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Bundesweiter Warnstreik im ÖPNV
geschrieben von STZFa 
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janf

ich bin mir ziemlich sicher, hätte es die Einschnitte in den 90ern nicht gegeben, gäbe es heute keinen Busbetrieb unter Hochbahn-Flagge sondern wir hätten Frankfurter Verhältnisse.

Guter Thema. Frankfurt ist gerade dabei, nach und nach immer mehr Linienbündel wieder selbst zu unternehmen. Warum wohl?

Und mit Unternehmen wie Umbrella wird man wohl kaum auch kaum die Verkehrswende mit emissionsfreien Bussen schaffen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.2020 20:09 von Wolf Tiefenseegang.
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janf
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Kay Ganz
Moin janf,

da man aus Deinen Ausführungen schließen
könnte, das Du vom Fach bist frage ich mich
als Ex-Zugfahrer der Hochbahn (ca. 30 Jahre)
was Du beruflich machst ?

Gruß Kay

Ich werde nach Hochbahn-TV bezahlt, darf Bus fahren, tue es aber zugegebenermaßen nicht täglich. Hier vertrete ich aber (ungefragt) ausschließlich meine private Meinung.

Und damit bist du dann entlarvt, danke an Kai Ganz. Du fährst zugegebenermaßen also nicht täglich Bus. Warum wohl? Weil du für eine andere Tätigkeit bei besseren Arbeitsbedingungen mehr verdienst. Alles klar, danke, das war’s dann mit unserer Diskussion. Hinzu kommt auch, dass du nur auf einen Bruchteil der Streikgründe eingehst (und diesen Bruchteil dann auch noch verniedlichst) und ich für dich auch nicht bereit bin, mich immer wieder zu wiederholen.

Es,wird nicht gelingen jeden mit Argumenten zu überzeugen. Es ist auch nicht jeder für Argumente zugänglich und bei dir gebe ich es jetzt auf. Daher gibt es ja auch das Streikrecht als letzte Handhabe, um Leute, die für Argumente nicht zugänglich sind, letztlich klar zu machen, zu welchen Bedingungen wir zukünftig arbeiten möchten.

Dann denke halt weiter, dass du richtig liegst, während hunderte Kollegen von dir, die sich sonst draußen rumschlagen und die eigentliche Produktivität einbringen, sich alle irren.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.2020 20:08 von Wolf Tiefenseegang.
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Wolf Tiefenseegang
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janf

ich bin mir ziemlich sicher, hätte es die Einschnitte in den 90ern nicht gegeben, gäbe es heute keinen Busbetrieb unter Hochbahn-Flagge sondern wir hätten Frankfurter Verhältnisse.

Guter Thema. Frankfurt ist gerade dabei, nach und nach immer mehr Linienbündel wieder selbst zu unternehmen. Warum wohl?

Und mit Unternehmen wie Umbrella wird man wohl kaum auch kaum die Verkehrswende mit emissionsfreien Bussen schaffen.

Wir sind uns wohl einig, dass es in den letzten 20 Jahren einem Hochbahn-Busfahrer besser ging als einem Frankfurter Busfahrer, der in einen im Wettbewerb vergebenen auf Wirtschaftlichkeit hin optimierten Teilnetz unterwegs war und im schlimmsten Fall alle 8 Jahre den Arbeitgeber wechseln musste.
Und ich finde gut, dass Frankfurt jetzt den sonst in Deutschland üblichen Weg einschlägt.
Und richtig, mit umbrella ist keine nachhaltige verkehrswende möglich. Schön, dass die Hochbahn einen anderen Weg geht und mit Jasper und SBG zwei Billigtöchter in die Mutter integriert hat. Es war ein langer Weg, dass diese Kollegen letztendlich für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen.
Jetzt wird aber gefordert, dieses hohe Level nochmals deutlich zu übertreffen. Und da ist die Frage, wie viel man in diesen Zeiten fordern kann. Und da liegen wir wahrscheinlich gerade 10 Prozentpunkte Lohnkosten auseinander.
„Hohes Level“. Dieser Begriff ist relativ. Du betrachtest das ganze durch die branchenübliche Brille.

