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DB: "Modernisierungsschub: Rund 230 Millionen Euro für schönere Bahnhöfe in Berlin"
geschrieben von Stichbahn 
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Global Fisch
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Alter Köpenicker
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Jumbo
Wie ist denn der Zustand des Daches in Grünau? Würde das ohne Sanierung auch bald so aussehen wie das in Storkower Straße – sprich nicht mehr vorhanden sein?

Die Dächer in Grünau werden nicht saniert sondern modernisiert. Sie können also nach dieser Maßnahme mehr als jetzt - darauf bin ich schon sehr gespannt.

Vielleicht können sie dann das, was viele Sitzmöbel oder Gründekorationen können, nämlich zum Verweilen einladen. ;-)

Wenn ich es nicht in der Denkmalliste übersehen habe, scheint der Bahnhof nicht denkmalgeschützt zu sein. Rechnen wir also mit dem schlimmsten, dem typischen DB-Stil "Parkhaus aus den 70er Jahren nach einem Atomkrieg" statt "zum Verweilen einladen". Dann ist die Enttäuschung wenigstens nicht allzu groß, wenn das Vorhaben im Jahre 2067 nach mehrjährigen Sperrungen des gesamten S-Bahnverkehrs zwischen Baumschulenweg und KW abgeschlossen ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.12.2021 19:21 von def.
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Salzfisch
Nach welcher Logik wurden überhaupt mal die Dachlängen geplant?
Als Anwohner der Nordbahn frage ich mich zum Beispiel, warum die Dächer in Hermsdorf und Wittenau für Vollzüge reichen und das in Frohnau immerhin für Dreiviertelzüge - die Dächer in Waidmannslust, Wilhemlsruh und Schönholz jedoch nur für Halbzüge? Zumindest Waidmannlust hat ja zwei Zugänge, was bei Regenwetter dafür sorgt, dass die Fahrgäste zunächst am südlichen Treppenaufgang warten und dann dem Zug entgegensprinten. Unpraktisch natürlich, dass man ohne Fernglas nicht erkennen kann, bis wohin der nächste Zug denn vorfahren wird...

Zu Waidmannslust: Der Wiederaufbau des Südzugangs wurde ja durch das Land Berlin bestellt und bezahlt, immerhin 900.000 Euro. "Natürlich" war es der DB StuS nicht möglich, aus dieser Summe die am Zugang nötige Infrastruktur (Zugzielanzeiger, Uhr, Fahrkarten-Automat) zu finanzieren. Da braucht man wohl erst wieder irgendeinen Sponsor, denn die DB-Infrastruktur-Unternehmen haben trotz irrwitziger Gewinne bekanntlich kein eigenes Geld...

Noch schlimmer in Hermsdorf: Bei der Ausrüstung mit LCD-Anzeigern sind die vorherigen Anzeiger und Uhren am Südzugang ersatzlos entfallen. Begründen lässt sich das nicht, außer durch Ignoranz und Inkompetenz.

Beides hatte ich damals bei Bahn und S-Bahn thematisiert, natürlich ohne irgendein aus Fahrgastsicht nutzbringendes Ergebnis.

Viele Grüße
André
Wäre die Bahn ein wirklich privates Unternehmen, so hätte sie schon ein ureigenes Interesse daran, dass sowas nicht passiert. Denn der Kunde ist normalerweise König. Nicht bei der Bahn.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Inzwischen hat SenUVk die komplette Liste [www.berliner-zeitung.de] veröffentlicht. Die Realisierungszeiträume - etwa für die Barrierefreiheit von S Marienfelde und S Nöldnerplatz - könnten nach meinem Geschmack allerdings etwas kürzer sein...

Viele Grüße
Arnd



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2021 17:21 von Arnd Hellinger.
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Heidekraut
Wäre die Bahn ein wirklich privates Unternehmen, so hätte sie schon ein ureigenes Interesse daran, dass sowas nicht passiert. Denn der Kunde ist normalerweise König. Nicht bei der Bahn.
… Aber der Verkäufer ist Papst …
Bedutet also, wenn ich die Meldung richtig deute, das Aus für den geplanten Fahrstuhl am Bahnhof Nöldnerplatz sowie das Aus für den Regionalbahnhof Köpenick.
Zitat
schenkcs
Bedutet also, wenn ich die Meldung richtig deute, das Aus für den geplanten Fahrstuhl am Bahnhof Nöldnerplatz sowie das Aus für den Regionalbahnhof Köpenick.

