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Uferbahn Grünau - unsanierte Abschnitte
geschrieben von Arnd Hellinger 
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der weiße bim
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Untergrundratte
Interessant, dass sogar ein Stumpfgleis geplant wird. Nicht unbedingt nötig, ...

Doch, unbedingt erforderlich zur Einhaltung der tarifvertraglichen Mindestwendezeiten. Beim zeitweisen Verlassen des Fahrzeugs durch das Fahrpersonal zur Erledigung menschlicher Bedürfnisse, wofür neben der Strecke ein kleines Häuschen entstehen soll, ist ein extra Kehrgleis sinnvoll.

Gilt diese tarifliche Wendezeit eigentlich nur für Stumpfendstellen? Wäre es anders mit einer Schleife? Ist sie an eine Mindestfahrzeit geknüpft? Ich meine: Was ist der Unterschied wenn ein Fahrer auf der M8 60 Minuten fährt, dann Pause hat im Gegensatz zu einem Fahrer der auf der 68 50 Minuten hin und rück fährt (inkl. Wende in Grünau) und dann am S Köepnick Pause macht?

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Forum schon leergelesen? Dann weiß ich auch nicht weiter.
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Logital
Was ist der Unterschied wenn ein Fahrer auf der M8 60 Minuten fährt, dann Pause hat im Gegensatz zu einem Fahrer der auf der 68 50 Minuten hin und rück fährt (inkl. Wende in Grünau) und dann am S Köepnick Pause macht?

Vermutlich der Wendevorgang an sich. Dabei kann einem schnell mal schwindlig werden, so daß man sich danach erstmal ein bißchen hinlegen muß.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
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der weiße bim
Zitat
Jay
Kehrgleis in Seitenlage wäre noch eine Option. Mit der passenden Weichensteuerung hat die BVG ja bereits in Schöneweide Erfahrung gesammelt. Und im Fall von Störungen oder Bauarbeiten könnte das Streckengleis auch zum Kehren genutzt werden.

Die Erfahrungen waren häufige Betriebsstörungen, Verspätungen, Ärger und Kundenschelte.
Da bei einem Kehrgleis in Seitenlage das Gegengleis entgegen der Fahrtrichtung befahren oder zumindest gekreuzt werden muss, würde die Aufsichtsbehörde sicherlich auf Einrichtung einer Fahrsignalanlage bestehen. Teuer, wartungsaufwändig, störanfällig wie allenthalben die eingleisigen Strecken. Daher legt die BVG Kehrgleise stets zwischen die Streckengleise, bei Straßenbahn und U-Bahn.

Warum sollte die TAB an einer gut einsehbaren Stelle auf eine Fahrsignalanlage bestehen? Dann müssten ja schnell sämtliche gefährlichen unsignalisierten Abzweige mit ebensolchen nachgerüstet werden, weil die noch viel gefährlicher sind.

War in Schöneweide wirklich die sehr stark befahrene Weiche häufig gestört oder doch einer die Signalanlage, die die Eingleisigkeit abgesichert hat? So wie ja auch die Signalanlagen an anderen Stellen gerne mal gestört sind.

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Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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Logital
Gilt diese tarifliche Wendezeit eigentlich nur für Stumpfendstellen? Wäre es anders mit einer Schleife? Ist sie an eine Mindestfahrzeit geknüpft? Ich meine: Was ist der Unterschied wenn ein Fahrer auf der M8 60 Minuten fährt, dann Pause hat im Gegensatz zu einem Fahrer der auf der 68 50 Minuten hin und rück fährt (inkl. Wende in Grünau) und dann am S Köepnick Pause macht?

Nein, die tarifvertragliche Wendezeit von 4 Minutengilt an allen Endstellen, egal ob stumpf oder Schleife. Bei Stumpfendstellen kommt wohl noch eine gewisse Zeit für das Auf- und Abrüsten des Zugs für den Fahrtrichtungswechsel hinzu.

Deine Kritik an der tarifvertraglichen Regelung ist übrigens vollkommen berechtigt. Bei sehr kurzen Linien ist die Wendezeit recht üppig (da könnte man m.E. an einer Endhaltestelle oftmals problemlos durchfahren), bei mittellangen Linien passend und bei sehr langen und verspätungsanfälligen Linien m.E. zu kurz (was sind schon vier Minuten, wenn man vom Hauptbahnhof bis Lichterfelde Süd über stressige Straßen mit dem Bus gefahren ist).
Ich fände eine Regelung besser, bei der die Mindestwendezeit von der vorhergehenden Fahrzeit abhängt (z.B. je 10 Minuten Fahrtzeit mindestens 1 Minute Wendezeit).

