Zitat
Latschenkiefer


Das mag auf die zitierten Städte zutreffen, in Berlin ist jedoch genau das der Fall. Das beste Beispiel hast Du vor der eigenen Nase: Die U7 West verläuft auf nahezu der gesamten Länge unter einer nahezu Autobahnähnlich ausgebauten Straßenführung. Einzige mir spontan einfallende Ausnahme ist die Wilmersdorfer Straße. Die U9 ist ähnlich konzipiert - man hat gleich diverse großzügige Unterführungen für die Pkw mitgebaut. Die U6 Nord sorgte für zwei zusätzliche Spuren in der Seestraße, die vorher die Straßenbahn nutzte usw.

Deine Beispiele stammen aber aus einer Zeit, als man in (West-)Berlin eine ganz andere Verkehrspolitik befolgte als heute, sprich: deutlich mehr Förderung des MIV.
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RathausSpandau
Deine Beispiele stammen aber aus einer Zeit, als man in (West-)Berlin eine ganz andere Verkehrspolitik befolgte als heute, sprich: deutlich mehr Förderung des MIV.

Wenn man große Wohnhäuser für den Autobahnbau abreißt, ist die Verkehrswende noch nicht wirklich angekommen.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313
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RathausSpandau
Deine Beispiele stammen aber aus einer Zeit, als man in (West-)Berlin eine ganz andere Verkehrspolitik befolgte als heute, sprich: deutlich mehr Förderung des MIV.

Wenn man große Wohnhäuser für den Autobahnbau abreißt, ist die Verkehrswende noch nicht wirklich angekommen.

Die Verkehrswende ist dieser Tage auch schon wieder aus der Mode gekommen, seitdem eineigen Abgeordneten aufgefallen ist, dass wenn der ÖPNV und die Radfahrer unterstütz werden, irgendwer auch was für die armen Autofahrer tun muss... nicht die FDP/AfD, eine Koalitionsfraktion, wohlgemerkt.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/mobilitaetsgesetz-in-berlin-die-spd-will-nicht-nur-ein-fahrradgesetz/22579066.html
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B-V 3313
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RathausSpandau
Deine Beispiele stammen aber aus einer Zeit, als man in (West-)Berlin eine ganz andere Verkehrspolitik befolgte als heute, sprich: deutlich mehr Förderung des MIV.

Wenn man große Wohnhäuser für den Autobahnbau abreißt, ist die Verkehrswende noch nicht wirklich angekommen.

Meinst du die Wohnungen in der Beermannstraße?
Also wenn die betroffenen Bewohner angemessen entschädigt werden (wobei ich das zugegebenermaßen bezweifle ), ist dagegen nicht so viel einzuwenden nach meiner Meinung - zumal in der Beermannstraße nur wenige Häuser abgerissen werden müssen (verglichen mit z.B. in Charlottenburg beim Bau der A100 in den 60ern, ist das ein Witz)
Im Grundgesetz heißt es ja auch "Gemeinwohl vor Eigenwohl".
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RathausSpandau
Meinst du die Wohnungen in der Beermannstraße?
Also wenn die betroffenen Bewohner angemessen entschädigt werden (wobei ich das zugegebenermaßen bezweifle ), ist dagegen nicht so viel einzuwenden nach meiner Meinung - zumal in der Beermannstraße nur wenige Häuser abgerissen werden müssen (verglichen mit z.B. in Charlottenburg beim Bau der A100 in den 60ern, ist das ein Witz)
Im Grundgesetz heißt es ja auch "Gemeinwohl vor Eigenwohl".

Klar, in Berlin haben wir ja auch bekanntlich einen Überbestand an Wohnungen derzeit...

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zum Thema U-Bahnbau = Autogerechte Stadt.
Das gilt im heutigen Berlin nicht mehr wirklich. Hierzu sei erinnert an die ersten Pläne des jetzigen Senats kurz nach(!) der Wahl.

Im Zuge der U5-Verlängerung zum Hbf sölle die Straße Unter den Linden für Autos gesperrt werden. Man kann ab dann ja die U-Bahn benutzen...

