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Neubaugebiet Pankower Tor
geschrieben von schallundrausch 
@Havelländer

Schon richtig, aber wenn wie im Beispiel Pankow die Bahn schon vor dem Bezug der Wohnungen fertig ist, sind ja Klagen dann obsolet.

**** Viele Grüße **** bleibt gesund !
Zitat
Wollankstraße
Am besten erst Nahverkehr bauen und die ersten Fahrgäste sind die Bauarbeiter. So wie in den 70/80ern im Bereich Marzahn/Hellersdorf/Hohenschönhausen.

Nun, heute kommen die Bauarbeiter mit ihren Firmenautos. Daher reicht es, wenn der Nahverkehr und die ersten Wohnungen zusammen fertig sind.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
@B-V 3313

hast Du auch wieder recht, aber hoffentlich sind die Verkehrsverbindungen vor dem Bezug der Wohnungen fertig.

**** Viele Grüße **** bleibt gesund !
Zitat
B-V 3313
Zitat
Wollankstraße
Am besten erst Nahverkehr bauen und die ersten Fahrgäste sind die Bauarbeiter. So wie in den 70/80ern im Bereich Marzahn/Hellersdorf/Hohenschönhausen.

Nun, heute kommen die Bauarbeiter mit ihren Firmenautos. Daher reicht es, wenn der Nahverkehr und die ersten Wohnungen zusammen fertig sind.

Da die Straßenbahn überwiegend entlang der Granitzstraße führen wird, kann sie gerne schon früher kommen (und den Bus ersetzen). Südlich der Straße ist schließlich schon sehr lange Wohnbebauung vorhanden.

Jens
Zitat
TomB
Ich bin gespannt, wie der Mehrverkehr bewältigt werden soll :)
25.000 qm Shopping, Möbelhaus, 2000 Wohnungen.
Berliner/Flora/Granitzstr. sind jetzt schon am Limit
Wie wäre es mal damit:
U9-Verlängerung Osloer - Wollank - Pankow Kirche (Übergang zur ebenfalls verlängerten U2) - Pankower Tor - Pasedagplatz - Weißensee (übergang zur U3/U10).

Da es ja sowieso vorgesehen ist, die U3/U10 hinter Weißensee nach Hohenschönhausen und Karow-Süd zu verzweigen, könnte die U9 einen dieser Zweige übernehmen, während die U3/10 verzweigungsfrei bliebe.

Ich schlage folgende Relationen vor: U3/10 City West - Alex - Weißensee - Karow Süd und U9 Steglitz - Pankow - Weißensee - Hohenschönhausen.

Bitte nicht ernst nehmen ;-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.2018 23:47 von J. aus Hakenfelde.
Für diese Pläne sollte die Granitzstraße auf mindestens 4 Fahrspuren erweitert werden, plus Radwege auf beiden Seiten. Die Straßenbahn sollte jedenfalls nicht in der Mitte der Granitzstraße angeordnet werden, sonst bekommen wir die nächste Slalomstrecke a la Konrad-Wolf-Str. Für den Baumbestand an der Straße auf der ehem. Bahnseite sehe ich leider schwarz. Aber so schlimm wird es wahrscheinlich nicht, denn Architektenspargel wirft ja in 10 Jahren schon wieder Schatten.

Gruß O-37
Zitat
O-37
Für diese Pläne sollte die Granitzstraße auf mindestens 4 Fahrspuren erweitert werden, plus Radwege auf beiden Seiten. Die Straßenbahn sollte jedenfalls nicht in der Mitte der Granitzstraße angeordnet werden(...)

Haha, also in Spandau hat man die Streitstraße vor vielen Jahren von 2 Fahrstreifen auf einen mit Radschutzstreifen reduziert UND statt dann entsprechende Ampelanlagen mit dieser Maßnahme außer Betrieb zu nehmen und Querungshilfen einzurichten hat man sogar noch 2 Ampeln eingerichtet. Die an der Kreuzung zum Askanierring (zur Maßnahme), die sich mit der Ampelkreuzung am Hohenhzollernring sehr schlecht verträgt und dann auch noch eine bei der "EDEKA-"Ausfahrt. Jetzt hat man auf deem Straßenzug auf 1km gefühlte 10 Ampeln, die keineswegs den Verkehrsfluss fördern. Stau gibt es heute schon nachmittags verteilt auf dem Straßenzug Neuendorfer Straße-Streitstraße. Ich will gar nicht wissen, wie das wird, wenn die Wohnungen in Hakenfelde und Wasserstadt fertiggestellt sind. Wirklich vorbereitet ist das Verkehrsnetz dafür nicht.

