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Minderleistungen S-Bahn 2018-01
geschrieben von Tradibahner 
Ich denke mal, da wird eher eine Stammaufsicht was durcheinander gebracht haben.

Und ja, der Vampir-S25 fiel sehr häufig aus. War immer eine der ersten Zuggruppen, die abgestellt wurden.
Zitat
FlO530


Hätte nur noch gefehlt, man hätte dich angerufen und dir gesagt, dass du deinen Zug doch bitte abstellen mögest ;-)

Genau: "Stelle deinen Zug bitte ab, wir haben kein Personal!", "Aber ich bin doch da!!", "Nein nein, wir haben die Meldung bekommen, dass kein Personal da ist.", "Hallo, halllloooo, hört mich jemand, ich bin hier!" ;-)

Zitat
FlO530
Ironie bezüglich der S45: Man kommunizierte zumindest bei mir den Ausfall als Fahrzeugstörung - während 6 S41-Umläufe munter irgendwo (warum eigentlich nie in der großen Anlage in Tempelhof?!) rumstehen... Man könnte also, wenn man wollen würde, einen dieser Züge eben mal so nehmen - der könnte ja auch, falls die Verstärker heute Morgen nochmal fuhren, irgendwann eingeschert werden.

Die Abstellanlage in Tempelhof wird tatsächlich häufig genutzt.

Naja, Ringführer für die S45 nehmen wird man nicht machen, wenn nicht bekannt ist, wann diese Ringzüge wieder ins Rennen gehen und das ist es eben meistens vorher nicht.
Ein Bekannter von mir, der von den Ausfällen der S45 betroffen ist, hat nun mal bei der S-Bahn nachgefragt, warum die Ausfälle nicht auf Twitter gemeldet werden. Er hat zwar noch keine Antwort bekommen, aber wie ich heute feststellen konnte, gibt man die Ausfälle nun bei Twitter bekannt und verweist für die konkreten Züge auf die Fahrinfo. Vielleicht war es eben doch nicht vergebene Müh, auf den Missstand aufmerksam zu machen. Oder es ist eben ein lustiger Zufall. ;)
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Tradibahner
Auch heute morgen fallen wieder einige Züge aus:

Zitat
Facebook
Stand 04:00 Uhr

Auf der Linie S1 entfallen vorerst folgenden Fahrten:

Potsdamer Platz ab: 05:09 Uhr > Wannsee an: 05:41 Uhr
Waidmannslust ab: 05:23 Uhr > Potsdamer Platz an: 05:49 Uhr
Frohnau ab: 07:18 Uhr > Anhalter Bhf an: 07:51 Uhr

Wannsee ab: 06:04 Uhr > Frohnau ab: 07:08 Uhr

Auf der Linie S2 entfallen vorerst folgenden Fahrten:

Lichtenrade ab: 05:02 Uhr > Anhalter Bhf an: 05:21 Uhr
Anhalter Bhf ab: 05:02 Uhr > Buch an: 05:33 Uhr
Buch ab: 05:43 Uhr > Lichtenrade an: 06:35 Uhr

Auf der Linie S26 entfallen vorerst folgende Fahrten:

Teltow Stadt ab: 05:55 Uhr > Waidmannslust an: 06:46 Uhr
Teltow Stadt ab: 06:15 Uhr > Waidmannslust an: 07:06 Uhr
Teltow Stadt ab: 07:55 Uhr > Waidmannslust an: 08:46 Uhr
Teltow Stadt ab: 08:15 Uhr > Waidmannslust an: 09:06 Uhr
Teltow Stadt ab: 09:55 Uhr > Waidmannslust an: 10:46 Uhr

Lichterfelde Süd ab: 05:38 Uhr > Teltow Stadt an: 05:41 Uhr
Nordbahnhof ab: 05:29 Uhr > Teltow Stadt an: 06:01 Uhr
Waidmannslust ab: 06:50 Uhr > Teltow Stadt an: 07:41 Uhr
Waidmannslust ab: 07:10 Uhr > Teltow Stadt an: 08:01 Uhr
Waidmannslust ab: 08:50 Uhr > Teltow Stadt an: 09:41 Uhr
Waidmannslust ab: 09:10 Uhr > Teltow Stadt an: 10:01 Uhr

Auf der Linie S45 verkehrt vorerst nur ein Zug. Weicht bitte auf die Linien S9 und S46 aus

Da frage ich mich was die Einführung der S26 eigentlich bezwecken soll wenn sie regelmäßig ausfällt. Vorher hatte die alleinige S25 selten Ausfälle und man konnte sich auf den 10min.-Takt verlassen.

Na mit eigener Liniennummer lassen sich die Ausfälle viel einfacher kommunizieren. Das war schon sehr weitsichtig!

*******
Logital bei Twitter.
Zitat
Railroader
Ein Bekannter von mir, der von den Ausfällen der S45 betroffen ist, hat nun mal bei der S-Bahn nachgefragt, warum die Ausfälle nicht auf Twitter gemeldet werden. Er hat zwar noch keine Antwort bekommen, aber wie ich heute feststellen konnte, gibt man die Ausfälle nun bei Twitter bekannt und verweist für die konkreten Züge auf die Fahrinfo. Vielleicht war es eben doch nicht vergebene Müh, auf den Missstand aufmerksam zu machen. Oder es ist eben ein lustiger Zufall. ;)

Welche Ausfälle werden dafür zukünftig, dann nicht mehr angekündigt?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.2018 17:47 von Flexist.
Was hätte man denn gemacht, wenn der BER in Betrieb wäre?
Klar, der Betrieb zu einem Provinz-Flughagen wie Schönefeld lässt sich leichter einschränken, irgendwie kommt mir
dieses Unternehmen vor, man kann sich jahrelang alles erlauben. Keine Stimme vom Senat, vom VBB, nix.
Hilflosigkeit, Gleichgültigkeit? Man weiß es nicht.
Zitat
Nordender
Keine Stimme vom Senat, vom VBB, nix.

