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24 Stunden Warnstreik BVG am 9.10.20
geschrieben von BuchholzerJung 
Zitat
Bumsi
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
PassusDuriusculus
Mit gleichem Gehalt von München bis Rhena halte ich für komplett illusorisch.

Gleiche Regelungen besser gesagt Rahmenbedingungen zu Wendezeiten, Pausen, Überstunden etc. ist schon eigentlich schon sinnvoll. Ich drücke die Daumen.

Unterschiedliche Bezahlung und Arbeitsbedingungen führen halt dazu, dass gerade die jungen Fahrer dorthin abwandern, wo gerade die besten (bzw. eher am wenigsten schlechten) Konditionen geboten werden. Berlin hat das gerade im Schul- und Kitabereich durch, wo mit viel Zeit und Geld und Mühe ausgebildete Arbeitskräfte ruckzuck nach Jobs in Süddeutschland (Lehrer) bzw. Brandenburg (Erzieher) gesucht haben, bis man die Lücken annähernd geschlossen hat.

Der Fehler im System liegt nach wie vor woanders: Den Entscheidungsträgern auf der Arbeitgeberseite kann sowohl ein Streik, als auch massenhaft durch fehlendes Personal ausfallende Fahrten völlig egal sein, da SIE davon nicht betroffen sind. Zur Not genehmigt man sich einfach einen zweiten Dienstwagen, wenn der eigenen Familie die Benutzung des ÖPNV nicht mehr zuzumuten ist...


Also ich differenziere gerne. Arbeitsbedingungen, ja die sollen gleichwertig sein.

Gehalt. Warum?
Um bei meinem Beispiel zu bleiben.
In Rhena findet man Wohnungen mit 70m^2 um die 300€ monatl.
In München findet man Wohnungen dieser Größe ab 1000€ monatl.
(Mal kurz Miete Rhena und Miete München bei google eingegeben und die Treffer überflogen)

Warum soll man an beiden Orten gleich viel verdienen?
Fürs Land brauch man vielleicht noch ein kleinen extra-Anreiz, aber prinizipiell hat man in der Großstadt vermutlich die anstrengerenden Fahrgäste und Verkehrsteilnehmer...


Wenn jetzt die Lebenserhaltungs- und Mietkosten in München und Schwerin bzw. in Villingen und Grabow gleich wären, dann können gerne auch überall identische Gehälter gezahlt werden.

Im Gegensatz dazu: Ja bitte, Arbeitsbedingungen bitte vereinheitlichen

Es geht doch beim aktuellen Arbeitskampf eben um gleiche Arbeitsbedingungen und nicht um Gehaltsangleichungen.

Ja eben :)
Zitat
Henning
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
T6Jagdpilot
(...) brauchtest Dir keine großen Sorgen um Dein Einkommen zu machen.

Das brauchen die Beschäftigten im ÖPNV aber - anders als viele andere Berufsgruppen - auch nicht.

So sehe ich das auch.

Deine Sichtweise ist zu kurz-siehe gesamte Diskussion um die Arbeitsbedingungen....

T6JP
Zitat
DaniOnline
Ich habe vollstes Verständnis für den Streik.

Jedoch bin ich der Meinung, dass die Auswirkungen von Streiks (aller Verkehrsdienstleister) nicht die Fahrgäste ausbaden sollten. Schließlich sind die Fahrgäste völlig unbeteiligt und können rein gar nichts dagegen unternehmen. Der Fahrgast zahlt die volle Leistung, das Verkehrsunternehmen zahlt dagegen nur die nicht gebrachte Leistung an den Auftraggeber, spart aber Sprit und Personalkosten der streikenden Mitarbeiter.

Für den Fall von Streiks sollten die Fahrgastrechte in vollem Umfang greifen. Im Falle von Nahverkehrs-Streiks sollten Zeitkarten-Besitzer den vollen Preis einer Tageskarte erstattet bekommen, schließlich muss der Kunde den Tag zahlen und sich eine Alternative suchen (und auch bezahlen).

Was machst Du, wenn die mit Deinem Koffer am Flughafen stehst, und Flugbegleiter/Piloten/Abfertigungspersonal etc streiken?..
wenn die Mülle streikt..die Kitas bestreikt werden,die Lehrer, die Sparkassen...das Arbeitsamt(!) oder andere Behörden...
irgendwo ist immer jemand betroffen-das ist ja der Grund warum gestreikt wird.
Hier ist der Focus natürlich auf den Nahverkehr-in einem Sparkassen oder Müllabfuhrforum wäre der Focus halt auf Sparplänen bzw. der Leerung der Tonnen.......

