Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Seilbahn in Berlin
geschrieben von schallundrausch 
Re: Seilbahn in Berlin
02.02.2020 22:53
Sehr schön fand ich, was Christian Böttger zum Thema Seilbahn meinem Kollegen von "nd" gesagt hat.

Zitat
Artikel Seilbahnfieber im Flachland
»Mir ist das Anwendungsgebiet noch nicht klar«, meint auch der Verkehrsexperte Christian Böttger, Professor für Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, zu »nd«. Zwar sei die Seilbahn »überall in der Welt als große Heilsbringertechnologie angepriesen« worden, doch bislang habe sie in keinem Industrieland ernsthaft Anwendung in der Verkehrsplanung gefunden.
Den Hype sieht Böttger auch als Ergebnis cleveren Marketings. »Die Seilbahnhersteller haben die Lösung und suchen nach dem Problem - gerade weil die klassischen Anwendungen in Skigebieten zunehmend wegbrechen.«



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.2020 22:55 von nicolaas.
Re: Seilbahn in Berlin
20.02.2020 13:56
Zitat
hvhasel
Das habe ich heute schmunzelnd in der Online-Ausgabe der Morgenpost gesehen, leider nur nach Anmeldung vollständig zu lesen:
...
Also, alles wie immer!

Also, auch hier wie immer: Morgenpostartikel kann man vollständig lesen, wenn man von Google kommt. Also nach

Seilbahn zwischen Kladow und Wannsee gefordert

googeln, draufklicken und los..

Zitat
hvhasel
Die Sprecherin SenUVK ist wegen Investition, Parallelverkehr zur Fähre und Eingriff in Umwelt und Natur skeptisch. Also, alles wie immer!

Zitat:
„Es ist fraglich, ob eine zusätzliche Seilbahnverbindung zur Fähre angesichts der hohen Investitionskosten im Verhältnis zum Fahrgastaufkommen wirtschaftlich darstellbar wäre“, sagt sie.
(Ende Zitat)

Und Holger heißt Heiner.
Re: Seilbahn in Berlin
20.02.2020 15:24
Zitat
Global Fisch

Zitat:
„Es ist fraglich, ob eine zusätzliche Seilbahnverbindung zur Fähre angesichts der hohen Investitionskosten im Verhältnis zum Fahrgastaufkommen wirtschaftlich darstellbar wäre“, sagt sie.
(Ende Zitat)

Weiß eigentlich jemand wie viele Leute täglich von Kladow mit dem Bus in Richtung Berliner Innenstadt fahren und wie viele mit dem Auto?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat

"Global Fisch" am 20.2.2020 um 14.35 Uhr:

Morgenpostartikel kann man vollständig lesen, wenn man von Google kommt.

Man kann hier sogar die Suche verlinken. ;-)

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Global Fisch
Zitat
hvhasel
Das habe ich heute schmunzelnd in der Online-Ausgabe der Morgenpost gesehen, leider nur nach Anmeldung vollständig zu lesen:
...
Also, alles wie immer!

Also, auch hier wie immer: Morgenpostartikel kann man vollständig lesen, wenn man von Google kommt. Also nach

Seilbahn zwischen Kladow und Wannsee gefordert

googeln, draufklicken und los..

Zitat
hvhasel
Die Sprecherin SenUVK ist wegen Investition, Parallelverkehr zur Fähre und Eingriff in Umwelt und Natur skeptisch. Also, alles wie immer!

Zitat:
„Es ist fraglich, ob eine zusätzliche Seilbahnverbindung zur Fähre angesichts der hohen Investitionskosten im Verhältnis zum Fahrgastaufkommen wirtschaftlich darstellbar wäre“, sagt sie.
(Ende Zitat)

Und Holger heißt Heiner.

