S-Bahn. Kann man aktuell schon sehr gut beobachten. Die Logik, die dahinter steckt, ist aber gefährlich: Da sagt man indirekt, die (Innnen-)Stadt solle bitte nur noch den jungen, dynamischen und hippen Leistungsträgern gehören. Stadtrat Schmidts Ideal, nur leider sehr sehr unsozial.

Deine Aussage reduziert das Problem auch zu einem Null-Summen-Spiel. Man müsse dem einen nur was wegnehmen und dem anderen geben und schon wäre das Problem gelöst. Das ist eine zu starke Vereinfachung, die der Masse eine einfache Lösung suggerieren soll, die es aber gar nicht gibt. Die Einwohner-Anzahl in Berlin nimmt zu, die Anzahl der Wege nimmt gleichzeitig zu. Wir müssen entweder die Kapazitäten deutlich erhöhen oder aber die Anzahl der Wege reduzieren. Eine Verkehrsfläche, die heute schon da ist, oberirdisch und unterirdisch zu nutzen, ist daher eine sinnvolle Nutzung um die Kapazitäten deutlich auszuweiten.

Überforder "Heiße Luft um Nichts" alias "schallundrauch" nicht, für komplizierte Themen braucht er Sockenpuppen die ihm das erklären.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
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Balu der Bär
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Philipp Borchert
Zitat
Balu der Bär
Gleiche Beispiele kann man für neue S-Bahn und Tram-Strecken finden. Wichtig ist, dass man die Themen angeht und nicht jahrelang nur in der Politik redet, Millionen für Machbarkeits-Studien verpulvert und am Ende doch nix umsetzt.

Wenn man denn etwas umsetzen möchte - und sich der Volkszorn gegen diese Maßnahme stemmt - würde der denn geringer, wenn die Fahrpreise auf einem für Dich angemessenen Niveau lägen?

"Volkszorn", Fundamental-Opposition, Besitzstandswahrung.
Da sind wir am Ende doch wieder beim Kernproblem. Alle wollen die Veränderung, aber bitte nicht bei sich selbst vor der Haustür. Ob Straßenbahn in der Sonntagstraße, Stromtrassen, Windräder ... Zorn ist emotionsgetrieben und nicht faktenbasiert. Das kann und muss Demokratie aber aushalten. Da ist es Aufgabe von Politik, klar zu kommunizieren, dass wer in der Stadt leben will, auch damit leben muss, dass es öffentliche Daseinsvorsorge in Form von ÖPNV gibt. Ein großes Problem ist ja, dass kaum positiv Meldungen kommuniziert werden. (Vielleicht auch, weil so gut wie nix umgesetzt wird).

Fahrpreise sind noch einmal ein ganz anderes Thema. Auch angemessenes Niveau. Denn das kann nur beurteilt werden, wenn man die Einkommenshöhe kennt. Das Berliner Problem ist nicht die absolute Höhe der aktuellen Fahrpreise, sondern die niedrigen frei-verfügbaren Einkommen und die hohe Anzahl von Transferleistungs-Empfängern.


Gute Argumentation in diesem und deinen vorangegangen Beiträgen Balu der Bär :)
Stimme dir in vielen Punkten zu.

Allerdings kleine Anmerkungen: Auf der Landsberger Allee gibt es bereits eine relativ gute Straßenbahn. Das Problem liegt nicht an einer fehlenden U-Bahn, sondern an

fehlenden Fahrern und fehlender Infrastruktur in der Innenstadt:
z.B. Alex viergleisig, Beschneidung der MIV-Ampelphasen am Mollknoten oder einfach eine alternative Innenstadtstrecke. Warum nicht von der Landsberger Allee einen Abzweig (zum Beispiel hypothetisch) nach Jannowitzbrücke, Spittelmarkt. Da erreicht man auch U2, U5, U8, Stadtbahn und bekommt neue Direktverbindungen und dadurch einen attraktiveren ÖPNV.

Das ist deutlich effektiver (da dort Synergien genutzt werden also bereits vorhandenes ausgebaut wird, anstatt eine U-Bahn zu bauen und dann nur noch eine halbe Straßenbahnstrecke zu brauchen.) Es gibt vielleicht bessere Beispiele für eine U-Bahn-Erweiterung.

Gerne kann mit U5-Eröffnung Unter den Linden Privatautofrei werden.



Fahrradfahrer Ostern bis Oktober:
Immerhin gibt es dann ein halbes Jahr schonmal ne Verkehrsverbesserung. Ohne die Fahrradfahrer wäre ja im Sommer noch größeres Tohuwabohu.
Und dann haben Menschen die eben nicht Fahrradfahren können zumindest im Sommer schonmal ein bisschen mehr Platz.

So und jetzt: Ich fahre Fahrrad September bis Mai. Im Sommer ist es mir zu warm und auf der fehlenden Fahrradinfrastruktur zu eng. Meine Schwester und mein Vater fahren ganzjährig Fahrrad. Sind jetzt nur drei Einzelbeispiele, aber ich bin mir sicher (vielleicht kennt irgendjemand einen Link mit belastbaren Zahlen zu Fahrrafdzählungen), dass viele schon lange nicht mehr nur im Sommer in der Freizeit Fahrrad fahren.


