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Vordereinstieg im Bus - Ja oder Nein ?
geschrieben von Wollankstraße 
Es gibt noch Krauth. Branchenintern auch gern "Kraut ubd Rüben" genannt.

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Logital bei Twitter.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.2017 21:59 von Logital.
Also München macht's ab 19.06.2017 richtig.

Zitat aus dem aktuellen MVG info Heftchen.

Zitat
MVG info 02.2017

Bus: Vordereinstieg ab 21 Uhr endet

Zum 19. Juni 2017 wird eine spezielle Münchner Regelung der Ticketkontrolle abgeschafft: der Vordereinstieg beim Bus ab 21 Uhr.
Das Vorzeigen des Tickets beim Fahrer ist damit künftig Vergangenheit.
Hintergrund:
Im Zuge der Angebotsverdichtung am Abend auf mehreren MetroBus-Linien (siehe S. 16) dient die Abschaffung dieser Regelung dazu,
dass der Fahrgastwechsel beim Bus auch abends möglichst rasch läuft und der Bus zeitnah weiterfahren kann.
Die MVG setzt im Gegenzug mehr Mitarbeiter des Kontrolldiensts in den Abend- und Nachtstunden in den Bussen und Trambahnen ein.
Die BVG hat nun entschieden - die Entscheidung Vordereinstieg oder alle Türen zu öffnen ins Ermessen des Fahrpersonals zu legen. Der Mensch vorne links kann die jeweilige Situation am besten beurteilen.
Ab 1.7. gilt eine diesbezügliche Anordnung des Betriebsleiters Omnibus für alle Fahrdienstbeschäftigten, die Busleistungen bei und für die BVG erbringen.

Darin heißt es wörtlich: "Zur Verbesserung des Kundendienstes sind an Haltestellen mit erkennbar hohem Fahrgastwechselaufkommen z.B. in Haltestellenbereichen an S- und U-Bahnhöfen, oder an Umsteigeknotenpunkten mit Mehrfachhaltestellen, alle Türen zu öffnen. Dies gilt ebenfalls bei einer hohen Auslastung des Fahrzeugs. Die Entscheidung, zur Freigabe der hinteren Türen zum Fahrgasteinstieg liegt beim Fahrpersonal."

Na also, geht doch.

so long

Mario
Hallo zusammen,

sorry, aber das ist ja wohl im Sinne der Fahrerinnen und Fahrer als auch im Sinne der Fahrgäste die schlechteste aller möglichen Entscheidungen.

Der Fahrer kann nur die falsche Entscheidung treffen, der Fahrgast kann nur falsch stehen - es sei denn, alle drängen weiterhin zur vorderen Tür.

Viele Grüße
Manuel


Zitat
der weiße bim
Die BVG hat nun entschieden - die Entscheidung Vordereinstieg oder alle Türen zu öffnen ins Ermessen des Fahrpersonals zu legen. Der Mensch vorne links kann die jeweilige Situation am besten beurteilen.
Ab 1.7. gilt eine diesbezügliche Anordnung des Betriebsleiters Omnibus für alle Fahrdienstbeschäftigten, die Busleistungen bei und für die BVG erbringen.

Darin heißt es wörtlich: "Zur Verbesserung des Kundendienstes sind an Haltestellen mit erkennbar hohem Fahrgastwechselaufkommen z.B. in Haltestellenbereichen an S- und U-Bahnhöfen, oder an Umsteigeknotenpunkten mit Mehrfachhaltestellen, alle Türen zu öffnen. Dies gilt ebenfalls bei einer hohen Auslastung des Fahrzeugs. Die Entscheidung, zur Freigabe der hinteren Türen zum Fahrgasteinstieg liegt beim Fahrpersonal."

Na also, geht doch.
Zitat
manuelberlin
Hallo zusammen,

sorry, aber das ist ja wohl im Sinne der Fahrerinnen und Fahrer als auch im Sinne der Fahrgäste die schlechteste aller möglichen Entscheidungen.

