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S-Bahn in Lichtenberg entgleist (15.04.2020)
geschrieben von LariFari 
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Florian Schulz
Zitat
Stefan Metze
Bemerkenswert finde ich bei diesem Bild, dass die gesamte Weichenanlage links im Bild offenbar nahezu komplett zerstört wurde.

Das kann doch eigentlich nur bedeuten, dass die in Ausfahrt befindliche S75 nach Ostbahnhof fälschlicherweise in die Kehranlage geschickt wurde und über die zweite Weiche wieder zurück auf's Streckengleis.
Das alles bei "normaler" Ausfahrgeschwindigkeit aus dem Bahnhof Lichtenberg und nicht mit der Geschwindigkeit einer Rangierfahrt.

Es gibt eine Abhängigkeit zwischen der Weichenstellung und dem Signal. Sollte eine Weiche auf Abzweig gestanden haben, kann der Zug dort nicht schneller als 40km/h unterwegs gewesen sein. Und auch ohne Fahrstraßensicherung ginge das nicht schneller weil dann das Ersatzsignal hätte gestellt werden müssen, was ebenfalls nur 40km/h erlaubt. Eine Zugfahrstraße über die Weichen nach links zur Kehranlage und wieder zurück auf das Streckengeis ist mit dem ESTW technisch möglich.

Viele Grüße
Florian Schulz
Mal ganz unabhängig was das ESTW technisch möglich macht bzw. auch nicht.... die dort vorhandene Gleisinfrastruktur mit der einfachen Kreuzungsweiche, lässt eine Fahrt vom Bahnsteig Gleis 2 nur entweder ins Gegengleis oder in die Kehre, zurück aufs Regelgleis lässt die Weiche nicht zu.

Edit: Matze war schneller



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.2020 08:38 von SBahner.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Stefan Metze
Bemerkenswert finde ich bei diesem Bild, dass die gesamte Weichenanlage links im Bild offenbar nahezu komplett zerstört wurde.

Das kann doch eigentlich nur bedeuten, dass die in Ausfahrt befindliche S75 nach Ostbahnhof fälschlicherweise in die Kehranlage geschickt wurde und über die zweite Weiche wieder zurück auf's Streckengleis.
Das alles bei "normaler" Ausfahrgeschwindigkeit aus dem Bahnhof Lichtenberg und nicht mit der Geschwindigkeit einer Rangierfahrt.

Es gibt eine Abhängigkeit zwischen der Weichenstellung und dem Signal. Sollte eine Weiche auf Abzweig gestanden haben, kann der Zug dort nicht schneller als 40km/h unterwegs gewesen sein. Und auch ohne Fahrstraßensicherung ginge das nicht schneller weil dann das Ersatzsignal hätte gestellt werden müssen, was ebenfalls nur 40km/h erlaubt. Eine Zugfahrstraße über die Weichen nach links zur Kehranlage und wieder zurück auf das Streckengeis ist mit dem ESTW technisch möglich.

Viele Grüße
Florian Schulz

Eine solche Zugfahrstraße ist trotz ESTW nicht möglich, weil für die Fahrt zurück auf das Streckengleis eine doppelte Kreuzungsweiche erforderlich wäre. Dort befindet sich aber nur eine einfache Kreuzungsweiche, die nur eine Weiterfahrt ins Kehrgleis erlaubt.

Viele Grüße von Matze
Danke euch für den Hinweis auf die EKW.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Zitat
def
Wieso eigentlich der SEV zwischen Biesdorf und Wuhletal?

Meine Vermutung: Die Reisenden sollen in Wuhletal in die U5 umsteigen und wenigstens bis Lichtenberg vorfahren. Von dort werden alle anderen Bahnhöfe, mit Ausnahme von Biesdorf, erreicht. Daher der SEV nur nach Biesdorf. Einerseits finde ich das, ob der Gegebenheiten in Biesdorf, ganz vernünftig so, andererseits frage ich mich, warum man da die S-Bahn überhaupt noch zwischen Mahlsdorf und Wuhletal fahren läßt. Einfacher wäre es doch für alle Beteiligten, wenn der Ersatzverkehr von Strausberg gleich bis Biesdorf durchfahren würde.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
Henning
Es ist schon merkwürdig und kaum vorstellbar wie die Stromschiene sich in den Führerstand bohren konnte.

