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S4: Neuigkeiten und Diskussionen
geschrieben von LevHAM 
Zitat
Wilhelmsburg36
Habe ich mich verlesen oder steht da als Eröffnung 2029?

Vor wenigen Sekunden sagte der Moderator im Hamburg Journal "wann die S4 wirklich fahren soll, darauf wollte sich heute niemand festlegen"
Zitat
Wilhelmsburg36
Habe ich mich verlesen oder steht da als Eröffnung 2029?

Die vollständige S4 soll 2029 eröffnet werden, der Abschnitt bis Rahlstedt 2027. Für Hamburg ist dies der entscheidene Abschnitt. Ahrensburg hat der attraktiveren RE und alles dahinter ist ohnehin faktisch RB-Land.
Zitat
NWT47
Zitat
Wilhelmsburg36
Habe ich mich verlesen oder steht da als Eröffnung 2029?

Die vollständige S4 soll 2029 eröffnet werden, der Abschnitt bis Rahlstedt 2027. Für Hamburg ist dies der entscheidene Abschnitt. Ahrensburg hat der attraktiveren RE und alles dahinter ist ohnehin faktisch RB-Land.

Bisher hieß es doch 2025??

Edit: Also bis Rahlstedt meine ich.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.05.2021 18:16 von BÜ Liliencronstraße.
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Zitat
NWT47
Zitat
Wilhelmsburg36
Habe ich mich verlesen oder steht da als Eröffnung 2029?

Die vollständige S4 soll 2029 eröffnet werden, der Abschnitt bis Rahlstedt 2027. Für Hamburg ist dies der entscheidene Abschnitt. Ahrensburg hat der attraktiveren RE und alles dahinter ist ohnehin faktisch RB-Land.

Bisher hieß es doch 2025??

Edit: Also bis Rahlstedt meine ich.

Kann gut sein, dass ich mich geirrt habe. Dann hast du das planmäßige Jahr genannt und ich dann das tatsächliche :D
Das zeigt den kranken Wahnsinn. Sechs Jahre Bauzeit, um zwei Gleise neben zwei bestehenden Gleisen zu legen. Davor 15 Jahre Planungszeit und selbst die reichen noch nicht einmal zu einer rechtlichen Absicherung.
Bei der U5 überlegt man sieben Jahre den Streckenverlauf und nennt das dann "Hochdruck".
Selbst Buslinien benötigen eine längere Planungszeit als ein U-Bahnbau in den 1970er Jahren.

Ein krankes System !
Das liegt mit (aber garantiert nicht nur) an der inzwischen etwas ausufernden Bürgerbeteiligung.
Ja, es ist klug, sich von den Anwohnern, die von ihrem Viertel mehr Ahnung haben, Tipps und Vorschläge einzuholen. Nicht klug ist es aber, dass ganze Haltestellen und Streckenverläufe (die alle bereits durchgerechnet sind) mal eben so von der Planungskarte weggewischt werden können, nur weil irgendwelche Schreihälse keine Lust darauf haben und um ihren gratis SUV-Parkplatz fürchten.
Wiederrum verstehen kann ich, dass bei entsprechenden Planungen heutzutage mehr auf Natur und Umwelt Rücksicht genommen wird, bevor man das letzte Rückzugsgebiet eine aussterbenden Art versehentlich niederbetoniert.
Beides trifft auf die S4 nur teilweise zu, aber die Planer müssen sich auf sowas immer vorbereiten.
Liegt die gesamte Misere nicht an der auf allen Gebieten vorhandenen Überbürokratisierung? Wenn die Krümmung, der Durchmesser und die Länge von Gurken penibel vorgeschrieben werden, wie soll es dann auf anderen Gebieten besser sein?

Corona müsste doch dem Hinterletzen klar gemacht haben, wie es um unseren Staat bestellt ist, jeder Kiosk ist besser organisiert als die Gesundheitsämter, die seit über einem Jahr die Zahlen vom Wochenende erst in der darauffolgenden Woche und in der Regel immer noch per Fax übermitteln.


Und machen wir uns nichts vor, die Planung der S4 und/oder des Güterverkehrs ist alles andere als optimal gewesen. So etwas ruft natürlich Gegner auf den Plan und vermutlich sogar zu Recht. Anstatt aus dem Bahnhof Wandsbek ein funktionales Schmuckstück zu machen, werden praktisch in Sichtweite zwei neue S-Bahnhaltestellen gebaut, deren Sinn doch wohl mehr als fraglich ist.

