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Die unendliche Geschichte... Stadt Fürth vs. S-Bahnverschwenk
geschrieben von Christian0911 
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nvf
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HansL
Elexir sieht das anders, er ließ mir folgende Nachrichten mitsamt Gleisplänen zukommen:

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elexir
Wieso die Überwerfung in Betrieb gehen solle, ist mir unklar, denn dann müsste ja in Eltersdorf wieder ein Behelfsbahnsteig an der Fernbahn gebaut werden, der dann bis 2021! benutzt werden müsste.

Ich schicke dir mal den Gleisplan 312 ab 12/2016, bei dieser Variante kann der S-Bahn-Bahnsteig in Richtung Fürth genutzt werden, aber der Behelfsbahnsteig nach Erlangen würde dann bis 2021 benutzt werden müssen - außer, die Bahn spendiert eine zusätzliche Weiche kurz vor Eltersdorf um an den S-Bahn-Bahnsteig zu kommen!

Die kleinen Gleisverschiebungen in dem Bereich neben dem Überwerfungsbauwerk, erfordern dann bis 2021 keine Anpassung mehr und der Betrieb Eltersdorf-Erlangen läuft auf 4 Gleisen wie geplant.

Alle Provisorien können ab 12/2016 in Ruhe abgebaut werden und die Strecke ist fix und fertig - bis halt auf den S-Bahn-Anschluß nach Fürth - der, wenn auch noch Brüssel dazu angerufen werden sollte, ich wohl nicht mehr erleben werde.

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elexir
Und deshalb ist der Gleisplan 401, den man ohne große extra Kosten auch ab 12/2016 herstellen kann, der eigentlich vernünftigste, weil dann in Eltersdorf der östliche Behelfsbahnsteige abgebaut und die neuen S-Bahn-Bahnsteigzugänge, vor allem auch von Behinderten, endlich benutzt werden können UND KEIN NEUER Behelfsbahnsteig am Fern-Gleis über die Überwerfungs-Brücke erstellt werden muß.

Das funktioniert auch ganz gut, wenn der Fürther Bogen bis 2019 oder auch früher fertig werden sollte!

Ja, elexir's Variante 401 wäre sicherlich die betrieblich beste Variante, würde aber zwei zusätzliche Weichen bedeuten. Und da geht es dann wieder ums liebe Geld. Daher gebe ich dieser Variante keine reale Chance.

Einfacher wäre die Variante 312 von elexir, denn wenn ich gleich alle Züge, die nicht über das S-Bahn-Gleis kommen, über die Weichen 413 und 412 ins S-Bahn-Gleis leiten würde, könnte man zusätzliche Weichen sparen und hätte den "richtigen Bahnsteig genutzt. Das einzige Manko wäre, dass schnelle Züge runter bremsen müssten. Das sehe ich allerdings als vertretbar an, da die genannten Weichen vom Typ 760-1:18,5 sind, welche meines Wissens 100 km/h im Abzweig zulassen.


Hallo Wolfgang,

man bräuchte bei Plan 401 keine zusätzliche Weichen - man müsste nur die Gleise verschwenken, so wie sie ab Juni 2015 bei Erlangen-Bruck, beim weichenlosen Übergang vom westlichen aufs östliche S-Bahngleis für die 18 Monate, auch angelegt worden ist.

Dies dürfte wohl wesentlich günstiger sein, als 2 Weichen ein- und nach 18 Monaten wieder auszubauen.

Wie ist das dort eigentlich signaltechnisch gelöst? Wird da im Stellwerk auch der Spurplan angepaßt?

Platz ist südlich dem heutigen Behelfsbahnsteig von Eltersdorf, neben dem Überwerfungsbauwerk ja genug da und zwei Gleise übers Wochenende verschieben dürfte auch kein Problem für die ausführenden Firmen sein - nachdem dort alles auf einer Ebene ablaufen kann.

Selbst der Unterbau ist dort ja neu angelegt worden.

Die Oberleitung läßt sich, wie bei der ersten Verschwenkung im Vorfeld schon anpassen.

