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Talent 2 - welche subjektiven Erfahrungen gibt es?
geschrieben von talent_x 
Hallo Bahnfreunde,

wie ihr evtl. schon mitbekommen habt gibt es bei der DB-Regio in Bayern ein bemerkenswertes technisches Problem mit der "Hamsterbacke" aus Henningsdorf (Bombardier TALENT 2), das angeblich in keinem anderen Netz auftritt:

ztw. heftige Vibrationen/Ruckbewegungen in Fahrtrichtung.

Hat jemand von euch Erfahrungen? Evtl. mit leichten Vibrationen?

Grüße vom talent_x
Zitat
talent_x
ztw. heftige Vibrationen/Ruckbewegungen in Fahrtrichtung.

Hallo zusammen,

in Oberbayern bin ich inzwischen recht häufig in Talent 2 gefahren, und das Ruckeln ist mir jedes Mal aufgefallen.

Nach meiner Erinnerung tritt das Ruckeln besonders stark im Teillastbereich und insbesondere bei Doppeltraktionen auf - mitunter derart unangenehm, dass einem davon ernsthaft übel werden kann. An ein entspanntes Fahren ist jedenfalls nicht zu denken.

Hier in der Region bin ich noch zu selten in Talent 2 mitgefahren, in Doppeltraktionen nur während der S-Bahn-Sperrung auf der Stadtbahn vor einigen Wochen. Grundsätzlich ist mir dabei aber auch hier ein störendes Längsruckeln aufgefallen, in der Tat aber nicht so stark. In anderen Netzen hatte ich bisher nicht das "Vergnügen".

Viele Grüße
Manuel
Bin im März mit der Werdenfelsbahn unterwegs gewesen, Talent2-Doppeltraktion. Kann mich an ein Ruckeln nicht erinnern. Dass an ein entspanntes Fahren "nicht zu denken" gewesen sei, erfahre ich erst ein halbes Jahr später hier im Forum.
Ich bin im Januar dieses Jahres auch mit der Werdenfelsbahn gefahren. Ebenso schon häufig in hiesigen Gefilden. Ein Längsruckeln ist mir nie aufgefallen.

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Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Unterschiedlich (bin nur auf der Stadtbahn gefahren), aber jetzt nicht wirklich ein Anlaß zur Sorge.
Ich fand eher das Bremsen etwas unsensibel.
Da mir das bei Fahrten hier in der Region auch nicht aufgefallen ist, vermute ich mal, dass es vor allem bei bestimmten Lastfahrten und Infrastrukturen auftritt. Wäre mal spannend zu verfolgen...
Hallo,

das Längsruckeln kannte ich bisher nur von der S-Bahnbaureihe 481/82 aus der Anfangsphase des Einsatzes in Berlin. Das hatte damals seine Ursache in Softwareunterschieden bei den einzelnen Viertelzügen. Dadurch liefen die Beschleunigungs- und Bremsphasen nicht synchron.
Was mich viel mehr stört sind die viel zu harten und unbequemen Sitze in diesen Zügen. Eine Tour wie von Hennigsdorf nach Potsdam wird seither nur noch mit dem personengebundenen Ersatzverkehr gefahren.
Saubequem sage ich Euch...

Gruß O-37
Ich bin im September auf der RE9 (MV) mit dem Talent 2 von Bergen auf Rügen nach Binz gefahren. Und außerdem bin ich im Mai in Hessen mit dem SE 40 (Mittelhessen-Express) von Gießen nach Frankfurt/M. gefahren. Beides mal fiel mir das nicht auf...

Gruß fairsein
Bin von Zwickau nach Halle gefahren mit einem Talent 2. Und mir fiel auch nix auf.
Bin öfters mal auf der Stadtbahn unterwegs mit dem Ding, ich find's nicht so schön und ja, die Sitze sind ne Abschäulichkeit... Aber vom Ruckeln habe auch ich nichts gemerkt...

Wer weiß - vielleicht kommt das noch mit der Zeit? Unsere Züge standen ja ewigkeiten nur doof in der Gegend rum... Da sind sie evtl. noch nicht so "eingefahren"... ;-)

LG: Metropolitan
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"Oftmals sich wiegen und danach leben, wird Dir lange Gesundheit geben."
Zitat
fairsein
Ich bin im September auf der RE9 (MV) mit dem Talent 2 von Bergen auf Rügen nach Binz gefahren.

