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49 € Ticket
geschrieben von Stanze 
Das wäre dann für die meisten wohl so eine Art Wochenend-Abo, vielleicht auch nicht schlecht. Aber die erhöhte Fahrkartenvielfalt verwirrt dann auch wieder einige Leute mehr.

nebenbei: Bei Dir klingt das jetzt so modern ("gültig schalten"). Früher wäre sowas auch schon gegangen, man hätte einen Abreißblock bekommen (mit dem Monat auf das jeweilige Ticket gedruckt) und das gültig schalten hieße "stempeln". Oder Marken wie in einem Briefmarkenbogen. Wie sich die Zeiten ändern, lol.

Tschö
UHM
Zitat
UHM
Das wäre dann für die meisten wohl so eine Art Wochenend-Abo, vielleicht auch nicht schlecht. Aber die erhöhte Fahrkartenvielfalt verwirrt dann auch wieder einige Leute mehr.

nebenbei: Bei Dir klingt das jetzt so modern ("gültig schalten"). Früher wäre sowas auch schon gegangen, man hätte einen Abreißblock bekommen (mit dem Monat auf das jeweilige Ticket gedruckt) und das gültig schalten hieße "stempeln". Oder Marken wie in einem Briefmarkenbogen. Wie sich die Zeiten ändern, lol.

Verwirrung muss das nicht unbedingt stiften. Man könnte ja an anderer Stelle ausmisten, bzw. Vereinfachen. Fakt ist, daß die Preise auch für jedermann als fair empfunden werden sollten. Denn sonst fördert das das umsteigen auf den ÖPNV auch nicht. 49€, ein Monat ganz Deutschland gegenüber 27€, ein Tag nur Bayern, da muss man glaube ich auch nicht lange überlegen ob das "Angebot" des Bayern Ticket dann vom Preis her fair wäre gegenüber dem Pendler mit ohnehin 49€ Ticket.

Und zwecks "gültig schalten". Klar ginge das auch Analog. Auch eine Art Streifenkarte wäre denkbar. Aber da ein 49€ Ticket ohnehin nur Digital im Abo vorgesehen Ist schrieb ich dann halt "gültig schalten".
Zitat
Stanze
Zu Abo... Ich denke nicht mal, dass hier der Hintergrund ist, ...

Ein datentechnisch spannender Hintergrund dürfte auch sein, dass durch den Verkauf ausschliesslich nur als digitales Abo mit logischerweise nötiger Registrierung und Angabe Zahlungsdaten usw. jeder Kunde in Zukunft personalisiert und eindeutig identifizierbar ist.

Das war beim 9 Euro Ticket nicht so. Daraus ging bei Barkauf am Automaten nur der Name des Ticketnutzers hervor, keine Angaben zum Käufer oder Kontodaten oder sonstige Daten.

Mit dem nur digitalen Abo kommt auch noch die theoretische Möglichkeit dazu, durch die ggf. nötige App o.ä. ein Tracking aller Bewegungen zu erfassen. Oder auch bestimmte Tickets aus der Ferne ungültig zu schalten. Oder z.B. nur an geraden oder ungeraden Tagen gültig zu schalten z.B. zwecks Energiesparen oder Lockdowns oder ähnliche Dinge.

Ob/wie das "nur digitale Abo" technisch umgesetzt werden soll, ist ja noch offen, oder gibt es dazu schon Details?
Zitat
Nordstadtkind
Mit dem nur digitalen Abo kommt auch noch die theoretische Möglichkeit dazu, durch die ggf. nötige App o.ä. ein Tracking aller Bewegungen zu erfassen. Oder auch bestimmte Tickets aus der Ferne ungültig zu schalten. Oder z.B. nur an geraden oder ungeraden Tagen gültig zu schalten z.B. zwecks Energiesparen oder Lockdowns oder ähnliche Dinge.

das ist technisch zwar möglich (auch nur bedingt), aber rechtlich fast nicht umsetzbar.
Entgegen aller Schwarzmalerei - die ich für ein ÖPNV-Forum echt mal überraschend finde - freue ich mich darauf, dass sich mein Abopreis künftig fast halbiert und ich dafür einen nicht unerheblichen Zusatznutzen haben werde.
Und ich gehe davon aus, dass auch sonst der Eine oder die Andere sich damit zu einem Abo hinreißen lässt und dann eben verstärkt öffentlich fährt. Womit doch insgesamt was gewonnen wäre.
Eine 5-köpfige Familie bringt man dmit sicher auch nicht zum Umsteigen.
Die werden wieder mal vergessen.
Zitat
Phantom
Entgegen aller Schwarzmalerei - die ich für ein ÖPNV-Forum echt mal überraschend finde ...

