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Seilbahn in Berlin
geschrieben von schallundrausch 
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 01:15
Zitat
Railroader
Und wenn ich wieder meinen Whatsaboutism einbringen darf (das gehört aber nunmal zusammen):

Lass es, es ist zum Kotzen.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Nemo
Wo gibt es denn Seilbahnen, die im Flachland ohne geografische Hindernisse gebaut worden sind und zwar als Verkehrsmittel außerhalb von Landschafts- oder Vergnügungsparks?

Zählt Köln nicht dazu? Und selbst wenn es sie bisher nicht gibt, ändert es ja nichts daran, sie zu etablieren.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Railroader
Und wenn ich wieder meinen Whatsaboutism einbringen darf (das gehört aber nunmal zusammen):

Lass es, es ist zum Kotzen.

Keine Argumente mehr?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.2020 01:45 von Railroader.
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 01:57
Glücklicherweise aber auch nicht weniger.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Nemo
Wo gibt es denn Seilbahnen, die im Flachland ohne geografische Hindernisse gebaut worden sind und zwar als Verkehrsmittel außerhalb von Landschafts- oder Vergnügungsparks?

Wow, mal ne sachliche Frage! ;)

Ich müsste jetzt tatsächlich alle bekannten urbane Seilbahnen auf den Höhenunterschied untersuchen, aber da gibt es einige. La Paz in Bolivien ist natürlich das meistgenannte Beispiel für Seilbahnen im urbanen Raum, weil mit der Roten Linie die sonst unmögliche ÖV-Aufgabe der Anbindung von der Favela El Alto bewerkstelligt wurde. Aber in dem (mittlerweile riesigen) Netz gibt es auch Strecken (-Abschnitte), die nahezu eben verlaufen. Die Weiße Linie verläuft entlang der Av. Busch z.B. vollständig flach (und endet sogar unterirdisch).
mit einer Vmax von 21 km/h und einer Durchschnittsgeschwindigkeit über alle Linien von ca. 18 km/h ist die auch gar nicht so langsam.

Auch Ankara ist mit 72m Höhendifferenz auf knapp 2 km Länge nicht wirklich steil.
[goo.gl]
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 06:48
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 06:52
Zitat
Railroader
Zitat
Nemo
Wo gibt es denn Seilbahnen, die im Flachland ohne geografische Hindernisse gebaut worden sind und zwar als Verkehrsmittel außerhalb von Landschafts- oder Vergnügungsparks?

Zählt Köln nicht dazu? Und selbst wenn es sie bisher nicht gibt, ändert es ja nichts daran, sie zu etablieren.

Köln ist eindeutig Freizeitverkehr. Die Seilbahn verläuft nämlich genau neben der Zoobrücke, die auch zu Fuß überquert werden kann, und kostet für Inhaber einer gültigen VRS-Fahrkarte 6 Euro pro Fahrt und Person. So viel zu deinem Vorbild Köln - die Leute in Karow werden sicher ganz außer sich vor Freude sein, wenn sie für jede Fahrt zum Einkaufen 12 Euro zahlen dürfen...
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 07:24
Hallo,

1957 hat es zur internationalen Bauausstellung 1957 im Hansaviertel auch eine Seibahn gegeben.
Wenn das politisch gewollt wird, geht auch VBB Tarif.

Gruß

Bernd
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 09:56
Zitat
Railroader
Zitat
Nemo
Wo gibt es denn Seilbahnen, die im Flachland ohne geografische Hindernisse gebaut worden sind und zwar als Verkehrsmittel außerhalb von Landschafts- oder Vergnügungsparks?

Zählt Köln nicht dazu? Und selbst wenn es sie bisher nicht gibt, ändert es ja nichts daran, sie zu etablieren.

In Köln geht sie doch über den Rhein? Das ist ein geografisches Hindernis!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 11:02
Zitat
O-37
Hier zum Beispiel: https://youtu.be/xJlGe7ZCUIQ
Der Aerobus in Mannheim war dann wohl doch eher der Urtyp einer Bahn für touristische Nutzung. Ich finde es ja interessant, dass man für solche einjährigen Ereignisse wie eine Buga derartig aufwändige Verkehrssysteme gebaut werden und dann baut man sie danach einfach wieder ab.

