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Keine U4 bis Wilhelmsburg in den nächsten 20 Jahren
geschrieben von Christian Linow 
Zitat

Frage dazu: weiß jemand wann "die letzte" Hochbahn Strecke in Deutschland realisiert wurde (in Gebieten in denen bereits Bebauung vorhanden ist)?

Hammerbrook war vor dem Bau der Harburger S-Bahn (bis 1983) keine Brache.
Aber auch damals schon war ein Großteil der Bebauung gewerblich, ich denke es geht bei der Frage um Strecken in Gebieten mit Wohnbebauung.
Um zum Thema zurück zu kommen, ich denke dass die U4 im Tunnel verlaufen wird, nur ein Bau abseits der Bebauung würde eine oberirdische Streckenführung möglich machen,was sich nur rechtfertigen lässt, wenn an der Strecke zügig ein Wohnquartier errichtet wird.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.2020 10:29 von STZFa.
Ja genau, mir ging es um Wohnbebauung, da ich mir die Frage gestellt habe ob man "überhaupt noch wagt" Hochbahnstrecken (besonders in Wohngebieten) zu bauen. Natürlich im Hinterkopf dabei, dass sich selbst Leute bei einer unterirdischen U-Bahn aufregen weil sie angeblich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt werden. (siehe die U4 in der Horner Geest oder auch bei den U5 Planungen)

Auch wenn eine Hochbahnstrecke vielleicht romantisch klingt und auch wegen der Überflutungsgefahr Sinn machen könnte. Aber wenn man sich Mal Wilhelmsburg aus der Luft anschaut wüsste ich keine Strecke die rein physikalisch funktionieren könnte (außer natürlich um die Wohnbebauung herum auf dem Deich. Aber nicht "quer durchs" Gebiet) selbst dann nicht wenn man sie einfach nur die Georg-Wilhelm-Straße entlang führt (die Straße scheint mir an einigen Stellen viel zu schmal, besonders wenn man auch noch eine Haltestelle haben möchte. Hier besonders im nördlichen Teil davon)
Zitat
flor!an
In Wilhelmsburg (besonders natürlich dort wo bereits Bebauung existiert) kann man logischerweise nichts mehr aufschütten. Gleichzeitig ist besonders dort wo es eine Bebauung gibt, eine oberirdische Führung auch schwierig. Primär natürlich da eine Bebauung die Streckenführung maßgeblich beeinflusst, anderseits auch aufgrund möglicher (meine Vermutung mehr) Anwohnerproteste falls die Bahn am Fenster vorbeifährt/vorbei fahren soll.

Klar, Anwohnerproteste (bzw. deren Vermeidung) sind ja auch der Grund, warum die U5 so tief unter der Erde vergraben wird. Ich persönlich (der vor Jahrzehnten mal in der Weimarer Straße gewohnt hat) bin aber der Ansicht, daß gerade die Georg-Wilhelm-Straße fast überall genug Platz für eine Hochbahntrasse mit ausreichend Abstand zur Wohnbebauung bietet. Wie man von dort dann überirdisch zum S-Bahnhof und weiter nach Kirchdorf kommt, ist dann schon etwas kniffliger; in und um Kirchdorf selbst ist aber auch wieder Platz ohne Ende für eine Hochbahnstrecke.
Zitat
flor!an
Auch wenn eine Hochbahnstrecke vielleicht romantisch klingt und auch wegen der Überflutungsgefahr Sinn machen könnte. Aber wenn man sich Mal Wilhelmsburg aus der Luft anschaut wüsste ich keine Strecke die rein physikalisch funktionieren könnte [...]selbst dann nicht wenn man sie einfach nur die Georg-Wilhelm-Straße entlang führt (die Straße scheint mir an einigen Stellen viel zu schmal, besonders wenn man auch noch eine Haltestelle haben möchte. Hier besonders im nördlichen Teil davon)

Hmm, ich denke, eine Station in der Größe von "Baumwall" müßte auf der Georg-Wilhelm-Straße schon passen; am Norden (Ecke Vogelhüttendeich) ist es sicherlich knapper als im weiteren Verlauf, aber auch da müßte es eigentlich gehen (notfalls könne man die Bahnsteige außen und versetzt zueinander anlegen, so daß nur der überlappende Bereich breiter ausfällt). Die Frage ist da mehr, ob die Stelzenstrecke an diesen Stellen eventuell zuviel Straßenraum für Pfeiler etc. benötigt - das vermag ich nicht zu sagen.
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