Mit anderen Worten, die vorliegende Planung ist alles andere als ein Geniestreich, der den hamburgischen SPNV in gebotener Weise hätte nach vorne bringen können. Mit "Schreihälsen" hat das – wenn überhaupt – erst einmal gar nichts zu tun.
Zitat
NVB
...
Und machen wir uns nichts vor, die Planung der S4 und/oder des Güterverkehrs ist alles andere als optimal gewesen. So etwas ruft natürlich Gegner auf den Plan und vermutlich sogar zu Recht. Anstatt aus dem Bahnhof Wandsbek ein funktionales Schmuckstück zu machen, werden praktisch in Sichtweite zwei neue S-Bahnhaltestellen gebaut, deren Sinn doch wohl mehr als fraglich ist.

Mit anderen Worten, die vorliegende Planung ist alles andere als ein Geniestreich, der den hamburgischen SPNV in gebotener Weise hätte nach vorne bringen können. Mit "Schreihälsen" hat das – wenn überhaupt – erst einmal gar nichts zu tun.

Die S4 ist immerhin um Welten besser geplant als die U5. Dichte Stationsabstände und Umsteigemöglichkeiten für eine gute Erschließung finde ich richtig. Auch der überfällige Haltepunkt Ahrensburg West ist sinnvoll.
Als Problem sehe ich nur das dreifache Nadelöhr aus eingleisigem Abschnitt, höhengleicher Einfädelung in Gartenholz auf die Fernbahn und außen liegendes Kehrgleis in Bargteheide.
Zitat
AJL
Das zeigt den kranken Wahnsinn. Sechs Jahre Bauzeit, um zwei Gleise neben zwei bestehenden Gleisen zu legen. Davor 15 Jahre Planungszeit und selbst die reichen noch nicht einmal zu einer rechtlichen Absicherung.
Bei der U5 überlegt man sieben Jahre den Streckenverlauf und nennt das dann "Hochdruck".
Selbst Buslinien benötigen eine längere Planungszeit als ein U-Bahnbau in den 1970er Jahren.

Bei der Planung gibt es ein Bermuda-Dreieck zwischen technischer Planung, Finanzierung und Willen. Zu oft wird die Planungen nicht vorangetrieben weil die Finanzierung nicht steht, die Finanzierung ist wackelig weil wegen fehlender Tiefe in der Planung die Kosten noch unklar sind, und die Politik hat nicht den Willen da Entscheidungen zu treffen. Ein gutes/schlimes Beispiel ist meiner Meinung nach die Verschleppung der Bahnplanungen in Schleswig-Holstein, wo lange nichts gemacht wurde weil das GVFG auslief und noch verhandelt wurde wieviel Geld in der Neuauflage fließen würde - obwohl es einen Rahmen gab (erstes Angebot des Bundes, erster Wunsch der Länder) war SH nicht bereit den Betrag der mindestens zu erwarten war zu verplanen.

In der 70er Jahren war das schon anders - so wurde bei der HVV-Gründung die City-S-Bahn beschlossen obwohl die Finanzierung völlig ungeklärt war. Wobei wenn man Sachen erst beschließt und sich erst dann um die Finanzierung kümmert bereits beschlossene Planungen auch mal wieder wegen Geldmangel aufgegeben werden müssen - die (alte) U4 ist da ein gutes Beispiel.

Bei der U5 denke ich dass das Problem eher war dass aus dem Stand geplant werden musste - die Hochbahn war 2008 ja eher auf Straßenbahnbau eingestellt.
Zitat
AJL
Das zeigt den kranken Wahnsinn. Sechs Jahre Bauzeit, um zwei Gleise neben zwei bestehenden Gleisen zu legen.

Es werden aber an den meisten Stellen die bestehenden Gleise auch verlegt und die neuen sollen dort verlaufen wo die aktuellen liegen. Dann müssen noch zig Bauwerke über Unterführungen gebaut werden. Wenn die erstmal fertig sind, geht das eigentliche "hinlegen" der Gleise sicher fix. Aber soweit muss man erstmal sein ;-)
@flor!an

Denke bitte an das dritte Gleis zwischen Stelle und Lüneburg. Da wurden keine Gleise verlegt, sondern nur Eines dazu gebaut.
Wieviele Jahre Bauzeit?

