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Flexiblere ÖPNV-Tickets wegen Corona
geschrieben von Mont Klamott 
Eine interessante Anregung, kam gerade in der RBB-Abendschau. Ich hatte mein BVG-Ticket von März-Oktober trotz Homeoffice gezahlt. Nun fehlt mir die Flexibilität, mal spontan die Bahn zu nehmen. Die einzige Alternative zur Monatskarte ist derzeit nur die 4-Fahrten-Karte, deren Preis zum 01.01.2021 erhöht wird. Ein Modell, wo zum Beispiel die BahnCard oder eine andere Kundenkarte zum Rabatt berechtigt, finde ich gut.

[www.rbb24.de]
Wurde denn eigentlich diese Gültigkeit der 10-Uhr-Monatstickets verlängert? Das wurde Anfang November beschlossen und galt zunächst bis Ende November, bis zum zu der Zeit geplanten Ende des 'Lockdown Light'. Seither hat man nichts mehr davon gehört. Ich nehme an, dass das nicht weiter geführt wurde?

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Serviervorschlag
Zitat
Mont Klamott
Eine interessante Anregung, kam gerade in der RBB-Abendschau. Ich hatte mein BVG-Ticket von März-Oktober trotz Homeoffice gezahlt. Nun fehlt mir die Flexibilität, mal spontan die Bahn zu nehmen. Die einzige Alternative zur Monatskarte ist derzeit nur die 4-Fahrten-Karte, deren Preis zum 01.01.2021 erhöht wird. Ein Modell, wo zum Beispiel die BahnCard oder eine andere Kundenkarte zum Rabatt berechtigt, finde ich gut.

[www.rbb24.de]

Warum hast du dein Monatsticket wegen Homeoffice nicht gekündigt?
Wenn Du den Text richtig liest, wirst Du erkennen, dass er genau das getan hat. Oktober war der letzte Monat, in dem er das Abo bezogen hat. Und nun schreibt er, was ihm fehlt - die volle Flexibilität, den ein Monatsticket bietet. Einsteigen, losfahren. Vermutlich deshalb hat er es auch noch so lange behalten, vielleicht musste er trotz Homeoffice ja dennoch ab und an mal irgendwo hin.

Bitte bedenke, Henning, dass nicht jeder bereit ist, auf den ÖPNV zu verzichten. Zunächst ist im ÖPNV die Ansteckungsgefahr nicht größer als an anderen öffentlichen Orten, die ebenfalls notwendigerweise aufgesucht werden. Dann ist nicht für jeden das Risiko, zu erkranken, so schlimm wie für andere Menschen. Dann gibt es noch diejenigen, die gar keine andere Wahl haben als mit Bus und Bahn zu fahren.

Die Verkehrsunternehmen haben im Sommer berichtet, dass nur verhältnismäßig wenige Menschen ihr Fahrschein-Abonnement gekündigt haben. Wer nicht auf jeden Cent achten muss, sollte das auch gern so halten. Immerhin sind die Verkehrsbetriebe gerade auf diese regelmäßigen Einnahmen angewiesen.

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Serviervorschlag
Ich sehe diese ganzen diskutierten Homeoffice-Tickets skeptisch:

Das Problem beim ÖPNV ist ja, dass die Kosten eigentlich für die Vorhaltung des Angebots (Bereitstellung von Fahrtmöglichkeiten quasi im ganzen Stadtgebiet rund um die Uhr an 365 Tagen) entstehen, nicht für die individuelle Nutzung. Genau das rechtfertigt ja die derzeitigen Preismodelle, bei denen ein Vielfahrer am wenigsten pro Fahrt zahlt, ein Gelegentlichfahrer schon deutlich mehr und der Einzelkunde am meisten.

