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Moia ab 2025 mit vollautonom fahrenden Fahrzeugen
geschrieben von Neu Wulmstorf 
VW will mit Moia ab 2025 mit vollautonom fahrenden Fahrzeugen in Hamburg starten.

Zunächst noch mit einem Sicherheitsfahrer.

Moia

Mopo

Das sind großartige Nachrichten für den ÖPNV in Hamburg. Im Idealfall kann ich mir eine Route von A nach B in der App suchen, die mir eine Kombination aus Schnellbahn und Moia sucht, die ich einheitlich bezahlen kann. Und dank des fahrerlosen Betriebs kostet Moia nur noch rund halb so viel wie jetzt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.05.2021 19:30 von Neu Wulmstorf.
Zitat
Neu Wulmstorf
VW will mit Moia ab 2025 mit vollautonom fahrenden Fahrzeugen in Hamburg starten.

Zunächst noch mit einem Sicherheitsfahrer.

Moia

Mopo

Das sind großartige Nachrichten für den ÖPNV in Hamburg. Im Idealfall kann ich mir eine Route von A nach B in der App suchen, die mir eine Kombination aus Schnellbahn und Moia sucht, die ich einheitlich bezahlen kann. Und dank des fahrerlosen Betriebs kostet Moia nur noch rund halb so viel wie jetzt.

Naja, Moia ist jetzt ja schon, im Vergleich zum Taxi, günstiger. Leider hat man nun erstmal wieder den Radius verkleinert.
Ist dass "vollautomatisch" wie Tesla's "fully self-driving"?
Zitat
christian schmidt
Ist dass "vollautomatisch" wie Tesla's "fully self-driving"?
Hier kann man schön über die Automatisierungsgrade lesen: [de.wikipedia.org])
Naja, die MOPO schreibt von Level 4 und "vollständig autonom", dabei wäre Level 4 hoch- und 5 vollautomatisch -- während man im Wirtschafts- und Güterverkehr unter "autonom" noch einen Schritt weiter versteht: Fahrzeuge, die für den Transport eigenständig losfahren und kein Start- und Ziel durch einen Operator benötigen, z.B. um Lagerhallen zu versorgen, wenn das System autonom feststellt, dass es den Bedarf gibt.

Wie auch immer, spannende Kiste!
Ich bezweifle, dass es MOIA gelingt, in solch recht kurzer Zeit vollautonomfahrende Fahrzeuge in den lebhaften Straßenverkehr einzubinden. Bisher ist dieser HEAT-Minibus der Hochbahn ja aus gutem Grund nur auf einer Strecke unterwegs, wo es deutlich weniger Verkehr gibt wie bspw. auf den Ringstraßen oder den Ausfallstraßen von der Innenstadt nach Nedderfeld, Barmbek oder Billstedt. Zudem auch mit deutlich geringerer Geschwindigkeit als beim regulären Fließverkehr auf den Straßen. Solche Fahrzeuge werden sicherlich dort überfordert sein und zwangsläufig auf einen Fahrer angewiesen sein, der aktiv ins Fahrgeschehen des eigentlich vollautonomen Fahrzeuges eingreifen muss. Bis ein Fahrzeug vollautonom im Innenstadtverkehr mitschwimmen kann und von der Fahrweise kaum vom übrigen Straßenverkehr zu unterscheiden ist werden noch viele Jahre vergehen. Wenn es überhaupt dazu kommt.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Ja, da magst Du Recht haben. Tatsächlich hat VW vermutlich aus gutem Grund keinen Termin angegeben, ab wann auf einen Fahrer verzichtet werden kann.