Oder Ausbau Oldenburg - Wilhelmshaven?
Trotz schwieriger Bodenverhältnisse sind 12 Jahre Bauzeit ( eigentlich 15 ) doch verrückt.
Zitat
Wikipedia
1863 konnte die LBE endlich mit dem Bau einer direkten Strecke nach Hamburg beginnen und am 1. August 1865 den Betrieb aufnehmen.
Nur mal zum Vergleich.

Kommen die Kamele an die Macht, verbietet man Klimaanlagen.
Moin,

den Regulierungswahn und die damit verbundenen langen Planungszeiten haben "wir" uns doch selbst eingebrockt.
Jeder will sein Recht haben. Also schreiben die Gerichte den Regulierungsbehörden aus "unregulierten" Verfahren Aufgaben zur Thematik ins Heft.
Über die Jahre hat sich da natürlich eine Menge Regulativ aufgebaut. Zudem findet jeder NIMBY über die Anwaltsindustrie die Nadel von etwas Ungeregeltem im Heuhaufen eines Planfeststellungsverfahrens, wenn nicht gerade eine besonders schützenswerte Pflanze oder Tierart herbeigeschafft werden konnte.

Nun ist es aber auch so, dass Planungsbehörden nicht unbedingt ihren Personalbestand in der Analogie dieser Entwicklung ausbauen konnten.
Denn jeder Steuerzahler will einen schlanken Staat, der nicht viel kostet. Und selbst wenn Stellen geschaffen worden sind, frei nach dem Motto, der Staat
soll günstig arbeiten, orientiert sich gutes Fachpersonal lieber Richtung freie Wirtschaft, mit besseren Gehältern, Dienstwagen etc..

Nicht zu vergessen sind die Ausschreibungsverfahren für die einzelnen Gewerke... Blanker Horror! Allein die Klagen von nicht "angemessen berücksichtigten" Beteiligten im Verfahren fressen ein gutes weiteres Jahr. Weil, siehe oben, auch Gerichte und ihre Verwaltungen sind natürlich nicht entsprechend besetzt...


Zu Zeiten der LBE wurden die Grundbesitzer entschädigt, die Pächter, Landwirte, Bewohner weitgehend nicht. Auf bestellten Ackerflächen wurde kurzerhand trassiert und gebaut. Die Pächter konnten versuchen zu retten, was noch zu retten ging. Hütten oder Häuser waren kurzfristig ohne die Stellung von Ersatz oder Entschädigung zu räumen. Diese Zeiten des Bauens möchte man auch nicht wieder haben.
Noch bis in die 80er wurden Infrastrukturprojekte mit Enteignungen durchgezogen, die heutzutage überhaupt nicht mehr möglich wären.
Zitat
Djensi
... Zu Zeiten der LBE wurden die Grundbesitzer entschädigt, die Pächter, Landwirte, Bewohner weitgehend nicht. Auf bestellten Ackerflächen wurde kurzerhand trassiert und gebaut. Die Pächter konnten versuchen zu retten, was noch zu retten ging. Hütten oder Häuser waren kurzfristig ohne die Stellung von Ersatz oder Entschädigung zu räumen. Diese Zeiten des Bauens möchte man auch nicht wieder haben. Noch bis in die 80er wurden Infrastrukturprojekte mit Enteignungen durchgezogen, die heutzutage überhaupt nicht mehr möglich wären.


Ich weiß noch von meinem Opa, dass man früher sehr sparsam enteignet hat, weil man Geld sparen wollte. Da hat man schon mal die eine oder andere Einrichtung nicht oder woanders gebaut, um wenige Quadratmeter Grundstück nicht kaufen zu müssen. Mir kommt es so vor, dass man heute eher ohne jede Rücksicht baut und überhaupt nicht daran denkt, die Interessen der Anlieger zu schonen.

Sehr interessant: [www.bpb.de]
Zitat
Wikipedia
1863 konnte die LBE endlich mit dem Bau einer direkten Strecke nach Hamburg beginnen und am 1. August 1865 den Betrieb aufnehmen.

Zitat
Wikipedia
Die ersten Pläne zum Bau einer direkten Eisenbahnverbindung zwischen Hamburg und Lübeck entstanden 1831.

