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Das Projekt Zehn Siebzehn kommt in Schwung
geschrieben von Jules 
Zitat
Jules
Der Rat der Stadt Hannover beschloss 1965 eine Voll-U-Bahn zu bauen [...] Das wäre jedoch viel zu teuer geworden [...] Deshalb frage ich Sie: Was wollen Sie für Hannover? Eine Voll-U-Bahn...

usw. – genau das ist die zweite Sache, die Sie schon nicht mehr merken. Stets das gleiche Thema dutzendfach wiederholen und Scheinfragen stellen in der Hoffnung, jemand antworte darauf, hält eine Diskussion am Leben und bietet Ihnen Möglichkeiten, aufgrund von Argumenten (siehe oben) alles wieder zu drehen und zu zerreden. Das hatten wir jahrelang im Skyscraper-Forum, und ich sehe, das hat sich hier nicht gebessert. Ein Perpetuum Mobile der ewig gleichen Vorlagen und Fragen. Wahrscheinlich zücken Sie gleich wieder einen Artikel aus der HAZ von 1965...
Zitat
Jules
...Und je länger der Bahnsteig selbst ist, um so weiter müssten sie gehen, um zur nächsten Stadtbahn-Tür zu kommen.

Genau das macht es dann sehr interessant, von der Endstation am Busbahnhof/Raschplatz umzusteigen in die U-Station Hauptbahnhof.
Ein ewig langer Weg weil alle Bahnen vorne halten.

Für ein Vernünftiges ÖPNV-Angebot ist ein

Zitat
Jules
Deshalb frage ich Sie: Was wollen Sie für Hannover? Eine Voll-U-Bahn, wie sie Hannover 1965 einmal im Rat der Stadt beschlossen hatte, die sich dann aber als eindeutig nicht finanzierbar erwiesen hat?

Das wäre wohl ziemlich engstirnig, oder nicht?

Nein, das wäre überdimensioniert.
Zu fordern ist ein ausgewogenes System welches den Bedürfnissen der Fahrgäste in so weit gerecht wird, das man auf ein eigenen PKW verzichten kann und zumindest einen gewissen Komfort dabei hat.
Also nicht städig stehen müssen, kurze und trockene Umsteigewege und vor allem eine gute Gewindigkeit.
Schneller als die PKW's auf einer eigenen Trasse sollte reichen.
Dreiwagenzüge angepasst an die zu durchquerenden Stadtteile sowie auch den Zielgebieten mit den Endhaltestellen.
Bemessen an der Erinwohnerzahl und den durch guten ÖPNV zum Umstieg bewegten Ex-PKW-Nutzern.

Leider reichten die Dreiwagenzüge in der Rush-Hour schon jetzt nicht mehr aus auf der A-Strecke.
Und wenn der ÖPNV zu "unbequem" wird, gibt es wieder mehr PKW-Fahrer.

Einzige Lösung: Den ÖPNV systemweit weiter verbessern und beschleunigen - auf allen Linien.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2016 19:45 von Levaeri.
Zitat
Levaeri

Zu fordern ist ein ausgewogenes System welches den Bedürfnissen der Fahrgäste in so weit gerecht wird, das man auf ein eigenen PKW verzichten kann und zumindest einen gewissen Komfort dabei hat.
Also nicht städig stehen müssen, kurze und trockene Umsteigewege und vor allem eine gute Gewindigkeit.
Schneller als die PKW's auf einer eigenen Trasse sollte reichen.
Dreiwagenzüge angepasst an die zu durchquerenden Stadtteile sowie auch den Zielgebieten mit den Endhaltestellen.
Bemessen an der Erinwohnerzahl und den durch guten ÖPNV zum Umstieg bewegten Ex-PKW-Nutzern.

Leider reichten die Dreiwagenzüge in der Rush-Hour schon jetzt nicht mehr aus auf der A-Strecke.
Und wenn der ÖPNV zu "unbequem" wird, gibt es wieder mehr PKW-Fahrer.

Einzige Lösung: Den ÖPNV systemweit weiter verbessern und beschleunigen - auf allen Linien.

