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Kurzmeldungen im Januar 2022
geschrieben von B-V 3313 
Bist du sicher dass der Text nicht vom Postillion ist?

Danke für die 50er Liste!

Beste Grüße
Harald Tschirner



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2022 09:02 von Harald Tschirner.
Zitat
VvJ-Ente
Grundsätzlich finde ich auch die in den Niederlanden übliche Schaltung an Bahnübergängen sinnvoll. Wenn das Rotlicht angeht bzw. die Schranke senkt, folgt unmittelbar ein Zug und direkt danach geht die Schranke wieder hoch. Da ist selbst dem allergrößten Trottel klar, dass man bei rotem Licht stehen bleibt, weil man sonst Zug abbekommt.

Solche Bahnübergänge gibt es sogar in Berlin. In Oberspree. Nennt sich Bahnübergang mit optimierter Einschaltstrecke (ÜSOE-Anlage) und funktioniert im Wesentlichen so, dass die Einschaltbereitschaft ständig geprüft wird statt erst mit Befahren des Einschaltkontakts. Dadurch lassen sich sehr kurze Schließzeiten realisieren. Nachteil ist, dass die Bahnübergänge bei Störungen dauerhaft schließen und meines Wissens nach auch nur auf der freien Strecke anzutreffen sind.


Zitat
Salzfisch
Das heißt, Bahnübergänge werden hierzulande gar nicht durch Gleiskontakte ein- und ausgeschaltet, sondern bereits durch Fahrtstraßeneinstellung? [...] In der Konstellation konnte ich mir allerdings nie erklären, warum der BÜ in Tegel immer so ewig lange vor dem südwärts gehenden Zug geschlossen wird und dachte, der BÜ läge eventuell im Durchrutschweg des nordwärts fahrenden Zuges.

Doch, natürlich. Es ist je nach Örtlichkeit und Bauart des Bahnübergangs beides anzutreffen. Allerdings gibt es bei hauptsignalüberwachten Bahnübergängen in der Regel keine Einschaltkontakte, sondern der Schließvorgang wird durch die Fahrstraßeneinstellung ausgelöst. Je nach dem wann der Fdl das Einstellen vornimmt, schließt sich der BÜ entsprechend. In der Regel wissen die Fdl um die Anrückzeiten Bescheid, wann der günstige Moment ist. In Tegel dürfte dies beim (nicht mehr existierenden) Relaisstellwerk, sofern kein extra Anrückmelder verbaut war, das Indiz das Besetzen des Blockabschnitts gewesen sein. Ab da würde der Fdl die Sekunden runter zählen.

Bei ESTWs ist die Kiste etwas anders. Hier kommt, je nach Projektierung, eine Mischform zum Einsatz, wo man die Einfahrt zwar stellen kann, das Einschalten des BÜs aber erst durch einen separaten Gleiskontakt ausgelöst wird. Im Falle Tegel ließe sich dies aber nur bei der Einfahrt aus Heiligensee sinnvoll anwenden, da in Tegel ja die Zugkreuzung stattfindet. Das heißt, der aus Süden einfahrende Zug wird das Einschalten des BÜ gar nicht auslösen, solange wie die Strecke nach Heiligensee noch besetzt ist. Steht der aus Heiligensee kommende Zug allerdings schon im Bahnhof, würde der Fdl für den Gegenzug wohl gleich die Durchfahrt stellen und je nach dem wann der Zug den Einschaltkontakt befährt der BÜ schließen. (Wenn jemand weiß, ob der BÜ im Durchrutschweg integriert ist, bitte ich um Korrektur)

Die Gretchenfrage ist, wie die Einschaltung projektiert wurde. Entweder schließt der BÜ so früh, dass eine Durchfahrt gewährleistet wäre. Dann wäre der Bahnübergang wegen des Fahrgastwechsels relativ lange geschlossen. Oder weil in Tegel die Gemeinschaftsstrecke endet, Durchfahrten Richtung Norden grundsätzlich nicht projektiert sind und der BÜ entsprechend später einschaltet.

Hier übrigens sind die Niederlande tatsächlich ein Stück weiter. Dort lassen sich die Einschaltzeitpunkte der BÜs vor der Fahrstraßeneinstellung individuell festlegen (sogenannte "Stop/Door-Schaltung"). Ist ein Fahrplanhalt vorgesehen, schließt der BÜ erst bei Stillstand des Zuges obwohl er sich längst in der Einschaltstrecke befindet. Bei Durchfahrten dagegen mit Befahren der Einschaltstrecke.