Keine neuen Schienen, Schwellen, Signale, keine Weichen nur evtl. den Spurplan anpassen und die Bahn hat jahrelang Ruhe, bis sich die Fürther durch alle Instanzen geklagt haben - und hoffentlich nicht mit ihrer Vorderung durchkommen.

Und sollte kein Verschwenk kommen, bleibt die Zwischenlösung halt noch ein paar Jahre länger in Betrieb.

Die endgültige Gleislage läßt sich dann 2021, oder noch später, mit 2 Wochenendsperren herstellen.

Der Geschwindigkeitseinbruch an den Überleitungsweichen betrifft ja nur die ICE und RE, die S-Bahn hält dort sowieso und die Güterzüge können den Gleiswechsel auch mit 100 nehmen.

Mal sehen, vielleicht hat die Bahn ja ähnliche Pläne in der Schublade liegen, wie Plan 401, nachdem sie auch über den Anschluß vom Fürther Bogen nachzudenken beginnen.

Die Vorteile hat die Bahn durch eine einfacheren Betriebsführung (wenn Berlin-Nürnberg eröffnet ist) und vor allem die täglichen Fahrgäste - und diese Vorteile lassen sich halt nicht so einfach in Euro nachweisen - soetwas nannte man früher Vernunft.

Gruß elixir


NB: Ein neuer Behelfsbahnsteig am neuen Ferngleis südlich dem jetzigem Bahnsteig in Eltersdorf, würde dem Bau des Güterzugleises in Richtung Fürth im Wege sein.
Zitat
nvf
Das sehe ich allerdings als vertretbar an, da die genannten Weichen vom Typ 760-1:18,5 sind, welche meines Wissens 100 km/h im Abzweig zulassen.

Meines Wissens sind es 80 km/h. Verwechselst du sie evtl mit der 1200-1:18,5, die 100 km/h zulässt?
Zitat
hub17
Zitat
nvf
Das sehe ich allerdings als vertretbar an, da die genannten Weichen vom Typ 760-1:18,5 sind, welche meines Wissens 100 km/h im Abzweig zulassen.

Meines Wissens sind es 80 km/h. Verwechselst du sie evtl mit der 1200-1:18,5, die 100 km/h zulässt?

Da war ich mir nicht ganz sicher.
760-1:14,5 ist 80 km/h, aber 760-1:18,5 ? 80 oder 100 ?
Ich habe aber mal gesucht und gefunden. Es ist 80 km/h, Du hast recht.

In der Üst Eltersdorf sind alle Weichen 760-1:14,5.
Ausnahmen:
412, 413 ist 760-1:18,5
401 - 405 ist 1200-1:18,5

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
elixir

man bräuchte bei Plan 401 keine zusätzliche Weichen - man müsste nur die Gleise verschwenken, so wie sie ab Juni 2015 bei Erlangen-Bruck, beim weichenlosen Übergang vom westlichen aufs östliche S-Bahngleis für die 18 Monate, auch angelegt worden ist.

NB: Ein neuer Behelfsbahnsteig am neuen Ferngleis südlich dem jetzigem Bahnsteig in Eltersdorf, würde dem Bau des Güterzugleises in Richtung Fürth im Wege sein.

Da habe ich den Plan wohl falsch interpretiert bzw. schief geguckt ;-)
Du hast recht. Allerdings müssen so allerdings alle RE- und IC-/ICE-Züge auf 80 km/h über Jahre hinweg hinunterbremsen.
Und das macht - so glaube ich - weder DB Netz noch DB-Fernverkehr/DB-Regio mit.

Die Weichen sind nämlich nur mir 80 km/h im Abzweig befahrbar.
Siehe Korrektur von hub17 und Voreintrag von mir.