Wenn man den Betrachtungshorizont mal ein wenig erweitert, muss doch auch mal die Frage erlaubt sein: Ist unsere Leistung wirklich weniger Wert als die eines Lokführerkollegen bei der Deutschen Bahn? Die Kollegen haben mithilfe der GDL seinerzeit eine deutliche Aufwertung ihres Berufes erreicht. Obwohl es auch Lokführer in anderen Eisenbahn-Unternehmen gab, denen es schlechter ging, obwohl es Streckenausschreibungen gab. Dieser Streik hat Vorbildcharakter. Die DB ist immer noch am Markt und hat weiterhin einen viel besseren Ruf als die Konkurrenten, an denen sie Strecken verloren und später auch oft zurückgewonnen hat.

Man will mit uns den Hamburg-Takt umsetzen und die Verkehrswende schaffen. Die Fahrgastzahlen steigen seit Jahren, abgesehen von derzeitigen Schwankungen wegen Corona. Im Gegensatz zu früher ist heute die Erkenntnis da, dass wir nicht nur für diejenigen ein Grundangebot darstellen, die sich kein Auto leisten können, sondern dass man unsere Leistungen dringend braucht, damit der Verkehrskollaps abgewendet wird. Damit ist der Marktwert unserer Arbeitskraft heute auf einem ganz anderen Level und wir brauchen auch deshalb Arbeitsbedingungen, die uns in der heutigen Zeit nicht kaputt machen, damit für die zukünftigen Leistungserweiterungen auch genug Neueinsteiger diesen Beruf wählen und auch dauerhaft bleiben.

Übrigens wurden die ehemaligen Jasperkollegen ja nicht aus Nächstenliebe in den Konzern eingegliedert, sondern weil sich die Hochbahn dadurch strategische Vorteile auf den Weg in die Zukunft erhofft. Und sicher auch, damit die Hochbahn einen größeren Einfluss bekommt, um die Beförderungsqualität der von Jasper bedienten Linien auf Hochbahnniveau zu steigern. Dennoch begrüße ich diese Eingliederung natürlich. Es ist ohnehin ein Skandal, dass es erlaubt ist, mit Töchtern und Subunternehmern zu arbeiten. Wo das hinführen kann sieht man in der Fleischindustrie. Jetzt sind Gewerkschaften und verantwortungsvolle Politiker gefordert, den Kampf aufzunehmen, damit diese Möglichkeiten auch im ÖPNV in€ allen anderen Bereichen abzuschaffen.

Ja, die Forderungen kosten Geld, aber Qualität hat ihren Preis.

Verdi kann nach einem erfolgreichen Tarifabschluss seinen Mitgliedern in anderen Regionen erklären, dass dies der Anfang zu einer Aufwertung des gesamten Berufsbildes ist und das „Hamburger Modell“ als Vorbild für künftige Arbeitskampfaktionen auch in anderen Regionen anpreisen mit dem Hinweis, was möglich ist, wenn eine große Geschlossenheit a la GDL herrscht.

Ja, ein Tarifabschluss, der diesen Forderungen Rechnung trägt kostet Geld, aber Qualität hat ihren Preis. Hochbahn- und natürlich auch VHH-Fahrer geben dem Fahrgast ein ganz anderes Beförderungsgefühl als die Fahrer irgendwelcher Billigheinis.

Eine optimale Zeit aus haushaltspolitischer Sicht gibt es für so etwas nicht. Die öffentlichen Kassen sind angeblich immer leer, Geld für Bankenrettungen, Coronahilfsgelder für Klimazerstörer wie die Lufthansa, Geld für eine Erhöhung der Anzahl der Gruppenleiter bei der Hochbahn, für satte Erhöhungen der Vorstandsbezüge der Hochbahn (die auch kaum in die Zeit passen dürften, und im Vergleich zu denen die Verdi-Forderungen geradezu bescheiden sind), auch um Sachgebietsleiter für Kleinstabteilungen zu beschäftigen, dafür ist immer Geld da.