Aber die Diskussion drehte sich ja eher um die Frage, warum der Bahnübergang zwischen den beiden Zügen nochmal öffnet. Und da erscheint mir Leylas Erklärungsansatz mit der Faulheit (böse gesprochen) oder dem fehlenden Problembewusstsein (nett gesprochen) der Fdl am plausibelsten und wäre für mich menschlich vorstellbar. Möglich ist auch, dass dies in den örtlichen Richtlinien des ESTWs so festgelegt wurde (siehe mein Erklärungsansatz bezüglich der Halbschranken).

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2022 10:29 von Florian Schulz.
Zitat
Salzfisch
Zitat
VvJ-Ente
Grundsätzlich finde ich auch die in den Niederlanden übliche Schaltung an Bahnübergängen sinnvoll. Wenn das Rotlicht angeht bzw. die Schranke senkt, folgt unmittelbar ein Zug und direkt danach geht die Schranke wieder hoch. Da ist selbst dem allergrößten Trottel klar, dass man bei rotem Licht stehen bleibt, weil man sonst Zug abbekommt.

Das heißt, Bahnübergänge werden hierzulande gar nicht durch Gleiskontakte ein- und ausgeschaltet, sondern bereits durch Fahrtstraßeneinstellung? Hatte mir das bisher immer so vorgestellt:
  • Eine Strecke s1 vor dem BÜ steht das Signal, das dem Tf anzeigt, dass der BÜ gesichert ist - s1 ist natürich so gewählt, dass ein Anhhalten vor dem BÜ bei Streckenhöchstgeschwindigkeit noch möglich ist.
  • Eine Strecke s2 vor dem Sicherungsanzeigesignal, liegt der Gleiskontakt zum Einschakten, s2 ist dabei so gewählt, dass der Zug bei Streckenhöchstgeschwindigkiet mindestens so lange für s2 braucht, wie die Schranken zum Schließen benötigen.
In der Konstellation konnte ich mir allerdings nie erklären, warum der BÜ in Tegel immer so ewig lange vor dem südwärts gehenden Zug geschlossen wird und dachte, der BÜ läge eventuell im Durchrutschweg des nordwärts fahrenden Zuges. Wo beginnt denn der letzte Streckenblock nördlich von Tegel - Ausfahrt Schulzendorf?

Gruß
Salzfisch

Das heißt es gerade nicht. Man muß zwischen Lokführerüberwachten Bahnübergängen und Fernüberwachten Bahnübergängen unterscheiden. Erstere sind mit Überwachungssignalen ausgestattet (deshalb Lokführerüberwacht, der Fdl bekommt gar nicht mit, wenn der BÜ gestört ist, das muß der Tf melden) und besitzen Ein- und Ausschaltkontakte, letztere wiederum sind durch Hauptsignale gesichert. Da merkt der Fdl auch sofort, wenn der BÜ eine Störung hat oder in Störung geht und muß, falls der Zug bereits am Hauptsignal mit Fahrtbegriff vorbei ist, ggf. einen Nothaltauftrag absetzen. Das ist bei manchen Eisenbahnstrecken auch tatsächlich mal der Fall. In jedem Fall bekommt man dann einen Befehl zum Sichern des BÜs.
Was die Niederlande angeht, wenn dort die BÜs erst kurz vor Passieren des Zuges schließen, hätte ich Bauchschmerzen. Sollte der BÜ nämlich mal unerwartet nicht schließen, hat der Tf keine Möglichkeit mehr, rechtzeitig anzuhalten. Schwere Unfälle wären dann die Folge - und da könnte man weder dem Tf noch den querenden Verkehr die Schuld dran geben.

Dennis



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2022 16:28 von drstar.
Wie rbb 24 berichtet, kann es sein, dass ab Ende 2022 der Halt in Südkreuz für ICEs Richtung München und Frankfurt via Leipzig bauarbeitenbedingt für bis zu drei Jahre entfallen könnte. Die Züge müssten den Zeitverlust durch den Ausfall des Haltes wieder ausgleichen.

