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StEP 2020 - 2035 Straßenbahn
geschrieben von Salzufler 
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Havelländer
Zitat
Harald Tschirner
Wir wissen nicht was da die Zukunft bringt, aber Akku-BUSse sind bestimmt ein probates Mittel das dortige Verkehrsaufkommen erheblich zu reduzieren, denn BUS ist immer Beförderung auf unterster Stufe.

Das ist nichts weiter als eine billige Parole auf unterster Stufe! Ohne BUS wäre ÖPNV auf dem Lande völlig unmöglich und auch in der Stadt sorgt er für ein Angebot, was anders überhaupt nicht zu realisieren wäre.

Natürlich geht es nie ohne Bus aber das ändert nichts an seiner Beförderungsqualität. Und vor allem ist der Bus nicht oder nur ganz selten als Ersatz für Schienenverkehrsmittel geeignet und akzeptabel.

Und wenn hier auch noch dieser Umstellung das Wort geredet wird bin ich etwas fassungslos.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Arnd Hellinger
Der Umsteigezwang in S Rahnsdorf verspielt jedenfalls wertvolles Kundenpotenzial.

Diese Schnittstelle besteht systembedingt an allen Schnellbahnstrecken. Zubringer muss und wird es immer geben, da nicht alle Schnellbahnnutzer im fußläufigen Bereich wohnen. Da es am Anfang/Ende der Reisekette auf Geschwindgkeit nicht so sehr ankommt, scheint hier ein erstes Anwendungsgebiet für autonom fahrende Kleinbusse zu liegen. Bei rechtzeitiger Online-Anmeldung wird der Kunde an seiner Haustür zu einer ihm mitgeteilten Zeit abgeholt und gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern pünktlich an der nächsten Schnellbahnstation abgesetzt. Nach Abfahrt der Schnellbahn nimmt der autonome Bus die Ankömmlinge auf und verteilt sie intelligent im Dorf. Da hat das Ding immer was zu tun, während der Wartezeiten läd es seine Akkus auf, ähnlich wie der automatische Rasenmäher meines Nachbarn.

Zitat
Arnd Hellinger
Straßenbahn als VBB-Angebot ist eben kein Selbstzweck und "Freaks" könnten die Strecke ja gerne als Museumsbahn weiterbetreiben, wenn man sie denn auf gar keinen Fall ins Berliner Netz integrieren möchte, was ich bedauerlich fände...

Das Bündnis Pro Straßenbahn hat sicher um jeden roten Strich im Netzplan ernsthaft gerungen. In Rahnsdorf wurde immerhin ein kurzes Stück von der Gleisschleife "Waldschänke" in Richtung Dorfkern berücksichtigt. Auf eine Verbindung zur WS GmbH deutet das jedoch keinesfalls hin.

so long

Mario
Ernsthaft Arnd? Nur weil du aus einer Nichteintragung im Zielnetz eine Einstellungsoption ableitest, soll die Rahnsdorfer Straßenbahn eingestellt werden? Dann steht also auch das Potsdamer Straßenbahnnetz vor der Liquidation? Wenn du bei der 87 alleine die Fahrzeuggröße zu Rate ziehst, dann sei bitte auch so fair und frage die in Rahnsdorf lebenden Menschen, wie ein Bus die bisherige attraktive Schienendirektverbindung durch den Wald kompensieren soll. Vor allem in der morgendlichen HVZ, wenn der MIV-Umlandverkehr die Einfallstraßen blockiert, wird der Akkubus absolut unattraktiv. Und das Argument von der "Freakbahn" geht auch am Kern vorbei, da gerade erst das charakteristische Wagenmaterial gepaart mit der touristischen Anbindung des Erholungsgebietes Woltersdorfer Schleuse und Rüdersdorfer Heide der Bahn ihre Existenzberechtigung beschert.

