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Umnutzung sämtlicher innerstädtischer Güterbahnhöfe - rächt es sich irgendwann?
geschrieben von Lehrter Bahnhof 
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Havelländer

Wir sollten uns davon verabschieden GVZ mit Gleisanschluß gleich zusetzen,

Umgedreht wird aber ein Schuh daraus, die GVZ wurden ursprünglich als Bahnknoten geplant. Sie sollten Schnittstellen zur Autobahn, einer leistungsfähigen Bahnstrecke und einer Wasserstraße besitzen. Wie T6JP schrieb verlagerte man die Transporte auf die Straße und die GVZ folgten dem Trend. Auch der Wasserumschlag erfüllt in keinem der GVZ die geplanten Umschlagmengen.
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Bd2001
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Havelländer

Wir sollten uns davon verabschieden GVZ mit Gleisanschluß gleich zusetzen,

Umgedreht wird aber ein Schuh daraus, die GVZ wurden ursprünglich als Bahnknoten geplant. Sie sollten Schnittstellen zur Autobahn, einer leistungsfähigen Bahnstrecke und einer Wasserstraße besitzen. Wie T6JP schrieb verlagerte man die Transporte auf die Straße und die GVZ folgten dem Trend. Auch der Wasserumschlag erfüllt in keinem der GVZ die geplanten Umschlagmengen.

Nein die GVZ waren nie als Bahnknoten geplant, denn sonst hätten verarbeitenden Firmen sich dort niemals ansiedeln dürfen sondern nur Speditionsgewerbe. Besonders in Wustermark haben sich von Anbeginn Firmen niedergelassen die nie einen Gleisanschluß wollten und von der Anlage des Geländes auch keinen hätten erhalten können.
Vielleicht ist die Bezeichnung GVZ nicht dem gerecht was dort jeweils aufgebaut wurde oder wird einfach falsch verstanden?

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
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222
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Jay
Frankfurter Allee wurde nicht geschlossen, weil die Auslastung schlecht war, sondern weil der Betrieb nach Großbeeren verlagert werden sollte. Der Drops ist nun gelutscht.

Hier muss ich dann doch mal kurz nachhaken - ließe sich Frankfurter Allee nicht reaktivieren? Also mal abgesehen davon, dass man eine Fehlentscheidung zugeben müsste.

Wenn die Fläche nicht entwidmet ist läßt sich da ein neues Containterterminal aufbauen. Allerdings ist die Lage wenig ideal und auch wieder weiter entfernt von möglichen Kunden und umgeben von Wohnbebauung und irgendein promovierter Hipster aus dem Schwabenland wird dann gegen Geräusche klagen.
Da hat der Gbf Treptow bessere Karten und liegt auch näher an potenzielle Güterkunden.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
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Havelländer
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Bd2001
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Havelländer

Wir sollten uns davon verabschieden GVZ mit Gleisanschluß gleich zusetzen,

Umgedreht wird aber ein Schuh daraus, die GVZ wurden ursprünglich als Bahnknoten geplant. Sie sollten Schnittstellen zur Autobahn, einer leistungsfähigen Bahnstrecke und einer Wasserstraße besitzen. Wie T6JP schrieb verlagerte man die Transporte auf die Straße und die GVZ folgten dem Trend. Auch der Wasserumschlag erfüllt in keinem der GVZ die geplanten Umschlagmengen.

Nein die GVZ waren nie als Bahnknoten geplant, denn sonst hätten verarbeitenden Firmen sich dort niemals ansiedeln dürfen sondern nur Speditionsgewerbe. Besonders in Wustermark haben sich von Anbeginn Firmen niedergelassen die nie einen Gleisanschluß wollten und von der Anlage des Geländes auch keinen hätten erhalten können.
Vielleicht ist die Bezeichnung GVZ nicht dem gerecht was dort jeweils aufgebaut wurde oder wird einfach falsch verstanden?

Den letzten Satz unterstreiche ich gern.

Trotzdem war die Idee der GVZ eben die Drehscheibe zwischen Wasser, Bahn und Autobahn zu sein. Man wollte damit die innerstädtischen Umschlageinrichtungen eben verlagern und die freiwerdenden Flächen städtebaulich verwerten.