Deswegen sind ja eigentlich die Flatrate-Modelle des VBB-Abo so attraktiv, sowohl für Unternehmen und Nutzer. Ich hielte es für langfristig fatal, wenn man in alte Tarifmuster zurückfallen würde (z.B. nicht das ganze Stadtgebiet; Sperrzeiten). Wie man ÖV-Tarife nicht gestallten sollte, fiel mir mal auf, als ich mir mal die Tarifbedingungen des Seniorentickets der BVG der 1980er-Jahre in West-Berlin angeschaut hatte: Für einen recht hohen Fahrpreis konnte man nur in einzelnen Bezirken unterwegs sein, und im Berufsverkehr gab es Sperrzeiten.
So ein "10 mal"-Ticket wäre schon was (10x ist ein Beispiel). Die Strecke Pankow-Mahlsdorf fahre ich zur Arbeit 4x die Woche...
mit dem Auto und fast nur zu Zeiten wo andere vor dem Fernseher sitzen bzw. sich noch mal umdrehen. Warum mit dem Auto? Diese Stecke
ist mit dem ÖPNV eine Qual und kann ewig dauern zu diesen Zeiten. Hinzu kamen die Dauer-Bauarbeiten auf der S5, da hat sich keine Zeitkarte
mehr gelohnt. Und wenn die S-Bahn fuhr machte die BVG dort SEV. Eigentlich konnte man 2019 die Tage zählen, wo die Verbindung ohne Einschränkung nutzbar war. Also Abo gekündigt.
In die Innenstadt (Kultur, Arzt, bestimmte Einkäufe usw.) nutze ich die BVG, vor Corona ca. 5-8 mal im Monat. da wäre sowas schon toll.
Die 4er-Karte ist okay, aber zu wenig.

Sollte ich den Arbeitsort mal wieder wechseln müssen kommt vielleicht wieder die Monatskarte, dann hat sich das Thema erledigt.
Zitat
Nordender
Die 4er-Karte ist okay, aber zu wenig.

Kauf' dir zwei, dann hast Du doppelt so viele Fahrten.

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Serviervorschlag
Was bei einem elektronischen Ticket sicherlich eine interessante Weiterentwicklung wäre:
Ein Rabatt, der automatisch zustande käme, wenn man eine bestimmte Anzahl an Einzelfahrscheinen lösen würde. Also jede x-te Fahrt vergünstigt um y Euro oder auch eine Deckelung auf den Betrag Monatskarte plus x.

Vielleicht wäre das tatsächlich ein Anreiz für den einen oder anderen Gelegenheitsnutzer. Andererseits sehe ich auch, dass so Abonnement natürlich für Einnahmensicherheit sorgt und trotzdem einen, wie ich finde, unschlagbaren Preis auch für nur drei Tage die Woche darstellt.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Nordender
Die 4er-Karte ist okay, aber zu wenig.

Kauf' dir zwei, dann hast Du doppelt so viele Fahrten.

Da wäre doch ein kleiner Rabatt fair, oder?
Wie wäre es mit einer 4er 4er-Karte, 16 Tickets zum Preis von 15 oder so.
Zitat
Bumsi
Wie wäre es mit einer 4er 4er-Karte, 16 Tickets zum Preis von 15 oder so.

Wait ... what? Damit man dann mehr zahlt, als mit vier 4ern?
'ne Vierer-Viererkarte...grandiose Idee. Die will ich. Über den Preis kann man reden, aber der Name soll genau dieser sein :)

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Klingt doch werbewirksam.
Finde ich auch, und es würde gut zur BVG und ihren sonstigen Auftritten passen.

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Zitat
samm
Zitat
Bumsi
Wie wäre es mit einer 4er 4er-Karte, 16 Tickets zum Preis von 15 oder so.

Wait ... what? Damit man dann mehr zahlt, als mit vier 4ern?