Ich persönlich möchte nur, dass ich meine Zeit, die ich für die Hochbahn verbringe, als Arbeitszeit bezahlt bekomme. Pausen, in denen ich nicht zur Erholung ein wenig dösen kann, weil ich durch Innenlautsprecherdurchsagen, Funkdurchsagen an die Fahrer, durch plaudernde Kollegen über den unsäglichen Wagen-zu-Wagen-Funk und nicht zuletzt auch, weil wir vielerorts in Lauerstellung den Wagen des Vordermanns beobachten müssen, um für den nachfolgenden Kollegen rechtzeitig aufzurücken, so lange ist das keine Pause. Es ist eine Unverschämtheit vom Arbeitgeber, diese als solche zu bezeichnen. Rotzfrech. Ähnlich verhält es sich damit, uns für die Vor- und Nachrüstzeit mit einer lächerlichen Pauschale abzuspeisen.. Aber in der Belegschaft brodelt es schon lange. Viele wollen mehr. Und Verdi hat seine Forderungen ja nicht am grünen Tisch ausgewürfelt. Die Forderungen von Verdi beruhen auf Mitgliederbefragungen, die vor Ablauf der Tarifverträge bei uns Mitgliedern durchgeführt wurden.

Und auch, wenn du es vehement bestreitest: Die Arbeitsbelastungen des Busfahrers auf der Straße sind nicht mehr mit dem letzten Jahrhundert vergleichbar. Daher Bedarf es einer Anpassung. Dafür habe ich ebenfalls gestreikt. Und wie du siehst, war ich nicht der einzige Streikende. Warum wohl?! Weil wir alle charakterliche Defizite haben und ihr in der Steinstraße die Creme de la Creme seid?

An unseren Forderungen nörgelst du rum, zu der überdimensionalen Erhöhung der Vorstandsgehälter verlierst du kein Wort. Sind wir vielleicht doch ein ganz ganz kleines Bisschen parteiisch?

Du schreckst sogar nicht davor zurück, in diesem öffentlichen Forum deine Fahrerkollegen in der Öffentlichkeit als Unverschämt hinzustellen. Ich fass es nicht.

Edit: Habe ich in meiner Aufzählung vollkommen vergessen: Plötzlich ist auch Geld übrig, dass für die Betriebshöfe auch noch die Posten für stellvertretende Manager geschaffen wurden. Auch dies zeigt, dass Argumente wie „leere Kassen“, „passt nicht in die Zeit“ usw nichts wie dümmliche Floskeln sind.



6 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.2020 09:38 von Wolf Tiefenseegang.
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Genug Busfahrerbewerbungen? Wovon sprichst du?

Die Bewerberlage soll sich spürbar entspannt haben. Dazu kommen zwei günstige Faktoren für die Zukunft: Der Reisebusmarkt ist zusammengebrochen, er liegt seit Monaten und absehbar noch einige Zeit still. Die Fahrer dort sind in Kurzarbeit oder direkt auf Jobsuche. Es gibt aktuell ein spürbar höheres Angebot an Personal auf dem Markt. Dazu pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass ohne einen schnellen Anstieg der Fahrgastzahlen auf Vorkrisenniveau die angedachten Angebotsausweitungen auch im Busbereich nur stark zeitverzögert oder gar nicht umgesetzt werden können. Da braucht man nicht groß zu rechnen: weniger Angebot heißt weniger Personalnachfrage.

Strategisch geht Ver.di volles Risiko, ohne dass die Taktik besonders ausgefeilt wirkt. Am Ende haben die Angestellten nun weniger Macht als noch vor 1-2 Jahren und wollen ein größeres Stück vom spürbar kleineren Kuchen. Das ist schwierig. Was steht dagegen? Das Druckmittel "Streik" ist nur bedingt wirksam. Finanziell trifft er den Arbeitgeber kurzfristig überhaupt nicht, weil ein Großteil der Erlöse über Zeitkarten reinkommt und ein Streiktag dabei überhaupt nichts ausmacht. Langfristig sieht das anders aus, aber das ist Sägen am eigenen Ast. Der typische Busfahrer ist eher auf eine stabile ÖV-Nachfrage angewiesen als Vorstand und politisch Verantwortliche, die in die nächste Branche gehen. Bleibt die mediale Seite über die Öffentlichkeit. Auch schwierig, weil die Bedeutung des ÖV in der Corona-Zeit für viele, die leicht medienwirksam Druck auf die Arbeitgeber ausüben könnten, geringer wurde. Man geht einen Tag mehr ins Homeoffice oder nimmt das Auto. Und die, die das nicht können, protestieren nicht, schon gar nicht öffentlich in der Corona-Zeit. Die gucken, wie sie mit Taxi, S-Bahn oder Fahrrad in den Laden oder ins Krankenhaus kommen. Diese Berufe, die den ÖV wirklich brauchen, zu allem Überfluss klassisches Gewerkschaftsklientel, das den Großteil der Streiklast trägt.

