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Diskussion um Verlängerung der Berliner U-Bahn zum BER
geschrieben von 2277 
Der Planfeststellungsbeschluss wird nichtig. Alternativ kann Tegel natürlich als "neuer" Flughafenstandort genehmigt werden => chancenlos. Tegel kann als Regierungs- und Militärflughafen weiter betrieben werden. Allerdings ist dann eine zivile Nutzung "nebenbei" eher fraglich.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.2017 12:04 von Nemo.
Zitat
Mike485
Inwieweit ist denn klar, dass die weitere Offenhaltung Tegels Berlin mehr nutzt als schadet? Soweit mir bekannt, ist die Schließung Tegels Teil des Planfeststellungsbeschlusses für den BER. Welche rechtliche Folge hat in diesem Fall der Verstoß gegen den PFB?

Rechtlich hat das keine Folgen auf den PFB. Jedoch könnten Betroffene dann vor dem Verwaltungsgericht auf Vollstreckung des PFB klagen.
Zitat
micha774
Und wozu schwören (!) Politiker "Schaden vom Volk abzuwenden" wenn sie es dann doch tun?

Die Politiker würden ja tun, wozu sie aufgefordert werden: Sie setzen sich im Rahmen der Möglichkeiten, die ein Minderheitsgesellschafter hat, für eine Offenhaltung ein.

Den Schaden vom Volk abwenden könnten sie am ehesten, wenn sie dies nicht tun.

Würde man die Frage auch nur halbwegs transparent stellen, müsste man dazu schreiben, dass die zusätzlichen Kosten für jeden Berliner Haushalt einmalig rund 2.000 Euro und jährlich rund 100 Euro betragen und über Steuererhöhungen eingetrieben werden müssen und darüber hinaus das zusätzliche Risiko besteht, bei erfolgreichen Klagen ganz ohne Flughafen dazu stehen, wenn es ganz blöd läuft.
Zitat
Bw Steg
Na ja. Etwas einfach gestrickt. Daran krankt das Verhältnis zwischen Bürgern und Politikern: Diese und ihre jeweilig "siegreiche" Partei bilden sich ein oder geben das zumindest frech vor, der Bürger habe sie wegen des gesamten Wahlprogramms gewählt!
Weil er vielleicht Teile davon besser findet als beim Mitbewerber, muss er nicht unbedingt mit dem ganzen Rest wie z. B. dem Verkehrsbereich sympathisieren. Immerhin war TEGEL das Thema der FDP! Und? Die haben so viele Stimmen in Berlin erhalten wie wohl seit Jahrzehnten nicht!

Achso, die FDP-Wählen wollen sämtlich Tegel offen halten während die Wähler von R2G dies eigentlich auch wollen, aber ihr Kreuz falsch setzten?

Die Lüge in Sachen FDP-Ergebnisse wurde ja schon entlarvt.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Naja, ich denke, dass für viele Leute einfach andere Dinge wichtiger sind, als ein oder zwei blöde Flughäfen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Global Fisch
Zitat
Ingolf

Der Flughafen wird - nach Fertigstellung der Dresdner Bahn, die ja nun endlich realistisch scheint - über drei sehr leistungsfähige und voneinander praktisch unabhängige Schienenanbindungen haben:
1. S-Bahn
2. Regionalbahn aus Srichtung Osten (einschließlich Zulauf von der Stadtbahn)
3. Regionalbahn aus Richtung Westen (einschließlich Zulauf aus dem Nord-Süd-Tunnel)
Volle Zustimmung,
mit der Einschränkung, dass 1. leider arg umwegig ist
Wäre eine U7 auch. Vor allem in der jetzt angedeuteten Variante mit Hochbahnanteil entlang der Straßen in Richtung Flughafenterminal und Endbahnhof auf dem Bahnhofsvorplatz.
Zitat
Global Fisch
...und bei 2. der Zulauf von der Stadtbahn nach Fertigstellung der Dresdener Bahn entfallen sollen.
Das Linienkonzept lässt sich leicht ändern, ohne auch nur einen Cent in zusätzliche Infrastruktur zu stecken. Sollten sich die Fluggastzahlen weiterhin sehr stark nach oben entwickeln, wird es sicher auch weiterhin diese Relation geben. Um- und Zusatzbestellungen von Linien im SPNV sind nicht unüblich.
Zudem wird eine potenzielle U7 eine ganze Menge erschließen - aber nicht die Innenstadt von Berlin. Aber genau das kritisierst Du ja als möglichen Nachteil der Ostanbindung im Regionalverkehr...

