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Potsdam: Straßenbahn zum Jungfernsee
geschrieben von schallundrausch 
Zitat
Philipp Borchert
In Berlin wird dafür der 107er nach Pankow eingestellt.
Lag das nicht eher an der etwas bescheidene Haltestellesituation am S+U Pankow?!
Natürlich ist das Geschrei erstmal groß. So war das auch in den letzten Jahren bei gerinfügigen Änderungen der Linienführung der Busse 612/692/694/695... oder Täusche von S1/S7
Die Leute werden sich auch an das Umsteigen am Jungfernsee gewöhnen und auch Vorteile kennen lernen: am Stau vorbei fahren (die katastrophale Situation auf den schmalen Straßen ist für Berliner/innen vllt. nicht so ganz vorstellbar).
Auch soll die Anschluss-Straßenbahn ja bereits in der Haltestelle stehen, so dass wirklich ohne Warte-und-Rum-Stehzeit an der Haltestelle umgestiegen werden kann. Zudem erhöht sich mit Verlängerung der Combinos auch die Kapazität, so dass man sich vllt. im Bus stehend auf den Sitzplatz nach dem Umsteigen in die Tram freut.
Aus Sicht von auf-Barrierefreiheit-Angewiesenen ist jedoch bedenklich, dass Mo-Fr 3 von 10 Umläufen mit Kt4D-traktionen gefahren werden...
In den letzten Jahren wurden die Busse 605/606 aus Potsdam-Golm außerhalb der Uni-Zeiten Abends und am Wochenende gebrochen und es muss zur Weiterfahrt in die Innenstadt in die Straßenbahn umgestiegen. In meinem Freundeskreis, als auch einmal in einem Gespräch von neben mir sitzenden Fahrgästen habe ich schon mehrmals gehört, dass die Anschlusssicherung perfekt funktioniert und immer abgewartet wird.
Zitat
Barnimer
Zitat
Philipp Borchert
In Berlin wird dafür der 107er nach Pankow eingestellt.
Lag das nicht eher an der etwas bescheidenen Haltestellesituation am S+U Pankow?!

Würde ich in diesem Fall nicht sagen. Man hat schon des Öfteren versucht, den 107er aus Pankow herauszuhalten. Die furchtbare Haltestelle am S+U-Bahnhof Pankow führt zu den Änderungen bei X54 und 155 (klar, der 107er würde da auch stören, aber ich denke, den hätte man auch mit Platz dort zurückgenommen).

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
B-V 3313
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Der Bus fährt alle 20 Minuten, die Straßenbahn alle 10 Minuten. Stadtauswärts gibt es also immer eine Bahn, die keinen Anschluss an den Bus hat.

Bleiben wir bitte in Potsdam.

Und aktuell gibt es nur einen 20-Minuten-Takt - eben mit dem Bus. Nach Fahrplanwechsel hat man dann nur mit jeder zweiten Bahn Anschluss, also auch ein 20-Minuten-Takt. Wo ist die Verschlechterung?

Ob der Fahrgast nun 3 Minuten in der Innenstadt auf die Bahn wartet um dann nochmal 10+x Minuten am Umsteigepunkt auf den Bus - oder gleich 13+x in der Innenstadt, macht beides Mal 13+x Minuten.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.11.2017 09:49 von gt670dn.
Was aber, wenn wieder irgendwas in der City Potsdam ist und keine Tram fährt? Wie dann zum Jungfernsee kommen?
Zitat
micha774
Was aber, wenn wieder irgendwas in der City Potsdam ist und keine Tram fährt? Wie dann zum Jungfernsee kommen?

Das gleiche, was man macht, wenn wieder irgendwas in der City Potsdam ist und kein Bus fährt: Warten.

Ansonsten ist die Situation hier schon schwierig: es ist einerseits immer besonders ärgerlich, kurz vorm Ziel umzusteigen. Andererseits gibt die Gegend derzeit wirklich nicht genug Potential her, um neben einer alle 10 min verkehrenden Straßenbahn noch Busse zu rechtfertigen. Auch wenn Combinator mich dafür hassen wird: die sehr zweifelhafte Stadt- und Verkehrsplanung in diesem Bereich verschärft das Problem zusätzlich. Wäre der Siedlungsschwerpunkt von Anfang an entlang der B2 geplant und dort eine Trasse freigehalten worden, würde sich die Fahrzeit bei weitem nicht so stark verlängern. Auch wenn natürlich der Abzweig von der Stadt Richtung Norden natürlich eine Herausforderung gewesen wäre.