Ich sehe diese Maßnahme nicht sehr fahrgastfreundlich. Zwar verweist die Bahn darauf, dass der Hauptbahnhof genug Kapazitäten hat, die zusätzlichen Fahrgäste mit aufzunehmen. Dass aber für die Fahrgäste hier teilweise durchaus 30 Minuten und mehr an Fahrtzeit on Top kommen dürften, das wird nicht erwähnt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2022 17:33 von DaniOnline.
Zitat
DaniOnline
Wie rbb 24 berichtet, kann es sein, dass ab Ende 2022 der Halt in Südkreuz für ICEs Richtung Leipzig und Frankfurt bauarbeitenbedingt für bis zu drei Jahre entfallen könnte. Die Züge müssten den Zeitverlust durch den Ausfall des Haltes wieder ausgleichen.

Ich sehe diese Maßnahme nicht sehr fahrgastfreundlich. Zwar verweist die Bahn darauf, dass der Hauptbahnhof genug Kapazitäten hat, die zusätzlichen Fahrgäste mit aufzunehmen. Dass aber für die Fahrgäste hier teilweise durchaus 30 Minuten und mehr an Fahrtzeit on Top kommen dürften, das wird nicht erwähnt.

Logik: Damit die Fahrgäste nicht 10 min zu spät ankommen, müssen sie in Zukunft 30 min früher los...

Kannste dir nich ausdenken, sowas...
Zitat
krickstadt
Moin.

Heute wurde eine parlamentarische Anfrage nebst Antwort zu einem Thema veröffentlicht, das mir irgendwie schon einmal in diesem Forum begegnet ist, nur dass ich die dazu geäußerten Meinungen nicht mehr wiederfinden kann. Deshalb 'mal in diesem Themenfaden ...

Zitat

Anfrage des Abgeordneten Stefan Förster (FDP) vom 13.12.2021 und Antwort vom 23.12.2021: Bleibt die Deutsche Bahn ihrem Behördenimage treu? Wann wird die Klinkerwand am S-Bahnhof Friedrichshagen endlich erneuert?

Frage 1: Warum wurde, anders als in Beantwortung meiner zu diesem Thema bereits gestellten Anfrage vom 21.7.2021 mit der Drs.-Nr. 18/28211 mitgeteilt, die Schadstelle an der östlichen Seite der Stützwand am S-Bahnhof Friedrichshagen noch immer nicht von der Deutschen Bahn AG beseitigt, obwohl hierfür als Zeitraum "August/September 2021" angegeben wurde?

Frage 2: Was sind die Gründe für die abermalige Verzögerung dieser überschaubaren Maßnahme und was haben Land und Bezirk unternommen, um auf die Deutsche Bahn einzuwirken, die Klinkerfassade schnellstmöglich wiederherzustellen?

Frage 3: Da mitgeteilt wurde, die DB Netz AG hätte sich "rechtzeitig" um die Wiederherstellung bemüht, wann genau war "rechtzeitig" (Datum) und welche Bemühungen waren dies?

Antwort zu den Fragen 1 bis 3: Die Zentrale Straßenverkehrsbehörde des Landes Berlin hat im Rahmen ihrer Zuständigkeit die Bearbeitung zur Erteilung einer verkehrsrechtlichen Anordnung vorgenommen.

Ein erster Antrag auf verkehrsrechtliche Anordnung wurde von der DB Netz AG im April 2020 zunächst bei der örtlichen Straßenverkehrsbehörde bei Bezirksamt Treptow-Köpenick gestellt. Nach Klärung der Zuständigkeit wurde die weitere Bearbeitung im Mai 2020 von der Zentralen Straßenverkehrsbehörde übernommen. Der Antrag hatte zunächst eine Vollsperrung des östlichen Gehwegs unter der Eisenbahnüberführung ohne Querungshilfen oder provisorische Fußgängerführung vorgesehen. Da diese Absperrung nicht anordnungsfähig war, wurden geänderte Antragsunterlagen eingereicht, die provisorische Fußgängerüberwege vorsahen. Eine Prüfung ergab jedoch, dass ohne Leistungsfähigkeitsnachweis für die benachbarte Lichtzeichenanlage (LZA) Bölschestraße/Fürstenwalder Damm in Verbindung mit den beantragten Fußgängerüberwegen (FGÜ) die beantragte Verkehrsführung nicht angeordnet werden konnte.

Diesbezügliche Nachforderungen an die DB Netz AG und an das von ihr beauftragte Verkehrssicherungsunternehmen im Juli sowie August 2020 wurden nicht beantwortet.