Ich bezweifle, dass das durchgesetzt wird. Aber dies zeigt, dass U-Bahn-Neubau durchaus im Sinne einer MIV-Reduzierung gestaltet werden kann. Auch wenn ich persönlich derzeit prioritär für Beschleunigung und Taktverdichtungen beim bestehenden Schnellbahnnetz plädiere (z.B.: U-Bahnen alle 3/4/3 Minuten mit etwas mehr Reserve, Stadtbahn alle 2,5 Minuten, ...)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.2018 20:12 von PassusDuriusculus.
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schallundrausch
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B-V 3313
Wenn man große Wohnhäuser für den Autobahnbau abreißt, ist die Verkehrswende noch nicht wirklich angekommen.

Die Verkehrswende ist dieser Tage auch schon wieder aus der Mode gekommen, seitdem eineigen Abgeordneten aufgefallen ist, dass wenn der ÖPNV und die Radfahrer unterstütz werden, irgendwer auch was für die armen Autofahrer tun muss... nicht die FDP/AfD, eine Koalitionsfraktion, wohlgemerkt.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/mobilitaetsgesetz-in-berlin-die-spd-will-nicht-nur-ein-fahrradgesetz/22579066.html

Ich glaube nicht, dass die Frage, ob die Verkehrswende aus der Mode gekommen ist oder nicht, in irgendeiner Weise von der Berliner SPD abhängt.
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RathausSpandau
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Global Fisch


Und nein, dass die U-Bahn-Neubauten relativ teuer sind (in diesem Fall sogar ganz besonders, da hätte man gleich in den 1990ern Vorleistungen bauen sollen) ist alles andere als ein abstruses und aus der Luft gegriffenes Argument.

Das habe ich auch nicht behauptet.

Nein, aber Du hattest als Argumente der Grünen & Co. gegen neue U-Bahn völlig abstruse Punkte genannt. Wir sind uns einig, dass diese Punkte abstrus sind; ich widerspreche Dir nur dahingehend, dass diese Punkte in irgendeiner Weise wichtig sind.


Zitat

Die S45, RE7/RB14 oder der zukünftige Airport Express sind für den Großteil von Neukölln, Kreuzberg, Schöneberg, Wilmersdorf und Charlottenburg doch uninteressant, weil diese oft nur Teile dieser Stadtteile erschließen. Die U7 erschließt alle diese Bezirkszentren und deckt einen sehr großen Teil von dessen Einwohnern ab, und sie fährt in sehr dichtem Takt, was für Fluggäste mit Sicherheit noch wichtiger ist. Ich behaupte auch, dass wenn man z.B. viel Gepäck hat, einem 10 Minuten die man durch eine schnellere Umsteige-Verbindung gewinnt nicht wichtig sind.

Was den dichten Takt angeht: das ist kein Systemvorteil der U-Bahn. Das kann man auch auf der S-Bahn bestellen, wenn Bedarf besteht.

Ich wundere mich zwar schon seit Mauerfall, warum man die U7 nach wie vor in Rudow enden lässt, statt sie zum nächstgelegenen Knoten (damals Bf. Schönefeld) zu führen bzw. warum man sie bei den Planungen des BER nicht gleich eingeplant hatte. Aus heutiger Sicht halte ich allerdings es nun für verbaut.

Aber wenn ich einen Sinn in der U-Bahn-Verlängerung sehe, dann eben in der Aufwertung des letzten Aststücks bis Rudow und in der Anbindung von Neukölln an den BER. Dass man eine Massennachfrage erzeugt, wenn man Leute aus Charlottenburg oder Wilmersdorf auf eine einstündige, in jeder Hinsicht unterirdische, Fahrt mit der U7 zum BER schickt, vermag ich nicht zu glauben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.2018 15:46 von Global Fisch.
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Global Fisch
Was den dichten Takt angeht: das ist kein Systemvorteil der U-Bahn. Das kann man auch auf der S-Bahn bestellen, wenn Bedarf besteht.

