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GDL- Streik 2. Runde 2021
geschrieben von BuchholzerJung 
Auf in die nächste Runde:

Güterverkehr- Streik ab 21.8.21 um17Uhr.
Personenverkehr- Streik ab 23.8.21 um 2 Uhr.

Ende: 25.8.21 um 2 Uhr
Link und/oder Quelle wäre nicht schlecht! ;-)
Zitat
Zektor
Link und/oder Quelle wäre nicht schlecht! ;-)

Ich bin mal direkt auf die Seite der GDL gegangen: [www.gdl.de]
Und due EVG hat schon angekündigt die nächsten zu sein wenn die GDL mit ihren Forderungen durchkommt.
Zitat
micha774
Und due EVG hat schon angekündigt die nächsten zu sein wenn die GDL mit ihren Forderungen durchkommt.

Haben die nicht einen abgeschlossenen Tarifvertrag und damit Friedenspllicht?
Zitat
Bd2001
Zitat
micha774
Und due EVG hat schon angekündigt die nächsten zu sein wenn die GDL mit ihren Forderungen durchkommt.

Haben die nicht einen abgeschlossenen Tarifvertrag und damit Friedenspllicht?

Der Vertrag enthält eine Öffnungsklausel. Schließt die GDL besser ab, wird das Ergebnis automatisch übernommen oder nachverhandelt.

--- Signatur ---
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Da zeigt sich, wessen Kind die EVG ist.
Erst gegen die GdL schießen und nun, sollte sich die GdL tatsächlich durchsetzen (und ich würde mich nicht wundern, wenn sie das tut), will sich die EVG dann plötzlich auch nicht mehr am Sanierungsplan halten. Da stellt sich doch die Frage, ob die tatsächlich dachten, die GdL würde den Plan mittragen, als sich die EVG dazu bereiterklärt hat.
Zumindest meinem Empfinden nach hat Hr. Weselsky mit vielen Argumenten recht - die Art, wie er sich öffentlich äußert, mag diskutabel sein, inhaltlich kann ich dem aber durchaus folgen. Dazu kommt, daß bei den angekündigten Streiks in Krankenhäusern nicht solch eine Negativstimmung gegen die Streikenden gemacht wird, hier sollte vielleicht auch die Presse mal differenzierter berichten, zumindest meiner Meinung nach wird sich oftmals recht einseitig geäußert und vor allem auch immer wieder Personen, die den Streik kritisieren, das Wort erteilt.

Dennis
Zitat
drstar
Da zeigt sich, wessen Kind die EVG ist.
Erst gegen die GdL schießen und nun, sollte sich die GdL tatsächlich durchsetzen (und ich würde mich nicht wundern, wenn sie das tut), will sich die EVG dann plötzlich auch nicht mehr am Sanierungsplan halten.

Man kann wohl davon ausgehen, dass in den GdL-Verträgen genau die gleiche Öffnungsklausel enthalten ist.

Zitat
drstar
Dazu kommt, daß bei den angekündigten Streiks in Krankenhäusern nicht solch eine Negativstimmung gegen die Streikenden gemacht wird, hier sollte vielleicht auch die Presse mal differenzierter berichten, zumindest meiner Meinung nach wird sich oftmals recht einseitig geäußert und vor allem auch immer wieder Personen, die den Streik kritisieren, das Wort erteilt.

Bei Streiks in Krankenhäusern muss allerdings die Gewerkschaft einen Notbetrieb sicherstellen (bzw. darf diesen nicht verhindern, siehe [www.berlin.de]). Dagegen kümmern sich die Bahn-Gewerkschaften, speziell die GdL, einen Sch... um die Rolle der Eisenbahn als Daseinsvorsorge. So gesehen bildet die Presse die Situation aus meiner Sicht durchaus richtig ab.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.08.2021 21:21 von andre_de.
Zitat
andre_de

Man kann wohl davon ausgehen, dass in den GdL-Verträgen genau die gleiche Öffnungsklausel enthalten ist.