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Was machst Du, wenn die mit Deinem Koffer am Flughafen stehst, und Flugbegleiter/Piloten/Abfertigungspersonal etc streiken?..
wenn die Mülle streikt..die Kitas bestreikt werden,die Lehrer, die Sparkassen...das Arbeitsamt(!) oder andere Behörden...
irgendwo ist immer jemand betroffen-das ist ja der Grund warum gestreikt wird.

Die Frage muss aber lauten - was sind die Auswirkungen?

Wenn Ämter, Behörden, die Müllabfuhr oder die "Flugindustrie" bestreikt werden, kommen Verkäuferinnen, Krankenschwestern und Pflegepersonal trotzdem zur Arbeit. Das mag bei Kitas und Lehrern (letztere verbeamten, dann ist das Thema durch) anders sein, aber auch da betrifft es "nur" die Menschen, die Kinder in dem Alter haben.

ver.di könnte ja mal neue Wege gehen und statt 24h Warnstreik mehrmals für wenige Stunden (außerhalb der Schichtwechselzeiten) den Verkehr einstellen. Aber gut, so trifft man halt die Schwächsten und erwartet von diesem Personenkreis auch noch Verständnis und Solidarität. Besteller und Betrieb sparen und lachen sich ins Fäustchen.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2020 14:35 von B-V 3313.
Vielleicht sollten die Krankenhäuser wieder eigene Schichtwechselbusse zum nächsten Bahnhof oder Knotenpunkt haben. In der DDR-Pampa gab es sowas, das waren meistens vom Kraftverkehr abgelegte Ikarus 55/66 oder Robur.
Zitat
def
Hör doch auf, die Lesenden für dumm zu verkaufen. Du formulierst doch fast jeden Deiner klugscheißenden persönlichen Angriffe als Frage, um ein billiges argumentatives Hintertürchen zu haben.

Was sind das eigentlich für Methoden, anderen ihre Sätze und Gedanken vorschreiben zu wollen? Es mag deinem narzisstischen Verhalten zuwiderlaufen, aber du solltest einfach nur die Worte lesen und keine Emotionen und Absichten in Sätze hineinterpretieren, die nicht da sind. Mich interessiert einfach nur die Potsdamer Vorgehensweise. Mir ist es auch nicht recht, den Streik her im Threadtitel auf die BVG zu beschränken, in anderen Betrieben ist die Lage wesentlich prekärer für das Personal als bei der BVG.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Streiksonderfahrpläne gibt es auch bei Havelbus und Regiobus.

Regiobus

Havelbus
Eine Bekannte hat mir gerade eben berichtet, sie hätte vor wenigen Minuten hier in Hakenfelde einen Bus der Linie 136 im Linienbetrieb gesehen. Hat jemand eine Erklärung dafür, Streikbrecher oder lockert sich der Arbeitskampf unerwarteterweise auf?
Zitat
J. aus Hakenfelde
Eine Bekannte hat mir gerade eben berichtet, sie hätte vor wenigen Minuten hier in Hakenfelde einen Bus der Linie 136 im Linienbetrieb gesehen. Hat jemand eine Erklärung dafür, Streikbrecher oder lockert sich der Arbeitskampf unerwarteterweise auf?

War es denn ein BVG-Bus?
Zitat
J. aus Hakenfelde
Eine Bekannte hat mir gerade eben berichtet, sie hätte vor wenigen Minuten hier in Hakenfelde einen Bus der Linie 136 im Linienbetrieb gesehen. Hat jemand eine Erklärung dafür, Streikbrecher oder lockert sich der Arbeitskampf unerwarteterweise auf?

Tiefschlaf? Die OVG wird nicht bestreikt, also fährt sie logischerweise auch planmäßig ihre Fahrten auf der Linie 136.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ich habe sie ja gefragt, ob es ein gelber oder ein dunkelblauer Bus (ggf. mit Werbung) war, sie konnte mir keine Antwort darauf geben, weil sie behauptete dies nicht beachtet, sondern sich vielmehr auf die Liniennummer, Ziel sowie die Passagiere im Innenraum konzentriert zu haben, der Bus andererseits recht schnell an ihr vorbeifuhr...

Aber wenn die OVG nicht bestreikt wird, dann dürfte der Fall klar sein.
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Bumsi
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
PassusDuriusculus
Mit gleichem Gehalt von München bis Rhena halte ich für komplett illusorisch.

Gleiche Regelungen besser gesagt Rahmenbedingungen zu Wendezeiten, Pausen, Überstunden etc. ist schon eigentlich schon sinnvoll. Ich drücke die Daumen.