Du wiederholst dich.

Zitat
Phantom
... freue ich mich darauf, dass sich mein Abopreis künftig fast halbiert und ich dafür einen nicht unerheblichen Zusatznutzen haben werde.

Man sollte die Sache nicht nur von seiner persönlichen Warte bzw. Vorteile betrachten. Sondern was es allgemein bringt.

Zitat
Phantom
Und ich gehe davon aus, dass auch sonst der Eine oder die Andere sich damit zu einem Abo hinreißen lässt und dann eben verstärkt öffentlich fährt. Womit doch insgesamt was gewonnen wäre.

Kaum. Für Pendler ist ein Abo jetzt schon billiger als ein Auto für alle anderen in der Regel zu teuer, siehe auch Efchen.
Zitat
Efchen
Eine 5-köpfige Familie bringt man dmit sicher auch nicht zum Umsteigen.
Die werden wieder mal vergessen.

Ebenso wie es den Gelegenheitsnutzer, der zwischen komplett PKW oder erst PKW und dann umsteigen auf den ÖPNV wählen kann, weiterhin wohl nicht anlocken wird.
Ich denke schon, dass sich Eltern(teile) von Schülern, die das 365-Euro-Schüler-Ticket genießen, welches während der Schulpflicht ohnehin vom Schulträger finanziert wird, zum Umstieg entscheiden.
Grüße
Zitat
Maximilian
Ich denke schon, dass sich Eltern(teile) von Schülern, die das 365-Euro-Schüler-Ticket genießen, welches während der Schulpflicht ohnehin vom Schulträger finanziert wird, zum Umstieg entscheiden.
Grüße

Und Eltern von Schülern die zu Fuß zur Schule gehen haben die Arsch Karte gezogen oder wie?
Re: 49 € Ticket
22.11.2022 11:55
Zitat
Nordstadtkind
Generell muss das "49€ Ticket" natürlich vor der feierlichen Einführung erst noch überall besser auf "Deutschlandticket" umgeframed werden, damit die in Zukunft stetig steigenden Preise ohne Absurditäten wie "49€ Ticket ab jetzt für 59€" o.ä. besser vermittelbar werden.

Dazu ein Zitat von Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender von Pro Bahn:
Zitat

Geklärt werden müssten auch künftige Preiserhöhungen. „Von 49 Euro kann man auch mal auf 59 Euro gehen“, so Naumann.

[bahnblogstelle.com]

Es ist noch nicht da und die Preiserhöhungen sind schon einkalkuliert ;-)
Re: 49 € Ticket
22.11.2022 14:41
Weitere Info im obigen Link enthalten: Von einer Einführung zum 1. Januar wird wohl schon Abstand genommen, eher zum März oder April?

(Na, da werden sich aber Einige freuen!)
Re: 49 € Ticket
22.11.2022 16:56
Zitat
Phantom
Weitere Info im obigen Link enthalten: Von einer Einführung zum 1. Januar wird wohl schon Abstand genommen, eher zum März oder April?

(Na, da werden sich aber Einige freuen!)

Das Q in ReGIERung steht eben für Qualität da war nichts anders zu erwarten als das das Ding zum scheitern verurteilt ist... die kriegten ja nicht mal das Bürgergeld hin was auch sicher einige freuen wird weil ja die Leute dann ja "achsoviel" Geld bekommen hätten (arschlecken das wären 50 Euro mehr gewesen!) - andererseits bin ich froh jetzt einen Job zu haben wo ich sogar umsonst IC und ICE fahren kann ;)

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.2022 16:57 von Christian0911.
Zitat
marco2206
Zitat
Maximilian
Ich denke schon, dass sich Eltern(teile) von Schülern, die das 365-Euro-Schüler-Ticket genießen, welches während der Schulpflicht ohnehin vom Schulträger finanziert wird, zum Umstieg entscheiden.
Grüße

Und Eltern von Schülern die zu Fuß zur Schule gehen haben die Arsch Karte gezogen oder wie?

