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S4: Neuigkeiten und Diskussionen
geschrieben von LevHAM 
Zitat
Kirk
Sie will nach eigenen Angaben keine politischen Kompromisse akzeptieren, sondern "ausschließlich ein Gerichtsurteil erstreiten"

Das freut mich. Wenn doch die Stadt das öfters auch so machen würde

PS Ich glaube die Link oben funktioniert nicht, aber hier geht es zur Webstrecke der Bürgerseite "An der Bahninitiative Hambeck-Lüburg
Na dann frögliches Klagen - wer mit solchen Sprüchen in die Öffentlichkeit geht der soll das dann man auch machen - alles oder nichts - bin auf die Argumente gespannt. Warten wir mal ab, was die für argumente vorbringen. Insbesondere beim Thema Gefahrgut ist es sicher spannend, wie so das denn verhindern wollen!
Habe mir das alles mal durchgelesen, ein Klassiker! Frei nach dem Motto, die Rosinen zu mir! In Schwarzenbek, Mölln, Ratzburg, Lauenburg usw. wohnen die Leute nicht so dicht beieinander, da kann der ganze Güterverkehr hin... ach und die Natur die dabei auf der Strecke bleibt, das ist zu vernachlässigen. So dumm, sorry.
Beispielsweise die Strecke von Bad Oldesloe nach Schwarzenbek als Alternative vorzuschlagen... Die kann nicht reaktiviert werden, weil sie völlig entwidmet wurde und die Gemeinden bzw. der Kreis Teile der Flächen (Radwanderweg) übernommen haben und zum Teil in Privateigentum übergegangen sind. Da zählt dann der Eingriff ins Privateigentum nicht? Auch nicht bei einem Ausbau Lübeck-Büchen-Lüneburg? Der ökologische Schaden, der mit einer Reaktivierung oder einem Ausbau der anderen Strecken betrieben werden würde, ist deutlich größer.
Ich wünsche der Initiative, dass sie mit der Klage schnell auf den Bauch fallen. Auf eine Kostenpflicht des Klageverfahrens seitens der Initiative hoffe ich wahrscheinlich vergeblich...
Liebe Pendler und Mitfahrer auf der RB, weiterhin viel Geduld mit den jetzigen Umständen!
Und es wird nix.

Auf dem Foto fast nur Rentner. Ab ein gewissen Alter sollte man nicht nur mehr Autofahren dürfen, sondern auch nicht mehr Klagen oder wählen dürfen.

Es sind immer Rentner.
Naja, wenn deren Hauptgrund das Tunneltal ist dürfte es doch für Abschnitte 1 und 2 nicht so problematisch sein?

Insgesamt finde ich so einiges komisch was die Initiative so sagt: Die wollen sofort das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einschalten - geht das eigentlich? Ich dachte es gibt einen Instanzenzug? Auch „Nach Klageerhebung werden wir mit einstweiliger Verfügung einen sofortigen Baustopp anordnen lassen“ - 'werden', 'anordnen lassen' klingt mir etwas überheblich/arrogant, als wenn man das Gericht in der Tasche hätte? Und es wird auch befürchtet dass Güterzüge "durch die Wohngebiete fahren" - da wo die Züge fahren ist doch Bahnstrecke, nicht Wohngebiet...
Ohne diesen Personen zu Nahe treten zu wollen - Ein Teil der Initiatoren wird die S4 wahrscheinlich nicht mehr oder nicht lange erleben. Von daher kann ich als Motiv nur das in Deutschland übliche "gegen jeden Fortschritt" denken erkennen. Vielleicht sollte man denen mal die Klima-Greta und ein paar Schulschwänzer vorbei schicken, damit die etwas Überzeugungsarbeit für ihre Sache leisten können. Wo sind denn die ganzen Grün-Wähler aus der Gegend? Eigentlich müssten die doch für den Ausbau des ÖPNV protestieren...
@ christian schmidt

Es gibt leider die Möglichkeit, das Bundesverwaltungsgericht als erste und einzige Instanz anzurufen:

In der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO)
§ 50 Abs. 1 Nr. 6 steht nämlich:

"Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet im ersten und letzten Rechtszug
... über sämtliche Streitigkeiten, die Planfeststellungsverfahren und Plangenehmigungsverfahren für Vorhaben betreffen, die in dem Allgemeinen Eisenbahngesetz, dem Bundesfernstraßengesetz, dem Bundeswasserstraßengesetz, dem Energieleitungsausbaugesetz, dem Bundesbedarfsplangesetz oder dem Magnetschwebebahnplanungsgesetz bezeichnet sind."