Auf eine Sachstandsnachfrage durch das Verkehrssicherungsunternehmen wurde im Oktober 2020 die Forderung nach einer Leistungsfähigkeitsuntersuchung wiederholt.

Es wurde jedoch erst am 6.7.2021 vom Verkehrssicherungsunternehmen im Auftrag der DB Netz AG ein überarbeiteter Antrag inklusive der genannten Leistungsfähigkeitsuntersuchung eingereicht. Obwohl diese Untersuchung zu dem Schluss kam, dass die Kriterien für temporäre Fußgängerüberwege nicht erfüllt werden, wurde dieser Antrag aufrechterhalten.

Die DB Netz AG wurde am 19.8.2021 seitens der zentralen Straßenverkehrsbehörde darauf hingewiesen und um Überarbeitung des Antrags gebeten.

Nachdem ein erster avisierter Ortstermin zur Klärung des Sachverhaltes im Oktober 2021 leider krankheitsbedingt ausfallen musste, konnte dieser am 29.11.2021 gemeinsam mit den Beteiligten der Zentralen Straßenverkehrsbehörde (SenUMVK VI A) und der DB Netz AG nachgeholt werden. Hierbei wurde letztlich eine verkehrlich vertretbare Lösung gefunden und eine voraussichtliche Ausführungszeit im März 2022 besprochen.

Frage 4: Seit wann liegen die Planungsunterlagen vor?

Antwort zu 4.: Der ursprüngliche Antrag auf verkehrsrechtliche Anordnung liegt der Zentralen Straßenverkehrsbehörde seit Mai 2020 vor, allerdings nicht mit einer anordnungsfähigen Verkehrssicherung und -führung (siehe Antwort zu den Fragen 1 bis 3).

Ein anordnungsfähiger Verkehrszeichenplan liegt seit dem 9.12.2021 vor.

Frage 5: Liegt mittlerweile eine verkehrsrechtliche Anordnung zur Durchführung der Maßnahme vor? Wenn ja, mit welchem Datum und welchem Inhalt? Wenn nein, warum nicht?

Antwort zu 5.: Die verkehrsrechtliche Anordnung wurde noch nicht erteilt, da seitens der DB Netz AG noch kein neuer Ausführungszeitraum benannt wurde. Nach Benennung des neuen Zeitraums muss das gesetzlich vorgeschriebene Anhörungsverfahren mit der Polizei und dem Straßenbaulastträger durchgeführt werden.

Vorgesehen ist eine Durchführung der Arbeiten nachts jeweils von 20:00 Uhr bis 04:00 Uhr. In dieser Zeit wird der östliche Gehweg voll gesperrt. Eine Baustelleneinrichtung wird in der Schöneicher Straße eingerichtet.

Die DB Netz AG teilte nunmehr am 14.12.2021 den geplanten Bauzeitraum mit. Dieser soll vom 15.3. bis zum 9.4.2022 erfolgen.

Ein gesundes Neues und viele Grüße, Thomas

Ach du sch..., was ist das bitte für ein Verkehrssicherungsunternehmen, was so arbeitet? Andererseits, gibt es denn niemanden, der solche Projekte überwacht und gegebenenfalls einschreitet, wenn sich Zuarbeit unnormal verzögert?
Zitat
Slighter
Logik: Damit die Fahrgäste nicht 10 min zu spät ankommen, müssen sie in Zukunft 30 min früher los...

Kannste dir nich ausdenken, sowas...

Naja, damit nicht alle Fahrgäste zu spät kommen, müssen einige früher los.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Slighter
Zitat
DaniOnline
Wie rbb 24 berichtet, kann es sein, dass ab Ende 2022 der Halt in Südkreuz für ICEs Richtung Leipzig und Frankfurt bauarbeitenbedingt für bis zu drei Jahre entfallen könnte. Die Züge müssten den Zeitverlust durch den Ausfall des Haltes wieder ausgleichen.

Ich sehe diese Maßnahme nicht sehr fahrgastfreundlich. Zwar verweist die Bahn darauf, dass der Hauptbahnhof genug Kapazitäten hat, die zusätzlichen Fahrgäste mit aufzunehmen. Dass aber für die Fahrgäste hier teilweise durchaus 30 Minuten und mehr an Fahrtzeit on Top kommen dürften, das wird nicht erwähnt.