Nix ist ja nun nicht richtig. Die S-Bahn zahlt für die Ausfälle. Von dem Geld wurden ja einst Straßenbahnen gekauft und Aufzüge bei der U-Bahn installiert.

Die Frage ist doch, was da nun groß kommen soll? Natürlich kannst du noch 'nen paar Millionen mehr an Strafe einfordern, sollte es der Vertrag zulassen, kannst anderweitig Druck aufbauen. Aber wo ist denn damit das Problem gelöst?

Man kann gegenwärtig die Missstände durchaus besser verwalten, die Fahrgäste besser informieren, meinetwegen auch jedem 20 EUR schenken etc., aber es löst doch das Grundproblem nicht. Es sind einfach nicht ausreichend Fahrzeuge und Personale da und kein Druck der Welt wird dazu führen, dass die im März verfügbar sind. Da nützt es auch nichts, die Missstände jeden Tag zu erwähnen und 20 Artikel in der Presse zu haben, die den Fahrgast nun mal zeigen sollen, was bei der S-Bahn abgeht. Es ist bekannt und man kommt Tag für Tag zu der Einsicht, dass vieles miserabel läuft, aber eben gerade nicht gelöst werden kann.

Um eine optimale Leistung in jedem Störungsfall zu erbringen, benötigt die S-Bahn deutlich mehr Personal- und Fahrzeugreserven. Diese hat sie jedoch gerade nicht mal für den Normalbetrieb unter Idealbedingungen. Auch sind 10 Prozent Krankenstand in einem Verkehrsunternehmen nichts Ungewöhnliches und die 2 Prozent, die es gerade mehr sind, werden allein nicht zum Umfang der gegenwärtigen Fahrzeugausfälle führen.

Ich betrachte das recht nüchtern und bin der Meinung, dass sich nicht viel ändern wird, solange nicht eine ausreichende Anzahl von Neufahrzeugen im Einsatz ist. Auch sehe ich nicht, dass die Personalgewinnung, die ja durchaus massiv betrieben wird, kurzfristig eine spürbare Erleichterung bringen wird. Wir haben jetzt einfach rentenstarke Jahrgänge und nicht jeder will eben langfristig bei einer S-Bahn bleiben. Für die Berliner S-Bahn wäre es ideal, sich ausgebildete Lokführer aus anderen Bereichen befristet auszuleihen. Aber auch das funktioniert nicht, weil es überall einen Mangel gibt und Züge daher ausfallen und es ist ja nunmal tatsächlich so, dass es uns da im Vergleich zu anderen Metropolen in Deutschland noch recht gut geht. Fragt mal einen aus dem Ruhrpott oder Frankfurt, was da mitunter ein Ausfall einer S-Bahn bedeutet. Die werden über 10 Minuten Wartezeit nur müde lächeln. In Stuttgart ist es auch gerade nicht wirklich prickelnd, es gab bereits mehrere Notstandssitzungen wegen deren "S-Bahn-Krise". Das soll natürlich die Missstände hier nicht relativieren.

Wenn es dem Senat wirklich um die Daseinsvorsorge gegangen wäre, hätte er nicht diesen Ausschreibungsirrsinn betreiben dürfen. Sonst wären die ersten neuen Fahrzeuge nun im Einsatz. Man hätte die S-Bahn komplett in landeseigene Hand geben können und gut wäre. Nun kann man auch das nicht mehr, weil der Ring bereits vergeben ist.

Jeder muss selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Ich habe für mich in vielen Lebenslagen beschlossen, dass ich mich über Dinge, die ich eh nicht ändern kann, nicht jeden Tag aufs Neue aufregen und alle 24 Stunden aufs Neue feststellen muss, dass es so ist wie es ist, ich darauf aber eh keinen Einfluss habe. Ich könnte mich auch nahezu wöchentlich über die DHL ärgern, weil mal wieder Pakete nicht oder falsch zugestellt wurden, das Fach von der Packstation nicht aufgeht usw. Ich lasse es aber lieber, schont nur die Nerven. ;-) Also schaue ich auch was die S-Bahn angeht vor einem wichtigen Termin oder wenn ich zur Arbeit fahre vorher in die Fahrinfo, ob der Zug fährt und suche mir ggf. Alternativen. Ich kann jetzt natürlich auch drauf bestehen, dass ich das bei Twitter sehen will und meinen Unmut der S-Bahn mitteilen, der Zeitung schreiben etc. Letztendlich hab ich doch aber meine Informationen, die ich brauche, in der Fahrinfo und bisher kam ich in den meisten Fällen auch pünktlich zur Arbeit. Es ist ja nun nicht so, dass S-Bahn-Mitarbeiter Exoten sind und geheime unterirdische Transportwege nutzen. Ich bin genau so von Ausfällen betroffen wie ihr alle, aber irgendwie kann ich solche Situationen, regelmäßig irgendwo 30 Minuten später am Ziel zu sein, nicht wirklich teilen. Aber vielleicht habe ich auch immer nur Glück.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.2018 00:58 von Railroader.
Zitat
Railroader
Zitat
Nordender
Keine Stimme vom Senat, vom VBB, nix.

