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Authentische Darstellung des öpnv in historisierenden Filmen
geschrieben von Lehrter Bahnhof 
Liebling Kreuzberg hat öfter mal die U-Bahn benutzt und einen Suffki verteidigt, der einen Busfahrer genötigt hat, ihn vor seiner Haustür abzusetzen. Später hatte er die Straßenbahn am Hackeschen Markt vor der Bürotür.
Zitat
T6
Emil und die Detektive von 1931

Habe um Weihnachten herum die Fassung von 1954 gesehen und war begeistert. Es war nichts gestellt. Das typische Nachkriegs-Berlin. BüD3U, BüD2 und originale Straßenbahnen auf dem Kudamm, Außen- und Innenaufnahmen.
Auf RTL lief (läuft vielleicht immer noch) ab 1994 die Krimiserie "Im Namen des Gesetzes". Die ersten Staffel fand ich damals ganz gut. In der Folge: Die Mutprobe wurde für die S-Bahn-Szenen unrealistischerweise wohl ein Museumszug verwendet. Es kam ein ET167 in "Hauptstadtlackierung" zum Einsatz - noch mit dreiteiliger Fensterfront und Spitzen-/Schlusssignal in einem Lampengehäuse zusammegefasst.

Fand ich damals extrem seltsam, da mir ein solches Fahrzeug zuvor niemals im Fahrgastverkehr begegnet war. Dunkel meine ich mich zu erinnern, dass die Fahr-Szenen sogar unter Fahrdraht stattfanden. Gab es 1994 noch irgendein Prüfgleis, das sowohl Oberleitung als auch Stromschiene besaß? Falls ich mich in dem Punkt richtig erinnere, müsste die Oberleitung aber für die Dreharbeiten abgeschaltet gewesen sein, da sich ja Stuntmen auf dem Dach befanden...

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!




2 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.2020 00:03 von Salzfisch.
Würde sagen ja in Henningsdorf, dürfte das Prüfgleis damals schon existiert haben.

Die Serie läuft heutzutage auf RTL Plus.
Zitat
Sasukefan86
Die Serie läuft heutzutage auf RTL Plus.

Und laut meinem Link lief besagte Folge wohl auch erst vor Kurzem am 29.10.2019! Also Bahnfans aufgepasst, wann es das nächste Mal soweit ist...

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Zitat

"GraphXBerlin am 25.1.2020 um 23.04 Uhr:

Habe um Weihnachten herum die Fassung von 1954 gesehen [...] Das typische Nachkriegs-Berlin. BüD3U, BüD2 und originale Straßenbahnen auf dem Kudamm

Z. Bsp. diese beiden Schnappschüsse?




Ja, das hat mich an diesem Film auch fasziniert (aber auch der noch nicht abgeräumte östliche Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und die "Manschette" um die Kirchturmspitze).

Gruß, Thomas

PS: Aufgenommen im RBB im Mai 2018.

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
In "Good Bye Lenin", das bekanntlich 1989 spielt, fahren Straßenbahnen über den Alexanderplatz - und dazu auch noch gelbe! (Wenigstens Tatras, wenn ich es recht in Erinnerung habe.) Und sie sind nicht irgendwie im Hintergrund zu sehen, sondern werden sogar in einer kurzen Zwischensequenz in den Mittelpunkt gerückt.

Zitat
B-V 3313
Der "Große Ring" kam z.B. nie nach Hakenfelde und Johannas Linien sind auch erfunden.

Ja, wenn man sich in einer Stadt einigermaßen auskennt, staunt man eh oft über die Geographie, die im Film dargestellt wird. Da steigen die Protagonisten in Station X aus der U-Bahn, gehen hinaus und sind plötzlich am anderen Ende der Stadt. Selbst in einem in Wien spielenden Film ist mir neulich so etwas aufgefallen: die Hauptfigur und seine Affäre waren auf der Donauinsel an der Reichsbrücke nordöstlich des Zentrums, und die Hauptfigur meinte: "Meine Mutter lebt hier ganz in der Nähe". "Ganz in der Nähe" war in diesem Fall Oberlaa ganz im Süden der Stadt, was sicherheitshalber ständig auch zu lesen war. Gut, immerhin gibt es mit der U1 eine schnelle Verbindung zwischen diesen "nah beieinander" (gut 10 km Luftlinien voneinander entfernt) liegenden Orten.


Zurück nach Berlin und zur Ausgangsfrage: es ging genau genommen nicht um historische, sondern um historisierende Filme. Also Filme, die in einer früheren Zeit spielen als sie gedreht wurden. Ich selbst finde es aber vielleicht auch ganz spannend, wenn historische Filme genannt werden.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.2020 08:06 von def.
Schade. Dann können wir uns diese Reportage aus den 80er Jahren auch nicht in diesem Thread ansehen? ^^
Zitat
krickstadt
Zitat

"GraphXBerlin am 25.1.2020 um 23.04 Uhr:

Habe um Weihnachten herum die Fassung von 1954 gesehen [...] Das typische Nachkriegs-Berlin. BüD3U, BüD2 und originale Straßenbahnen auf dem Kudamm

Z. Bsp. diese beiden Schnappschüsse?

Ja, das hat mich an diesem Film auch fasziniert (aber auch der noch nicht abgeräumte östliche Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und die "Manschette" um die Kirchturmspitze).

Gruß, Thomas

PS: Aufgenommen im RBB im Mai 2018.
Genau! Ich habe eigentlich gar nicht groß die bekannte Story verfolgt, als vielmehr den Hintergrund bzw. die Bilder beobachtet ;-)
Zitat
Wollankstraße
Mir fällt da Babylon Berlin ein. Da kommt in einer Szene die S-Bahn vor, aber der Film soll in den 20er-Jahren spielen und soweit ich weiß gibt es den Begriff "S-Bahn" erst seit 1930.