Zusammenfassung, und wahrscheinlich hast du dss auch gar nicht bestritten:
- Fahrradinfrastruktur ausbau ist für die Verkehrswende dringend nötig
- Fahrrad ist nicht die einzige Lösung, es braucht Investitionen in den ÖPNV, dass können in Einzelfällen neue U-Bahn-Strecken sein, aber vorallem auch Ausbau und Instandhaltung, aber auch Rückbau der MIV-Fläche zugunsten effizienterer Stadtverkehrsmittel
Zitat
PassusDuriusculus
z.B. Alex viergleisig, Beschneidung der MIV-Ampelphasen am Mollknoten oder einfach eine alternative Innenstadtstrecke. Warum nicht von der Landsberger Allee einen Abzweig (zum Beispiel hypothetisch) nach Jannowitzbrücke, Spittelmarkt. Da erreicht man auch U2, U5, U8, Stadtbahn und bekommt neue Direktverbindungen und dadurch einen attraktiveren ÖPNV.

Ist mir auch ein Rätsel. Der Alexanderplatz ist ja nicht ausschlicßlich deshalb so ein Anziehungspunkt, weil's da so nett ist, sondern weil da wirklich ALLES fährt. Dorthin z.B. die Straßenbahn noch zu verstärken, halte ich für kaum noch umsetzbar. Daher sollten auf jeden Fall auch solche "Spangen" angeboten werden. Vom Platz der Vereinten Nationen zum Ostbahnhof zur S-Bahn zu fahren, halte ich für keine sonderlich tolle Alternative zur Straßenbahn zum Alex - alle zwanzig Minuten und dann hat man noch recht lange Umsteigewege...da muss man mal ran.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
PassusDuriusculus
z.B. Alex viergleisig, Beschneidung der MIV-Ampelphasen am Mollknoten oder einfach eine alternative Innenstadtstrecke. Warum nicht von der Landsberger Allee einen Abzweig (zum Beispiel hypothetisch) nach Jannowitzbrücke, Spittelmarkt. Da erreicht man auch U2, U5, U8, Stadtbahn und bekommt neue Direktverbindungen und dadurch einen attraktiveren ÖPNV.

Ist mir auch ein Rätsel. Der Alexanderplatz ist ja nicht ausschlicßlich deshalb so ein Anziehungspunkt, weil's da so nett ist, sondern weil da wirklich ALLES fährt. Dorthin z.B. die Straßenbahn noch zu verstärken, halte ich für kaum noch umsetzbar. Daher sollten auf jeden Fall auch solche "Spangen" angeboten werden. Vom Platz der Vereinten Nationen zum Ostbahnhof zur S-Bahn zu fahren, halte ich für keine sonderlich tolle Alternative zur Straßenbahn zum Alex - alle zwanzig Minuten und dann hat man noch recht lange Umsteigewege...da muss man mal ran.

Es gibt ja bereits eine solche Spange, die heute nur im Umleitungsfall genutzt wird. Sie erreicht die U2 am Rosa-Luxemburg-Platz, die U8 an der Weinmeisterstraße und die Stadtbahn am Hackeschen Markt. Müsste man halt mal planmäßig eine (zusätzliche) Linie (z.B. die 18) im 10er-Takt langschicken und gucken, wie dann die Nachfrage tatsächlich ist.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Philipp Borchert
Vom Platz der Vereinten Nationen zum Ostbahnhof zur S-Bahn zu fahren, halte ich für keine sonderlich tolle Alternative zur Straßenbahn zum Alex - alle zwanzig Minuten und dann hat man noch recht lange Umsteigewege...da muss man mal ran.

Von diesem altbackenen 20-Minuten-Grundtakt könnte man sich auch langsam mal verabschieden. Das ist längst überfällig.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Balu der Bär
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schallundrausch
Zitat
Balu der Bär

Um es mal ganz plastisch zu machen: Wer auf der Landsberger Allee den MIV deutlich zurückdrängen will, der baut am besten eine U-Bahn.

Nein.

Sorry, ich reduziere gerade dienen langen Text auf ein Aussage. Das ist nicht fair, aber ich lese das SO oft, und meistens ist das unwidersprochener Konsens. Das stimmt aber nicht. Wir müssen nicht erst U-Bahnen bauen, erst zig neue Straßenbahnen eröffnen, erst die Tickets billiger machen oder die Buskapazität verdoppeln, bevor wir dem MIV was wegnehmen können. Umverteilung von überirdischen Verkehrsflächen ist das wichtigste und mächtigste urbanistische Instrument, das uns zur Verfügung steht. Und es muss am Anfang des Prozesses genutzt werden, nicht erst in der Mitte oder am Ende.


Landsberger Allee? Nimm pro Richtung dem MIV eine Fahrspur weg, und richte einen Vernünftigen geschützten Radweg ein. Das geht innerhalb weniger Wochen, kostet einen einstelligen Millionenbetrag, und löst Deine Verkehrsprobleme... sofort.

