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Erhöhtes Beförderungsgeld
geschrieben von Chris97 
Zitat
fatabbot

Etwas kurios wirkte es, als der DB-FV-Zugbegleiter im Speisewagen des BWE zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin einem Kunden erklärte, Zahlung
mit Maestro- Karten könne man nicht anbieten, da man unterwegs keine Verbindung zur Bank herstellen könnte, der WARS-Kellner aber direkt danach beim selben Kunden abkassiert hat und dessen Maestro- Karte problemlos anerkannte

Dieses Argument verstehe ich eh nicht, da offenbar auch bei der Kreditkarte keine Onlineverbindung zur Bank besteht. Das sieht man daran, dass der Betrag erst Tage oder Wochen später belastet wird und nicht, wie üblich, auf dem Kartenkonto reserviert wird. Das ist ja mit EC-Karte auch möglich, dann zieht man das halt mittels Lastschriftverfahren ein. Haben Supermärkte vor ein paar Jahren noch häufig gemacht. Risiko ist natürlich, dass das Konto nicht gedeckt ist und der Betrag zurückgebucht wird. Das kann mit Onlineverbindung nicht passieren.
Zitat
B-V 3313
Und wenn keine Kreditkarte vorhanden ist und man nicht genügend Bargeld dabei hat?

In London beim Oystercard-System kann man bis zu einem gewissen Betrag ins Minus gehen, was ich seit meinem vorletzten Aufenthalt vor etlichen Jahren auch bin. Beim letzten Aufenthalt hatte ich dann die Karte nicht mit und habe stattdessen mit Kreditkarte gezahlt.
Zitat
Lopi2000
In London beim Oystercard-System kann man bis zu einem gewissen Betrag ins Minus gehen, was ich seit meinem vorletzten Aufenthalt vor etlichen Jahren auch bin. Beim letzten Aufenthalt hatte ich dann die Karte nicht mit und habe stattdessen mit Kreditkarte gezahlt.

Es kann also trotzdem (seltene) Fälle geben, wo man zum Schwarzfahrer wird.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Lopi2000
In London beim Oystercard-System kann man bis zu einem gewissen Betrag ins Minus gehen, was ich seit meinem vorletzten Aufenthalt vor etlichen Jahren auch bin. Beim letzten Aufenthalt hatte ich dann die Karte nicht mit und habe stattdessen mit Kreditkarte gezahlt.

Wie, Du schuldest der TfL jetzt im Prinzip Geld, und solange Du mit dieser Oystercard nicht nochmal das System betrittst, haben die Pech gehabt? Sachen gibt's.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Railroader
Zitat
fatabbot

Etwas kurios wirkte es, als der DB-FV-Zugbegleiter im Speisewagen des BWE zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin einem Kunden erklärte, Zahlung
mit Maestro- Karten könne man nicht anbieten, da man unterwegs keine Verbindung zur Bank herstellen könnte, der WARS-Kellner aber direkt danach beim selben Kunden abkassiert hat und dessen Maestro- Karte problemlos anerkannte

Dieses Argument verstehe ich eh nicht, da offenbar auch bei der Kreditkarte keine Onlineverbindung zur Bank besteht.

Ist es nicht so, dass bei der Kreditkarte die Zahlung für den Verkäufer bis zu einer gewissen Höhe garantiert ist? Zahlungsausfälle, die der Kreditkartenanbieter erleidet, weil der Betrag vom Karteninhaber nicht eingezogen werden kann, werden durch die Kartengebühren (sowohl die jährliche Gebühr, die der Inhaber zahlen muss, als auch das Entgelt, das dem Verkäufer bei jeder Transaktion einbehalten wird) aufgefangen.
Bei Maestro-Karten (ehemals EC-Karten) gibt es die Zahlungsgarantie doch nur, wenn bei der Zahlung die Deckung mittels PIN-Eingabe geprüft wird. Hierzu ist aber eine Online-Verbindung nötig. Ohne PIN-Eingabe kann der Betrag nur per Lastschrift eingezogen werden, sodass zu dem Risiko der fehlenden Deckung auch noch das Risiko der Lastschriftrückgabe hinzukommt.

Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Lopi2000
In London beim Oystercard-System kann man bis zu einem gewissen Betrag ins Minus gehen, was ich seit meinem vorletzten Aufenthalt vor etlichen Jahren auch bin. Beim letzten Aufenthalt hatte ich dann die Karte nicht mit und habe stattdessen mit Kreditkarte gezahlt.

Wie, Du schuldest der TfL jetzt im Prinzip Geld, und solange Du mit dieser Oystercard nicht nochmal das System betrittst, haben die Pech gehabt? Sachen gibt's.

Dafür sind ja 5 Pfund Pfand drauf.

________________________
Mit freundlichen Grüßen

Roman Berlin | Der Hanseat
Zitat
B-V 3313
Zitat
md95129
Wie ihr selber beschreibt, gibt es viele Fallstricke, die dann zu einer 60€ Strafe fuehren. Da lobe ich mir das BART System. Beim Einsteigen (BART-)Fahrkarte in den Zugangsautomaten stecken, Barriere oeffnet sich und beim Verlassen die gleiche Prozedur. Der Fahrpreis wird berechnet und abgezogen. Ist nicht mehr genuegend Geld auf der Karte, kann man problemlos mit Bargeld/Kreditkarte innerhalb des Bahnhofs wieder auffuellen.

Und wenn keine Kreditkarte vorhanden ist und man nicht genügend Bargeld dabei hat?
Man kann schon ausserhalb des Bahnhofs pruefen, ob noch genug Geld auf der Karte ist und dann auffuellen, bzw. die Fahrt nicht antreten. Bei zu geringem Bodensatz macht die Barriere gar nicht erst auf. Im aeussersten Notfall gibt es immer noch einen Agenten, der einem weiterhilft (z.B. mit Scheck bezahlen).
Im Gegensatz zu Deutschland ist der Kunde hier wichtiger als irgendwelche krausen Ideen, die sich Erbsenzaehler ausgedacht haben.
Henner
Zitat
Philipp Borchert
Echt jetzt? Ich kann mir keine Fahrscheine für "Kleine Stadtverkehre" oder für Wustermark - Rathenow auf Vorrat kaufen? Warum das denn nicht? Was steckt dahinter?

Ich könnte mir vorstellen, dass dahinter steckt, dass man sich die Entwerter sparen will.

Verkaufsgeräte braucht man sowieso, um Fahrgästen ohne Fahrschein einen solchen zu verkaufen. Dem Verkaufsgerät wird es zwar egal sein, ob es nun ein Datum aufdruckt oder nicht. Aber ohne Datum müssen zusätzlich noch Entwerter bereit gehalten werden.
Zitat
md95129
Im Gegensatz zu Deutschland ist der Kunde hier wichtiger als irgendwelche krausen Ideen, die sich Erbsenzaehler ausgedacht haben.

Dafür findet hier vielerorts auch dann ÖPNV statt, wenn damit nichts zu holen ist.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
md95129
Man kann schon ausserhalb des Bahnhofs pruefen, ob noch genug Geld auf der Karte ist und dann auffuellen, bzw. die Fahrt nicht antreten.

Und das hätte Chris97 nicht tun können oder sogar müssen?

Zitat
md95129
Im Gegensatz zu Deutschland ist der Kunde hier wichtiger als irgendwelche krausen Ideen, die sich Erbsenzaehler ausgedacht haben.

Latürnich.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Kann es sein, dass Chris97 ein Zweitaccount von Chr17 ist? Inhalt und Schreibweisen ähneln sich doch sehr.

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Mit freundlichen Grüßen

Roman Berlin | Der Hanseat
Zitat
Jumbo

Ist es nicht so, dass bei der Kreditkarte die Zahlung für den Verkäufer bis zu einer gewissen Höhe garantiert ist? Zahlungsausfälle, die der Kreditkartenanbieter erleidet, weil der Betrag vom Karteninhaber nicht eingezogen werden kann, werden durch die Kartengebühren (sowohl die jährliche Gebühr, die der Inhaber zahlen muss, als auch das Entgelt, das dem Verkäufer bei jeder Transaktion einbehalten wird) aufgefangen.

Ah, Danke. Das ist natürlich ein Argument, das ich nicht auf dem Schirm hatte.
Zitat
B-V 3313

Es kann also trotzdem (seltene) Fälle geben, wo man zum Schwarzfahrer wird.