Nachtrag:
Weiche 401 und die dazugehörige Gz-Ausfädelung: Die Weiche ist viel Weiter südlich (bei km 18,4 südlich der Flurstraße), da stört der Holzbahnsteig nicht.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.2015 15:17 von nvf.
Pläne zum Fürther Bogen
13.04.2015 16:24
Weitere Pläne von elexir:

Zitat
elexir

Hallo Hans,

Du hattest nach den Plänen vom Fürther Bogen gefragt, nun habe ich die 3 Varianten mal in Plan 004 gezeichnet, ausgehend von Plan 401.

Ich halte Variante 1 für die vernünftigste - vor allem in anbetracht einer flüssigen Betriebsführung, auch für Güterzüge Nürnberg Rbf-Kohlenhof-Neusündersbühl und auf den S-Bahngleisen bis zur Einmündung hinter der Station Fürth-Klinkum, die ja nun wohl (bis 12/2016) kommen wird noch bevor 2030 der Gütertunnel vielleicht gebaut ist.

Bei Variante 1 wäre schon eine Entlastung des Fürther Hauptbahnhofs der keuzenden Güter-Züge in Richtung Erlangen möglich.

Pro S-Bahn in Richtung Fürth-Nürnberg bleiben nach dem Passieren der Anschlußstelle Neusündersbühl, etwa 10 Minuten Zeit um 2 Güterzüge vom Rangierbahnhof in die S-Bahn nach Fürth einzuschleusen, bevor die nächste S-Bahn aus Richtung Nürnberg Hbf. dort ankommt.

Vielleicht gibt es ja dazu eine rege Diskussion.

Zum Güterzugverkehr: Der soll ja 2016 schon teilweise über Kohlenhof rollen. Meines Wissens über die Weichen, die zwischen Neusundersbühl und Fürth Hbf. liegen und durch Fürth auf den Fernbahngleisen.

Über die S-Bahn-Gleise im Fürther Bogen kann ja noch nichts rollen, wenn dieser erst 2019 provisorisch angeschlossen wird. Da soll anscheinend nur der S-Bahnsteig in Unterfarrnbach fertiggellt werden, aber wie sollte der in Betrieb gehen ohne die jetzt in Planung befindlichen Weichen vor Stadeln?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.2015 16:26 von HansL.


Die Stadt Fürth hat sich (mal wieder?) Akteneinsicht erstritten, falls die Bahn nicht in die nächste Instanz geht: www.nordbayern.de

Den Berufsoptimismus von Jung:
Zitat

„dass die Deutsche Bahn endlich die Konsequenzen zieht“ - sprich: von ihren Schwenk-Plänen abrückt und die von der Stadt gewünschte Trasse neben den bestehenden Gleisen Richtung Erlangen baut.
kann ich aber wie immer nicht nachvollziehen. Warum sollte die Bahn von ihren Verschwenk-Plänen abrücken, nur weil sie Planungsunterlagen herausgeben soll?
an kukuk

Doch, da kann man einen Zusammenhang sehen. Fürth geht ja davon aus, dass die Bahn, um ihre eigene Variante "schönzurechnen" mit gefaketen Zahlen gerechnet hat (ob dem so ist, will ich nicht beurteilen, das ist ja Gegenstand des Hauptverfahrens). Wenn man nun Akteneinsicht erzwingt, erwartet man also, weitere Beweise für das Messen mit zweierlei Maßstab zu finden, dadurch die Bahnplanung noch mehr als Makulatur brandmarken zu können, und so deren scheinbare Überlegenheit widerlegen zu können -> das dient im Endergebnis dann dazu, die Zahlen des Verschwenks so zu erhöhen, bis die Altbautrasse die billigere Lösung wird (wenn man bei beiden denselben Maßstab anlegt). Und deswegen der Fürther Jubel.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.2015 08:38 von Daniel Vielberth.
Ich hole diesen im September 2014 gestarteten Thread wieder hoch, weil in der vorigen Woche die Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig stattgefunden hat und nächste Woche das Urteil verkündet werden soll.

Die zuletzt im Bauarbeiten-Thread geposteten Beiträge hätten besser hierhin gepasst.