Da fuhren im September Talent 2 ?
Also das muss dann aber eine Ausnahme gewesen sein. Planmäßig verkehren dort ja Flirt.

Gruß
PEG 650.08
Ich war die gesamte vergangene Woche auf Rügen. Insgesamt vier Mal war ich an der Strecke und habe jedes Mal einen Talent-II gesehen. Scheint also derzeit eher die Regel zu sein.





An ein besonderes Ruckeln kann ich mich nicht erinnern, weder in Berlin/Brandenburg, noch bei der S-Bahn Mitteldeutschland, noch im Werdenfelsnetz.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Bisher ist mir noch kein Längsruckeln im Talent2 aufgefallen.

Die längste Strecke, die ich dabei gefahren bin, war Doberlug-Kirchhain–Königs Wusterhausen (mit Umsteigen in Calau (Niederlausitz)). Ansonsten habe ich diesen Zugtyp nur zwischen Hennigsdorf (b Berlin) und Oranienburg genutzt.

Schade finde ich allerdings den schlechten bis unmöglichen GPS-Empfang in diesen Zügen. Ist zwar nicht lebenswichtig für den Fahrgast, aber schon interessant, nachzuverfolgen, wo genau man grade ist.
Dass GPS-Empfang auch in neuen Zügen möglich ist, habe ich neulich auf der RB51 bei den dort vorübergehend eingesetzten Zügen (verschiedene LINT-Varianten, wenn ich richtig recherchiert habe) gemerkt.
Der RE9 braucht planmäßig 5 FLIRT und hat daher kein Reservefahrzeug.
Fällt einer der FLIRT aus, wurde zumindest früher der Pendel Saßnitz - Lietzow - Binz gerne mit einem anderen Fahrzeug gefahren, auch weil wegen der geringeren Fahrgastzahl und Streckengeschwindigkeit ggf auch ein 628 oder 642 ausreicht.
Zitat
Blaschnak
Da mir das bei Fahrten hier in der Region auch nicht aufgefallen ist, vermute ich mal, dass es vor allem bei bestimmten Lastfahrten und Infrastrukturen auftritt. Wäre mal spannend zu verfolgen...

Hallo Blaschnak,

Medienberichten zufolge ist das auf der Werdenfelsbahn besonders stark u.a. auf dem etwa 11 Kilometer langen Abschnitt zwischen München-Pasing und Gauting aufgetreten. Genau das kann ich bestätigen.

Dort gibt es eine kleine, konstante Steigung (57 Meter Höhenunterschied auf die 11 Kilometer, also etwa 1:200 bzw. 5‰). Man kann also nicht beschleunigen und rollen lassen, sondern braucht eine konstante, kleine Zugkraft. Das scheint den Effekt stark zu begünstigen.

Anderen Medienberichten zufolge soll das Problem auch auf der Siegstrecke auftreten, die ein ähnliches Profil hat.

Bei einem Fahrprofil, das überwiegend aus (eher starkem) Beschleunigen und anschließendem Rollen besteht, merkt man davon nicht viel.

Viele Grüße
Manuel
Hallo,

Was mir am Talent 2 bisher negativ aufgefallen ist (und jedem, der ernsthaft Tests/Abnahmen durchgeführt hat, auch hätte auffallen müssen):

- Mülleimer ragen in den Beinbereich, aufgrund einer völlig unsinnigen Befestigung.
- sehr langsame Trittstufen (im Vergleich zu anderen Fahrzeugen)
- sehr lautes Tür-Piepsen (im Vergleich zu anderen Fahrzeugen)
- deutliches Schlingern bei Geschwindigkeiten über 120 km/h
- sprunghaft ansteigendes Fahr-/Windgeräusch bei Geschwindigkeiten über 120 km/h
- sehr ungleichmäßige Klimatisierung, bestimmte Plätze liegen mitten im kalten Wind
- durch Druckunterschiede pfeift es permanent durch die Ritzen der Führerraum-Tür, nervig auf den Plätzen direkt dahinter
- Steckdosen oben (statt unten) nutzt kaum jemand, weil man sie dort nicht erwartet

