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Seilbahn in Berlin
geschrieben von schallundrausch 
Re: Seilbahn in Berlin
28.02.2020 18:33
Zitat
BV-3314
Wow! In einem anderen Thread forderst du Barrierefreiheit und hier kommst du mit so etwas um die Ecke...



Was willst du mir jetzt damit sagen?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.2020 18:37 von Stowaway.
Re: Seilbahn in Berlin
28.02.2020 23:35
Zitat
tramfahrer
Zitat
willi79

Bei einer Länge von 4,4 km und einer zu erwartenden Fahrzeit von 17 Minuten und der Nutzung des Regionalverkehrs würde man ca. 13 Minuten auf der Strecke Alt-Kladow - Alexanderplatz einsparen. Ohne Regionalverkehr wären es immer noch 6 Minuten und man erspart sich die Stauabhängigkeit des Busverkehrs.

Alt Kladow - Alexanderplatz ... ist das jetzt wirklich eine so stark nachgefragte Relation? Wie viel Kladower wollen denn so täglich zum Alex? Wenn der Bedarf so groß ist, sollte man die Seilbahn vielleicht gleich bis zum Alex führen, dann entfällt der lästige Umstieg.

Das ist halt einfach eine exemplarische Relation Kladow -> City.
Re: Seilbahn in Berlin
29.02.2020 14:55
Zitat
tramfahrer
Alt Kladow - Alexanderplatz ... ist das jetzt wirklich eine so stark nachgefragte Relation?

Das Angebot schafft die Nachfrage.

Des weitern spielen Verkehrverbindungen eine Rolle bei der Entscheidung für einen Wohnort.


heute mal keine sig
Die frage nach der konkreten technischen Ausgestaltung stellt sich aktuell noch gar nicht. Festzuhalten ist: Für - fast - alle geografische, rechtliche und räumliche Probleme gibt es mannigfaltige technische Lösungen, die nur schlau kombiniert werden müssen.

Beispiele:

Seilbahnen werden in dem entsprechenden Segment heute schon mit einer Geschwindigkeit von 8,5 m/s, also über 30 km/h "von der Stange" angeboten. Damit sind Gesamtfahrzeiten von unter 10 Minuten realistisch, selbst mit einem Zwischenstopp am Heckeshorn, welcher hier mal ins Spiel gebracht wurde.

1S-Seilbahnen brauchen Umlenkstationen für eine gewinkelte Linienführung. Bei 3S-Bahnen reichen einfache Stützen, um 6° und mehr von der Achse abzuknicken. Damit ist man mit der Linienführung recht flexibel, die Trasse muss nicht gradlinig verlaufen. So könnten das Naturschutzgebiet Imchen, aber auch problematische Grundstücksüberfahrten vermieden werden.

Seilbahnen brauchen nicht zwingend große und massive Stationsgebäude. Man kann relativ steil "anfliegen" und trotzdem ebenerdig landen, so wurde das zum Beispiel in Koblenz realisiert.

Man könnte von der Kreuzung Ritterfelddamm (ebenerdig) bis Bahnhof Wannsee gradlinig durchfahren mit nur zwei Stützen unterwegs - jeweils am Uferbereich. Will man umwegiger fahren, kritische Bereiche meiden, dann wird die Lösung etwas komplexer, aber ein Hexenwerk ist das nicht. Die Lösungen existieren in den Baukästen der Hersteller, man muss die nur sinnvoll kombinieren.

Zitat
B-V 3313
Zitat
willi79
Denn den Umstieg in die Seilbahn kann man kaum als echten Umstieg werten, da man aufgrund des dichten Takts praktisch keine Wartezeiten hat und kein Anschlussverlust befürchtet werden muss.

Nun steigt man aus der Seilbahn aber auch wieder aus und die Anschlussverkehrsmittel verkehren weitaus seltener.

Zitat
willi79
Für entscheidend halte ich aber, dass man direkt an der Bushaltestelle Alt-Kladow in die Seilbahn einsteigen kann und am Bahnhof Wannsee am heutigen Taxistand ankommt.

Das soll in Kladow wie gelöst werden?
Re: Seilbahn in Berlin
01.03.2020 13:08
Hier kann man sich z.B. schlau machen was moderne Seilbahnen heutzutage leisten.
Re: Seilbahn in Berlin
01.03.2020 14:06
Arian, welche Umlaufseilbahn fährt denn über 30 km/h. Das wäre ja ne irre Beschleunigungsstrecke.

*******
Die Signatur ist zu kurz um sie mit Inhalten zu verstopfen.
Hey!
Lass dich nicht täuschen, selbst die Kienbergseilbahn fährt 6 m/s schnell, also über 21 km/h. 8,5 m/s, also über 30 km/h erreicht die Seilbahn in Psekhako.
[www.doppelmayr.com]
Zitat
Logital
Arian, welche Umlaufseilbahn fährt denn über 30 km/h. Das wäre ja ne irre Beschleunigungsstrecke.

