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Bahnhof Diebsteich kann gebaut werden
geschrieben von NVB 
Re: EÜs
16.07.2020 00:29
Zitat
bukowski
Ich habe mal eine andere Frage, die sich mit dem Umzug des Fernbahnhohs ergibt:
Werden die heutigen Nicht-S-Bahn-EÜs über die Stresemannstraße abgebrochen oder sollen sie bestehen bleiben?

Bei Abbruch könnte dies eine krasse Verbesserung der Fuss- und Radwege längs der Stresemannstraße nach sich ziehen, z.B durch Verbreiterung nach Widerlagerrückbau.
Sowohl der Bau von Diebsteich als auch eine Modernisierung Altonas bieten in der Tat die einzigartige Chance, diesen furchtbaren Engpass der Stresemannstr zu beseitigen und neu zu gestalten, indem man die darüberliegenden EÜs abbaut und neu ordnet. Aber das ist laut Planung nicht vorgesehen, und auch nicht gewollt.

Nicht vergessen - das ganze ist ein Immobilienprojekt. Bahnseitig soll so wenig Geld wie möglich ausgegeben werden, ansonsten geht die Rechnung nicht auf. Hauptsache, die Flächen in Altona werden schnell geräumt, denn die Investoren werden langsam ungeduldig. Der Rest interessiert wenig. Auch die S-Bahn Abstellgleise bleiben exakt wie sie sind. Hier hätte man vieles neu denken und umgestalten können, und sogar noch mehr Wohnungen bauen können als der Senat plant, aber es soll eine Minimalausführung werden, hauptsache die Gleise sind schnell weg.

Selbst wenn der Südkopf Diebsteichs neu geplant wird - ich bezweifle, dass die zusätzlichen Weichen auf dieser engen, heutzutage nicht mehr hauptbahntauglichen Rainweg-Kurve entstehen werden. Deutet das evtl darauf, dass der Bahnhof Diebsteich etwas nach Norden verlegt wird?
NVB
Re: EÜs
16.07.2020 09:09
Zitat
r2rho
Selbst wenn der Südkopf Diebsteichs neu geplant wird - ich bezweifle, dass die zusätzlichen Weichen auf dieser engen, heutzutage nicht mehr hauptbahntauglichen Rainweg-Kurve entstehen werden. Deutet das evtl darauf, dass der Bahnhof Diebsteich etwas nach Norden verlegt wird?


Die Angaben darüber sind widersprüchlich, doch ich denke, dass Du richtig vermutest. An der – wie Du zu Recht schreibst – "nicht mehr hauptbahntauglichen Rainweg-Kurve" mit ihrem 200 Meter-Radius wird ebenfalls gearbeitet.
Laut letztem D-Takt-Entwurf ist es übrigens weiterhin schwierig, trotz der vorgesehenen Ausbauten, den Marschbahn-Express zum Hauptbahnhof zu verlängern. Der Hauptbahnhof ist trotz Annahme einer realisierten S4 und des neuen City-Tunnels mit Kapazitätssteigerung auf der Verbindungsbahn in der nötigen Zeitlage komplett voll. In der Planung endet der RE aus Westerland also am Diebsteich.
Zitat
Herbert
Laut letztem D-Takt-Entwurf ist es übrigens weiterhin schwierig, trotz der vorgesehenen Ausbauten, den Marschbahn-Express zum Hauptbahnhof zu verlängern. Der Hauptbahnhof ist trotz Annahme einer realisierten S4 und des neuen City-Tunnels mit Kapazitätssteigerung auf der Verbindungsbahn in der nötigen Zeitlage komplett voll. In der Planung endet der RE aus Westerland also am Diebsteich.

Nicht unbedingt. Bedenke, dass durch den Verbindungsbahn-Tunnel auch die Gleise 3/4 zu Fernbahnsteigen werden und Gleis 9 ebenfalls eine Bahnsteigkante erhalten soll. Damit könnte E1a NI bis zum Hbf verkürzt und im Gegenzug E1a SH zum Hbf verlängert werden.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.2020 09:24 von Der Hanseat.
Laut drittem Gutachterentwurf (https://assets.ctfassets.net/scbs508bajse/6wYikPsl1G47nWJw5MHEhn/a0dbf1f255f2cfd6bf033941280da2ba/Netzgrafik_3._Entwurf_Nord.pdf): "Mögliche Lösungen: Beschleunigung Marschbahn [...] zusätzliche Bahnsteigkanten in Hamburg Hbf im Osten". Ankunft der Marschbahn in Diebsteich soll auf Minute 17 sein, man wäre also zur halben Stunde am Hauptbahnhof. Zur halben Stunde sind 13 Linien im Hbf (inkl. der sportlichen 3 Minuten Zeit zum Fahrgastwechsel bei den Metronomen aus Hannover). Welche Annahmen haben sie für den Hbf getroffen - die heutigen 8 Bahnsteigkanten? Das passt doch kaum.
Je nach Jahreszeit (oder Gutachterentwurf) wird mal gesagt, die Regionalbahnen enden am Diebsteich, oder werden dann doch bis Hbf durchgebunden. So sehr die Hamburger Politik eine Durchbindung verspricht, so scheint mir diese Frage überhaupt nicht geklärt, und ich habe bisher nichts überzeugendes gelesen, wie man diese Kapazitäten herbeizaubern soll (ausser man baut den zweiten Citytunnel, was aber nicht Teil des Deutschlandtakts ist?).
Aus meiner Sicht wird erstmal alles am Diebsteich enden, exakt wie es heute in Altona passiert. Und dann wird man "mal sehen", ob sich daran was drehen lässt. In Hamburg & S-H hat man schon immer wieder Schieneninfrastruktur gebaut, ohne einen Gesamtplan zu haben, und das wird sich jetzt nicht plötzlich ändern.