Ich wundere mich zwar schon seit Mauerfall, warum man die U7 nach wie vor in Rudow enden lässt, statt sie zum nächstgelegenen Knoten (damals Bf. Schönefeld) zu führen bzw. warum man sie bei den Planungen des BER nicht gleich eingeplant hatte. Aus heutiger Sicht halte ich allerdings es nun für verbaut.

Aber wenn ich einen Sinn in der U-Bahn-Verlängerung sehe, dann eben in der Aufwertung des letzten Aststücks bis Rudow und in der Anbindung von Neukölln an den BER. Dass man eine Massennachfrage erzeugt, wenn man Leute aus Charlottenburg oder Wilmersdorf auf eine einstündige, in jeder Hinsicht unterirdische, Fahrt mit der U7 zum BER schickt, vermag ich nicht zu glauben.

Bei der S-Bahn ließe sich so ein Takt auf einer Linie zum Flughafen, was die Netzwirkung/das Zusammenspiel mit den anderen Linien auf den mitbefahrenen Strecken betrifft, einfach nicht sinnvoll unterbringen. Bei der U7 ist so ein dichter Takt bis Rudow halt sowieso vollkommen gerechtfertigt.

Ich wüsste auch gar nicht was so schlimm sein soll, 40 Minuten mit der U-Bahn zum Flughafen fahren, wenn man dafür nicht umsteigen muss. Auf solchen entsprechend langen Distanzen wie aus Charlottenburg/Wilmersdorf zum BER, wo die Alternativen auch nicht so toll sind, würden es die meisten doch sofort unterschreiben.

Was findest du daran so unbequem, vielleicht die ganzen Fahrgastwechsel oder generell die starke Auslastung der Züge?
Am Flughafen einsteigend wäre es ja die absolute Ausnahme, keinen Sitzplatz finden zu können - und zum Flughafen fahrend, ist es ja so, auf der U7 gibt es so viel Fahrgastwechsel dass man nach höchstens 15 Minuten Stehen dort eigentlich immer ein Sitzplatz findet, weil z.B. wenn man in Wilmersdorf einsteigt, sehr viele der Fahrgäste die an Bord sind z.B. schon in Schöneberg oder Kreuzberg aussteigen und dann Plätze frei werden.

Ich stimme dir aber zu, dass man das damals in den 90ern schon hätte erledigen sollen, oder zumindest auf einen solchen Bau mehr Rücksicht nehmen. Jetzt dürfte dafür der Zug für längere Zeit erstmal abgefahren sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.2018 18:19 von RathausSpandau.
Zitat
RathausSpandau

Bei der S-Bahn ließe sich so ein Takt auf einer Linie zum Flughafen, was die Netzwirkung/das Zusammenspiel mit den anderen Linien auf den mitbefahrenen Strecken betrifft, einfach nicht sinnvoll unterbringen. Bei der U7 ist so ein dichter Takt bis Rudow halt sowieso vollkommen gerechtfertigt.

Ich wüsste auch gar nicht was so schlimm sein soll, 40 Minuten mit der U-Bahn zum Flughafen fahren, wenn man dafür nicht umsteigen muss. Auf solchen entsprechend langen Distanzen wie aus Charlottenburg/Wilmersdorf zum BER, wo die Alternativen auch nicht so toll sind, würden es die meisten doch sofort unterschreiben.

Was findest du daran so unbequem, vielleicht die ganzen Fahrgastwechsel oder generell die starke Auslastung der Züge?
Am Flughafen einsteigend wäre es ja die absolute Ausnahme, keinen Sitzplatz finden zu können - und zum Flughafen fahrend, ist es ja so, auf der U7 gibt es so viel Fahrgastwechsel dass man nach höchstens 15 Minuten Stehen dort eigentlich immer ein Sitzplatz findet, weil z.B. wenn man in Wilmersdorf einsteigt, sehr viele der Fahrgäste die an Bord sind z.B. schon in Schöneberg oder Kreuzberg aussteigen und dann Plätze frei werden.

