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Vergessene Orte: Die Siemensbahn
geschrieben von Tradibahner 
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Bovist66
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L.Willms
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Bovist66
Die Verkehrsströme aus der Wasserstadt/Hakenfelde sind bekanntlich stark oder sogar überwiegend nach Spandau orientiert.

Hat was ich mag auch Tangentialverbindungen ... was dann die Weiterfahrt nach Berlin angeht - wurde der Bhf Spandau nicht immer als überlastet erklärt?

??? Was hat denn der Bahnhof Spandau mit der Thematik zu tun?

Meine Güte, so begriffsstutzig muß man doch nicht sein.

Wenn man das Zentrum von Spandau als Verkehrsdrehscheibe haben will, anstatt einer direkten Schnellbahnstrecke in die Berliner Innenstadt (verlängerte Siemensbahn), dann hat das sehr viel mit dem Bhf Spandau zu tun.


heute mal keine sig
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L.Willms
Wenn man das Zentrum von Spandau als Verkehrsdrehscheibe haben will, anstatt einer direkten Schnellbahnstrecke in die Berliner Innenstadt (verlängerte Siemensbahn), dann hat das sehr viel mit dem Bhf Spandau zu tun.

Gähn, das Zentrum Spandaus ist bereits eine Verkehrsdrehscheibe. Mit Schnellbahnanbindung nach und von Siemensstadt und von und zur Berliner Innenstadt...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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Bovist66
Ebenso sehr wird meines Wissens geprüft, das Gebiet an die Straßenbahn anzuschließen - was für meine Begriffe (auch) hier die sinnvollste Lösung wäre, weil die Elektrische in dieser Relation keine Stichbahn wäre wie S- oder U-Bahn, sondern eine Tangentialverbindung von Pankow über Reinickendorf bis Charlottenburg bieten würde.

Ja und nein. Zunächst ist der Einsatz von (Elektro)Bussen angedacht, die durch autonom fahrende Elektrobusse ersetzt werden. Dies alles jedoch komplett auf eigener Trasse, die langfristig auch von einer Straßenbahn befahren werden kann. Der Zeithorizont ist dafür jedoch sehr lang.
Nächsten Sonntag sind Wahlen. Vom Ergebnis hängt es ab, was auf dem Gelände passiert, sofern der Flughafen in Schönefeld wirklich irgendwann eröffnet wird.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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m7486
Ja und nein. Zunächst ist der Einsatz von (Elektro)Bussen angedacht, die durch autonom fahrende Elektrobusse ersetzt werden. Dies alles jedoch komplett auf eigener Trasse, die langfristig auch von einer Straßenbahn befahren werden kann. Der Zeithorizont ist dafür jedoch sehr lang.

Du meinst jetzt aber die Urban Tech Republic oder? Wobei ich das Szenario auch für die Wasserstadt Spandau nicht völlig abwegig fände.

Fakt ist, in der Wasserstadt Spandau wird in den kommenden Jahren sehr viel Wohnraum entstehen, das stimmt schon. Aufgrund der Planungen der 90er Jahre und den entsprechenden Widmungen wird es wohl nirgends in Berlin so einfach sein, so viele neue Wohngebäude zu realisieren. Bei den freien Trägern aus der Wirtschaft habe ich aber meine Zweifel, ob das dann auch nach deren Vorstellungen läuft (v.a. beim Wohneigentum). So lange der Flughafen Tegel offen ist, sicher nicht.

Wenn aber alles so läuft, wie positiv progonistiziert, sprechen wir schon von einer Größenordnung von mindestens 15.000-20.000 neuen Einwohnern auf beiden Seiten der Havel. Dann wird man schauen müssen, wie man diesen erheblichen Mehrbedarf deckt. Die Siemensbahn halte ich aber nach wie vor nicht für die beste Lösung. Einerseits macht sie wirklich nur Sinn bei einer sehr kostspieligen Erweiterung Richtung Hakenfelde. Die Stationen Wernerwerk (U Siemensdamm) und Siemensstadt (U Rohrdamm) sind schlichtweg nur Parallelverkehr. Andererseits erreicht man mit ihr die meisten der neuen Siedlungsgebiete der Wasserstadt nicht direkt.