Auf den ersten Blick eine fantastische Idee.
Funktioniert von O bis O, von Ostern bis Oktober. Und im Winter dann eben nicht, wenn die Reise bis zum Alex gehen soll. Diese Lösung funktioniert auch gut für junge gesunde Erwachsene, aber nicht für Kinder, Alte und Kranke. Bei schlechtem Wetter wollen die vielen Fahrradfahrer dann doch lieber im Trockenen unterwegs sein und stürmen mit ihren Rädern die S-Bahn. Kann man aktuell schon sehr gut beobachten. Die Logik, die dahinter steckt, ist aber gefährlich: Da sagt man indirekt, die (Innnen-)Stadt solle bitte nur noch den jungen, dynamischen und hippen Leistungsträgern gehören. Stadtrat Schmidts Ideal, nur leider sehr sehr unsozial.

Deine Aussage reduziert das Problem auch zu einem Null-Summen-Spiel. Man müsse dem einen nur was wegnehmen und dem anderen geben und schon wäre das Problem gelöst. Das ist eine zu starke Vereinfachung, die der Masse eine einfache Lösung suggerieren soll, die es aber gar nicht gibt. Die Einwohner-Anzahl in Berlin nimmt zu, die Anzahl der Wege nimmt gleichzeitig zu. Wir müssen entweder die Kapazitäten deutlich erhöhen oder aber die Anzahl der Wege reduzieren. Eine Verkehrsfläche, die heute schon da ist, oberirdisch und unterirdisch zu nutzen, ist daher eine sinnvolle Nutzung um die Kapazitäten deutlich auszuweiten.


Huhu,

ich weiß nicht, warum das Forum immer so hart auf das Thema Fahrrad einsteigt, aber sei's drum. Nix persönliches, aber Du hast da ein paar Klischees, Vorurteile und faktische Ungereimtheiten mir rein gebracht, ich greife die mal auf. Allesamt 'Klassiker', deswegen bin ich schon fast dankbar, die alle mal an einem Platz versammelt zu haben. ;)

Radfahren funktioniert nur im Sommer/ bei schönem Wetter.

Nein. Während wir alle darin übereinstimmen, dass Radfahren im Sonnenschein mehr Spaß macht als im Regen, so zeigt und die Verkehrsforschung was anderes. Je mehr Leute gewohnheitsmäßig radfahren, desto mehr Ganzjahresradler gibt es. Das trifft insbesondere auf die Berufspendler zu. Es ist halt wesentlich einfacher, die Regenklamotten immer in der Tasche zu haben, als jeden Tag den Kopf über die Wettervorhersage zu zerbrechen. Natürlich gibt es saisonale Fluktuation, die ist aber nicht so groß, wie oft behauptet. So liegt das Winteraufkommen bei stabil 50% des Sommerverkehrs. Die Schwankung wegen Schlechtwetter ist noch geringer.

Radfahren funktioniert nicht für Alte, Kranke, Leute mit Kindern oder kleine Kinder selber.

Nein. Die Aussage steht diametral im Widerspruch zu aktuellen Erkenntnissen der Verkehrswissenschaft. Im Gegeteil werden Alte immer aktiver. Meine Großmutter hat sich damals zu ihrem 80. von uns ein neues Fahrrad gewünscht (das alte Göricke sei so schwer). Aber verlass Dich nicht auf meine Großmutter, sondern schau auf die Zahlen. Gerade die E-Bikes tun enorm viel, um Senioren mobil zu machen.
Kinder und Einkäufe zu transportieren ist mit entsprechenden Sitzen, Trägern, Anhängern oder Spezialrädern nicht nur kein problem, sondern im Zweifel sogar äußerst spaßig.
Es gibt fürkörperlich Eingeschränkte 'Handbikes' und andere Spezialräder. Selbst jemand der beinamputiert ist oder querschnittsgelähmt kann radfahren. Auch mit Begeisterung.

Jetzt kommt eine Ursache-Wirkungs-Umkehr. Dort wo du wenige oder keine 'schwächere' Verkehrsteilnehmer (Ältere, Kinder, Eingeschränkte) auf dem Rad sitzen siehst, dort liegt das immer (immer!) an der Infra. Die männlichen Mittfdreißiger Kampfradler (ich sage das bewusst; ich bin selber mal zwei Monate für ein Fortbildung nach Marzahn gependelt über die Landsberger auf fast ganzer Länger; da MUSST du Kämpfer sein!) wirst du immer bekommen, alle anderen nur, wenn es auch subjektiv sichere und angenehm zu fahrende Wege gibt.
Jetzt behauptest Du, das wäre unsozial. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Radwege (und Öffis) sind sozial und inklusiv und für Jedermann nutzbar, während MIV exklusiv und nur für Wenige da ist.

Wenn du dem Autoverkehr was wegnimmst und anderen Verkehrsträgern gibst, dann hast du nichts gewonnen.