Die Frage wäre ja schon, wie häufig die U7 überhaupt zum BER fahren würde. Vermutlich wird sich das Land Brandenburg eher zurückhaltend zeigen, was die Bestellung einer dichten Zugfolge der U7 auf seinem Gebiet angeht. Priorisiert wird dort allemal der Verkehr Richtung Potsdam. Daher würden die meisten Züge der U7 wohl auch dann in Rudow enden, sollte die Linie in ferner Zukunft zum BER verlängert sein.

In Charlottenburg und Wilmersdorf stünden die S-Bahn und die Regionalzüge als (potentielle) Alternative zur Verfügung, um zum BER zu gelangen. U-Bahnfahren mit Gepäck ist besonders stressig, und das Publikum auf der U7 (speziell der U7 auf dem Neuköllner Abschnitt) ist ebenfalls nicht jedermanns Sache. Kann natürlich sein, dass das im Jahr 2100 anders sein wird.

Sicher würde es auch dann noch Fahrgäste geben, die mit der U-Bahn zum BER fahren würden, und ganz abwegig wäre die Verbindung ja durchaus nicht. Aber dies jetzt ernsthaft zu diskutieren (wie es das Abgeordnetenhaus bzw. der Senat losgetreten haben), geht für meine Begriffe an den wirklich bedeutenden Fragen in dieser Stadt hunderte von Kilometern vorbei.
Zitat
Bovist66
Zitat
RathausSpandau

Bei der S-Bahn ließe sich so ein Takt auf einer Linie zum Flughafen, was die Netzwirkung/das Zusammenspiel mit den anderen Linien auf den mitbefahrenen Strecken betrifft, einfach nicht sinnvoll unterbringen. Bei der U7 ist so ein dichter Takt bis Rudow halt sowieso vollkommen gerechtfertigt.

Ich wüsste auch gar nicht was so schlimm sein soll, 40 Minuten mit der U-Bahn zum Flughafen fahren, wenn man dafür nicht umsteigen muss. Auf solchen entsprechend langen Distanzen wie aus Charlottenburg/Wilmersdorf zum BER, wo die Alternativen auch nicht so toll sind, würden es die meisten doch sofort unterschreiben.

Was findest du daran so unbequem, vielleicht die ganzen Fahrgastwechsel oder generell die starke Auslastung der Züge?
Am Flughafen einsteigend wäre es ja die absolute Ausnahme, keinen Sitzplatz finden zu können - und zum Flughafen fahrend, ist es ja so, auf der U7 gibt es so viel Fahrgastwechsel dass man nach höchstens 15 Minuten Stehen dort eigentlich immer ein Sitzplatz findet, weil z.B. wenn man in Wilmersdorf einsteigt, sehr viele der Fahrgäste die an Bord sind z.B. schon in Schöneberg oder Kreuzberg aussteigen und dann Plätze frei werden.

Die Frage wäre ja schon, wie häufig die U7 überhaupt zum BER fahren würde. Vermutlich wird sich das Land Brandenburg eher zurückhaltend zeigen, was die Bestellung einer dichten Zugfolge der U7 auf seinem Gebiet angeht. Priorisiert wird dort allemal der Verkehr Richtung Potsdam. Daher würden die meisten Züge der U7 wohl auch dann in Rudow enden, sollte die Linie in ferner Zukunft zum BER verlängert sein.

In Charlottenburg und Wilmersdorf stünden die S-Bahn und die Regionalzüge als (potentielle) Alternative zur Verfügung, um zum BER zu gelangen. U-Bahnfahren mit Gepäck ist besonders stressig, und das Publikum auf der U7 (speziell der U7 auf dem Neuköllner Abschnitt) ist ebenfalls nicht jedermanns Sache. Kann natürlich sein, dass das im Jahr 2100 anders sein wird.

Sicher würde es auch dann noch Fahrgäste geben, die mit der U-Bahn zum BER fahren würden, und ganz abwegig wäre die Verbindung ja durchaus nicht. Aber dies jetzt ernsthaft zu diskutieren (wie es das Abgeordnetenhaus bzw. der Senat losgetreten haben), geht für meine Begriffe an den wirklich bedeutenden Fragen in dieser Stadt hunderte von Kilometern vorbei.