Logik: Damit die Fahrgäste nicht 10 min zu spät ankommen, müssen sie in Zukunft 30 min früher los...

Kannste dir nich ausdenken, sowas...

Hallo,
ich finde das Vorhaben der DB total doof. Ja, wirklich doof. Ihr habt in Berlin diese große Chance im Bezug zu Paris: Ihr habt keinen Sackgassebahnhof als Kopfbahnhof. Das heißt Züge bei Euch fahren durch die Hauptstadt und halten in verschiedenen Bahnhöfe an. Bei uns in Paris leider nicht. Man muß ständig umsteigen und mit dem Bus oder mit der U-Bahn beim Umstieg zum nächsten Bahnhof fahren.

Die Fahrgäste können in Berlin überall in den Zug einsteigen oder zusteigen. Daß der Hauptbahnhof die Kapazität hat, alle Fahrgäste empfangen kann, finde ich ulkig. Der Berliner HBf hat besonders Läden, die Kunden brauchen und nicht umgekehrt. Es ist klar, daß wenn ein Fahrgast in Südkreuz oder Gesundbrunnen oder noch in Spandau einsteigt oder zusteigt, kauft er gar nichts am HBf!

Mit freundlichen Grüßen aus Paris mit seinen Sackgassebahnhöfen (Gares de l'Est, du Nord, de Lyon, Montparnasse, Saint Lazare, Austerlitz)
umrk
Zitat
Slighter
Ach du sch..., was ist das bitte für ein Verkehrssicherungsunternehmen, was so arbeitet? Andererseits, gibt es denn niemanden, der solche Projekte überwacht und gegebenenfalls einschreitet, wenn sich Zuarbeit unnormal verzögert?

Warum beschäftigen sich Politik und Verwaltung überhaupt (über die ordnungsgemäße Bearbeitung des Antrags auf verkehrsrechtliche Anordnung hinaus) mit diesem Thema. Da dort kein Denkmalschutz besteht ist es grundsätzlich Sache des Eigentümers, ob eine Wand verklinkert ist oder nicht. Von einer Partei, der der schlanke Staat nicht schlank genug sein kann, erwarte ich, dass sie die öffentlich finanzierten Ressourcen der Verwaltung sinnvoll einsetzt und nicht mit solchen Fragestellungen bindet.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Slighter
Logik: Damit die Fahrgäste nicht 10 min zu spät ankommen, müssen sie in Zukunft 30 min früher los...

Kannste dir nich ausdenken, sowas...

Naja, damit nicht alle Fahrgäste zu spät kommen, müssen einige früher los.

Man sollte aber bedenken, dass in Südkreuz nicht gerade wenige Fahrgäste vom Halt-Ausfall betroffen wären. Warum können die Züge nicht einfach etwas früher in Berlin abfahren oder etwas später in Leipzig ankommen? Zwischen Hamburg und Berlin bzw. hinter Leipzig sollten genug Reserven vorhanden sein, durch höhere Geschwindigkeit den Zeitverlust aufzuholen.

Alternativ könnte aus meiner Sicht auch der Halt in Lutherstadt Wittenberg entfallen, dort sind weit weniger Fahrgäste betroffen.
Zitat
DaniOnline
Alternativ könnte aus meiner Sicht auch der Halt in Lutherstadt Wittenberg entfallen, dort sind weit weniger Fahrgäste betroffen.

Für diese wenigen Fahrgäste wären die Auswirkungen dafür aber umso größer, da der nächste ICE-Halt erst in 60 oder 80 km Entfernung läge. Auch wenn die Summe der Umwegminuten für alle Fahrgäste möglicherweise durch den Verzicht auf den Halt am Südkreuz größer ist als durch den Verzicht in Lutherstadt Wittenberg, finde ich die Entscheidung zwischen diesen beiden Alternativen zugunsten einer Anbindung in der Fläche sinnvoll.