Warum haben Sie in erster Linie den Autofahrer bzw. den ÖPNV-Fahrgast im Blick, der über ein Auto verfügt? Die große Mehrheit der ÖPNV-Fahrgäste verfügt über kein eigenes Auto! Trotzdem verlangen Sie von denen, dass die unterirdisch fahren sollen. Meinen Sie nur unterirdisch könne die Stadtbahn schneller sein als das Auto? Und was bedeutet für Sie auf eigener Trasse. Die muss in vielen Fällen dem MIV erst mal abgetrotzt oder besser vom MIV zurückerobert werden. Da ist es kontraproduktiv, auf die Option Tunnel zu verweisen, denn das wirkt beim Autofahrer "Begehrlichkeiten", die jedoch letztlich nicht finanzierbar sind, wie bereits die 1965er-U-Bahn-Planungen gezeigt hatten!

Warum "kurze und trockene Umsteigewege"? Wer mit dem ÖPNV unterwegs ist, der legt stets ein Stück Weg unter freiem Himmel zurück, nämlich vom Start zur Abfahrthaltestelle und von der Zielhaltestelle zum Ziel. Selbstverständlich sollten Haltestellen mit ausreichend großen Dächern ausgestattet sein. Aber eine Vollüberdachung tut nicht not. Ist das Wetter schlecht, was in unseren Breiten so richtig krass nur selten vorkommt, dann rückt man halt ein bisschen zusammen. Oder spannt den Regenschirm auf. Und im Winter zieht man sich warm an. Ein dichter Takt verkürzt dabei zudem die Wartezeiten.

Sie schreiben schneller als der PKW sein, das ist eine gute Geschwindigkeit. Dazu bedarf es aber nicht zwangsläufig einer eigenen Trasse! Bereits weiter oben erwähnte ich, dass schon die Linie 12, die erste Stadtbahnlinie Hannovers, durch eine Ampelvorrangschaltung (Spurensignalanlage hieß das damalige Modell für den Ricklinger Stadtweg) vorrangig vor dem MIV und damit schneller oder genau so schnell wie der PKW unterwegs war.

Wenn Sie nach einer Taktverdichtung auf der A-Strecke rufen, dann ist das doch ein Grund mehr, unbedingt an Projekt Zehn Siebzehn festzuhalten und keinesfalls die von Ihnen weiter oben vorgeschlagene "Zwei-Linien-Lösung" (Scheelhaase-Lösung) anzustreben!

Sie schreiben ferner: "Wenn der ÖPNV zu unbequem wird ..." Dann müssten zuallererst mal vernünftige Polstersitze in die neuen Stadtbahnwagen eingebaut werden. Und eine vernünftige Klimaanlage tut not! Im vergangenen Sommer jedenfalls waren die neuen TW 3000 selbst bei moderater Besetzung eindeutig zu heiß. Da reichte es dann auch nicht mehr, das blaue Licht einzuschalten.

Und schließlich: Wenn die Stadtbahnkapazitäten denn wirklich irgendwann erschöpft sind, dann tut es not, weitere Linien auch im Innenstadtbereich einzurichten. Ggf. auch zunächst mal Omnibuslinien zu verstärken. Die Regiobuslinien zu stärken. Und auch aufgegebene Regiobus-Direktverbindungen in die Innenstadt wieder zu beleben! Und dass auch auf Kosten der Verkehrsflächen für Autofahrer, die ja nicht in der jetzigen Menge in die Stadt "einfallen" müssen! Reduzierung des Parkplatzangebotes in der Stadt, MIV-Verkehrssteuerung zu Umsteigeplätzen am Stadtrand! Und das alles bei gleichzeitigem Ausbau des ÖPNV-Angebotes!

Regiobuslinien verstärken - auch das bringt zusätzlich Fahrgastkapazitäten. Foto: Regiobusse am Goethekreisel. Die derzeitige Haltestellensituation im Kreisel verhindert ein optimales Heranfahren des Ominbusses an die Haltestellenkante. Auch das wird durch Projekt Zehn Siebzehn verbessert!



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2016 23:56 von Jules.