Aber hoffen darf man ja. Fahrerloses Ride-Pooling ist ein ganz großer Baustein zur Lösung der städtischen Verkehrsprobleme. Und dieser Lösung will VW in vier Jahren näher sein. Drücken wir die Daumen.
Zitat
FoxMcLoud
Ich bezweifle, dass es MOIA gelingt, in solch recht kurzer Zeit vollautonomfahrende Fahrzeuge in den lebhaften Straßenverkehr einzubinden. Bisher ist dieser HEAT-Minibus der Hochbahn ja aus gutem Grund nur auf einer Strecke unterwegs, wo es deutlich weniger Verkehr gibt wie bspw. auf den Ringstraßen oder den Ausfallstraßen von der Innenstadt nach Nedderfeld, Barmbek oder Billstedt. Zudem auch mit deutlich geringerer Geschwindigkeit als beim regulären Fließverkehr auf den Straßen. Solche Fahrzeuge werden sicherlich dort überfordert sein und zwangsläufig auf einen Fahrer angewiesen sein, der aktiv ins Fahrgeschehen des eigentlich vollautonomen Fahrzeuges eingreifen muss. Bis ein Fahrzeug vollautonom im Innenstadtverkehr mitschwimmen kann und von der Fahrweise kaum vom übrigen Straßenverkehr zu unterscheiden ist werden noch viele Jahre vergehen. Wenn es überhaupt dazu kommt.
mfg fox
Ja, der Fahrer* wird erst einmal noch dabei sitzen und jeder Zeit notfalls eingreifen. Es soll ja auch langfristig passieren und nicht "übermorgen". Finde ich auch gut, neben der Sicherheit kommt auch der soziale Faktor. Erst Einstellen und dann in drei, vier Jahren feuern. Das will Moia nämlich auch nicht. Die wollen das Sozialverträglich ganz langsam ausgleiten lassen.

bei dem Satz "Zudem auch mit deutlich geringerer Geschwindigkeit" muss ich an "alles unter 60 km/h" denken in Hamburg. Also wenn die Autos später wirklich mit 50 km/h durch die Stadt fahren, wäre es ziemlich frustierend für den hupenden Fahrer* dahinter, da es die Technik nicht juckt ;-).

*natürlich auch Faherrin
Mit der "deutlich geringeren Geschwindigkeit" meinte ich den HEAT, welcher derzeit mit irgendwas zwischen 20 und 30 km/h zugelassen ist und eine Stadtgeschwindigkeit von 50 km/h nach meiner Kenntnis auch langfristig noch nicht vorgesehen ist. Auch beim HEAT ist immer Fahrpersonal mit an Bord. Bei den von VW geplanten Fahrzeugen frage ich mich daher eher, ob diese dann auch mit 50km/h fahren dürften, wenn der HEAT mit demselben Prinzip dies noch nicht darf. Und sobald es sich bei der benutzten Straße um eine Verkehrsachse handelt wird das Eingreifen des Fahrpersonals im Notfall wohl zum Regelbetrieb, da der Individualverkehr einfach unkalkulierbar für das Fahrzeug sein wird.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Naja, die Technik von HEAT ist einige Jahre alt, während VW darüber spricht, was in Zukunft kommt. Zu glauben, es gäbe keinen technischen Fortschritt mehr, wäre etwas fatal. Ebenso gibt es kein Naturgesetz, dass aufgrund aktueller Tests bis in alle Ewigkeit einen Operator an Bord benötigt. HEAT ist ein spannendes Projekt, aber doch nicht das Maß aller Dinge für jede zukünftige Entwicklung. (Mal abgesehen von der politischen Diskussion, Tempo 30 zur Regel und 50 zur Ausnahme zu machen)
Zitat
Neu Wulmstorf
Fahrerloses Ride-Pooling ist ein ganz großer Baustein zur Lösung der städtischen Verkehrsprobleme.

Da würde ich ein großes Fragezeichen dran machen. Meiner Meinung nach ist bei diesem Thema sehr viel Greenwashing und Problemlösungsvermeidungsstrategie dabei. Die Minifahrzeuge führen dazu, dass der große Vorteil des ÖPNV, nämlich der Bündelungseffekt auf Hauptstrecken, kanibalisiert wird und Verkehre vom Umweltverbund verlagert werden ("ÖPNV-Ersatz für Fußfaule"). Die Erfahrungen in den USA zeigen, dass der Gesamtverkehr eher zunimmt und die Bündelungswirkung, Stabilität und Verlässlichkeit von ridepooling in selten nachgefragten Zeiten und Bereichen extrem beschränkt bleibt.

