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Neubau Sternbrücke
geschrieben von bukowski 
Zitat
Neu Wulmstorf
Vielleicht kann ein Admin bitte die letzten fünf Beiträge in den Frelemanntunnelthread verschieben (diesen nicht mitgezählt)? Vielen Dank!

Wäre sinnvoll.
PAD
Re: Neubau Sternbrücke
28.11.2020 12:27
Zumindest Sternschanze sollte eigentlich als RB-Halt beibehalten werden, auch zur Entlastung des Hauptbahnhofs. Ich finde den Tunnel super, ich habe nie verstanden, warum nicht schon deutlich früher auf diese Idee gekommen ist. Dammtor – Uni/Grindelhof – Schlump – Ersatz für Holstenstraße – Altona/Diebsteich klang für mich immer nach eine sehr sinnvollen Sache mit guter Netzwirkung, allerdings nur, wenn die Haltepunkte an der Verbindungsbahn bleiben und dem Regionalnetz zugeordnet werden. Durch die Viergleisigkeit hätte man ja trotzdem Platz, damit ein ICE eine RB an der Holstenstraße oder Sternschanze Überholen kann.
Re: Neubau Sternbrücke
29.11.2020 02:06
Inhalt selbst gelöscht Falsches Forum.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.2020 02:13 von oskar92.
Zitat
PAD
Zumindest Sternschanze sollte eigentlich als RB-Halt beibehalten werden, auch zur Entlastung des Hauptbahnhofs.

Sternschanze mag tatsächlich die einzige Station der Verbindungsbahn sein, welche einen ähnlich hohen Wirkungsgrad erzielen könnte, wie eine entsprechende Verknüpungsstation (Feldstraße) im geplanten Regionalbahntunnel. Hier besteht die Verknüpfung mit der U3 und mit der Messe.

Eine hohe Entlastungswirkung für den Hbf dürfte es aber nicht haben, da das Fahrgastpotential, das diese Vorteile nutzen kann einen geringen Anteil hat.

Die anderen Stationen Holstenstraße (Das wäre niemals ein Ersatz für Altona, da hier keinerlei zentrale Funtionen und Orte anliegen, sondern - insbesondere die "neue Mitte" nichst als Wohngebiete (=Schlafstädte) sind mit allenfalls (nicht öffentzlichen) Schulen und Kitas bzw. ubiquitärem Einzelhandel. ---> Somit für Pendler als Ziel uninterssant!) und Dammtor (Das ist niemals Innenstadt. Hier wird zwar irgendwie die Uni angrebunden, doch hat die ESA mit ihren fußgängerfeindlichen LSA eine grvierende Trennwirkung. Nur ein Freizeitpark, eine Spielbank, ein Hotel, ein Kongresszentrum und ein Kino werden am Dammtor erschlossen. Zur Innenstadt (frühestens ab Gänsemarkt) gibt es nicht nur eine große Distanz , sondern auch wieder eine LSA-verbarrikadierte Trennlinie (Esplanade) zu überwinden. Noch geht das zwar, jedoch nicht barrierefrei via U-Bahntunnel. Aber auch das ist nicht die beste Lösung. Die beueme Brückenverbindung wurde ja 2005 zurückgebaut.) sind da keine Hilfe.

Zitat
PAD
Ich finde den Tunnel super, ich habe nie verstanden, warum nicht schon deutlich früher auf diese Idee gekommen ist.

Da lies dir mal die Begründungen zum bau der City-S-Bahn aus den 1960er/70er Jahren durch.

Der Tunnel wäre eine weitere Linie an der Innenstadt (=Bedarf) vorbei. Und wäre eine sehr teure ersatzlösung für etwas, was wir schon haben.

Wenn schon ein zweiter S-Bahntunnel als Alternativstrecke zur City-S-Bahn gebaut wird, dann bitte sollte diese auch Jungfernstieg bedienen, danch kann sie dann meinetwegen abweichen und weiter nördlich fahren.

Wichtiger aber wäre den Fahrgästen der Regionalbahnen (vor allem aus dem Süden, wo diese aus reinen Kapazitätsgründen nicht irgendwann durch eine S-Bahn ersetzt werden können) eine umsteigefreie Verbindung in die hamburger Innenstadt (=Jungfernstieg) zu bieten.

Nur DAS wird den Hauptbahnhof wesentlich entlasten.