Bei der Bewertung sollte man ohnehin noch berücksichtigen, dass die wenigsten Fahrgäste aus dem unmittelbaren Umfeld einer der beiden Stationen Südkreuz bzw. Hauptbahnhof kommen, sondern es eine Integration in längere Wegeketten gibt. Mir wird z.B. ziemlich häufig von der Fahrplanauskunft empfohlen von der Schönhauser Allee nach Hamburg zunächst mit der Ringbahn über Südkreuz zu fahren.
Zitat
drstar
Was die Niederlande angeht, wenn dort die BÜs erst kurz vor Passieren des Zuges schließen, hätte ich Bauchschmerzen. Sollte der BÜ nämlich mal unerwartet nicht schließen, hat der Tf keine Möglichkeit mehr, rechtzeitig anzuhalten. Schwere Unfälle wären dann die Folge - und da könnte man weder dem Tf noch den querenden Verkehr die Schuld dran geben.

Ich vermute, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zug einen anderen Verkehrsteilnehmer erwischt, weil sich die Schranke nicht geschlossen hat, ist wesentlich geringer als dass er einen Verkehrsteilnehmer erwischt, der nach 3 Minuten die geschlossene Halbschranke umfahren oder umlaufen hat, weil kein Zug gekommen ist.
Ist die DB verrückt geworden, den Halt in Südkreuz auszulassen. Gibt doch verschiedene Möglichkeiten 5 Minuten rauszuholen. Erstmal könnten die in Berlin startenden ICE entsprechend früher fahren. Und auch der Fahrplan sollte durch die Schnellfahrstrecke Richtung Erfurt genug Luft haben.
Naja, in Spandau hält ja auch nicht jeder einbrechende ICE. Selbst abends weit nach 20 Uhr. Es war die einigen Male als Spandauer immer etwas ärgerlich aus dem Fenster zu gucken und durch den Bahnhof durchzufahren und weiß, dass man nicht mal am Zoo halten wird und in vielleicht einer Stunde zu Hause ist xD
Selbst wenn gerade die Fernzüge aus Hannover zu früh ankommen und ein Halt an sich immer möglich scheint.
Naja, jeder Halt kostet ja. Und das ist nicht mal gelogen. ^^



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2022 22:08 von Nahverkehrsplan.
Zitat
Nahverkehrsplan
Naja, in Spandau hält ja auch nicht jeder einbrechende ICE.

Welche wären das?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Nahverkehrsplan
Naja, in Spandau hält ja auch nicht jeder einbrechende ICE. Selbst abends weit nach 20 Uhr. Es war die einigen Male als Spandauer immer etwas ärgerlich aus dem Fenster zu gucken und durch den Bahnhof durchzufahren und weiß, dass man nicht mal am Zoo halten wird und in vielleicht einer Stunde zu Hause ist xD
Selbst wenn gerade die Fernzüge aus Hannover zu früh ankommen und ein Halt an sich immer möglich scheint.
Naja, jeder Halt kostet ja. Und das ist nicht mal gelogen. ^^

Sofern nicht wieder irgendwo Bauarbeiten sind (auf einige Tage/Wochen befristet), halten in Spandau alle planmäßigen ICE-Zugfahrten mit Reisenden.
Ja gut, vor 5-10 Jahren war das... könnte auch ein IC gewesen sein (?)
Der fuhr jedenfalls durch. Weiß aber nicht, ob damals Bauarbeiten der Grund war. ^^

Wenn heute alle halten, dann ist es ja schön für die heutigen Fahrgäste nach Spandau. ;)
Seit Dezember 2015 hält alles in Spandau, wobei ich nicht weiß, ob die neuen Sprinter nach Köln/Bonn halten.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Oh okay, das kann ja hinkommen. Ist ja auch ein mega Mehrwert.
Überlegt man wegen 2-3 Minuten einen um eine Stunde längeren Heimweg ^^
Was wohnt man auch am Stadtrand. ;)
Zitat
Alba Coach
Ist die DB verrückt geworden, den Halt in Südkreuz auszulassen. Gibt doch verschiedene Möglichkeiten 5 Minuten rauszuholen. Erstmal könnten die in Berlin startenden ICE entsprechend früher fahren. Und auch der Fahrplan sollte durch die Schnellfahrstrecke Richtung Erfurt genug Luft haben.

Hilft aber nicht, wenn man durch einen Halt in Südkreuz schon in Berlin-Brandenburg diverse Nahverkehrstrassen zerschießt. Man könnte natürlich ne halbe Stunde früher los fahren um den Problemen aus dem Weg zu gehen, aber da können die Südkreuz-Gäste auch einfach zum Hauptbahnhof. Zumindest die Sprinter halten ja weiter in Südkreuz da es da nicht so große Konflikte gibt.

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