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hvv Any (check-in; be-out System des hvv)
geschrieben von flor!an 
Scheinbar startet der hvv bald "hvv Any" also dem System, bei dem man sich bei Fahrantritt in das Fahrzeug einchecked und dann beim verlassen automatisch ausgechecked wird. Zumindest gibt es eine Projektwebseite dafür: [www.hochbahn.de]
kenne das aus Amsterdam. Eigentlich nicht schlecht. Frage mich nur immer ob man sowas einfaches nicht wieder ,typisch deutsch, verkompliziert und verwässert.
Das zücken von Zahlungskarten beim Bezahlvorgang ist in anderen Ländern ja auch kein Ding, hier unmöglich. Lieber hundert mal den Euro durch den Automaten rauschen lassen und den Busfahrer zum Geldwechsler werden lassen.
Zitat
flor!an
Scheinbar startet der hvv bald "hvv Any" also dem System, bei dem man sich bei Fahrantritt in das Fahrzeug einchecked und dann beim verlassen automatisch ausgechecked wird. Zumindest gibt es eine Projektwebseite dafür: [www.hochbahn.de]

Die Projektseite gab es auch schon vor dem Relaunch.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Wenn so was in Hamburg eingeführt wird, würde es kaum jemand benutzen. Also sind die Kosten pro Fahrgast hoch. Also wird versucht es billiger zu machen. Also funktioniert es nicht so gut. Also benutzt es kaum jemand...

Spaß beiseite, das ernsthafte Problem ist dass sowas vielleicht in Amsterdam oder London für die meisten Fahrgäste besser ist als was es vorher gab und deshalb von Nutzen ist. In Hamburg, wo die meisten Fahrgäste Dauerkarten haben ist es nicht besser als vorher. Denn wenn ich sowieso schon eine Fahrkarte habe, warum soll ich dann noch einchecken?

Vielleicht sollten wir alle mehr Schwarzfahren, dann würde es sich für den HVV lohnen an allen Haltestellen wieder Sperren einzurichten, und wenn man dann sowieso einchecken muss, würde sich auch so eine Oystercard lohnen!
Zitat
christian schmidt
Wenn so was in Hamburg eingeführt wird, würde es kaum jemand benutzen. Also sind die Kosten pro Fahrgast hoch. Also wird versucht es billiger zu machen. Also funktioniert es nicht so gut. Also benutzt es kaum jemand...

Spaß beiseite, das ernsthafte Problem ist dass sowas vielleicht in Amsterdam oder London für die meisten Fahrgäste besser ist als was es vorher gab und deshalb von Nutzen ist. In Hamburg, wo die meisten Fahrgäste Dauerkarten haben ist es nicht besser als vorher. Denn wenn ich sowieso schon eine Fahrkarte habe, warum soll ich dann noch einchecken?

Vielleicht sollten wir alle mehr Schwarzfahren, dann würde es sich für den HVV lohnen an allen Haltestellen wieder Sperren einzurichten, und wenn man dann sowieso einchecken muss, würde sich auch so eine Oystercard lohnen!

Viele, die derzeit die HVV-App zum Kauf von Einzel- und Tageskarten nutzen, werden das neue Angebot gerne nutzen. Immer der niedrigste Preis innerhalb des Bartarifs und gleichzeitig keine Tarifkenntnisse mehr erforderlich: Das ist schon attraktiv für Gelegenheitskunden mit Smartphone.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Zitat
Der Hanseat
Viele, die derzeit die HVV-App zum Kauf von Einzel- und Tageskarten nutzen, werden das neue Angebot gerne nutzen. Immer der niedrigste Preis innerhalb des Bartarifs und gleichzeitig keine Tarifkenntnisse mehr erforderlich: Das ist schon attraktiv für Gelegenheitskunden mit Smartphone.

Für den ersten Teil (immer der niedrigste Preis) bräuchte es keine komplizierte Technik zum Ein- und Auschecken, sondern nur ein kleines Update der App: Der Fahrgast kauft seine Einzelkarten wie bisher, und sobald der Preis einer Tageskarte erreicht ist, wandelt sich das Ticket in der App automatisch in eine Tageskarte um.

Das ließe sich mit wenig Programmieraufwand umsetzen, würde den Komfort für Gelegenheitsfahrgäste enorm erhöhen und wäre gleichzeitig ein Anreiz für Kunden, auf den Ticketkauf per App umzusteigen. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

______

metrobits.org
Wie viele "Gelegenheitsfahrgäste" haben denn eine die HVV-App?
In der heutigen Zeit? Wahrscheinlich 80%
Als Touri, oder Gelegenheitsfahrgast habe ich immer die entsprechende App meiner Zielstadt auf dem Handy.
Zitat
Mike
Zitat
Der Hanseat
Viele, die derzeit die HVV-App zum Kauf von Einzel- und Tageskarten nutzen, werden das neue Angebot gerne nutzen. Immer der niedrigste Preis innerhalb des Bartarifs und gleichzeitig keine Tarifkenntnisse mehr erforderlich: Das ist schon attraktiv für Gelegenheitskunden mit Smartphone.

