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S4: Neuigkeiten und Diskussionen
geschrieben von LevHAM 
Moin,

mit dem Ausbau der Bestandsstrecke schlägt man viele Fliegen mit einer Klappe. Deutlich mehr Menschen erhalten einen attraktiven Schnellbahnanschluss, weil sie nämlich da wohnen, wo jetzt die Strecke verläuft. Der Bau entlang der A1 wäre wie Eisenbahnbau vor 150 Jahren, Haltepunkte häufig abseits der Dörfer. Und der Bau einer solchen Strecke nur für den Güterverkehr oder die Relation HL-HH ist meiner Meinung weder wirtschaftlich noch in Bezug auf die massiven Eingriffe in Landschaft und Bestandsbauten zu rechtfertigen.
Natürlich ist es für einige direkte Anwohner in Marienthal, Tonndorf oder Rahlstedt nicht so angenehem, wenn sie Teile ihrer Gärten opfern müssen, aber sorry ich wiederhole mich vielleicht, der Ausbau dieser Strecke ist seit Jahrzehnten immer irgendwie in Planung und in Bebauungsplänen zum Teil als Vorbehaltsfläche deklariert.
@Djensi:

Die A1-Idee bedeutet laut PDF:

- Die bestehende Strecke bleibt und wird bis Bad Oldesloe zur S-Bahn ausgebaut.
- Regional-, Güter- und Fernverkehr erhalten eine Neubaustrecke an der A1, die südlich von Oldesloe wieder auf die Bestandstrecke trifft
- An dieser Neubaustrecke gibt es nur optional Haltepunkte
@ Herbert:

Ja, ich weiß, wir reden hier über dieses [www.buergerinitiative-bahnstrecke-hh-hl.de] oder?

Es fängt schon bei der Streckenführung im Süden, bezüglich der parallelen Führung von der AS Billstedt zum Kreuz Ost an.Welcher Karte mag man sich da bedient haben?Und vielleicht hätte man mal jemanden fragen sollen, der sich mit den Örtlichkeiten auskennt. Die Bebauung grenzt quasi an den Lärmschutz der BAB. Die Tunnelführung der B5 aus Richtung HH in Richtung HL müsste abgerissen werden. Es sei denn man würde mit dem in dem Dokument vorgeschlagenen Tunnel weiter nach Osten ausweichen. Da sind aber eine Vielzahl an Wohngebäuden und eine Schule im Weg. Schade das man nicht einen Detailplan dazu erstellt hat. Alle Bestandbrücken können nicht einfach verlängert werden. Die Brücken müssen abgerissen und neu gebaut werden. Ihre heutigen Widerlager liegen im Bereich der Tunnelführung. Der Vogel von Unkenntnis wird bei der Kreuzung mit der U2 abgeschossen. Im Kreuzungspunkt mit dem Bahntunnel ist der U-Bahntunnel in geschlossener Bauweise errichtet. Da ist kein Regionalbahnhof Steinfurther Allee möglich. Da braucht man sicher keine Machbarkeitsstudie
Die Firma Selgros nördlich der Glinder Straße wird auch begeistert sein, dass sie ihren Parkplatz und die Lieferzonen vergessen können und wo die Planer so mitleidig mit den über 20 Datschen-Inhabern im Bereich der Wandsbeker Strecke sind, nördlich der Glinder Straße sind es in Richtung Umspannwerk auch weit über 20 Kleingärten, die dran glauben müssten. Auch ein Umspannwerk HH-Ost oder Teile davon verlegt man mal nicht so nebenbei. Vergessen wurde offenbar auch, dass es Bebauung bis an die BAB heran im Gewerbegebiet Braak/Stapelfeld, in Großhansdorf/Siek und in Hoisdorf gibt. Von den Eingriffen in die Natur mal ganz abgesehen. Man würde in diverse an die BAB reichende Landschaftsschutzgebiete eingreifen, vor allem auch wenn man die Raststätte Buddikate nicht untertunneln oder abreißen möchte...
Mein Eindruck ist, dass man sich mit einem Vierfarbstift an eine Karte nicht unter 1:100.000 gesetzt hat und bunt drauf los geplant hat.
Die Kostenkalkulation von Moorfleet bis Lasbek mit 750 Mio zu beziffern ist, sorry, man redet allein von 3km Tunnelstrecken in schwierigster Lage, dem Neubau von 28 Autobahnbrücken usw... geradezu naiv! An dieser Stelle finde auch einen weiteren Fehler, es bedarf an den Abfahrten immer einer zusätzlichen Überführung= Brücke der von und zur BAB führenden Straße.-Die Abbildung aus Freising macht das schön deutlich. D.h. es kommen zu den 28 Brücken weitere 56 Brücken über die Gleise hinzu!
Wenn ich falsch gerechnet habe, bitte gerne Korrektur.