Ich war richtig, erstaunt, wie breit die Fahrbahn in Teltow/Stahnsdorf ist und wenn man dann nach Falkensee schaut...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.04.2018 12:27 von Nahverkehrsplan.
Architektenspargel - lol.

Was mich bei dem ganzen Projekt umtreibt und ziemlich nervt - es ist total aus der Zeit gefallen. Egal wie man es anfängt, egal was dort letztendlich gebaut wird, egal wie gut die ÖV-Erschließung wird und wann diese fertig wird - das Viertel wird ein städtebaulicher Alptraum, vollkommen am Bedarf vorbeigeplant.
Eine kompakte, bestens erschlossene innerstädtische Brachfläche im am stärksten wachsenden Bezirk Berlins - das schreit nach einem dichten, urbanen Wohnquartier mit hohem Dienstleistungsanteil, wenig Gewerbe in der Randlage, Sozialeinrichtungen und Nahversorger-Einzelhandel.
Was bekommen wir? Einen überdimensionierten Gewerbestandort mit anachronistisch-konzentrierten Einkaufsmöglichkeiten in einem Center mit Flächen weit über den lokalen Bedarf hinaus, Möbelabholmarkt, Pendlerparkplatz und eine Wohnsiedlung als Alibianhängsel.
Man hätte niemals das Areal an nur einen Investor verticken dürfen. Der ist nun vollkommen zu recht ungehalten, dass er mit seinem Grund und Boden nicht verfahren kann, wie er will. Der Bezirk schlägt, auch vollkommen berechtigt, die Hände über Kopf zusammen über die unverträglichen Nutzungen und Baumassen. Wer hätte sich träumen lassen, dass dieser Grund einmal so wertvoll wird (der Grundstückswert hat sich ohne dass irgendwas passiert in Kriegers Besitz schon verzehnfacht)?
Das einzige, was heir helfen würde ist ein städtebaulicher Wettbewerb, ein vernünftiger Masterplan, eine Zonierung, die Rücksicht auf die Umgebung und die tatsächlichen Badarfe nimmt. Die einzelnen Parzellen, Blöcke und Gebäude können ja gerne von Privaten übernommen werden, die öffentliche Hand kann sich da total zurückhalten.

Aber das ist alles zu spät, ich sehe keine Möglichkeit, dieses Projekt noch irgendwie zu retten und in etwas sinnhaftes zu überführen. Enteignung? Rückkauf? Tabula rasa, Neuanfang? Ich bin da ratlos.
@schallundrausch

1+

**** Viele Grüße **** bleibt gesund !
Ist dann wohl 10 Jahre zu spät dafür. Alles ändert sich eben...

Gruß O-37
Zitat
schallundrausch
Was mich bei dem ganzen Projekt umtreibt und ziemlich nervt - es ist total aus der Zeit gefallen. Egal wie man es anfängt, egal was dort letztendlich gebaut wird, egal wie gut die ÖV-Erschließung wird und wann diese fertig wird - das Viertel wird ein städtebaulicher Alptraum, vollkommen am Bedarf vorbeigeplant.

Es ist wie es ist. In den 1990ern konnte das gesellschaftliche Eigentum gar nicht schnell genug an Private (Investoren, früher Kapitalisten genannt) verscherbelt werden.
Das war politisch von der frei gewählten Regierung so beschlossen und verkündet worden.