Ne, das was man mit 4er Karten für 15 Fahrten ausgeben würde, also nach aktuellem Stand 33,75€ (9€x0,25x15) dafür bekäme man 16 Fahrten. Man kann natürlich auch größere Rabatte anbieten. ^^

Danke für die Blumen @Phillip



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.2020 15:35 von Bumsi.
Zitat
M48er
Ich sehe diese ganzen diskutierten Homeoffice-Tickets skeptisch:

Das Problem beim ÖPNV ist ja, dass die Kosten eigentlich für die Vorhaltung des Angebots (Bereitstellung von Fahrtmöglichkeiten quasi im ganzen Stadtgebiet rund um die Uhr an 365 Tagen) entstehen, nicht für die individuelle Nutzung. Genau das rechtfertigt ja die derzeitigen Preismodelle, bei denen ein Vielfahrer am wenigsten pro Fahrt zahlt, ein Gelegentlichfahrer schon deutlich mehr und der Einzelkunde am meisten.

Deswegen sind ja eigentlich die Flatrate-Modelle des VBB-Abo so attraktiv, sowohl für Unternehmen und Nutzer. Ich hielte es für langfristig fatal, wenn man in alte Tarifmuster zurückfallen würde (z.B. nicht das ganze Stadtgebiet; Sperrzeiten). Wie man ÖV-Tarife nicht gestallten sollte, fiel mir mal auf, als ich mir mal die Tarifbedingungen des Seniorentickets der BVG der 1980er-Jahre in West-Berlin angeschaut hatte: Für einen recht hohen Fahrpreis konnte man nur in einzelnen Bezirken unterwegs sein, und im Berufsverkehr gab es Sperrzeiten.

Da hast du ja aus Betreibersicht Recht. Aber den Fahrgästen fehlt aktuell einfach tatsächlich ein tarifliches Angebot. Am Ende wandern sie ganz aus dem System raus. Dann hat der öpnv auch nichts gewonnen.

Eine neuen Tarifsorte macht den Tarif aber wieder komplizierter. Daher:

1. Müsste das 4er Ticket auf alle Tatufstufen gelten.

2. Die Monatskarten müssen entsprechend ihrer geringeren Nutzung günstiger werden.

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Tugäsa ägänst caurona!
In Wien hatte ich mir als Touri so eine Mehrfachkarte geholt, wo man dann den entsprechenden Tag "zwicken" musste, waren wohl 8 Fahrten.
Bzw als ich von Pressburg aus mit dem RE für einen Abstecher nach Wien bin, eine " Einkaufskarte"-quasi die Tageskarte nach 10.00.
War ganz brauchbar, für gelegentliche Ausbrüche aus dem Heimbüro vllt. auch.

T6JP
Interessant wäre eine Variante der Viererkarte, die die Fahrradmitnahme beinhaltet.
Zitat
M48er
Wie man ÖV-Tarife nicht gestallten sollte, fiel mir mal auf, als ich mir mal die Tarifbedingungen des Seniorentickets der BVG der 1980er-Jahre in West-Berlin angeschaut hatte: Für einen recht hohen Fahrpreis konnte man nur in einzelnen Bezirken unterwegs sein, und im Berufsverkehr gab es Sperrzeiten.

Das soll wann gewesen sein?

x--x--x--x

4.12.2020 - ein guter Tag für Berlins Nahverkehr und für den Hauptstadt-Fußball
Zitat
Stichbahn
Interessant wäre eine Variante der Viererkarte, die die Fahrradmitnahme beinhaltet.

Ich finde, die Fahrradbeförderung sollte (wieder) in allen Fahrkarten enthalten sein. Schließlich nutzt man die Verkehrsmittel doch in viel geringerem Umfang wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Schönes Beispiel, was mich immer ärgert: Die Relation Köpenick - Bohnsdorf, die ich des Öfteren zurücklege. Mit dem Fahrrad nutze ich lediglich die F12 für zwei Minuten, um von Wendenschloß nach Grünau überzusetzen; da ich eine Monatskarte habe, ist noch eine Fahrradkarte zu lösen. Ohne Fahrrad fahre ich X69/269 - 68 - 263, bin eine gute Stunde unterwegs und muß nichts zuzahlen.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
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