Der Fahrer kann nur die falsche Entscheidung treffen, der Fahrgast kann nur falsch stehen - es sei denn, alle drängen weiterhin zur vorderen Tür.

Viele Grüße
Manuel


Zitat
der weiße bim
Die BVG hat nun entschieden - die Entscheidung Vordereinstieg oder alle Türen zu öffnen ins Ermessen des Fahrpersonals zu legen. Der Mensch vorne links kann die jeweilige Situation am besten beurteilen.
Ab 1.7. gilt eine diesbezügliche Anordnung des Betriebsleiters Omnibus für alle Fahrdienstbeschäftigten, die Busleistungen bei und für die BVG erbringen.

Darin heißt es wörtlich: "Zur Verbesserung des Kundendienstes sind an Haltestellen mit erkennbar hohem Fahrgastwechselaufkommen z.B. in Haltestellenbereichen an S- und U-Bahnhöfen, oder an Umsteigeknotenpunkten mit Mehrfachhaltestellen, alle Türen zu öffnen. Dies gilt ebenfalls bei einer hohen Auslastung des Fahrzeugs. Die Entscheidung, zur Freigabe der hinteren Türen zum Fahrgasteinstieg liegt beim Fahrpersonal."

Na also, geht doch.

Was ist daran falsch? Das entspricht doch der bereits üblichen Praxis? Und vermeidet den Umbau der Tasten! Der olle Salomon hätte seine helle Freude!

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
manuelberlin
sorry, aber das ist ja wohl im Sinne der Fahrerinnen und Fahrer als auch im Sinne der Fahrgäste die schlechteste aller möglichen Entscheidungen.

Sehe ich genauso, das führt nur zu noch mehr Verwirrung. Insbesondere ist diese Regelung der BVG aus meiner Sicht aber deswegen hochfragwürdig (um nicht zu sagen überheblich), weil sie klar der Intention des aktuellen Koalitionsvertrags zuwiderläuft.

Viele Grüße
André
An sich finde ich es schon sinnvoll, aber mit einem ganz großen ABER: Es sollte von vornherein klar sein, an welchen Haltestellen auch hinten eingestiegen werden darf und an welchen nicht. Und da soll natürlich keine Liste mit Haltestellen überall verteilt werden sondern ein einfach verständliches Muster ausgefertigt werden, als Beispiel eben an allen S+U-Bahnhöfen oder woran auch immer man das festmachen möchte. Ansonsten sind noch größere Wirrungen und Zeiteinbußen beim Einsteigen vorprogrammiert.
Und wenn dann weithin bekannt ist, dass die Fahrer das zu entscheiden haben, gibt's wieder neues Konfliktpotenzial zwischen Fahrgästen und Personal. Genau so wie bisher auch schon (auch bei den Ticketsichtkontrollen durch die Fahrer und Fahrerinnen), nur jetzt mehr oder weniger durch den Arbeitgeber gefördert. Er schickt damit einmal mehr die Leute an der Basis ins Feuer einer eigentlich politischen Entscheidung.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
VBB/HVV
(...)oder woran auch immer man das festmachen möchte.

Standortbezogene Einzelfallentscheidung, kundgetan durch spezielle Kennzeichnung der Haltestellen. Ganz einfach.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
Hallo Philipp,

genau so sehe ich es. Die Lösung dieser Frage darf nicht auf die Fahrerinnen und Fahrer abgewälzt werden. Und man muss ja auch sehen, dass das ein sehr berlinisches Problem ist. Wo sonst in Deutschland gibt es einen Zwang zum Einstieg an der ersten Tür? Ich kenne definitiv nicht alle Verkehrsbetriebe, aber mir ist kein zweiter großer bekannt, der das tagsüber fordert.