Unterschiedliche Bezahlung und Arbeitsbedingungen führen halt dazu, dass gerade die jungen Fahrer dorthin abwandern, wo gerade die besten (bzw. eher am wenigsten schlechten) Konditionen geboten werden. Berlin hat das gerade im Schul- und Kitabereich durch, wo mit viel Zeit und Geld und Mühe ausgebildete Arbeitskräfte ruckzuck nach Jobs in Süddeutschland (Lehrer) bzw. Brandenburg (Erzieher) gesucht haben, bis man die Lücken annähernd geschlossen hat.

Der Fehler im System liegt nach wie vor woanders: Den Entscheidungsträgern auf der Arbeitgeberseite kann sowohl ein Streik, als auch massenhaft durch fehlendes Personal ausfallende Fahrten völlig egal sein, da SIE davon nicht betroffen sind. Zur Not genehmigt man sich einfach einen zweiten Dienstwagen, wenn der eigenen Familie die Benutzung des ÖPNV nicht mehr zuzumuten ist...


Also ich differenziere gerne. Arbeitsbedingungen, ja die sollen gleichwertig sein.

Gehalt. Warum?
Um bei meinem Beispiel zu bleiben.
In Rhena findet man Wohnungen mit 70m^2 um die 300€ monatl.
In München findet man Wohnungen dieser Größe ab 1000€ monatl.
(Mal kurz Miete Rhena und Miete München bei google eingegeben und die Treffer überflogen)

Warum soll man an beiden Orten gleich viel verdienen?
Fürs Land brauch man vielleicht noch ein kleinen extra-Anreiz, aber prinizipiell hat man in der Großstadt vermutlich die anstrengerenden Fahrgäste und Verkehrsteilnehmer...


Wenn jetzt die Lebenserhaltungs- und Mietkosten in München und Schwerin bzw. in Villingen und Grabow gleich wären, dann können gerne auch überall identische Gehälter gezahlt werden.

Im Gegensatz dazu: Ja bitte, Arbeitsbedingungen bitte vereinheitlichen

Es geht doch beim aktuellen Arbeitskampf eben um gleiche Arbeitsbedingungen und nicht um Gehaltsangleichungen.

Ja eben :)

Ach ja, und wie genau sollen diese bundesweit einheitlichen Arbeitsbedingungen bitte genau aussehen, wenn schon wegen Geografie, Siedlungsstruktur etc. in den Betriebsgebieten der einzelnen Verkehrsunternehmen vollkommen unterschiedliche Voraussetzungen für den ÖPNV vorherrschen? Wenn ich beispielsweise alle zwei Stunden einen Regionalbus über mehr oder weniger verträumte Landstraßen von Neuruppin nach Rheinsberg oder von Eberswalde nach Niederfinow fahre, habe ich natürlich andere Bedingungen als etwa beim M45 zwischen Spandau und Zoo oder auf den Kudamm-Linien. Ebensowenig kann ich die Bedingungen einer Bahnbus-Linie im Hochschwarzwald mit dem Stadtbusverkehr in Stuttgart, Karlsruhe oder München gleichsetzen.

Straßenbahnfahren zwischen S Rahnsdorf und Woltersdorf, Schleuse ist ja wohl auch ein etwas anderes Arbeiten als Straßenbahnfahren zwischen Hauptbahnhof und Warschauer Straße oder zwischen Falkenberg und Hackescher Markt.

Insofern sollte man schon etwas mehr Unternehmen und Betriebsräten/Gewerkschaftsgruppen vor Ort die Gestaltung jeweils passender Tarifverträge und Definitionen der Arbeitsbedingungen - natürlich im Rahmen etwa des Arbeitszeitgesetzes und anderen Bundesrechts - überlassen, statt alles über einen Kamm zu scheren. Genau an diesem Zentralismus ist nämlich vor etwas über 30 Jahren - leider - schon einmal ein kompletter deutscher Staat gescheitert...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Ach ja, und wie genau sollen diese bundesweit einheitlichen Arbeitsbedingungen bitte genau aussehen, wenn schon wegen Geografie, Siedlungsstruktur etc. in den Betriebsgebieten der einzelnen Verkehrsunternehmen vollkommen unterschiedliche Voraussetzungen für den ÖPNV vorherrschen? Wenn ich beispielsweise alle zwei Stunden einen Regionalbus über mehr oder weniger verträumte Landstraßen von Neuruppin nach Rheinsberg oder von Eberswalde nach Niederfinow fahre, habe ich natürlich andere Bedingungen als etwa beim M45 zwischen Spandau und Zoo oder auf den Kudamm-Linien. Ebensowenig kann ich die Bedingungen einer Bahnbus-Linie im Hochschwarzwald mit dem Stadtbusverkehr in Stuttgart, Karlsruhe oder München gleichsetzen.