Sorry, aber Projekt 10/17 ist nicht zu bevorzugen, da dem PKW das Vorrecht vor der Bahn eingeräumt wird.
Der Bahn werden die exklusiven Fahrspuren genommen und damit wird die Wertigkeit der Bahn mehr als deutlich herabgesetzt.
Dadurch kann der PKW-Verkehr den Bahnverkehr stören, und das ist ein nicht akzeptierbares No-Go welches auch nicht diskutabel ist, da der ÖPNV nur einen einzigen Zweck hat: Personen preiswert und schnell von A nach B zu bringen.
Jede Maßnahme welche diesen ÖPNV-Nutzen mindert ohne etwas mit dem Zweck (A nach B) zu tun zu haben kann nur abgelehnt werden da es einen direkten Missbrauch des ÖPNV darstellt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2016 23:53 von Levaeri.
Zitat
Levaeri
Sorry, aber Projekt 10/17 ist nicht zu bevorzugen, da dem PKW das Vorrecht vor der Bahn eingeräumt wird.
Der Bahn werden die exklusiven Fahrspuren genommen und damit wird die Wertigkeit der Bahn mehr als deutlich herabgesetzt.
Dadurch kann der PKW-Verkehr den Bahnverkehr stören, und das ist ein nicht akzeptierbares No-Go welches auch nicht diskutabel ist, da der ÖPNV nur einen einzigen Zweck hat:
Jede Maßnahme welche diesen ÖPNV-Nutzen mindert ohne etwas mit dem Zweck (A nach B) zu tun zu haben kann nur abgelehnt werden da es einen direkten Missbrauch des ÖPNV darstellt.

Dann setzen Sie sich doch dafür ein, dass der MIV ganz drastisch aus der Innenstadt herauskomplimentiert wird, wenn Sie Befürchtungen haben, dass die im Rahmen von Projekt Zehn Siebzehn angestrebten Verkehrslenkungsmaßnahmen von mangelndem Erfolg sein könnten.

Übrigens geht es durchaus nicht nur darum, "Personen preiswert und schnell von A nach B zu bringen." In ihrem vorigen Beitrag haben Sie selbst darauf hingewiesen, dass man "zumindest einen gewissen Komfort dabei hat." Und Sie haben geschrieben: "Und wenn der ÖPNV zu "unbequem" wird, gibt es wieder mehr PKW-Fahrer."

Der ÖPNV wird auch nicht "missbraucht" (Ihre Wortwahl!), wenn sein Zweck, Personen von A nach B zu befördern, mit der Begleiterscheinung einhergeht, dass "der PKW-Verkehr den Bahnverkehr stören kann". (Das ist wirklich ein gewagtes Konstrukt.) Aber um mal in Ihrer Art der Wortwahl zu bleiben, müssten Sie in diesem Zusammenhang wohl besser davon sprechen, dass eine Verkehrsplanung, die es zulässt, dass der ÖPNV vom MIV behindert wird, eine Verkehrsplanung ist, die es zulässt, dass der ÖPNV vom MIV "vergewaltigt" wird. Aber, Bitteschön, wie schon gesagt, dass entspräche Ihrer Wortwahl, ich selbst würde das so nicht sagen. Und es trifft wohl auch nicht auf Projekt Zehn Siebzehn zu!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.2016 00:24 von Jules.
Und wie das auf Projekt 08/15 zutrifft...
Zitat
Levaeri
Und wie das auf Projekt 08/15 zutrifft...
Na warten wir's mal ab - oder?
Zitat
Jules
Übrigens geht es durchaus nicht nur darum, "Personen preiswert und schnell von A nach B zu bringen." In ihrem vorigen Beitrag haben Sie selbst darauf hingewiesen, dass man "zumindest einen gewissen Komfort dabei hat." Und Sie haben geschrieben: "Und wenn der ÖPNV zu "unbequem" wird, gibt es wieder mehr PKW-Fahrer."

Wenn ich daraus ein Fazit ziehen würde, komme ich auf ein Ideal welches aus der maximalen Länge der Fahrzeuge bei maximaler Trennung von sämtlichen anderen störenden Verkehrsarten incl. Fußgängern besteht.