Detailfragen, die die Betroffenen an der jetzigen Strecke beschäftigen sind in keinster Weise aufgezeigt. Da nützt es nichts, wenn man eine vergleichsweise einfache Verkehrsführung im Bereich einer BAB-AS aus dem Süden der Republik als Beispiel heranzieht.
Also ich faende die A1-Trasse eine gute idee - aber ohne Bahnhoefe und zusaetzlich zur 4-Gleisigen S-Bahn bis Ahrensburg. Die A1-Trasse wuerde dann fuer Schnellverkehr und Gueterzuege (Viertelstuendlich non-stop nach Luebeck, dazu 4 Gueterzuege/Stunde) genutzt, die S-Bahn fuer Zuege nach Ahrensburg (und am besten wird auch die Strecke nach Grosshansdorf uebernommen), die Bestandsstrecke fuer Regionalbahnen Hbf-Ahrensburg-alle Haltestellen nach Neumuenster/Luebeck (auch alle 15 in der HVZ)
Es ist das gleiche Spiel wie beim geplanten drei- oder viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke Harburg - Lüneburg - Uelzen (- Hannover). Weg mit den zusätzlichen Gleisen in den Vorgarten von anderen Leuten. Anwohner neu geplanter Trassen wehrten sich erfolgreich und man propagierte den Ausbau der Bestandsstrecke als weniger schlimm. Bis sich dann auch dort der Bürgerunmut regte. Nun werden "Umgehungsstrecken" vorgeschlagen, um die Anwohner der Bestandsstrecken zu beruhigen. Wo diese entlang führen sollen, ist natürlich wieder neuer Unmut hervorgerufen. Das "St. Florian" Prinzip at its best.

Wie immer ist die einfachste Lösung die bessere: Ausbau der vorhandenen Strecke. Wer an einer Bahn wohnt weiss, dass da Züge fahren.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Und wieder einmal fehlt mir hier der "like button"



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.06.2019 10:54 von STZFa.
Zitat
histor
Wie immer ist die einfachste Lösung die bessere: Ausbau der vorhandenen Strecke. Wer an einer Bahn wohnt weiss, dass da Züge fahren.
Das stimmt so nur bedingt. Nach der Logik gab es z.B. die Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg nicht. Und außerdem bin ich am letzten Wochenende von HH nach HL gefahren – an manchen Stellen wird es da doch sehr sehr eng für vier Gleise + Lärmschutz.
Ich sehe es exakt wie "histor". Erstmal die vorhandene Trasse ausbauen und an den aktuellen Plänen festhalten. Auch an der A1 gibt es auch Anwohner und Bauern, die gegen eine neue Trasse klagen werden. Dann schiebt sich die S4 auf weitere 20 Jahre nach hinten. An der vorhandenen Trasse wissen die Anwohner dass Sie an einer Bahn wohnen. Die Bahntrasse gibt es über 100 Jahre! Wer das Haus/Grundstück billig kauft, sollte eigentlich wissen warum. Hier müsste das Klagen dringend verboten werden!!!
Langfristig hätte eine neue Trasse an der A1 aber tatsächlich Charme, wenn die Regierung wirklich das Ziel verfolgen würde, mehr Güter auf die Schiene zu bringen. Dann könnte man eine reine Gütertrasse bauen. Derzeit wird aber die A1 für LKWs elektrifiziert und von daher illusorisch...eine Wende auf die Schiene ist gar nicht gewollt.
Hallo PAD;

Zitat
PAD
Das stimmt so nur bedingt. Nach der Logik gab es z.B. die Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg nicht.

Der Vergleich hinkt allerdings. Bei der Schnellfahrstrecke ging es damals hauptsählich darum dem ICE eine Magistrale zu schaffen. Da liegen die jetzigen Fälle doch etwas anders.

Grüße
Boris
Ich war gerade an der neuen Unterführung der Hammer Straße und musste erstaunt feststellen, dass dort keinerlei (sichtbare) Vorbereitung für die S4 Strecke gebaut wurden.
Man hätte doch hier zumindest die Brücke schon direkt bauen können (oder so vorbereiten, dass dort nur noch eine eingesetzt werden muss).

Weiß jemand warum dies nicht geschehen ist bzw. ob vielleicht doch nicht sichtbare Vorbereitungen getroffen wurden?


Irgendwo habe ich gelesen, dass die S4 bei dieser Unterführung "nur planerisch" berücksichtigt wurde, was auch immer das heißen mag. Konkret bedeutet das jedenfalls dass dort in wenigen Jahren wieder umfangreich gebaut werden muss.
Ist denn an der Hammer Straße die Unterführung von der Tiefe her wenigstens so gleichmäßig lang gebaut, dass für eine neue Brücke nichts nachträglich tiefergelegt werden muss, oder hat man das auch vergessen, bzw. nicht gemacht, weil man an den Bau sowieso nicht glaubt ?
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