Zitat
PAD
Dammtor – Uni/Grindelhof – Schlump – Ersatz für Holstenstraße – Altona/Diebsteich klang für mich immer nach eine sehr sinnvollen Sache mit guter Netzwirkung

1. haben wir das ja bereits in etwa
2. ist eine Aufsplittung (Altona/Diebsteich) eher problematisch als eine "gute Netzwirkung"


Zitat
PAD
, allerdings nur, wenn die Haltepunkte an der Verbindungsbahn bleiben und dem Regionalnetz zugeordnet werden.

Wäre eine Planung am Bedarf vorbei. Genau so etwas wollte man in den 70er jahren vermeiden und hat sich für die Trasse der City-S-Bahn entschieden.

Nun brauchen wir das noch einmal für den Reginalverkehr.






Zitat
PAD
Durch die Viergleisigkeit hätte man ja trotzdem Platz, damit ein ICE eine RB an der Holstenstraße oder Sternschanze Überholen kann.

Wozu?

Auf solchen Strecken wird allein zur Kapazitätsmaximierung Taktverkehr gefahren, d.h., alle Züge haben zwischen zwei Knoten (hier: Elmshorn und Hamburg Hbf) die gleiche Fahrzeit, egal ob sie zwischendrin halten oder nicht.
Re: Neubau Sternbrücke
29.11.2020 15:38
Keine potentielle Haltestellenumgebung in Hamburg hat soviel Fahrgastpotential, das ein Halt dort den Hbf wesentlich entlasten kann. Das gilt auch für Jungfernstieg, Altona etc. Wir haben schließlich keine Zentren mit Wolkenkratzern.

Das gesamtpotential der Innenstadt mag relevant sein, verteilt sich aber auf viele Haltestellen. Man sieht das auch an Aus- und Einsteigerzahlen. Die sind auch im Innenstadtbereich nur dann hoch, wenn es Umsteigeknoten sind, es sich also überwiegend nur um Umsteiger handelt. Die werden dann ja auch gleich doppelt gezählt, als Aussteiger des einen und Einsteiger des anderen Zuges.

Vermeintlich so wichtige Innenstadthaltestellen wie Mönckebergstraße werden in der Aus- und Einsteigerzahl sogar von mancher Haltestelle an der Walddörferbahn übertroffen.

Eine wirkliche Entlastung des Hauptbahnhofs ergibt sich nur, wenn Verknüpfungen zu anderen Linien geschaffen werden, und die Umsteigebedingungen dort besser als am Hbf sind. für die City-S-Bahn dürfte das am Jungfernstieg gelten, z.B. für einen zusätzlichen Regionalbahnhalt dort wäre es aber wohl kaum erreichbar.
Zitat
slhh
Keine potentielle Haltestellenumgebung in Hamburg hat soviel Fahrgastpotential, das ein Halt dort den Hbf wesentlich entlasten kann. Das gilt auch für Jungfernstieg, Altona etc. Wir haben schließlich keine Zentren mit Wolkenkratzern.


Es geht hier nicht um Wolkenkratzer, sondern darum, dass der Hbf dadurch entlastet wird, weil

1. die Fahrgäste diesen nicht mehr als einzigen Innenstadtbahnhof nutzen müssen, sondern direkt in diese (=Jungfernstieg) weiterfahren können. Die Fahrgäste gehen möglicherweise von dort auch weitere Fußwege in Richtung Stadthausbrücke, Gänsemarkt, Mönckebergstraße. Alleine von daher ist das gewünschte Potential am Jungfernstieg durchaus gegeben. Zum Dammtor sind die Wege erheblich weiter und durch die Trennwirkung der Esplanade im Prinzip versperrt.

2. Fahrgäste, die nach Hamburg wollen, nicht mehr zwangsweise am Hbf aussteigen (oder im Falle der Durchbindung nach Elmshorn via Verbindungsbahn) alternativ zu abseitig gelegenen Stationen fahren müssen. Wer von Süden kommt, wird kaum zum Dammtor fahren und von dort mit der U-Bahn weiter zum Jungfernstieg. In der direkten Umgebung Dammtors ist wenig los. Das gleiche gilt für Sternschanze, Holstenstraße und Diebsteich. Hier wird man nicht hinfahren, um dann gar mit Buslinien Richtung Altona zu fahren. Die genannten Stationen würden allenfalls aus Richtung Elmshorn genutzt. Wer vom Süden kommt, würde weiterhin Hbf umsteigen und somit den Bf überlasten.


Zitat
slhh
Das gesamtpotential der Innenstadt mag relevant sein, verteilt sich aber auf viele Haltestellen.

