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Fragen (I/2021)
geschrieben von Philipp Borchert 
def
Re: Fragen (I/2021)
04.06.2021 22:53
Zitat
Logital
Zitat
Wollankstraße
Wie wäre es mal mit einer großen Demo von Fußgängern, Mobilitätseingeschränkten und Motorisierten, die großflächig in Berlin ausschließlich über Radwege führt ?

Eine Demonstration von Motorisierten auf Radwegen findet alltäglich statt. Meistens parkend und unangemeldet.

Fußgänger/innen beteiligen sich zuweilen auch dran, kommen aber natürlich nicht an die Dreistigkeit und Gefährlichkeit des Autoverkehrs heran (und gefährden sich ebenso stark, wenn sie ohne zu schauen auf Radwege treten).

Aber Du hast Recht: das, was Wollankstraße als große Demo ansieht, heißt einfach "Alltag". Lustig ist die Vorstellung aber schon, wie der Demonstrationszug über Wurzeln auf 50 cm breiten Radwegen stolpert, um Straßenlaternen und Verkehrsschilder balanciert und sich dann zwischendurch alle paar hundert Meter auflöst (wenn ein Radweg mal wieder im Nichts endet). Sein teuflischer Plan würde nämlich voraussetzen, dass es sowas wie ein Radwegenetz überhaupt gibt.

Zitat
Wollankstraße
Dieses Gepämper der Radfahrer nervt schon lange

Gepamper? Schwing' Dich doch mal selbst auf ein Rad und erledige ein paar Wege damit, dann wir reden weiter... Mit Verlaub: Du scheinst einen sehr gewöhnungsbedürftigen Umgang mit Kleinkindern zu pflegen, wenn der Umgang mit Radfahrenden in Berlin für Dich einem Pampern gleichkommt...



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.2021 23:22 von def.
def
Re: Fragen (I/2021)
04.06.2021 22:55
Zitat
Möckernbrücke
Früher war es Standard Fahrradwege rechts von schützenden Autoparkplätzen anzulegen.

Vor was haben die geschützt? Vor Schulterblicken der Autofahrenden? Davor, dass der gemeine Autofahrende den Anblick von Radfahrenden ertragen muss?

Vor Unfällen jedenfalls nicht. Der Klassiker ist noch immer der Rechtsabbieger, der zu blöd für einen Schulterblick ist - 9/17 bzw. 10/19 (je nach Zählung) tödlichen Radunfällen in Berlin 2020 hatten diese Ursache.

Und diese Situation ist bei Führung des Radweges rechts der Autolagerflächen viel gefährlicher. Denn bei einer Führung links der Autolagerflächen hat selbst der blindeste und desinteressierteste Autofahrer zumindest die Chance, dass er vorher den potentiellen Unfallgegner überholt und somit wahrnimmt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.2021 23:14 von def.
Re: Fragen (I/2021)
04.06.2021 23:13
Zitat
Möckernbrücke
Früher war es Standard Fahrradwege rechts von schützenden Autoparkplätzen anzulegen.

Dieser Ungeist existiert anscheinend heute noch zumindest teilweise - siehe den SuperDuper-Pop-Up-Radweg in der Kantstraße.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Logital
Eine Demonstration von Motorisierten auf Radwegen findet alltäglich statt. Meistens parkend und unangemeldet.

Def, dieses in der Tat schlimme Verhalten der Motorisierten und die Konflikte bzw. Unfälle durch das entsprechende Chaos wurde/wird durch Radwege rechts von den Parkplätzen wirksam unterbunden. Ok, das ist Verkehrspolitik von gestern, aber dann muss man eben mit rasant steigenden Zahlen von Konflikten und toten Radfahrern „leben“. Ich finde diese Entwicklung erschreckend. Willst Du damit leben, nur damit Du dich als „Sieger“ fühlen kannst?