Bewusst missverstehen geht auch bei den Grünen. Ich will die Herausforderungen bei rechtliche Betrachtung, Naturschutz, Denkmalschutz etc. gar nicht kleinreden. Aber eine Seilbahn soll ja die Fähre nicht ergänzen, sondern ersetzen. Und Fahrgastzahlen einer stündlichen, rund zwanzigminütigen Verbindung mit eingeschränkten Betriebszeiten heranzuziehen um ein Angebot in dichter Taktung, mit halber Fahrzeit und im 20h-Betrieb zu bewerten ist... au Mann.
Re: Seilbahn in Berlin
20.02.2020 16:52
Mich würden die voraussichtlichen Investitionskosten einer solchen Verbindung interessieren. Billiger als die U5 wird es bestimmt, aber bezogen auf die geschätzte Fahrgastanzahl pro Tag von ...?
Re: Seilbahn in Berlin
20.02.2020 16:54
Zitat
schallundrausch
Bewusst missverstehen geht auch bei den Grünen. Ich will die Herausforderungen bei rechtliche Betrachtung, Naturschutz, Denkmalschutz etc. gar nicht kleinreden. Aber eine Seilbahn soll ja die Fähre nicht ergänzen, sondern ersetzen. Und Fahrgastzahlen einer stündlichen, rund zwanzigminütigen Verbindung mit eingeschränkten Betriebszeiten heranzuziehen um ein Angebot in dichter Taktung, mit halber Fahrzeit und im 20h-Betrieb zu bewerten ist... au Mann.

Ja, diesen Part habe ich auch nicht verstanden. Deshalb auch mein Kommentar "alles wie immer". Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass die CDU Spandau sich selbst gar kein Ende eines Fährbetriebs vorstellen kann und das in ihrem Antrag auch ausdrückt. Lirum larum, das ist trotzdem nicht der Showstopper.
Zitat
hvhasel
Zitat
schallundrausch
Bewusst missverstehen geht auch bei den Grünen. Ich will die Herausforderungen bei rechtliche Betrachtung, Naturschutz, Denkmalschutz etc. gar nicht kleinreden. Aber eine Seilbahn soll ja die Fähre nicht ergänzen, sondern ersetzen. Und Fahrgastzahlen einer stündlichen, rund zwanzigminütigen Verbindung mit eingeschränkten Betriebszeiten heranzuziehen um ein Angebot in dichter Taktung, mit halber Fahrzeit und im 20h-Betrieb zu bewerten ist... au Mann.

Ja, diesen Part habe ich auch nicht verstanden. Deshalb auch mein Kommentar "alles wie immer". Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass die CDU Spandau sich selbst gar kein Ende eines Fährbetriebs vorstellen kann und das in ihrem Antrag auch ausdrückt. Lirum larum, das ist trotzdem nicht der Showstopper.

Na ja. Ich neige ja auch dazu, auch auf den größten Mist noch sachlich einzugehen, um ihn nach Möglichkeit zu entkräften. Das weltweit größte Seilbahnsystem in La Paz und El Alto ist bei den Baukosten mit den Kosten für den Bau eines Tramsystems vergleichbar und bei der Verkürzung der Reisezeit gegenüber dem Schiff wäre ich auch skeptisch.

Ebenso skeptisch wäre ich bei den erwartbaren Fahrgastzahlen eines wie auch immer gearteten Seilbahnsystems zwischen Kladow und Wannsee - mehr noch: Ich behaupte, so ein System würde wegen der relativ hohen Kosten, die in keinem Verhältnis zu den erwartbaren Fahrgastzahlen stünden, krachend durch jede standardisierte Bewertung fallen.

Mag die BVV Spandau auch diesen Unfug, mit denen man die wirklichen Verkehrsprobleme in der Havelstadt mit einiger Sicherheit nicht lösen würde, ruhig beschließen.

Meine Vorschläge für Spandau wären, die S-Bahnplanungen für ein Ziel westlich von Spandau voranzutreiben, für Verbesserungen im Regionalverkehr der Eisenbahn zu sorgen, die Rückkehr der Straßenbahn in die Havelstadt konsequent voranzubringen und evtl. ergänzend (eher restriktiv, um die Rückkehr der von der Kapazität her höherwertigen Tram nicht zu gefährden) ein kleineres, aber dennoch wirtschaftliches Obusnetz aufzubauen.

Zentral für Spandau sind meines Erachtens S-Bahn und Straßenbahn, danach die Regionalbahn sowie die Obusplanungen. Worüber wird stattdessen diskutiert: Über nicht finanzierbare U-Bahnen und eine Seilbahn - über irgendwelche Nebelkerzen. Womöglich ist Hamburg gar nicht so weit entfernt.