Was Ver.di anstrebt, kann kaum ohne ausgefeilte PR-Strategie klappen. Die hat Ver.di aber nicht - oder sie funktioniert überhaupt nicht.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.2020 12:13 von Herbert.
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Der Hanseat
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Lanci
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Der Hanseat
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Kirk
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micha774
Welche Buslinien dürften morgen dennoch (ausgedünnt) fahren? Ich bin nicht so bewandert was Privatunternehmen bei HVV/Hochbahn angeht. Danke.
bei der HOCHBAHN sicher nichts. Der 8700er Richtung Ratzeburg ,von Wandsbek aus, fährt. Ich meine beim letzten Mal auch dass der 374 zwischen Poppenbüttel und Bargteheide vereinzelnd fuhr.

Sämtliche ORD- und ABG-Linien werden fahren.
Der Ortsverkehr Neu Wulmstorf soll zum größten Teil sichergestellt sein, diese Fahrten werden meistens durch die SBG geleistet, (auf anderen Linien könnte es trotzdem vereinzeln Auftragsfahrten für die Hochbahn von Globetrotter Reisen geführt werden, Sie sind ebenfalls nicht von Warnstreiks durch Verdi Morgen betroffen), und dort fahren trotz Warnstreiks durch die SBG und sie gehört wie die ABG und die ORD zu den OVN und diese werden morgens leider nicht bestreikt werden, obwohl die SBG eine Hochbahn-Töchter sei ist Sie als einziges von Warnstreiks durch Verdi leider nicht betroffen, weil die SBG und die JASPER zu den OVN mit gehören und nicht wie die Hochbahn zu den staatlichen Verkehrsbetriebe gehören und darunter gehört auch Globetrotter Reisen zu den OVN die morgen nicht bestreikt werden! Gruss Lanci

Jasper und SBG und die Mitarbeiter der entsprechenden Betriebshöfe werden morgen zum größten Teil auch streiken.

Wie ich von vorhin gesagt habe, sind die nicht die Privaten der OVN vom Warnstreik durch Verdi betroffen, weil Sie in einen anderen Tarifgenossenschaft drin sind, darft diese nicht mit Hochbahn-Tarif gleichgesetzt werden und es gibt zwei Genossenschaft eine private die OVN und eine staatliche geführte Genossenschaft der Busfahrer und zu den OVN gehört immer noch die SBG und die Jasper ebenfalls mit dazu und trotz Warnstreik der Hochbahn waren nur die Jasper- und SBG- Busfahrer unterwegs gewesen! Und waren der Fusionphase gilt eine sogenannte Streiksperre für einen gesamten Jahr und somit hätten Sie ebenfalls nicht Streiken dürfen, weil in der Fusion zur Hochbahn selber für einen Jahr eine Streiksperre gesetzt wurde und deswegen dürfen Sie selber nicht Streiken und es ist schon ein Unterschied, ob die Busfahrern bei der OVN oder bei der staatlichen Genossenschaft angestellt, obwohl beide Genossenschaft trotzdem zur der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dazugehören, wenn die staatlichen Genossenschaft durch Verdi zum Streik aufgerufen werden, wird nur diese Bestreikt und nicht die private OVN, weil Verdi sie nicht zum Streik aufgerufen hatte, weil da schon ein Tarifvertrag besteht dürfen diese erstmal nicht Streiken! Und genau da ist der Unterschied zwischen der OVN und der staatlichen geführten Genossenschaft der Busfahrern nämlich!
Gruss Lanci
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Neu Wulmstorf
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Lanci
Der Ortsverkehr Neu Wulmstorf soll zum größten Teil sichergestellt sein, diese Fahrten werden meistens durch die SBG geleistet ...

Der Ortsverkehr in Neu Wulmstorf wird von der KVG gefahren und die streikt morgen nicht.