Selbst wenn es so sein sollte, argumentiert die GDL aber nicht mit der schlechten wirtschaftlichen Situation der DB und akzeptiert Nullrunden. Argument der EVG ist ja uA die Erhaltung von Arbeitsplätzen, die deren Abschluss rechtfertigt. Wenn sie dahingehend so besorgt ist, dürfte sie ja zum Wohle des Unternehmens und der Mitarbeiter auch bei einem besseren Abschluss der GDL nicht auch noch auf Forderungen bestehen, die, nach Ansicht der EVG, allen nur schaden. Wenn die Mitglieder von den Argumenten der EVG überzeugt sind, müssten ja auch diese sagen, dass sie sich nicht auf das Niveau der GDL herabbegeben und lieber verzichten, damit aber mehr Sicherheit haben und der Kundschaft durch Streiks nicht schaden.


Zitat
andre_de
Bei Streiks in Krankenhäusern muss allerdings die Gewerkschaft einen Notbetrieb sicherstellen (bzw. darf diesen nicht verhindern, siehe [www.berlin.de]). Dagegen kümmern sich die Bahn-Gewerkschaften, speziell die GdL, einen Sch... um die Rolle der Eisenbahn als Daseinsvorsorge.

Zum Einen ist es nicht die Aufgabe der Gewerkschaft und auch nicht die der Mitarbeiter, politische Fehlentscheidungen auszubügeln und auf ihre Rechte zu verzichten. Zum Anderen darf auch die GDL einem Notfallbetrieb nicht im Wege stehen. Sie darf auch Arbeitswillige nicht hindern.


Zitat
andre_de
So gesehen bildet die Presse die Situation aus meiner Sicht durchaus richtig ab.

Es gibt auch andere Beiträge:

[background.tagesspiegel.de]
Zitat
andre_de

Bei Streiks in Krankenhäusern muss allerdings die Gewerkschaft einen Notbetrieb sicherstellen (bzw. darf diesen nicht verhindern, siehe [www.berlin.de]). Dagegen kümmern sich die Bahn-Gewerkschaften, speziell die GdL, einen Sch... um die Rolle der Eisenbahn als Daseinsvorsorge. So gesehen bildet die Presse die Situation aus meiner Sicht durchaus richtig ab.

1. gibt es zwischen der GDL und der DB keine Notdienstvereinbarung,
2. selbst wenn es eine gäbe, dürfen diese nur Erhaltung der Substanz des Eigentums oder Gefahr von Leib und Leben verlangt werden, nicht aber zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetrieb.
(BAG 30.03.1982 - 1 AZR 265/80)
Zitat
SBahner
Zitat
andre_de

Bei Streiks in Krankenhäusern muss allerdings die Gewerkschaft einen Notbetrieb sicherstellen (bzw. darf diesen nicht verhindern, siehe [www.berlin.de]). Dagegen kümmern sich die Bahn-Gewerkschaften, speziell die GdL, einen Sch... um die Rolle der Eisenbahn als Daseinsvorsorge. So gesehen bildet die Presse die Situation aus meiner Sicht durchaus richtig ab.

1. gibt es zwischen der GDL und der DB keine Notdienstvereinbarung,
2. selbst wenn es eine gäbe, dürfen diese nur Erhaltung der Substanz des Eigentums oder Gefahr von Leib und Leben verlangt werden, nicht aber zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetrieb.
(BAG 30.03.1982 - 1 AZR 265/80)