Naja, daran ist jetzt nichts mehr zu ändern. Trösten wir uns damit, dass es ein Zwischenzustand ist. Die Bahn soll ja dereinst nach Fahrland weiter fahren, und vielleicht wachsen ja bis dahin auch die Begehrlichkeiten in Groß Glienicke oder gar Berlin-Spandau. Auf jeden Fall fährt man dann auch ein Stück weiter mit der Bahn.
Beim genauen Studium der Fahrpläne zeigt sich, dass der neue Tramplan offenkundig viel bzw. mehr Luft enthält als bisher in diesem Bereich:

Zwischen Campus Jungfernsee und Rote Kaserne ist die Vorgabe der Tram 3' (Bus 1') in beiden Richtungen. Dies beinhaltet sicherlich einen Puffer zur Verbesserung der Anschlusssicherheit. Genauso hat der Bus im Zulauf auf den Umsteigepunkt einen Fahrzeitpuffer erhalten: Heute 0' ab Nedlitzer Straße, zukünftig 2'. Dann der Umsteigezeitverlust von 4', bevor mit der Tram der kleine Umweg über Volkspark aka Bugapark mit nochmal 2' plus absolviert wird. Ab Am Schragen verliert die Straßenbahn bis Hbf nochmal 2'.

D.h. von den 10' Fahrzeitverlängerung, die auf dem Papier zwischen den Haltestellen nördlich des Jungfernsees bis Hbf entstehen, gehen 4' auf die Umsteigezeit, 2' auf den Umweg über Volkspark und der Rest in Fahrzeitpuffer.

Vor diesem Hintergrund ist bei verlängerter Fahrzeit zumindest mit einer guten Anschlussstabilität und Pünktlichkeit zu rechnen ;-).

P.S. Wie stabil ist eigentlich die heutige Busfahrzeit überhaupt? Wesentlich schneller als die Tram dürfte er ja in der Realität nicht sein ...
Beim 20'Takt der 96 ist die Wendezeit 22 bis 25min am Jungfernsee. Zumindest hab ich keine Aussetzfahrt im Fahrplan entdecken können.
Und weshalb könnten es nicht 2 - 5 Minuten sein?

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
1.
Weil der erste Zug Mo-Sa 4:31 ankommt aber erst 4:53 wieder abfährt. Sonntag 6:11/ 6:33

2.
Weil es einen Verspätungsausgleich gibt?

3.
Tarifvertrag läßt es (tagsüber) nicht zu?

Zur Info die Ankunftszeiten der 96 Mo-Fr:
4:31(20) 5:51(10)20:01 20:10 20:20 20:30(20)0:50

Abfahrtzeiten
4:53(20) 5:53(10)19:43 19:55(10)20:35(20) 0:55

Und siehe da, es gibt sie doch, die Aussetzfahrt. Täglich 22.40 bis Bisamkiez.
Zitat
gt670dn
Ob der Fahrgast nun 3 Minuten in der Innenstadt auf die Bahn wartet um dann nochmal 10+x Minuten am Umsteigepunkt auf den Bus - oder gleich 13+x in der Innenstadt, macht beides Mal 13+x Minuten.

Zumindest in der Innenstadt kann man in der Zeit noch etwas erledigen oder gleich passend zum Bus gehen. Muss man nun umsteigen, kann es dazu kommen, das man - je anchdem wie die Anschlussicherung klappt - lieber "eine Bahn früher" nimmt. Bei einer Fahrzeitverlängerung von 10 Minuten pro Richtung (das sind 100 Minuten in der Woche!) kommen in der Woche schlechtenfalls noch einmal 50 Minuten Wartezeit hinzu. 150 Minuten (=2 1/2 Stunden) mehr in der Woche sind kein Argument pro ÖPNV!