Das könnte ich mir bei den ersten Wagen noch gut vorstellen. Wenn es aber bei den letzten beiden Wagen passiert - quasi von hinten- muss auch ich meine Vorstellungskraft schon stärker bemühen.

*******
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.2020 09:14 von Logital.
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Logital
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Henning
Es ist schon merkwürdig und kaum vorstellbar wie die Stromschiene sich in den Führerstand bohren konnte.

Das könnte ich mir bei den ersten Wagen noch gut vorstellen, wenn es bei den letzten beiden Wagen passiert - quasi von hinten- muss auch ich meine Vorstellungskraft schon stärker bemühen.

Gibt es eine theoretische Möglichkeit dass die Stromschiene abgerissen wurde und dann von unten durch den Wagenkasten nach draußen Kurs nahm?
Würde dann auch die Entgleisung erklären.
Zitat
Stefan Metze
Bemerkenswert finde ich bei diesem Bild, dass die gesamte Weichenanlage links im Bild offenbar nahezu komplett zerstört wurde.

Das kann doch eigentlich nur bedeuten, dass die in Ausfahrt befindliche S75 nach Ostbahnhof fälschlicherweise in die Kehranlage geschickt wurde und über die zweite Weiche wieder zurück auf's Streckengleis.
Das alles bei "normaler" Ausfahrgeschwindigkeit aus dem Bahnhof Lichtenberg und nicht mit der Geschwindigkeit einer Rangierfahrt.

Nein, das ist ein starkes Indiz dafür, dass die Weiche Richtung Kehranlage unter dem letzten Wagen umgelaufen ist und er dann von den drei vorderen Wagen aus dem Gleis gezogen wurde. Entsprechend der linksseitigen Weichenstellung ist er dann zunächst nach links abgebogen und wurde dann zunächst durch den Schotter gezogen, dann aber durch die gegenläufige Weichenstraße unter Zerstörung des Gleises nach rechts gedrückt. Und wäre er noch ein paar Meter weiter gefahren, hätte es auch noch den Fahrleitungsmast der Fernbahn erwischt.

Disclaimer: Das ist meine Hypothese anhand der bisher wenigen Bilder, die ich gesehen habe.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Logital
Zitat
Henning
Es ist schon merkwürdig und kaum vorstellbar wie die Stromschiene sich in den Führerstand bohren konnte.

Das könnte ich mir bei den ersten Wagen noch gut vorstellen, wenn es bei den letzten beiden Wagen passiert - quasi von hinten- muss auch ich meine Vorstellungskraft schon stärker bemühen.

Mir geht es da genau umgekehrt. Wie soll denn die Stromschiene von vorn in den Wagen geraten? Dazu müßte sie ja plötzlich und unverhofft aufgestanden sein und sich der ahnungslosen S-Bahn in den Weg gestellt haben. Beim hinteren Wagen denke ich mir, daß sich die Stromschiene von unten ihren Weg durch das Fahrzeug gebahnt hat, da widrige Umstände zu einem Herausreißen aus ihrer Verankerung führten.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
Logital
Das könnte ich mir bei den ersten Wagen noch gut vorstellen, wenn es bei den letzten beiden Wagen passiert - quasi von hinten- muss auch ich meine Vorstellungskraft schon stärker bemühen.

Zum Glück nur im letzten Wagen des Zuges. Natürlich kann eine überfahrene Stromschiene (vor allen die relativ leichte, aber elatische und feste Aluschiene mit Edelstahllaufffläche) unter dem Wagen hochschnellen und sich durch den dünnen Fußboden in den Wagenkasten bohren.
Hinten durch den Führerstand hat sich das Ende herausgeschoben und die Scheibe herausgedrückt, wie die Stellung des Wischerarms zeigt.

so long

Mario
Passend dazu die BVG:

U-Bahn U5
Richtung beide
zwischen U Hönow und S+U Alexanderplatz

Ursache:
Technische Störung
Auswirkung:
Auf der Linie U5 besteht nur ein 10 Minuten Takt. Die Verstärkerfahrten entfallen.
gültig: von 16.04.2020 04:00
gültig: bis auf Weiteres
letzte Änderung: 16.04.2020 09:16

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
Stefan Metze
Bemerkenswert finde ich bei diesem Bild, dass die gesamte Weichenanlage links im Bild offenbar nahezu komplett zerstört wurde.