Die sind in London gar nicht mal so selten. Das wird in der BBC-Serie "The Tube" sehr schön erklärt. Gerade außerhalb der City sind die Zugangssperren oft offen, gar nicht vorhanden oder/und nicht durch Personal besetzt. Es gibt dort auch ganz normale Fahrscheinkontrollen im Zug und Schwarzfahrer werden genau so aus dem Zug geholt.
Zitat
B-V 3313
Zitat
md95129
Man kann schon ausserhalb des Bahnhofs pruefen, ob noch genug Geld auf der Karte ist und dann auffuellen, bzw. die Fahrt nicht antreten.

Und das hätte Chris97 nicht tun können oder sogar müssen?

Zitat
md95129
Im Gegensatz zu Deutschland ist der Kunde hier wichtiger als irgendwelche krausen Ideen, die sich Erbsenzaehler ausgedacht haben.

Latürnich.
Ok, ganz einfach zum Mitschreiben:
Szenario 1: Ich komme mit fast leerer Karte an und will mitfahren -> die Barriere macht nicht auf.
Szenario 2: Ich pruefe ausserhalb der Sperre ob noch genuegend Geld drauf ist und fuelle entweder nach (Bargeld/Kreditkarte oder Scheck beim Agenten) oder komme gar nicht erst auf den Bahnsteig.
Szenario 3: Ich fahre eine besonders lange Strecke, die mehr kostet als die Mindestreserve auf der Karte (weiss nicht, ob das ueberhaupt moeglich ist) ->, aber ich kann wie in Szenario 2 verfahren (auf dem Bahnsteig - der Agent kann beide Seiten bedienen ) aber im Notfall kann ich wieder zurueckfahren bis in eine Gegend, wo die Karte noch ausreicht.
Ich komme jedenfalls nie in Gefahr, schwarz zu fahren. Vergiss ausserdem nicht, dass der oeffentliche Nahverkehr in USA in staerkster Konkurrenz zum Auto steht, sodass Kundenfreundlichkeit ganz oben steht.
Henner
Zitat
md95129
Im Gegensatz zu Deutschland ist der Kunde hier wichtiger als irgendwelche krausen Ideen, die sich Erbsenzaehler ausgedacht haben.

Da zählen aber mehr Aspekte mit rein als nur Zugangssperren, die zum Einen von vielen Berlinern selbst abgelehnt werden und zum Anderen vielerorts gar nicht in die Bauwerke integriert werden könnten.

Vor allem ist der Preis entscheidend. Gibt es denn bei der "richtigen" U-Bahn (also nicht Muni-Metro) überhaupt eine Monatskarte? Gibt es einen Nachtverkehr mit der U-Bahn an Wochenenden? Sowas finde ich wichtiger als Zugangssperren.
Henner, gibt es irgendwo eine Seite, wo man die Schwarzfahrerquote nachlesen kann?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Jumbo
Ich könnte mir vorstellen, dass dahinter steckt, dass man sich die Entwerter sparen will.

Passt zumindest zu Wustermark nicht, weil Berlin C und damit müsste die Station eigentlich™ auch eine Möglichkeit bieten, einen Berlin-BC bzw. ABC-Fahrschein abzustempeln.
Zitat
B-V 3313
Henner, gibt es irgendwo eine Seite, wo man die Schwarzfahrerquote nachlesen kann?
Auf die Schnelle habe ich dies hier gefunden Schwarzfahrer. Mir ging es aber in erster Linie darum, dass es praktisch unmoeglich ist, "aus Versehen" schwarz zu fahren. Dies ist in Berlin ziemlich leicht moeglich.
Henner
gelöscht, da doppelt.

Henner war scheller. :-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.2019 22:21 von Railroader.
Zitat
md95129
Mir ging es aber in erster Linie darum, dass es praktisch unmoeglich ist, "aus Versehen" schwarz zu fahren. Dies ist in Berlin ziemlich leicht moeglich.
Henner

Mich interessiert, weil wir die Diskussion hier in Berlin gerade haben: Was passiert bei euch, wenn ein Schwarzfahrer die Strafe nicht zahlen kann oder will? Wie geht es dann weiter? Ist das bei euch strafrechtlich relevant oder nicht? Also könnte er dafür am Ende im Gefängnis landen, wenn er sich weigert?
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