Gartenfeld allein mag vielleicht irgendwann 4.000-5.000 Neubewohner haben, wenn alles gut läuft. Mit einem zusätzlichen Bahnhof in Hakenfelde erreicht man dort im direkten Umfeld vielleicht auch etwas mehr. Aber mit der seit jeher geplanten Straßenbahn (meinetwegen auch BRT) zwischen Rathaus Spandau und Haselhorst hätte man das gesamte Gebiet angeschlossen und kaum einen Nachteil, was die Fahrzeit betrifft, nur halt den einen Umstieg mehr per Regio/S-Bahn ab Spandau oder U7 nach Jungfernheide.
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hvhasel

Fakt ist, in der Wasserstadt Spandau wird in den kommenden Jahren sehr viel Wohnraum entstehen, das stimmt schon. Aufgrund der Planungen der 90er Jahre und den entsprechenden Widmungen wird es wohl nirgends in Berlin so einfach sein, so viele neue Wohngebäude zu realisieren. Bei den freien Trägern aus der Wirtschaft habe ich aber meine Zweifel, ob das dann auch nach deren Vorstellungen läuft (v.a. beim Wohneigentum). So lange der Flughafen Tegel offen ist, sicher nicht.

Wo soll denn da noch was entstehen? Die meisten Flächen sind bebaut und von eng nebeneinander stehenden +10-Geschossern hat man sich zum Glück verabschiedet.
Wo sollen da nochmal 15.000 - 20.000 neue Einwohner herkommen? Das Gelände recht und links der Daumstraße ist nur mit Ein- und Zweifamilienhäuser bebaut.
Nördlich der Rauchstraße, kurz vor der Havelbrücke, sind noch 2 Grundstücke frei und an der Straße Am Maselakepark sollen nur 4 Geschosser in aufgelockerter Bauweise entstehen.
Ich befürchte hier wird von einigen etwas zu viel in Wasserstadt reininterpretiert um sich die Siemensbahn notwendig reden zu können.
Allein die Baukosten für den Abschnitt Gartenfeld - Hakenfelde dürfte denen einer U2 Verlängerung von Ruhleben nach Rath.Spandau entsprechen, da alles in einen Tunnel gelegt werden muß. Der Haltepunkt Gartenfeld könnte noch in einem Einschnitt ohne Deckel gebaut werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.2016 21:07 von Ronny_Sommer.
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Ronny_Sommer
Wo soll denn da noch was entstehen? Die meisten Flächen sind bebaut und von eng nebeneinander stehenden +10-Geschossern hat man sich zum Glück verabschiedet.

Bitte mal Google Maps, FNP und B-Pläne für das Gebiet anschauen - dort sind etliche Flächen noch zur Bebauung vorgesehen (nahezu alle Wasserflächen sind unbebaut!) und der Trend geht im Moment eindeutig eher zu mehr als zu weniger Dichte. Die Planungen für das Gartenfeld nebenan sollte man auch nicht vergessen, eine große Entfernung ist das nicht.
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Ronny_Sommer
Wo sollen da nochmal 15.000 - 20.000 neue Einwohner herkommen?

Mit "auf beiden Seiten der Havel" meinte ich tatsächlich inklusive Gartenfeld. Der Senat selbst geht von 7.500 bis 9.500 neuen Wohneinheiten aus, da finde ich die grobe Schätzung nicht allzu abwegig. Zumal so ein Vorhaben wie direkt östlich des ehemaligen S-Bahnhofs Gartenfeld mit weiteren rund 850 Wohneinheiten auf Kleingartengebiet noch gar nicht in den Plänen der Senatsverwaltung inbegriffen sein dürfte.
Das ist ja wieder typisch für den Senat und den Bezirk Spandau. Steuern zahlendes Gewerbe vertreiben und Kleingartenanlagen platt machen.
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Ronny_Sommer
Das ist ja wieder typisch für den Senat und den Bezirk Spandau. Steuern zahlendes Gewerbe vertreiben und Kleingartenanlagen platt machen.

Ist natürlich besser, die kleine Gruppe der Kleingärtner zu billigsten Preisen in innenstadtnaher Lage mit möglicher guter ÖPNV-Anbindung Radieschen züchten zu lassen, während der Normalsterbliche weder die Chance hat einen Garten in der Nähe seiner Wohnung zu bekommen (dafür muss man Vereinsmeierei lieben) oder auch nicht die Möglichkeit hat, in Berlin eine andere Wohnung zu bekommen als die, die er gerade hat. Zumindest wenn ich mir die Preise für Neuvermietungen angucke.