In erster Linie Jungfernstieg, natürlich auch Rathaus und Mönckebergstraße, mit Einschränkungen Gäsnemarkt und Stadthausbrücke und Hauptbahnhof.

Für den Regionalverkehr, der jetzt nur den Hauptabhnhof hat wäre am Jungfernstieg schon eine wichtige Entlastung, wichtiger jedenfalls als die anderen "Innenstadtstationen" Eine Feinverteilung, wie die City-S-Bahn das macht oder gar die U-Bahnlinien oder die Buslinien kann der Regionalverkehr nicht bieten.


Zitat
slhh
Man sieht das auch an Aus- und Einsteigerzahlen.

Diese sind, wie schon in einem anderen Thread erwähnt, sehr aussageschwach, da sie nicht angeben wer bzw. wieviele von wo nach wo fahren. In sofern kein Argument.

Zitat
slhh
Die sind auch im Innenstadtbereich nur dann hoch, wenn es Umsteigeknoten sind,


Logisch, da hier mehr Linien halten...

Zitat
slhh
es sich also überwiegend nur um Umsteiger handelt.

Was aus den Zahlen nicht hervorgeht/-gehen kann.


Zitat
slhh
Die werden dann ja auch gleich doppelt gezählt, als Aussteiger des einen und Einsteiger des anderen Zuges.

Daher die hohen Zahlen, die hier keine Rolle spielen bzw.: Es würden nach deiner Theorie, dann ja die Zahlen am Hbf sinken, was gewollt ist.

Zitat
slhh
Vermeintlich so wichtige Innenstadthaltestellen wie Mönckebergstraße werden in der Aus- und Einsteigerzahl sogar von mancher Haltestelle an der Walddörferbahn übertroffen.

Diese Aussage ist der beste Beweis dafür, dass die Fahrgastzahlen keine zielführende Aussagekraft haben, da es eben darauf ankommt, von wo nach wo die Fahrgäste wollen. Die Zahlen würden möglicherweise steigen, wenn auch andere Linienen via Mönckebergstraße führen (z.B. durch ständigen Linientausch am Berliner Tor), wenn der zweite Ausgang kommt oder gar die U3-Haltestelle unter den Hbf mit direkten Aufgängen zu allen Bahnsteigen gelegt werden würde.


Zitat
slhh
Eine wirkliche Entlastung des Hauptbahnhofs ergibt sich nur, wenn Verknüpfungen zu anderen Linien geschaffen werden,


Eben nicht nur. Auch dann, wenn wichtige Ziele umsteigefrei erreicht werden, auch mit einem kleinen Fußweg.


Zitat
slhh
und die Umsteigebedingungen dort besser als am Hbf sind.

Es reicht schon ähnlich gut, weil dann geringeres Gedränge entsteht.

Zitat
slhh
für die City-S-Bahn dürfte das am Jungfernstieg gelten, z.B. für einen zusätzlichen Regionalbahnhalt dort wäre es aber wohl kaum erreichbar.

Warum sollte das für den Regionalbahnhalt kaum erreichbar sein? Hier kommt es noch auf die genaue Lage drauf an. Aber ein Zugang würde mit Sicherheit an der Schalterhalle unterm Jungfernstieg vor dem Alstehaus liegen (Schalterhalle C ?). Von dort erreichte man alles gut, nur die U3 wäre etwas abgelegen. Und das ist bei der City-S-Bahn auch so.
Die Wege werden vielleicht nicht ultrakurz sein, aber ähnlich denen der meisten Umsteigestationen. Vor allem werden hier die Schnellbahnlinien in der Laufwegsmitte erreicht und nicht irgendwo am West-oder Ostast.

Wie gesagt das Gros der Fahrgäste mit Fahrziel Innenstadt und Altona muss am HBF dann nicht mehr umsteigen. Das wäre im Falle der Führung via Verbindungsbahn anders, zumindest für diejenigen, die vorher den HBF erreichen.
Da war scheinbar eine Anhörung im Rathaus? Die taz berichtet hier und kommentiert hier
NVB
Re: Neubau Sternbrücke
21.12.2020 20:40
Zitat
christian schmidt
Da war scheinbar eine Anhörung im Rathaus? Die taz berichtet hier und kommentiert hier


Ist schon heftig, was da abgeht, wie in einer Bananenrepublik. Der Senat macht, was er will und nebenbei werden die Gegner mit Wohltaten "gekauft". Und alles nur, um eine möglichst breite Straße mit möglichst ungestörtem Autoverkehr zu bekommen und der Deutschen Bahn die Reparaturkosten für die alte Brücke zu ersparen.
Ich wuerde da aber mal die Kirche im Dorf lassen. Bananenrepublik bedeutet doch dass die handelnden Personen korrupt sind, und nur fuer das Projekt sind weil bestochen sind bzw. sonstige persoehnliche Vorteile davon haben. Ausserdem haben sie nun wirklich das Recht solche Entscheidungen zu treffen, denn sie sind gewaehlt - und wenn dir diese Entscheidungen nicht passen kannste ja jemand anders waehlen.