Das dürfte dann das absolute Optimum an Ersatz für einen eigenen PKW's darstellen, der Gewinn an sauberer Luft gegenüber den Abgasen einer absichtlich durch eine Straßenbahn blockierten, meistens stehenden Blechlawine überwiegt dabei absolut.

Ein durch und durch umweltfreundliches Ziel, so etwas sollte eigentlicht das Ideal einer umweltfreundlichen Partei wie den (angeblichen) Grünen in Hannover darstellen.
Dadurch ist es doch eher befremdlich, das sie dann doch lieber am Steintor die Bäume fällen wollen und lieber planen mit der Stadtbahn die PKW's ausbremsen damit es noch mehr Abgase gibt.
Sehr viel optimaler kann man die Luft in der Innenstadt nicht verschlechtern...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.02.2016 02:06 von Levaeri.
Ich bleib' dabei: Warten's wir mal ab!
Das was Sie, Levaeri, da andeuten, sind doch die üblichen Autofahrer-Sprüche, die stets dann zu hören sind, wenn hier irgendwo in Hannover verkehrstechnisch etwas geändert wird, von dem die Autofahrer meinen, dass sie dadurch "gravierende Nachteile" erdulden müssten. Ein paar Beispiele gefällig?
- Rückbau des Fußgängertunnels am Friedrichswall und Ersatz durch ebenerdigen ampelgesteuerten Fußgängerüberweg,
- koordinierte Fußgängerampelsteuerung (Pulksteuerung) in der Marienstraße, Umbau Klagesmarktkreisel zur Kreuzung,
- Rückbau Karmarschstraße auf zwei Fahrspuren,
- Grünstreifen statt Busstreifen am Friedrichswall mit Verlegung des Omnibusverkehrs auf die Auto-Fahrbahnen,
- Abriss Aegi-Hochstraße,
- Umbau E-Damm mit Reduktion auf eine Fahrspur je Richtung und Teilsperrung des E-Damm für Autoverkehr in Höhe des Hochbahnsteigs Strangriede,
- Ampelsteuerung für den Deisterkreisel,
- Umbau Schwanenburgkreisel zur Kreuzung usw., usw.

In keinem der Fälle traten das stets großmundig zuvor angekündigte "totale Verkehrschaos" und die von Ihnen angekündigten "Dauerstaus mit Abgaswolken" auf.
Aber Bitte: Reihen Sie sich ein in die Reihe dieser Sprücheklopfer aus der Autofahrer-Fraktion, erwarten Sie jedoch bitteschön nicht, dass Sie so mit Ihrem Anspruch "der letzte echte Grüne" von Hannover zu sein, von irgendwem Ernst genommen werden!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.2016 12:53 von Jules.
Wieso hat Abgasfreiheit etwas mit den Grünen zu tun, insbesondere hier in Hannover?
Die Antwort ist in etwa: Irgendwie gar nichts.

Jeder Mensch möchte weniger oder am besten keine Abgase hier, außer natürlich die Grünen - Die wollen Abgase an jeder Ampel.
Getreu den ungeschriebenen Motto: "Hoch lebe der Smog!"
Wer also Grün wählt, wählt dem Smog.

Nebenbei:
Was mein Auto angeht, fällt mir doch eine alte Werbung von früher ein:
[youtu.be]
Zitat
Jules
Ich bleib' dabei: Warten's wir mal ab!
Das was Sie, Levaeri, da andeuten, sind doch die üblichen Autofahrer-Sprüche, die stets dann zu hören sind, wenn hier irgendwo in Hannover verkehrstechnisch etwas geändert wird ....

Autofahrersprüche, nichts als Autofahrersprüche...

Es wird langweilig. Ich wäre dafür, diesen Thread zu schliessen.
Es ist nicht eingängig, warum das gerade Autofahrersprüche sein sollten.
Wenn irgendwo etwas verengt wird, interessiert mich das nicht, solange der ÖPNV dadurch nicht eingeschränkt wird.
Wenn aber wie am Aegi geschehen die Busse auf ihre schnelle Busspur verzichten müssen und jetzt mit den PKW's zusammen im Stau stehen, dann stehe ich als ÖPNV-Fahrgast im Stau nicht als PKW-Fahrer.
Das ist unnötig für die Umwelt und läd nicht gerade dazu ein, mit dem Öffis zu fahren.
Ich werde also von den Grünen gestraft, weil ich die Öffis nutzen möchte.