Für den ersten Teil (immer der niedrigste Preis) bräuchte es keine komplizierte Technik zum Ein- und Auschecken, sondern nur ein kleines Update der App: Der Fahrgast kauft seine Einzelkarten wie bisher, und sobald der Preis einer Tageskarte erreicht ist, wandelt sich das Ticket in der App automatisch in eine Tageskarte um.

Das ließe sich mit wenig Programmieraufwand umsetzen, würde den Komfort für Gelegenheitsfahrgäste enorm erhöhen und wäre gleichzeitig ein Anreiz für Kunden, auf den Ticketkauf per App umzusteigen. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Ganz so einfach ist es nicht. Angenommen ich kaufe regelmäßig an einer Haltestelle im Großbereich eine Tagekarte für den Großbereich. Welcher Zeitkarte entspricht das? Zwei Zonen? Großbereich?
Zitat
Neu Wulmstorf
Angenommen ich kaufe regelmäßig an einer Haltestelle im Großbereich eine Tagekarte für den Großbereich. Welcher Zeitkarte entspricht das? Zwei Zonen? Großbereich?

Gar keiner. Laut Projektseite geht es nur darum, Einzelkarten zu Tagestickets zusammenzufassen. Der logische nächste Schritt (Tageskarten zu Monatskarten zusammenfassen) wird anscheinend komplett ignoriert.
Zitat
Sören
[.......Der logische nächste Schritt (Tageskarten zu Monatskarten zusammenfassen) wird anscheinend komplett ignoriert.
Dann ist das aber ziemlich sinnlos. In den allermeisten Fällen werden die Leute doch wohl wissen, wie viele Fahrten sie im Laufe des Tages machen werden und sich entsprechende Fahrkarten kaufen. Einen echten Wert hätte die App erst, wenn Fahrkarten auch über längere Zeiträume kumuliert wie Zeitkarten abgerechnet würden.
Zitat
Neu Wulmstorf
Ganz so einfach ist es nicht. Angenommen ich kaufe regelmäßig an einer Haltestelle im Großbereich eine Tagekarte für den Großbereich. Welcher Zeitkarte entspricht das? Zwei Zonen? Großbereich?

Hamburg AB
Zitat
Sören
Zitat
Neu Wulmstorf
Angenommen ich kaufe regelmäßig an einer Haltestelle im Großbereich eine Tagekarte für den Großbereich. Welcher Zeitkarte entspricht das? Zwei Zonen? Großbereich?

Gar keiner. Laut Projektseite geht es nur darum, Einzelkarten zu Tagestickets zusammenzufassen. Der logische nächste Schritt (Tageskarten zu Monatskarten zusammenfassen) wird anscheinend komplett ignoriert.

In London schaffen sie schon Wochenfahrkarten. Weiteres scheint aber nicht in Planung.

Aber selbst weekly caps sind schon problematisch. Mal ein Beispiel: Du fährst in einer Woche an 4 Tagen insgesamt 15 verschiedene kürzere Strecken innerhalb von Hamburg, aber am Sonnabend nach Stade und zurück. Am günstigsten wäre eindeutig eine Wochenkarte Hamburg AB (29,60€) plus zwei Ergänzungskarten für 3 Ringe (2x4,80€). Sowas kann aber, wenn ich das richtig sehe, selbst London nicht, da kann nur auf die Wochenkarte die alle Fahrten einschließt, zusammengefasst werden - hier also Wochenkarte für 5 Ringe für 59,30€.

In diesem Beispiel kann ich als Mensch mit einem Blick erkennen was scheinbar am günstigsten ist. Der Kollege Computer müsste alle Möglichkeiten durchrechnen, und ich bin mir noch nicht mal sicher ob das selbst für dieses einfachen Beispiel möglich wäre. Bei hunderttausenden von Fahrgästen, die jeden Monat zig-Millionen von Fahrten machen, alle möglichen Kombinationen durchrechnen - sicher unmöglich.
Zitat
christian schmidt
Aber selbst weekly caps sind schon problematisch. Mal ein Beispiel: Du fährst in einer Woche an 4 Tagen insgesamt 15 verschiedene kürzere Strecken innerhalb von Hamburg, aber am Sonnabend nach Stade und zurück. Am günstigsten wäre eindeutig eine Wochenkarte Hamburg AB (29,60€) plus zwei Ergänzungskarten für 3 Ringe (2x4,80€). Sowas kann aber, wenn ich das richtig sehe, selbst London nicht, da kann nur auf die Wochenkarte die alle Fahrten einschließt, zusammengefasst werden - hier also Wochenkarte für 5 Ringe für 59,30€.

In diesem Beispiel kann ich als Mensch mit einem Blick erkennen was scheinbar am günstigsten ist. Der Kollege Computer müsste alle Möglichkeiten durchrechnen, und ich bin mir noch nicht mal sicher ob das selbst für dieses einfachen Beispiel möglich wäre. Bei hunderttausenden von Fahrgästen, die jeden Monat zig-Millionen von Fahrten machen, alle möglichen Kombinationen durchrechnen - sicher unmöglich.