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 00:13
Zitat
Möckernbrücke
Zitat
Logital
Eine Demonstration von Motorisierten auf Radwegen findet alltäglich statt. Meistens parkend und unangemeldet.

Def, dieses in der Tat schlimme Verhalten der Motorisierten und die Konflikte bzw. Unfälle durch das entsprechende Chaos wurde/wird durch Radwege rechts von den Parkplätzen wirksam unterbunden.

Nein, Radwege werden dann bevorzugt von Querparkern zugeparkt, obwohl in der betreffenden Straße eigentlich Längsparken angesagt ist. Dummerweise gibt es in dieser Situation keine legale Möglichkeit an den Parkern vorbeizufahren.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
def
Der Klassiker ist noch immer der Rechtsabbieger, der zu blöd für einen Schulterblick ist

Grundsätzlich hast Du Recht, aber deine Wortwahl verrät viel über deine Einstellung anderer Verkehrsteilnehmer gegenüber. Das kann nur schiefgehen.

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 00:25
Zitat
Möckernbrücke
Zitat
Logital
Eine Demonstration von Motorisierten auf Radwegen findet alltäglich statt. Meistens parkend und unangemeldet.

Def, dieses in der Tat schlimme Verhalten der Motorisierten und die Konflikte bzw. Unfälle durch das entsprechende Chaos wurde/wird durch Radwege rechts von den Parkplätzen wirksam unterbunden. Ok, das ist Verkehrspolitik von gestern, aber dann muss man eben mit rasant steigenden Zahlen von Konflikten und toten Radfahrern „leben“. Ich finde diese Entwicklung erschreckend. Willst Du damit leben, nur damit Du dich als „Sieger“ fühlen kannst?

Der klassische "Radweg auf dem Gehweg" bringt genauso Konflikte. Erinnert sei an den toten Jungen an der Nauener Straße Ecke Brunsbütteler Damm. Und auch diese Radwege werden gerne zugeparkt. Täglich live zu sehen in der Spandauer Klosterstraße oder der Ruhlebener Straße. Da wird dann die Busspur manchmal auf Kosten des Radwegs freigehalten.

Merkwürdigerweise gibt es Stellen, da parkt kein Autofahrer - auf Autobahnen. Wie kriegt man dieses Verhalten auf Stadtstraßen in die Köpfe? Vielleicht die gleiche Strafen ansetzen?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 00:29
Zitat
Möckernbrücke
Zitat
def
Der Klassiker ist noch immer der Rechtsabbieger, der zu blöd für einen Schulterblick ist

Grundsätzlich hast Du Recht, aber deine Wortwahl verrät viel über deine Einstellung anderer Verkehrsteilnehmer gegenüber. Das kann nur schiefgehen.

Die Wortwahl kostet keine Leben, das Verhalten vieler Autofahrer leider schon. Wo bleibt denn der Sturm der Entrüsung nach dem tödlichen Unfall auf der Frankfurter Allee?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Nemo
Nein, Radwege werden dann bevorzugt von Querparkern zugeparkt, obwohl in der betreffenden Straße eigentlich Längsparken angesagt ist. Dummerweise gibt es in dieser Situation keine legale Möglichkeit an den Parkern vorbeizufahren.

Ok, das ist ärgerlich. Allerdings sehe ich sowas in meinem Kiez äußerst selten. Hier gibt es noch baulich angehobene Radwege.

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
def
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 00:35
Zitat
Möckernbrücke
Def, dieses in der Tat schlimme Verhalten der Motorisierten und die Konflikte bzw. Unfälle durch das entsprechende Chaos wurde/wird durch Radwege rechts von den Parkplätzen wirksam unterbunden.