Und so sieht die Folge des Vermischens von Straßen- und Bahnverkehr aus, ein Schlag ins Gesicht des Umweltbewussten Öffi-Nutzers:
Warum eine Straßenbahn eine Stadtbahn niemals ersetzen kann...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.2016 01:28 von Levaeri.
Der Hochbahnsteig Küchengarten gehört nicht im engeren Sinne zu Projekt Zehn Siebzehn. Aber natürlich ist der Bau der Hochbahnsteige für die Linie 10 auf ihrem Weg von Ahlem in Richtung Innenstadt Voraussetzung für die angestrebte Barrierefreiheit.
"Die Region Hannover sieht vor, dass die Infra alle Haltestellen der Linie 10 in den nächsten Jahren mit Hochbahnsteigen ausstattet. Außerhalb des Projekts Zehnsiebzehn gibt es noch fünf weitere Haltestellen in Linden-Nord und Limmer, die heute noch nicht barrierefrei sind. Diese Haltestellen am Küchengarten, Leinaustraße, Ungerstraße, Wunstorfer Straße und Harenberger Straße – sollen ebenfalls ab 2016 bis ca. 2020 Hochbahnsteige erhalten:" Quelle: [www.infra-hannover.de]
Dieser Tage konnte man sehen, dass im Bereich Küchengarten Vermessungsarbeiten von TransTecBau [www.transtecbau.de] durchgeführt wurden:


Zitat
Jules
Der Hochbahnsteig Küchengarten gehört nicht im engeren Sinne zu Projekt Zehn Siebzehn.
Auch nicht im engeren Sinne. Der Hochbahnsteig Küchengarten und alle nach Glocksee Richtung Ahlem gehören NICHT zum Projekt 08/15.
Auch wenn der Bau der Hochbahnsteige in der Limmerstraße, bzw. am Eingang der Limmerstraße nicht unmittelbar im Zusammenhang steht mit Projekt Zehn Siebzehn, lohnt es sich einen Blick auf diese Haltestellen zu werfen.
"Die Region Hannover sieht vor, dass die Infra alle Haltestellen der Linie 10 in den nächsten Jahren mit Hochbahnsteigen ausstattet. Außerhalb des Projekts Zehnsiebzehn gibt es noch fünf weitere Haltestellen in Linden-Nord und Limmer, die heute noch nicht barrierefrei sind. Diese Haltestellen am Küchengarten, Leinaustraße, Ungerstraße, Wunstorfer Straße und Harenberger Straße – sollen ebenfalls ab 2016 bis ca. 2020 Hochbahnsteige erhalten:" Das schreibt die Infra auf der Seite "Fragen und Antworten zum Projekt Zehn Siebzehn" Quelle: [www.infra-hannover.de]
Was soll eigentlich mit der Uhrensäule geschehen, die vermutlich dem Bau des neuen Hochbahnsteigs Küchengarten im Wege steht. Wird die dann einfach nur ein Stück versetzt oder bekommt sie einen ganz neuen Standort woanders?
Ich habe eine entsprechende Anfrage an die Infra gerichtet aber bislang leider noch keine Antwort erhalten. Vielleicht gibt es auch noch andere Besucher dieses Forums, denen die Uhr gefällt und die mit einer Anregung an die Infra oder die Stadt dazu beitragen wollen, dass sie nicht einfach abgerissen wird.

Auf dieser Seite gibt es ein Fragebogen-Online-Formular der Infra:
[www.infra-hannover.de]

Auf dieser Seite geht es zum Ideen- und Beschwerdeformular der Stadt Hannover:
[www.hannover.de]

Nachtrag: Beim Suchen nach Bildern bin ich u. a. auf dieses Bild vom Küchengartenplatz von 1950 gestoßen auf der Seite von Linden-entdecken.de. Ist da die Uhr drauf zu sehen? (Direkt hinter der kleinen dreieckigen Verkehrsinsel, an der gerade die Straßenbahn mit Beiwagen vorbeigefahren ist.) [www.linden-entdecken.de]

Auf der folgenden Wikipedia-Seite erfährt man, was es mit diesem Uhrenmodell auf sich hat: [de.wikipedia.org]
"Mit dem Begriff Falke-Uhr werden die Standuhren im öffentlichen Raum in Hannover bezeichnet, für die Adolf Falke nach einem Architektenwettbewerb 1926 den futuristischen Typenentwurf lieferte. Von den ursprünglich rund zwanzig Exemplaren, die die Stadt Hannover in Straßen und auf Plätzen aufgestellt hatte, haben sich heute zehn erhalten, die sämtlich unter Denkmalschutz stehen."