Vollkommen sinnlos!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Jay
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 12:13
Zitat
Railroader
Zitat
Jay

Aber in diesem Thema soll es ja eigentlich im Seilbahnen gehen. *seufz*

Ja, entschuldige. Ich möchte diese Seilbahn-Idee aber nicht belächeln. Köln hat auch eine, in Spanien oder China gibt es auch welche und das nicht nur auf Bergen. Ich verstehe nicht, dass man sich hierzustadt pauschal so dagegen verschließt, als wäre alles böse, was nicht Tram ist. Dass in einem Nahverkehrsforum die Eindämmung des MIV Priorität hat, verstehe ich. Es ist dann aber auch oft nicht mehr objektiv, weil das erste Ziel sein sollte, einen attraktiven ÖPNV anzubieten, den die Fahrgäste gerne nutzen und nicht nur damit gezwungen beglückt werden. Und dazu gehören einfach alle Verkehrsmittel.

Da hast du mich in deiner hineingesteigerten "Die-Straßenbahnbefürworter-gehen-mir-so-auf-die-Nerven"-Stimmung aber dermaßen falsch verstanden. Das bezog sich auf die Abweichung vom Thema (an der ich mich mit den Sätzen zuvor beteiligt habe) und beinhaltete somit auch Selbstkritik.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Wo ich mir eine Seilbahn durchaus vorstellen könnte, wäre im Bereich des Spreetunnels zwischen Friedrichshagen und dem DRK-Klinikum Köpenick. Bei geeigneter Anordnung der End- und Zwischenstationen ließen sich dadurch (neben der Schaffung einer barrierefreien Spreequerung) auch wunderbar zwei Außenäste der Straßenbahn miteinander verbinden..,

Viele Grüße
Arnd
Re: Seilbahn in Berlin
11.01.2020 20:12
Also mir fällt auf, dass Seilbahnprojekte in Berlin immer dort auftauchen, wo jemand die Straßenbahn nicht haben will und nicht dort, wo es ein Verkehrsbedürfnis gibt, das durch konventionelle Verkehrssysteme nicht gedeckt werden kann.

Grundsätzlich sind in der Ebene, wenn die Oberflächenverkehrsmittel direkte Wege fahren können, Seilbahnen relativ langsam und allenfalls gegenüber staubelasteten Straßen ein Vorteil. Mir scheinen alle urbanen Seilbahnen in unwegsamen bergigen Städten gebaut worden zu sein. In La Paz gibt es zwar auch Flachlandstrecken, aber das dürfte wohl daran liegen, dass man kein weiteres Verkehrssystem möchte, da hängt ja immer ein ganzer Rattenschwanz an Kosten dran und man ist wohl relativ zufrieden. Vor der Seilbahn gab es dort ja nur Stau und Busse...

Insbesondere bei La Paz fällt mir auf, dass man dort mehrere relativ kurze Linien hat, die teilweise hintereinander angeordnet sind. Keine Linie ist länger als 5km - warum auch immer das so ist. An der Seillänge kann es ja eigentlich nicht liegen, da man an den Haltestellen offensichtlich die Gondeln aushängt, also wäre eine beliebige Länge einer Linie mit mehreren Seilen möglich. An den Haltestellen verliert man in etwa soviel Zeit, wie man sie auch bei einer Straßenbahn verlieren würde, wobei ein barrierefreier Einstieg bei den bisher realisierten Systemen offensichtlich nicht die Regellösung ist - auch bei der langsamen Geschwindigkeit wird es eine Seniorengruppe nicht schaffen aus der Bahn auszusteigen - vermutlich kann hier aber Abhilfe geschaffen werden. Die Reisegeschwindigkeit ist in etwa auf dem Niveau einer Straßenbahn, wobei eine Straßenbahn mit eigenem Gleiskörper oder in einer nicht staubelasteten Straße und vernünftigen Ampelschaltungen schneller wäre. Die Seilbahn würde natürlich damit punkten, dass man im Grunde keine Wartezeiten auf sie hat. Dann sind die Stationen gegenüber Straßenbahnhaltestellen dann doch sehr aufwändig. Da würde man ganze Busbahnhöfe unterbringen. Aus letzterem folgt dann wohl auch ein gegenüber einer Straßenbahn relativ langer Stationsabstand. Dementsprechend ist eine Seilbahn eher für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen geeignet, für Flächenerschließung eher weniger. Irgendwie denke ich da eher an solche Strecken wie Wannsee-Heckeshorn-Kladow als sinnvolle Strecke für eine Seilbahn, weil man da das Angebot gerne ausweiten möchte, aber man dann eben mehr Personal und ein zweites Schiff bräuchte. Vermutlich aber von der Nachfrage her nicht seilbahnwürdig.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Immerhin gibt es auch Seilbahnen auf der Straße. In San Franzisco im US-Bundesstaat Kalifornien haben sich drei Kabelbahn-Linien bis heute gehalten.
So eine Kabelbahn wäre bestimmt auch in Berlin möglich. Sie wird heutzutage elektrisch angetrieben, aber benötigt weder Masten noch Oberleitung.
Wer erteilt nun wem einen Prüfauftrag?