Viele Grüße
Manuel

Zitat
Philipp Borchert
Und wenn dann weithin bekannt ist, dass die Fahrer das zu entscheiden haben, gibt's wieder neues Konfliktpotenzial zwischen Fahrgästen und Personal. Genau so wie bisher auch schon (auch bei den Ticketsichtkontrollen durch die Fahrer und Fahrerinnen), nur jetzt mehr oder weniger durch den Arbeitgeber gefördert. Er schickt damit einmal mehr die Leute an der Basis ins Feuer einer eigentlich politischen Entscheidung.
Na, also in dieser Frage lebst du aber ein bisschen hinter'm Mond. Gleich wenige hundert Kilometer spreeaufwärts findest du mit der HHA (Hochbahn) den zweitgrößten Verkehrsbetrieb Deutschlands, der ebenfalls zum ganztägigen Vorneeinstieg samt Ticketpräsentation lädt ( [dialog.hochbahn.de] ). Lediglich bei einigen Metrobussen gibt es m.W. Ausnahmen.

Ich habe mir eingebildet, dass das auch noch bei anderen größeren Betrieben so ist, so z.B. im Ruhrgebiet. Viel belastbares Material finde ich online dazu aber nicht. Für die EVAG Essen sieht es aber auch so aus - zumindest diesem Flyer entnehme ich das: ( [www.evag.de] ). Und wenn in Essen, dann bestimmt auch noch in anderen Gegenden im Ruhrgebiet.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
der weiße bim
Die BVG hat nun entschieden - die Entscheidung Vordereinstieg oder alle Türen zu öffnen ins Ermessen des Fahrpersonals zu legen.

Dann sollte das Orakel Daisy zusätzlich anzeigen, was der Fahrer des nächsten Busses zu tun gedenkt, damit man sich im Wartebereich richtig positionieren kann.
Zitat
Philipp Borchert
Na, also in dieser Frage lebst du aber ein bisschen hinter'm Mond. Gleich wenige hundert Kilometer spreeaufwärts findest du mit der HHA (Hochbahn) den zweitgrößten Verkehrsbetrieb Deutschlands

Dit is aba de Spree runter, nich ruff. Ruff kommt als jrössere Stadt bloos noch Cottbus. ;-)

Zitat
Philipp Borchert
Ich habe mir eingebildet, dass das auch noch bei anderen größeren Betrieben so ist, so z.B. im Ruhrgebiet. Viel belastbares Material finde ich online dazu aber nicht.

In Magdeburg wurde der ganztägige Vordereinstieg vor genau 2 Wochen eingeführt, mit 3 Ausnahmen an wichtigen Umsteigehaltestellen: [www.mvbnet.de]

Und irgendwo habe ich auch schon Markierungen an Haltestellen gesehen, bei denen der Zustieg abweichend von der üblichen Regelung (=Vordereinstieg) an allen Türen zulässig ist. Da war dann noch ein zusätzliches Linienmodul am Haltestellenmast, das auf die Regelung hinweist. Welche Stadt das war, weiß ich jetzt aber nicht mehr – ich habs halt mehr mit Bahnen als mit Bussen – kann aber eigentlich nur Hamburg, Leipzig oder Magdeburg (im Hinblick auf den schon bestehenden Vordereinstieg abends) gewesen sein.
Auf dem TXLer gilt dieso Regelung schon mehrere Jahre. Da war Einsteigen an der letzten Tür Standard.
Ich habe mich in meinen Anfangsjahren in Berlin regelmäßig gewundert, wie diszipliniert die für ihre Undiszipliniertheit bekannten Berliner alle mit der Fahrkarte in der Hand zum Einstieg beim Fahrer bereitstanden. Im Osten noch konsequenter als im Westen. Und sind wir doch mal ehrlich; wenn die Ausstiegstüren von einer Horde Wartender blockiert werden und man sich einzeln durchschlängeln muss, dann dauert der Fahrgastwechsel deutlich länger als beim "Fahrgastfluss". Das Problem mit dem Zugang zu den Treppen zum OG mal aus und vor gelassen. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es im Osten ohnehin üblich war, selbst in den OS-Wagen den Mitfahrenden die Fahrkarte zu zeigen. So zu sagen Fahrscheinkontrolle durch das "Kollektiv".
Der Vordereinstieg funktioniert am schlechtesten auf den "Touri-Linien" (TXL, X9, 109, 100 und 200). Das ist aber ohnehin eine Strafe Gottes, wenn man diese Linien mangels Alternativen für den Regelverkehr nutzen muss.
Zitat
HermannDuncker
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es im Osten ohnehin üblich war, selbst in den OS-Wagen den Mitfahrenden die Fahrkarte zu zeigen. So zu sagen Fahrscheinkontrolle durch das "Kollektiv".