Das deutest Du sicher nicht richtig. Köpenick ist ein separates Projekt mit separater Finanzierung. Nur, weil etwas nicht auf dieser Liste steht, ist es deswegen nicht "aus". Und Nöldnerplatz ist doch aufgelistet!

Hier noch der funktionierende Link:
[www.berliner-zeitung.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.12.2021 00:26 von andre_de.
Zitat
schenkcs
Bedutet also, wenn ich die Meldung richtig deute, das Aus für den geplanten Fahrstuhl am Bahnhof Nöldnerplatz sowie das Aus für den Regionalbahnhof Köpenick.

Nö. Nöldnerplatz ist doch explizit gelistet und Köpenick läuft unter Fernbahn-Ausbau.

Viele Grüße
Arnd
Das stand auf dieser verlinkten Seite der Deutschen Bahn nicht.
Zitat
schenkcs
Das stand auf dieser verlinkten Seite der Deutschen Bahn nicht.

Das waren auch nicht alle Bahnhöfe und Maßnahmen. Es steht extra im Beitrag über dir: Nun die komplette Liste in der Berliner Zeitung. Und was hat der Regionalbahnhof Köpenick mit dem Ganzen zu tun?

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1868-2022



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.12.2021 10:20 von 485er-Liebhaber.
Zitat
andre_de

Zu Waidmannslust: Der Wiederaufbau des Südzugangs wurde ja durch das Land Berlin bestellt und bezahlt, immerhin 900.000 Euro. "Natürlich" war es der DB StuS nicht möglich, aus dieser Summe die am Zugang nötige Infrastruktur (Zugzielanzeiger, Uhr, Fahrkarten-Automat) zu finanzieren. Da braucht man wohl erst wieder irgendeinen Sponsor, denn die DB-Infrastruktur-Unternehmen haben trotz irrwitziger Gewinne bekanntlich kein eigenes Geld...

Noch schlimmer in Hermsdorf: Bei der Ausrüstung mit LCD-Anzeigern sind die vorherigen Anzeiger und Uhren am Südzugang ersatzlos entfallen. Begründen lässt sich das nicht, außer durch Ignoranz und Inkompetenz.

Beides hatte ich damals bei Bahn und S-Bahn thematisiert, natürlich ohne irgendein aus Fahrgastsicht nutzbringendes Ergebnis.

Viele Grüße
André


Das ist schon lustig oder eher traurig, daß man sich wirklich jede Kleinigkeit von anderen bezahlen lassen will.
Vielleicht stellt man dem Land Berlin das nächste ESTW auch noch in Rechnung.

War das so zur Bahnreform gedacht?
Ich hab da was gefunden: [pardok.parlament-berlin.de]

Die Bahnsteigverlängerungen in Alt-Reinickendorf, Berlin Tegel, Eichborndamm und Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik sollen demnach bis 2025 realisiert werden.

Der neue Zugang Prenzlauer Allee ist bereits "bis 2028" vorgesehen.

Ein Detail zum S-Bf Berlin-Marienfelde: Ein Nordzugang in Richtung Marienfelder Allee/ Großbeerenstraße ist bis einschließlich 2031 wohl noch nicht geplant.

Entzückend,
Marienfelde.

Nachtrag: Einen südöstlichen Zugang am S-Bf Nöldnerplatz fände ich auch nicht schlecht, scheint aber auch kein Thema zu sein?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.2022 06:37 von Marienfelde.
Zitat
Marienfelde
Ich hab da was gefunden: [pardok.parlament-berlin.de]

Die Bahnsteigverlängerungen in Alt-Reinickendorf, Berlin Tegel, Eichborndamm und Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik sollen demnach bis 2025 realisiert werden.

Der neue Zugang Prenzlauer Allee ist bereits "bis 2028" vorgesehen.

Ein Detail zum S-Bf Berlin-Marienfelde: Ein Nordzugang in Richtung Marienfelder Allee/ Großbeerenstraße ist bis einschließlich 2031 wohl noch nicht geplant.