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Die Vorgeschichte Teil 1:

Februar 2006: S-Bahn Nürnberg-Forchheim - Vertrag unterzeichnet

[www.bahninfo-forum.de]

März 2006: Fürther Stadtrat will S-Bahnbau (S4) wegen Knoblauchslandschwenk bremsen

[www.bahninfo-forum.de]

Presselinks dazu:

"Bis 2010 soll das Netz fertig sein": [www.nordbayern.de]
"S-Bahn ja — aber wie?": [www.nordbayern.de]
"Fürth hadert mit der S-Bahn nach Forchheim": [www.nordbayern.de]
"Die Fürther bremsen": [www.nordbayern.de]
"Fürther Stadtrat lehnt den «Fürther Bogen“ ab": [www.nordbayern.de]

[Anmerkung: Der Verschwenk über Steinach wird manchmal fälschlich als Fürther Bogen bezeichnet. Unter dem Fürther Bogen versteht man dagegen die im Bogen liegende Umfahrung von Unterfarrnbach.]

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Die Vorgeschichte Teil 2 (Diskussionen im Forum):

Juni 2012: Zusammenführung von S-Bahn-Trasse und Bestandsstrecke zwischen Fürth und Erlangen

[www.bahninfo-forum.de]

März 2013: S-Bahn Schmalau Bauarbeiten

[www.bahninfo-forum.de]

Mai 2013: Trassenpflastern Herboldshof/Steinach

[www.bahninfo-forum.de]

Oktober 2013: S-Bahn Nürnberg/Bamberg - Neuer Bahnhof in Stadeln?

[www.bahninfo-forum.de]

Presselinks dazu:

"Schwere Geschütze im Streit um die S-Bahn": [www.nordbayern.de]
"Neue Zahlen entfachen Diskussion über Güterzugtunnel": [www.nordbayern.de]
"Teilerfolg gegen S-Bahn-Schwenk": [www.nordbayern.de]
2012: "Beim S-Bahn-Ausbau ist Geduld gefragt": [www.nordbayern.de]
2013: "S-Bahn-Strecke wächst im Schneckentempo": [www.nordbayern.de]

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Die Vorgeschichte Teil 3:

Januar 2014: "EBA erteilt Planfeststellungsbeschluss für Verschwenk": [www.bahninfo-forum.de]

Korrektur des toten Links im 1. Posting:

"Entsetzen in Fürth: Der S-Bahn-Verschwenk soll kommen": [www.nordbayern.de]


Edit: Anmerkung ergänzt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.11.2017 08:49 von Manfred Erlg.
Noch kurz historisch: was wurde eigentlich aus dem ursprünglich geplanten Bahnhof Fürth Heuweg?
Zitat
Julian
Noch kurz historisch: was wurde eigentlich aus dem ursprünglich geplanten Bahnhof Fürth Heuweg?

Diese Stationsplanung wurde Mitte der 1990er Jahren von der Eisenbahnbrücke Heuweg zur Eisenbahnbrücke Vacher Straße verschoben und ist dort gemäß Planfeststellung als Nachrüstoption baulich möglich, sozusagen in der Achse des dort fehlenden zweiten Gleises (Nähe Bushaltestelle Conrad-Stutz-Weg). Eine Realisierung ist vorerst, wie bei den Stationen Altenfurt und Wiener Straße, nicht vorgesehen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.11.2017 20:16 von benji2.
Zitat
benji2
Zitat
Julian
Noch kurz historisch: was wurde eigentlich aus dem ursprünglich geplanten Bahnhof Fürth Heuweg?

Diese Stationsplanung wurde Mitte der 1990er Jahren von der Eisenbahnbrücke Heuweg zur Eisenbahnbrücke Vacher Straße verschoben und ist dort gemäß Planfeststellung als Nachrüstoption baulich möglich, sozusagen in der Achse des dort fehlenden zweiten Gleises (Nähe Bushaltestelle Conrad-Stutz-Weg). Eine Realisierung ist vorerst, wie bei den Stationen Altenfurt und Wiener Straße, nicht vorgesehen.