[edit: typo]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2020 17:50 von schallundrausch.
Zitat
schallundrausch
Huhu,

(…) durch Deine doch sehr pauschale Ablehnung war ich angestachelt und habe mal ein paar Fakten recherchiert. Widerspruch erzeugt halt Ehrgeiz. Ah verdammt, wieder getriggert! :)

Über einen Kosten-Nutzen-Faktor kann ich natürlich genausowenig sagen, wie Du. Dazu ist die Materie zu komplex, die Berechnugsverfahren zu kompliziert. Auf der Sollseite haben wir die Investitionskosten. DIe schätze ich grob auf unter 50 Mio. Euro. Die Kienbergseilbahn hat 14 Mio. gekostet. Für Kladow gehe ich von einem wesentlich größeren und leistungsfähigeren System, einer 3S-Bahn aus. Ein vergleichbares - gescheitertes - Projekt in Hamburg war mit 35 Mio. Euro taxiert. (Preis von 2014). Ich denke meine Einschätzung ist dahingehend realistisch.

Auf der Habenseite muss man jedoch nicht nur die eingesparten Betriebskosten des Schiffes rechnen. Ich gehe davon aus (wie Du wahrscheinlich auch), dass der Betrieb eines Schiffes mit 2(?) Mann Besatzung 12h am Tag günstiger kommt, als eine Seilbahn 20h am Tag fahren zu lassen. Zusätzlich muss aber auch der volkswirschaftliche Nutzen durch verringerte Reisezeit, Umstieg vom Auto auf Öffis, Verringerung der Belastung der Straßen und dadurch Staureduktion und vieles andere mehr mit berücksichtigt werden. Das kann seriös keiner von uns beiden beziffern.

Wesentlich ist aber der Verlagerungseffekt, auch den kann ich nicht quantifizieren, aber ich kann mit einiger Sicherheit annehmen, dass der enorm sein wird. Aktuell gibt es eine stündliche Verbindung mit 300 pphpd. Die reine Fahrzeit beträgt 20 Minuten. man muss aber realistischerwiese den Fußweg von und zur Anlegestelle mit einberechnen, wenn wir die Fähre als Linie im Öffi-Verbund ansehen wollen. Kommen auf Kladower Seite 7, in Wannsee 4 Minuten dazu, jeweils bis zur Bushaltestelle oder zum Bahnhof (sportlich gerechnet, der Weg ist an beiden Ufern steil). Macht eine Gesamtreisezeit zwischen zwei Umstiegen von mindestens 30 Minuten, eher mehr.

Eine Seilbahn käme auf eine Gesamtreisezeit (Bushaltestelle Alt-Kladow bis Bhf Wannsee) von 11 Minuten. Ungefähr ein Drittel. Um die geringe Kapazität von der Fähre zu erreichen, müsste man mindestens alle 5 Minuten fahren. Realistisch würde aber eher jede Minute, oder sogar mehrmals pro Minute, eine Gondel abfahren.

Wenn jetzt eine Linie, die stündlich fährt, für Freizeitverkehr und Spätarbeiter unbrauchbar ist, weil sie zu früh schließt, wenn diese Linie in ihrer Fahrzeit gedrittelt wird, die Betriebszeit in den späten Abend ausgedehnt wird, die Frequenz mindestens verzehnfacht wird, wenn diese zudem an die Aufkommensschwerpunkte und Umsteigestationen andockt... dann ist nicht mit einer Fahrgaststeigerung im zweistelligen Prozentbereich auszugehen. Dann werden sich die Fahrgastzahlen vervielfachen. Die Frage ist nur, wie hoch der Faktor ausfallen wird.

Es würde zu einer signifikanten Verlagerung der Reisewege kommen. Es wäre auf einmal schneller, mit Seilbahn und S-Bahn nach Steglitz und Zehlendorf zum Einkaufen zu fahren, anstatt mit dem Bus oder Auto nach Spandau, die City West wäre über Wannsee schneller erreichbar, als über Spandau, der Kladower Damm würde massiv vom Verkehr entlastet werden.

Ich kann das nicht genau in Zahlen ausdrücken, dazu fehlen mir die entsprechenden Modelle und die Software. Aber ohne diese Prüfung genau durchzuführen kann man keineswegs zu dem Schluss kommen: das kann sich nie lohnen.

Wir sind uns wohl gar nicht so unähnlich - Widerspruch reizt mich auch immer. Nur einige kurze Anmerkungen zu Deinem Text:

0. Vorab: Es gibt Leute, die ungern oder auch überhaupt nicht mit einer Seilbahn fahren - ich wollte es eingangs nur erwähnen.

1. Die Spandauer CDU selbst hat sich eine Grünfläche am Runebergweg ausgeguckt, in einiger Entfernung vom Kladower Damm. Eine zusätzliche Bushaltestelle müßte dann wohl auch eingerichtet werden, was sicherlich möglich wäre. Jedenfalls ergäbe sich ein mehr oder weniger kurzer Fußweg zur Seilbahn.

2. Ob die CDU in Steglitz-Zehlendorf mit der Einordnung einer Seilbahn auf dem Bahnhofsvorplatz in Wannsee wohl einverstanden wäre? Ich habe da meine Zweifel.