Im Gegensatz zum Projekt, den Altonaer Bahnhof zu verlegen, scheint es mir aber an dem Gesichtspunkt zu mangeln, dass das Vorhaben keine eklatanten Fehler aufweist, wie z.B. die Autoverladung im Falle Altonas nicht zu berücksichtigen.
Zitat
schmidi
Und es wird nix.

Auf dem Foto fast nur Rentner. Ab ein gewissen Alter sollte man nicht nur mehr Autofahren dürfen, sondern auch nicht mehr Klagen oder wählen dürfen.

Aber ja.
Und man sollte manchen Leuten jedweden Alters verbieten, -selbstzensiert- Beiträge in Foren zu veröffentlichen.
Also wist du nix mehr schreiben.

Gute Idee.
Muss das denn jetzt sein? Das ist doch nun (1) offtopic und (2) nur darauf angelegt den anderen zur Schnecke zu machen
Zitat
christian schmidt
Muss das denn jetzt sein? Das ist doch nun (1) offtopic und (2) nur darauf angelegt den anderen zur Schnecke zu machen

und (3) Don´t feed the troll.

Um aber zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Ich gehe nicht davon aus, dass es durch die Klage zu solch dramatischen Verzögerungen kommen wird. Man beachte die weitestgehende im Konjunktiv gehaltene Schreibweise im Artikel.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Im Parallelthread BR490 wurde auf dieses Gutachten der Bürgerinitiative verwiesen:

[www.buergerinitiative-bahnstrecke-hh-hl.de]

M.E. ist da eine sehr schlüssige Argumentation enthalten, die spätestens vor Gericht Thema werden wird. Wenn in Altona schon eine vergessene Laderampe ausreicht ...

Der Vorschlag mit der A1-parallelen Trasse für den Fern-, Güter- und schnellen Regioverkehr sowie die S-Bahn auf der Alttrasse hat seinen Charme, gerade im Hinblick auf die dann erreichbaren Kantenzeiten im Rahmen des Deutschlandtaktes.

Die Eröffnung verschiebt sich dann wohl von Ende der 2020er Jahre auf Ende der 2030er Jahre.
Ganz ehrlich - beim Gutachten und deren Annahmen vom zu erbringenden Verkehr streuben sich bei mir aber massiv die Nackenhaare!
Jahrzehntelang ging der gesamte Güterverkehr zwischen Hamburg und Skandinavien fast ausschließlich nur über die Route Hamburg - Lübeck - Puttgarden und es war weder in Hamburg, noch in den Ostseeorten ein Problem.
Jetzt überall diese lächerliche Panikmache.
Ich hoffe der Staat setzt sich hier ausnahmsweise mal durch und macht was er will - wir sonst ja auch in anderen Bereichen.
Zitat
AJL
Jahrzehntelang ging der gesamte Güterverkehr zwischen Hamburg und Skandinavien fast ausschließlich nur über die Route Hamburg - Lübeck - Puttgarden und es war weder in Hamburg, noch in den Ostseeorten ein Problem.

Dass der Güterverkehr auf der Schiene nötig ist, bestreitet sicherlich niemand. Was aber die Leute im Zuge des Ausbaus befürchten ist, dass die Zahl der Güterzüge noch zunimmt und das sind nunmal mit Abstand die lautesten Züge, die am eigenen Haus vorbeirauschen. Ich kann die Anwohner dahingehend schon verstehen. Und wenn es entlang der A1 eine Möglichkeit gibt, eine neue Bahntrasse entlangzuführen, die verkehrlich für Güterverkehr ausreichend ist, dann kann man das auf jeden Fall mal prüfen anstatt es gleich zu verteufeln.