Einen schönen Freitag wünscht Euch
Marienfelde
Re: Seilbahn in Berlin
26.02.2020 09:41
Zitat
B-V 3313
Zitat
Nemo
Skeptisch bin ich bei den Kleingartenvereinen und anderen Kleinbürgern dort im Norden, dass sie es gut finden werden, wenn ihnen alle 2min eine Gondel übern Kopf schwebt und sie beim Rumräkeln am Aufblaspool stört. Bei einer Straßenbahn würde da eine hohe Hecke abhilfe schaffen.

Das Bundeskleingartengesetz lässt diese hohe Hecke aber gar nicht zu.

Wo im Bundeskleingartengesetz wird die Höhe von Hecken geregelt, oder Hecken überhaupt erwähnt?


heute mal keine sig
Re: Seilbahn in Berlin
26.02.2020 10:34
Zitat
schallundrausch
Zitat
Nemo
Zitat
DaniOnline
Ich könnte mir eine Seilbahn von Wannsee nach Kladow gut vorstellen. Im Gegensatz zur Fähre wäre sie ganzjährig in Betrieb und könnte die Fahrgäste zeitlich gleichmäßig verteilen (Fähre fährt nur einmal pro Stunde). Durch variable Abfahrtszeiten könnte dann Kladow und Umgebung attraktiver für Pendler werden, zumal Wannsee mit dem S- und Regionalbahnhof einen guten Anschluss in diverse Richtungen bietet.

Sag ich doch!

Dann sind wir schon zu dritt ;)

Zu viert. Es dürften sich in diesem Forum Spuren von meiner Befürwortung einer solchen Verbindung finden.


heute mal keine sig
Zitat
Salzfisch
Zitat
schallundrausch
Eine generelle Zustimmungspflichtikeit zum 'Überschweben' von Grund seitens es Eigentümers gibt es nicht. Oder wo leitest Du die ab, def?

In meinem Beitrag von heute, 12:16 Uhr1 hatte ich einen Link zu einem "Juristenforum" gepostet, die verweisen dort auf § 905 BGB.
Welcher lautet
Zitat
§ 905 BGB
Das Recht des Eigentümers eines Grundstücks erstreckt sich auf den Raum über der Oberfläche und auf den Erdkörper unter der Oberfläche. Der Eigentümer kann jedoch Einwirkungen nicht verbieten, die in solcher Höhe oder Tiefe vorgenommen werden, dass er an der Ausschließung kein Interesse hat.

Seilbahnen müssen laut Berliner Seilbahngesetz (jedes Bundesland muß sein eigenes haben) §11 Absatz 1 planfestgestellt werden (gemäß §72ff des VwVfG (Verwaltungsverfahrensgesetz), sofern die Seilbahn nicht gemäß §11 Absatz 2 LSeilbG einfach genehmigt werden kann.

Beim Planfeststellungsverfahren hat jeder Mensch, der seine Interessen unmittelbar durch das geplante Bauwerk beeinträchtigt sieht, gemäß §73(4) VwVfG Einwände erheben, und über dies Einwände wird im Laufe des Planfeststellungsverfahrens entschieden, ggf. durch spätere gerichtliche Nachprüfung durch Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht.

Zitat
VwVfG § 73 (4)
Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift bei der Anhörungsbehörde oder bei der Gemeinde Einwendungen gegen den Plan erheben. Im Falle des Absatzes 3 Satz 2 bestimmt die Anhörungsbehörde die Einwendungsfrist. Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Ich versteh den letzten Satz so, daß mit §905 BGB begründete Einwände auch nach Ablauf der Einwendungsfrist noch vorgetragen werden können.


heute mal keine sig



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.02.2020 11:18 von L.Willms.
Huhu,

ich hoffe, das wird jetzt hier nicht die nächste U4-Debatte! :'D

Aber durch Deine doch sehr pauschale Ablehnung war ich angestachelt und habe mal ein paar Fakten recherchiert. Widerspruch erzeugt halt Ehrgeiz. Ah verdammt, wieder getriggert! :)

Über einen Kosten-Nutzen-Faktor kann ich natürlich genausowenig sagen, wie Du. Dazu ist die Materie zu komplex, die Berechnugsverfahren zu kompliziert. Auf der Sollseite haben wir die Investitionskosten. DIe schätze ich grob auf unter 50 Mio. Euro. Die Kienbergseilbahn hat 14 Mio. gekostet. Für Kladow gehe ich von einem wesentlich größeren und leistungsfähigeren System, einer 3S-Bahn aus. Ein vergleichbares - gescheitertes - Projekt in Hamburg war mit 35 Mio. Euro taxiert. (Preis von 2014). Ich denke meine Einschätzung ist dahingehend realistisch.