Manchmal kommt es mir so vor als würde ich hier im ADAC-Forum sein :-(

Viele Grüße
Florian Schulz

--
Dieser Beitrag endet hier. Sie können noch bis zum nächsten Beitrag mitlesen.
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
Arnd Hellinger
@Mario:

Also bei Woltersdorf bin ich - abgesehen von einer möglichen Nutzung als Museumsbahn - in der Tat etwas skeptisch. Für das dortige Verkehrsaufkommen reichen 12m-Akkubusse vollkommen aus...

Wir wissen nicht was da die Zukunft bringt, aber Akku-BUSse sind bestimmt ein probates Mittel das dortige Verkehrsaufkommen erheblich zu reduzieren, denn BUS ist immer Beförderung auf unterster Stufe.

Ähm, Harald? Es geht hier um ein Verkehrsaufkommen, das derzeit von solo fahrenden Zweiachsern - ein Fahrzeug- und Betriebskonzept der 1900er Jahre - bedient wird. Für diese Gefäßgröße gibt es zudem nirgendwo barrierefreie Neufahrzeuge in Normalspur, die für Plauen und Linz (Pöstlingberg) gebauten Züge sind Meter- bzw. Sonderspur, und ewig kannst Du die Gothaer eben auch nicht aufarbeiten. Was schlägst Du also zum Erhalt der WS vor...

Wenn man schon die durch den Brückenneubau am S Rahnsdorf seitens der DB einmalig gebotene Chance der Einbindung in das BVG-Netz via Waldschänke durch Nicht-Bestellung des notwendigen Lichtraumes unter der EÜ ausgeschlagen hat, was ich nicht nachvollziehen kann, muss man seitens der beiden Aufgabenträger (SenUVK und LOS) schon irgendwann sagen, wie man sich die Zukunft dieses Kleinstbetriebes denn vorstellt. Der Umsteigezwang in S Rahnsdorf verspielt jedenfalls wertvolles Kundenpotenzial.

Straßenbahn als VBB-Angebot ist eben kein Selbstzweck und "Freaks" könnten die Strecke ja gerne als Museumsbahn weiterbetreiben, wenn man sie denn auf gar keinen Fall ins Berliner Netz integrieren möchte, was ich bedauerlich fände...

Sicherlich wird man spätestens in 10 Jahren ernsthaft überlegen müssen, was mit den Gothawagen wird.
Du hast recht-die halten nicht ewig, wenn auch solide gebaut und unterhalten.
Nur muß man dabei nicht den Blick auf irgendwelche Gleisfräsenden Multigelenker haben-beim Tschechichen Nachbarn sind auch
niederflurige Vierachser ohne Knick zu bekommen, die man laufenden Serien entnehmen kann, so man will.

Nachwievor ist die Verbindung mit dem Berliner Netz nonsens-die Umsteiger aus WoDo wollen zu 98% zur S-Bahn und in die Innenstadt,
und nicht parallel zur S-Bahn mit der Bimmel nach Köpenick juckeln.

Der sicherste Weg die WoDo Bahn den Bach runtergehen zu lassen, wäre die Fusion mit der BVG !!

T6JP
Ich persönlich zweifle auch den Sinn der ein oder anderen Straßenbahnstrecke in Deutschland an, aber die Woltersdorfer Straßenbahn gehört nicht unbedingt dazu. Die Linienführung bedient die Gemeinde Woltersdorf nahezu optimal. Ein Bus könnte zwar mehr Fläche bedienen, aber auch nur, wenn er einen Ringverkehr beschreibt, was dann wieder auf die Fahrzeit geht. Der direkte Weg durch den Wald besteht nur auf Gleisen, ein autonomer Kleinbus bräuchte mehr versiegelte Fläche.

Wenn man was autonom Fahrendes haben will, kann man es doch auch auf die Schienen stellen.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Lest ihr auch mal die Überschriften?
Dort steht Stadtentwicklungsplan Verkehr Berlin
Also fehlt die Straßenbahn Potsdam. Weder die Bahn nach Schöneiche & Rüdersdorf noch die Woltersdorfer Straßenbahn haben neben der Endhaltestelle weitere Haltestellen in Berlin, es kann also kein inner-Berliner Verkehrsbedürfnis mit diesen Linien abgedeckt werden.

Bäderbahn
Autonomes Fahren? Diese ganze Hype halte ich für ein Strohfeuer, das bald wegen fehlender Akzeptanz und weil es nicht praktikabel ist verlöschen wird.

Für Fahrzeuge für die WS sollte sich eine Lösung finden lassen, wenn man denn will. Und wozu soll ein Anschluss ans Berliner Netz gut sein? T6jp hat es schon auf den Punkt gebracht.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Harald
Diese ganze Hype halte ich für ein Strohfeuer, das bald wegen fehlender Akzeptanz und weil es nicht praktikabel ist verlöschen wird.

Du vielleicht.

Die Dampflokomotive hat sich auch durchgesetzt, wenngleich sie höchstwahrscheinlich als rußspeiendes Ungetüm verteufelt wurde. Selbst Waschmaschinen ohne Guckloch sind heute weitgehend akzeptiert.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Harald
Diese ganze Hype halte ich für ein Strohfeuer, das bald wegen fehlender Akzeptanz und weil es nicht praktikabel ist verlöschen wird.

Du vielleicht.

Die Dampflokomotive hat sich auch durchgesetzt, wenngleich sie höchstwahrscheinlich als rußspeiendes Ungetüm verteufelt wurde. Selbst Waschmaschinen ohne Guckloch sind heute weitgehend akzeptiert.

Mir ist es zu heiß jetzt nach einstmals so hochgelobten Innovationen zu suchen, die dann irgendwann sang und klanglos im Nichts verschwanden. Als teuerste und prägnanteste fällt mir die tolle Magnetbahn ein, die sowohl in der Nahverkehrs- (das ganze Kleinprofilnetz sollte umgestellt werden!) als auch in der Fernverkehrsversion kläglich gescheitert ist, weil man u. a. in der Euphorie an simple Dinge nicht gedacht hat.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Bäderbahn
Lest ihr auch mal die Überschriften?
Dort steht Stadtentwicklungsplan Verkehr Berlin
Also fehlt die Straßenbahn Potsdam. Weder die Bahn nach Schöneiche & Rüdersdorf noch die Woltersdorfer Straßenbahn haben neben der Endhaltestelle weitere Haltestellen in Berlin, es kann also kein inner-Berliner Verkehrsbedürfnis mit diesen Linien abgedeckt werden.

Dann erkläre mir doch mal, wer die Haltestelle Brösener Straße in Berlin-Friedrichshagen bedient und wohin da wohl das überwiegende Verkehrsbedürfnis der Anwohner besteht.

Der Grund ist aber viel banaler und findet sich im Entwurf des neuen Nahverkehrsplans. Berlin überlässt die Aufgabenträgerschaft beider Linien ausdrücklich auch auf Berliner Stadtgebiebt den Aufgabenträgern der zuständigen Landkreise LOS und MOL. Damit kommt das Land Berlin seiner Verpflichtung nach, mögliche Ausnahmen von gesetzlichen Regeln (wie die Barrierefreiheit) zu definieren. Der "schwarze Peter" liegt nun bei den beiden Landkreisen, bzw. für Woltersdorf nur bei LOS. Schöneiche ist ja auf dem Weg zur Barrierefreiheit der Fahrzeugflotte.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Das mit der Brösener Straße musst Du schon selber herausfinden, nicht meine Baustelle.

Bäderbahn
Zitat
Havelländer
Zitat
Harald Tschirner
Wir wissen nicht was da die Zukunft bringt, aber Akku-BUSse sind bestimmt ein probates Mittel das dortige Verkehrsaufkommen erheblich zu reduzieren, denn BUS ist immer Beförderung auf unterster Stufe.

Das ist nichts weiter als eine billige Parole auf unterster Stufe! Ohne BUS wäre ÖPNV auf dem Lande völlig unmöglich und auch in der Stadt sorgt er für ein Angebot, was anders überhaupt nicht zu realisieren wäre.

Dann schau dir doch mal den Anteil des ÖV auf dem Land abseits der Schienenachsen an, dann siehst du, wie attraktiv der Bus ist.

Natürlich ist der Bus ein geeignetes Verkehrsmittel, um Zubringerverkehr zu erbringen. Sobald aber das Auto die Konkurrenz ist, ist der Bus nicjt attraktive genug, auch wenn hier einige Bus-Fans gerne von Schmargendorf bis Wedding und von Fennpfuhl bis Siemensstadt mit durchgehenden Bussen fahren wollen. Die breite Masse holt man mit solchen Linien sicher nicht aus dem Auto, auch wenn der Bus umsteigefrei fährt. Es bleibt halt bei Fahrradgeschwindigkeit.
Zitat
Arec
Dann schau dir doch mal den Anteil des ÖV auf dem Land abseits der Schienenachsen an, dann siehst du, wie attraktiv der Bus ist.

Das liegt weniger am Bus als an den kaum auf einen Nenner zu bringenden Verkehrsbedürnissen der einzelnen Bewohner. Eine Schienenbahn für derart geringe Nachfragen pro Relation ist schlicht nicht finanzierbar und auch nicht betreibbar mit den ganzen Nebenkosten.
Auf dem Land ist nunmal das KFZ Fortbewegungsmittel Nummer 1, denn auch der weit flexiblere Bus kann nicht jeden Winkel erreichen, den ich mit dem KFZ erreiche.
Ein rudimentäres Grundangebot 3-4 mal am Tag für Rentner und Hausfrauen plus Schülerverkehr ist meist das einzig finanzierbare auf dem platten Land.
Verbesserungen gibt es nur im Einzugsbereich von vorhandenen Bahnlinien in Form guter Takte, preiswerter Zeitkarten und (kostenloser) Parkplätze. Der Rest bleibt dem KFZ vorbehalten.

Zitat
Arec
Natürlich ist der Bus ein geeignetes Verkehrsmittel, um Zubringerverkehr zu erbringen. Sobald aber das Auto die Konkurrenz ist, ist der Bus nicjt attraktive genug, auch wenn hier einige Bus-Fans gerne von Schmargendorf bis Wedding und von Fennpfuhl bis Siemensstadt mit durchgehenden Bussen fahren wollen. Die breite Masse holt man mit solchen Linien sicher nicht aus dem Auto, auch wenn der Bus umsteigefrei fährt. Es bleibt halt bei Fahrradgeschwindigkeit.

Eine Straßenbahn von Fennpfuhl bis Siemensstadt wäre nicht attraktiver oder gar schneller, daß schaffen nur U- und S-Bahn und der Regionalverkehr.
Zitat
Bäderbahn
Das mit der Brösener Straße musst Du schon selber herausfinden, nicht meine Baustelle.

Wenn du den winkenden Zaunpfahl nicht verstehen willst, dann halt direkt: Deine Aussage war falsch und die genannte Haltestelle der Beleg dafür. Die Brösener Straße ist nämlich neben dem S-Bahnhof Friedrichshagen eine von 20 SRS-Haltestellen und liegt völlig eindeutig in Berlin. Damit erfüllt die SRS auch innerhalb von Berlin Verkehrsaufgaben (und bekommt entsprechende gesetzliche Ausgleichszahlungen).

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Florian Schulz
Ernsthaft Arnd? Nur weil du aus einer Nichteintragung im Zielnetz eine Einstellungsoption ableitest, soll die Rahnsdorfer Straßenbahn eingestellt werden? Dann steht also auch das Potsdamer Straßenbahnnetz vor der Liquidation? Wenn du bei der 87 alleine die Fahrzeuggröße zu Rate ziehst, dann sei bitte auch so fair und frage die in Rahnsdorf lebenden Menschen, wie ein Bus die bisherige attraktive Schienendirektverbindung durch den Wald kompensieren soll. Vor allem in der morgendlichen HVZ, wenn der MIV-Umlandverkehr die Einfallstraßen blockiert, wird der Akkubus absolut unattraktiv. Und das Argument von der "Freakbahn" geht auch am Kern vorbei, da gerade erst das charakteristische Wagenmaterial gepaart mit der touristischen Anbindung des Erholungsgebietes Woltersdorfer Schleuse und Rüdersdorfer Heide der Bahn ihre Existenzberechtigung beschert.

Manchmal kommt es mir so vor als würde ich hier im ADAC-Forum sein :-(

Ja ernsthaft, Florian. Und nur weil ich hier die Sinnhaftigkeit oder Zukunftsfähigkeit einer bestimmten Linie in ihrer jetzigen Form in Frage stelle, macht das die hiesige Plattform noch lange nicht zu einem ADAC-Forum, oder...?

Nochmal: Mir geht es darum, dass die Gothaer Zweiachser zwar einerseits mit einem zeitgemäßen Umlandverkehr nicht besonders viel zu tun haben, andererseits aber Größe und vorhandene Infrastruktur der WS den Einsatz etwa zweier F6Z wie in Strausberg nicht gestatten - die Zweiachser gleichwohl in nächster Zeit abgängig sind. Also muss doch die Frage nach Alternativen erlaubt sein und wenn sich dabei zeigt, dass ein - wie auch immer angetriebener - Standard-Niederflurbus dafür nicht in Betracht kommt, kann ich rational nicht nachvollziehen, warum man sich mit dieser Vehemenz hier weigert, eine Integration ins BVG-Netz an der Waldschänke überhaupt ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Dann ließe sich z. B. auch aus den Linien 61, 68 und 87 eine durchgehende "Bäder- und Seenbahn" schaffen, die entsprechend vermarktbar wäre...

Denkt doch bitte mal über den Status quo hinaus... :-)

In der jetzigen Planungsphase lässt sich der avisierte Betriebshof Adlershof nämlich auch noch für zig weitere Züge auslegen.

Viele Grüße
Arnd
Arnd, bekomme doch bitte endlich mal in deinen Kopf, dass es keine direkte Straßenverbindung von Woltersdorf nach Rahnsdorf und keinen Verkehrsbedarf für eine Verknüpfung mit der 61 gibt. In ausgewiesenen Schutzgebieten baut man weder mal eben ne Straße noch eine Bahn.

Wie Andere schon schrieben, erfüllt die WS nicht nur Ausflugsverkehr am Wochenende, sondern auch Pendlerverkehr von Woltersdorf zur S-Bahn, in der HVZ alle 10 Minuten. Da sind die kleinen Gothawagen randvoll, der Beiwagenbetrieb durch die optimierten Umlaufzeiten (und Reduktion der Beiwagen) aber nicht mehr möglich.

Eine Betriebseinstellung wäre eine ganz massive Verschlechterung des ÖPNV-Angebotes und hätte deutliche Verlagerungen zum MIV zur Folge.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
@ Arnd Hellinger

Aber meinst du nicht, dass es zwischen F6Z und Standardbus noch mehr Alternativen gibt? Wie beispielsweise die Lösung der Pöstlingerbergbahn. Mit einer Umstellung der 87 auf Busverkehr bedienst zu zwar dem ökonomischen Zeitgeist im richtigen Moment einzusparen sobald die Gothaer abgängig werden, schraubst aber gerade im Falle der 87 massiv die Attraktivität einer in ihrer Reisegeschwindigkeit alternativlosen Direktverbindung herunter. Und das ohne, dass du eine Konzept hast wie dieses Fahrzeitpotential kompensiert werden soll. Ein Bus wird diesem Potential wegen seiner Umwege nicht gerecht werden. Damit geht es offenbar nicht um die Verbesserung einer schnellen aber nicht-barrierefreien Linie, sondern um das Kostensparen um des Sparen willens. Dabei steht die Disposition der 87 politisch gar nicht zur Debatte.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Sein Schlüsselwort hat der liebe Herr Hellinger doch schon mehrfach geschrieben: Gothawagen. Dass eine Linie eventuell eine Ausnahme für den Hochflurbetrieb bekommt, geht mal gar nicht!!!11einself!!!

Dann muss man sie eben stilllegen, egal ob der Ersatzbus über Erkner oder Golm fahren muss. Hauptsache barrierefrei!
Zitat
Havelländer
Zitat
Arec
Dann schau dir doch mal den Anteil des ÖV auf dem Land abseits der Schienenachsen an, dann siehst du, wie attraktiv der Bus ist.

Das liegt weniger am Bus als an den kaum auf einen Nenner zu bringenden Verkehrsbedürnissen der einzelnen Bewohner. Eine Schienenbahn für derart geringe Nachfragen pro Relation ist schlicht nicht finanzierbar und auch nicht betreibbar mit den ganzen Nebenkosten.
Auf dem Land ist nunmal das KFZ Fortbewegungsmittel Nummer 1, denn auch der weit flexiblere Bus kann nicht jeden Winkel erreichen, den ich mit dem KFZ erreiche.
Ein rudimentäres Grundangebot 3-4 mal am Tag für Rentner und Hausfrauen plus Schülerverkehr ist meist das einzig finanzierbare auf dem platten Land.
Verbesserungen gibt es nur im Einzugsbereich von vorhandenen Bahnlinien in Form guter Takte, preiswerter Zeitkarten und (kostenloser) Parkplätze. Der Rest bleibt dem KFZ vorbehalten.

Selbst in Gebieten mit Stundentakt oder sogar besser, Linienführungen, die den Verkehrsbedürfnissen entsprechen und angemessenen Fahrpreisen schafft es der Regionalbus nicht, einen nennenswerten Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen zu erreichen.

Gut genutzte Linien wirken zwar lokal sehr gut angenommen, aber verlaufen dann häufig im Zuge von Bundesstraßen, an denen auch der Kfz-Verkehr entsprechend stark ist. So fahren zwar absolut gesehen mehr Personen Regionalbus, aber eben auch absolut mehr Personen Kfz. Der Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen ist auch dann nicht nennenswert höher.

Selbst Städte, die in den 90er/00er Jahren einen Ortsbusverkehr in für Mittelstädte schon recht gutem Takt von 30 Minuten von 6-19:30 und eine 15-Min-Taktverdichtung in der HVZ aufgebaut haben, kommen kaum auf höhere ÖV-Quoten (hier 9%).

Die nicht weit entfernte Großstadt Paderborn, die ihr Straßenbahnnetz im Rahmen den autogerechten Umbaus ebenfalls eingestellt hat, erreicht heute mit einem größeren Netz und ausgedehnteren Betriebszeiten auch nur 10% ÖV-Anteil.

Hagen, auch einst mit Straßenbahn, schafft es mit den Bussen immerhin auf 17,3%, hat aber auch eine S-Bahn-Anbindung.

Lübeck schafft mit seinem Busverkehr wiederum nur ernüchternde 6%, verfügt aber auch über ein wenig hierarchisches und eher schwer zu durchblickendes Netz und stellt in der selben Untersuchung selbst fest, dass verhältnismäßig hohe Reisezeiten im sehr verästelten ÖV bestehen.

Auch in Straßenbahnstädten gibt es Abweichungen, Bremen schafft 17%, allerdings nicht zu Gunsten des MIV sondern zugunsten des Rades (S. 30).
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Florian Schulz
Ernsthaft Arnd? Nur weil du aus einer Nichteintragung im Zielnetz eine Einstellungsoption ableitest, soll die Rahnsdorfer Straßenbahn eingestellt werden? Dann steht also auch das Potsdamer Straßenbahnnetz vor der Liquidation? Wenn du bei der 87 alleine die Fahrzeuggröße zu Rate ziehst, dann sei bitte auch so fair und frage die in Rahnsdorf lebenden Menschen, wie ein Bus die bisherige attraktive Schienendirektverbindung durch den Wald kompensieren soll. Vor allem in der morgendlichen HVZ, wenn der MIV-Umlandverkehr die Einfallstraßen blockiert, wird der Akkubus absolut unattraktiv. Und das Argument von der "Freakbahn" geht auch am Kern vorbei, da gerade erst das charakteristische Wagenmaterial gepaart mit der touristischen Anbindung des Erholungsgebietes Woltersdorfer Schleuse und Rüdersdorfer Heide der Bahn ihre Existenzberechtigung beschert.

Manchmal kommt es mir so vor als würde ich hier im ADAC-Forum sein :-(

Ja ernsthaft, Florian. Und nur weil ich hier die Sinnhaftigkeit oder Zukunftsfähigkeit einer bestimmten Linie in ihrer jetzigen Form in Frage stelle, macht das die hiesige Plattform noch lange nicht zu einem ADAC-Forum, oder...?

Nochmal: Mir geht es darum, dass die Gothaer Zweiachser zwar einerseits mit einem zeitgemäßen Umlandverkehr nicht besonders viel zu tun haben, andererseits aber Größe und vorhandene Infrastruktur der WS den Einsatz etwa zweier F6Z wie in Strausberg nicht gestatten - die Zweiachser gleichwohl in nächster Zeit abgängig sind. Also muss doch die Frage nach Alternativen erlaubt sein und wenn sich dabei zeigt, dass ein - wie auch immer angetriebener - Standard-Niederflurbus dafür nicht in Betracht kommt, kann ich rational nicht nachvollziehen, warum man sich mit dieser Vehemenz hier weigert, eine Integration ins BVG-Netz an der Waldschänke überhaupt ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Dann ließe sich z. B. auch aus den Linien 61, 68 und 87 eine durchgehende "Bäder- und Seenbahn" schaffen, die entsprechend vermarktbar wäre...

Denkt doch bitte mal über den Status quo hinaus... :-)


In der jetzigen Planungsphase lässt sich der avisierte Betriebshof Adlershof nämlich auch noch für zig weitere Züge auslegen.

Machen wir ja- und kommen zu dem Schluß das Dein Gedanke ( ich hab mal fett markiert) völlig sinnlos ist.
Umsteigebeziehung zur Stadt wurde schon erklärt,
vor Jahren hab ich hier im Forum schonmal geschildert, was für ein Millionenaufwand eine Verbindung der 61/87 kosten würde-
wie dieser Aufwand mit Anlauf in den Sand versenkt werden würde.
Nochmals- kein Mensch will mit der Bimmel parallel zur S-Bahn herumgurken-
der Fahrgastandrang nach Rahnsdorf"Zentrum" ist seeehr übersichtlich-nur bei Badewetter ist die Glocke voll bis zum Strandbad und zurück, sonst ist dort sehr viel Sitzplatz übrig.
Das selbe bei der 68- und es gibt kein Bedarf, der eine solche Linienführung wie sie einst der 124er hatte-
der Deinen Gedanken wirtschaftlich rechtfertigt- weder bei schönem noch bei "nurSpaziergehwetter", noch bei brühwarmer Werbung.
Das ist alles weit vorbei an allen( halbwegs wirtschaftlichen) Kriterien die man an eine Straßenbahnlinie legt.
Deshalb tue ich das eher als Freak-Gedanken ab, als den Erhalt der 87 mit Gotha-TW.
Und ich sag es mal brutal-wer barrierefrei nach WoDo will, hat dafür von Erkner einen Bus...

T6JP

PS: In der Planungsphase Btf.Adlershof ist soooviel Platz über auch nicht-
immerhin belegen schon die jetzt in Köp und SW ablaufenden Züge reichlich Platz,
dazu kommen noch sicher Bahnen für die verlängerte 61 und die 17.
Da man überlegt, aus dem Btf nicht nur eine Abstellplatte zu machen und das Gelände kleiner ist,
als die (geplatzte) Planung neben dem Dampflokschuppen, wird es eh nur eine Behelfslösung für die nächsten 100 Jahre.
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