Und außerdem sehr ärgerlich (was man aber nicht Bombardier anlasten kann): Einsatz von 55cm-Zügen auf Strecken, wo vorwiegend 76cm-Bahnsteige anzutreffen sind und sogar neu in 76cm gebaut werden (siehe z.B. RE 7 Richtung Bad Belzig). Interessant wäre, ob die Barrierefreiheits-Vorgabe erfüllt ist, wenn zwar Bahnsteige barrierefrei sind und ebenso die Züge, aber beide nicht zueinander passen.

Viele Grüße
André
Ich bin nur einmal auf der Stadtbahn (Ostbahnhof -> Friedrichstraße) mit einem Talent 2 gefahren und mir persönlich ist nichts aufgefallen, ich finde Zug eigentlich ganz schön.

Gruß,
U-Bahnfuchs
Zitat


Hallo Blaschnak,

Medienberichten zufolge ist das auf der Werdenfelsbahn besonders stark u.a. auf dem etwa 11 Kilometer langen Abschnitt zwischen München-Pasing und Gauting aufgetreten. Genau das kann ich bestätigen.

Dort gibt es eine kleine, konstante Steigung (57 Meter Höhenunterschied auf die 11 Kilometer, also etwa 1:200 bzw. 5‰). Man kann also nicht beschleunigen und rollen lassen, sondern braucht eine konstante, kleine Zugkraft. Das scheint den Effekt stark zu begünstigen.

Anderen Medienberichten zufolge soll das Problem auch auf der Siegstrecke auftreten, die ein ähnliches Profil hat.




Bei einem Fahrprofil, das überwiegend aus (eher starkem) Beschleunigen und anschließendem Rollen besteht, merkt man davon nicht viel.

Viele Grüße
Manuel

Das erinnert mich stark daran dass der Tempomat nicht ganz ausgereift ist. Um die Geschwindigkeit konstant zu halten beschleunigt der 442 mal ein klein wenig, fängt dann leicht zu bremsen an und beschleunigt im nächsten Moment wieder. Dadurch entstehen Ruckbewegungen wie beschrieben. Leicht aber merklich. Vielleicht bringt das Licht ins Dunkel...
Zitat
andre_de
Und außerdem sehr ärgerlich (was man aber nicht Bombardier anlasten kann): Einsatz von 55cm-Zügen auf Strecken, wo vorwiegend 76cm-Bahnsteige anzutreffen sind und sogar neu in 76cm gebaut werden (siehe z.B. RE 7 Richtung Bad Belzig). Interessant wäre, ob die Barrierefreiheits-Vorgabe erfüllt ist, wenn zwar Bahnsteige barrierefrei sind und ebenso die Züge, aber beide nicht zueinander passen.
Auf meine letzte Anfrage zu diesem Thema (Bf Prenzlau) an den VBB wurde sinngemäß geantwortet: DB StuS wird sich schon etwas dabei gedacht haben und die Bahnsteighöhe würde ja vereinheitlicht...
Dass Mecklenburg-Vorpommern bereits vorher auf 55cm vereinheitlicht hat und wegen der begrenzten Bahnsteiglängen dauerhaft 55cm-Doppelstockzüge eingesetzt werden müssten hat man ignoriert.

In Lichterfelde Ost hat nach meinen Infos bisher auch nie ein einziger 76cm-Zug gehalten - und der Bf (bzw Hp) ist damit längst nicht allein.

Der Fehler ist allerdings nicht allein bei DB StuS zu suchen: Die LuFV bewertet einen 76cm-Bahnsteig besser als einen 55cm-Bahnsteig, selbst wenn dort ausschließlich 55cm-Fahrzeuge eingesetzt werden können. Nicht ohne Grund sind in Deutschland die 55cm-Fahrzeuge in der Mehrheit...
Vergessen wir nicht, dass es lange Software-Anpassungsprobleme bei der Bauart gab. Möglich, dass das noch ein Rest davon ist. Genauso bei konstantem Steigbetrieb.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
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