Übrigens konnte man in dieser tollen Zeit auch als kleiner Bürger, günstig zu Wohneigentum kommen, anfangs durch Wohnungsbauförderung unterstützt, später durch sinkende Zinsen. Man musste sich nur dem Konsum enthalten und sein bisschen Geld gut anlegen. Wer das so gemacht hat, den können jetzt Mietpreissteigerungen und Immobilienpreise nicht mehr schocken. Die Zu-Kurz-Gekommenen heulen nun auf und schreien nach dem Staat, als ob billiges Wohnen ein verfassungsmäßiges Recht wäre. Sie wählen Rot, Rot oder Grün und erkennen nun, dass auch diese Regierung nicht die verfassungsmäßige (kapitalistische) Ordnung aushebeln kann.
Kurt Krieger hat rechtzeitig investiert und kann sich nun Zeit lassen, denn der Wertzuwachs übersteigt bei weitem die Bewirtschaftungskosten (Abgaben für Grundsteuer, Straßenreinigung, Sicherung) der Brache. Und nun will der Senat oder der Bezirk bestimmen, was ein Privatmann von seinem Geld auf seinem Grundstück bauen darf?

Natürlich wird ein Unternehmer nur das errichten, was Gewinn verspricht. Neben Handelsflächen können es bei dem inzwischen erreichten Mietniveau durchaus auch Wohngebäude sein, Die dem Bahn und Straßenlärm ausgesetzten Wohnungen auch zu "bezahlbaren" Preisen, die in den Innenhöfen auch höherpreisig. Für die Verkehrsinfrastrultur wurde in den ersten Planungen sogar eine Straßenbahntrasse frei gehalten, selbst ein U-Bahnanschluss zur U2 wäre dank der früheren Planungen der Betriebswerkstatt Granitzstraße möglich.
Planen und Finanzieren soll das jedoch der Aufgabenträger des Nahverkehrs - der Senat von Berlin.


Zitat
schallundrausch
Aber das ist alles zu spät, ich sehe keine Möglichkeit, dieses Projekt noch irgendwie zu retten und in etwas sinnhaftes zu überführen. Enteignung? Rückkauf? Tabula rasa, Neuanfang? Ich bin da ratlos.

Ganz einfach. Entweder baut Herr Krieger seinen Traum - oder Land und Bezirk stellen eine Bettenburg mit Schulen, Kindergärten und Altenheimen hin. Dazu müsste die Allgemeinheit das Areal zum aktuellen Wert zurückkaufen.

Und dann ist da noch die Natur - inzwischen hat die streng geschützte Kreuzkröte den freien Lebensraum besetzt. [www.bz-berlin.de]
Nicht mal ein Zirkus darf mehr auf dem Gelände gestieren, seit eine tote Kröte dort gefunden wurde.

Solange hier keine allen Interessen genügende Lösung in Sicht ist, wäre ich mit den Verlängerungsphantasien der Straßenbahn sehr vorsichtig. Eher sollte man zunächst den Neumannkiez ans Straßenbahnnetz anschließen als die Brachen in Pankow-Heinersdorf.

so long

Mario
Zitat
Mario
Solange hier keine allen Interessen genügende Lösung in Sicht ist (...)

Ach, DIE soll's mal wieder sein. Da bin ich gespannt drauf.

****
Serviervorschlag
Zitat
der weiße bim
Kurt Krieger hat rechtzeitig investiert und kann sich nun Zeit lassen, denn der Wertzuwachs übersteigt bei weitem die Bewirtschaftungskosten (Abgaben für Grundsteuer, Straßenreinigung, Sicherung) der Brache. Und nun will der Senat oder der Bezirk bestimmen, was ein Privatmann von seinem Geld auf seinem Grundstück bauen darf?

Ja, selbstverständlich. Krieger hat sich eine riesige Brache, im FNP (auch jetzt noch) als Eisenbahnfläche vorgesehen, spekulativ gekauft. Der FNP wird nicht durch den Privatmann geändert. Insofern - ja, Krieger wird bauen, was die Politik ihm im FNP vorschreibt. Krieger will das Eine, die Politik was anderes, also wird eben verhandelt. Das letzte Wort hat dann die BVV, vermute ich. Die FNP-Änderung erfordert dann auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung, also können auch Verbände noch darauf einwirken. Und ich vermute, egal was bei rum kommt, dass Anwohner und/oder Verbände klagen werden.