Nein. Dein Rechnung geht nicht auf, weil Du von falschen Zahlen ausgehst. Weil Du vernachlässigt, dass MIV der platzineffizienteste Verkehrsträger ist. Wenn Du von drei MIV-Spuren eine zum Radweg umwandelst, vervierfacht sich deren Kapazität. Oder anders gesagt, du kannst auf diesem einen Fahrstreifen doppelt so viele Personen transportieren, wie auf den anderen beiden zusammen. Siehe die Grafik weiter oben, die ich leider nicht vernünftig hier eingebettet bekommen habe. Gegenüber Öffis ist der Faktor mit 10 oder mehr noch höher. Das habe ich nicht vorgeschlagen, weil es mit der Bim ja schon eine hoch leitungsfähige ÖPNV-Trasse gibt.

Zusammenfassend:
Wir ernten den Verkehr, dessen Infra wir säen.
Es gibt genug Platz.
Eine Infra, die Autoverkehr priorisiert, ist schlecht für alle, einschließlich und vor allem für Autofahrer.
Eine Infra, die Laufen/Radeln/Öffis priorisiert, hilft allen, einschließlich Autofahrern. Sie ermöglicht erst die freie Verkehrsmittelwahl und damit auch die Entlastung des MIV.
Das ganz in die zweite Ebene ist unnötig und oft (nicht immer) nur eine Ausrede, um den status quo nicht anzutasten.
Zitat
Havelländer
Zitat
Balu der Bär

Auf den ersten Blick eine fantastische Idee.
Funktioniert von O bis O, von Ostern bis Oktober. Und im Winter dann eben nicht, wenn die Reise bis zum Alex gehen soll. Diese Lösung funktioniert auch gut für junge gesunde Erwachsene, aber nicht für Kinder, Alte und Kranke. Bei schlechtem Wetter wollen die vielen Fahrradfahrer dann doch lieber im Trockenen unterwegs sein und stürmen mit ihren Rädern die S-Bahn. Kann man aktuell schon sehr gut beobachten. Die Logik, die dahinter steckt, ist aber gefährlich: Da sagt man indirekt, die (Innnen-)Stadt solle bitte nur noch den jungen, dynamischen und hippen Leistungsträgern gehören. Stadtrat Schmidts Ideal, nur leider sehr sehr unsozial.

Deine Aussage reduziert das Problem auch zu einem Null-Summen-Spiel. Man müsse dem einen nur was wegnehmen und dem anderen geben und schon wäre das Problem gelöst. Das ist eine zu starke Vereinfachung, die der Masse eine einfache Lösung suggerieren soll, die es aber gar nicht gibt. Die Einwohner-Anzahl in Berlin nimmt zu, die Anzahl der Wege nimmt gleichzeitig zu. Wir müssen entweder die Kapazitäten deutlich erhöhen oder aber die Anzahl der Wege reduzieren. Eine Verkehrsfläche, die heute schon da ist, oberirdisch und unterirdisch zu nutzen, ist daher eine sinnvolle Nutzung um die Kapazitäten deutlich auszuweiten.

Überforder "Heiße Luft um Nichts" alias "schallundrauch" nicht, für komplizierte Themen braucht er Sockenpuppen die ihm das erklären.

Du darfst Dich gerne inhaltlich mit mir auseinandersetzen, wenn... Du das möchtest. Ansonsten mäßige Dich.
Zitat
schallundrausch

Huhu,

ich weiß nicht, warum das Forum immer so hart auf das Thema Fahrrad einsteigt, aber sei's drum. Nix persönliches, aber Du hast da ein paar Klischees, Vorurteile und faktische Ungereimtheiten mir rein gebracht, ich greife die mal auf. Allesamt 'Klassiker', deswegen bin ich schon fast dankbar, die alle mal an einem Platz versammelt zu haben. ;)

Radfahren funktioniert nur im Sommer/ bei schönem Wetter.

Nein. Während wir alle darin übereinstimmen, dass Radfahren im Sonnenschein mehr Spaß macht als im Regen, so zeigt und die Verkehrsforschung was anderes. Je mehr Leute gewohnheitsmäßig radfahren, desto mehr Ganzjahresradler gibt es. Das trifft insbesondere auf die Berufspendler zu. Es ist halt wesentlich einfacher, die Regenklamotten immer in der Tasche zu haben, als jeden Tag den Kopf über die Wettervorhersage zu zerbrechen. Natürlich gibt es saisonale Fluktuation, die ist aber nicht so groß, wie oft behauptet. So liegt das Winteraufkommen bei stabil 50% des Sommerverkehrs. Die Schwankung wegen Schlechtwetter ist noch geringer.

Radfahren funktioniert nicht für Alte, Kranke, Leute mit Kindern oder kleine Kinder selber.