Und die Klubs haben von Anfang an gesagt es geht ihnen um ihre Existenz. Warum soll die Stadt da nicht versuchen was zu machen? Wem waere denn geholfen wenn die Stadt da nichts getan haette?
Re: Neubau Sternbrücke
22.12.2020 08:42
Danke christian,

was die Clubs betrifft, wurde mit denen schon beizeiten kommuniziert, dass die Räume auch bei einer Sanierung nicht mehr zur Verfügung stehen, da sie zur Erhöhung der Standsicherheit verfüllt werden müssen.
Diese Tatsache haben einige Medien leider nicht so weitergegeben.

Gruß
NVB
Re: Neubau Sternbrücke
22.12.2020 11:30
Zitat
christian schmidt
... Bananenrepublik bedeutet doch dass die handelnden Personen korrupt sind, und nur fuer das Projekt sind, weil sie bestochen sind bzw. sonstige persoehnliche Vorteile davon haben. ...


Ist das so? Das wollte ich jedenfalls nicht behaupten. Allerdings wenden diese genannten Politiker nicht den versprochenen Schaden von ihrem Volk ab, wenn sie einen Neubau forcieren, den sie mit (knappem) Steuergeld zur Hälfte mitbezahlen müssen, weil die Bahn ihre Brücken gerne verfallen lässt, um die Sanierungskosten zu sparen.

Und mit dem Umweltschutzgedanken kann es auch nicht weit her sein, wenn in Hamburg das Wichtigste breite Straßen mit oft noch Parkstreifen sind. Warum soll die Allgemeinheit dafür bezahlen? Es geht also primär gar nicht um die Brücke, sondern um die rigorose Durchsetzung völlig veralteter und umweltschädlicher Grundsätze von vorgestern.
Zitat
NVB
Zitat
christian schmidt
Da war scheinbar eine Anhörung im Rathaus? Die taz berichtet hier und kommentiert hier


Ist schon heftig, was da abgeht, wie in einer Bananenrepublik. Der Senat macht, was er will und nebenbei werden die Gegner mit Wohltaten "gekauft". Und alles nur, um eine möglichst breite Straße mit möglichst ungestörtem Autoverkehr zu bekommen und der Deutschen Bahn die Reparaturkosten für die alte Brücke zu ersparen.

Es ist schon erschreckend, welche Vorstellung einige Forumsteilnehmer von Demokratie haben. Motto: Wenn ich meinen Willen nicht bekomme, dann ist das keine Demokratie sondern Bananenrepublik.

Daher muss ich entschieden widersprechen. Hier liegt sogar ein Paradebeispiel funktionierender und vorbildlicher Demokratie vor.

Demokratie heißt, dass Ausgleiche und Lösungen gefunden werden von den gewählten Vertretern. Und genau das ist hier passiert. Das übergeordnete Interesse einer Verkehrswende und leistungsfähiger Verkehrswege kollidiert mit dem Wunsch der Clubs nach Fortbestand und mit den architektonischen Vorstellungen der Anwohner.

Die Politik findet eine Lösung für die Clubs und lindert die architektonische Wirkung der Brücke, indem sie ein ebenso großes Gebäude daneben setzt.

Was sie aber nicht macht ist, Partikularinteressen über die Interessen des Gemeinwohls zu stellen. Was will man mehr?
NVB
Re: Neubau Sternbrücke
23.12.2020 00:52
Zitat
Neu Wulmstorf
... Hier liegt sogar ein Paradebeispiel funktionierender und vorbildlicher Demokratie vor. Demokratie heißt, dass Ausgleiche und Lösungen gefunden werden von den gewählten Vertretern. Und genau das ist hier passiert. Das übergeordnete Interesse einer Verkehrswende und leistungsfähiger Verkehrswege kollidiert mit dem Wunsch der Clubs nach Fortbestand und mit den architektonischen Vorstellungen der Anwohner. ...