Hallo und guten Abend,

diese "Pseudo"-S-Bahn-Stationen wurden damals ganz gerne in die Pläne aufgenommen, um die Akzeptanz einer neuen S-Bahn-Linie bei der Bevölkerung zu erhöhen.

Als ich 1971 am Einsteinring einzog, war in den Vermiet-Unterlagen der nahe S-Bahn-Halt "Wiener Straße", als Besonderes hervorgehoben worden - bis heute leider nicht realisiert - obwohl das südliche Hafengebiet inzwischen voll ausgebaut worden ist.

Ähnlich, kann ich mich erinnern, war es mit dem Haltepunkt Altenfurt.

Also schon damals eine reine Augenwischerei bzw. heute Marketing.

Gruß elixir



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.11.2017 22:43 von elixir.
Zitat
elixir
Also schon damals eine reine Augenwischerei bzw. heute Marketing.

Danke für die interessante Info vom Einsteinring.

Ich finde, es ist Aufgabe unserer und der nächsten Generationen, diese Stationen noch ein nach der anderen nachzurüsten. Im Moment fehlt der Politik der Elan, obwohl man sich damit ja sogar gut als Stadtteil-Politiker profilieren könnte, indem man solche Nachrüstungen im Gespräch hält und eines Tages zur Durchsetzung bringt.

An der Erlanger S-Bahn-Strecke fehlen ja noch einige mehr, wenn man sie mit der 70er-Jahre-Planung vergleicht: u. a. Neusündersbühl, Doos, eben Heuweg (bzw. Vacher Straße), aber auch Kleingründlach.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.11.2017 22:53 von benji2.
Zitat
benji2
Zitat
elixir
Also schon damals eine reine Augenwischerei bzw. heute Marketing.

Danke für die interessante Info vom Einsteinring.

Ich finde, es ist Aufgabe unserer und der nächsten Generationen, diese Stationen noch ein nach der anderen nachzurüsten. Im Moment fehlt der Politik der Elan, obwohl man sich damit ja sogar gut als Stadtteil-Politiker profilieren könnte, indem man solche Nachrüstungen im Gespräch hält und eines Tages zur Durchsetzung bringt.

An der Erlanger S-Bahn-Strecke fehlen ja noch einige mehr, wenn man sie mit der 70er-Jahre-Planung vergleicht: u. a. Neusündersbühl, Doos, eben Heuweg (bzw. Vacher Straße), aber auch Kleingründlach.


Hallo,

ja, leider gibt es immer neue Begründungen - Neusündersbühl und Doos - die 143 war zu langsam um die beiden Halte zu verwirklichen - das sollten die "spurtstarken" und 160 km/h schnellen 442 dann ermöglichen - und jetzt soll kein Parallelverkehr mit der U-Bahn entstehen.

Was gegen Altenfurt und Wiener Straße spricht? Evtl. der kurze Haltestellenabstand - der aber in Nürnberg nicht so eng gesehen wird - wenn es den Planern bzw. Bestellern ins Konzept/Kram paßt!

Man sehe sich mal die kurzen Haltestellenabstände Hauptbahnhof - Dürrenhof - Glaishammer - Dutzendteich, oder Reichelsdorf - R-Keller - Limbach - Schwabach, an.

Die eingleisige Spar-S-Bahn-Planungen in Mittelfranken verhindern auf "ewige" Zeiten ein "richtiges" Netz - vor allem Nürnberg-Fürth, falls mal eine echte S-Bahn nach Neustadt/Aisch dazukommen sollte.

Steinbühl hat oben und unten, eine für die Zukunft vorgesehene Bahnsteigkante erhalten, nur wo sollen die eigentlich dazu benötigten Gleise, für deren Nutzung, z. B. in Richtung Fürth und Schweinau, geführt werden.

Die Achillessehne des ganzen "Systems" bleibt das fehlende "echte" 2. Gleis vom Hbf. nach Steinbühl, um von den Bahnsteigen 1+2 in Richtung Fürth, Roth, Ansbach und Neustadt ausfahren und die Einfahrten in Gleis 3+4 erfolgen könnten.