In der Idee hätten sich eben in den GVZ nur Logistikunternehmen ansiedeln dürfen. So war es auch anfangs festgeschrieben. Das man eben davon schnell abgewichen ist lag eben auch in der mangelnden Akzeptanz der Zentren weit vor der Stadt. Da wurden auch andere Unternehmen angesiedelt um die Auslastung und die Wirtschaftlichkeit zu steigern.
Der Knackpunkt sind sicher nicht die Güterbahnhöfe und Umschlagplätze, die immer weniger gebraucht werden, sondern die Unfähigkeit der Bahn Kapazitäten für den Transport bereitzustellen. Die braucht die Schiene für den Fahrplan, der sowieso nicht funktioniert. Es müsste massiv Infrastruktur für den Güterverkehr ausgebaut werden, wenn sich das ändern soll.

Es ist aber eine Frage der Zeit dass die Autobahnen derart dicht und marode sind, dass sich hier was ändern muss.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Ja, vor allem bei den zu erwartenden Temperaturen von + 35 °C.
Da löst sich gerne mal der Asphalt und macht sich selbständig.
Dann gibt es Vollsperrungen. Und bei gleichzeitigen Waldbränden wird es schnell unangenehm.
Leider auch für die Eisenbahnstrecken (Böschungsbrände).
Dann nimmt man anderen Asphalt, das geht in Ländern wo es mehr Tage mit +35°C gibt schlieslich auch.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Die Kosten sind dann aber erheblich, weil man doch nicht alles auf einmal umbauen kann...
Zitat
Rummelburg
Die Kosten sind dann aber erheblich, weil man doch nicht alles auf einmal umbauen kann...

Das Thema ist nicht neu und wird im Rahmen der Instandsetzung / Unterhaltung einfach umgesetzt.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
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Trittbrettfahrer
Im gleichen Zug muss man hier übrigens auch hinterfragen, wofür Landwehrkanal, Hohenzollernkanal, Teltowkanal etc. einst gebaut wurden und welche Funktion diese heute noch haben. Am Landwehrkanal wurden Hafenbecken zu Parks und am Teltowkanal ist ein Hafen nun die Kulisse eines Einkaufszentrums. Geschippert wird heute meistens für die Touristen.

Das trifft vielleicht auf die Innenstadt zu, da fährt mangels Zielen natürlich kaum ein Frachschiff mehr lang.

Hohenzollernkanal bzw. Westhafenkanal sind als Zulaufstrecken zum Westhafen schon recht frequentiert und auch auf dem Teltowkanal bzw. Britzer Zweigkanal sind die Touristen in der Minderheit, ist ja quasi der Bypass für die Innenstadt: Bin da zuletzt am Mittwoch in Ost-West-Richtung durchgefahren und mir sind auf den gut 25 Kilomtern zwischen Spree un Griebnitzsee insgesamt 6 Frachtschiffe begegnet, also etwa alle 25 Minuten - einen dichteren Takt ließe die Schleuse in Kleinmachnow gar nicht zu...

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Frachtschiffe kann man auf den Gewässern der Ostseite der Stadt inzwischen suchen.
Aus Richtung KW oder Schrottgorod ist kaum noch was unterwegs, selten mal auf dem Stück Dahme-Teltowkanal- Neukölln.
Auf der Elbe nicht nur bei Niedrigwasser tote Hose, dito auf der Oder von Breslau bis Hohensaaten.
Mit der Umwandlung Ostdeutscher Industriegebiete in blühende Landschaften ist der Binnenschiffahrt ein Großteil an Gütern verloren gegangen,
und Baustoffe/Kohle/Getreide etc nicht mehr die Massengüter nach Berlin wie vor 100 Jahren.
Ausnahme war der Abrißprozess vom Palast der DDR und diverse Transporte für die U5 Baustelle.
Das ist ebenso ein tiefgreifender, nicht mehr umkehrbarer Strukturwandel wie beim Güterverkehr per Bahn bis in die Stadt zu den Betriebsanschlüssen.