Wie bitte? Wo ist denn hier die Verkehrswende und was hat das mit leistungsfähigen Verkehrswegen zu tun? Auto über alles?
Moin,

Zitat
Neu Wulmstorf

Es ist schon erschreckend, welche Vorstellung einige Forumsteilnehmer von Demokratie haben. Motto: Wenn ich meinen Willen nicht bekomme, dann ist das keine Demokratie sondern Bananenrepublik.
und
Zitat
Neu Wulmstorf
Daher muss ich entschieden widersprechen. Hier liegt sogar ein Paradebeispiel funktionierender und vorbildlicher Demokratie vor.

Demokratie heißt...


danke für dein deutliches Statement.

Dieser ruppige Umgang mit "Sprach-Brutalität" stellt Alltagsbanalitäten (und nichts anderes ist der Brückenaustausch) auf eine Stufe mit Machtstrukturen der Drogenkartelle in Mittelamerika oder den Niederschlagungsmechanismen gegen Demokratiebewegungen (Weißrussland usw.).
Wohin willst du, NVB, denn sprachlich eskalieren, wenn du echte Missstände beschreibst?

Es gibt bei Abwägungsprozessen immer mehr als eine richtige Sichtweise und es besteht immer "die Gefahr", dass d. Andere Recht haben könnte...
Re: Neubau Sternbrücke
23.12.2020 14:54
@ Sonnabend In Verbindung mit Neu Wulmstorf eine Punktlandung!
Vielen Dank, ich hoffe da auch um mehr Sachlichkeit und eine behutsame Verwendung des geschriebenen Wortes.

Frohes Fest!
NVB
Re: Neubau Sternbrücke
23.12.2020 15:50
Ich habe schon geschrieben, dass ich mit Bananenrepublik nicht Korruption unterstellen wollte. Und ich darf darin erinnern, dass im Jahre 1984 das Kürzel BRD als "Bananenrepublik Deutschland" umgedeutet wurde und Bananenrepublik auch das Wort des Jahres war.


Und zu Eurer Lobhudelei Demokratie: Von wegen "nur" Brückenaustausch, es gab zu keiner Zeit eine Bürgerbeteiligung zu diesem Monsterbrückenneubau, obwohl eine Sanierung dieses Denkmals möglich und sinnvoll wäre. Die Bezirksamtsleiterin stößt die Anwohner mit den Worten "Der Drops ist gelutscht" vor den Kopf. Das ist in meinen Augen keine Demokratie, sondern Verachtung des Bürgerwillens. Die Züge haben von der Monsterbrücke keinerlei Vorteile, denn es geht mal wieder wie sonst auch in Hamburg um breitere Straßen für den ach so wichtigen Autoverkehr.

Die Monsterbrücke ist rausgeworfenes Steuergeld und kein Umdenken, sondern ein Festhalten an einer längst überholten Verkehrspolitik und schon gar keine "Alltagsbanalität"! Schon mal was von Klimawandel gehört?
Zitat
NVB
es gab zu keiner Zeit eine Bürgerbeteiligung zu diesem Monsterbrückenneubau, obwohl eine Sanierung dieses Denkmals möglich und sinnvoll wäre. Die Bezirksamtsleiterin stößt die Anwohner mit den Worten "Der Drops ist gelutscht" vor den Kopf. Das ist in meinen Augen keine Demokratie, sondern Verachtung des Bürgerwillens.

Das ist sehr wohl Demokratie. Denn in der Demokratie ergibt sich der Bürgerwille nicht aus Beteiligung einiger die sich für eine bestimmte Sache interessieren, sondern aus Wahlen und Volksabstimmungen. Die Bezirksamtsleiterin ist demokratisch gewählt und darf innerhalb von Recht und Gesetz ihren Job so machen wie sie es für am besten hält.

Ich mache auch so einige Bürgerbeteiligungen (allerdings nicht in Deutschland). Ich mache sie auch gerne, zum einen weil es mir Spaß bringt meine Arbeit mit interessierten Leuten zu diskutieren, zum anderen weil es meisten auch einige Kommentare gibt die uns Planern zu denken geben, die Sachen aufzeigen an die wir nicht gedacht haben. Aber es gibt auch immer viele Kommentare die einfach nur für den Müll sind.