Nein. Die Aussage steht diametral im Widerspruch zu aktuellen Erkenntnissen der Verkehrswissenschaft. Im Gegeteil werden Alte immer aktiver. Meine Großmutter hat sich damals zu ihrem 80. von uns ein neues Fahrrad gewünscht (das alte Göricke sei so schwer). Aber verlass Dich nicht auf meine Großmutter, sondern schau auf die Zahlen. Gerade die E-Bikes tun enorm viel, um Senioren mobil zu machen.
Kinder und Einkäufe zu transportieren ist mit entsprechenden Sitzen, Trägern, Anhängern oder Spezialrädern nicht nur kein problem, sondern im Zweifel sogar äußerst spaßig.
Es gibt fürkörperlich Eingeschränkte 'Handbikes' und andere Spezialräder. Selbst jemand der beinamputiert ist oder querschnittsgelähmt kann radfahren. Auch mit Begeisterung.

Jetzt kommt eine Ursache-Wirkungs-Umkehr. Dort wo du wenige oder keine 'schwächere' Verkehrsteilnehmer (Ältere, Kinder, Eingeschränkte) auf dem Rad sitzen siehst, dort liegt das immer (immer!) an der Infra. Die männlichen Mittfdreißiger Kampfradler (ich sage das bewusst; ich bin selber mal zwei Monate für ein Fortbildung nach Marzahn gependelt über die Landsberger auf fast ganzer Länger; da MUSST du Kämpfer sein!) wirst du immer bekommen, alle anderen nur, wenn es auch subjektiv sichere und angenehm zu fahrende Wege gibt.
Jetzt behauptest Du, das wäre unsozial. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Radwege (und Öffis) sind sozial und inklusiv und für Jedermann nutzbar, während MIV exklusiv und nur für Wenige da ist.

Wenn du dem Autoverkehr was wegnimmst und anderen Verkehrsträgern gibst, dann hast du nichts gewonnen.

Nein. Dein Rechnung geht nicht auf, weil Du von falschen Zahlen ausgehst. Weil Du vernachlässigt, dass MIV der platzineffizienteste Verkehrsträger ist. Wenn Du von drei MIV-Spuren eine zum Radweg umwandelst, vervierfacht sich deren Kapazität. Oder anders gesagt, du kannst auf diesem einen Fahrstreifen doppelt so viele Personen transportieren, wie auf den anderen beiden zusammen. Siehe die Grafik weiter oben, die ich leider nicht vernünftig hier eingebettet bekommen habe. Gegenüber Öffis ist der Faktor mit 10 oder mehr noch höher. Das habe ich nicht vorgeschlagen, weil es mit der Bim ja schon eine hoch leitungsfähige ÖPNV-Trasse gibt.

Zusammenfassend:
Wir ernten den Verkehr, dessen Infra wir säen.
Es gibt genug Platz.
Eine Infra, die Autoverkehr priorisiert, ist schlecht für alle, einschließlich und vor allem für Autofahrer.
Eine Infra, die Laufen/Radeln/Öffis priorisiert, hilft allen, einschließlich Autofahrern. Sie ermöglicht erst die freie Verkehrsmittelwahl und damit auch die Entlastung des MIV.
Das ganz in die zweite Ebene ist unnötig und oft (nicht immer) nur eine Ausrede, um den status quo nicht anzutasten.
Danke, sehr schön geschrieben
Zitat
Wutzkman
Zitat
Barnimer
Nach der Anpassung heißt meine Alternative wohl das Auto, zumindestens wenn wir zu zweit oder zu dritt unterwegs sind, denn das ist dann bedeutend günstiger als der ÖPNV.

Wirklich? Das Auto ist bedeutend günstiger als die 3,80 Mehrkosten für zwei Personen?
Ja, dem ist dann wohl so. 2 Tageskarten kosten dann schon 19,20 €, damit komme ich mit Auto mehr als 225 Kilometer weit. Die größte Ausdehnung Berlin beträgt 45 Kilometer. Theoretisch käme man damit 5x quer durch Berlin.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.2019 14:57 von Barnimer.
Zitat
Barnimer
Zitat
Wutzkman
Zitat
Barnimer
Nach der Anpassung heißt meine Alternative wohl das Auto, zumindestens wenn wir zu zweit oder zu dritt unterwegs sind, denn das ist dann bedeutend günstiger als der ÖPNV.

Wirklich? Das Auto ist bedeutend günstiger als die 3,80 Mehrkosten für zwei Personen?
Ja, dem ist dann wohl so. 2 Tageskarten kosten dann schon 19,20 €, damit komme ich mit Auto mehr als 225 Kilometer weit. Die größte Ausdehnung Berlin beträgt 45 Kilometer. Theoretisch käme man damit 5x quer durch Berlin.

Und wie weit kommst du wenn du in die Kalkulation auch Haftpflichtversicherung, TÜV, Kfz-Steuer, Reparaturen und Pflege mit einbeziehst? Oder kommt für diese Kosten jemand anderes auf?

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Zitat
Florian Schulz
Und wie weit kommst du wenn du in die Kalkulation auch Haftpflichtversicherung, TÜV, Kfz-Steuer, Reparaturen und Pflege mit einbeziehst? Oder kommt für diese Kosten jemand anderes auf?