Das Museumsstellwerk steht einfach im Weg - vielleicht könnte es zwischen den 2 S-Bahn-Gleisen stehen bleiben - mit Fußgängerzugang zum Museum?

Die Umsteige-Wege von den vorderen Bahnsteigen (oder gar Gleis 31) zum Bauernbahnhof nach Ansbach ist auch so eine "Notlösung" von einst.

Gruß elixir



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.11.2017 00:07 von elixir.
Aus dem Presseartikel von 2006 (s.o.) zum Vertrag über die Einrichtung der S-Bahn nach Forchheim:

>> Für die Strecke von Nürnberg nach Forchheim werden 15 Stationen für die S-Bahn umgebaut: Die Bahnsteige werden 140 Meter lang und haben eine Höhe von 76 Zentimetern. Wenn die S-Bahn ab 2010 nach Forchheim rollt, dann werden vier Stationen neu bedient: Nürnberg-Steinbühl (bisher nur S 3), Fürth-Stadeln, Fürth-Steinach und in Erlangen Paul-Gossen-Straße. Neusündersbühl und Vach fallen dagegen als Haltepunkte weg. Die Züge zwischen Nürnberg und Erlangen sollen von Montag bis Freitag ganztägig im 20-Minuten-Takt verkehren. Zwischen Forchheim und Erlangen sind zwei Züge pro Stunde geplant. Sollte die Nachfrage groß sein, dann können die Taktzeiten auch verkürzt werden. <<

Diskussionen über weitere Haltepunkte sind bis auf Weiteres (Nachweis der Wirtschaftlichkeit) ohne Grundlage. Und was vor 2006 sonst noch diskutiert worden ist und nicht ausdrücklich im Vertrag erwähnt ist, zählt nicht mehr.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.11.2017 08:56 von Manfred Erlg.
Hallo allseits,

Heuweg war mir bislang als Planung unbekannt, gibts da noch mehr von der Sorte?

Ansonsten eigentlich fehlt auf der S1 ja nochmehr.

Ein vollwertiger Ausbau der Strecke müsste - neben durchgehender zweigleisigkeit, wohl so aussehen


...
Nürnberg HBF
Steinbühl
Rothenburger Straße
Neusündersbühl
Nürnberg Doos
Fürth HBF
Unterfarrnbach/ Klinikum Fürth
Fürth Heuweg
Stadeln Süd
Vach (oder eben Steinach)
Großgründlach
Eltersdorf
Erlangen-Bruck
Erlangen Paul-Gossen-Straße
Erlangen
Bubenreuth
Baiersdorf
Kersbach
Forchheim
Forchheim Nord
Eggolsheim
Buttenheim
Hirschaid
Strullendorf
Bamberg Süd/ Stechert Arena
Bamberg

So gesehen ist die S1 die Linie mit den meisten geplanten Stationen. Kein wunder, schließlich hat man gerade auf der Keimzelle der S1 richtung Lauf damals erheblich viele zusätzliche Halte eingerichtet (wie das sich für eine S-Bahn eben gehört), und sowas fordert man natürlich jetzt anderswo auch ein.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Zitat
Manfred Erlg
Diskussionen über weitere Haltepunkte sind bis auf Weiteres (Nachweis der Wirtschaftlichkeit) ohne Grundlage. Und was vor 2006 sonst noch diskutiert worden ist und nicht ausdrücklich im Vertrag erwähnt ist, zählt nicht mehr.

Sehr merkwürdige Einstellung. Nur weil die derzeitgen Verträge so sind und die neueren S-Bahn-Ausbauten immer weniger S-Bahn-mäßig sind muss man dabei ja nicht bleiben. So eine Entwicklung kann man auch eines Tages wieder umkehren, und Gründe dafür gäbs genug. Die S-Bahn ist kein Regionalexpress, sondern teilweise auch zum Erschließen und in jedem Falle zur Verknüpfung mit dem städtischen Netz da, so dass die diskutierten Haltepunkte sehr wohl eine Grundlage haben.
Zitat
Manfred Erlg
Diskussionen über weitere Haltepunkte sind bis auf Weiteres (Nachweis der Wirtschaftlichkeit) ohne Grundlage. Und was vor 2006 sonst noch diskutiert worden ist und nicht ausdrücklich im Vertrag erwähnt ist, zählt nicht mehr.