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
def
Ansonsten ist die Situation hier schon schwierig: es ist einerseits immer besonders ärgerlich, kurz vorm Ziel umzusteigen. Andererseits gibt die Gegend derzeit wirklich nicht genug Potential her, um neben einer alle 10 min verkehrenden Straßenbahn noch Busse zu rechtfertigen. Auch wenn Combinator mich dafür hassen wird: die sehr zweifelhafte Stadt- und Verkehrsplanung in diesem Bereich verschärft das Problem zusätzlich.

So ist es. Man scheint nicht an den Erfolg der Strecke zu glauben, sonst würde man sie nicht so krampfhaft mit Umsteigern füllen wollen.

Zitat
def
Naja, daran ist jetzt nichts mehr zu ändern. Trösten wir uns damit, dass es ein Zwischenzustand ist.

Hoffentlich. In Potsdam ändert man ja gerne mal das komplette Netz, gefühlt einmal im Jahr.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Stimmt. Diese Straßenbahn alle 10 Minuten ist echt ein Kontra für den ÖPNV. Wir sollten die lieber alle 20 Minuten fahren lassen. Kann man ja niemanden zumuten, doch eine Bahn eher nehmen zu wollen, weil man befürchtet, dass der Anschluss nicht eingehalten wird.
Zitat
Nahverkehrsplan
Stimmt. Diese Straßenbahn alle 10 Minuten ist echt ein Kontra für den ÖPNV. Wir sollten die lieber alle 20 Minuten fahren lassen. Kann man ja niemanden zumuten, doch eine Bahn eher nehmen zu wollen, weil man befürchtet, dass der Anschluss nicht eingehalten wird.

Kapierst du es nicht? Die Straßenbahn hat eine völlig andere Aufgabe als der Bus. Die Straßenbahn kann auf der Relation Spandau - Glienicke/ Kartzow - Potsdam nichts bieten. Und ja, es ist eine Zumutung wenn man mehr Wartezeit als Fahrzeit hat und man zweimal wartet statt einmal!


In Berlin ist der Besteller schlauer. Trotz der parallelen Führung fahren weiterhin X33 und U7 zum Rathaus Spandau. Sie haben ab dem U-Bhf Haselhorst nämlich unterschiedliche Aufgaben.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.11.2017 19:42 von B-V 3313.
Hey - heute fuhr die erste Tram auf der Streckenverlängerung zum Campus Jungfernsee.


Zitat
B-V 3313
In Berlin ist der Besteller schlauer. Trotz der parallelen Führung fahren weiterhin X33 und U7 zum Rathaus Spandau. Sie haben ab dem U-Bhf Haselhorst nämlich unterschiedliche Aufgaben.

Er hat's aber auch erst mal lernen müssen.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
B-V 3313
Zitat
def
Ansonsten ist die Situation hier schon schwierig: es ist einerseits immer besonders ärgerlich, kurz vorm Ziel umzusteigen. Andererseits gibt die Gegend derzeit wirklich nicht genug Potential her, um neben einer alle 10 min verkehrenden Straßenbahn noch Busse zu rechtfertigen. Auch wenn Combinator mich dafür hassen wird: die sehr zweifelhafte Stadt- und Verkehrsplanung in diesem Bereich verschärft das Problem zusätzlich.

So ist es. Man scheint nicht an den Erfolg der Strecke zu glauben, sonst würde man sie nicht so krampfhaft mit Umsteigern füllen wollen.

Es geht nicht um den Erfolg oder das zwanghafte erzeugen von Umsteigern. Die Stadt versucht krampfhaft ihre Luftschadstoffe zu reduzieren, um die Grenzwerte einzuhalten und nicht gerichtlich zu Fahrverboten gezwungen zu werden. Und da Dieselbusse einen erheblichen Anteil haben, versucht man auf diese Weise die Nedlitzer Straße "sauberer" zu machen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Dafür fahren 133 und X33 sinnlos zeitgleich die Bernauer Straße lang. Völlig unwirtschaftlich. Der X33 ist grade mal 2 Minuten langsamer und der 133 hält eh kaum auf der Waldstrecke. Da könnte man die Leistung eher woanders brauchen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.11.2017 20:46 von Nahverkehrsplan.
Zitat
Combinator
Hey - heute fuhr die erste Tram auf der Streckenverlängerung zum Campus Jungfernsee.

Sogar der Sonderling mit 4 Wagen. Schöne Bilder, Danke dafür!
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