Und S-Bahnfahren mit Gepäck nicht?

Und die S-Bahn/Regionalbahn am Fehrbeliner Platz, Richard-Wagner-Platz oder der Berliner Straße musst du mir auch mal zeigen ;-)
In Charlottenburg stünden aber an vielen Stellen diese Optionen zu Verfügung, das stimmt. In Wilmersdorf nur das Einzugsgebiet der Ringbahn, welches keinen sonderlich großen Anteil des Stadtteils ausmacht. In der Tat wären aber Kreuzberg, Neukölln da die deutlich größeren Profiteure.

Das mit der Taktdichte könnte in der Tat ein Problem werden. Ist zum Beispiel in Hamburg auch der Fall, wo der Wochenendnachtverkehr auf der U1 meines Wissens immer auf der letzten Hochbahnstation vor Verlassen des Hamburger Stadtgebietes endet.
Zitat
RathausSpandau

Das mit der Taktdichte könnte in der Tat ein Problem werden. Ist zum Beispiel in Hamburg auch der Fall, wo der Wochenendnachtverkehr auf der U1 meines Wissens immer auf der letzten Hochbahnstation vor Verlassen des Hamburger Stadtgebietes endet.

Letztendlich hat vorallem Berlin etwas von dieser Linie. Von daher sehe ich nicht unbedingt, dass der gefahrene Takt hier ausschließlich von der Zahlungsbereitschaft Brandenburgs abhängen sollte. Ansonsten war 2012 ein 5min-Takt mit Expressbussen ab Rudow geplant. Mit der U-Bahn sollte man dann schon mindestens im 10min-Takt fahren, ansonsten wird es ja unattraktiver als die Busverbindung. Für einen weniger dichten Takt ist die Anlage von Tunnelstrecke auch wirtschaftlich kaum zu rechtfertigen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
RathausSpandau

Und S-Bahnfahren mit Gepäck nicht?

Und die S-Bahn/Regionalbahn am Fehrbeliner Platz, Richard-Wagner-Platz oder der Berliner Straße musst du mir auch mal zeigen ;-)
In Charlottenburg stünden aber an vielen Stellen diese Optionen zu Verfügung, das stimmt. In Wilmersdorf nur das Einzugsgebiet der Ringbahn, welches keinen sonderlich großen Anteil des Stadtteils ausmacht. In der Tat wären aber Kreuzberg, Neukölln da die deutlich größeren Profiteure.

In den S-Bahnzügen ist gegenüber der U-Bahn das Platzangebot in der Tendenz größer, weil bekanntlich mit acht Wagen langen Zügen gefahren werden kann (dass es momentan wegen der Knappheit an Fahrzeugen nicht überall geht, steht auf einem anderen Blatt). Bei der U-Bahn wird man im Großprofilnetz wohl auch dauerhaft auf die Länge von sechs Wagen begrenzt sein.

Von den von Dir genannten U-Bahnstationen lassen sich S- und Regionalbahn relativ bequem mit 1x Umsteigen erreichen. Das mag zwar weniger attraktiv als eine Direktverbindung sein, aber eben doch zumutbar. Vor diesem Hintergrund kann eine 700 Mio - 1 Mrd teure Verlängerung der U7 zum BER erst einmal nicht prioritär sein. Zumal es immer einzelne Relationen gibt, wo ein Verkehrsmittel im Vorteil ist. Genausogut könntest Du statt der U7 eine Straßenbahnstrecke vom Buckower Damm via NME zum BER fordern - dann hätten die Bewohner/innen dort eine Direktverbindung zum Flughafen. Trotzdem wäre auch das weit davon entfernt, in nächster Zeit Priorität zu haben.
Zitat
Bovist66
[D]as Publikum auf der U7 (speziell der U7 auf dem Neuköllner Abschnitt) ist ebenfalls nicht jedermanns Sache.