Irgendwo müssen die dringend benötigten Wohnungen hin. Die Kleingärtner haben von Anfang an gewusst, dass sie eigentlich nur Zwischennutzer sind, zumindest die, deren Grundstück in öffentlicher Hand ist - was wohl bei den meisten so sein wird. Die meisten Kleingärten wären ohne die geringe Pacht als "Zwischennutzer" niemals so entstanden. Von daher sehe ich es nicht ein, dass Berlin seine Flächenreserven wegen ein paar kleinen Vereinen nicht nutzen sollte.

edit: deutsch verbessert

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.2016 14:12 von Nemo.
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Ronny_Sommer

Allein die Baukosten für den Abschnitt Gartenfeld - Hakenfelde dürfte denen einer U2 Verlängerung von Ruhleben nach Rath.Spandau entsprechen, da alles in einen Tunnel gelegt werden muß.

Warum muss alles in einen Tunnel gelegt werden? Bei der Lösung Straßenbahn wäre dies jedenfalls nicht erforderlich. Zudem würde die Elektrische den Ortsteil Hakenfelde auch richtig erschließen können. Das Potential würde m.E. für eine Straßenbahn allemal ausreichen, auch wenn es natürlich viele Ausbau-Vorhaben im Bereich des Straßenbahnnetzes gibt, die wichtiger sind.
Ich finde Hochbahnen gut!

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Nemo
Ich finde Hochbahnen gut!

[www.youtube.com]
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"hvhasel" am 9.9.2016 um 9.19 Uhr:

Aber der Bebauungsplan gibt ja selbst keine Vorgabe zur Trassenführung, sondern verweist nur auf einen "ersten Entwurf" eines neuen FNP.

Ein bisschen mehr scheint der "neue FNP" schon zu sein. Heute wurde eine parlamentarische Anfrage veröffentlicht, die ein bisschen über die Zeitplanung verrät:

Zitat

Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Matthias Brauner (CDU) vom 29.8.2016 und Antwort vom 6.9.2016: Geplante Änderungen am Berliner Flächennutzungsplan (FNP) - Verfahrensstand

[...]

Frage 2: Wo in Berlin plant der Senat Änderungen im Jahr 2016 und 2017 am Flächennutzungsplan (bitte aufschlüsseln nach Bezirk, Lage, Größe und bisheriger Nutzungsart)?

Frage 3: Welche Art von FNP-Änderungen ist bei den genannten Flächen geplant (bitte aufschlüsseln nach Bezirk, Lage, Größe und künftiger Nutzungsart)?

Antwort zu 2. und 3.:

Spandau

Insel Gartenfeld / Saatwinkler Damm (01/16)

Nicht mehr in vollem Umfang genutzte Gewerbeflächen sollen im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung zu einem gemischten Stadtquartier entwickelt werden, in dem über 3.000 Wohnungen entstehen sollen. Ergänzend sind bisher gärtnerisch genutzte Flächen am Saatwinkler Damm in die Entwicklung einbezogen.
Wesentliche Nutzungsänderungen: Wohnbaufläche und gemischte Baufläche statt gewerblicher Baufläche und Grünfläche (insg. rd. 30 ha).

[...]

Frage 5: Wann können die genannten FNP-Änderungen wirksam werden (bitte aufschlüsseln nach Bezirk und Lage)?

Antwort zu 5.: Flächennutzungsplan (FNP)-Änderungen sollen so zügig wie möglich durchgeführt werden. In welchem Zeitrahmen dies erfolgen kann, hängt auch von den Rückläufen mit Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange ab. Diese werden geprüft, in die Abwägung eingestellt und gegeneinander und untereinander gerecht abgewogen. Im Anschluss wird dem Senat eine Entscheidungsvorlage zum Beschluss unterbreitet, die dann auch dem Abgeordnetenhaus zur parlamentarischen Beratung vorgelegt wird. Abgeschlossen sind Standard-Änderungen des Flächennutzungsplans erst mit der Zustimmung des Abgeordnetenhauses. Angestrebt wird zu den o.g. FNP-Änderungen ein Verfahrensabschluss in 2017.

Gruß, Thomas

PS: Und heute in den Tageszeitungen (im Tagesspiegel z. Bsp. auf Seite 6) der Aufruf zur "Öffentlichkeitsbeteiligung" vom 26.9. bis 28.10.2016.