Personen (egal ob Eltern oder Schüler), die einen Arbeits- bzw. Schulweg unter zwei bzw. 3,5 km haben brauchen keine Fahrkarte
Zitat
Maximilian
Zitat
marco2206
Zitat
Maximilian
Ich denke schon, dass sich Eltern(teile) von Schülern, die das 365-Euro-Schüler-Ticket genießen, welches während der Schulpflicht ohnehin vom Schulträger finanziert wird, zum Umstieg entscheiden.
Grüße

Und Eltern von Schülern die zu Fuß zur Schule gehen haben die Arsch Karte gezogen oder wie?

Personen (egal ob Eltern oder Schüler), die einen Arbeits- bzw. Schulweg unter zwei bzw. 3,5 km haben brauchen keine Fahrkarte

Das worauf Marco glaube ich hinaus will ist, dass dann der Arbeitsweg darüber entscheidet, ob man nach der Arbeit oder schule ne Fahrkarte hat. Da wäre dann die eine Fahrkarte haben massiv bevorteilt.

Das kenn ich ich selbst von mir damals. Meine freunde hatten eine schule weiter weg und somit auch eine Fahrkarte ich jedoch mit der schule in der nähe musste mir immer einen Fahrschein kaufen, wenn man mal ins Kino oder zum shoppen gefahren ist. Deshalb finde ich eine Regelung, die von der Entfernung abhängt keine gute Idee.

Jeder sollte die gleichen Möglichkeiten bekommen. Und da ist das Problem. Bekommen die Kinder keine Karte wird es für die Familie schon teuer. Denn 200€ für vier Leute ist dann doch nicht ganz Billig und man überlegt es sich doch wieder sich das zu kaufen.
Zitat
derBahnFahrendeFahrer

Das worauf Marco glaube ich hinaus will ist, dass dann der Arbeitsweg darüber entscheidet, ob man nach der Arbeit oder schule ne Fahrkarte hat. Da wäre dann die eine Fahrkarte haben massiv bevorteilt.

...

Jeder sollte die gleichen Möglichkeiten bekommen. Und da ist das Problem. Bekommen die Kinder keine Karte wird es für die Familie schon teuer. Denn 200€ für vier Leute ist dann doch nicht ganz Billig und man überlegt es sich doch wieder sich das zu kaufen.

Genau das meinte ich.
Beispiele:
Der Pendler von Gunzenhausen nach Nürnberg zahlt bisher mit Jahresabo 222,20€ im Monat (als Vergleich zum PKW laut Google Maps mit dem PKW von Bahnhof zu Bahnhof 56km in 47 Minuten).
Mit dem 49€ Ticket würde er daher massiv Sparen aber sogar deutlich mehr Leistung bekommen.

Im krassen Gegensatz dazu steht ein Lokführer der eben z. B. auch in Gunzenhausen wohnt, aber nur die hälfte der Strecke bis nach Treuchtlingen oder Ansbach zur Arbeit pendelt. (Ich selbst bin diese Person nicht, das soll nur als Beispiel dienen. Auch als Beispiel dafür, wie die Eisenbahner selbst immer weniger davon haben bei der Bahn zu Arbeiten.) Da der Lokführer oft vor der ersten Zugverbindung Dienstbeginn hat bzw. nach dem letzen Zug Feierabend hat ist er ohnehin oft auf, in der Regel den PKW, angewiesen. Für die fälle in denen man doch mal die Bahn nehmen konnte kann man das Jobticket (wird als Geldwerter Vorteil versteuert) der DB nutzen, oder, wenn es noch seltener war, vergünstigte Mitarbeitertickets lösen. Konnte, weil für den DB Mitarbeiter beide Angebote auf dieser Strecke mit dem Betreiberwechsel zu GoAhead im Dezember nicht mehr gelten.
Derjenige, der das system Eisenbahn durch den Beruf am laufen hält ist also doppelt der dumme. Wenn er auch künftig für gelegentliche Fahrten zur Arbeit die Bahn nutzen will muss er deutlich mehr als bisher zahlen. Und für die 5x im Monat wo man bisher mal mit dem Zug fahren konnte wird dann künftig wohl gleich das Auto genommen.
Ausflugsfahrten mit der Bahn sind "Dank" der vielen Privatbahnen die Mitarbeiterangebote nicht anerkennen mit Fahrvergünstigungen auch kaum noch möglich.
Fazit: Eisenbahner schauen auch jetzt schon bei Mitarbeiterfahrkarten in die Röhre gegenüber normalen Kunden, die mit ihrer Fahrkarte selbstverständlich den kompletten ÖPNV im Gültigkeitsbereich nutzen können. Mit einem 49€ Deutschlandticket würde sich das noch massiv verstärken. Pendler würden Teils massiv entlastet für deutlich mehr nutzen. Für diejenigen, die bereits die Bahn nutzen und/oder überhaupt die Möglichkeit haben sie zu nutzen ist das natürlich ein riesen Vorteil.
Alle anderen aber, nicht nur der Eisenbahner im Wechseldienst. Auch der Handwerker der 5km entfernt im Nächsten Dorf Arbeitet und vielleicht sogar mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, auch die Krankenschwester, die mit der Bahn nicht rechtzeitig zum Dienst kommen kann, der jene, der überhaupt keinen Bahnhof im Umkreis von 20 km um den eigenen Wohnort hat und auch der Schüler, der eben vor Ort ohne ÖPNV Nutzung, zur Schule geht, all die haben keinerlei Vorteile von einem 49€ Deutschlandticket im Abo.
Mit bezahlen müssen Sie es trotzdem. Denn es wird ja zum einen mit Steuergelder Subventioniert. Und zum anderen werden die Gelder die in die Subventionen für das 49€ Ticket fließen an anderer Stelle eingespart werden müssen...
... da also liegt der Hund begraben.