Straßenbahnfahren zwischen S Rahnsdorf und Woltersdorf, Schleuse ist ja wohl auch ein etwas anderes Arbeiten als Straßenbahnfahren zwischen Hauptbahnhof und Warschauer Straße oder zwischen Falkenberg und Hackescher Markt.

Den Unterschied hast du aber bitte auch im selben Netz: M10 <> 61 oder 68
Und ich behaupte mal, dass sich die köpenicker Linien sogar einfacher fahren als das Fahrzeug nach Woltesdorf.

Die angesprochene M4 ist übrigens auch ein Beispiel einer entspannten Linie. Fahrgastandrang macht ja nicht die Arbeit aus, sonst ginge es den U-Bahnern (die auch dieselben Bedingungen haben) noch schlechter als den Straßenbahnern.


Zitat
Arnd Hellinger
Insofern sollte man schon etwas mehr Unternehmen und Betriebsräten/Gewerkschaftsgruppen vor Ort die Gestaltung jeweils passender Tarifverträge und Definitionen der Arbeitsbedingungen - natürlich im Rahmen etwa des Arbeitszeitgesetzes und anderen Bundesrechts - überlassen, statt alles über einen Kamm zu scheren. Genau an diesem Zentralismus ist nämlich vor etwas über 30 Jahren - leider - schon einmal ein kompletter deutscher Staat gescheitert...

Es geht darum, dass sich die VU im Moment gegenseitig die Mitarbeiter abwerben. Unterschiede wird es aber weiter geben - keine Sorge. Man wird nicht im Sinne der Zentralisierung die Nachtarbeit in Berlin abschaffen.
Zitat
Jay
Zitat
J. aus Hakenfelde
Eine Bekannte hat mir gerade eben berichtet, sie hätte vor wenigen Minuten hier in Hakenfelde einen Bus der Linie 136 im Linienbetrieb gesehen. Hat jemand eine Erklärung dafür, Streikbrecher oder lockert sich der Arbeitskampf unerwarteterweise auf?

Tiefschlaf? Die OVG wird nicht bestreikt, also fährt sie logischerweise auch planmäßig ihre Fahrten auf der Linie 136.
Aber nur bis Rathaus Spandau nach Sonderfahrplan.

-> Streikplan Bus 136

Auf dem 893 fährt auf einen BVG-Umlauf auch ein Bus. Wahscheinlich organisiert von der BBG.
Heute Aufgenommen: BVG Betriebshof Cicerostraße beim Streik heute ca. 10:01 Uhr.



GLG.................Tramy1
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Bumsi
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
PassusDuriusculus
Mit gleichem Gehalt von München bis Rhena halte ich für komplett illusorisch.

Gleiche Regelungen besser gesagt Rahmenbedingungen zu Wendezeiten, Pausen, Überstunden etc. ist schon eigentlich schon sinnvoll. Ich drücke die Daumen.

Unterschiedliche Bezahlung und Arbeitsbedingungen führen halt dazu, dass gerade die jungen Fahrer dorthin abwandern, wo gerade die besten (bzw. eher am wenigsten schlechten) Konditionen geboten werden. Berlin hat das gerade im Schul- und Kitabereich durch, wo mit viel Zeit und Geld und Mühe ausgebildete Arbeitskräfte ruckzuck nach Jobs in Süddeutschland (Lehrer) bzw. Brandenburg (Erzieher) gesucht haben, bis man die Lücken annähernd geschlossen hat.

Der Fehler im System liegt nach wie vor woanders: Den Entscheidungsträgern auf der Arbeitgeberseite kann sowohl ein Streik, als auch massenhaft durch fehlendes Personal ausfallende Fahrten völlig egal sein, da SIE davon nicht betroffen sind. Zur Not genehmigt man sich einfach einen zweiten Dienstwagen, wenn der eigenen Familie die Benutzung des ÖPNV nicht mehr zuzumuten ist...


Also ich differenziere gerne. Arbeitsbedingungen, ja die sollen gleichwertig sein.