Auf der Habenseite muss man jedoch nicht nur die eingesparten Betriebskosten des Schiffes rechnen. Ich gehe davon aus (wie Du wahrscheinlich auch), dass der Betrieb eines Schiffes mit 2(?) Mann Besatzung 12h am Tag günstiger kommt, als eine Seilbahn 20h am Tag fahren zu lassen. Zusätzlich muss aber auch der volkswirschaftliche Nutzen durch verringerte Reisezeit, Umstieg vom Auto auf Öffis, Verringerung der Belastung der Straßen und dadurch Staureduktion und vieles andere mehr mit berücksichtigt werden. Das kann seriös keiner von uns beiden beziffern.

Wesentlich ist aber der Verlagerungseffekt, auch den kann ich nicht quantifizieren, aber ich kann mit einiger Sicherheit annehmen, dass der enorm sein wird. Aktuell gibt es eine stündliche Verbindung mit 300 pphpd. Die reine Fahrzeit beträgt 20 Minuten. man muss aber realistischerwiese den Fußweg von und zur Anlegestelle mit einberechnen, wenn wir die Fähre als Linie im Öffi-Verbund ansehen wollen. Kommen auf Kladower Seite 7, in Wannsee 4 Minuten dazu, jeweils bis zur Bushaltestelle oder zum Bahnhof (sportlich gerechnet, der Weg ist an beiden Ufern steil). Macht eine Gesamtreisezeit zwischen zwei Umstiegen von mindestens 30 Minuten, eher mehr.

Eine Seilbahn käme auf eine Gesamtreisezeit (Bushaltestelle Alt-Kladow bis Bhf Wannsee) von 11 Minuten. Ungefähr ein Drittel. Um die geringe Kapazität von der Fähre zu erreichen, müsste man mindestens alle 5 Minuten fahren. Realistisch würde aber eher jede Minute, oder sogar mehrmals pro Minute, eine Gondel abfahren.

Wenn jetzt eine Linie, die stündlich fährt, für Freizeitverkehr und Spätarbeiter unbrauchbar ist, weil sie zu früh schließt, wenn diese Linie in ihrer Fahrzeit gedrittelt wird, die Betriebszeit in den späten Abend ausgedehnt wird, die Frequenz mindestens verzehnfacht wird, wenn diese zudem an die Aufkommensschwerpunkte und Umsteigestationen andockt... dann ist nicht mit einer Fahrgaststeigerung im zweistelligen Prozentbereich auszugehen. Dann werden sich die Fahrgastzahlen vervielfachen. Die Frage ist nur, wie hoch der Faktor ausfallen wird.

Es würde zu einer signifikanten Verlagerung der Reisewege kommen. Es wäre auf einmal schneller, mit Seilbahn und S-Bahn nach Steglitz und Zehlendorf zum Einkaufen zu fahren, anstatt mit dem Bus oder Auto nach Spandau, die City West wäre über Wannsee schneller erreichbar, als über Spandau, der Kladower Damm würde massiv vom Verkehr entlastet werden.

Ich kann das nicht genau in Zahlen ausdrücken, dazu fehlen mir die entsprechenden Modelle und die Software. Aber ohne diese Prüfung genau durchzuführen kann man keineswegs zu dem Schluss kommen: das kann sich nie lohnen.

Zitat
Marienfelde
Zitat
hvhasel
Zitat
schallundrausch
Bewusst missverstehen geht auch bei den Grünen. Ich will die Herausforderungen bei rechtliche Betrachtung, Naturschutz, Denkmalschutz etc. gar nicht kleinreden. Aber eine Seilbahn soll ja die Fähre nicht ergänzen, sondern ersetzen. Und Fahrgastzahlen einer stündlichen, rund zwanzigminütigen Verbindung mit eingeschränkten Betriebszeiten heranzuziehen um ein Angebot in dichter Taktung, mit halber Fahrzeit und im 20h-Betrieb zu bewerten ist... au Mann.

Ja, diesen Part habe ich auch nicht verstanden. Deshalb auch mein Kommentar "alles wie immer". Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass die CDU Spandau sich selbst gar kein Ende eines Fährbetriebs vorstellen kann und das in ihrem Antrag auch ausdrückt. Lirum larum, das ist trotzdem nicht der Showstopper.