Das kann doch eigentlich nur bedeuten, dass die in Ausfahrt befindliche S75 nach Ostbahnhof fälschlicherweise in die Kehranlage geschickt wurde und über die zweite Weiche wieder zurück auf's Streckengleis.
Das alles bei "normaler" Ausfahrgeschwindigkeit aus dem Bahnhof Lichtenberg und nicht mit der Geschwindigkeit einer Rangierfahrt.

Nein, das ist ein starkes Indiz dafür, dass die Weiche Richtung Kehranlage unter dem letzten Wagen umgelaufen ist und er dann von den drei vorderen Wagen aus dem Gleis gezogen wurde. Entsprechend der linksseitigen Weichenstellung ist er dann zunächst nach links abgebogen und wurde dann zunächst durch den Schotter gezogen, dann aber durch die gegenläufige Weichenstraße unter Zerstörung des Gleises nach rechts gedrückt. Und wäre er noch ein paar Meter weiter gefahren, hätte es auch noch den Fahrleitungsmast der Fernbahn erwischt.

Disclaimer: Das ist meine Hypothese anhand der bisher wenigen Bilder, die ich gesehen habe.

Danke, das ist die plausibleste Erklärung.
Wahrscheinlich treten bei deiner Erklärung auch ausreichend Kräfte auf die es ermöglichen, dass sich ein Stück der Stromschiene durch den Boden das Wagenkastens bohrt.
Auch wenn wir hier nur spekulieren. Aber man hat halt sofort Fragen nach dem "wie konnte das eigentlich passieren".

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Jay
Passend dazu die BVG:

Seit Betriebsbeginn wird an der Behebung einer Weichenstörung im U-Bahnhof Friedrichsfelde gearbeitet. Zur Gewährleistung des U5-Coronafahrplans sind die Weichen im Hauptgleis wohl verschlossen worden, so dass keine Verstärkerzüge aus der BwFi ein- oder aussetzen können.
Am BT-Personal liegts nicht, denn auf der U8 wird mit 8 oder 9 Sonderzügen der Fünfminutentakt gefahren. Bekanntlich können aber wegen der Bauwerksschäden im Verbindungstunnel keine Züge der U8 auf die U5 übergehen.

so long

Mario
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
def
Wieso eigentlich der SEV zwischen Biesdorf und Wuhletal?

Meine Vermutung: Die Reisenden sollen in Wuhletal in die U5 umsteigen und wenigstens bis Lichtenberg vorfahren. Von dort werden alle anderen Bahnhöfe, mit Ausnahme von Biesdorf, erreicht. Daher der SEV nur nach Biesdorf.

Ah, mein Verständnisproblem hatte einen ganz anderen Hintergrund: ich habe mich verlesen und gemeint, die S5 führe zwischen Mahlsdorf und Lichtenberg. Vor diesem Hintergrund erschien mir ein SEV zwischen Wuhletal und Biesdorf etwas unlogisch.

Zitat
Alter Köpenicker
Einerseits finde ich das, ob der Gegebenheiten in Biesdorf, ganz vernünftig so, andererseits frage ich mich, warum man da die S-Bahn überhaupt noch zwischen Mahlsdorf und Wuhletal fahren läßt. Einfacher wäre es doch für alle Beteiligten, wenn der Ersatzverkehr von Strausberg gleich bis Biesdorf durchfahren würde.

Das wäre vielleicht als Zusatzangebot nicht schlecht (braucht aber sicher zur Organisation) - aber wieso sollte man es Mahlsdorfern und Kaulsdorfern noch schwerer machen, Richtung Stadt zu kommen?
Zitat
Jay
Nein, das ist ein starkes Indiz dafür, dass die Weiche Richtung Kehranlage unter dem letzten Wagen umgelaufen ist und er dann von den drei vorderen Wagen aus dem Gleis gezogen wurde. Entsprechend der linksseitigen Weichenstellung ist er dann zunächst nach links abgebogen und wurde dann zunächst durch den Schotter gezogen, dann aber durch die gegenläufige Weichenstraße unter Zerstörung des Gleises nach rechts gedrückt. Und wäre er noch ein paar Meter weiter gefahren, hätte es auch noch den Fahrleitungsmast der Fernbahn erwischt.