P.S. und die Marschbahn könnte auf jeden Fall eine Beschleuningung gebrauchen, mit oder ohne D-Takt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.2020 12:56 von r2rho.
Zitat

(ausser man baut den zweiten Citytunnel, was aber nicht Teil des Deutschlandtakts ist?).

Ohne zweiten Citytunnel wird's kaum gehen. Kurzer Blick in die Belegung Hauptbahnhof -> Dammtor im D-Takt 2030 in ungeraden Stunden

:04 FV
:09 FV
:10 RE
:23 RB
:26 FV
:32 RE
:35 FV
:38 FV
:40 RE
:49 FV
:52 FV
:54 RB
:59 FV
:59 weiterer FV

Gerade die abfahrenden Züge nach dem Halbknoten fahren dichter folgend als die S-Bahn.

Im D-Takt-Entwurf finden sich einige interessante Annahmen. Gerade SH hat auch großzügig Bedarfe angemeldet:

- Ein Überwerfungsbauwerk Sternschanze Fernbahn für einen Richtungsbetrieb im Hbf/Verbindungsbahn
- S4 "ohne Halt zwischen Pinneberg und Elbgaustraße und weiter im bestehenden Citytunnel" -> also ab Elbgaustraße oder gar schon Pinneberg im GSB-Netz. Damit wäre entweder die S32 zur Entlastung Elbgaustraße nach der Inbetriebnahme der Kaltenkircher S-Bahn obsolet oder Eidelstedt - Diebsteich wären 4 Züge/10 Minuten unterwegs.
- Für eine RB aus Geesthacht ist die Führung in den Hauptbahnhof im 30-Minuten-Takt vorgesehen.
- Lüneburg - Büchen - Lübeck mit zwei Zügen/Stunde
- Zweistündlicher Halt einer Fernverkehrs-Linie in Elmshorn
- Zweistündlicher Halt einer Fernverkehrs-Linie in Oldesloe
- 30-Minuten-Takt Oldesloe - Segeberg
- Büchen-Hamburg mit 3 Zügen/Stunde (+ FV)
- Durchbindung des heutigen Metronom Hamburg-Uelzen ganztägig nach Hannover in überholungsfreier Trasse, 30-Minuten-Takt, jeder zweite Zug durchgebunden nach Diebsteich, Fahrzeit Hamburg Hbf - Hannover Hbf 1:51 h.
- Lüneburg-Hamburg Hbf in der HVZ mit drei Expresszügen und zwei RBs pro Stunde, Beschleunigung des Express auf 25 Minuten Fahrzeit
- Halbstunden-Takt Hamburg - Neustadt (Holstein) und Hamburg - Travemünde Strand via Lübeck Hbf (Flügelung)
- 4 Züge/h Kiel-Preetz
- Sprinter-ICE zweistündlich von Hamburg Hbf ins Rheinland via Hannover, Fahrzeit bis Hamm (Westf) 1:51 h



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.2020 21:19 von Herbert.
Zitat
Herbert
Zitat

(ausser man baut den zweiten Citytunnel, was aber nicht Teil des Deutschlandtakts ist?).

Ohne zweiten Citytunnel wird's kaum gehen.

Das denke ich auch. Aber der wenn der D-Takt für 2030 vorgesehen ist... realistisch betrachtet wird bis dahin ein solcher Tunnel niemals fertig sein, angesichts der üblichen Planungs- und Bauzeiten. Kommt also der D-Takt für Hamburg später...? Und angesichts der Systemrelevanz Hamburgs, wären auch andere betroffen.
Auf der Netzgrafik Nord des Deutschlandtakts steht als Bahnhofsname übrigens 'Altona-Nord'...
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