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.2016 16:39 von krickstadt.
Da es jetzt soweit ist mit der Öffentlichkeitsbeteiligung und die S-Bahn wie oben beschrieben in den FNP aufgenommen werden soll, würde mich mal Folgendes interessieren:

Wenn man die Siemensbahn wirklich wieder zum Leben erweckt, würde es dann nicht zumindest Sinn machen, einen der beiden ehemaligen Bahnhöfe Wernerwerk und Siemensstadt zu streichen (bzw. nicht wieder zu eröffnen)? Aufgrund der ungünstigen Parallelität zu den U-Bahnstationen Siemensdamm und Rohrdamm wäre es vielleicht sogar am Besten, nur einen, dafür komplett neuen Unterwegshalt zwischen Jungfernheide und Gartenfeld einzurichten?

So wäre nach meinen ersten Gedanken wohl der alte Bahnhof Wernerwerk oder ein neuer Standort zwischen Popitzweg und Jungfernheideweg am Sinnvollsten, da so der Umstieg zur Buslinie 123 möglich wäre und bei letzterer Variante zumindest der Siedlungsschwerpunkt von Siemensstadt Richtung Goebelplatz ein wenig besser angebunden wäre. Zur U-Bahn wären es ja dennoch immer noch nur ca. 200 Meter Distanz.

Aber vor allem durch die starken strukturellen Veränderungen bei Siemens (und den hohen MIV-Anteil bei den Beschäftigten der kleinteiligeren Nachnutzung) gibt es ja quasi keine industrielle Bedeutung der Siemensbahn mehr. Dementsprechend hielte ich auch einen S-Bahnhof Siemensstadt auf Höhe des Rohrdamms für absolut überflüssig. Der U-Bahnhof Rohrdamm gehört ja jetzt schon nicht gerade zu den meistfrequentiertesten Bahnhöfen der U7.
Naja, es wird vermutlich ja nichtnur Gartenfeld entwickelt werden, wenn dort ein attraktives Quartier entsteht, dann strahlt das aus. Ich kann mir daher für den gesamten Bereich Siemensstadt eine Verdichtung vorstellen und dann ziehen dort die heute hippen Firmen aus Friedrichshain hin, die IT und Irgendwasmitmedien machen, weil Friedrichshain dann zu teuer wird. Woraus dann folgen könnte, dass sich der Modalsplit ändert.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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hvhasel
Wenn man die Siemensbahn wirklich wieder zum Leben erweckt, würde es dann nicht zumindest Sinn machen, einen der beiden ehemaligen Bahnhöfe Wernerwerk und Siemensstadt zu streichen (bzw. nicht wieder zu eröffnen)? Aufgrund der ungünstigen Parallelität zu den U-Bahnstationen Siemensdamm und Rohrdamm wäre es vielleicht sogar am Besten, nur einen, dafür komplett neuen Unterwegshalt zwischen Jungfernheide und Gartenfeld einzurichten?

Wo ist denn der Mehrwert, wenn man zusätzlich zu einer sehr schnellen U-Bahnverbindung von Siemensstadt mit Rohrdamm und Siemensdamm noch eine alte S-Bahn-Anlage parallel schaltet, wenn das Ziel auch nur Jungfernheide lautet? Verstehe den Ansatz überhaupt nicht. Kostet Geld und der Nutzen ist Null!
Die S-Bahn müsste schon über Jungfernheide ins Zentrum hineinreichen. Aber auch hier reichen die Fahrgastströme aus Gartenfeld und Umgebung niemals aus, um die Kosten zu rechtfertigen. Das ist alles halbgar und Träumerei von S-Bahn-Nostalgikern.

Die Bahn hat nur über die Siedlung Siemensstadt hinaus einen Nutzen - bspw. nach Tegel oder wenn man im Norden von Spandau eine große Siedlung aufzieht. Und nach Tegel sollte man eigentlich ohenhin eher eine U5 von Hauptbahnhof über Turmstraße und Jungfernheide bauen.

Machen wir uns nichts vor: In Berlin werden in den nächsten Jahrzehnten nur mit Müh' und Not ein paar Straßenbahnstrecken errichtet.
Zitat
Trittbrettfahrer

Die Bahn hat nur über die Siedlung Siemensstadt hinaus einen Nutzen - bspw. nach Tegel oder wenn man im Norden von Spandau eine große Siedlung aufzieht. Und nach Tegel sollte man eigentlich ohenhin eher eine U5 von Hauptbahnhof über Turmstraße und Jungfernheide bauen.