Zum Thema Kröte, das hat sich Krieger selbst eingebrockt. Er hätte sich einfach mehr beeilen sollen oder sich um die Brache kümmern müssen. Aber das kostet halt was. Etwas, was Jahrzehnte der Natur überlassen wird, tendiert dazu, von dieser zurückerobert zu werden. Die Naturschutzgesetze gibt es auch nicht erst seit gestern.
Zitat
der weiße bim
Übrigens konnte man in dieser tollen Zeit auch als kleiner Bürger, günstig zu Wohneigentum kommen, anfangs durch Wohnungsbauförderung unterstützt, später durch sinkende Zinsen. Man musste sich nur dem Konsum enthalten und sein bisschen Geld gut anlegen. Wer das so gemacht hat, den können jetzt Mietpreissteigerungen und Immobilienpreise nicht mehr schocken. Die Zu-Kurz-Gekommenen heulen nun auf und schreien nach dem Staat, als ob billiges Wohnen ein verfassungsmäßiges Recht wäre. Sie wählen Rot, Rot oder Grün und erkennen nun, dass auch diese Regierung nicht die verfassungsmäßige (kapitalistische) Ordnung aushebeln kann.

Falsch.
fyi:

In der aktuellen Berliner Woche steht, dass es am 23.11. in der Hoffnungskirche (Elsa-Brändström-Str., Nähe U Vinetastr.) um 18:30 Uhr eine "große Bürgerinformationsveranstaltung" geben soll. Moderieren würden der Bezirksbürgermeister Benn und Baustadtrat Kuhn.

Ich weiß nicht, ob etwas zum Thema Verkehr gesagt wird, aber evtl. schon.
Überschneidet sich das Vorhaben nicht eigentlich etwas mit den Plänen um Heinersdorf?
Zitat
Slighter
Überschneidet sich das Vorhaben nicht eigentlich etwas mit den Plänen um Heinersdorf?

Das Pankower Tor ist Privatbesitz. Es bestehen große rechtliche Hürden, den Eigentümer zur Bebauung seines Grundstücks zu zwingen. Erst recht mit sogenanntem "bezahlbarem Wohnraum" ohne große Gewinnerwartung für den Besitzer.
Da wird senatsseitig natürlich die Bebauung einer der letzten verbliebenen Frischluftschneisen favorisiert, da von Pächtern und landwirtschaftlichen Nutzern landeseigener Flächen kein wirksamer Widerstand geleistet werden kann. Im Gegensatz zum Verzicht auf die Bebauung der Elisabethaue in Niederschönhausen durch den damaligen rot-schwarzen Senat auf Druck der Grünen in Wahlkampfzeiten sind diese jetzt selbst an der Regierung beteiligt und müssen sich den Kompromissen der Koalitionsvereinbarungen fügen.

so long

Mario
Nur was nutzt einem der Privatbesitz, wenn es kein Bauland ist? Ist das am Pankower Tor nicht noch Bahnland? Da könnte der Senat doch eigentlich auch einen Wald draus machen oder ein Zauneidechsen-Schutzgebiet - oder? Von daher erscheint mir der Status ähnlich zu sein, wie bei den anderen Bauerwartungsgebiete.

Hat ein Eigentümer einen Anspruch darauf, dass sein Land Bauland wird? Ich denke nicht. Also kann die Politik ihre Macht ausspielen und Gegenleistungen in Form von Wohnraum verlangen. Anderswo macht man sowas auch gerne mit Hilfe von Korruption oder man macht immer nur die Gebiete seines Wahlkampfspenders zu Bauland. Da ist doch das mit dem Wohnraum in Pankow eindeutig besser - oder?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Das hab ich Mario oben auch schon versucht, klarzumachen, dass es auf einen Kompromiss hinausläuft :)
Zitat
TomB
Das hab ich Mario oben auch schon versucht, klarzumachen, dass es auf einen Kompromiss hinausläuft :)

Ist schon klar, dass nur ein Kompromiss weiterhilft.
Das kommt davon, wenn staatliche Betriebe eigene Grundstücke an Private verkaufen. Dass in solchen Fällen nicht das Land Berlin bei im öffentlichen Interesse stehenden Flächen gesetzliche Vorkaufsrechte festlegt und diese auch wahrnimmt, kann nur mit der Verquickung der Interessen politischer Amtsinhaber mit Managern bundes- und landeseigener Unternehmen erklärt werden. Im Interesse der Mehrheit der betroffenen oder interessierten Bürger (Wähler/Steuerzahler) ist das ganze bestimmt nicht.

so long

Mario
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