Ingolf
Zitat
Ingolf
Zitat
Global Fisch
Zitat
Ingolf

Der Flughafen wird - nach Fertigstellung der Dresdner Bahn, die ja nun endlich realistisch scheint - über drei sehr leistungsfähige und voneinander praktisch unabhängige Schienenanbindungen haben:
Volle Zustimmung,
mit der Einschränkung, dass 1. leider arg umwegig ist
Wäre eine U7 auch. Vor allem in der jetzt angedeuteten Variante mit Hochbahnanteil entlang der Straßen in Richtung Flughafenterminal und Endbahnhof auf dem Bahnhofsvorplatz.
Natürlich.

Zitat
Ingolf
Zitat
Global Fisch
...und bei 2. der Zulauf von der Stadtbahn nach Fertigstellung der Dresdener Bahn entfallen sollen.
Das Linienkonzept lässt sich leicht ändern, ohne auch nur einen Cent in zusätzliche Infrastruktur zu stecken. Sollten sich die Fluggastzahlen weiterhin sehr stark nach oben entwickeln, wird es sicher auch weiterhin diese Relation geben. Um- und Zusatzbestellungen von Linien im SPNV sind nicht unüblich.

Es geht mir dabei nicht nur um die Situation bei sich sehr stark nach oben entwickelnden Fluggastzahlen. Es geht mir um die Frage: welchen Modal Split will man eigentlich erreichen. Das ist von den Fluggastzahlen weitgehend unabhängig. (Es sei denn: kaum jemand fliegt vom BER, dann wäre der Modal Split egal).
Und ja: m.E. braucht man dazu auch weiterhin eine schnelle direkte Verbindung von (z.B.) Friedrichstraße und Alex zum Flughafen.

Es ist natürlich völlig richtig, dass das viel einfacher zu realisieren ist, als neue Infrastruktur zu bauen.

Zitat
Ingolf
Zudem wird eine potenzielle U7 eine ganze Menge erschließen - aber nicht die Innenstadt von Berlin. Aber genau das kritisierst Du ja als möglichen Nachteil der Ostanbindung im Regionalverkehr...

Ersteres ist unbestritten; schrieb ich doch schon selbst. Du musst doch nicht so tun, als wäre ich ein glühender U7-Befürworter.

Ich sage nur: das geplante Konzept nach Fertigstellung Dresdener Bahn nur mit a) einem Flughafen-Express (erster Halt in der Stadt Südkreuz) b) der S-Bahn und c) einer Ostanbindung im Regionalverkehr nur nach Ostkreuz, Lichtenberg, Hohenschönhausen wäre nach wie vor deutlich ausbaufähig. Dass es dabei einfacher zu realisierende Ansätze als die U7-Verlängerung gibt, ist unbestritten.
(in der Reihenfolge der Realisierbarkeit: m.E: Weiterbestellung von Regionalzügen zur Stadtbahn, Regionalhalt Buckower Chaussee, Verbindung zur S2).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.2017 16:02 von Global Fisch.
Zitat
Global Fisch
(in der Reihenfolge der Realisierbarkeit: m.E: Weiterbestellung von Regionalzügen zur Stadtbahn, Regionalhalt Buckower Chaussee, Verbindung zur S2).