3. Zum Verlagerungseffekt: Bei einer Einwohnerzahl von etwa 16.000 Menschinnen und Menschen in Kladow gehe ich mal von rund 50.000 täglichen Wegen aus. Der MIV-Anteil an diesen Wegen wird wohl strukturbedingt weit über 40% liegen (in Personenkilometern wäre die Vorherrschaft des MIV wegen der im Durchschnitt geringeren Reiseweiten von Fußgänger/innen und auch Radfahrerinnen noch weitaus deutlicher). Bei diesen wenigen Zahlen kann ich mir eine Verlagerung (die es sicher gäbe) in einer Größenordnung, die den Bau einer Seilbahn mit Baukosten in jedenfalls zweistelliger Millionenhöhe rechtfertigen, nicht recht vorstellen.

Ich bin auch ganz unsicher, ob eine Wegorientierung der Kladower/innen von "ihrer" Stadt Spandau durch attraktivere Fahrzeiten nach Zehlendorf und Steglitz ein wirklich erstrebenswertes Ziel wäre (ich überlege gerade, wie der für die Altstadt Spandau zuständige CDU-Ortsverband so ein Argument bewerten würde).

In den Alpen empfinde ich Seilbahnfahrten immer als Erlebnis und sie sind dort oft ohne Alternative (die Schattenseiten des Massentourismus lasse ich mal weg) - aber eine S 10 ? Ich weiß nicht, ich weiß nicht,

Marienfelde.
Re: Seilbahn in Berlin
02.03.2020 12:53
Zitat
Marienfelde
1. Die Spandauer CDU selbst hat sich eine Grünfläche am Runebergweg ausgeguckt, in einiger Entfernung vom Kladower Damm. Eine zusätzliche Bushaltestelle müßte dann wohl auch eingerichtet werden, was sicherlich möglich wäre. Jedenfalls ergäbe sich ein mehr oder weniger kurzer Fußweg zur Seilbahn.

Klasse, der ohnehin schon recht kurze Abstand zwischen Alt-Kladow und Finnenhaus-Siedlung wird mit einer weiteren Haltestelle verkürzt. Der 234er müsste dann bis Neukladower Allee verlängert werden, das macht einen zusätzlichen Bus.

Zitat
Marienfelde
Bei diesen wenigen Zahlen kann ich mir eine Verlagerung (die es sicher gäbe) in einer Größenordnung, die den Bau einer Seilbahn mit Baukosten in jedenfalls zweistelliger Millionenhöhe rechtfertigen, nicht recht vorstellen.

Da bin ich völlig bei dir.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: Seilbahn in Berlin
07.03.2020 11:13
[www.google.de]

...ist ein Link zur Morgenpost.


Die Spaßpartei möchte nun eine Seilbahn von Kladow nach Gartenfeld und eine von Spandau nach Falkensee bauen...

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Re: Seilbahn in Berlin
07.03.2020 21:20
Mit oder ohne Anschluss an die Straßenbahn von Erkner nach Golm?
Zitat
VvJ-Ente
Mit oder ohne Anschluss an die Straßenbahn von Erkner nach Golm?

Und die U13 (Eiskeller-Rauchfangswerder)?
Re: Seilbahn in Berlin
11.03.2020 14:46
Zitat
Global Fisch
Zitat
VvJ-Ente
Mit oder ohne Anschluss an die Straßenbahn von Erkner nach Golm?

Und die U13 (Eiskeller-Rauchfangswerder)?

Aber natürlich als Hyperloop! Ups, die steht bei denen ja wirklich drin.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.2020 14:50 von hvhasel.
Re: Seilbahn in Berlin
11.03.2020 16:21
Zitat
VvJ-Ente
Mit oder ohne Anschluss an die Straßenbahn von Erkner nach Golm?

Die FDP lehnt Straßenbahnen grundsätzlich ab!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
VvJ-Ente
Mit oder ohne Anschluss an die Straßenbahn von Erkner nach Golm?

Die FDP lehnt Straßenbahnen grundsätzlich ab!

Dann lehne ich (nicht erst jetzt) die FDP grundsätzlich ab.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Re: Seilbahn in Berlin
11.03.2020 23:03
Zitat
Nemo
Zitat
VvJ-Ente
Mit oder ohne Anschluss an die Straßenbahn von Erkner nach Golm?

Die FDP lehnt Straßenbahnen grundsätzlich ab!

Was sind die Gründe der FDP gegen Straßenbahnen?
Re: Seilbahn in Berlin
11.03.2020 23:27
Dummheit und veraltete Denkweisen.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: Seilbahn in Berlin
21.06.2020 14:35
Zitat
Nemo
Zitat
VvJ-Ente
Mit oder ohne Anschluss an die Straßenbahn von Erkner nach Golm?

Die FDP lehnt Straßenbahnen grundsätzlich ab!

Das stimmt allerdings nicht. Grundsätzlich lehnt selbst die FDP Straßenbahnen nicht ab. In ihrem Programm erwähnt sie sogar den Neubau von Strecken.
Allerdings stimmt es wohl, dass sie unter den Parteien die größten Vorbehalte für das System hat.

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