Folge der Mindestwendezeit ist übrigens, dass die BVG die kurzen Linien gerne an Subunternehmer vergibt, weil diese nicht die tarifvertraglichen Regelungen haben.
Zitat
M48er
Deine Kritik an der tarifvertraglichen Regelung ist übrigens vollkommen berechtigt.

Tarifvertragliche Regelungen sind immer ein Kompromiss, der kleinste gemeinsame Nenner, auf den man sich bei der Verhandlung einigen konnte. Für den Aufgabenträger und den Betrieb wären die gesetzlichen Mindestanforderungen, die durch etliche Ausnahmeregelungen gern noch umgangen werden, sicher einfacher und billiger zu händeln. Sowas wurde ja in den Neunzigern angestrebt, dass die BVG nur die Verwaltung macht und alle Fahr- und Betriebsdienste, Werkstätten, Reinigung, Sicherheit, zunächst an Tochterunternehmen und schließlich an selbständige Private ausgegliedert werden. Damit gäbe es keinen Tarifvertrag Nahverkehr und die Rest-BVG wäre als Senatsdienststelle im Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes verblieben.

Bekanntlich kam es anders und aus Sicht der meisten Verkehrsarbeitenden war es auch besser so.

so long

Mario
Hmm, gelten denn für Bus und Tram hausintern unterschiedliche Wendezeit-Regelungen? Der Bus 190 hat z. B. am S Wuhlheide gar keine Pause...

Viele Grüße
Arnd
Hm, ich weiß nicht, möglicherweise ist der 190er intern so etwas wie eine Ringlinie, sodass das möglich ist? Oder es gibt ja auch Ausnahmeregelungen, beispielsweise hat der 197er sonntags früh S Kaulsdorf auch weniger als 4 Minuten Wendezeit.
Ja, es gibt diverse Ausnahmeregelungen, wenn beispielsweise bauliche Voraussetzungen für die tarifliche Mindest-Wendezeit fehlen.
Dann wird das am anderen Ende ausgeglichen. Ansonsten würden mitbestimmungspflichtige Fahr- und Dienstpläne von der Personalvertretung abgelehnt werden.
Bei einem neuen Zwischenendpunkt ohne enge räumliche Restriktionen spricht nichts gegen ein besonderes Kehrgleis, da hier entsprechende Projektmittel aus dem Verkehrsvertrag, wahrscheinlich auch Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.

so long

Mario
Zitat
Arnd Hellinger
Hmm, gelten denn für Bus und Tram hausintern unterschiedliche Wendezeit-Regelungen? Der Bus 190 hat z. B. am S Wuhlheide gar keine Pause...
Das ist eine der vielen vereinbarten Ausnahmen. Es ist auch für das Fahrpersonal deutlich angenehmer, nicht immer nur kurze Fahrblöcke und kurze Miniwendezeiten zu haben. Dann lieber mal an einer Endstelle mit Nullwende durchfahren und an der zweiten Endstelle einige Minuten mehr stehen.

In Wuhlheide ist die Pause zudem ziemlich öde, am Elsterwerdaer Platz gibt es bessere Sanitäreinrichtungen, Imbisse und Kolleginnen und Kollegen von anderen Linien zum kurzen Plaudern.
Zitat
der weiße bim
Ja, es gibt diverse Ausnahmeregelungen, wenn beispielsweise bauliche Voraussetzungen für die tarifliche Mindest-Wendezeit fehlen.
Dann wird das am anderen Ende ausgeglichen. Ansonsten würden mitbestimmungspflichtige Fahr- und Dienstpläne von der Personalvertretung abgelehnt werden.
Bei einem neuen Zwischenendpunkt ohne enge räumliche Restriktionen spricht nichts gegen ein besonderes Kehrgleis, da hier entsprechende Projektmittel aus dem Verkehrsvertrag, wahrscheinlich auch Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist das überhaupt bei den Mindestwendezeiten mit Toiletten? Muß dann an jeder Endstelle ein Lokus verfügbar sein?
Zitat
micha774
Wie ist das überhaupt bei den Mindestwendezeiten mit Toiletten? Muß dann an jeder Endstelle ein Lokus verfügbar sein?

Am Bf. Grünau ist jedenfalls so eine Berlin-Toilette vorhanden, müßte bloß ein Schlüsselschalter für die BVG nachgerüstet werden.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Der ist dort vorhanden, ich empfinde allerdings eine solche öffentl. Toilette als Zumutung fürs Personal.
In SMÖ kampierten d.ö. irgendwelche Penner im WC, weshalb es massive Proteste vom Fahrpersonal gab-
nach etlichen Jahren schaffte es die BVG dann mal, eine extra Toilette (wieder)einzurichten.