Es gibt tatsächlich eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen mit privat nutzbarem Dienstwagen, für dessen Nutzung in der Regel nur die Kosten für den Treibstoff anfallen. Selbstzahler kommen durchschnittlich auf 50 Cent/km, wie man dem Autokosten-Rechner des ADAC leicht entnehmen kann.
Den Vergleich bei Dienstwagennutzern müsste man dann aber mit einem Nutzer von ÖPNV-Freifahrten anstellen. Für die Nutzung geldwerter Leistungen des Arbeitgebers fallen da eventuell lediglich Steuern an.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.2019 17:12 von der weiße bim.
Zitat
Florian Schulz
Oder kommt für diese Kosten jemand anderes auf?

Ich befürchte, das ist so. Ich kenne einige Leute, die man nicht mit dem Schuhlöffel aus ihren Autos bekommt. Wieso auch, die haben alle "Firmenwagen". Die gibt's auch nicht wirklich gratis, aber das fällt ja nicht auf. Zuweilen muss nicht mal Kraftstoff für Privatvergnügen aus eigener Tasche bezahlt werden.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Barnimer
Ja, dem ist dann wohl so. 2 Tageskarten kosten dann schon 19,20 €, damit komme ich mit Auto mehr als 225 Kilometer weit. Die größte Ausdehnung Berlin beträgt 45 Kilometer. Theoretisch käme man damit 5x quer durch Berlin.

Und wie weit kommst du wenn du in die Kalkulation auch Haftpflichtversicherung, TÜV, Kfz-Steuer, Reparaturen und Pflege mit einbeziehst? Oder kommt für diese Kosten jemand anderes auf?

Diese Kosten fallen ja sowie an, wenn das Auto erstmal da ist.

Ich habe ganz auf die Schnelle ein paar Werte aus dem Internet zusammen gesucht für folgendes Szenario: Ich habe kein Auto, werde jetzt aber verdonnert, im Oktober und November in der Filiale 3 Orte weiter auszuhelfen. Bis dorthin sind es 15 km Straßenentfernung. Und obwohl es sich um benachbarte politische Gemeinden handelt, dauert die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen 1:30 und 1:40 (Haustür zu Haustür laut vbb-Routenplaner) – leider ist da eine Kreisgrenze dazwischen und ich müsste im Regelfall über Berlin fahren.
Mit dem Auto bräuchte ich 17 Minuten laut dem Routenplaner „graphhopper“, der auf openstreetmap.org verfügbar ist. (Fahrrad würde laut diesem Routenplaner knapp 1h dauern, aber das gibt meine aktuelle Fitness nicht her, scheidet also für die weitere Betrachtung aus).

Bei diesem Fahrzeitunterschied spricht natürlich vieles für die Nutzung des Autos zum Pendeln. Da ich kein Auto habe, habe ich mal geguckt, was das erstbeste Angebot von europcar ist (die haben hier im Ort eine Filiale). Da bekomme ich einen VW up! für 1319,47 € für die Zeit vom 01.10.2019 bis 30.11.2019 angeboten. In diesem Preis sind ja neben der Abschreibung, der Haftpflicht- und Kaskoversicherung, den Steuern, einer Pauschale für HU und verschleißbedingte Reparaturen auch noch ein Gewinn des Vermieters einkalkuliert.
Für meine Pendelei würde ich dann in diesen beiden Monaten 42 Tage (gibt ja 2 Feiertage) jeweils 15 km hin und zurück, also insgesamt 42 * 30 km = 1260 km fahren.
Für den VW Up! habe ich beim ADAC einen Durchschnittsverbruch (Gesamtdurchschnitt) von 6,5 l/100 km gefunden. Damit würde ich 82 l Benzin verfahren. Das kostet bei einem Benzinpreis von aktuell ca. 1,40 €/l (Super E10 auf der willkürlich ausgewählten Vergleichsseite „www.tankstellenpreise.de“) demnach 82 * 1,40 € = 114,80 €.
Ich müsste also insgesamt für die beiden Monate 1319,47 € + 114,80 € = 1434,27 € bezahlen und käme auf Kilometerkosten von 1,14 € je Kilometer.

Nun kommt der Wochenendausflug mit Freundin ans andere Ende des C-Bereichs, sagen wir 74 km – das dürfte die am weiteren entfernte Bahnstation sein, die ich mit einem ABC-Fahrschein erreiche. Mit öffentlichen würden wir nach den neuen Tarifen 2 * 9,60 €, also 19,20 € bezahlen.
Nehmen wir aber den Leihwagen, würden wir knapp 10 l Benzin verfahren (genau gerechnet: 9,62 l). Das kostet 14,00 €. Die Kilometerkosten für den Leihwagen würden dann nur noch 1,02 € je Kilometer betragen, da sich die Fixkosten auf eine größere Kilometerzahl verteilen.

Wenn wir nun den Wochenendausflug mit dem ÖPNV machten, hätte ich nach den 2 Monaten 1433,94 € + 19,20 €, also insgesamt 1453,14 € bezahlt. Würden wir den sowieso vorm Haus stehenden Leihwagen für den Ausflug nehmen, hätten wir nur 1433,94 € + 14,00 € = 1447,94 € weniger im PortmGeldbörse. Das Auto zu nehmen, würde uns also 5,20 € weniger kosten.

