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Die nächste Grundsatzdebatte zur S-Bahn
geschrieben von dubito ergo sum 
Zitat
PassusDuriusculus
Waßmannsdorf ist schon seit einer Weile im Gespräch.

siehe hier:
[www.bahninfo-forum.de]

Ah danke Dir, das war an mir vorbeigegangen. Rein strukturpolitisch hätte ja ein Standort j.w.d. an der S5 mehr Sinn gemacht, als in Flughafen-Nähe.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Zitat
PassusDuriusculus
Waßmannsdorf ist schon seit einer Weile im Gespräch.

siehe hier:
[www.bahninfo-forum.de]

Ah danke Dir, das war an mir vorbeigegangen. Rein strukturpolitisch hätte ja ein Standort j.w.d. an der S5 mehr Sinn gemacht, als in Flughafen-Nähe.

Viele Grüße
André

Richtig, Waßmannsdorf wurde zwar auch genannt, aber dann auch wieder als "ausgeschlossen" bezeichnet. Über die S9 wäre eine Anbindung an die Stadtbahn gewährt und per Umlaufverknüpfung sicher auch handhabbar. Mit einer Querspange zur S2 wäre das ganz allgemein ein interessanter Standort. Andererseits liegt mit Grünau und Schönweide bereits Wartungsinfrastruktur räumlich in der Nähe, die auch von derselben Zulaufstrecke abhängig ist.

Kürzlich habe ich in einem Zeitungsartikel noch Fredersdorf gelesen. Der Standort läge zwar auch in Brandenburg, aber doch ziemlich weit draußen und an einem längeren eingleisigen Abschnitt.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Nun gut Die S5 könnte eh ein 2. Gleis gut vertragen. Wäre doch bestimmt billiger als der Umbau des Karower Kreuzes, oder?
Fredersdorf, der ehemalige Güterbahnhof?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Was die Abstellanlage in Schönholz betrifft, so ist das ja nach dieser Beschreibung mehr als eine Abstellanlage, das ist doch schon ein ausgelagertes Teilinstandhaltungswerk. Wenn das Zuführgleis der Nordbahn elektrifiziert wird, wird evtl. gleich das zweite Gleis errichtet und somit bis Schönholz schon für die Kremmener Bahn vorgeleistet und perspektivisch auch für die Heidekraut nutzbar.

Vermutlich müssen auch Gebäude errichtet werden.

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.2020 19:52 von Heidekraut.
Zitat
Arnd Hellinger

Hier [www.berlin.de] gibt es die "amtliche PM dazu. Ich zähle nur gerade nach, wie viele Meldungen über angeblich "endgültige Einigungen" zur S-Bahn-Vergabe ich die letzten drei Jahre so gelesen habe...

Glauben darf man das erst, wenn's im TED steht, zumal LINKE, SPD, Verkehrsinitiativen und Gewerkschaften mit dieser "Lösung" zu Recht nach wie vor nicht einverstanden sind. Da kann man also weiterhin gespannt sein.

Dazu passen die Aussagen des Linke-Verkehrsexperten Kristian Ronneburg in meinem Artikel.

Zitat
Artikel zur S-Bahn-Ausschreibung in "nd"
Allerdings haben auch noch die Fraktionen der rot-rot-grünen Koalition ein Wörtchen mitzureden. »Einige Punkte in den Unterlagen sind weiterhin noch zu unbestimmt; diese brauchen eine eindeutige Klärung«, sagt Linke-Verkehrsexperte Kristian Ronneburg zu »nd«. Immer wieder hatten in dem langen Verfahren Abgeordnete von SPD und Linke über unabgestimmte Überraschungen in den Unterlagen geklagt. »An uns muss es nicht liegen, sollte es trotzdem noch Verzögerungen geben«, so Ronneburg.
@nicolaas

Hellhörig geworden bin ich ja bei einem anderen Satz in deinem Artikel:

Zitat
Artikel zur S-Bahn-Ausschreibung in "nd"
Der Instandhaltungsvertrag werde im Rahmen des rechtlich Möglichen sicherstellen, dass die Werkstätten samt Material auch nach Vertragsende dem S-Bahnsystem zur Verfügung stehen.

Das könnte man ja so verstehen, als wenn man die S-Bahn Berlin - angenommen, sie gewinnt die Ausschreibung für Instandhaltung - für zukünftige Ausschreibungen dazu verpflichten kann, ihre Werkstätten auch den Mitbewerbern zu öffnen.
Das wäre natürlich eine tolle Option für die Zukunft, nur irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, wie man das rechtlich sauber hinkriegen könnte...