Gehalt. Warum?
Um bei meinem Beispiel zu bleiben.
In Rhena findet man Wohnungen mit 70m^2 um die 300€ monatl.
In München findet man Wohnungen dieser Größe ab 1000€ monatl.
(Mal kurz Miete Rhena und Miete München bei google eingegeben und die Treffer überflogen)

Warum soll man an beiden Orten gleich viel verdienen?
Fürs Land brauch man vielleicht noch ein kleinen extra-Anreiz, aber prinizipiell hat man in der Großstadt vermutlich die anstrengerenden Fahrgäste und Verkehrsteilnehmer...


Wenn jetzt die Lebenserhaltungs- und Mietkosten in München und Schwerin bzw. in Villingen und Grabow gleich wären, dann können gerne auch überall identische Gehälter gezahlt werden.

Im Gegensatz dazu: Ja bitte, Arbeitsbedingungen bitte vereinheitlichen

Es geht doch beim aktuellen Arbeitskampf eben um gleiche Arbeitsbedingungen und nicht um Gehaltsangleichungen.

Ja eben :)

Ach ja, und wie genau sollen diese bundesweit einheitlichen Arbeitsbedingungen bitte genau aussehen, wenn schon wegen Geografie, Siedlungsstruktur etc. in den Betriebsgebieten der einzelnen Verkehrsunternehmen vollkommen unterschiedliche Voraussetzungen für den ÖPNV vorherrschen? Wenn ich beispielsweise alle zwei Stunden einen Regionalbus über mehr oder weniger verträumte Landstraßen von Neuruppin nach Rheinsberg oder von Eberswalde nach Niederfinow fahre, habe ich natürlich andere Bedingungen als etwa beim M45 zwischen Spandau und Zoo oder auf den Kudamm-Linien. Ebensowenig kann ich die Bedingungen einer Bahnbus-Linie im Hochschwarzwald mit dem Stadtbusverkehr in Stuttgart, Karlsruhe oder München gleichsetzen.

Straßenbahnfahren zwischen S Rahnsdorf und Woltersdorf, Schleuse ist ja wohl auch ein etwas anderes Arbeiten als Straßenbahnfahren zwischen Hauptbahnhof und Warschauer Straße oder zwischen Falkenberg und Hackescher Markt.

Insofern sollte man schon etwas mehr Unternehmen und Betriebsräten/Gewerkschaftsgruppen vor Ort die Gestaltung jeweils passender Tarifverträge und Definitionen der Arbeitsbedingungen - natürlich im Rahmen etwa des Arbeitszeitgesetzes und anderen Bundesrechts - überlassen, statt alles über einen Kamm zu scheren. Genau an diesem Zentralismus ist nämlich vor etwas über 30 Jahren - leider - schon einmal ein kompletter deutscher Staat gescheitert...

Ein Beispiel nur, auch schon von Jay beschrieben: Die Mindestruhezeit zwischen den Schichten!
Das ist durchaus Potential für "Zentralismus"!
In bayrischer Busfahrer schläft nämlich nicht schneller als einer in McPomm...
und ebensowenig ein Bonner Bimmelkutscher als einer aus FFO..

Und um auf Berlin zurückzukommen-das die Altbeschäftigten auf 6,41 Gehalt verzichten müssen seit Einführung TVN
und die Neubeschäftigten 39h Stunden arbeiten müssen, gehört bei dem Stressjob endlich so angeglichen
das es die Altbeschäftigten voll bezahlt bekommen, und die neuen auch nur 36,5 h arbeiten müssen.
Der demografische Wandel ist voll im Gange, wenn man jetzt keine attraktiven Arbeitsplätze schafft um genug neue junge! Kollegen zu finden,
kann man sich das ganze gequassel von Verkehrswende seitens der Politik in die Haare schmieren,
das würde nicht mal reichen, wenn deren persönliche Dienstwagenchauffeure zum Busfahren verdonnert werden würden,wie einst Ostberliner Taxifahrer......

T6JP
Gestern am U Rudow :

Ankunft des Bus 371 um 20:44 = 0 (Null) Fahrgäste
Abfahrt des Bus 744 um 20:46 = ca. 95% der Sitze waren im Verlauf der Fahrt besetzt.
Viele kamen wohl vom S-Bhf. Schönefeld und erst am U-Bhf. Lipschitzallee stiegen die letzten Fahrgäste aus (mich inbegriffen).
Also der 744 war während des Streiks gut ausgelastet.
Der 136 war auch ganz gut ausgelastet, während beim 671 nicht mehr als sonst waren. Allerdings fuhren weniger Fahrgäste ins Umland, was vermutlich am Havelbus Streik bis 12:00 lag. Der 671 stand auch ordentlich im Stau, hat für die Strecke Johannesstift - Rathaus Spandau bis zu 30 Minuten gebraucht.
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