Na ja. Ich neige ja auch dazu, auch auf den größten Mist noch sachlich einzugehen, um ihn nach Möglichkeit zu entkräften. Das weltweit größte Seilbahnsystem in La Paz und El Alto ist bei den Baukosten mit den Kosten für den Bau eines Tramsystems vergleichbar und bei der Verkürzung der Reisezeit gegenüber dem Schiff wäre ich auch skeptisch.

Ebenso skeptisch wäre ich bei den erwartbaren Fahrgastzahlen eines wie auch immer gearteten Seilbahnsystems zwischen Kladow und Wannsee - mehr noch: Ich behaupte, so ein System würde wegen der relativ hohen Kosten, die in keinem Verhältnis zu den erwartbaren Fahrgastzahlen stünden, krachend durch jede standardisierte Bewertung fallen.

Mag die BVV Spandau auch diesen Unfug, mit denen man die wirklichen Verkehrsprobleme in der Havelstadt mit einiger Sicherheit nicht lösen würde, ruhig beschließen.

Meine Vorschläge für Spandau wären, die S-Bahnplanungen für ein Ziel westlich von Spandau voranzutreiben, für Verbesserungen im Regionalverkehr der Eisenbahn zu sorgen, die Rückkehr der Straßenbahn in die Havelstadt konsequent voranzubringen und evtl. ergänzend (eher restriktiv, um die Rückkehr der von der Kapazität her höherwertigen Tram nicht zu gefährden) ein kleineres, aber dennoch wirtschaftliches Obusnetz aufzubauen.

Zentral für Spandau sind meines Erachtens S-Bahn und Straßenbahn, danach die Regionalbahn sowie die Obusplanungen. Worüber wird stattdessen diskutiert: Über nicht finanzierbare U-Bahnen und eine Seilbahn - über irgendwelche Nebelkerzen. Womöglich ist Hamburg gar nicht so weit entfernt.

Einen schönen Freitag wünscht Euch
Marienfelde
Re: Seilbahn in Berlin
28.02.2020 15:55
Zitat
schallundrausch
Es würde zu einer signifikanten Verlagerung der Reisewege kommen. Es wäre auf einmal schneller, mit Seilbahn und S-Bahn nach Steglitz und Zehlendorf zum Einkaufen zu fahren, anstatt mit dem Bus oder Auto nach Spandau, die City West wäre über Wannsee schneller erreichbar, als über Spandau, der Kladower Damm würde massiv vom Verkehr entlastet werden.

Sorry, aber das gilt nur für die Anwohner der Seilbahnstation. Wer schon im Bus nach Spandau sitzt, der steigt zum Einkaufen nicht zweimal, eher dreimal (U-Bahn/Bus ab Steglitz zur Schloßstraße) um.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: Seilbahn in Berlin
28.02.2020 16:27
Zitat
B-V 3313
Zitat
schallundrausch
Es würde zu einer signifikanten Verlagerung der Reisewege kommen. Es wäre auf einmal schneller, mit Seilbahn und S-Bahn nach Steglitz und Zehlendorf zum Einkaufen zu fahren, anstatt mit dem Bus oder Auto nach Spandau, die City West wäre über Wannsee schneller erreichbar, als über Spandau, der Kladower Damm würde massiv vom Verkehr entlastet werden.

Sorry, aber das gilt nur für die Anwohner der Seilbahnstation. Wer schon im Bus nach Spandau sitzt, der steigt zum Einkaufen nicht zweimal, eher dreimal (U-Bahn/Bus ab Steglitz zur Schloßstraße) um.

Sehe ich nicht so. Natürlich holst Du keine Fahrgäste, die nach Spandau wollen, in die Seilbahn, Fahrgäste Richtung City West und weiter östlich aber schon.

Denn den Umstieg in die Seilbahn kann man kaum als echten Umstieg werten, da man aufgrund des dichten Takts praktisch keine Wartezeiten hat und kein Anschlussverlust befürchtet werden muss. Für entscheidend halte ich aber, dass man direkt an der Bushaltestelle Alt-Kladow in die Seilbahn einsteigen kann und am Bahnhof Wannsee am heutigen Taxistand ankommt. Der Weg vom Imchenplatz zu den Bussen dürfte viele Fahrgäste allein wegen des Höhenunterschieds abschrecken.