Entzückend,
Marienfelde.

Nachtrag: Einen südöstlichen Zugang am S-Bf Nöldnerplatz fände ich auch nicht schlecht, scheint aber auch kein Thema zu sein?

Das stand alles bereits im Artikel der Berliner Zeitung und auch diese Seite wurde bereits verlinkt. Auch dieser Zugang am Nöldnerplatz ist dabei. Leider nur nicht in diesem Thema wohl gelandet...

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1868-2022
Zitat
485er-Liebhaber
Das stand alles bereits im Artikel der Berliner Zeitung und auch diese Seite wurde bereits verlinkt. Auch dieser Zugang am Nöldnerplatz ist dabei. Leider nur nicht in diesem Thema wohl gelandet...

kann ja sein, nur wenn der link nicht funktioniert oder ich an der Bezahlschranke hängenbleibe nützt mir das nichts ....
deshalb: vielen Dank an Marienfelde für die Veröffentlichung der Liste.
Mich würde interessieren, ob es auch irgendwelche Planungen für Hirschgarten gibt. Ist zwar nicht die wichtigste Station, aber ne Aufhübschung und Herstellung Barrierefreiheit wäre ja auch mal ein Thema.
Zitat
Silent-Eagle
Mich würde interessieren, ob es auch irgendwelche Planungen für Hirschgarten gibt. Ist zwar nicht die wichtigste Station, aber ne Aufhübschung und Herstellung Barrierefreiheit wäre ja auch mal ein Thema.

Dort soll bzw. muss im Zusammenhang mit dem Fernbahn-Ausbau der Frankfurter Bahn ohnehin der Zugangstunnel "ersatzneugebaut" werden und in dieses Vorhaben fällt dann auch die Herstellung der Barrierefreiheit. Sofern in 2022 noch der PFB für den Abschnitt Köpenick erlassen wird, ist seitens DB Netz die Realisierung bis Ende 2026 - nun ja - in Aussicht gestellt.

Dass das in der Liste fehlt, dürfte daran liegen, dass das Ganze ein Projekt von Bund und DB Netz ist, nicht aber von Land und DB Station&Service. Fragt sich dann natürlich, wie das dann nach der von der "Bundesampel" geplanten Umstrukturierung der DB-Infrastrukturunternehmen gehandhabt wird...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Marienfelde
Ich hab da was gefunden: [pardok.parlament-berlin.de]

"Berlin Gesundbrunnen Erweiterung Sitzbänke bis 2025"

Unglaublich. Nicht nur der Zeithorizont, sondern vor allem die Tatsache, dass DB StuS dafür eine Finanzierungsvereinbarung und fremdes Geld braucht, um ein paar Sitzbänke aufzustellen. Noch dazu an einem Fernbahnhof. Ich sag ja, entweder Ignoranz oder vollendete Inkompetenz...
Zitat
andre_de
Zitat
Marienfelde
Ich hab da was gefunden: [pardok.parlament-berlin.de]

"Berlin Gesundbrunnen Erweiterung Sitzbänke bis 2025"

Unglaublich. Nicht nur der Zeithorizont, sondern vor allem die Tatsache, dass DB StuS dafür eine Finanzierungsvereinbarung und fremdes Geld braucht, um ein paar Sitzbänke aufzustellen. Noch dazu an einem Fernbahnhof. Ich sag ja, entweder Ignoranz oder vollendete Inkompetenz...

Es gibt in dieser Liste 3 Zeitkategorien: bis 2025, bis 2028 und bis 2031. Man hätte sie auch als kurz-, mittel- und langfristig benennen können. Das ist ein völlig normaler Vorgang und nichts unglaubliches.

Und in finanzieller Hinsicht letztlich ein Nullsummenspiel: Der Bund gibt Gelder an die Länder, um den SPNV zu verbessern, diese geben sie weiter an die DB AG, die dadurch mehr Gewinn an den Bund ausschütten kann. Also auch ok und gut so, denn dadurch hat man mehr Mitsprachemöglichkeiten als wäre die DB AG ein vollständig eigenwirtschaftliches Gebilde, das sich selbst allein und vollständig finanzieren muss.
Zitat
Lopi2000
Zitat
andre_de
"Berlin Gesundbrunnen Erweiterung Sitzbänke bis 2025"

Unglaublich. Nicht nur der Zeithorizont, sondern vor allem die Tatsache, dass DB StuS dafür eine Finanzierungsvereinbarung und fremdes Geld braucht, um ein paar Sitzbänke aufzustellen. Noch dazu an einem Fernbahnhof. Ich sag ja, entweder Ignoranz oder vollendete Inkompetenz...

