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Aktueller Betrieb der NEB in B/BB
geschrieben von TomSpeedy 
Zitat
drstar
Dann mache den Verantwortlichen, die dieses vermurkste Angebot "anbieten", doch diesen Vorwurf.

Wem soll man den Vorwurf denn machen? Den EBA-Mitarbeitern, die die Zulassung für den dreiteiligen Hai nicht erteilt haben, weil sie haften würden, wenn er sich selbst an einer Bahnsteigkante zerschreddert? Den Konstrukteuren bei PESA, weil sie so einen Müll gebaut haben? Den Fahrzeugeinsatzplanern und der Leitung bei der NEB, weil sie keine Ersatzfahrzeuge herangeschafft haben? Am Ende gar dem Gebraucht-Verbrennungstriebwagenmarkt in Deutschland, der offenbar nichts Passendes hergibt, oder der Regionalisierung und Bahnreform im Ganzen, zu Bundes- bzw. Reichsbahnzeiten hätte es sowas nicht gegeben?

Entscheidend ist, wie ich bereits angedeutet habe: Diese Frage ist völlig müßig, wenn der Zug bereits mit zu geringem Platzangebot am Bahnsteig steht und die potentiellen Fahrgäste sich um die Stehplätze kloppen. Dann geht es nur noch darum, die Situation so zu beenden, dass möglichst viele mitkommen, die mitmüssen, und der Zug baldmöglichst abfahren kann. Im Grunde müssen freilich alle mit, da stimme ich ja zu, aber einige könnten eben auch zur S-Bahn gehen. Einzelne steigen womöglich sogar in Strausberg wieder in die S-Bahn, um hinterher von Hegermühle gemütlich nach Hause zu laufen, beispielsweise. Wenn die nun darauf beharren, sie hätten aber mit ihrem Ticket ein Anrecht auf die schnellere und klimatisierte Variante und setzen das jetzt durch, hat das das Niveau von einem bockigen Vorschulkind, das Vanillepudding zum Nachtisch wollte, nur noch Schoko bekommen hat und die Pampe jetzt schreiend mit dem Löffel an die Wand klatscht. Richtig abstoßende Ellenbogenmentalität, aber wohlgenährte Ellenbogen mit neu erworbenen Stoßpolstern.

Im RB26 gibt es auch etliche Langstreckenfahrgäste, die durch die wachsende Verspätung oder das Zurückbleibenmüssen einen Anschlussbruch in beispielsweise Müncheberg oder Kostrzyn haben und dort mitunter stundenlang auf die nächste Reisemöglichkeit warten müssen. Solidarität mit denjenigen, für die in jedem Falle die Verzögerung durch Zurückbleiben bei mindestens 60 Minuten liegt, wäre anscheinend wirklich zu viel erwartet angesichts 16 Minuten späterer Ankunft in Strausberg, wenn man in Lichtenberg beim Anblick der Situation an der RB26 auf dem Absatz kehrt macht, zur S-Bahn geht und die vier Minuten nach der Planabfahrt des Regio kommende S5 bevölkert. Naja, diejenigen, die zehn Minuten lang versuchen, in die RB26 einzusteigen, dann noch eine Erleuchtung haben, aufgeben und darum erst die darauffolgende S5 bekommen, haben es aus meiner Sicht verdient :-)
Also mal von jemandem, der die Strecke fast täglich fährt:

Mahlsdorf ist hier relativ irrelevant. Ich habe aus Lichtenberg kommend dort noch nie jemanden aussteigen sehen. Einsteiger kann man meist an einen halben Hand abzählen.

Der größte Bedarf für diesen Haltepunkt liegt wohl bei Herrn Czaja, der den nicht zur Nutzung braucht, sondern weil die RB nunmal dort zu halten hat, wenn er da wohnt...

In Strausberg leert sich der Zug in der Tat etwas, ich würde dann in Berufsverkehr auf knapp dreistellige Aussteigerzahlen tippen.

In Müncheberg wird es dann so, dass jeder einen Sitzplatz haben kann.

Richtig leeren tut sich der Zug dann in Küstrin-Kietz (dürfte etwa die Hälfte der bis dahin mitfahrenden ausmachen) und in Kostrzyn.

In die Gegenrichtung ist der Zug dagegen Nachmittags bis Müncheberg kaum gefüllt.

Und ja, geplatzte Anschlüsse sind - besonders hinter Strausberg - besonders unschön.