Das würde ich 1:1 so unterschreiben wollen. Ergänzt vielleicht noch mit einer 3. Zuggruppe der S-Bahn zum BER und der Verbesserung der Busanbindung (Bisher nur X7/X11 über die Autobahn und 171 über die Startbahnumgehungsstraße vorgesehen). Der 164 soll am Bahnhof enden, aber der gehört natürlich auch vors BER-Terminal. Ebenso der 163, der als Ausgleich für den 171 nach meiner Erinnerung gar zur Grünbergallee zurückgezogen werden soll.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Die alte Planung sah allerdings keinen Weiterbetrieb des alten Terminals vor. Von daher wird man in der Busanbindung noch einiges ändern müssen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Bw Steg
Na ja. Etwas einfach gestrickt. Daran krankt das Verhältnis zwischen Bürgern und Politikern: Diese und ihre jeweilig "siegreiche" Partei bilden sich ein oder geben das zumindest frech vor, der Bürger habe sie wegen des gesamten Wahlprogramms gewählt!
Weil er vielleicht Teile davon besser findet als beim Mitbewerber, muss er nicht unbedingt mit dem ganzen Rest wie z. B. dem Verkehrsbereich sympathisieren. Immerhin war TEGEL das Thema der FDP! Und? Die haben so viele Stimmen in Berlin erhalten wie wohl seit Jahrzehnten nicht!

Achso, die FDP-Wählen wollen sämtlich Tegel offen halten während die Wähler von R2G dies eigentlich auch wollen, aber ihr Kreuz falsch setzten?

Die Lüge in Sachen FDP-Ergebnisse wurde ja schon entlarvt.

Ich merke wieder mal: Mit der deutschen Sprache ist das so eine Sache - wem da so manche Dinge egal sind, der lässt auch inhaltlich fünf gerade sein. Wem da allerdings versehentlich Fehler unterlaufen, dem sollte man verzeihen. Der sollte aber auch selbst großmütig gegenüber anderen sein!

Richtig: Lügen kann/soll man entlarven! "Eine Lüge ist aber eine Aussage, von der der Absender weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist..." Zitat Wikipedia. Mag ja sein, dass bei meiner Aussage über frühere FDP-Wahlergebnisse der Wunsch Vater des Gedankens war und meine Erinnerung mich täuschte. Da bin ich Lopi2000 für seine Korrektur meines Irrtums dankbar! Wobei: Auch seine Aussage war ja etwas schlitzäugig - schauen wir nämlich nicht
nur auf die drei anderen Wahlen dieses Jahrhunderts, sondern bis zum Jahr des Mauerfalls zurück, stellen wir fest, dass die FDP außer im euphorischen Jahr der Wiedervereinigung alle drei weiteren Wahlen mit unter 5% total vergeigt hat...

Nun noch zum Satz davor. Erst einmal zur deutschen Sprache:
Ach so...
Entweder: Die FDP wählen, wollen... Oder: Die FDP-Wähler wollen... Es gibt halt Dinge, da irre nicht nur ich...

Jetzt zum Inhalt. Tegel-Offenhaltung war - von kaum jemandem bestritten - das nahezu einzig bestimmende Thema des FDP-Programms. Den von dir formulierten abenteuerlichen Schluss bezüglich R2G habe ich dann aber nicht gezogen. Jedoch bei allen anderen größeren Parteien kann man nicht so ohne Weiteres feststellen, ob der Verkehrsbereich so prickelnd war und andere Dinge in Kauf genommen wurden oder ob andere Themen Auslöser waren und den entsprechenden Wählern die Verkehrspolitik nicht so wichtig war. Da kann ich also weder alle für Tegel buchen noch kannst du das total verneinen!

Dennoch guten Abend
Bw Steg
Hat die FDP eigentlich auch gesagt wo der Wissenschaftscampus dann hinsoll, oder ist das dann egal? Vielleicht den Forst Tegel plattmachen? Oder die nötigen Flächen am Potsdamer Platz kaufen?
Ich nehme mal an, dass höhere Bildung und Forschung in den FDP-Plänen keinen Platz haben. Was nur zählt, ist die Offenhaltung von Tegel, der Rest ist denen herzlich egal.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.2017 22:28 von J. aus Hakenfelde.
Schon ganz interessant, wie die so oft gescholtene Denkweise unserer Kanzlerin von der Alternativlosigkeit inzwischen - wenig fröhliche - Urständ bei Anhängern anderer Parteien feiert... Oder hat eine derartige Kleinstadt wie Berlin außer Tegel nur den angrenzenden Forst und den Potsdamer Platz zu bieten? Erstaunlich, dass dann überhaupt noch so etwas wie Adlershof entstehen konnte... Oder war das dann schon genug der Fantasie für die Hauptstadt?