Der Bund gibt Gelder an die Länder, um den SPNV zu verbessern, diese geben sie weiter an die DB AG, die dadurch mehr Gewinn an den Bund ausschütten kann. Also auch ok und gut so, [...]

Was haben denn Sitzbänke mit der Verbesserung des SPNV (in Landesverantwortung) zu tun? Das muss ureigenes Interesse der DB StuS sein, angenehme und für Reisende gut nutzbare Stationen vorzuhalten. Und wenn Du die von Dir beschriebene Geldfluss-Kette tatsächlich für sinnvoll hältst, speziell für ein paar Sitzbänke, dann kann ich darüber nur mit dem Kopf schütteln.

Im Übrigen: Schau Dir mal die Stationspreise z.B. für Gesundbrunnen an, die dort pro Zughalt von DB StuS aufgerufen werden, und multipliziere die mit den tatsächlichen Zughalten. Dann kommst Du vielleicht zu dem Schluss, dass man Fahrgastinfo (ebenfalls in der Liste), Sitzbänke und selbst laufende Instandhaltung (siehe diverse Bahnsteigdächer) nicht auch noch zusätzlich aus anderen Geldquellen finanzieren muss!
Zitat
andre_de
Zitat
Lopi2000
Zitat
andre_de
"Berlin Gesundbrunnen Erweiterung Sitzbänke bis 2025"

Unglaublich. Nicht nur der Zeithorizont, sondern vor allem die Tatsache, dass DB StuS dafür eine Finanzierungsvereinbarung und fremdes Geld braucht, um ein paar Sitzbänke aufzustellen. Noch dazu an einem Fernbahnhof. Ich sag ja, entweder Ignoranz oder vollendete Inkompetenz...

Der Bund gibt Gelder an die Länder, um den SPNV zu verbessern, diese geben sie weiter an die DB AG, die dadurch mehr Gewinn an den Bund ausschütten kann. Also auch ok und gut so, [...]

Was haben denn Sitzbänke mit der Verbesserung des SPNV (in Landesverantwortung) zu tun? Das muss ureigenes Interesse der DB StuS sein, angenehme und für Reisende gut nutzbare Stationen vorzuhalten. Und wenn Du die von Dir beschriebene Geldfluss-Kette tatsächlich für sinnvoll hältst, speziell für ein paar Sitzbänke, dann kann ich darüber nur mit dem Kopf schütteln.

Im Übrigen: Schau Dir mal die Stationspreise z.B. für Gesundbrunnen an, die dort pro Zughalt von DB StuS aufgerufen werden, und multipliziere die mit den tatsächlichen Zughalten. Dann kommst Du vielleicht zu dem Schluss, dass man Fahrgastinfo (ebenfalls in der Liste), Sitzbänke und selbst laufende Instandhaltung (siehe diverse Bahnsteigdächer) nicht auch noch zusätzlich aus anderen Geldquellen finanzieren muss!

Ja, die Posse mit den Sitzbänken in Gesundbrunnen (also: Auf den "nicht eigenwirtschaftlichen" S-Bahnsteigen) ist mir auch negativ aufgefallen: Für einige Sitzbänke mehr werden voraussichtlich vier Jahre benötigt.

Ein unbefangener Laie würde womöglich fragen, warum die zusätzlichen Sitzbänke nicht einfach kurzfristig aufgestellt werden können - ganz ohne größeren bürokratischen Aufwand.

Auch läßt sich mit dem globalen Fisch fragen, was denn ein "modernisiertes Bahnsteigdach" besser kann, als ein nicht modernisiertes Bahnsteigdach. Daran schließt sich dann die nächste von Andre' gestellte Frage an, ob es hier nicht um laufende Instandhaltung geht, die mit den ja nicht gerade unerheblichen Stationsgebühren abgegolten ist.
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