T6JP
Abgesehen von den Schilderungen von T6JP empfände ich es als äußerst ungünstig als Fahrer auf eine öffentliche Toilette angewiesen zu sein. Wenn die besetzt ist, habe ich Pech gehabt - und dann? Ich verstehe auch nicht, weshalb die BVG selbst ihre Anlagen nicht angemessen dimensioniert. Klar, weniger als ein WC geht nicht, auch wenn an der Endhaltestelle nur ein paar Mal am Tag 'n Bus steht (Arkenberge), aber weshalb scheint das gleichzeitig das Maximum zu sein? An Endhaltestellen wie U Osloer Straße oder Märkisches Viertel, Wilhelmsruher Damm gibt es allen Ernstes nur zwei WC-Doppel, von denen natürlich immer nur eine für Damen und eine für Herren nutzbar ist. Halte ich für knapp.

Im Übrigen weist keine der neuen Berliner Toiletten mehr die BVG-Schließung auf. An Endhaltestellen, die bislang auf diese Anlagen setzten, müssen nun BVG-eigene Anlagen installiert werden.

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Zitat
Philipp Borchert
Im Übrigen weist keine der neuen Berliner Toiletten mehr die BVG-Schließung auf.

Hm, der Jagdpilot behauptete einen Beitrag über Dir von der Filiale am Bf. Grünau gerade das Gegenteil.

Das Gelbe vom Ei ist die Nutzung dieser Toiletten durch BVG-Personal natürlich nicht, aber immer noch besser als gar nichts. Am Roseneck hatte ich einmal direkt ein schlechtes Gewissen, als ich in einer solchen Toilette meine Notdurft zu verrichten beabsichtigte.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Wenn, wird das auf die alte City-Toilette zu getroffen haben. Jetzt steht da die neue Berliner Toilette und die hat keine BVG-Schließung.

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
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Philipp Borchert
Wenn, wird das auf die alte City-Toilette zu getroffen haben. Jetzt steht da die neue Berliner Toilette und die hat keine BVG-Schließung.

Dann hatte ich ja doch recht.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
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Philipp Borchert
Wenn, wird das auf die alte City-Toilette zu getroffen haben. Jetzt steht da die neue Berliner Toilette und die hat keine BVG-Schließung.

Die Neue am S Karlshorst hat aber eine. Insofern scheint das jeweils nach örtlichen Gegebenheiten zwischen Wall und BVG abgesprochen zu werden.

Viele Grüße
Arnd
Was? Da war ich schon mehrfach - sowas ist mir nicht aufgefallen. Irgendwann habe ich auch nicht mehr danach geschaut. Hm...

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
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Philipp Borchert
Irgendwann habe ich auch nicht mehr danach geschaut. Hm...

Verständlich. Wenn es pressiert, hat man ja auch anderes im Sinn.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
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der weiße bim

In Richtung Schmöckwitz. Das derzeitige Streckengleis Richtung Schmöckwitz erhält einen stumpfen Gleiswechsel zum stadteinwärtigen Gleis. Nach meinen Infos wird es später zum Stumpfgleis. Ein zusätzliches, drittes Gleis zweigt östlich der Haltestelle nach rechts ab und umfährt das Stumpfgleis als neues Streckengleis.
Dafür soll der bisher für Autos genutzte Streifen zwischen Fahrradweg und Bahnkörper verwendet werden.

Ob das ganze Bauvorhaben jetzt sofort komplett verwirklicht wird, oder zunächst nur der Gleiswechsel, weiß ich nicht.
Hintergrund ist der Wunsch des Aufgabenträgers nach einem Zehnminutentakt zwischen Köpenick und Grünau sowie weiter nach Schmöckwitz im Zwanzigminutentakt. Die bestehende Gleisschleife im Wald soll für Wenden von und nach Schmöckwitz erhalten bleiben.

Hallo allerseits,

mal eine Frage in die Runde. Heute habe ich gesehen, dass auf dem stadteinwärtigen Gleis hinter der Weiche des neuen Gleiswechsels Kästen verbaut sind, auf die ich mir nicht so recht einen Reim machen kann. Weiß jemand, wozu die sind und, ob es sich um Rückfall- oder elektrische Weichen handelt? Stadtauswärtig gibt es derlei Kästen übrigens nicht!


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