Nein, es wurde nicht unterbunden, sondern nur aus dem Sichtfeld der Autofahrenden verbannt. Unterbinden kann man im Zweifelsfall übrigens das Parken, wenn es sonst zu gefährlich ist. (Das Parken im Sinne des dauerhaften Abstellens auf jeden Fall - ggf. müsste man an einigen Orten Lösungen für Halten und die Anlieferung von Geschäften finden.)
def
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 00:38
Zitat
B-V 3313
Zitat
Möckernbrücke
Zitat
def
Der Klassiker ist noch immer der Rechtsabbieger, der zu blöd für einen Schulterblick ist

Grundsätzlich hast Du Recht, aber deine Wortwahl verrät viel über deine Einstellung anderer Verkehrsteilnehmer gegenüber. Das kann nur schiefgehen.

Die Wortwahl kostet keine Leben, das Verhalten vieler Autofahrer leider schon. Wo bleibt denn der Sturm der Entrüsung nach dem tödlichen Unfall auf der Frankfurter Allee?

Danke!

Zu ergänzen wäre noch: Ich habe gegenüber dem ÖPNV, Fußgänger/innen und Radfahrenden eine sehr positive Einstellung. Eigentlich gibt es nur einen Verkehrsträger, den ich in der Form, wie er heute praktiziert wird, ablehne. Nämlich den Verkehrsträger, mit dem berlinweit 75 % der Wege nicht zurückgelegt werden (selbst außerhalb des S-Bahn-Rings zwei Drittel), der aber auf den meisten Straßen ganz selbstverständlich die meiste Fläche in Anspruch nimmt.
Zitat
def
Fußgänger/innen beteiligen sich zuweilen auch dran, kommen aber natürlich nicht an die Dreistigkeit und Gefährlichkeit des Autoverkehrs heran (und gefährden sich ebenso stark, wenn sie ohne zu schauen auf Radwege treten)

B-V 3313 schrieb kurz zuvor (in anderem Zusammenhang):
„Schon einmal den §1 der StVO gelesen? "Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht." Das gilt für
ALLE“

Def, für Alle, nicht nur für alle Anderen.

Ständige Vorsicht und vorausschauendes Fahren hast Du doch sicher bereits im Verkehrskindergarten gelernt, sofern Du diesen nicht abgelehnt hast. Fußgänger sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer, und mit solchen Situationen muss man rechnen.

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.2021 01:05 von Möckernbrücke.
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 01:35
Die Unterteilung in Autofahrende, Radfahrende und zu Fuß gehende ist ja ganz nett, aber wertlos, wenn man die wichtigere Oberkategorie weglässt: Es gibt egoistische Regelbrecher, StVO-Pedanten und dazwischen allerhand Abstufungen. Und Egoisten in einem tonnenschweren Fahrzeug sind nun einmal mit riesengroßem Abstand die gefährlichste Spezies im Verkehr. Es wird zwar bei jedem Radunfalltoten das Märchen vom Rüpelradler aufgetischt, aber Fakt ist und bleibt, dass zum einen die Opfer meist ältere Menschen, mehrheitlich Frauen, sind oder Kinder, während die rücksichtslos über rote Ampeln und Gehwege fegende Radfahrer eher dem Jungvolk unter 30 angehören. Statistisch gesehen schützt also rasen auf dem Fahrrad davor, totgefahren zu werden... Zum anderen hat eine Ar.schgeige auf zwei muskelbetriebenen Rädern bei einem Unfall rein physikalisch eine um den Faktor 40-1000 geringere Aufprall-Energie als eine Ar.schgeige auf motorisierten vier Rädern.
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 10:16
Zitat
Stichbahn
Zwischen Hohenzollerndamm und Kreuz Schmargendorf, u.a. unter dem "Hohen Bogen", ist das Gelände/Gestrüpp zwischen Ring- und Autobahn seit geraumer Zeit abgeräumt. Kennt jemand den Grund?

Ich füge mal zwei Doku-Schnappschüsse von heute hinzu. Bin gespannt, was dort geplant ist. Oder sind das gar keine Bahnflächen (mehr)?