Das Publikum mag auf den anderen U-Bahn-Linien auch nicht "jedermanns Sache" sein. Spontan fallen mir zu eigentlich allen U-Bahn-Linien (und eigentlich auch bei der S-Bahn) Gegenden oder potentielle Fahrgäste ein, gegen die gerne Vorurteile geschürt werden.

Der Mann von Welt fährt deswegen ausschließlich U4! ;)

Gutes Vorankommen damit wünscht
Arec



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.2018 11:17 von Arec.
Zitat
Arec

Das Publikum mag auf den anderen U-Bahn-Linien auch nicht "jedermanns Sache" sein. Spontan fallen mir zu eigentlich allen U-Bahn-Linien (und eigentlich auch bei der S-Bahn) Gegenden oder potentielle Fahrgäste ein, gegen die gerne Vorurteile geschürt werden.

Der Mann von Welt fährt deswegen ausschließlich U4! ;)

Gutes Vorankommen damit wünscht
Arec

Es geht nicht um Vorurteile, sondern um ganz konkrete Erfahrungen. Ich kenne einige Menschen, die so weit es geht diesen Abschnitt der U7 meiden - weil es ihnen dort zu "lebhaft" in den Zügen zugeht und die Anlagen als ziemlich schmuddelig wahrgenommen werden, um es einmal so zu beschreiben. Angenehm finde die Fahrten auf der südlichen U7 auch ich nicht (und ich weiß, wovon ich bei der U7 rede, nachdem ich 18 Jahre in Berlin-Buckow gewohnt habe und auch heute noch regelmäßig auf der U7 Süd für Verwandtenbesuche unterwegs bin). Allerdings bin ich andererseits dort auch nie in gefährliche Situationen geraten - immerhin.
Zitat
Arec
Zitat
Bovist66
[D]as Publikum auf der U7 (speziell der U7 auf dem Neuköllner Abschnitt) ist ebenfalls nicht jedermanns Sache.

Das Publikum mag auf den anderen U-Bahn-Linien auch nicht "jedermanns Sache" sein. Spontan fallen mir zu eigentlich allen U-Bahn-Linien (und eigentlich auch bei der S-Bahn) Gegenden oder potentielle Fahrgäste ein, gegen die gerne Vorurteile geschürt werden.

Der Mann von Welt fährt deswegen ausschließlich U4! ;)

Gutes Vorankommen damit wünscht
Arec

Nun, es ist ja eigentlich ein bisschen peinlich, wenn die Touristen ankommen und gleich die Schmuddelecke sehen. Und das mit dem "gegen die gerne Vorurteile geschürt werden" erinnert sehr an eine politisch überkorrekte Sichtweise, in der alles rosarot und himmelblau ist.

Mit besten Grüßen
Wuhletal
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Säh Dohrs will oupänn onnsä läft zeit.
^^^ Na da wissen aber die Leute gleich, wo sie gelandet sind, Berlin ist eben nicht nur Kudamm und Linden..... ;-)

Ironie aus
Dazu passend auch ein Bericht in der Abendschau mit anschließendem Interview von Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel:
[www.rbb-online.de]
Zitat
schallundrausch
Der Senat war auf Tunneltour in Rudow...

https://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehrspolitik-ausbau-der-u7-bis-ber-im-gespraech/23585910.html

Das ist doch wieder Verkehrspolitik in Berlin as it‘s best!

Morgen fährt Frank Balzer dann mit der CDU-Fraktion mit der U8 nach Wittenau, um festzustellen, dass es zum MV ja gar nicht so weit ist. Übermorgen fährt Raed Saleh mit Helmut Kleebank schließlich mit der U7 und beide freuen sich, dass der Tunnel bis unter die Klosterstraße reicht.

Daraufhin kündigt Regine Günther mehrere neue Prüfauftrage an, um in dieser Legislaturperiode nichts entscheiden zu müssen. Derweil wird in den kommenden Jahren die A100 fertiggestellt und nichts ist in Sachen U-Bahn passiert.
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