Ich hätte nicht erwartet, dass die Uhr bereits 1926 entworfen wurde, also bereits rund 90 Jahre alt ist. Und auch die Tatsache, dass alle 10 noch erhaltenen Uhren unter Denkmalschutz stehen, hat mich ein wenig überrascht. Allerdings nicht mehr so sehr, nachdem ich das mit dem hohen Alter gelesen hatte. Das bedeutet wohl jedenfalls, dass die Uhr erhalten bleibt, vermutlich auch in unmittelbarer Nähe des jetzigen Standortes.

Um so spannender ist die Frage, wo genau die Uhr dann aufgestellt wird, wenn der Hochbahnsteig gebaut wird. Wenn meine Beobachtung auf dem weiter oben erwähnten Bild von 1950 zutrifft, dann wäre es jedenfalls nicht das erste Mal, dass die Uhr ein Stück auf Wanderschaft gegangen ist.

Foto: Uhrensäule am Eingang zur Limmerstraße auf der rechten Seite vor dem Haus mit der Apotheke



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.2016 17:18 von Jules.


Das unsäglich hier immer wieder gefeierte Projekt, nennen wir es mal D-Linie könnte wirklich zum 08/15-Murks werden und teuer wirds auch noch. Jedenfalls, wenn man der NP vom Samstag glaubt:

http://www.stadtbahnfreund-h.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.02.2016 16:11 von Forummaster Berlin.
Dann ist vielleicht "Das Projekt Null Acht Fuffzehn kommt in Schwung" als Titel für diesen Thread eher angebracht...
Zitat
Levaeri
Es ist nicht eingängig, warum das gerade Autofahrersprüche sein sollten.
Wenn irgendwo etwas verengt wird, interessiert mich das nicht, solange der ÖPNV dadurch nicht eingeschränkt wird.
Wenn aber wie am Aegi geschehen die Busse auf ihre schnelle Busspur verzichten müssen und jetzt mit den PKW's zusammen im Stau stehen, dann stehe ich als ÖPNV-Fahrgast im Stau nicht als PKW-Fahrer.
Das ist unnötig für die Umwelt und läd nicht gerade dazu ein, mit dem Öffis zu fahren.
Ich werde also von den Grünen gestraft, weil ich die Öffis nutzen möchte.

Und so sieht die Folge des Vermischens von Straßen- und Bahnverkehr aus, ein Schlag ins Gesicht des Umweltbewussten Öffi-Nutzers:
Warum eine Straßenbahn eine Stadtbahn niemals ersetzen kann...

Sie ignorieren so ziemlich alles und jeden, der nicht bereit ist, Ihren "Verrohrungsplänen" für den ÖPNV bedingungslos zu folgen. Sie sollten zumindest eines dabei bedenken: Wenn sie den kompletten ÖPNV unter die Erde verbannt haben, dann wird es immer noch zahlreiche Autoverkehrsstaus geben. Oder glauben Sie etwa, alle Autofahrer schreien Hurra, schaffen ihr Auto ab und fahren fortan nur noch U-Bahn? Ich weiß, ich weiß, Sie interessiert das nicht, was außerhalb Ihrer Tunnelwelt vor sich geht, aber für jemand der eine Gesamtverantwortung für das Verkehrsgeschehen trägt, ist das durchaus von Interesse. Der hätte dann nämlich immer noch gewaltig Ärger mit unzufriedenen Autofahrern. Und dazu käme der Ärger mit den ÖPNV-Fahrgästen, die nicht von Ihrer Idealvorstellung eines unterirdischen ÖPNV in Minus-3-Ebenen restlos begeistert sind. Und einen Riesenhaufen Schulden, den hätten wir alle "an der Backe", denn Tunnelbau gibt es nicht zum Nulltarif, der ist vielmehr rund zehnmal teurer als oberirdischer ÖPNV!

