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Parkraumbewirtschaftung
geschrieben von Andreas Rauch 
Zitat
md95129
1..2. Reicht dort auch völlig aus, da fast alles zu Fuß, per Rad oder Bus (alle 5..10min) zurückgelegt wird. Ich habe z.B. einen Stellplatz (sogar mit Ladestation), aber kein Auto. Dieser wird für Besucher vorgehalten.

1-2, vorallem 2 wären demnach sogar zu viel, da dann viele Leute einen Parkplatz mitbezahlen müssen ohne ein Auto zu haben.

Für Besucher sollte man natürlich generell Platz vorsehen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.07.2023 17:52 von Nemo.
Zitat
md95129
Zitat
T6Jagdpilot
Die Lösung ist doch einfach- Tiefgarage unter jeden Neubau.....


T6JP
Ist auf der Stralauer Halbinsel der Fall.

Der Neubau um die Ecke im Kiez wird auch so ausgestattet-man hats langsam gemerkt das die Straßen hier übervoll werden
weil keiner der Zuzügler daran denkt sein Auto abzuschaffen...trotz hervorragender ÖPNV Anbindung.
Das steigert auch die Attraktivität der Wohnungen.

T6JP
Das Anwohnerparken bleibt quasi weiterhin geschenkt - jedenfalls für Autofahrer. Alle zusammen dürfen aber weiterhin die enormen Verwaltungskosten dafür mittragen. Die heutige Abendschau berichtet (Beitrag voraussichtlich nur zeitlich begrenzt verfügbar): [www.rbb-online.de]
Ergänzung zu @defs Kommentar im Nachbarthread dazu: Die Wirtschaft geht den Bach runter, Bahnen fahren nicht oder unpünktlich, Transportleistungen können kaum noch erbracht werden, weil zu teuer, aber wir bauen weiter munter Kiezblocks, um den Transport noch stärker zu unterbinden und damit die Wirtschaft zu schädigen. Wie lange können wir uns das noch leisten?

Ich erinnere nochmal an die Schwammstadt, wo man erkannt hat, dass übertriebene Kanalisierung schädlich ist. Übertragen auf die Mobilität innerhalb der Verkehrswende erzeugen Kiezblöcke nur noch mehr Staus auf den Hauptstraßen und letztlich eine Verhinderung der Mobilität.
Zitat
Heidekraut
Ergänzung zu @defs Kommentar im Nachbarthread dazu: Die Wirtschaft geht den Bach runter, Bahnen fahren nicht oder unpünktlich, Transportleistungen können kaum noch erbracht werden, weil zu teuer, aber wir bauen weiter munter Kiezblocks, um den Transport noch stärker zu unterbinden und damit die Wirtschaft zu schädigen. Wie lange können wir uns das noch leisten?

Ich erinnere nochmal an die Schwammstadt, wo man erkannt hat, dass übertriebene Kanalisierung schädlich ist. Übertragen auf die Mobilität innerhalb der Verkehrswende erzeugen Kiezblöcke nur noch mehr Staus auf den Hauptstraßen und letztlich eine Verhinderung der Mobilität.

Die Behauptung klingt eingängig, hält einer sachlichen Prüfung aber nicht stand.

Kiezblocks „blockieren“ weder die Wirtschaft noch den Verkehr, sondern reduzieren gezielt Durchgangsverkehr in Wohnquartieren. Das ist ein seit Jahren in der Verkehrsplanung etabliertes Prinzip und wird international in ähnlicher Form umgesetzt z. B. in Barcelona (Superblocks) oder London (Low Traffic Neighbourhoods). Die Ergebnisse dort sind ziemlich eindeutig: weniger Unfälle, bessere Luftqualität, mehr Fuß- und Radverkehr – ohne Kollaps der städtischen Mobilität oder der Wirtschaft.

Der zentrale Denkfehler ist die Gleichsetzung von „mehr Autoverkehr“ mit „mehr Wirtschaft“. In der Realität ist es eher umgekehrt: Städte mit hoher Aufenthaltsqualität, weniger Lärm und sicherer Infrastruktur haben oft stärkere lokale Ökonomien, weil Menschen sich dort länger aufhalten und häufiger lokale Angebote nutzen.

Auch das Argument der „verstopften Hauptstraßen“ greift zu kurz. Verkehr ist keine feste Größe, die nur umverteilt wird. Ein Teil der Fahrten entfällt, verlagert sich auf andere Verkehrsmittel oder andere Zeiten (Stichwort: induzierte Nachfrage bzw. Verkehrsevaporation). Das ist gut belegt und kein ideologisches Wunschdenken.

Zum Thema Logistik: Lieferverkehr wird in solchen Konzepten nicht „unterbunden“, sondern besser organisiert: über Lieferzonen, Zeitfenster und teilweise Mikro-Hubs. In der Praxis berichten viele Städte eher von stabileren Abläufen, weil weniger Park- und Suchverkehr in engen Quartieren existiert. Aber ja. In Berlin sind Lieferzonen oft zugeparkt, weil nicht vernünftig kontrolliert wird.

Der Vergleich mit der Schwammstadt hinkt daher stark: Wasser folgt physikalischen Gesetzen, Verkehr ist menschengesteuert und reagiert auf Infrastruktur, Regeln und Alternativen.

Kurz gesagt: Kiezblocks sind keine wirtschaftsfeindliche Maßnahme, sondern eine Umgestaltung zugunsten von Sicherheit, Gesundheit und effizienterer Stadtnutzung. Deine Untergangsszenarien sind in dieser Form empirisch nicht haltbar. Bitte spring nicht auf die ganzen BZ-Artikel an... Die stürzen sich auf alles, was im Ansatz mit "POLLERN!!!!11!!!" zu tun hat.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.2026 20:35 von LariFari.
Das Argument der verstopften Hauptstraßen greift zudem zu kurz, da dass Verkehrsaufkommen auf diesen an vielen Stellen sinkt/gesunken ist (beispielsweise Frankfurter Allee). Die Zahlen sind einsehbar, die Presseartikel dazu auch. Aber man fühlt eben etwas anderes.
Verkehr ist ja keine Naturkonstante. Wenn man entsprechende Anreize schafft wird mehr oder weniger Auto gefahren...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
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