Nix ist ja nun nicht richtig. Die S-Bahn zahlt für die Ausfälle. Von dem Geld wurden ja einst Straßenbahnen gekauft und Aufzüge bei der U-Bahn installiert.

Die Frage ist doch, was da nun groß kommen soll? Natürlich kannst du noch 'nen paar Millionen mehr an Strafe einfordern, sollte es der Vertrag zulassen, kannst anderweitig Druck aufbauen. Aber wo ist denn damit das Problem gelöst?

Man kann gegenwärtig die Missstände durchaus besser verwalten, die Fahrgäste besser informieren, meinetwegen auch jedem 20 EUR schenken etc., aber es löst doch das Grundproblem nicht. Es sind einfach nicht ausreichend Fahrzeuge und Personale da und kein Druck der Welt wird dazu führen, dass die im März verfügbar sind. Da nützt es auch nichts, die Missstände jeden Tag zu erwähnen und 20 Artikel in der Presse zu haben, die den Fahrgast nun mal zeigen sollen, was bei der S-Bahn abgeht. Es ist bekannt und man kommt Tag für Tag zu der Einsicht, dass vieles miserabel läuft, aber eben gerade nicht gelöst werden kann.

Um eine optimale Leistung in jedem Störungsfall zu erbringen, benötigt die S-Bahn deutlich mehr Personal- und Fahrzeugreserven. Diese hat sie jedoch gerade nicht mal für den Normalbetrieb unter Idealbedingungen. Auch sind 10 Prozent Krankenstand in einem Verkehrsunternehmen nichts Ungewöhnliches und die 2 Prozent, die es gerade mehr sind, werden allein nicht zum Umfang der gegenwärtigen Fahrzeugausfälle führen.

Ich betrachte das recht nüchtern und bin der Meinung, dass sich nicht viel ändern wird, solange nicht eine ausreichende Anzahl von Neufahrzeugen im Einsatz ist. Auch sehe ich nicht, dass die Personalgewinnung, die ja durchaus massiv betrieben wird, kurzfristig eine spürbare Erleichterung bringen wird. Wir haben jetzt einfach rentenstarke Jahrgänge und nicht jeder will eben langfristig bei einer S-Bahn bleiben. Für die Berliner S-Bahn wäre es ideal, sich ausgebildete Lokführer aus anderen Bereichen befristet auszuleihen. Aber auch das funktioniert nicht, weil es überall einen Mangel gibt und Züge daher ausfallen und es ist ja nunmal tatsächlich so, dass es uns da im Vergleich zu anderen Metropolen in Deutschland noch recht gut geht. Fragt mal einen aus dem Ruhrpott oder Frankfurt, was da mitunter ein Ausfall einer S-Bahn bedeutet. Die werden über 10 Minuten Wartezeit nur müde lächeln. In Stuttgart ist es auch gerade nicht wirklich prickelnd, es gab bereits mehrere Notstandssitzungen wegen deren "S-Bahn-Krise". Das soll natürlich die Missstände hier nicht relativieren.

Wenn es dem Senat wirklich um die Daseinsvorsorge gegangen wäre, hätte er nicht diesen Ausschreibungsirrsinn betreiben dürfen. Sonst wären die ersten neuen Fahrzeuge nun im Einsatz. Man hätte die S-Bahn komplett in landeseigene Hand geben können und gut wäre. Nun kann man auch das nicht mehr, weil der Ring bereits vergeben ist.

Jeder muss selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Ich habe für mich in vielen Lebenslagen beschlossen, dass ich mich über Dinge, die ich eh nicht ändern kann, nicht jeden Tag aufs Neue aufregen und alle 24 Stunden aufs Neue feststellen muss, dass es so ist wie es ist, ich darauf aber eh keinen Einfluss habe. Ich könnte mich auch nahezu wöchentlich über die DHL ärgern, weil mal wieder Pakete nicht oder falsch zugestellt wurden, das Fach von der Packstation nicht aufgeht usw. Ich lasse es aber lieber, schont nur die Nerven. ;-) Also schaue ich auch was die S-Bahn angeht vor einem wichtigen Termin oder wenn ich zur Arbeit fahre vorher in die Fahrinfo, ob der Zug fährt und suche mir ggf. Alternativen. Ich kann jetzt natürlich auch drauf bestehen, dass ich das bei Twitter sehen will und meinen Unmut der S-Bahn mitteilen, der Zeitung schreiben etc. Letztendlich hab ich doch aber meine Informationen, die ich brauche, in der Fahrinfo und bisher kam ich in den meisten Fällen auch pünktlich zur Arbeit. Es ist ja nun nicht so, dass S-Bahn-Mitarbeiter Exoten sind und geheime unterirdische Transportwege nutzen. Ich bin genau so von Ausfällen betroffen wie ihr alle, aber irgendwie kann ich solche Situationen, regelmäßig irgendwo 30 Minuten später am Ziel zu sein, nicht wirklich teilen. Aber vielleicht habe ich auch immer nur Glück.