Wo ist jetzt mein Denkfehler?
Zitat
Jumbo
Zitat
Florian Schulz
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Barnimer
Ja, dem ist dann wohl so. 2 Tageskarten kosten dann schon 19,20 €, damit komme ich mit Auto mehr als 225 Kilometer weit. Die größte Ausdehnung Berlin beträgt 45 Kilometer. Theoretisch käme man damit 5x quer durch Berlin.

Und wie weit kommst du wenn du in die Kalkulation auch Haftpflichtversicherung, TÜV, Kfz-Steuer, Reparaturen und Pflege mit einbeziehst? Oder kommt für diese Kosten jemand anderes auf?

Diese Kosten fallen ja sowie an, wenn das Auto erstmal da ist.
So ist es. Die Frage Haftpflichtversicherung, TÜV und co. stellt sich bei mir nicht, da das Auto eh da ist. Darüberhinaus könnte ich noch auf ein Dienstwagen zurückgreifen.

Zitat
Jumbo
Bis dorthin sind es 15 km Straßenentfernung. Und obwohl es sich um benachbarte politische Gemeinden handelt, dauert die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen 1:30 und 1:40 (Haustür zu Haustür laut vbb-Routenplaner) – leider ist da eine Kreisgrenze dazwischen und ich müsste im Regelfall über Berlin fahren.
Mit dem Auto bräuchte ich 17 Minuten laut dem Routenplaner „graphhopper“, der auf openstreetmap.org verfügbar ist.
Witzig, auch mein Problem. Mit ÖPNV bräuchte ich 2:12 (kürzeste Verbindung, fährt nicht immer!) von Haustür zur Arbeit und müsste ein Umweg über Berlin nehmen. Mit Auto ist die Strecke in 0:35 bis 0:40 zu schaffen. Und das alles nur, weil ich mal über die Kreisgrenze fahren möchte und Tangentialverbindungen beim Nahverkehr Teufelszeug ist.
Zitat
Jumbo
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Barnimer
Ja, dem ist dann wohl so. 2 Tageskarten kosten dann schon 19,20 €, damit komme ich mit Auto mehr als 225 Kilometer weit. Die größte Ausdehnung Berlin beträgt 45 Kilometer. Theoretisch käme man damit 5x quer durch Berlin.

Und wie weit kommst du wenn du in die Kalkulation auch Haftpflichtversicherung, TÜV, Kfz-Steuer, Reparaturen und Pflege mit einbeziehst? Oder kommt für diese Kosten jemand anderes auf?

Diese Kosten fallen ja sowie an, wenn das Auto erstmal da ist.

Ich habe ganz auf die Schnelle ein paar Werte aus dem Internet zusammen gesucht für folgendes Szenario: Ich habe kein Auto, werde jetzt aber verdonnert, im Oktober und November in der Filiale 3 Orte weiter auszuhelfen. Bis dorthin sind es 15 km Straßenentfernung. Und obwohl es sich um benachbarte politische Gemeinden handelt, dauert die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen 1:30 und 1:40 (Haustür zu Haustür laut vbb-Routenplaner) – leider ist da eine Kreisgrenze dazwischen und ich müsste im Regelfall über Berlin fahren.
Mit dem Auto bräuchte ich 17 Minuten laut dem Routenplaner „graphhopper“, der auf openstreetmap.org verfügbar ist. (Fahrrad würde laut diesem Routenplaner knapp 1h dauern, aber das gibt meine aktuelle Fitness nicht her, scheidet also für die weitere Betrachtung aus).

Bei diesem Fahrzeitunterschied spricht natürlich vieles für die Nutzung des Autos zum Pendeln. Da ich kein Auto habe, habe ich mal geguckt, was das erstbeste Angebot von europcar ist (die haben hier im Ort eine Filiale). Da bekomme ich einen VW up! für 1319,47 € für die Zeit vom 01.10.2019 bis 30.11.2019 angeboten. In diesem Preis sind ja neben der Abschreibung, der Haftpflicht- und Kaskoversicherung, den Steuern, einer Pauschale für HU und verschleißbedingte Reparaturen auch noch ein Gewinn des Vermieters einkalkuliert.
Für meine Pendelei würde ich dann in diesen beiden Monaten 42 Tage (gibt ja 2 Feiertage) jeweils 15 km hin und zurück, also insgesamt 42 * 30 km = 1260 km fahren.
Für den VW Up! habe ich beim ADAC einen Durchschnittsverbruch (Gesamtdurchschnitt) von 6,5 l/100 km gefunden. Damit würde ich 82 l Benzin verfahren. Das kostet bei einem Benzinpreis von aktuell ca. 1,40 €/l (Super E10 auf der willkürlich ausgewählten Vergleichsseite „www.tankstellenpreise.de“) demnach 82 * 1,40 € = 114,80 €.
Ich müsste also insgesamt für die beiden Monate 1319,47 € + 114,80 € = 1434,27 € bezahlen und käme auf Kilometerkosten von 1,14 € je Kilometer.