Die Thematik lenkt davon ab, dass in der Verlagerung von MIV auf den Umweltverbund in mittleren Entfernungsbereichen das höchste Potenzial liegt. Hier sind oftmals die ÖPNV-Verbindungen schon gut oder gut ausbaubar, müssen jedoch mit sanften Push-Maßnahmen attraktiviert werden. So lange man in HH in extrem dicht bebauten Innenstadtbereichen noch weitgehend kostenlos oder zu Spottpreisen parken kann, sind die Möglichkeiten der Lenkungswirkung bei weitem nicht ausgeschöpft.

In Billbrook oder den Vier- und Marschlanden kann Moia gerne aktiv werden, aber das ist kein Gebiet, welches wirtschaftlich attraktiv zu bedienen ist und somit der Steuerzahler einspringen muss (siehe Gegenpart ioki). Zwischen Altona und Eppendorf oder HafenCity und Wandsbek ist kein Verkehr mit Minigefässen notwendig.
Zitat
Neu Wulmstorf
Aber hoffen darf man ja. Fahrerloses Ride-Pooling ist ein ganz großer Baustein zur Lösung der städtischen Verkehrsprobleme. Und dieser Lösung will VW in vier Jahren näher sein. Drücken wir die Daumen.

Naja, Ride-Pooling mit Fahrer macht Moia (und auch einige andere) doch jetzt schon, und ich denke es zeigt sich es halt kein großer Baustein zur Lösung städtischer Verkehrsprobleme ist.

Und wenn man bedenkt wie billig/verlustreich Moia (oder auch Uber) seine Dienste anbietet, sehe ich nicht wie selbst fahrerloses Ride-Pooling da einen großen Unterschied machen würde
Zitat
M2204
Zitat
Neu Wulmstorf
Fahrerloses Ride-Pooling ist ein ganz großer Baustein zur Lösung der städtischen Verkehrsprobleme.

Da würde ich ein großes Fragezeichen dran machen. Meiner Meinung nach ist bei diesem Thema sehr viel Greenwashing und Problemlösungsvermeidungsstrategie dabei. Die Minifahrzeuge führen dazu, dass der große Vorteil des ÖPNV, nämlich der Bündelungseffekt auf Hauptstrecken, kanibalisiert wird und Verkehre vom Umweltverbund verlagert werden ("ÖPNV-Ersatz für Fußfaule"). Die Erfahrungen in den USA zeigen, dass der Gesamtverkehr eher zunimmt und die Bündelungswirkung, Stabilität und Verlässlichkeit von ridepooling in selten nachgefragten Zeiten und Bereichen extrem beschränkt bleibt.

Greenwashing ist der richtige Begriff. Um die Emissionsziele zu erreichen, müsste eigentlich der schienengebundene ÖPNV massiv ausgebaut werden. Denn dieser ist physikalisch am effizientesten und benötigt keine unweltschädlichen Akkus. Da U-Bahn-Bau langwierig, teuer und CO2-Intensiv ist, käme eigentlich nur eine Stadtbahn infrage. Da diese aber aus ideologischen Gründen auf keinen Fall kommen darf, werden massenweise Nebelkerzen gezündet.
Wobei der Bau einer Tram/Stadtbahn auch nicht zwingend klimaneutral gebaut wird.

Co2 Ausstöße bleiben, egal welches Verkehrsmittel ausgebaut wird.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Kirk
Also wenn die Autos später wirklich mit 50 km/h durch die Stadt fahren, wäre es ziemlich frustierend für den hupenden Fahrer* dahinter, da es die Technik nicht juckt ;-).

Das mag frustrierend sein, aber mit steigendem Anteil an autonomem Fahren wird man sich wohl daran gewöhnen müssen, dass die Höchstgeschwindigkeiten von einer wachsenden Anzahl von Fahrzeugen nicht mehr als lockere Empfehlung sondern als das, was sie sind, interpretiert werden. Der Standard, dass der Verkehr, wo er nicht stockt, oft mit 10-15 km/h mehr fließt als zulässig, sollte durch die neuen Bußgelder schon etwas ausgebremst werden und auf diese Weise dann hoffentlich mal ein Ende finden.
Zitat
Sascha Behn
Wobei der Bau einer Tram/Stadtbahn auch nicht zwingend klimaneutral gebaut wird.