Danke für den langen Text, der aber wohl nur den Sinn hat, in diesem Forum die S-Bahn nicht mehr zu kritisieren (schont die Nerven).
Das Problem ist aber, das die S-Bahn vor fast genau 2 Jahre geprahlt hatte, das Personalproblem wäre behoben. Weiter im letzten Sommer, wie lange hatte die S-Bahn gebraucht, die Fahrzeugprobleme im Zusammenhang mit dem Achstausch zuzugeben? Und, nachdem das Achsproblem in die Verlängerung ging, aber nun doch abgearbeitet ist, dauerte es wieder ewig, ehe man mit den Personalproblem an die Öffentlichkeit ging. Ohne Forum, das auch die Medien nutzen, und ohne die Medien würde es bei der S-Bahn noch mehr Unregelmäßigkeiten geben. Damit die Medien davon keinen Wind bekommen, sollen wir hier im Forum unsere Nerven schonen und die Füsse stillhalten?
Laufend tun sich bei der S-Bahn irgendwelche neue oder auch alte Probleme auf, aber die Krise ist noch lange nicht aufgearbeitet!
Hast du dich damit eventuell verraten?

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Zitat
Railroader
Zitat
Nordender
Keine Stimme vom Senat, vom VBB, nix.

Nix ist ja nun nicht richtig. Die S-Bahn zahlt für die Ausfälle. Von dem Geld wurden ja einst Straßenbahnen gekauft und Aufzüge bei der U-Bahn installiert.

Die Frage ist doch, was da nun groß kommen soll? Natürlich kannst du noch 'nen paar Millionen mehr an Strafe einfordern, sollte es der Vertrag zulassen, kannst anderweitig Druck aufbauen. Aber wo ist denn damit das Problem gelöst?

Man kann gegenwärtig die Missstände durchaus besser verwalten, die Fahrgäste besser informieren, meinetwegen auch jedem 20 EUR schenken etc., aber es löst doch das Grundproblem nicht. Es sind einfach nicht ausreichend Fahrzeuge und Personale da und kein Druck der Welt wird dazu führen, dass die im März verfügbar sind. Da nützt es auch nichts, die Missstände jeden Tag zu erwähnen und 20 Artikel in der Presse zu haben, die den Fahrgast nun mal zeigen sollen, was bei der S-Bahn abgeht. Es ist bekannt und man kommt Tag für Tag zu der Einsicht, dass vieles miserabel läuft, aber eben gerade nicht gelöst werden kann.

Um eine optimale Leistung in jedem Störungsfall zu erbringen, benötigt die S-Bahn deutlich mehr Personal- und Fahrzeugreserven. Diese hat sie jedoch gerade nicht mal für den Normalbetrieb unter Idealbedingungen.

Die Strafen, die die S-Bahn zahlt, preist sie mit der zu erwartenden Ausfallrate im Angebot mit ein. Ich denke aber, die geschätzten Ausfälle hat man mittlerweile überschritten, ich gehe schon davon aus, dass man jetzt einen geringeren Gewinn einstreichen kann.

Zu wenige Fahrzeuge gibt es jetzt schon seit 9 Jahren. In der Zeit hätte man durchaus ein paar Fahrzeuge kaufen oder umbauen und zulassen können. Auch, wenn die Ringbahn nun später ausgeschrieben wurde, war klar, dass auf Stadt- und Nord-Süd-Bahn der Verkehr vorerst bei der S-Bahn Berlin bleibt. Zudem muss man auch festhalten, dass die Anstrengungen, den von der S-Bahn unterschriebenen Vertrag in Hinblick auf die Fahrzeuganzahl im Unternehmen zu erfüllen, meiner Meinung nach zumindest steigerungsfähig hätte sein können.

Wenn aber mittlerweile abzusehen ist, dass sich die Personalsituation die nächsten zwei Monate nicht ändert, sollte man an der Stelle vielleicht überlegen, wie man damit umgehen kann. Ggf. kann man noch die S26 bis Gesundbrunnen oder Potsdamer Platz und die S47 bis Schöneweide, beide vielleicht auch nur außerhalb der HVZ, zurückziehen. Man kann auch den Fahrplan im Südostnetz wieder umkrempeln, die S85 streichen, dafür die S9 wieder nach Pankow führen und mit der S8 vertakten und wieder jede S3 bis Spandau fahren. Alle anderen Maßnahmen würden mutmaßlich zu stärkeren Einschränkungen führen und es notwendig machen, dass irgendwelche Äste nicht mehr mindestens alle 10 Minuten bedient werden. Ersatzverkehr kann man nur auf der S75 halbwegs sinnvoll mit RB Hohenschönhausen-Lichtenberg-Ostkreuz organisieren, sofern man auf der Linie den Takt ausdünnen würde. Die HVZ-Zuggruppen der S5 und S1 sind schließlich schon gestrichen, da kann man also nichts mehr gewinnen.

Insgesamt lassen sich so aber vermutlich selbst in der umfangreichen Variante nicht mal 10 Umläufe einsparen, die man mit Personal besetzen müsste. Fehlen tun derzeit offenbar regelmäßig mindestens Dienste für zwei Umläufe auf der S45, wenn die S26 nicht fährt sind es dort sogar sechs Umläufe, die nicht mit Personal besetzt werden können. Dazu kommen die Überstunden, die sich höchstwahrscheinlich aufbauen, weil man sicher erst versucht, den Fahrplan trotz Personalmangels noch irgendwie fahren zu können. Selbst, wenn sich die Personalsituation irgendwann entspannt, sitzt die derzeitige Belegschaft also auf einem Haufen Überstunden, den man auch nur abbauen kann, wenn man noch mehr Personal hat, als man dienstplanmäßig eigentlich benötigt.