Ich denke nicht, dass im Grundsatz jemand was gegen den Bahnverkehr hat, nur wenn die Lärmbelästigung ins unerträgliche steigt (siehe im mittleren Rheintal, wo täglich 400 Güterzüge durch Wohngebiete fahren), dann ist das genauso blöd.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.06.2019 18:42 von Alkcair.
Zitat
Alkcair
Dass der Güterverkehr auf der Schiene nötig ist, bestreitet sicherlich niemand. Was aber die Leute im Zuge des Ausbaus befürchten ist, dass die Zahl der Güterzüge noch zunimmt und das sind nunmal mit Abstand die lautesten Züge, die am eigenen Haus vorbeirauschen. Ich kann die Anwohner dahingehend schon verstehen. Und wenn es entlang der A1 eine Möglichkeit gibt, eine neue Bahntrasse entlangzuführen, die verkehrlich für Güterverkehr ausreichend ist, dann kann man das auf jeden Fall mal prüfen anstatt es gleich zu verteufeln.

Ich denke nicht, dass im Grundsatz jemand was gegen den Bahnverkehr hat, nur wenn die Lärmbelästigung ins unerträgliche steigt ... dann ist das genauso blöd.
Nun ja, das ist wieder das typische "Nicht in meinem Hinterhof"-Denken. An der A1 sind keine Anwohnenden?
Wie AJL schon schrieb: Jahrzehntelang war das schon einmal die Route Hamburg - Kopenhagen - Schweden. Jetzt wird es sie wieder. Und die Bahnstrecke war sicherlich vorher da als die Anwohnenden.
Zitat
LH
Zitat
Alkcair
Dass der Güterverkehr auf der Schiene nötig ist, bestreitet sicherlich niemand. Was aber die Leute im Zuge des Ausbaus befürchten ist, dass die Zahl der Güterzüge noch zunimmt und das sind nunmal mit Abstand die lautesten Züge, die am eigenen Haus vorbeirauschen. Ich kann die Anwohner dahingehend schon verstehen. Und wenn es entlang der A1 eine Möglichkeit gibt, eine neue Bahntrasse entlangzuführen, die verkehrlich für Güterverkehr ausreichend ist, dann kann man das auf jeden Fall mal prüfen anstatt es gleich zu verteufeln.

Ich denke nicht, dass im Grundsatz jemand was gegen den Bahnverkehr hat, nur wenn die Lärmbelästigung ins unerträgliche steigt ... dann ist das genauso blöd.
Nun ja, das ist wieder das typische "Nicht in meinem Hinterhof"-Denken. An der A1 sind keine Anwohnenden?
Wie AJL schon schrieb: Jahrzehntelang war das schon einmal die Route Hamburg - Kopenhagen - Schweden. Jetzt wird es sie wieder. Und die Bahnstrecke war sicherlich vorher da als die Anwohnenden.

Das mit dem Lärm ist doch alles nebensächlich.
Wichtig ist doch viel mehr zu erkennen, dass die VIEREGG&RÖSSLER-Trasse die deutlich bessere Variante ist, da sie 3 erhebliche Vorteile hat:

1. fädelt sie in Hamburg besser ein. Zwischen Billwerder Moorfleet und Tiefstackk kann eine "Sortieranlage" ähnlich wie bei der der S-Bahn zwischen Berliner Tor und HBF gebaut werden, wobei fahrstraßenkreuzungsfrei in die eine Richtung von beiden Strecken (Lübeck und Büchen) jeweils Personenverkehr (Richtung HBF) und Güterverkehr (Richtung Veddel) zusammnegefasst, in die Gegenrichtung entsprechend Güter- und Personenverkehr auf die Strecken sortiert werden kann.

2. werden duch die neue Fernstrecke (Güter-, Regional- und Fernverkehr) auch durch den Regionalverkehr zusätzliche Gebiete erschlossen, die derzeit keinen Bahnaschluss haben (Braak, Barsbüttel und Oststeinbek). Die Großhansdorfer U-Bahn kann endlich zu einem sinnvollen Endpunkt geführt werden.