Das Rechnen sollte für Computer nicht das Problem sein, das ist ja gerade deren Stärke. Die Frage ist eher, was für den Fahrgast wünschenswert und vor allem auch nachvollziehbar ist. Wahlmöglichkeiten für den Fahrgast und/oder mehrfache Umwandlungen wären denkbar, machen das ganze aber wieder komplizierter.

Der eigentliche Punkt ist aber: auch mit dem Technik-Overkill zum Ein- und Auschecken geht das Umwandeln keinen Deut besser, wenn ich nicht irre. Also könnte man das Umwandeln zumindest bis zur Tageskarte unabhängig davon einführen oder sich die Technik zum Ein-/Auschecken ganz sparen.

______

metrobits.org
Zitat
Mike


Das Rechnen sollte für Computer nicht das Problem sein, das ist ja gerade deren Stärke.
Das beweifel ich. Ist Geofox nicht auch ein Computer? Was werden da manchmal für seltsame Wege empfohlen? Ich teile Christians bedenken. Gerade wenn es mal wieder Störungen im Netz gibt, nimmt man ja vielleicht doch andere Wege statt den SEV. Ich denke es gibt auch Verbindungen wo es kürzer ist umzusteigen, statt sitzen zu bleiben. Das wäre für den Computer dann auch unlogisch.
Zitat
Kirk
Das beweifel ich. Ist Geofox nicht auch ein Computer? Was werden da manchmal für seltsame Wege empfohlen?

Geofox ist wohl eher eine Software als ein Computer. Auch sonst halte ich den Analogieschluss für unangebracht.

______

metrobits.org
Zitat
Mike
Zitat
Kirk
Das beweifel ich. Ist Geofox nicht auch ein Computer? Was werden da manchmal für seltsame Wege empfohlen?

Geofox ist wohl eher eine Software als ein Computer.

naja auch "der Computer" braucht ja ein Programm....
Zitat
Mike
Das Rechnen sollte für Computer nicht das Problem sein, das ist ja gerade deren Stärke.

Naja, schon. Aber wenn jede weitere Fahrt nicht nur 1-2 weitere Rechenschritte bedeutet (=ist die Tageskarte/Wochenkarte der weitesten Strecke erreicht), sondern ganz viele (=welche Kombination aller möglichen Fahrkarten ist für all diese Fahrten am besten) dann wird das auch ganz, ganz schnell zu viel.

Wie Schwandl's Blog sehr schön beschreibt, Oystercard schafft es jetzt schon oft nicht kompliziertere (Rund-)Fahrten zu verstehen und richtig abzurechnen.
Nun, ich bin zwar kein Informatiker, aber für solche Zwecke (mehrere Möglichkeiten parallel und nicht nacheinander durchrechnen) sollten sich Quantencomputer recht gut eignen. Warten wir mal ab, wann diese kommerziell einsatzbereit sind.

Einfacher wäre es natürlich, wenn für "hvv Any" ein anderes, vereinfachtes strikt entfernungsabhängiges Tarifsystem genutzt wird, welches mit Entfernungspunkten arbeitet. Kurzstrecke kostet weniger Punkte als z.B. Pinneberg - Harburg.

Jede Strecke kostet erstmal eine fest definierte Anzahl an "Punkten", die zuerst sofort vom Punktekonto (Karte oder App) abgebucht werden.

Am Monatsende werden anschließend die Rabatte berechnet und wieder als Punkte auf der Karte gutgeschrieben.

Rabatte wären sowas wie:
- verschiedene Preisstufen je Gesamtentfernungspunkte (regressiv stufenlos bis monatl. Maximalpunkteverbrauch / häufige Nutzung = höhere Punktegutschrift)
- Senioren, Schüler, Bedürftige: feste prozentuale Gesamtermäßigungen problemlos abbildbar

Zeitkarten ("Prepay") werden so im Direktvergleich überflüssig bzw. unattraktiv weil unflexibel, wären aber trotzdem noch abbildbar.

Bei entsprechender Bonität kann das Punktekonto bis Monatsende ins Minus gehen und wird nach Abrechnung ausgeglichen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.09.2021 13:52 von Boombastic.
Um der weiteren Diskussion wegen der Berechnung hier mal entgegenzuwirken: Für solch einen Fall braucht man bei weitem keine Quantencomputer.
Ich bin selbst ITler im Großkonzern und derartige Systeme lassen sich ohne Probleme mit ganz einfachen Servern lösen. Zumal die Berechnungen ja nicht in Echtzeit erfolgen müssen, sondern beispielsweise auch einfach über Nacht durchgerechnet werden können. Die Berechnungen wären auch nur einfache Vergleiche und Multiplikationen, das geht schnell. Da gibt es deeeeutlich kompliziertere Fälle als so ein System.
Da muss man sich keine Sorgen machen, wenn man das will, kann man das auch umsetzen. Man muss es eben nur wollen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.09.2021 17:06 von mrPK96.
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