~ Mariosch
Zitat
Mariosch
@nicolaas

Hellhörig geworden bin ich ja bei einem anderen Satz in deinem Artikel:

Zitat
Artikel zur S-Bahn-Ausschreibung in "nd"
Der Instandhaltungsvertrag werde im Rahmen des rechtlich Möglichen sicherstellen, dass die Werkstätten samt Material auch nach Vertragsende dem S-Bahnsystem zur Verfügung stehen.

Das könnte man ja so verstehen, als wenn man die S-Bahn Berlin - angenommen, sie gewinnt die Ausschreibung für Instandhaltung - für zukünftige Ausschreibungen dazu verpflichten kann, ihre Werkstätten auch den Mitbewerbern zu öffnen.
Das wäre natürlich eine tolle Option für die Zukunft, nur irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, wie man das rechtlich sauber hinkriegen könnte...

~ Mariosch

Das ist - meiner Erinnerung nach - auch im bereits wettbewerblich vergebenen Ringbahnvertrag so geregelt.

*******
Die Signatur ist zu kurz um sie mit Inhalten zu verstopfen.
"Im Rahmen des rechtlich möglichen" kann aber auch heißen, dass es nicht möglich ist. Eher eine Verschleierungsformulierung also.
Hat jemand Zahlen wieviele Ersatzbusse für die südliche S2 rollen sollen? Ich komme auf mind. 26 für die drei Linien zusammen wenn ich mir die Verbindungen so ansehe. Danke.
Zitat
micha774
Hat jemand Zahlen wieviele Ersatzbusse für die südliche S2 rollen sollen? Ich komme auf mind. 26 für die drei Linien zusammen wenn ich mir die Verbindungen so ansehe. Danke.

Keine Kritik, ich schweife auch manchmal vom Thema ab. Aber könntest Du bitte eine völlig neue Fragestellung zu solchen Einzelthemen auch in einem passenden Thread stellen? Und nicht in dem, in dem es eben um Grundsatzfragen (=wer soll die S-Bahn betreiben? etc.) geht.
Die Gewerkschaft EVG begrüßt den Wegfall der Pflicht zum Werkstatt-Neubau in der geplanten Ausschreibung der S-Bahn, wartet aber auf genauere Informationen. Auch Parlamentarier beklagen den geringen Informationsfluss.
Zitat
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1136413.verkehrswende-keine-autos-sind-die-loesung.html
Habe ich im "nd" aufgeschrieben.

Zitat
Artikel in "neues deutschland"
»Wir haben als Haushälter die Auflage erteilt, über alle relevanten Dokumente informiert zu werden«, sagt SPD-Haushälter Sven Heinemann zu »nd«. Doch seit vier, fünf Monaten habe es keine neuen Informationen mehr gegeben. »Das mag ich kaum glauben, dass in der Zeit keine neue Unterlagen vom Beratungsunternehmen KCW angefertigt worden sind«, so Heinemann. Er ärgert sich auch über die hohen Kosten: Fast eine Million Euro sei an KCW geflossen, sogar über 1,4 Millionen Euro an die auf Rechtsberatung zu Vergabeverfahren spezialisierte Bremer Anwaltskanzlei BBG und Partner.
So sei für ihn immer noch ungewiss, ob die neuen Züge der Baureihe 483/484, die ab 2021 nach und nach auf den Ringbahnlinien fahren sollen, weiterentwickelt werden können.
Hallo,

der rot-rot-grüne Senat verliert sich bei der nächsten großen Ausschreibung wieder mal in Macht-Spielchen und verzögert diese nun erneut:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/linke-will-arbeitnehmerrechte-staerken-berliner-senat-streitet-ueber-s-bahn-ausschreibung/25844242.html

Vom Regierenden Bürgermeister Müller (SPD) hört man zu Nahverkehrs-Themen ja grundsätzlich nichts. Und dass er seinen Senat nicht im Griff hat, ist leider auch nichts Neues.

Viele Grüße
André
Auf Welt.de habe ich dazu auch etwas gefunden: [www.welt.de]

Die EVG und auch der Dachverband (DGB) halten offenbar nach wie vor nicht alle mit der Ausschreibung verbundenen Fragen für geklärt. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

Nachtrag: Die Sicht der zuständigen Einzelgewerkschaft (EVG im DGB) mag im Lok Report etwas deutlicher werden: [www.lok-report.de]



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.2020 07:26 von Marienfelde.
Ergänzend zum noch einmal vertagten Beschluss über die Ausschreibung noch ein Link zur (ausführlicheren) Online-Fassung eines Artikels in der heutigen gedruckten Ausgabe der Berliner Zeitung (S. 13): [www.berliner-zeitung.de]

Strittig ist u.a. "die Forderung, dass das Personal auch bei den neuen Betreibern zu denselben Bedingungen wie heute bei der S-Bahn Berlin GmbH beschäftigt wird.