Machen wir uns nichts vor: In Berlin werden in den nächsten Jahrzehnten nur mit Müh' und Not ein paar Straßenbahnstrecken errichtet.

Und wohl auch die S21. Womit die U5 zwischen Hbf und Jungfernheide zumindest für Jahrzehnte ohnehin vom Tisch sein dürfte. Die Nachfrage zum Flughafengelände Tegel dürfte mittelfristig auch allenfalls nur Gelenkbusse füllen. Wenn es mehr Bedarf geben sollte, wäre eine Straßenbahn gerechtfertigt. Eine S- oder U-Bahnverbindung dorthin halte ich für kaum realistisch - wo sollen denn die Fahrgäste herkommen, um diese mit Abstand teuersten Lösungen im Bereich des ÖPNV zu rechtfertigen? Zumal es in Berlin zahlreiche Projekte gibt, die um ein vielfaches wichtiger sind (z.B. Straßenbahn zum Potsdamer Platz und weiter Richtung Steglitz). Nicht zuletzt wird für den Ortsteil Moabit die Straßenbahn sowieso die bessere Erschließungswirkung haben als es eine U 5 - Verlängerung je gehabt hätte.

Wenn die Reaktivierung der Siemensbahn auf vorhandener Trasse Träumerei sein sollte, ist es natürlich die U5 West - für die es nur ein paar Vorleistungen gibt - erst recht.
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Trittbrettfahrer
Wo ist denn der Mehrwert, wenn man zusätzlich zu einer sehr schnellen U-Bahnverbindung von Siemensstadt mit Rohrdamm und Siemensdamm noch eine alte S-Bahn-Anlage parallel schaltet, wenn das Ziel auch nur Jungfernheide lautet? Verstehe den Ansatz überhaupt nicht. Kostet Geld und der Nutzen ist Null!
Die S-Bahn müsste schon über Jungfernheide ins Zentrum hineinreichen. Aber auch hier reichen die Fahrgastströme aus Gartenfeld und Umgebung niemals aus, um die Kosten zu rechtfertigen. Das ist alles halbgar und Träumerei von S-Bahn-Nostalgikern.

Die Bahn hat nur über die Siedlung Siemensstadt hinaus einen Nutzen - bspw. nach Tegel oder wenn man im Norden von Spandau eine große Siedlung aufzieht. Und nach Tegel sollte man eigentlich ohenhin eher eine U5 von Hauptbahnhof über Turmstraße und Jungfernheide bauen.

Machen wir uns nichts vor: In Berlin werden in den nächsten Jahrzehnten nur mit Müh' und Not ein paar Straßenbahnstrecken errichtet.

Da stimmen wir vollkommen überein! Ich sehe den Nutzen für die Siemensstadt auch nicht oder nur kaum. Als komplette Linie von Hakenfelde/Gartenfeld über den Nordring und z.B. als S21 zum Haubtbahnhof wäre es schon eher denkbar, aber eben nur als Gesamtstrecke, die enorme Summen verschlingen würde (unterirdisch in Gartenfeld und eine Havelquerung an der fast denkbar ungünstigsten Position).

Aber Fakt ist, entgegen der Straßenbahn in Spandau ist diese S-Bahn über Gartenfeld bis nach Hakenfelde im Flächennutzungsplan. Das heißt natürlich nicht, dass da jetzt schnell was passiert - im Gegenteil. Ich befürchte sogar, dass nun der Status quo auf der Siemensbahn noch Jahrzehnte länger andauert und damit eine sinnvolle Zwischenlösung verhindert wird.

Aber ein bisschen Spekulation gehört ja auch dazu. Und so hielte ich einen Halt in der Siemensstadt für eine sinnvollere Lösung, wenn die Strecke bald gebaut würde.
Trassenfreihaltungen kosten nichts. Das dumme ist dann halt nur, dass man keine Straßenbahn bauen wird, weil es soll ja mal eine S-Bahn kommen... Die S-Bahn verschiebt man auf den St. Nimmerleinstag und es bleibt für immer beim Bus...

Ich würde dort ja ein Retro-Gründerzeitvietel bauen mit einer Hochbahn auf dem Mittelstreifen der Hauptstr...

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.09.2016 22:53 von Nemo.
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