Es ist aber nun so, dass das Problem seit Wochen besteht, und das ist uns hier nur bekannt, weil wir hier darüber diskutieren. Die S-Bahn beginnt jetzt erst zaghaft, die Ausfälle auch zu kommunizieren. Nur weil man hier darüber gesprochen hat, ist klar, welcher Mangel wirklich herrscht.

Sofern das so stimmt, ist wohl ein Notfahrplan unumgänglich. Einschränkungen wünscht sich die S-Bahn sicher genau so wenig wie wir es tun, aber es ist doch unhaltbar, dass die Fahrt auf der S45 zum Glücksspiel wird, die S26 morgens tageweise nach Verfügbarkeit eingesetzt wird und auf der S75 regelmäßig 20-Minuten-Lücken bestehen.
Ach Holger, nun höre doch wirklich bitte mal auf mit deinen Gespinsten, dass hier jeder irgendwas verhindern will. Das nervt wirklich irgendwann ein bisschen und das meine ich nicht böse. :-) Entweder wir diskutieren hier auf Augenhöhe oder wir lassen es. Ich akzeptiere dich doch auch und unterstelle dir nicht irgendwas. Ich finde deine Aufstellungen über die Ausfälle sogar ganz nützlich, solange sie nicht in der Betriebslage auftauchen. Und selbst dir müsste einleuchten, dass die S-Bahn nicht am Wochenende in der Nacht Schreiber bezahlt, schließlich muss man ja sparen. ;-) Ich schreibe hier privat, weil ich es interessant finde und bringe dafür auch Freizeit auf. Da ist es nicht sonderlich schön, wenn ich mir immer wieder unterstellen lassen muss, dass ich dafür bezahlt werde. Wenn es doch so wäre, hätte ich mich doch nicht als S-Bahner geoutet. Verstehst du das?

Ich trenne das eben. Die S-Bahn muss einen Vetrag erfüllen. Solange sie das nicht tut, wird sie ihrer Aufgabe nicht gerecht. Aber für mich persönlich muss ich mich doch nicht jeden Tag immer wieder über dasselbe aufregen, was ich nicht ändern kann? Das sage ich nicht als S-Bahner, sondern als Privatmensch, weil ich es in allen Bereichen so handbabe. Aber natürlich habe ich überhaupt nichts dagegen, wenn es für dich ein Mehrwert ist und du darin auch Bestätigung findest, Sachen "aufzudecken", auch wenn ich denke, dass du diesem Thread selbst mehr Bedeutung schenkst, als er für die Medienwelt hat. Es braucht keinen Thread hier um die Gründe für die Ausfälle zu erfahren. Und wenn wirklich hier die Journalie mitliest, sei denen gesagt: Recherchiert mal wieder richtig. Nicht nur in Sachen S-Bahn.

Dass ein Unternehmen nicht öffentlichkeitwirksam zugibt, dass es seine Aufgaben nicht erfüllen kann, ist doch auch irgendwo normal. Die DHL schiebt es auf das große Briefaufkommen und den Krankenstand, die BVG vermarktet ihre Unzulänglichkeiten als Gewinn und Innovation (was wirklich sehr clever ist). Das erlebst du eben überall. Oder haste schon mal ein Unternehmen gesehen, das öffentlich sagt: "Hier hat das Management Mist gebaut, die Verantwortlichen werden sofort entlassen und uns steht weiterer Mist bevor!"

Ich für mich finde diesen Thread gut, so kann ich mich auch an der Diskussion beteiligen. Einzig nervig sind die Unterstellungen. Sei doch froh, dass es gegensätzliche Meinungen gibt. Wenn hier jeder schreibt: "Ja Tradibahner, du hast recht", ist es doch auch langweilig. Und vor allem stellt sich dann eben die Frage, wo letztendlich der Nutzen ist. Alle sagen: "S-Bahn ist kacke", ja gut, und weiter? Also, mal 'nen bisschen Toleranz für andere Ansichten bitte. ;-)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.2018 03:36 von Railroader.
Zitat
Arec


Die Strafen, die die S-Bahn zahlt, preist sie mit der zu erwartenden Ausfallrate im Angebot mit ein.

Dafür hätte ich gerne eine Quelle. ME ist das nicht so.


Zitat
Arec
Zu wenige Fahrzeuge gibt es jetzt schon seit 9 Jahren. In der Zeit hätte man durchaus ein paar Fahrzeuge kaufen oder umbauen und zulassen können.

Man hat doch Fahrzeuge umgebaut, z.B. Sandstreueinrichtungen neu installiert, um das Problem mit den 60 km/h zu lösen. Welche Umbauten meinst du konkret?

Und nochmal: Wenn ein System in 3 Teile ausgeschrieben werden soll, wo die S-Bahn nicht mal weiß, ob sie überhaupt eines der Systeme betreiben wird, bestelle ich nicht vorher für ein paar Jahre neue Fahrzeuge. Die Krise begann, wenn ich mich nicht irre, 2008. Von der Ausschreibung bis zum ersten Fahrzeug dauert es ca. 7 Jahre. Kein Unternehmen würde hier auf gut Dünken neue Fahrzeuge kaufen, wenn es überhaupt nicht weiß, ob es damit länger als 5-6 Jahre fährt.



Zitat
Arec
Nur weil man hier darüber gesprochen hat, ist klar, welcher Mangel wirklich herrscht.

Das sehe ich nicht so. Dass die Personal- und Fahrzeugsituation zu den Engpässen führt, wissen auch so sehr viele. Ich werde auch oft im Bekanntenkreis gefragt, ob das stimmt, ohne dass ich vorher was gesagt habe. Dennoch ist der Thread für nähere Datails unter ÖPNV-Interessierten schon sinnvoll. Die meisten Fahrgäste interessieren sich aber gar nicht für die Details.