Co2 Ausstöße bleiben, egal welches Verkehrsmittel ausgebaut wird.

Das ist klar. Aber der Ausstoß ist viel geringer als beim Tunnelbau. Vor allem, wenn der Bau mit einer sowieso anstehenden Straßensanierung zusammengefasst wird.
Zitat
christian schmidt
Zitat
Neu Wulmstorf
Aber hoffen darf man ja. Fahrerloses Ride-Pooling ist ein ganz großer Baustein zur Lösung der städtischen Verkehrsprobleme. Und dieser Lösung will VW in vier Jahren näher sein. Drücken wir die Daumen.

Naja, Ride-Pooling mit Fahrer macht Moia (und auch einige andere) doch jetzt schon, und ich denke es zeigt sich es halt kein großer Baustein zur Lösung städtischer Verkehrsprobleme ist.

Und wenn man bedenkt wie billig/verlustreich Moia (oder auch Uber) seine Dienste anbietet, sehe ich nicht wie selbst fahrerloses Ride-Pooling da einen großen Unterschied machen würde

Fahrerloses Ridepooling wird ca. nur halb so viel kosten wie Ridepooling mit Fahrer. Das alleine reicht aber noch nicht aus. Das Ridepooling muss als integraler Bestandteil der HVV-Reisekette sowohl bei der Verbindungssuche als auch beim Bezahlen sein. Dann wird ein Schuh draus.

Möglicherweise können dann alle Feinverteiler-Buslinien, die seltener als alle 10 Minuten fahren, und alle Busfahrten mit regelmäßig weniger als fünf Fahrgästen eingestellt werden und durch Ridepooling ersetzt werden. Das kann vom öffentlichen Zuschuss günstiger werden und bringt einen großen Mehrwert für die Fahrgäste, die ohne lange Wartezeiten direkt am Start abgeholt und direkt an ihr Ziel gefahren werden.

Die Verbindungssuche würde natürlich auf langen Fahrten die Bahn oder wichtige Buslinien mit einbauen. Idealerweise kann ich eine gewünschte Ankunftszeit einstellen. Natürlich erwarte ich, dass bei einer verspäteten Bahnankunft die App im Hintergrund ein neues Ride-Pooling organisiert.

Eine Vision findet sich hier: vdv.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.2021 22:18 von Neu Wulmstorf.
Zitat
Neu Wulmstorf

Möglicherweise können dann alle Feinverteiler-Buslinien, die seltener als alle 10 Minuten fahren, und alle Busfahrten mit regelmäßig weniger als fünf Fahrgästen eingestellt werden und durch Ridepooling ersetzt werden. Das kann vom öffentlichen Zuschuss günstiger werden und bringt einen großen Mehrwert für die Fahrgäste, die ohne lange Wartezeiten direkt am Start abgeholt und direkt an ihr Ziel gefahren werden.

Auch die spontane Flexibilität, wie eine verspätete (S-)Bahn, wäre kein Problem mehr da das Fahrzeug sich ja nach den Kunden und nicht dem Fahrplan richtet. Das Thema Anschlusssicherheit darf nicht außer acht gelassen werden.
Das Thema Anschlusssicherung, muss aber im Einklang der Umlaufplanung sein.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Sascha Behn
Das Thema Anschlusssicherung, muss aber im Einklang der Umlaufplanung sein.

Genau das ist ja der Clou. Das selbst fahrende Moia-Fahrzeuf fährt ja auf Bestellung. Bestellt wird ja erst wenn die Bahn ankommt. Und da will sicher nicht nur einer weiter.
Ansonsten ist es in der Stadt zur Nacht aber auch ein Problem. Der Grundtakt der U1 und U3 in Ohlsdorf und Barmbek sind so, dass der Anschluss mit der S-Bahn Richtung Norden gerade nicht passt.
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