Hat die KVG etwa Hochbahn-Busse im Einsatz (Rot-Weiss)? Leider nicht und ausgerechnet steht in der Konzession immer noch Hochbahn drin und nicht die KVG; nur die SBG besitzen selber die rot-weissen Hochbahn-Busse nämlich, aber nicht die KVG!
Gruss Lanci
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Boris Roland
Hallo,

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Der Hanseat
Jasper und SBG

Die werden mit absoluter Sicherheit nicht streiken.

Zum 1.1. wurden Fahrer und alles Drum und Dran in die HHA integriert, beide Unternehmen im April gelöscht. ;-)

Grüße
Boris

Da hat Boris leider Recht wären einer Fusionphase gilt offiziell eine Streikpause/-sperre für einen gesamten Jahr nämlich, die Busfahrern der Jasper und der SBG werden weiterhin zu der OVN wie die ABG und der ORD von der VHH angehören und werden dann wie Hochbahn-Busfahrern gleichgestellt, obwohl Sie selber nicht in der staatlich-geführten Genossenschaft drin sind, weil Sie immer noch der privaten OVN noch angehören, nur die Hochbahn-Busfahrern selbst die in einer staatlich-geführten Genossenschaft sind vom Warnstreik durch Verdi betroffen und nicht OVN Selber! Gruss Lanci
Hallo,

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Lanci
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Neu Wulmstorf
Der Ortsverkehr in Neu Wulmstorf wird von der KVG gefahren und die streikt morgen nicht.

Leider nicht und ausgerechnet steht in der Konzession immer noch Hochbahn drin und nicht die KVG;

Seit der Direktvergabe vor fast genau einem Jahr, fährt die Hochbahn in Neu Wulmstorf nur noch den Nachtbus 641. Alle anderen Linien gehören zur KVG.

Grüße
Boris
Ich bin der Meinung, dass auch auf der Linie 240 Hochbahnbusse nach Neu Wulmstorf fahren.
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Boris Roland
Hallo,

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Lanci
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Neu Wulmstorf
Der Ortsverkehr in Neu Wulmstorf wird von der KVG gefahren und die streikt morgen nicht.

Leider nicht und ausgerechnet steht in der Konzession immer noch Hochbahn drin und nicht die KVG;

Seit der Direktvergabe vor fast genau einem Jahr, fährt die Hochbahn in Neu Wulmstorf nur noch den Nachtbus 641. Alle anderen Linien gehören zur KVG.

Grüße
Boris

Die 240 wird auch von der Hochbahn betrieben. ;-)

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Mist, da habt Ihr natürlich recht. Das kommt davon, wenn man sich nur auf den Bahnhof fokussiert.

Gut, bleiben also sagenhafte zwei Hin- und Rückfahrten für den Samstag.

Grüße
Boris
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Verdi-Pressestelle
ÖPNV-Tarifkonflikt
ver.di bietet Schlichtung kommende Woche an
01.12.2020
Am ersten Adventssamstag streikten die Beschäftigten der Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein. Bisher gibt es keinerlei Bewegung auf Seiten der Arbeitgeber.

Um zu einer schnellen Lösung zu kommen, bietet ver.di der Hochbahn nun eine Schlichtung Anfang der kommenden Woche an. ver.di hat um Rückmeldung bis Mittwochabend gebeten.

„Wir wünschen uns keine weitere Eskalation, denn das würde v.a. die Fahrgäste und den Einzelhandel treffen. Deshalb bieten wir eine zügige Schlichtung Anfang der kommenden Woche an, um die Kuh vom Eis zu bekommen“ sagt Natale Fontana, Landesfachbereichsleiter Verkehr bei ver.di Hamburg. Seit die Hochbahn am 18.11. das Scheitern der Verhandlungen erklärt und den Verhandlungstisch verlassen hatte, stünden in der Belegschaft die Zeichen auf Streik. „Der Tarifkommission ist dieses Angebot nicht leichtgefallen. Die Hochbahn hat jetzt die Chance, echten Einigungswillen zu zeigen. Wenn die Hochbahn dazu nicht bereit sein sollte, bleibt uns jedoch nur, weitere Warnstreiks durchzuführen“, so Fontana weiter. Diese könnten dann auch über die Adventssamstage hinausgehen.