Nur mal zur Information
Zitat
christian schmidt
... Nur mal zur Information


Wenn ich mich richtig erinnere, musste man zunächst aus politischen Gründen den Umweg über Büchen wählen. Hatte also nichts mit langer Planungsdauer zu tun.

Aber hier gibt's bestimmt Leute, die das noch genauer wissen ...
Im 19. Jahrhundert spielten die politischen Gesichtspunkte / Interessen angesichts der damaligen Staatsgrenzen eine gewichtige Rolle bei der Planung einer Eisenbahnstrecke. Der eigentliche Bau ging dann relativ schnell, wenn die Sache dann mal beschlossen war.

Altona - Kiel (1844 eröffnet) wurde von Dänemark protegiert und die Konkurrenzstrecke Hamburg - Lübeck eben aus politischen Gründen jahrzehntelang verhindert, bis politischer Druck auf Kopenhagen ausgeübt wurde, doch diese direkte Strecke zu erlauben. Bauzeit Altona - Kiel = 1 1/2 Jahre.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Zitat
NVB
Zitat
christian schmidt
... Nur mal zur Information


Wenn ich mich richtig erinnere, musste man zunächst aus politischen Gründen den Umweg über Büchen wählen. Hatte also nichts mit langer Planungsdauer zu tun.

Aber hier gibt's bestimmt Leute, die das noch genauer wissen ...

Also wenn ich mich richtig erinnere, musste man bei der Planung einer U-Bahn nach Steilshoop zunächst aus politischen Gründen den Umweg über eine Straßenbahn wählen
;-)

Und bei der S4 war das Geschacher um die Finanzen doch auch ein Grund waren warum dass so lange dauert. (Wobei sich aus Stadt-Hamburger-Sicht das sich gelohnt hat, es dauert zwar länger aber die Stadt zahlt viel weniger...)

Es stimmt ja will dass die Planungsprozesse heutzutage komplizierter sind und auch deshalb länger dauern, und gerade bei der S4 wundere ich mich schon so über einiges (Hammer-Straßen-Brücke, Bf. Rahlstedt, Planung in SH...). Ich glaube aber nicht das es früher bedeutend besser war - insbesondere hinkt es wenn Planungen heutzutage mit Spatenstich damals verglichen werden...
Zitat
christian schmidt
... Ich glaube aber nicht, dass es früher bedeutend besser war - insbesondere hinkt es, wenn Planungen heutzutage mit Spatenstich damals verglichen werden...


Ich bin mir nicht sicher, ob es tatsächlich die unterschiedlichen Zeiträume sind. Oder ob es an den Verkehrsunternehmen liegt/lag, die in den unterschiedlichen Zeiträumen tätig waren.

Mir fällt da gerade ein Beispiel ein. Ende der 80er Jahre wollte die damalige Bundesbahn die Strecke Karlsruhe–Heilbronn wegen angeblicher Unwirtschaftlichkeit aufgeben. In der Stadt Bretten war man jedoch der Meinung, dass vor allem ungünstig gelegene Stationen für die geringen Fahrgastzahlen verantwortlich seien und wollte östlich des Bahnhofs eine weitere Station eröffnet haben, was die Bundesbahn mit 1,6 Mio DM bezahlt haben wollte.

Lange Rede, kurzer Sinn, es kam dann zum Karlsruher Modell und die Karlsruher Straßenbahngesellschaft hat diese Station für schlappe 0,6 Mio DM angeboten und im Endeffekt hat sie dann nur 0,4 Mio DM gekostet. Planung und Umstellung der Strecke mit Elektrifizierung dauerte nur wenige Jahre und die Fahrgastzahlen explodierten anschließend um mehrere hundert Prozent.

Gewiss war mit Dr. Dieter Ludwig ein Treiber und Macher am Werk, wie es ihn nur äußerst selten gibt. Doch das Ganze zeigt auch, dass man mit Kraft und Zielstrebigkeit selbst heute noch Dinge sehr beschleunigt zum Erfolg bringt.
Moin,

z. Zt. geht es auf der RB recht langsam Richtung HH und da habe ich mal an der Brücke Hammer Straße ein Foto aus der Bahn gemacht.

Die Bewehrungen aus dem weggestemmten Beton sind weiter vorhanden und scheinen für das neue Bauwerk genutzt zu werden.
Das wäre dann ja doch eine Vorleistung... ;-)


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