Dafür spräche meines Erachtens auch, dass die in Fahrtrichtung linke Schiene der 'gegenläufigen Weichenstraße' noch deutlich intakter aussieht als die rechte, die kaum mehr als solche zu erkennen ist. Sollte der Zug tatsächlich durch diese gegenläufige Weichenstraße abgelenkt worden sein wären hier die durch den Zug auf die Schiene eingewirkten Kräfte gut zu erkennen.
Interessant wäre natürlich die Weichenstellung der Weiche, die hier als unter dem Zug umgelaufen 'verdächtigt wird' - theoretisch müsste sie ihre Endlage nach dem Vorfall ja nicht mehr notwendigerweise geändert haben, was hieße, wenn die Weiche nun in Richtung Kehrgleis liegt, wäre das ein Indiz für Deine Hypothese.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.2020 10:17 von VBB/HVV.
Da die Stromschiene vermutlich von dem Verbindungsstück hinter der EKW stammt (die Schutzabdeckung liegt ja noch da), wird der letzte Wagen sie beim Überfahren mitgeschleift haben, bis sie auf ein Hindernis traf (evtl. der Stellkanal der letzten Weiche?), dort hat sie dann schlagartig blockiert und sich den Weg durch den Fussboden gebahnt.

Da der Zug anscheinend von Gl. 1 ausfuhr, um quer rüber nach Gl.2 zu gelangen, bleibt halt nur die Ermittlung abzuwarten, wodurch er auf der EKW entgleist ist.

Gruß Olli
Zitat
der weiße bim
Zitat
Logital
Das könnte ich mir bei den ersten Wagen noch gut vorstellen, wenn es bei den letzten beiden Wagen passiert - quasi von hinten- muss auch ich meine Vorstellungskraft schon stärker bemühen.

Zum Glück nur im letzten Wagen des Zuges. Natürlich kann eine überfahrene Stromschiene (vor allen die relativ leichte, aber elatische und feste Aluschiene mit Edelstahllaufffläche) unter dem Wagen hochschnellen und sich durch den dünnen Fußboden in den Wagenkasten bohren.
Hinten durch den Führerstand hat sich das Ende herausgeschoben und die Scheibe herausgedrückt, wie die Stellung des Wischerarms zeigt.
Verstehe. Dieser "Laufweg" der Stromschiene kam mir noch nicht in den Sinn. Ich dachte sie hätte sich von außen in den Führerstand gebohrt.

*******
Die Signatur ist zu kurz um sie mit Inhalten zu verstopfen.
Zitat
Florian Schulz
Es gibt eine Abhängigkeit zwischen der Weichenstellung und dem Signal. Sollte eine Weiche auf Abzweig gestanden haben, kann der Zug dort nicht schneller als 40km/h unterwegs gewesen sein. Und auch ohne Fahrstraßensicherung ginge das nicht schneller weil dann das Ersatzsignal hätte gestellt werden müssen, was ebenfalls nur 40km/h erlaubt. Eine Zugfahrstraße über die Weichen nach links zur Kehranlage und wieder zurück auf das Streckengeis ist mit dem ESTW technisch möglich.

Das ist die Theorie der 100%ig sicheren und fehlerfreien Stellwerkstechnik. Die Praxis stellt sich dann leider immer wieder mal so dar:

  • Am 17. November 2001 kam es in Bienenbüttel beinahe zu einem Unfall. Der Lokführer eines ICE sollte einen liegen gebliebenen Güterzug im Gegengleis überholen. Dabei befuhr er eine für 80 km/h zugelassene Weichenverbindung mit 185 km/h, ohne zu entgleisen. Als Ursache wird die fehlerhafte Ausführung einer Schaltungsänderung vermutet, in deren Zuge die Geschwindigkeit von 60 auf 80 km/h angehoben wurde. Durch eine vergessene Ausfallüberwachung des Geschwindigkeitsanzeigers signalisierte der Streckenrechner der Linienzugbeeinflussung die für gerade Durchfahrten zugelassene Geschwindigkeit von 200 km/h, statt der abzweigend zugelassenen 80 km/h. https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Hannover–Hamburg#Unfälle
  • Am 9. April 2002 kam es bei Fallersleben zu einem Beinahe-Zusammenstoß. Nachdem in Fallersleben der Rechner der Linienzugbeeinflussung abgestürzt war, kamen auf beiden Streckengleisen jeweils zwei Züge zum Halten. Beim Hochfahren des Rechners wurde dabei dem jeweils hinteren Zug eine Geschwindigkeit von 160 km/h signalisiert, dem vorderen jeweils 0 km/h. Einer der beiden nachfahrenden Lokführer sah den vor ihm stehenden Zug, der andere fragte sicherheitshalber in der Betriebszentrale an, die ihn vor Abfahrt warnte. https://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke_Hannover–Berlin#Unfälle_und_weitere_Ereignisse
  • Am 29. Juni 2001 ereignete sich im Bahnhof Oschatz beinahe ein schwerer Unfall. Per Linienzugbeeinflussung wurde dem Lokführer des ICE 1652 für einen Wechsel ins Gegengleis eine Geschwindigkeit von 180 km/h signalisiert, obwohl die Weichenverbindung nur mit 100 km/h befahren werden darf. Der Triebfahrzeugführer erkannte die abzweigend gestellte Weiche und bremste noch auf 170 km/h herunter. Ein Softwarefehler im LZB-Rechner wird als Ursache vermutet. https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Leipzig–Dresden#Zwischenfälle

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Bedingungsloser Glauben an fehlerfreie Stellwerkstechnik ist nach einem realen Unfall nicht unbedingt angezeigt ;-)

Viele Grüße
André
Zitat
def
Zitat
Alter Köpenicker
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def
Wieso eigentlich der SEV zwischen Biesdorf und Wuhletal?

Meine Vermutung: Die Reisenden sollen in Wuhletal in die U5 umsteigen und wenigstens bis Lichtenberg vorfahren. Von dort werden alle anderen Bahnhöfe, mit Ausnahme von Biesdorf, erreicht. Daher der SEV nur nach Biesdorf.

Ah, mein Verständnisproblem hatte einen ganz anderen Hintergrund: ich habe mich verlesen und gemeint, die S5 führe zwischen Mahlsdorf und Lichtenberg. Vor diesem Hintergrund erschien mir ein SEV zwischen Wuhletal und Biesdorf etwas unlogisch.

Zitat
Alter Köpenicker
Einerseits finde ich das, ob der Gegebenheiten in Biesdorf, ganz vernünftig so, andererseits frage ich mich, warum man da die S-Bahn überhaupt noch zwischen Mahlsdorf und Wuhletal fahren läßt. Einfacher wäre es doch für alle Beteiligten, wenn der Ersatzverkehr von Strausberg gleich bis Biesdorf durchfahren würde.

Das wäre vielleicht als Zusatzangebot nicht schlecht (braucht aber sicher zur Organisation) - aber wieso sollte man es Mahlsdorfern und Kaulsdorfern noch schwerer machen, Richtung Stadt zu kommen?

Ich denke eher, dass zwischen Biesdorf und Wuhletal ein Pendelbus reicht, während die Verlängerung aller SEV-Fahrten mehr Busse benötigen würde. Schließlich müssten die ja alle noch zusätzlich die Strecke Mahlsdorf - Wuhletal fahren.
Zitat
der weiße bim
Zitat
Jay
Passend dazu die BVG:

Seit Betriebsbeginn wird an der Behebung einer Weichenstörung im U-Bahnhof Friedrichsfelde gearbeitet. Zur Gewährleistung des U5-Coronafahrplans sind die Weichen im Hauptgleis wohl verschlossen worden, so dass keine Verstärkerzüge aus der BwFi ein- oder aussetzen können.
Am BT-Personal liegts nicht, denn auf der U8 wird mit 8 oder 9 Sonderzügen der Fünfminutentakt gefahren. Bekanntlich können aber wegen der Bauwerksschäden im Verbindungstunnel keine Züge der U8 auf die U5 übergehen.

Wäre ja auch zu einfach, die Verstärkerzüge auf der Strecke zu parken. Frau Nelken wird uns das sicher noch als Erfolg verkaufen.
Zitat
andre_de
Bedingungsloser Glauben an fehlerfreie Stellwerkstechnik ist nach einem realen Unfall nicht unbedingt angezeigt

Und der Glauben an fehlerfreie Elektronik nach zwei dadurch verursachten Flugzeugabstürzen innerhalb eines halben Jahres mit 346 Toten sowieso nicht...
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