Nun kommt der Wochenendausflug mit Freundin ans andere Ende des C-Bereichs, sagen wir 74 km – das dürfte die am weiteren entfernte Bahnstation sein, die ich mit einem ABC-Fahrschein erreiche. Mit öffentlichen würden wir nach den neuen Tarifen 2 * 9,60 €, also 19,20 € bezahlen.
Nehmen wir aber den Leihwagen, würden wir knapp 10 l Benzin verfahren (genau gerechnet: 9,62 l). Das kostet 14,00 €. Die Kilometerkosten für den Leihwagen würden dann nur noch 1,02 € je Kilometer betragen, da sich die Fixkosten auf eine größere Kilometerzahl verteilen.

Wenn wir nun den Wochenendausflug mit dem ÖPNV machten, hätte ich nach den 2 Monaten 1433,94 € + 19,20 €, also insgesamt 1453,14 € bezahlt. Würden wir den sowieso vorm Haus stehenden Leihwagen für den Ausflug nehmen, hätten wir nur 1433,94 € + 14,00 € = 1447,94 € weniger im PortmGeldbörse. Das Auto zu nehmen, würde uns also 5,20 € weniger kosten.

Wo ist jetzt mein Denkfehler?

Jumbo, ich glaub, du brauchst sowas hier!
;)
@ schallundrausch (18:27): Danke, volle Zustimmung. Ein ergänzender Gedanke hierzu:

Zitat
schallundrausch
Radfahren funktioniert nicht für Alte, Kranke, Leute mit Kindern oder kleine Kinder selber.

Spannend finde ich, dass die angebliche Sorge um Alte, Kranke, Leute mit Kindern und kleine Kinder nur auftritt, wenn es um mögliche Einschränkungen für den Autoverkehr geht. So weit, die Durchsetzung der StVO an Haltestellen zu fordern, sprich: Falschparker konsequent schnell abzuschleppen, und das zu Strafen, die tatsächlich wehtun, geht die Sorge dann aber doch nicht. Da dürfen die Alten, Kranken, Leute mit Kindern und kleinen Kinder dann doch gern auf der Fahrbahn aussteigen, weil der Bus nicht an den Bordstein fahren kann...

Und das ist wirklich ein Problem. Man achte mal darauf, wie oft die 15-m-Regel eingehalten wird. Praktisch gar nicht. Ich würde fast die These aufstellen, dass die meisten Autofahrer sie gar nicht kennen.

Aber wahrscheinlich sind die Falschparker an Bushaltestellen auch allesamt Alte, Kranke und Leute mit Kindern...

Subtext: Alte, Kranke und kleine Kinder sollen Auto fahren! So geht Zukunft!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.09.2019 07:58 von def.
Zitat
def
Man achte mal darauf, wie oft die 15-m-Regel eingehalten wird. Praktisch gar nicht. Ich würde fast die These aufstellen, dass die meisten Autofahrer sie gar nicht kennen.

Selbst wenn die 15 m eingehalten werden, frage ich mich jedesmal, wie man sich das eigentlich praktisch gedacht hat. Wie soll denn nun ein 18 m langer Bus dort heranfahren, parallel zur Bordsteinkante halten und wieder abfahren?


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Alter Köpenicker
Selbst wenn die 15 m eingehalten werden, frage ich mich jedesmal, wie man sich das eigentlich praktisch gedacht hat. Wie soll denn nun ein 18 m langer Bus dort heranfahren, parallel zur Bordsteinkante halten und wieder abfahren?

Die 15 m gelten ja in beide Richtungen vom Haltestellenschild aus, der Haltestellenbereich misst also 30 m, der Bus hat noch weitere 12 m zum Hinein- und Hinausfahren.
Zitat
Jumbo
Wo ist jetzt mein Denkfehler?

Du hast keinen Denkfehler sondern das für dich optimale Angebot rausgesucht. Außerdem hast du noch mehr Vorteile mit dem PKW, denn du kannst entspannt auf dem Weg nac Hause noch einkaufen gehen, das Leergut schon am Morgen in das Auto laden usw.
Das will man nicht wenn der Bus alle Stunde oder zwei Stunden fährt und dann auch noch die Schlepperei dazu.
Das sind so Dinge welche die Innenstadthipster und Weltverbesserer in ihren Ein-Personen-Haushalten nicht kapieren.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Zitat
def
Zitat
Alter Köpenicker
Selbst wenn die 15 m eingehalten werden, frage ich mich jedesmal, wie man sich das eigentlich praktisch gedacht hat. Wie soll denn nun ein 18 m langer Bus dort heranfahren, parallel zur Bordsteinkante halten und wieder abfahren?

Die 15 m gelten ja in beide Richtungen vom Haltestellenschild aus, der Haltestellenbereich misst also 30 m, der Bus hat noch weitere 12 m zum Hinein- und Hinausfahren.

So kenne ich das von früher auch, da hielten die Busse aber so, daß das Haltestellenschild in Höher der Busmitte stand. Das ist heute anders.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
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