Letzten Donnerstag wollte ich mit dem 14:37-Uhr-Zug nach Kostrzyn. Der Link kriegt in Lichtenberg noch einen zweiten angekoppelt. Der ließ sich an dem Tag zwar mechanisch, nicht aber elektrisch koppeln (ein bei diesen Fahrzeugen ja nicht unbekanntes Problem), woraufhin der zweite Link wieder geräumt wurde und es im ersten extrem kuschelig wurde - bis Küstrin-Kietz hauptsächlich Stehplätze. Die Zugbegleiter bleiben bei solch verkürzten Zügen auch gern die gesamte Fahrt über im hinteren Führerstand. Abgesehen von den zu erwartenden Anfeindungen der Fahrgäste wäre eine Fahrkartenkontrolle da auch platztechnisch äußerst abenteuerlich...

Kurz vor Müncheberg stapelten sich die Aussteigewilllligen an der Tür und mutmaßten, ob denn der Anschlussbus gewartet hätte - hatte er nicht. Den Äußerungen war zu entnehmen, dass man das mittlerweile gewohnt sei, viele sagten sie würden nur im Notfall mit den Zügen fahren, weil sie praktisch immer überfüllt und nicht selten verspätet wären.

In Kostrzyn gab es dann Sichtanschluss an den Zug nach Poznań (bzw. nach Gorzów, dann SEV nach Santok, dann wieder Zug nach Poznań), also mehr als 2 Stunden Wartezeit zum nächsten Zug nach Krzyż, der dort aber keinen gesicherten Anschluss an den Zug nach Poznań hat...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.2018 23:15 von fatabbot.
Zitat
fatabbot
[...]
Der größte Bedarf für diesen Haltepunkt liegt wohl bei Herrn Czaja, der den nicht zur Nutzung braucht, sondern weil die RB nunmal dort zu halten hat, wenn er da wohnt...
[...]

Das ist ja nun Blödsinn. Man kann Czaja eine Menge vorwerfen, aber der Halt in Mahlsdorf befindet sich schon deutlich länger in den Senatsplänen, als der Herr irgendwas zu sagen hat.

Warte erstmal ab, bis der Haltepunkt fertiggestellt ist und nicht nur über eine schlecht ausgeschilderte Baustellentreppe erreichbar ist. Die Verlängerung zum Ostkreuz im Dezember dürften ihn interessanter machen, aber sein volles Potenzial kann er erst ausschöpfen, wenn die Straßenbahn im 10er-Takt nach Mahlsdorf fährt. Und da kommt dann tatsächlich der oben genannte Herr ins Spiel, der in seiner politischen Schizophrenie zwar für den 10er-Takt aber gegen den dafür notwendigen Ausbau ist und bereits gedroht hat mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen vorzugehen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Unabhängig davon wie man dazu steht, dass man mit dem Fahrziel Strausberg die RB bevorzugt, rechtfertigt das keine Beleidigungen! (Ich glaube in einem Post stand Penner, diesen Beitrag meine ich). Und der Vergleich mit dem Auto ist einfach mal Blödsinn.
Zudem kommt: Wenn ich mich auf die S5 verlassen könnte, würde ich sie ja nehmen, kann ich aber nicht.
Ich habe das Ziel nach einem Arbeitstag schnellstmöglich nach Hause zu kommen, so wie jeder andere Fahrgast auch. Dann auf die schnelle Verbindung zu verzichten zu Gunsten einer S5 die vielleicht gar nicht oder stark verspätet fährt, im Sommer mit Sauna-Temperaturen und dazu noch mit Stehplatz-Garantie: Nein. Ich fahre nicht zum Vergnügen Bahn, sondern weil ich irgendwie zum Arbeitsplatz hinkommen muss und auch zurück.

Man muss nicht einer Meinung sein bei dem Thema, aber man kann trotzdem sachlich bleiben.

P.S. gerade sitze ich in einer S5 mit +13, die ursprünglich nach Strausberg Nord sollte, jetzt aber nur bis Mahlsdorf verkehrt.....und das ist ja nicht das erste Mal.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.2018 15:04 von Kaulsdorfer.
Mir wurde in einer ähnlichen Diskussion - gleiches Problem (wobei dort auch ohne fehlende Fahrzeuge), aber anderes Ende der Stadt - mal geantwortet, dass Reisende Richtung Wittenberge und MV doch bitte mit der RB 10 nach Nauen vorfahren sollen, weil es den Spandauern und Falkenseeern nicht zugemutet werden kann mit der RB 14 statt dem RE 2 zu fahren.
Heute fehlte dem Zug ab Lichtenberg 15:37 Uhr der dritte Teil (nach Müncheberg).

Besonders nett jetzt gerade: Da kommt nur ein Hai nach Kostrzyn, der nach Gorzów durchfahrende Teil fehlt.

Laut Ansage fällt der auch komplett aus, und somit dann auch die Rücktour zwischen Górzow und Kostrzyn. Da wird morgen früh ein Pendlerzug wieder gemütlich werden.
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