3. Die S-Bahn nach Bad Oldesloe erhält durchgehend zwei eigene Gleise. Kein Murks mit Eingleisigkeit, Fahrstraßenkreuzung und Mischverkehr.

Schlimmstenfalls (bei Durchsetzung der jetzigen Planung) erreicht die BI einen Teilerfolg, wonach tatsächlich einegleisige Abschnitte im Bereich Rahlstedt für die S-Bahn gebaut werden (siehe Ellerau). Dann kann man das Projekt auch gleich in die Tonne treten.
Danke, Computerfreak, endlich hat mal Einer zu Ende gelesen, statt gleich dagegen zu bashen. Es sind m.E. wirklich einige bedenkenswerte Punkte drin. Und wenn man sich die Grundstückssituation in z.B. Tonndorf ansieht, ist das Unterbringen von 2 Zusatzgleisen plus eine weitere Lärmschutzwand (entspricht einer weiteren Gleisachse) mit erheblichen Eingriffen in die Grundstücke verbunden. Da kann nicht mehr von "Nicht in meinem Hinterhof" die Rede sein: Einen Hinterhof bzw. Garten wird es größtenteils nicht mehr geben. Das Ganze in Verbindung mit einem FFH-Gebiet, der jetzt aufgezeigten Alternativansätze (ich sage nicht "ausgeplante, realisierbare Trasse") und dem Thema Betriebsstabilität bietet eine perfekte Melange, um diese Strecke juristisch über Jahre zu blockieren. Dieser realistischen Perspektive sollte man sich nicht verschließen.

Und im Übrigen haben diese Neuplanungsansätze wirklich sehr viele sehr fahrgastfreundliche Nebeneffekte. Besonderen Reiz hat die Idee für den Südkopf Hbf, wobei allerdings noch der Großmarkt im Wege steht :-). Mit dieser Lösung würden die Hbf-Probleme wirklich nachhaltig angegangen ... Weiterer Aspekt ist die ITF-gerechte Reisezeitverkürzung nach Lübeck.
Mich wundert ehrlich gesagt, dass diese Option nicht schon längst geprüft wurde. Verglichen mit dem Ausbau der Bestandsstrecke sehe ich eigentlich nur massive Vorteile. Von den von Computerfreak und M2204 bereits genannten bis hin zu der Tatsache, dass es quasi keine Eingriffe in die Bestandsstrecke gibt und der Verkehr nach Lübeck bis zur Einweihung des (ersten) Neubauabschnitts quasi störungsfrei fahren kann. Baut man tatsächlich die Bestandsstrecke aus, so ist das mit jahrelangen (Teil-)Sperrungen auf einer Strecke verbunden, auf der im werktäglichen Verkehr sechs Regionalzüge pro Richtung fahren und gebraucht werden. Da ist es doch wesentlich sinnvoller, die Strecke in Ruhe entlang der Autobahn zu bauen und den Zugverkehr normal über die Bestandsstrecke weiter zu führen.
Die zum S-Bahn-Verkehr notwendigen Umbauten (neue Stationen etc.) könnten in diesem Fall erst nach Eröffnung der Neubaustrecke erfolgen, sodass die stark nachgefragte Verbindung Hamburg-Lübeck ohne Einschränkungen über die Neubaustrecke weiter betrieben werden kann.
Ich weiß nicht ob oder wie weit diese Option geprüft wurde, aber ich fürchte das die Politik in Erinnerung der Y-Trasse einen derartigen Neubau eher nicht will. Es wäre wohl mit starkem öffentlichen Widerstand zu rechnen, Stichwort "Zerschneidung der Landschaft" etc. Und wenn die Gegner dann auch noch vorrechnen können dass man die neue Strecke gar nicht braucht weil man auch die bestehende Strecke ausbauen kann...die Erweiterung einer bestehenden Strecke ist nun einmal politisch einfacher durchzusetzen als ein kompletter Neubau.
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