Da hast du ganz Recht.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1876-2021
Besonders unrealistisch in Bezug Nahverkehr Berlin sollte der Film "A Dandy in Aspik" sein..
da hat man 1967 einen Kleinprofilzug der Westberliner U-bahn als S-Bahnzug lackiert und als Statist verwendet,
weil man sich mit der DR nicht einigen konnte, eine richtige S-Bahn für den Filmdreh herzugeben.

T6JP
Zitat
VvJ-Ente
Schade. Dann können wir uns diese Reportage aus den 80er Jahren auch nicht in diesem Thread ansehen? ^^

Haha. Auch schön unrealistisch. Bhf. Zoo (eigentlich alles) nur Kulissenbauten. Ein D-Zug der am Schlesischen Tor hält (ohne Prellbock enden die Schienen), köstlich. :-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.2020 23:08 von GraphXBerlin.
Zitat
krickstadt
Zitat

"GraphXBerlin am 25.1.2020 um 23.04 Uhr:

Habe um Weihnachten herum die Fassung von 1954 gesehen [...] Das typische Nachkriegs-Berlin. BüD3U, BüD2 und originale Straßenbahnen auf dem Kudamm

Z. Bsp. diese beiden Schnappschüsse?




Ja, das hat mich an diesem Film auch fasziniert (aber auch der noch nicht abgeräumte östliche Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und die "Manschette" um die Kirchturmspitze).

Gruß, Thomas

PS: Aufgenommen im RBB im Mai 2018.

Sind diese Bilder von 1954? Damals gab es meines Wissens aber noch keine Farbfotos.
Zitat
Henning
Sind diese Bilder von 1954? Damals gab es meines Wissens aber noch keine Farbfotos.

Erstens sind das Bilder aus dem Film (sozusagen Standbilder) und zweitens gab es auch 1954 schon lange Farbfotos.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Fotos aus den 1960er-Jahren und früher habe ich bis jetzt nur in schwarz-weiß gesehen.
Zitat
Henning
Fotos aus den 1960er-Jahren und früher habe ich bis jetzt nur in schwarz-weiß gesehen.

Davor war Farbfotografie halt einfach sehr teuer. Im Journalismus hat man nicht verwendet, da Zeitungen in Schwarz-Weiß waren, Zeitschriften und Bücher wurden auch meistens in Schwarz-Weiß gedruckt, sodass hier nur wenige Fotografen Farbbilder verwendet haben. Es blieb also nur das Hobby von vermögenden Leuten sowie die Werbindustrie als Verwender von Farbfotografie und natürlich die Kinofilmindustrie (z.B. "Der Zauberer von Oz" oder "Schneewittchen") - Kinofilme sind ja im Prinzip auch nur eine Aneinanderreihung von Dias, die in sehr kurzen Abständen geschossen worden sind.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.01.2020 00:41 von Nemo.
Farbphotos gab es schon Ende der 1930-er Jahre. Sie waren nur immens teuer, so dass nur wenige Privatphotos aus dieser Zeit farbig sind. Selbst habe ich noch bis Mitte der 1960-er schwarz-weiß photographiert, bevor Farbfilme billiger wurden und man dann darauf umgestiegen ist.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Zitat

"Henning" am 26.1.2020 um 23.19 Uhr:

Sind diese Bilder von 1954? Damals gab es meines Wissens aber noch keine Farbfotos.

Ja, diese Bilder sind von 1954, da Farbe für Kinofilme zu dieser Zeit ein Werbeargument war. Verfahren zur Herstellung von farbigen Bildern gibt es aber schon 50 Jahre länger, die Geschichte des Farbfilms könntest Du in einer Kurzfassung auf dieser Seite nachlesen.

Im RBB (dem Berlin-Brandenburger Rundfunksender) wurde im November letzten Jahres die zweiteilige Dokumentarfilmreihe "Berlin-Brandenburg unterm Hakenkreuz" gezeigt, in der es ausschließlich um von Privatpersonen hergestellte Farbfilme ging. Im Titel kann man aber auch das Dilemma dieser Bilder erkennen - irgendwo taucht immer wieder ein Hakenkreuz auf. Beide Teile sind noch in der Mediathek zu finden: Teil 1 (1933 - 1939), Teil 2 (1939 - 1945).

Gruß, Thomas

PS: Vielleicht möchte unser Filmexperte in der Runde noch etwas dazu schreiben? Arian?

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.01.2020 06:10 von krickstadt.
Zitat
Salzfisch
Auf RTL lief (läuft vielleicht immer noch) ab 1994 die Krimiserie "Im Namen des Gesetzes". Die ersten Staffel fand ich damals ganz gut. In der Folge: Die Mutprobe wurde für die S-Bahn-Szenen unrealistischerweise wohl ein Museumszug verwendet. Es kam ein ET167 in "Hauptstadtlackierung" zum Einsatz - noch mit dreiteiliger Fensterfront und Spitzen-/Schlusssignal in einem Lampengehäuse zusammegefasst.

Fand ich damals extrem seltsam, da mir ein solches Fahrzeug zuvor niemals im Fahrgastverkehr begegnet war. Dunkel meine ich mich zu erinnern, dass die Fahr-Szenen sogar unter Fahrdraht stattfanden. Gab es 1994 noch irgendein Prüfgleis, das sowohl Oberleitung als auch Stromschiene besaß? Falls ich mich in dem Punkt richtig erinnere, müsste die Oberleitung aber für die Dreharbeiten abgeschaltet gewesen sein, da sich ja Stuntmen auf dem Dach befanden...

Gruß
Salzfisch

Wahrscheinlich waren das hier die Aufnahmen dazu.

EMB
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