Hallo Manfred aus Erlangen,

eine seltsame Einstellung bzw. Meinung!

Veränderungen bzw. Fortschreibungen an einem "lebenden" S-Bahn-System möchtest du also für immer in Abrede stellen?

Die Begründungen und Zahlen vor 2006 möchtest du nicht mehr diskutieren und gelten lassen!

Dann sollte die Verschwenkungs-Planung, die ja weit vor 2006 entstand, sofort umgesetzt werden - ohne Gericht und weiteres Nachdenken.

Veränderungen in den letzten 10 Jahren sind für dich also unrelevant?

Nur weil vor vielleicht über 20 Jahren andere Prioritäten gesetzt wurden, soll heute über Optimierungen unseres kläglichen, meist 1gleisigen Nürnberger-S-Bahn-Netzes nicht mehr "diskutiert" werden?

Diese halbherzige, aus kostengründen meist 1gleisige S-Bahn-Planung von einst, mit klackenden 141ern die max. 120 km/h fuhren und den gebrauchten x-Wagen aus dem Ruhrgebiet, würden heute noch fahren, wenn es nicht die Zeit für Veränderungen mit sich gebracht hätte.

Gruß elixir
Die eingleisigen Strecken sind von Anfang an falsch gewesen. Ob vor 30, 20 Jahren oder im Jahr 2017. Die Aufgabe einiger Haltepunkte, wie Doos, Neusündlersbühl und Kleingründlach sind genauso falsch gewesen, wie der Verzicht auf einige neue Haltepunkte auf den Linien.
Leute, kann es sein, dass ihr Manfred missverstanden habt?

Ich habe es so verstanden, dass er auf die Finanzierungsvoraussetzungen für ein Projekt verwiesen hat.

Es ist nun mal so: Wenn man einen neuen Haltepunkt möchte, so muss als erstes deren Nutzen nachgewiesen werden, also der berühmte NKF > 1 erreicht werden. Erst dann darf überhaupt eine Planung beginnen. Und ob das dann geschieht, entscheidet der Zuschussgeber.

Weshalb die nicht realisierten Bahnhöfe aus der Planung herausgefallen sind, wäre sicher eine interessante Frage. Aber häufig ist es so, dass ein Projekt nicht den geforderten Nutzen bringt, um realisiert werden zu können. Und dann muss abgespeckt werden, um überhaupt weiter zu kommen.

Das könnte auch mit den ursprünglich angedachten, aber dann doch nicht realisierten Haltepunkte so gelaufen sein, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass der Gutachter in Leipzig ausführlich darlegte, dass sich bei einer Realisierung von Stadeln-Süd der neu angedachte Haltepunkt Stadeln-Nord auf keinen Fall rechnen würde. Er hätte schlicht viel zu wenige Fahrgäste. Die errechnete Zahl war so niedrig, dass sich noch nicht einmal ein Anhalten des Zuges dort gelohnt hätte, wenn der Haltepunkt schon gebaut wäre.

Aber im Moment sind die Entscheidungen an dieser Strecke so gefallen, wie sie gefallen sind. Und das lässt sich jetzt erst einmal nicht mehr ändern.
Schaut man sich den Verlauf der S1 im Stadtgebiet Nürnberg/Fürth zwischen den 1980er Jahren und Heute an und zwar nur vom Hauptbahnhof Nürnberg bis zur Grenze nach Erlangen, sind mit "Steinbühl" ein neuer Halt dazugekommen und drei Haltepunkte ersatzlos gestrichen worden. "Neusündlersbühl", "Doos" und "Kleingründlach" sind weg, dazu ist die Strecke für den S-Bahnverkehr auf teilweise ein Gleis zurückgebaut werden.
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