Das ist auch der Unterschied zwischen Streiks in Krankenhäusern und Streiks im Bahnverkehr.
Eine unbesetzte Notaufnahme oder eine vom Personal verlassene Intensivstation gefährdet direkt das Leben Verunfallter, Erkrankter oder von Intensivpatienten. Dieser Geschäftsbetrieb wird auch im Streikfall aufrecht erhalten, genau wie der Betrieb von Elektroenergienetzen, Wasser-/Abwasser- und Gasversorgung. Ohne Energie und Wasser sind ebenfalls Menschen in Gefahr.
Auf Bahnhöfen oder in Betriebswerken stehende Züge sind dagegen sicher und stellen keine unmittelbare Gefahr dar. In den Betriebszentralen werden jedoch Notdienste eingeteilt. Wenn es Gewerkschafter sind, wird gleichzeitig die Streikkasse entlastet.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
SBahner
Zitat
andre_de

Bei Streiks in Krankenhäusern muss allerdings die Gewerkschaft einen Notbetrieb sicherstellen (bzw. darf diesen nicht verhindern, siehe [www.berlin.de]). Dagegen kümmern sich die Bahn-Gewerkschaften, speziell die GdL, einen Sch... um die Rolle der Eisenbahn als Daseinsvorsorge. So gesehen bildet die Presse die Situation aus meiner Sicht durchaus richtig ab.

1. gibt es zwischen der GDL und der DB keine Notdienstvereinbarung,
2. selbst wenn es eine gäbe, dürfen diese nur Erhaltung der Substanz des Eigentums oder Gefahr von Leib und Leben verlangt werden, nicht aber zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetrieb.
(BAG 30.03.1982 - 1 AZR 265/80)

Das ist auch der Unterschied zwischen Streiks in Krankenhäusern und Streiks im Bahnverkehr.
Eine unbesetzte Notaufnahme oder eine vom Personal verlassene Intensivstation gefährdet direkt das Leben Verunfallter, Erkrankter oder von Intensivpatienten. Dieser Geschäftsbetrieb wird auch im Streikfall aufrecht erhalten, genau wie der Betrieb von Elektroenergienetzen, Wasser-/Abwasser- und Gasversorgung. Ohne Energie und Wasser sind ebenfalls Menschen in Gefahr.
Auf Bahnhöfen oder in Betriebswerken stehende Züge sind dagegen sicher und stellen keine unmittelbare Gefahr dar. In den Betriebszentralen werden jedoch Notdienste eingeteilt. Wenn es Gewerkschafter sind, wird gleichzeitig die Streikkasse entlastet.

Bleibt nur noch die Frage, wie die Beschäftigten (und ggf. Patienten) der Krankenhäuser und der anderen Unternehmen der kritischen Infrastruktur und Daseinsvorsorge ohne Auto zu ihren Arbeitsplätzen kommen... Nicht umsonst zählt der öffentliche Nah- und Fernverkehr ebenfalls zur kritischen Infrastruktur und zur Daseinsvorsorge, es handelt sich hier keineswegs um ein Nice-to-have-Angebot, wie das manche der Streikverteidiger hier offenbar meinen.

Die Mitarbeiter all dieser anderen Unternehmen und Institutionen kritischer Infrastruktur schaffen es übrigens, ihre Arbeitnehmerrechte (auch durch Streiks) durchzusetzen, ohne die zugehörige Infrastruktur ausfallen zu lassen. Nur einem Teil der Eisenbahn- (und sonstigen ÖPNV-)Beschäftigten bzw. deren Gewerkschaften fehlt da offenbar die nötige Kreativität oder Geisteskraft, um sich geeignete Maßnahmen zu überlegen. Lieber maximieren sie den volkswirtschaftlichen Schaden und fühlen sich dabei total stark und wichtig.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de


Die Mitarbeiter all dieser anderen Unternehmen und Institutionen kritischer Infrastruktur schaffen es übrigens, ihre Arbeitnehmerrechte (auch durch Streiks) durchzusetzen, ohne die zugehörige Infrastruktur ausfallen zu lassen.