Zitat
Arec
Sofern das so stimmt, ist wohl ein Notfahrplan unumgänglich. Einschränkungen wünscht sich die S-Bahn sicher genau so wenig wie wir es tun, aber es ist doch unhaltbar, dass die Fahrt auf der S45 zum Glücksspiel wird, die S26 morgens tageweise nach Verfügbarkeit eingesetzt wird und auf der S75 regelmäßig 20-Minuten-Lücken bestehen.

Stimme ich dir zu. Ich denke auch, das wird so kommen. Im Sommer haben eben dann doch nochmal mehr Kollegen Urlaub.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.2018 02:25 von Railroader.
Zitat
Railroader
Ach Holger, nun höre doch wirklich bitte mal auf mit deinen Gespinsten, dass hier jeder irgendwas verhindern will. Das nervt wirklich irgendwann ein bisschen und das meine ich nicht böse. :-) Entweder wir diskutieren hier auf Augenhöhe oder wir lassen es. Ich akzeptiere dich doch auch und unterstelle dir nicht irgendwas. Ich finde deine Aufstellungen über die Ausfälle sogar ganz nützlich, solange sie nicht in der Betriebslage auftauchen. Und selbst dir müsste einleuchten, dass die S-Bahn nicht am Wochenende in der Nacht Schreiber bezahlt, schließlich muss man ja sparen. ;-) Ich schreibe hier privat, weil ich es interessant finde und bringe dafür auch Freizeit auf. Da ist es nicht sonderlich schön, wenn ich mir immer wieder unterstellen lassen muss, dass ich dafür bezahlt werde. Wenn es doch so wäre, hätte ich mich doch nicht als S-Bahner geoutet. Verstehst du das?

...

Ich für mich finde diesen Thread gut, so kann ich mich auch an der Diskussion beteiligen. Einzig nervig sind die Unterstellungen. Sei doch froh, dass es gegensätzliche Meinungen gibt. Wenn hier jeder schreibt: "Ja Tradibahner, du hast recht", ist es doch auch langweilig. Und vor allem stellt sich dann eben die Frage, wo letztendlich der Nutzen ist. Alle sagen: "S-Bahn ist kacke", ja gut, und weiter? Also, mal 'nen bisschen Toleranz für andere Ansichten bitte. ;-)

Das ist die Quintessenz dessen was ich in dem Tread auch des öfteren niedergeschrieben habe..
Nur will er das eben nicht wahrhaben.
Es kommt kein großer Knall in der Politik, bei der DB nicht, bei der BVG, bei der NEB usw. usf. auch nicht,sprich bei den Unternehmen,
die aufm Zahnfleisch ihren Betrieb weiter führen und allenfalls mal ein Loch gestopft bekommen,
und sich ein paar Wochen irgendwo anders das nächste Loch auftut..
Das ist in der Presse auch ein kurzes rascheln im Blätterwald und weiter geht es.
Aber wie Du sagst, es nervt, wenn sich einer hier als Robin Hood der Fahrgäste versucht, aber überhaupt nichts ändern kann,
egal was von sich gegeben wird oder in welchen kruden Verschwörungstheorien.
Die Unternehmen führen ihren Betrieb halt abseits der Vorstellungswelt so mancher Pufferküsser...

T6JP

PS zum weiter oben erwähnten Mißleistungsverhältnis von DHL kann man die Liste beliebig weiterführen, Vodafone wär auch so ein Kandidat dafür...
keine Ahnung ob es dafür auch ein Forum gibt, wo sich die Leute den Frust von der Seele schreiben,sich aber bei den Unternehmen nichts ändert............
Irgendwer (bin grad zu faul alles nochmal durch zu lesen) schrieb hier kürzlich was von 1100 Triebfahrzeugführern.
Nun meinte hier jemand, dass 2% mehr Krankenstand nicht zu den Fahrzeugausfällen führen kann...na das dröseln wir mal auf.
2% von 1100 Personalen sind 22 Personale zusätzlich weniger.
Pro Tagesumlauf (ca 4:00 Uhr bis 01:00 Uhr, also 21 Stunden) kann man ca 3 Dienste á 7 Stunden annehmen.
3 Dienste entspricht 3 Personalen. Bei 22 die zusätzlich krank sind würden theoretisch ganze 7 Umläufe (3 Dienste x 7 Umläufe = 21 Personale) ausfallen.
Auf eine Linie gemünzt:
20 Minutentakt x 7 Umläufe = 140 Minuten (2:20h) Umlaufzeit.
Wenn also eine Linie im 20 Minutentakt eine Umlaufdauer von 2 Stunden und 20 Minuten hat (gibt es so eine Linie bei der S Bahn?), dann kann ein 2% erhöhter Krankenstand theoretisch eine ganze Linie zum Ausfall bringen. Den ganzen Tag!
Und das ist noch schön gerechnet. In der Regel reißt jeder Kranker woanders eine Lücke in den Dienstplan. Dadurch wird der Ausfall sogar noch größer.
Zitat
Railroader
[
Wenn es dem Senat wirklich um die Daseinsvorsorge gegangen wäre, hätte er nicht diesen Ausschreibungsirrsinn betreiben dürfen. Sonst wären die ersten neuen Fahrzeuge nun im Einsatz. Man hätte die S-Bahn komplett in landeseigene Hand geben können und gut wäre. Nun kann man auch das nicht mehr, weil der Ring bereits vergeben ist.

Die "ersten neue Fahrzeuge" wären auch dann nicht heute im Einsatz. Die Fahrzeughersteller bauen nicht schneller weil das Land bestellt. Und auch wenn das Land die Fahrzeuge bestellt brauchst du allein zum Bau der Fahrzeuge ne Ausschreibung unter den Fahrzeugherstellern, es sei denn du willst auch einen landeseigenen Fahrzeughersteller etablieren ;-)

Der Senat hätte einfach nur früher handeln müssen, egal welche Variante.

Und selbst dann, dann würde erst einmal nur der Ringbetrieb landeseigen laufen. Denn der Bund/ die DB will die Bestandsfahrzeuge nicht herausgeben.

*******
Logital bei Twitter.
Zitat
Railroader
Nix ist ja nun nicht richtig. Die S-Bahn zahlt für die Ausfälle. Von dem Geld wurden ja einst Straßenbahnen gekauft und Aufzüge bei der U-Bahn installiert.

Das grenzt ja schon an Dichtung. Diese Dinge wurden von der einbehaltenen Kohle des Senates für die Nichterbringung der Leistungen bezahlt und nicht als Strafzahlungen von der S-Bahn! Das ist ein himmelweiter Unterschied.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
>Wenn es dem Senat wirklich um die Daseinsvorsorge gegangen wäre, hätte er nicht diesen Ausschreibungsirrsinn betreiben dürfen. Sonst wären die ersten neuen Fahrzeuge nun im Einsatz. Man hätte die S-Bahn komplett in landeseigene Hand geben können und gut wäre. Nun kann man auch das nicht mehr, weil der Ring bereits vergeben ist.

Ist das wirklich so? Oder besteht die Hoffnung, dass die Ausschreibungen etwas an der Lage verbessern werden. Denn sonst hätte das Ganze Theater ja gar keinen Sinn.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
tramfahrer
Irgendwer (bin grad zu faul alles nochmal durch zu lesen) schrieb hier kürzlich was von 1100 Triebfahrzeugführern.
Nun meinte hier jemand, dass 2% mehr Krankenstand nicht zu den Fahrzeugausfällen führen kann...na das dröseln wir mal auf.
2% von 1100 Personalen sind 22 Personale zusätzlich weniger.
Pro Tagesumlauf (ca 4:00 Uhr bis 01:00 Uhr, also 21 Stunden) kann man ca 3 Dienste á 7 Stunden annehmen.
3 Dienste entspricht 3 Personalen. Bei 22 die zusätzlich krank sind würden theoretisch ganze 7 Umläufe (3 Dienste x 7 Umläufe = 21 Personale) ausfallen.

Die Rechnung geht nicht ganz auf. Die S-Bahn plant Schichten für 24 Stunden: Früh, Tag, Spät und Nacht. Nun ist es auch nicht so, dass jeder dieser 22 Kranken durchgehend an 7 Tagen arbeitet, pro Person kommt mind. ein freier Tag dazu, den er sowieso hätte. Hinzu kommt, dass vermutlich nicht alle Kranken lt. ihrem Plan gleichermaßen auf alle Schichtlagen verteilt sind. Es kann also durchaus sein, dass 15 davon in Frühschichten arbeiten. Auch ist mir nicht bekannt, welche Baureihenberechtigungen die Erkrankten haben. Wenn es viele Tf mit allen Baureihen betrifft, wiegt das nochmal schwerer.

Ich habe auch nicht gesagt, dass dieser Umstand die ohnehin angespannte Lage nicht zusätzlich verschlechtert. Klar führen viele Kranke zu Ausfällen. Das ist aber eben nicht der alleinige Grund. Es würde auch nicht tip top laufen, wenn die nun nicht krank wären und wir haben Winter, da nimmt kaum jemand Urlaub. Man kann davon ausgehen, dass im Sommer weitaus mehr als diese 2 Prozent im Vergleich zu jetzt Urlaub nehmen werden und dennoch wird man seine 9-10 Prozent Krankenstand haben. Ist dann die große Urlaubswelle Schuld?


Zitat
Logital


Die "ersten neue Fahrzeuge" wären auch dann nicht heute im Einsatz. Die Fahrzeughersteller bauen nicht schneller weil das Land bestellt. [...]

Der Senat hätte einfach nur früher handeln müssen, egal welche Variante.

Das meine ich ja damit. Hätte man die Ausschreibung nicht verschleppt, wären die ersten Fahrzeuge nun da, da man sie dann bereits um 2010 (?) ausgeschrieben hätte.


Zitat
B-V 3313

Das grenzt ja schon an Dichtung. Diese Dinge wurden von der einbehaltenen Kohle des Senates für die Nichterbringung der Leistungen bezahlt und nicht als Strafzahlungen von der S-Bahn! Das ist ein himmelweiter Unterschied.

Entschuldige, dann hab ich mich nicht genau ausgedrückt. Es stand die These im Raum, dass der Senat nichts unternimmt. Da spielt es für mich erstmal keine Rolle, ob die S-Bahn nun Gelder für nicht erbrachte Leistungen zahlen muss oder diese gleich einbehalten werden.
Zitat
Railroader
Zitat
Arec
Die Strafen, die die S-Bahn zahlt, preist sie mit der zu erwartenden Ausfallrate im Angebot mit ein.

Dafür hätte ich gerne eine Quelle. ME ist das nicht so.