„Die Stimmung kocht in der Belegschaft, seit 4 Monaten verhandeln wir ohne nennenswerte Angebote seitens des Arbeitgebers“ so Gabriel Riesner, ver.di-Gewerkschaftssekretär bei der Hochbahn. „Unsere Mitglieder erwarten eine Einigung vor Weihnachten, besonders zur Entlastung. Wenn die Hochbahn lediglich die Erhöhung aus dem öffentlichen Dienst anbietet, ist das lachhaft, solange die Einkommenslücke zwischen einem Busfahrer und einem Müllwerker je nach Beschäftigungszeit bis zu 400 Euro beträgt. Die Beschäftigten im Nahverkehr haben Nachholbedarf, die Stadt spart seit Jahren bei ihren Einkommen und durch Arbeitsverdichtung aufgrund der dünnen Personaldecke Millionen.“

Die Hochbahn hatte in den letzten Verhandlungen beharrlich daran festgehalten, nur die im öffentlichen Dienst vereinbarte Entgelterhöhung zu übernehmen.

Hintergrund:

Der Manteltarifvertrag zu Arbeitsbedingungen ist bereits zum 31.12.2019 gekündigt worden. Zunächst verzögerten sich Verhandlungen Corona-bedingt, dann gab es keine Bewegung in den Verhandlungen. Zum 31.08.2020 lief auch der Entgelttarifvertrag aus. Nach drei Verhandlungsrunden und mehreren Warnstreiks verließ die Hochbahn den Verhandlungstisch und schlug eine Schlichtung vor.

In der bundesweiten Aufwertungstarifrunde im ÖPNV gibt es inzwischen Abschlüsse in 13 Bundesländern. In Hamburg hat ver.di Forderungen zur Entlastung der Beschäftigten erhoben, z.B. Entlastungstage für Schichtarbeit, die Erfassung von Überstunden ab der 1. Minute bei Fahrzeugverspätungen, eine Begrenzung der täglichen Höchstarbeitszeit auf neun Stunden und die Erfassung der Vor- und Nachbereitungsarbeiten, sog. Rüstzeiten, als Arbeitszeit. Inzwischen ist auch der Entgelttarifvertrag ausgelaufen.

Zitat
HOCHBAHN-Pressestelle
PRESSEINFORMATION 

HOCHBAHN begrüßt Schlichtungsbereitschaft

Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) begrüßt die Bereitschaft der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, in ein Schlichtungsverfahren einzutreten, um gemeinsam an einer für alle Seiten tragfähigen Lösung zu arbeiten.

Claudia Güsken, HOCHBAHN-Vorständin für Personal und Betrieb: „Nachdem wir in vier Verhandlungsrunden nicht weitergekommen sind, ist es ein gutes Signal, dass ver.di bereit ist, mit uns in ein Schlichtungsverfahren einzutreten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Schlichtung ist, dass sich auch die Gewerkschaft bewegt. Die aktuellen Forderungen sind für die HOCHBAHN schlicht nicht zu stemmen.“

In den vergangenen Verhandlungsrunden hatte die HOCHBAHN nicht nur eine Anhebung der Tarifentgelte (um 1,5 Prozent ab 1. April 2021 und um weitere 1,8 Prozent ab 1. April 2022), sondern auch verschiedene Maßnahmen zur Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer insbesondere in der Fahrerschaft angeboten. Hierzu zählen zusätzliche Urlaubstage für Nachtarbeit, eine Anrechnung von Überstunden ab der ersten Minute Fahrtverspätung und eine Anhebung der Nacht-, Sonn- und Feiertagszulagen.

Claudia Güsken: „Die Vertreter von ver.di müssen aber akzeptieren, dass ihr Forderungskatalog mit Personalkostensteigerungen von bis zu 30 Prozent keinen Bezug zur Realität hat, die durch Fahrgastausfälle und Verluste für unser Unternehmen von mehr als 100 Millionen Euro gekennzeichnet ist. Unsere Erwartung an die Schlichtung ist, dass wir jetzt sehr konkret die einzelnen Forderungen betrachten werden und schlussendlich zu einem Paket kommen, das auch mit Blick auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und die öffentliche Hand verantwortbar ist.“


Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
man hat sich wohl (wenigstens bei der Hochbahn) geeinigt.

[www.ndr.de]

Vor allem mehr freie Tage springen für die rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochbahn heraus, unter anderem gehören Silvester und Heiligabend dazu.
wie darf man das verstehen? Fährt zukünftig kein Bus und Bahn mehr oder galt der Tag bis jetzt als normaler Arbeitstag ?
Zitat
Kirk
man hat sich wohl (wenigstens bei der Hochbahn) geeinigt.