Die genannten Einschränkungen mögen bitter sein, aber haben eigentlich 0,nix mit dem 49€ Ticket zu tun - wie du selber schreibst, liegt das Problem an den Privatbahnen und Schichtzeiten.

Jetzt leuchtet mir zwar noch nicht ein, warum man über Freifahrten oder vergünstigte Tickets schlechter gestellt wird als der Normalkunde (man muss sie dann ja nicht nutzen!), aber dass einem eine Verschlechterung gegenüber dem was man mal hatte, erstmal nicht gefällt, ist nachvollziehbar.

Was deinen weiteren Punkt angeht, kann man damit jede staatliche Investition oder Subvention kritisieren, von der man nicht selber profitiert. Was bringt deinen Zielgruppen verbilligtes Flugbenzin oder ein Dienstwagenprivileg (3 - 5 Milliarden Euro/Jahr!), nur so zum Beispiel?

Auf die Gefahr, mich zu wiederholen [gell, Stanze]: Nur weil man von etwas vielleicht keinen direkten Vorteil hat, wird doch noch kein Nachteil daraus. Solange für einen selbst alles beim Alten bleibt. Natürlich darf es durch den neuen Tarif nicht zu Kürzungen im ÖPNV kommen, dann sähe es anders aus.
Zitat
Phantom
Auf die Gefahr, mich zu wiederholen [gell, Stanze]: Nur weil man von etwas vielleicht keinen direkten Vorteil hat, wird doch noch kein Nachteil daraus. Solange für einen selbst alles beim Alten bleibt. Natürlich darf es durch den neuen Tarif nicht zu Kürzungen im ÖPNV kommen, dann sähe es anders aus.

Ich weiß zwar nicht, was ich mit Marcos Beitrag zu tun habe, aber wenn du nicht merkst, dass hier viel Geld in etwas gesteckt wird, dass im Sinne von besseren ÖPNV und Verkehrswende kaum was bringt, weis ich auch nicht mehr weiter. Oft genug erklärt wurde es.

Steuergelder sind nicht endlos verfügbar. Und die Gelder die hier ausgegeben werden fehlen um neue Strecken zu bauen, zu verbessern usw.
Kürzung im Angebot sind sicherlich auch nicht ausgeschlossen.

Ich sehe das schon als enormen Nachteil.
Nicht erklärt, bestenfalls behauptet. Aber du wirst es auch nicht mehr einsehen, dass es mehr als (d)eine Meinung gibt.

Und das mit den Steuergeldern liest du am besten nochmal in Ruhe durch. Jedenfalls brauchst du nicht glauben, dass ich was gegen neue Strecken, bessere Angebote etc. hätte. Aber vielleicht mal mit Geld, das aus dem Autowahn-Etat abgezogen wird?
Zitat
Phantom
Aber vielleicht mal mit Geld, das aus dem Autowahn-Etat abgezogen wird?

Das wurde hier im Forum auch schon mal ausführlich dargestellt und belegt. Autofahren bringt dem Staat Geld, ÖPNV kostet dem Staat Geld.
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