Bei einer Länge von 4,4 km und einer zu erwartenden Fahrzeit von 17 Minuten und der Nutzung des Regionalverkehrs würde man ca. 13 Minuten auf der Strecke Alt-Kladow - Alexanderplatz einsparen. Ohne Regionalverkehr wären es immer noch 6 Minuten und man erspart sich die Stauabhängigkeit des Busverkehrs.
Re: Seilbahn in Berlin
28.02.2020 16:33
Zitat
willi79
Denn den Umstieg in die Seilbahn kann man kaum als echten Umstieg werten, da man aufgrund des dichten Takts praktisch keine Wartezeiten hat und kein Anschlussverlust befürchtet werden muss.

Nun steigt man aus der Seilbahn aber auch wieder aus und die Anschlussverkehrsmittel verkehren weitaus seltener.

Zitat
willi79
Für entscheidend halte ich aber, dass man direkt an der Bushaltestelle Alt-Kladow in die Seilbahn einsteigen kann und am Bahnhof Wannsee am heutigen Taxistand ankommt.

Das soll in Kladow wie gelöst werden?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: Seilbahn in Berlin
28.02.2020 16:50
Seilbahnen laufen doch heutzutage autonom, also hält sich der Personalaufwand doch in Grenzen. Und sie schaltet sich auch nur ein wenn sie gebraucht wird und spart also Betriebkosten. Wer späht abends nach hause kommt könnte die Bahn auch per App einschalten. Moderne Seilbahnen können heute schon Einiges.
Re: Seilbahn in Berlin
28.02.2020 17:03
Wow! In einem anderen Thread forderst du Barrierefreiheit und hier kommst du mit so etwas um die Ecke...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: Seilbahn in Berlin
28.02.2020 18:06
Zitat
B-V 3313
Zitat
willi79
Denn den Umstieg in die Seilbahn kann man kaum als echten Umstieg werten, da man aufgrund des dichten Takts praktisch keine Wartezeiten hat und kein Anschlussverlust befürchtet werden muss.

Nun steigt man aus der Seilbahn aber auch wieder aus und die Anschlussverkehrsmittel verkehren weitaus seltener.

Man steigt max. 1x öfter um, nämlich das Umsteigen in die Seilbahn, was nicht weiter ins Gewicht fällt.

Über Kladower Damm (1-2 Umstiege):
- Bus nach Spandau -> Umsteigen in die Regionalbahn oder
- Bus zum S-Bhf. Heerstr. -> Umsteigen in die S-Bahn
ggf. kommt noch ein zweiter Umstieg hinzu, wenn man nicht an einem Bus wohnt, der direkt zur S-Bahn oder Regionalbahn fährt.

Über Wannsee mit der Seilbahn (2 Umstiege):
- Bus nach Alt Kladow -> Umstieg in die Seilbahn (fällt nicht ins Gewicht) nach S Wannsee -> Umstieg in S- oder Regionalbahn

Die Seilbahn ist also nicht wirklich im Nachteil, wenn man eh Alt-Kladow umsteigen muss sogar im Vorteil.

Zitat
B-V 3313
Zitat
willi79
Für entscheidend halte ich aber, dass man direkt an der Bushaltestelle Alt-Kladow in die Seilbahn einsteigen kann und am Bahnhof Wannsee am heutigen Taxistand ankommt.

Das soll in Kladow wie gelöst werden?

Von der Bushaltestelle über das Gemeindehaus, eine Stütze in den Wald, nördlich vom "Piratenschiff" und dann über die Insel Imchen auf den Wannsee. Außer dem Kirchengrundstück überquert man dann keine anderen bebauten Grundstücke direkt.

[www.openstreetmap.org]
Zitat
willi79

Bei einer Länge von 4,4 km und einer zu erwartenden Fahrzeit von 17 Minuten und der Nutzung des Regionalverkehrs würde man ca. 13 Minuten auf der Strecke Alt-Kladow - Alexanderplatz einsparen. Ohne Regionalverkehr wären es immer noch 6 Minuten und man erspart sich die Stauabhängigkeit des Busverkehrs.

Alt Kladow - Alexanderplatz ... ist das jetzt wirklich eine so stark nachgefragte Relation? Wie viel Kladower wollen denn so täglich zum Alex? Wenn der Bedarf so groß ist, sollte man die Seilbahn vielleicht gleich bis zum Alex führen, dann entfällt der lästige Umstieg.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen