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Pop schlägt vor, besprühte Züge nicht mehr zu reinigen
geschrieben von Bäderbahn 
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J. aus Hakenfelde
Ich behaupte zu wissen, welche Läden du meinst und da gibt es bestimmt noch mehr "Zielgruppen", wenngleich das Sortiment solcher Läden eher auf den durchschnittlichen Cannabis-Konsumenten ausgerichtet ist ;-)

Im Chemiebaukasten meines Bruders war auch ein derartiger Kokslöffel dabei...

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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der weiße bim
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JeDi
Warum sollte man seine Monatskarte an irgendein Lesegerät halten, und was soll dieses Lesegerät tun?

Ganz einfach, das Lesegerät prüft die Gültigkeit des Fahrausweises, denn äußerlich ist der Karte das leider nicht anzusehen. Deshalb bringt die Sichtprüfung durch den Busfahrer gar nichts.

Auf jeder VBB-Monatskarte stehen Geltungsbereich und Gültigkeit drauf. Wenn ich den Papierschnipsel vor das Lesegerät halte, wird dem das ziemlich egal sein. Vielleicht ist dem Fahrer ja grade langweilig und er sagt "Piep".
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B-V 3313
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Henning
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B-V 3313
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Henning
Das hat inzwischen jede U-Bahn an den Fenstern.

Nö!

Du hast Recht. Nur die IK-Züge haben sie nicht.

Henning, wenn du keine Ahnung hast, dann halte doch einfach mal die Finger still! Diese falschen Behauptungen nerven einfach nur.

Diese falsche Behauptung war in diesem Kontext doch völlig egal, es ist doch klar was Henning meinte. Soll man jeden, der sich mal irrt, köpfen?
Diese ständige Angeberei, und Herabsetzen anderer hier im Forum nervt einfach nur!
Guten Abend!
Wie großartig, gerade eben in der Abendschau wurde einer dieser ""Sprayer" interviewt und Selbigem damit großzügig Raum für Propaganda geboten, samt Präsentation von Graffiti im Fernsehen...

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Lopi2000
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Rekowagen
Mir geht es kurz gefaßt halt einfach darum, daß ich nicht verstehe, warum es nicht einen breiten gesellschaftlichen Konsens gibt, daß es das Letzte ist, fremdes Eigentum zu besprühen, völlig unabhängig von der künstlerischen Qualität!

Warum sollte Deine Meinung dazu ein gesellschaftlicher Konsens sein? Bis man zu "das Letzte" kommt, gibt es noch reichlich viele andere Taten und Verhaltensweisen, die meiner Meinung nach deutlich problematischer für das Zusammenleben sind als die Frage, wer warum welchen Zug wie gestaltet. Insofern sehe ich hier zunächst mal einen erheblichen Dissenz und würde die Zustimmung zu dem von Dir gewünschten gesellschaftlichen Konsens verweigern.

Dies gilt ebenso wie die Rhetorik und die vorgeschlagenen Strafandrohungen, die sich aus der Einschätzung, Graffiti auf fremdem Eigentum wäre "das Letzte", ergeben.

Graffiti ist oft, aber nicht zwingend Kunst und es ist oft, aber nicht zwingend Sachbeschädigung - das geht beides parallel. Meiner Meinung nach wäre zum einen der wirtschaftliche Aufwand für eine stärkere "Gegenoffensive" unrentabel (und wird deshalb auch nicht getätigt) und gleichzeitig wären die gesellschaftlichen Konsequenzen, die eine grundsätzlich repressivere Politik mit sich bringt, ein zu hoher Preis. Letztlich geht es um einen im Verhältnis zum Gesamtumsatz eher geringen finanziellen Schaden, der volkswirtschaftlich sogar noch geringer ausfällt, wenn man z.B. die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen berücksichtigt, die für die Produktion und den Vertrieb der Spraydosen wie die Entfernung der Graffiti entstehen, gegenrechnet.

Und um nochmal auf Deinen Beitrag einzugehen, man kann Unrecht nicht damit aufwiegeln, daß es noch schlimmeres Unrecht gebe! Sachbeschädigung bleibt Sachbeschädigung, und nach Deiner Logik könnte man das Ordnungsamt ja abschaffen, weil sich die Polizei ja um die "schlimmeren" Sachen kümmert... Obwohl, Morde schaffen ja auch Arbeitsplätze in der Gerichtsmedizin, das ist ja volkswirtschaftlich positiv!
Und wer sich nichts zu Schulden kommen läßt, muß sich auch nicht vor "gesellschaftlichen Konsequenzen" fürchten.
Liebe Grüße,
Rekowagen,
der nichts davon persönlich meint, sondern nur eine diametral andere Ansicht hat



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.11.2018 20:12 von Rekowagen.
Zitat
Rekowagen
Guten Abend!
Wie großartig, gerade eben in der Abendschau wurde einer dieser ""Sprayer" interviewt und Selbigem damit großzügig Raum für Propaganda geboten, samt Präsentation von Graffiti im Fernsehen...

Hast du einen Link? In welchem Zusammenhang stand das denn?
Da.

[www.rbb-online.de]

Es ging diese Woche generell um die Graffiti-Thematik (andere mögen von -problematik sprechen), dazu wurden verschiedene Sichtweisen gezeigt. Vom Reiniger über Künstler in der Legalität bis hin zu - nun, zum heute gezeigten Fall.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Da.

[www.rbb-online.de]

Es ging diese Woche generell um die Graffiti-Thematik (andere mögen von -problematik sprechen), dazu wurden verschiedene Sichtweisen gezeigt. Vom Reiniger über Künstler in der Legalität bis hin zu - nun, zum heute gezeigten Fall.

Genau (da warst Du früher dran als ich ;-) )!
Mich hat ja gar nicht das Thema als solches gestört, sondern daß sich dieser "Künstler" ziemlich ungestört präsentieren durfte, lang und breit dalegen konnte, warum er gerne Bahnen beschmiert, und dann auch noch seine und andere Schmerereien dem großen Fernsehpublikum präsentiert wurden. Das ist nämlich genau das, was diese Typen wollen, und daß sie dabei jetzt vom rbb, der ja gerne mal "cool" und "hip" sein möchte, unterstützt werden, fand ich schon ziemlich verfehlt..
Liebe Grüße,
Rekowagen
Zitat
Rekowagen
und daß sie dabei jetzt vom rbb, der ja gerne mal "cool" und "hip" sein möchte, unterstützt werden, fand ich schon ziemlich verfehlt..

Vielen Dank für den Link @Philipp, hab es mir angeschaut.

Naja, in dem Fall denke ich tatsächlich, dass es eine legitime Berichterstattung war. Ich glaube auch nicht, dass in dem Fall Werbung dafür gemacht wird. Im Gegenteil wird sich wohl der Großteil der Zuschauer an den Kopf fassen, vor allem bei der Aussage mit der Werbung, denn er bezahlt ja nicht dafür, da etwas aufzutragen und es lässt sich eben auch nicht wieder so einfach entfernen wie Werbung. Es verursacht schlichtweg Kosten, die auch auf den Fahrgast umgelegt werden, Werbung tut das nicht. Werbung bringt Geld ein, mit dem man vielleicht einen Fahrstuhl installiert etc. Von daher ist die Sichtweise der Sprayer, die davon ausgeht, dass ihr Graffiti doch stets eine Bereicherung für alle darstellt, doch sehr verbohrt, man könnte meinen es ist eine Ausrede, um das was sie tun, irgendwie zu rechtfertigen.

Der verlinkte Beitrag ist aber wichtig. Wenn man dieses Graffiti-Thema hat, müssen die Zuschauer auch den Standpunkt der Verursacher kennen, um sich eine Meinung zu bilden. Da muss der RBB auch nicht "hip und cool" sein, er hat es ja nicht verherrlicht. Derartige Berichte und Reportagen gibt es schon ewig, Arte hat mal ganze Graffiti-Filme gezeigt. Dass der Sprayer in dem Bericht nun mehr Aufmerksamkeit erhält, also es für ihn Werbung ist, wage ich zu bezweifeln. Die Szene dürfte solchen "Kommerz" eher ablehnen. Hätte er nicht bereits einen Namen in der Szene, wäre er vermuutlich nach dem Bericht verschrien. Gleichgesinnte machen ihren Status eher von anderen Dingen abhängig, als einem Beitrag im RBB und nur wenige Zuschauer dürften nun umgestimmt sein und sagen: "Wie geil! Na wenn das so ist, finde ich das nun alles toll."

Man muss einfach objetiv berichten und da gehört das mE mit zu.
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Railroader
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Stahldora
die Frage ist, ob es trotz alternativer Beschaffungsmethoden erlaubt sein muss, dass Läden an offener Straße ihr Vandalismusbesteck anbieten müssen und zwar so, dass ganz klar ist, dass Vandalismus das Ziel ist.

Ja richtig. Im Übrigen kam die Bekleidung erst dazu, anfangs waren es reine Sprayer-Läden. Ein Verbot ist halt rechtlich schwierig. Die bieten ja nichts an, was illegal ist. Gibt ja auch Läden, wo man Koksbesteck kaufen kann.

Wenn Sprühdosen verkauft werden, die versprechen keine Fingerabdrücke zu hinterlassen, Aufkleber, die gezielt Fläche für Graffiti bieten, dann kratzt das schon sehr stark am Illegalen und gehört verboten. Aber warum sollten sich die Regierenden die Mühe machen, ihre feinen Limousinen betrifft es ja nicht!


Zitat
Railroader
Der verlinkte Beitrag ist aber wichtig. Wenn man dieses Graffiti-Thema hat, müssen die Zuschauer auch den Standpunkt der Verursacher kennen, um sich eine Meinung zu bilden. Da muss der RBB auch nicht "hip und cool" sein, er hat es ja nicht verherrlicht. Derartige Berichte und Reportagen gibt es schon ewig, Arte hat mal ganze Graffiti-Filme gezeigt. Dass der Sprayer in dem Bericht nun mehr Aufmerksamkeit erhält, also es für ihn Werbung ist, wage ich zu bezweifeln. Die Szene dürfte solchen "Kommerz" eher ablehnen. Hätte er nicht bereits einen Namen in der Szene, wäre er vermuutlich nach dem Bericht verschrien. Gleichgesinnte machen ihren Status eher von anderen Dingen abhängig, als einem Beitrag im RBB und nur wenige Zuschauer dürften nun umgestimmt sein und sagen: "Wie geil! Na wenn das so ist, finde ich das nun alles toll."

Natürlich versucht sich der Sender wieder einmal als hip und cool darzustellen, weil die Macher sehr genau wissen, dass ihr Kanal ohne regelmäßige GEZ-Einnahmen gar nicht mehr existieren würde.
Dass von den Fernsehsteuern solche Beiträge finanziert werden, ist eine Frechheit.

D

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.
Zitat
Stahldora

Dass von den Fernsehsteuern solche Beiträge finanziert werden, ist eine Frechheit.

D

So unterschiedlich können Ansichten sein. Ich fände es eher frech, so eine Themenwoche zu machen und mir eine Meinung vorzugeben, in dem man etwas weglässt. So war es ein nüchterner Bericht über das, was nunmal passiert. Gibt auch Sendungen, da werden Mörder interviewt. Ebenfalls interessant.
Neue Dienstanweisung der BVG: Graffiti auf U-Bahnen wird im Zweifelsfall nur teilweise entfernt. Mehr in der Meldung im nd.
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nicolaas
Neue Dienstanweisung der BVG: Graffiti auf U-Bahnen wird im Zweifelsfall nur teilweise entfernt. Mehr in der Meldung im nd.

Sehr unpraktisch für die BVG, damit fällt ja die Haupt-Ausrede für die anhaltenden Schlechtleistungen bei der U-Bahn weg. Mal schauen, was sich Frau Reetz im Propagandaministerium nun Neues einfallen lässt.
Wenn man schon nicht reinigt, gibt es denn nicht die Möglichkeit, die Malereien mit einem großen Aufkleber abzudecken, damit man sie zumindest nicht noch hofiert?

Ich denke, dass diese Ankündigung dazu führen wird, dass sich mehr Sprayer auf den Weg zur Berliner U-Bahn machen. Die Berliner U-Bahn galt lange Zeit für Sprayer als nicht lunkrativ, da die Züge gleich gereinigt wurden. Nun werden viele die Chance nutzen.
Zitat
nicolaas
Neue Dienstanweisung der BVG: Graffiti auf U-Bahnen wird im Zweifelsfall nur teilweise entfernt. Mehr in der Meldung im nd.

Bei der deutschen Bahn werden Graffitis an den Zügen auch häufig zuerst nur an den nötigsten Stellen der Wagen entfernt.
Neu ist die Anordnung nicht wirklich, die gibts schon einige Monate. Auf die Türöffner wird auch geachtet, auf die Fenster...naja, nicht oft. Natürlich sind einige der Maler (grade die Profis bzw Stammgäste bei uns) nicht dumm und malen so, dass die Öffner frei bleiben.
Zitat
Ubahnschiller
Neu ist die Anordnung nicht wirklich, die gibts schon einige Monate. Auf die Türöffner wird auch geachtet, auf die Fenster...naja, nicht oft. Natürlich sind einige der Maler (grade die Profis bzw Stammgäste bei uns) nicht dumm und malen so, dass die Öffner frei bleiben.

Die Arbeitsanweisung Nr. 18/2016 vom 12.12.2016, gültig ab 19.12.2016 in den Bereichen Betrieb, Fahrdienst und Fahrzeuge U-Bahn regelt exakt diesen Sachverhalt. Sie lief am 31.12.2017 aus und wurde durch die fast textgleiche Arbeitsanweisung Nr. 03/2018 für die Bereiche Betrieb und Fahrdienst ersetzt. Die ist gültig bis Januar 2021.
Was jetzt neu sein soll, kann ich nicht erkennen, jedenfalls sind teilbeschmierte Fahrzeuge schon seit 2016 für den Betrieb zugelassen uns genauso auch im Einsatz.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.11.2018 00:45 von der weiße bim.
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Stahldora
Natürlich versucht sich der Sender wieder einmal als hip und cool darzustellen,

Vielleicht geht es ja nur mir so, aber die letzten Adjektive, die ich mit dem RBB assoziieren würde, wären hip und cool. Da kommt ja jedes Regionalmagazin vom Bayerischen Rundfunk gegen an.

Zitat

weil die Macher sehr genau wissen, dass ihr Kanal ohne regelmäßige GEZ-Einnahmen gar nicht mehr existieren würde.
Dass von den Fernsehsteuern solche Beiträge finanziert werden, ist eine Frechheit.

Dass man auch die andere Seite anhört, gehört zur journalistischen Arbeit. Der Leser oder Zuschauer wird dann daraus die richtigen Schlussfolgerungen ziehen.

Aber zum Aufregen hätte ich hier noch einen ziemlich tendenziösen Beitrag von SPIEGEL TV aus dem Jahre 1995 zum Thema: Video
Zitat
nicolaas
Neue Dienstanweisung der BVG: Graffiti auf U-Bahnen wird im Zweifelsfall nur teilweise entfernt. Mehr in der Meldung im nd.

Wie wär's wenn die Weil-wir-dich-lieben-Fraktion einfach endlich mal zur Vernunft kommen würde und sich wieder besinnen könnte ihren Fahrgästen den Nahverkehr anzubieten, den sie bezahlt haben - einen mit sauberen Zügen/Bussen, mit Sicherheits- und Auskunftspersonal und überwiegend pünktlichen Fahrern. Jetzt Abstriche zu machen und noch zu prahlen, dass man ja nur das kleinere Übel gewählt habe, zeugt von Versagen und Kapitulation, Weil-wir-dich-lieben hin oder her. Andere Nahverkehrsunternehmen (Hochbahn, MVG ...) kriegen das ja auch hin und machen nicht halb so ein albernes Gedöns à la Weil wir dich lieben um die Beförderung.

Zitat
Nicolas Jost
Dass man auch die andere Seite anhört, gehört zur journalistischen Arbeit. Der Leser oder Zuschauer wird dann daraus die richtigen Schlussfolgerungen ziehen.

Es gehört zu einer guten journalistischen Arbeit, zu unterscheiden zwischen Verherrlichung und Information. Schmierer und andere Kriminelle öffentlich auftreten zu lassen und ihre abartigen Werke zu huldigen, geht über das reine Informieren eines Sachverhalts hinaus. Es genügt zu sagen, die betreffenden Subjekte sehen in ihrem Tun eine Art Kunst und verstehen die Aufregung nicht oder suchen gerade nach dieser. Dafür braucht es keine Bühne für derlei Gesellschaftsversager.

Ich hab es schon öfter gesagt ... Graffitischmierer brauchen sich nicht noch verletzt geben, weil man ihr Geschmiere nicht lobpreist. Kommt einer ihresgleichen daher, der ihr „Kunstwerk“ übermalt („crosst“), dann sind sie schließlich ebenso wenig begeistert davon. Die Ironie ist, die Vandalen selbst müssten am besten wissen wie es ist, wenn jemand daherkommt, der einem auf die eigene Arbeit ko***. (Vielleicht reflektiert ihr das mal, liebe Mitlesenden.)

D

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.
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