Oben Blick Ri. Hohenzollerndamm, unten Ri. Kreuz Schmargendorf/Heidelberger Pl.

Momentan ist die Bahnstrecke gesperrt, wie auf dem Bild unten zu sehen. Obs damit zu tun hat?
Ansonsten sind momentan keine weiteren Arbeiten zu beobachten.

_____________

Guten Tag !



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.2021 10:16 von Der Fonz.


Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 10:25
Zitat
VvJ-Ente
Zum anderen hat eine Ar.schgeige auf zwei muskelbetriebenen Rädern bei einem Unfall rein physikalisch eine um den Faktor 40-1000 geringere Aufprall-Energie als eine Ar.schgeige auf motorisierten vier Rädern.

Ich finde es sehr schade, dass ein Beitrag, der zu mehr Differenzierung auffordern will, dann mit dem Totschlagargument schlechthin endet...

Zum anderen: Meine Wahrnehmung nach hat in den letzten Monaten ein Verschub stattgefunden. Die jungen, egoistischen "Rüpelradfahrer" fahren inzwischen doch mehr auf den Straßen, selbst da wo keine neuen Radwege ausgewiesen wurden - hier scheint der Diskurs zu mehr Selbstverständlichkeit geführt zu haben. Fahren auf dem Gehweg (selbst in Spielstraßen), Fahren auf Radwegen in falscher Richtung (womit dann zwangsweise eine Richtung auf dem Gehweg kreuzen muss) und das Durchbrettern an Bushaltestellen (@def: auch dann, wenn die Türen schon offen sind) haben aber trotzdem nicht abgenommen, weil das eben auch alle anderen (alle Gender oder Altersstufen) mit deutlich mehr Selbstverständlichkeit machen. Das einzige was mWn besser geworden ist, ist ein Verständnis dafür vor der roten Ampel zu warten (als solches - ja, tatsächlich!) und das vor allem nicht mehr an die Ampel gelehnt zu tun (was den Querungsstellennutzer:innen den Weg blockiert).
Daher taugt der Verweis auf den toxisch-männlichen Rüpelradfahrer an dieser Stelle nur wenig, eigentlich muss er gar als Otheringstrategie verstanden werden.
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 11:16
Zitat
Der Fonz
Zitat
Stichbahn
Zwischen Hohenzollerndamm und Kreuz Schmargendorf, u.a. unter dem "Hohen Bogen", ist das Gelände/Gestrüpp zwischen Ring- und Autobahn seit geraumer Zeit abgeräumt. Kennt jemand den Grund?

Ich füge mal zwei Doku-Schnappschüsse von heute hinzu. Bin gespannt, was dort geplant ist. Oder sind das gar keine Bahnflächen (mehr)?

Oben Blick Ri. Hohenzollerndamm, unten Ri. Kreuz Schmargendorf/Heidelberger Pl.

Momentan ist die Bahnstrecke gesperrt, wie auf dem Bild unten zu sehen. Obs damit zu tun hat?
Ansonsten sind momentan keine weiteren Arbeiten zu beobachten.

Danke. Wir behalten's mal im Auge ;)
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 11:39
Zitat
B-V 3313
Merkwürdigerweise gibt es Stellen, da parkt kein Autofahrer - auf Autobahnen. Wie kriegt man dieses Verhalten auf Stadtstraßen in die Köpfe? Vielleicht die gleiche Strafen ansetzen?

Der Unterschied? Wenn man ein offensichtlich parkendes Kfz auf der Autobahn unter der 110 meldet, bekommt man ein "Danke schön für den Hinweis" und mindestens eine Polizeistreife, die sich mit Sonderrechten unverzüglich zur Gefahrenstelle begibt, diese absichert, den Sachverhalt klärt und die Problembeseitigung schnellstmöglich veranlasst.