Das soll sicherstellen, dass auch Konkurrenten genug Personal rekrutieren können, bekräftigte Sven Heinemann (SPD). Eine solche Regelung sei bereits für den Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg getroffen worden. „Warum soll das nicht auch bei der S-Bahn möglich sein? Ein Desaster wie im S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr darf sich bei uns nicht wiederholen", sagte der Abgeordnete.

Im Westen Deutschlands hat der zuständige Verkehrsverbund VRR den Vertrag mit dem Zugbetreiber Keolis, der unter dem Markennamen Eurobahn Ende 2019 den Betrieb auf zwei Linien aufnehmen sollte, gekündigt. Das Unternehmen hatte es nicht geschafft, ausreichend Fahrpersonal zu rekrutieren. Im Wege einer Notvergabe wurde die Deutsche Bahn beauftragt, den Verkehr zu übernehmen."

Hier sollte eine Einigung auf der Basis der Übernahme der gewerkschaftlichen Forderungen problemlos möglich sein, denn auch die Ausschreibungsbefürworter/innen waren ja nie für "Ausschreibungsgewinne" über die Löhne oder schlechtere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Außerdem würde sich ansonsten auch bei der Berliner S-Bahn die Frage der Personalgewinnung bei einem evtl. erfolgreichen Wettbewerber stellen.

Noch ein Zitat zu weiteren, von der EVG kritisch gesehenen Fragen: "Der Berliner EVG-Chef Michael Bartl mahnte, dass bei der Ausschreibung auch an die Mitarbeiter in der Fahrgastinformation, im Marketing, in der Planung und der Disposition gedacht werden müsse. „Bislang geht es um Betrieb und Instandhaltung. Bleibt zu fragen, was mit den anderen Bereichen geschehen soll“, sagte Bartl.

Die EVG bekräftigte ihre grundsätzliche Kritik an der Ausschreibung. Das Verfahren ermögliche es, die vier Lose getrennt an unterschiedliche Unternehmen zu vergeben - was die Komplexität erhöhen könnte.

Der Landesvorsitzende verlangte ein belastbares Betriebs- und Störungskonzept, sollten mehrere Bewerber Zuschläge bekommen. Dazu gehöre, dass Koordinierung und Verantwortlichkeiten klar geregelt werden müssten, so Bartl."


Einen schönen Mittwoch wünscht Euch
Marienfelde
Zitat
Marienfelde
Strittig ist u.a. "die Forderung, dass das Personal auch bei den neuen Betreibern zu denselben Bedingungen wie heute bei der S-Bahn Berlin GmbH beschäftigt wird.

Einen schönen Mittwoch wünscht Euch
Marienfelde

Hört sich zwar romantisch an, wird aber wohl eher abschrecken, denn wo will man sparen wenn nicht beim Personal? Dann kann auch die S-Bahn GmbH das Netz weiter betreiben.
Zitat
Marienfelde
Nachtrag: Die Sicht der zuständigen Einzelgewerkschaft (EVG im DGB) mag im Lok Report etwas deutlicher werden: [www.lok-report.de]

Vielen Dank für die Links. Der Artikel im Lok-Report ist tatsächlich lesenswert. Unabhängig davon, dass ich das Agieren der EVG hier nicht unterstütze (reine Besitzstandswahrung), so zeigen die Ausführungen wieder mal, wie ungeschickt, unvorbereitet und unprofessionell Frau Günther agiert. Vorlagen stimmt man mit den relevanten "Stakeholdern" vorher ab, und versucht nicht, durch Wegducken, Verzögern und Tricksen seine Ziele zu erreichen. Stattdessen sieht sie sich im extrem wichtigen Thema der S-Bahn-Vergabe inzwischen nur noch Gegnern gegenüber, so ziemlich jeder agiert gegen sie. Und das passiert ihr mit ihren Vorhaben ja permanent. Für mich unbegreiflich, wie man sich selbst so wenig reflektieren kann ("1 Geisterfahrer? Hunderte!"). Die letzte S-Bahn-Krise wurde insbesondere durch die SPD-Genossen massiv verschärft, nun treten offensichtlich die Grünen an, die Verkehrswende zu sabotieren.

Viele Grüße
André
Man muss Gewerkschaften natürlich in jede Enrscheidung einbeziehen, man muss sie aber auch unter Druck setzen können. Das ist in der Industrie nicht anders üblich, denn sonst kommt man zu keiner Innovation. Und das gilt natürlich auch für den öffentlichen Bereich. Wenn man immer nur alles im Wohfühlklima belässt, wird man keinerlei Verbesserungen für den Kunden, und das ist hier die Öffentlichkeit, erreichen.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Gibt es eigentlich schon potenzielle Bewerber für die S-Bahn die ihr Interesse bekundet haben? Damals bei der Ausschreibung für den Ring waren es ja nur 3 oder 4 Unternehmen die sich beworben hatten (wenn ich mich richtig erinnere).
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