Das hat ein Leiter einer Besteller-Organisation für den Nahverkehr mal erwähnt auf die Frage, warum man nicht einfach höhere Strafzahlungen verlangt. Er meinte, dass in den Angeboten grundsätzlich Strafzahlungen eingepreist sind. Wenn man die Strafzahlungen nun erhöht, erhöht sich der Angebotspreis. Es wäre auch betriebswirtschaftlich nicht zu verantworten, das nicht zu tun. Im Grunde ist es also eine Bonuszahlung für das erbringen der vertraglich vereinbarten Leistung. Erst wenn die Unregelmäßigkeiten so massiv werden, dass die eingepreisten Strafzahlungen überschritten werden, kostet es wirklich Geld. Allerdings sind Strafzahlungen bei Aufträgen auch teilweise auf einen Prozentsatz des Auftragswertes begrenzt.


Zitat
Railroader
Zitat
Arec
Zu wenige Fahrzeuge gibt es jetzt schon seit 9 Jahren. In der Zeit hätte man durchaus ein paar Fahrzeuge kaufen oder umbauen und zulassen können.
Man hat doch Fahrzeuge umgebaut, z.B. Sandstreueinrichtungen neu installiert, um das Problem mit den 60 km/h zu lösen. Welche Umbauten meinst du konkret?

Und nochmal: Wenn ein System in 3 Teile ausgeschrieben werden soll, wo die S-Bahn nicht mal weiß, ob sie überhaupt eines der Systeme betreiben wird, bestelle ich nicht vorher für ein paar Jahre neue Fahrzeuge. Die Krise begann, wenn ich mich nicht irre, 2008. Von der Ausschreibung bis zum ersten Fahrzeug dauert es ca. 7 Jahre. Kein Unternehmen würde hier auf gut Dünken neue Fahrzeuge kaufen, wenn es überhaupt nicht weiß, ob es damit länger als 5-6 Jahre fährt.

Einen geschlossenen Vertrag hat man zu erfüllen. Man kann die vollständige Vertragserfüllung nicht davon abhängig machen, für Folgeleistungen beauftragt zu werden. Wenn man mit den Vertragsbedingungen nicht einverstanden ist, muss man sich das vor Vertragsschluss überlegen. Zudem ist der Fahrzeugmangel ist mindestens durch die Verschrottung von 485ern selbst herbeigeführt worden. Ich finde es ein Unding, dass man jetzt einfach mit den Schultern zuckt und sagt "ist so".

Soll jetzt jeder Betreiber einfach mal vor Ablauf des Vertrages ein paar Fahrzeuge verschrotten, so dass der Betrieb instabil wird, uns nur neue kaufen, wenn man einen erneuten Auftrag bekommt? Also im übertragenden Sinn: Die ODEG verschrottet jetzt 2-3 KISS und DB Regio verschrottet in jeder RE1-Garnitur 1-2 Doppelstock-Wagen und verlangen, dass sie die entsprechenden Lose aus der laufenden Stadtbahn-Ausschreibung erneut erhalten, erst dann beschaffen sie Ersatz?
Dann sind es eben 3 Schichten á 8 Stunden...ändert an der Rechnung nix.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber der Krankenstand beinhaltet doch logischerweise nur die anwesenden Personale. Als Betrieb interessiert mich doch betrieblich, für die Personalplannung, nicht wenn jemand an seinem freien Tag krank ist.

Die Urlaubsquote ist, zumindest bei der Straßenbahn, jeden Tag gleich hoch. Heißt, es können immer eine gleiche maximale Anzahl in den Urlaub gehen. Also sind in den Urlaubsschwachen Monate lediglich mehr Reserven möglich.

Das nun nicht alle Kranken die selbe Typenberechtigungen haben und genau so in die Schichten fallen, dass genau 1 Linie ausfallen kann hatte ich bereits angedeutet. Genau aus diesem Umstand fällt nämlich sogar noch mehr an Fahrten aus, weil durch 1 fehlenden Fahrer pro Umlauf mit mal operativ ein weiterer Umlauf angefasst werden muss...

Meine Rechnung war theoretischer Natur und positiv geschönt. Ich wollte damit nur aufzeigen was läpische 2% bewirken können. Ich will damit nicht die Ausfälle bei der S Bahn rechtfertigen...das liegt mir als BVGer fern. Ich wollte nur aufzeigen, dass man durch eigenes nachdenken und nachrechnen vielleicht versteht wie so etwas zustande kommen kann.
So... jetzt kann man wieder gern Korinthen ka***n und sich die Rosinen heraus picken (beim schreiben fällt mir gerade auf, dass das etwas unappetitlich ist *lol*), aber an meiner Rechnung ändert das nichts.
Ich verstehe schon was du meinst, aber das Schichtsystem ist bei uns ein anderes als bei der BVG. Wir haben keine 3, sondern 4 Schichtlagen und die sind eben nicht kontinuierlich alle 8 Stunden lang mit immer nur einer Blockpause. Tagesdienste gehen mitunter von 7 Uhr bis 19.30 Uhr. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass der Krankenstand nun kontinuierlich 12 Prozent beträgt. Ich sehe das ja an den offenen Schichten, mal sind es viele, am nächsten Tag wieder wenige.

Bei uns ist es im Sommer urlaubslastiger, das hat man in den letzten Jahren auch immer gemerkt. Im Sommer waren in der Regel immer mehr Schichten offen.

Aber klar gebe ich dir recht, dass 22 Kranke viel ausmachen. Hab ich ja auch nicht bestritten.
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