Wenn man bei Vollsperrung(!) eines Radwegs durch ein parkendes Kfz die 110 anruft, läuft man häufig Gefahr, abgewimmelt zu werden. Ansonsten muss man bestimmte Schlüsselwörter/-formulierungen verwenden, um überhaupt eine Polizeistreife zur Gefahrenstelle geschickt zu bekommen. Im Zweifel kommt sie erst nach 20-30 Minuten ohne Sonderrechte, weil es sich ja nur um einen Radweg handelt. Je nachdem, welche Beamtin oder welcher Beamter sich dann vor Ort befindet, muss erstmal über die Gefährlichkeit der Situation, die "Verhältnismäßigkeit" etc. etc. diskutiert werden.

Währenddessen schieben sich andere Radfahrerinnen und Radfahrer, zum (berechtigten) Unmut der jeweils betroffenen anderen Verkehrsteilnehmer, in den fließenden Kfz-Verkehr oder über den Bürgersteig.
Zudem ist einem das gesellschaftliche Label des Nörglers und Pendanten bei - nach allem, was ich so höre und lese - häufig notwendigen Befolgen des verlinkten Gesprächsleitfadens zudem ziemlich sicher, weshalb sich die allermeisten verständlicherweise die Mühe und das Labeling ersparen.


Nebenbei: Wer sich mal ein aktuelles Paradebeispiel für das Ausspielen von Rad- und Fußverkehr bei Baustellen ansehen möchte, dem empfehle ich die Einmündung der Ahornallee am Theodor-Heuss-Platz sich anzuschauen. Eine weitere offenbar behördlich veranlasste Zumutung sowohl für den Fuß- als auch den Radverkehr. Gibt es zu dieser baustellenbedingten "Verkehrslösung" denn keine Alternative?
Darum gibt es noch eine Nummer für die Polizei....
def
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 16:07
@eiterfugel, Wollankstraße und andere: Was wollt ihr eigentlich mit Eurem ständigen Verweis auf die pösen Rüpelradler erreichen? Dass es weiterhin eine in weiten Teilen lebensgefährliche Fahrradinfrastruktur gibt?

Du, eiterfugel, hast mir vor einiger Zeit mit einem anderen User zusammen eine Moralpredigt gehalten, dass ich mich doch einmal in die armen, armen Autofahrenden hineinversetzen sollte, die ganz, ganz dringend ein Auto brauchen, weil sonst ihre Kinder verhungern müssen (oder so ähnlich). Vielleicht könntest Du zur Abwechslung einmal die gleichen Ansprüche an Dich anlegen und versuchen, Dich in Radfahrende hineinzuversetzen - die tagtäglich auch auf Hauptrouten Zustände ertragen müssen, die ADAC & Co. selbst in absoluten Nebenstraßen nicht dulden würden. Im besten Falle ist das lästig und zeitraubend, im schlimmsten Falle lebensgefährlich.

Nein, das rechtfertigt kein Fehlverhalten. Aber irgendwie scheinen Euch plausible Argumente gegen eine bessere Radinfrastruktur zu fehlen, wenn ihr immer auf die Ebene der pösen Rüpelradler geht. Gegen die A100 wird ja auch nicht damit argumentiert, dass >95 % der Autofahrenden sich einen feuchten Dreck um die zulässige Höchstgeschwindigkeit scheren, sie sogar als Recht, das ihnen zusteht deuten, und das 15-Meter-Parkverbot vor und nach Haltestellen offensichtlich völlig unbekannt ist. Nein, da wird auf die inhaltliche Ebene gegangen (Lärm, Verkehrsinduktion, zu erwartendes Verkehrschaos in Treptow etc.).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.2021 16:08 von def.
Re: Fragen (I/2021)
05.06.2021 16:09
Ein Kennzeichen am Fahrrad würde warscheinlich schon etwas bringen.
Gegen die absolut resistenten gegen Gesetze o.ä. wirds allerdings weder bei Auto noch Radfahrern etwas helfen.

T6JP
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