[www.ndr.de]

Vor allem mehr freie Tage springen für die rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochbahn heraus, unter anderem gehören Silvester und Heiligabend dazu.
wie darf man das verstehen? Fährt zukünftig kein Bus und Bahn mehr oder galt der Tag bis jetzt als normaler Arbeitstag ?

Ich denke, dass die Fahrer nun an diesen beiden Tagen dann auch mit Feiertagszuschlag bezahlt werden. Heiligabend und Silvester sind keine gesetzlichen Feiertage, daher musste die Hochbahn den Zuschlag an den beiden Tagen nicht zahlen. Wenn beide Tage nun aber vom Betrieb als "arbeitsfrei" deklariert werden müsste der Lohn an den beiden Tagen um den Zuschlag erweitert werden.
Für die Fahrgäste denke ich wird es weiterhin ein Busangebot nach dem Sonntags-/Feiertagsfahrplan geben.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Danke dir, ja so hab ich mir das am ende auch gedacht. Kein Zugbetrieb, gerade an Silvester (in normalen Zeiten), währe sicher unmöglich.
Ich verstehe darunter, dass Kollegen, die Heiligabend und/oder Silvester arbeiten einen Anspruch darauf haben, dafür einen bzw. zwei andere Tage frei zu bekommen, sodass also im Endeffekt jeder Kollege zwei Tage im Jahr mehr frei hat.
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Ich verstehe darunter, dass Kollegen, die Heiligabend und/oder Silvester arbeiten einen Anspruch darauf haben, dafür einen bzw. zwei andere Tage frei zu bekommen, sodass also im Endeffekt jeder Kollege zwei Tage im Jahr mehr frei hat.

Genau so, die Zahl der Jahresarbeitstage sinkt um zwei Tage, jedenfalls solange Heiligabend und Silvester nicht auf Samstag oder Sonntag fallen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.12.2020 21:46 von janf.
Wenn man sich mal den Tarifabschluss so anschaut komme ich im Nachgang irgendwie nur noch zum Kopfschütteln über die Streiks bei der Hochbahn. Es gibt 2x eine Erhöhung von "1 Komma". Das ist ja nichtmal oberhalb der Inflationsrate. Wenn ich mir mal meinen TV-L als Landesangestellter ansehe stand nach jeder Tarifrunde mindestens eine 2 vor dem Komma. Und das ganze ohne wirkliche Arbeitskampfmaßnahmen.
Das Corona-Geld ist für die Arbeitnehmer sicherlich eine nette Soforthilfe, falls es wegen des Berufs zu einer finanziellen Schieflage gekommen ist (natürlich nur, wenn das Geld auch schnell ausgezahlt wird). 2 Arbeitstage weniger sind auch okay. Wieviel Weihnachtsgeld gab es vorher, wenn es jetzt auf 80% angehoben wird?
Dafür, dass die Hochbahn nach Jahrzehnten mal wieder gestreikt hat, ist nach meiner Meinung recht wenig dabei rausgesprungen. Umso bitterer, dass die Arbeitnehmer der Hochbahn für sowenig auch noch streiken mussten, damit sich der Arbeitgeber nur in solch geringem Umfang bewegen muss.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Moin,

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FoxMcLoud
Wenn man sich mal den Tarifabschluss so anschaut komme ich im Nachgang irgendwie nur noch zum Kopfschütteln über die Streiks bei der Hochbahn... Wenn ich mir mal meinen TV-L als Landesangestellter ansehe stand nach jeder Tarifrunde mindestens eine 2 vor dem Komma. Und das ganze ohne wirkliche Arbeitskampfmaßnahmen...
mfg fox

...da ist aber seit Jahren auch jede Menge "Augenwischerei" dabei: Tarifverträge werden über zwei oder drei Jahre abgeschlossen und die marginalen Erhöhungen vor vielleicht 1,2% pro Jahr dreist auf drei Jahre "hochgerechnet" auf 3,6% Lohnerhöhung.
Die Presse greift das nur zu gern auf ("Ja, ja, die Privilegien des überversorgten öffentlichen Dienstes...")
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