Und was die angebliche Kostenexplosion angeht, von der die NP heute berichtete: Die Dokumentationsgrundlage dafür - das wird in dem Artikel deutlich - ist so dünn, dass es gestattet ist, im umgekehrten Fall eines rund dreimal so teuren D-Tunnel-Baus einen Zwischenfall wie das "Kölner Loch" anzunehmen, bei dem das Kölner Stadtarchiv in eine U-Bahn-Baugrube versank.

[www1.wdr.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.2016 22:06 von Jules.
Zitat
Amarok
Zitat
Jules
Der Hochbahnsteig Küchengarten gehört nicht im engeren Sinne zu Projekt Zehn Siebzehn.
Auch nicht im engeren Sinne. Der Hochbahnsteig Küchengarten und alle nach Glocksee Richtung Ahlem gehören NICHT zum Projekt 08/15.

Zum Projekt 08/15 gehört ein Weltkrieg-I-Maschinengewehr, dass aus standardisierten Bauteilen zusammengesetzt wurde, die in unterschiedlichen Fabriken produziert werden konnten. Das ermöglichte eine optimale Ausnutzung bereits vorhandener Produktionsstätten. Es geht also darum, einen Produktionsprozess möglichst ressourcenschonend, optimal und effizient zu gestalten.

Der Hochbahnsteig Küchengarten ist tatsächlich eine Konstruktion, die aus dem üblichen Gestaltungsmustern für Hochbahnsteige herausragt. Also gerade nicht 08/15, wie Sie ganz richtig feststellen! Das ist der besonderen Lage in der relativ schmalen Limmerstraße geschuldet. Der Hochbahnsteig Küchengarten weicht auf den seit dem Abriss der Fußgängerbrücke zum Ihmezentrum ungenutzten Platz am Eingang der Limmerstraße aus.

Im Februar 2016 führte die Transtec-Bau Vermessungsarbeiten im Bereich Küchengarten durch. Ziemlich genau da, wo der neue Hochbahnsteig hinkommt.


Zitat
Jules
Die Dokumentationsgrundlage dafür - das wird in dem Artikel deutlich - ist so dünn

Das Dokument – mit dem Geständnis, viel zu flache Preissteigerungsraten mit nur 17% anzunehmen, um unter 50 Mio. € zu bleiben, wo "25% realistisch" (Zitat) wären – wird am Montag bei einer Pressekonferenz auszugsweise vorgestellt. Wir konnten den Text selber in Augenschein nehmen und können ihn vorweisen. Die Zahlen aus dem NP-Artikel stimmen und sind sogar noch zu niedrig, weil in den prognostizierten 63 Mio. € Gesamtkosten noch nicht der Rückbau Hbf.–Aegi eingerechnet wurde. Man kann dazu noch einen hohen einstelligen Mio.-Betrag draufpacken, sodass die 70 Mio. €-Marke geknackt wird. Die Kosten für Stadt und Region verdoppeln sich von 10 Mio. € auf 21 Mio. €, die Fördergelder des Landes sollen von 30 Mio. € auf 41 Mio. € klettern. Damit ist das "Unfinanzierbar"-Märchen von Onkel Jagau in sich zusammengefallen, mit dem er seit 2009 Fördermittel von 31 Mio. € für den bösen D-Tunnel als nicht bezahlbar gebrandmarkt hatte.
Projekt 08/15 dürfte politisch tot sein, wenn Rat und Region nicht den Bund der Steuerzahler und den Landesrechnungshof als Dauergast in ihren Sitzungen haben möchten.
"Das Projekt Zehn Siebzehn kommt in Schwung" heißt dieser Selbsbeweihräucherungs- und Regions-Fußkuss-Thread – in Schwung kommen nur die Kosten. Und das drastisch. Das Dokument ist eine Bankrotterklärung des Planungskreises.
Dieses Thema wurde beendet.