so long

Mario
Re: Seilbahn in Berlin
12.01.2020 03:05
Zitat
Arnd Hellinger
Wo ich mir eine Seilbahn durchaus vorstellen könnte, wäre im Bereich des Spreetunnels zwischen Friedrichshagen und dem DRK-Klinikum Köpenick. Bei geeigneter Anordnung der End- und Zwischenstationen ließen sich dadurch (neben der Schaffung einer barrierefreien Spreequerung) auch wunderbar zwei Außenäste der Straßenbahn miteinander verbinden..,

Ich glaube, ganz egal mit welchem Verkehrsmittel Du die beiden Endstationen verbinden würdest - Der Fahrgastbedarf ist sehr bedeutend geringer, als es eine Direktverbindung rechtfertigen würde. Du wirst den "Andrang" an einem schönen Frühlingssonntagnachmittag fast nie zu anderen Zeiten erreichen. Und Gelegenheitsfahrgste müssen dann halt nen Umweg nehmen

Mit besten Grüßen

phönix
Ich könnte mir eine Seilbahn von Wannsee nach Kladow gut vorstellen. Im Gegensatz zur Fähre wäre sie ganzjährig in Betrieb und könnte die Fahrgäste zeitlich gleichmäßig verteilen (Fähre fährt nur einmal pro Stunde). Durch variable Abfahrtszeiten könnte dann Kladow und Umgebung attraktiver für Pendler werden, zumal Wannsee mit dem S- und Regionalbahnhof einen guten Anschluss in diverse Richtungen bietet.
Re: Seilbahn in Berlin
12.01.2020 10:55
Zitat
DaniOnline
Ich könnte mir eine Seilbahn von Wannsee nach Kladow gut vorstellen. Im Gegensatz zur Fähre wäre sie ganzjährig in Betrieb und könnte die Fahrgäste zeitlich gleichmäßig verteilen (Fähre fährt nur einmal pro Stunde). Durch variable Abfahrtszeiten könnte dann Kladow und Umgebung attraktiver für Pendler werden, zumal Wannsee mit dem S- und Regionalbahnhof einen guten Anschluss in diverse Richtungen bietet.

Sag ich doch!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
DaniOnline
Im Gegensatz zur Fähre wäre sie ganzjährig in Betrieb (...)

Die F10 fährt das ganze Jahr hindurch.

****
Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Jay
Re: Seilbahn in Berlin
12.01.2020 11:23
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
DaniOnline
Im Gegensatz zur Fähre wäre sie ganzjährig in Betrieb (...)

Die F10 fährt das ganze Jahr hindurch.

Ggf. wird die Fähre bei Eisgang eingestellt. Eine Seilbahn ist aber auch nicht witterungsunabhängig, sondern muss ab einer gewissen Windstärke erst gedrosselt und dann ganz eingestellt werden.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Re: Seilbahn in Berlin
12.01.2020 11:35
Zitat
Jay
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
DaniOnline
Im Gegensatz zur Fähre wäre sie ganzjährig in Betrieb (...)

Die F10 fährt das ganze Jahr hindurch.

Ggf. wird die Fähre bei Eisgang eingestellt. Eine Seilbahn ist aber auch nicht witterungsunabhängig, sondern muss ab einer gewissen Windstärke erst gedrosselt und dann ganz eingestellt werden.

Ach, dann verlegt man die Seilbahn einfach in einen Tunnel und schon kann sie vom Wetter unabhängig verkehren... ,-)

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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