Kann ich aus eigener Anschauung bei Besuchen meiner Großeltern in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts bestätigen.

Selbst vor 5 Jahren hielten in Dessau die älteren Fahrgäste nach dem Einsteigen in die Straßenbahn noch etwas noch. Jüngere aber nicht.
Und in Halberstadt gab es zumindest im letzten Jahr noch Aushänge in den Straßenbahnen, wo sinngemäß draufsteht, dass Einzelfahrscheine zu entwerten und Monatskarten hochzuhalten sind. Ich habe aber nicht gesehen, dass irgendjemand was hochgehalten hätte.
Zitat
HermannDuncker
Und sind wir doch mal ehrlich; wenn die Ausstiegstüren von einer Horde Wartender blockiert werden und man sich einzeln durchschlängeln muss, dann dauert der Fahrgastwechsel deutlich länger als beim "Fahrgastfluss".

Das mag von Fall zu Fall zutreffen, genauso, wie das Gegenteil.

Zitat
HermannDuncker
Das Problem mit dem Zugang zu den Treppen zum OG mal aus und vor gelassen.

Bei zweitürigen Fahrzeugen könnte man doch am Vordereinstieg festhalten und nur das lästige Vorzeigen des Fahrscheins abschaffen. Bei den langen Gelenkwagen jedoch fehlt mir für den Vordereinstieg jedes Verständnis. Erst recht für diese Pseudo-Fahrscheinkontrolle.

Zitat
HermannDuncker
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es im Osten ohnehin üblich war, selbst in den OS-Wagen den Mitfahrenden die Fahrkarte zu zeigen. So zu sagen Fahrscheinkontrolle durch das "Kollektiv".

Das nannte sich gegenseitige Selbstkontrolle. Inhaber von Zeitkarten hatten diese nach dem Einsteigen in Bus und Straßenbahn bzw. beim Passieren der Sperre bei S- und U-Bahn einen Moment lang in die Höhe zu halten.
Ach, daher kommt dieses Winken mit dem Fahrschein von Leuten, die hinten einsteigen (müssen und dürfen) - als wenn der Fahrer das erkennen könnte und während des Anfahrens an die Haltestelle auch nichts Wichtigeres zu prüfen hätte.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
Philipp Borchert
Ach, daher kommt dieses Winken mit dem Fahrschein von Leuten, die hinten einsteigen (müssen und dürfen) - als wenn der Fahrer das erkennen könnte und während des Anfahrens an die Haltestelle auch nichts Wichtigeres zu prüfen hätte.

In Barcelona signalisiert man dem Fahrer auf diese Art und Weise sein Begehren, mitzufahren. Unterbleibt diese Geste, saust der Bus an einem unbeirrt vorbei, wenn niemand auszusteigen gedenkt. Gerade an Haltestellen, an denen mehrere Linien verkehren, finde ich solchen Brauch recht praktisch.
Erst vorgestern erlebte ich es wieder, daß der Bus unverrichteter Dinge an einer Haltestelle hielt, an der zwei Frauen schwatzten, denen es jedoch völlig fern lag, Bus zu fahren.
Dafür haben wir in Oslo so einen Reflektoranhänger in die Hand gedrückt bekommen. Man kann natürlich auch einfach so den Bus heranwinken.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
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