Das schafft die GDL bei vielen privaten EVU auch. Meinst du nicht, dass immer zwei Parteien zu so einem Konflikt gehören?
Zitat
Railroader
Zitat
andre_de


Die Mitarbeiter all dieser anderen Unternehmen und Institutionen kritischer Infrastruktur schaffen es übrigens, ihre Arbeitnehmerrechte (auch durch Streiks) durchzusetzen, ohne die zugehörige Infrastruktur ausfallen zu lassen.

Das schafft die GDL bei vielen privaten EVU auch. Meinst du nicht, dass immer zwei Parteien zu so einem Konflikt gehören?

Hmm, ein Streik bei z.B. der NEB ist aber nicht so Medienwirksam für Clausi... Jetzt kann die GDL mal wieder die großen Töne spucken.
Warum sollte Clausi Streikgeil sein? Schließlich belastet so ein Arbeitskampf die Streikkasse der GDL.
Zitat
Railroader
Zitat
andre_de


Die Mitarbeiter all dieser anderen Unternehmen und Institutionen kritischer Infrastruktur schaffen es übrigens, ihre Arbeitnehmerrechte (auch durch Streiks) durchzusetzen, ohne die zugehörige Infrastruktur ausfallen zu lassen.

Das schafft die GDL bei vielen privaten EVU auch. Meinst du nicht, dass immer zwei Parteien zu so einem Konflikt gehören?

Ganz genau. Und bei den GDL-Streiks gibt es wenigstens einen Notbetrieb, auch wenn der mangels Vereinbarungen nicht garantiert werden kann. Streikt dagegen die EVG, dann ist tatsächlich vielerorts "Schicht im Schacht" und die arbeitswilligen GDL-Lokführer sind genauso gekniffen, wie die Kundschaft.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Joe


Hmm, ein Streik bei z.B. der NEB ist aber nicht so Medienwirksam für Clausi... Jetzt kann die GDL mal wieder die großen Töne spucken.

Es gab einfach keinen Grund zu streiken, da die Forderungen wohl weitestgehend übernommen wurden. Und auch Privatbahnen litten unter Corona, mE werden die nicht mal vom Bund unterstützt, im Gegensatz zur DB.

Ein Weselsky dürfte wohl kein Interesse haben, ständig durch Streiks angefeindet zu werden und mitunter Morddrohungen zu erhalten, nur für ein paar große Töne.
Zitat
Railroader

Ein Weselsky dürfte wohl kein Interesse haben, ständig durch Streiks angefeindet zu werden und mitunter Morddrohungen zu erhalten, nur für ein paar große Töne.

So aggressiv wie er bei der Ankündigung sprach, wundert mich das aber nicht, denn er fordert es ja geradezu heraus.

Das heißt nicht das ich es gut finde, aber wir wissen doch wie (a)soziale Medien funktionieren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2021 06:27 von micha774.
Zitat
Jay
Zitat
Railroader
Zitat
andre_de


Die Mitarbeiter all dieser anderen Unternehmen und Institutionen kritischer Infrastruktur schaffen es übrigens, ihre Arbeitnehmerrechte (auch durch Streiks) durchzusetzen, ohne die zugehörige Infrastruktur ausfallen zu lassen.

Das schafft die GDL bei vielen privaten EVU auch. Meinst du nicht, dass immer zwei Parteien zu so einem Konflikt gehören?

Ganz genau. Und bei den GDL-Streiks gibt es wenigstens einen Notbetrieb, auch wenn der mangels Vereinbarungen nicht garantiert werden kann. Streikt dagegen die EVG, dann ist tatsächlich vielerorts "Schicht im Schacht" und die arbeitswilligen GDL-Lokführer sind genauso gekniffen, wie die Kundschaft.

Da muss man ja Mitleid haben mit der GDL. Kommt eben davon, wenn man sich für einen Großteil des DB Konzerns überhaupt nicht interessiert bzw. am besten auf Kosten der anderen nur das beste für die Lokführer rausholt.

Jay, wann verteilst du die GDL Mitgliederanträge?

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1868-2021
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