T6JP
Das ist alles in erster Linie eine politische Frage. Wenn man es mit der Verkehrswende ernst meint, setzt man auf die Schiene. Die Frage ist, ob man es als den Verkehr der Zukunft ansieht, wenn überall auf innerstädtischen Haupt- und Nebenstraßen LKW en masse herum fahren. Das ist auch eine Frage von Lebensqualität. Möchte man soetwas? Zumindest ich halte dies nicht für zukunftsfähig. Mit Schieneninfrastruktur - also auch innerstädtischen Güterbahnhöfen - ließe sich eine andere Qualität erreichen: Transport von Waren, Post, Gütern usw. möglichst weit herein auf der Schiene und dann schnelle und intelligente Umladestationen. Restliche Feinverteilung per E-LKW, der an diesen Bahnhöfen geladen wird oder - noch kleinteiliger - per (E-)Lastenrad. Auf den Straßen ist dann wieder etwas mehr Platz für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV. Auch die Brücken werden entlastet.
Wenn man will geht soetwas auf jeden Fall. Dafür muss aber zunächsteinmal die Auto- und LKW-Lobby kleiner werden. Ich möchte ja Autoverkehr auch nicht komplett verteufeln. Aber die Menge macht das Gift.
Ja genau Baustoffe per Lastenrad.. juhu ich sehe schon die 100 000 Fahradkulis von Neukölln zu den Baustellen radeln,
jeder mit zwei Sack Zement im Anhänger...
Im Ernst, das ist Humbug, innerstätischen Güterverkehr weiter hineinzuführen als bisher.
Ich wiederhole gerne, Berlin ist keine Industriestadt mehr, genau davon zeugten die Gleisanschlüsse,
siehe Bullenbahn, Siemensbahn, ehem. Kraftwerksanschlüsse bzw selbst Anschlüsse in Bahnnähe wie einst BMHW oder KWK.
Kohlen bekommt keiner mehr nach Hause geliefert, Einkellerungskartoffeln gibts nicht mehr.
Die Warenwelt ist vielfältiger geworden, das schafft auch keine Güterstraßenbahn mehr, geschweige die große Bahn.
T6JP
Gut. Aber eine Güterverteilung auf LKW im Stadtgebiet, zum Beispiel für die Belieferung von Supermärkten wäre besser, als jedes mal die Anfahrt aus Großbeeren oder sonst wo im Umland. Würde schon LKW-Kilometer sparen. Ebenso Postverteilung oder ähnliches.

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Viele Grüße aus Wedding
Da wirst Du das Problem haben das es dafür kaum noch Flächen gibt.
Den Lärm des Umladens will keiner im Wohngebiet haben.
Selbst Industrieflächen gibt es kaum noch, die meisten solcher Flächen sind inzwischen umgenutzt worden( KWO zu HTW usw.)

T6JP
Und die anderen wollen nicht die ganzen LKWs vor der Tür ;-D
Die LKW werden nicht verschwinden denn die Umschlagzentren in der Stadt wollen auch erreicht werden und dazu kommen die kleinen LKW welche die Waren weiter verteilen müssen.
Ob jemand LKW vor der Haustüre haben will oder nicht ist absolutes Einzelschicksal und völlig unerheblich für die Stadt. Die wenigen noch vorhandenen Industriebtriebe und Gewerbegebiete werden weiterhin per LKW beliefert werden.
Wie ich weiter oben schon dargestellt habe, gibt es keine Flächen mehr für innerstädtischen Bahngüterverkehr.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Ich wäre schon zufrieden, wenn die vorhandenen Umschlagzentren, Großbeeren, Westhafen, GVZ usw. stärker von der Schiene beliefert werden würden, aber dazu ist die Bahn gar nicht mehr in der Lage, die hat andere Probleme. Und daher hat sie auch jede Menge eigene LKW angeschafft. ;-) Ich könnt mir vorstellen, wenn es getaktete regelmäßige Gütertransporte per Zug geben würde, dann würde AMAZON die auch nutzen, ihr Warenumschlag steht ja nicht weit entfernt. Nur mal so als Beispiel. Ebenso DHL an Großbeeren.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Es müsste halt wirklich erstmal so eine Art Grundangebot geschaffen werden. Vertakteter Güterverkehr trifft es schon ganz gut. Soetwas können aber kaum private schaffen. Das müsste schon die DB machen und dann ein Angebot aus einem Guss anzubieten. Es wäre auch viel gewonnen wenn Post und Stückgut wieder im Hauptlauf auf die Bahn verlegt werden. Diese Abkehr von der Schiene war ohnehin der reinste Unsinn. Viele der Paket- und Briefzentren wurden fernab der Innenstädte in die Gewerbegebiete gesetzt und teilweise sogar extra neben Bahnstrecken. Nur Bahnanschlüsse kamen trotzdem nicht. Stattdessen LKW soweit das Auge reicht. Häufig werden ganze Gewerbegebiete zugeparkt von den Sub-Unternehmern. Von einem hochentwickelten Land auf das Niveau eines Entwicklungslandes.
Genau, das meine ich! S Halensee: Ein Baumarkt neben der Güterbahnstrecke mmit riesigem Parkplatz für Lkws.

Es bräuchte regelmäßige Fahrten, und darauf kann verladen werden, was will. Eine ähnliche Innovation wie die Einführung des Containers.

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