Nachdenkliche Grüße zur Nacht
Bw Steg
Schlechtes Beispiel. Wista Adlershof (früher Akademie der Wissenschaften) liegt nördlich der Rudower Chaussee auf dem Gelände des ehemaligen ersten Berliner Flugplatzes Johannisthal.

Natürlich eignen sich nicht nur ehemalige Flugplätze als neue Wissenschaftsstandorte. Flugplätze eignen sich aber nicht als Wohnumfeld mitten in einer dicht besiedelten Stadt.

Gruß
Micha

"Der Senat hat am Dienstag den Vorschlag von Verkehrssenatorin Regine Günther angenommen, die Möglichkeiten eines weiteren U-Bahn-Ausbaus zu prüfen. [...] Unter die Lupe nehmen soll ihre Verwaltung [...] einen Weiterbau der U 7 bis maximal zum Bahnhof Schönefeld. [...] Am Bahnhof Schönefeld sollte Schluss sein; ein Weiterbau zum BER, der nach einer Idee aus der BVG als Hochbahnstrecke entstehen könnte, gilt zumindest derzeit als unrealistisch.", schreibt Der Tagesspiegel.
Zitat
DasVerkehrswesen
"Der Senat hat am Dienstag den Vorschlag von Verkehrssenatorin Regine Günther angenommen, die Möglichkeiten eines weiteren U-Bahn-Ausbaus zu prüfen. [...] Unter die Lupe nehmen soll ihre Verwaltung [...] einen Weiterbau der U 7 bis maximal zum Bahnhof Schönefeld. [...] Am Bahnhof Schönefeld sollte Schluss sein; ein Weiterbau zum BER, der nach einer Idee aus der BVG als Hochbahnstrecke entstehen könnte, gilt zumindest derzeit als unrealistisch.", schreibt Der Tagesspiegel.

Weiter muss Berlin es ja auch nicht prüfen bzw. noch weniger weit, nämlich nur bis zur Landesgrenze. Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung dürfte diese Variante allerdings so deutlich nur zu einem Ergebnis führen, dass man sich fragen muss, wozu man überhaupt prüft.
Zitat
Lopi2000
Zitat
DasVerkehrswesen
"Der Senat hat am Dienstag den Vorschlag von Verkehrssenatorin Regine Günther angenommen, die Möglichkeiten eines weiteren U-Bahn-Ausbaus zu prüfen. [...] Unter die Lupe nehmen soll ihre Verwaltung [...] einen Weiterbau der U 7 bis maximal zum Bahnhof Schönefeld. [...] Am Bahnhof Schönefeld sollte Schluss sein; ein Weiterbau zum BER, der nach einer Idee aus der BVG als Hochbahnstrecke entstehen könnte, gilt zumindest derzeit als unrealistisch.", schreibt Der Tagesspiegel.

Weiter muss Berlin es ja auch nicht prüfen bzw. noch weniger weit, nämlich nur bis zur Landesgrenze. Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung dürfte diese Variante allerdings so deutlich nur zu einem Ergebnis führen, dass man sich fragen muss, wozu man überhaupt prüft.

Ich fürchte langsam, aus den gleichen Gründen wie der Vorgängersenat: um ja nicht irgendwelche Straßenbahnplanungen voranzubringen...
Der Prüfauftrag lautet aber nicht wirklich nur bus Schönefeld alt zu prüfen?! Da kann man Leute nun wirklich deutlich sinnvoller beschäftigen.

*******
Logital bei Twitter.
Nur bis Schönefeld hätte den Vorteil, dass man einiges an Busleistungen einsparen könnte, ohne die S-Bahn zwischen Schönefeld alt und Terminal zu kanibalisieren. Wenn ich die Senatsverwaltung wäre würde ich auch gleich noch prüfen, ob die U-Bahn nicht ein Stückchen auf den S-Bahngleisen ins Terminal rollen könnte. Damit kann man sich dann richtig lange beschäftigen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Ich finde der ständig beschworene Zusammenhang zwischen Straßenbahn und U-Bahn-Planung nervt. Er besteht imho so nicht. Nichts gegen die Straßenbahn ins MV. Aber ihn gegen eine Verlängerung der U8 auszuspielen, ist lächerlich. Ähnlich verhält es sich mit der U7, weder S-Bahn, Regionalbahn noch Straßenbahn stehen dem im Wege.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
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