Aber wie Sonnabend schon schrieb, wie willst du zwischen Deutschland und echten Diktaturen unterscheiden, wenn du behauptest dass hier ist "keine Demokratie"? Wenn die vom Volk dazu gewählten Entscheidungsträger Entscheidungen nach Gesetz und Ordnung treffen, dann ist dass Demokratie, auch wenn ich die es für eine falsche Entscheidung halte. Und zu behaupten dass es "Verachtung des Bürgerwillens" ist, ist meiner Meinung nach eine Beleidigung der dem demokratischen Grundordnung und Missbrauch der Freiheit die diese liefert.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.12.2020 19:09 von christian schmidt.
Moin

Zitat
NVB
Und ich darf darin erinnern, dass im Jahre 1984 das Kürzel BRD als "Bananenrepublik Deutschland" umgedeutet wurde und Bananenrepublik auch das Wort des Jahres war.

Ja, und zwar von denselben Leuten, denen wir so tiefe Erkenntnisse wie "Wer früher stirbt, ist länger tot" und Ähnliches verdanken.
Und natürlich laden dreibuchstabige Abkürzungen geradezu zu Umdeutungen ein...

Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches (besinnt euch!) Fest.
NVB
Re: Neubau Sternbrücke
23.12.2020 17:59
Zitat
christian schmidt
... Das ist sehr wohl Demokratie. Denn in der Demokratie ergibt sich der Bürgerwille nicht aus Beteiligung einiger die sich für eine bestimmte Sache interessieren, sondern aus Wahlen und Volksabstimmungen. Die Bezirksamtsleiterin ist demokratisch gewählt und darf innerhalb von Recht und Gesetz ihren Job so machen wie sie es für am besten hält. ...


Nein, so einfach kommst Du nicht davon! Es gab ein Gutachten, was die Sanierung der Brücke gutgeheißen hat und das Ergebnis wurde von der Politik zwei Jahre lang verschwiegen. Da Hamburg ein Laienparlament hat, wäre es zumindestens guter Stil gewesen, auf die Fachleute zu hören und die Lösungen zu diskutieren. Und auch das gehört zur Demokratie.

Ist hier alles nicht passiert und deshalb halte ich persönlich die gesamten Vorgänge um die Brücke für höchst fragwürdig. Sauber und im Sinne der Bevölkerung geht anders, abgesehen davon, dass die nue Brücke objektiv zwei Nummern zu groß ist und die alte ein Denkmal, was man durch die Unterdrückung des Gutachtens abservieren wollte.
Zitat
NVB

Nein, so einfach kommst Du nicht davon! Es gab ein Gutachten, was die Sanierung der Brücke gutgeheißen hat und das Ergebnis wurde von der Politik zwei Jahre lang verschwiegen. Da Hamburg ein Laienparlament hat, wäre es zumindestens guter Stil gewesen, auf die Fachleute zu hören und die Lösungen zu diskutieren. Und auch das gehört zur Demokratie.

Ist hier alles nicht passiert und deshalb halte ich persönlich die gesamten Vorgänge um die Brücke für höchst fragwürdig. Sauber und im Sinne der Bevölkerung geht anders, abgesehen davon, dass die nue Brücke objektiv zwei Nummern zu groß ist und die alte ein Denkmal, was man durch die Unterdrückung des Gutachtens abservieren wollte.

Wir haben in Hamburg die offenste Verwaltung die die Stadt jemals hatte, du kannst mehr Dokumente einsehen und dich an mehr Beteiligungen beteiligen als jemals zuvor. Deshalb finde ich die Kritik am Verfahren wirklich Jammern auf hohem Niveau. 'Guter Stil' ist ja wenigstens ein anderer Ton.

Und ja, da wurde getrickts, die taz schreibt ja z.B. dass die SPD versucht hat ein paar Pluspunkte auf Kosten der GAL zu sammeln. Kritik an der DB kann ich auch gut verstehen, denn deren Verfahren sind viel weniger transparent oder kommunikativ als die der Stadt. Die Bezirksamtsleiterin anzumachen weil sie den Buergern die Fakten sagt weiniger.

Und gibt auch Fachleute die die Loesung unter den Rahmenbedingungen als beste der Alternativen bezeichneten, und ich finde dass zwar nicht korrekt, aber auch nachvollziehbar wie man zu diesem Ergebnis kommen kann. Insbesondere haette ich mir gewuenscht dass man *jetzt* mehr zur Verkehrsvermeidung in diesen Wohnstrassen (und dass sind die Strese und die Allee ja) machen wuerde, andererseits hilft die vorgeschlagene Loesung ja auch den Rad- und Busfahrern, und schliesst eine weitere Umverteilung des Strassenraums in der Zukunft nicht aus.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.12.2020 19:30 von christian schmidt.
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