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Sammelthread: Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
Railroader
Das stand da aber. Übrigens auch mindestens bei der U7. Oben stand immer "dichte Zugfolge" mit *. Unten in der Fußzeile stand dann "* alle 2-3 Minuten". Kann ich ja nichts für.^^

Die mir vorliegenden Aushänge aus dem Zeitraum weisen sämtlich den Aufdruck "alle 3-4 Minuten" auf.

Zitat
Railroader
Dass das Angebot am Wochenende oder in der Nacht damals schlechter war ist unbestritten. Ich rede ja von der HVZ. Ich kann es nicht beurteilen, ob es Störungen waren, es kam aber sehr oft vor. Wobei ich nochmals betonen will, dass es auch 2 Minuten brauchte, bis der eine Zug raus war und der nächste am Bahnsteig stand. Ob du mir nun glaubst oder nicht spielt auch eigentlich keine Rolle. Du kannst ja von den 3 Minuten ausgehen, die du auf deinen Papieren hast. Die haben wir heute nicht mehr und im Rahmen einer Verkehrswende wäre es schön, wenn wir auf einen 3-Minutentakt in der HVZ zurückkommen, wenn wir Straßen zurückbauen wollen.

Was ist denn heute die HVZ? Das hat sich doch alles verschoben. Vor 25 Jahren waren die öffentlichen Verkehrsmittel in der Woche Schlag 8:00 leer. Am Sonnabend war nachmittags nach Ladenschluss tote Hose.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.2019 02:03 von B-V 3313.
Zitat
B-V 3313

Was ist denn heute die HVZ? Das hat sich doch alles verschoben. Vor 25 Jahren waren die öffentlichen Verkehrsmittel in der Woche Schlag 8:00 leer. Am Sonnabend war nachmittags nach Ladenschluss tote Hose.

Ja, sie hat sich ausgeweitet. Es gibt aber nach wie vor Stoßzeiten, wo ein dichterer Takt angebracht wäre. London reglementiert den MIV maßgeblich, da kommt aber auch alle 2 Minuten ne U Bahn. Hier will man die große Verkehrswende, Straßen zurückbauen, glaubt aber, dass der 5 Minutentakt das schon stemmen kann. Von daher gehört zu einer Verkehrswende eben auch, den ÖPNV auszubauen und zu investieren. Zumindest, wenn man nicht Fahrgäste, Autofahrer, Radfahrer gleichermaßen verärgern will.
Zitat
Railroader
Ja, sie hat sich ausgeweitet. Es gibt aber nach wie vor Stoßzeiten, wo ein dichterer Takt angebracht wäre. London reglementiert den MIV maßgeblich, da kommt aber auch alle 2 Minuten ne U Bahn.

Immer wieder schön, der typische Berliner Größenwahn. Wie groß ist London und wie Berlin? Einwohnermäßig?

Zitat
Railroader
Hier will man die große Verkehrswende, Straßen zurückbauen, glaubt aber, dass der 5 Minutentakt das schon stemmen kann.

Wer sagt das? Das ist doch billige Polemik.

Zitat
Railroader
Von daher gehört zu einer Verkehrswende eben auch, den ÖPNV auszubauen und zu investieren.

Sag bloß...

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.2019 02:20 von B-V 3313.
Zitat
B-V 3313

Immer wieder schön, der typische Berliner Größenwahn. Wie groß ist London und wie Berlin? Einwohnermäßig?

Es geht darum, in ohnehin schon volle Züge noch viele Umsteiger vom Auto aufzunehmen. Siehe Stadtbahn mit Vollzügen in der HVZ.

Zitat
B-V 3313
Wer sagt das? Das ist doch billige Polemik.

Nein, das ist die permanente Forderung. Erstmal alles zurückbauen und dann mal gucken. So kommt es bei mir zumindest an, weil man ja merken müsste, dass sich in Sachen ÖPNV kaum etwas bewegt. Gleichwertig aber die schnelle und maximale Einschränkung des MIV zu fordern, halte ich für nen bisschen irreal. Komplexe Sachen und einfache Antworten eben.Was forderst du denn für den ÖPNV? Straßenbahnen, was noch? Oder nur Forderungen zur Beschränkungen MIV?

Gute Nacht



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.2019 02:50 von Railroader.
Zitat
Railroader
Nein, das ist die permanente Forderung. Erstmal alles zurückbauen und dann mal gucken. So kommt es bei mir zumindest an.

Dann hast du da eine falsche Wahrnehmung.

Zitat
Railroader
Was forderst du denn für den ÖPNV? Oder nur Forderungen zur Beschränkungen MIV?

Das kannst du in meinen Beiträgen nachlesen. Als Autobesitzer habe ich nichts dagegen, wenn für den Straßenbahn- oder Radwegbau Park- oder gar Fahrspuren wegfallen. Der Platz ist nun einmal endlich.

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Zum Sonntag:

Beim heutigen Status Quo würde doch auch ein 7/8-Minuten-Takt locker reichen.

Für die Verkehrswende, haben wir schon den sonntäglichen 5-Minuen-Takt...

Also was soll das rumgenöle "Früher fuhr die U-Bahn aber nur alle 7/8 Minuten"


Es geht doch nur darum, dass wir kritisieren, dass es heute nicht möglich ist einen dichten Takt zu fahren.
Zitat
PassusDuriusculus
Also was soll das rumgenöle "Früher fuhr die U-Bahn aber nur alle 7/8 Minuten"

Du hast du die Beiträge nicht verstanden. Es geht dabei nur um dieses "früher war alles besser". Das war es eben nicht.

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Railroader
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Wollankstraße
Ab zum Bio-Markt mit dem SUV, und wenn ich BIO kaufe, hab ich ein reines Gewissen.

Aber bloß nicht meinen Parkplatz vor der Tür verlieren, ich muß ja auch noch Eltern-Taxi spielen.

Diese Leute reden mit gespaltener Zunge, Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Öko für alle, nur nicht für mich...

Das ist ein wenig pauschal. ;-) Weder kaufen alle Menschen in dem Kiez im Bio-Markt ein, noch fahren die, die dort einkaufen, ihre Kinder alle im SUV umher. Und außerdem will nicht jeder, der im Biomarkt einkauft, gleich die ganze Welt retten.

Wie ist es denn bei dir? Verhältst du dich im Leben gänzlich umweltbewusst und niemals widersprüchlich? Gehst du im Bio-Markt einkaufen? Fährst du Auto?

Danke Railroader, volle Zustimmung. Es sind diese ständigen Pauschalierungen, die mir den Spaß verderben mich auch an dieser Diskussion zu beteiligen.

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B-V 3313
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Railroader
Ja, sie hat sich ausgeweitet. Es gibt aber nach wie vor Stoßzeiten, wo ein dichterer Takt angebracht wäre. London reglementiert den MIV maßgeblich, da kommt aber auch alle 2 Minuten ne U Bahn.

Immer wieder schön, der typische Berliner Größenwahn. Wie groß ist London und wie Berlin? Einwohnermäßig?

Stimmt. Berlin ist definitiv nicht London und zu vergleichen ist wirklich ein bisschen abwegig. Was London doch besser macht als Berlin, ist der versprochene Angebot, ob Bus oder U-Bahn/Tram, wird geliefert und ist nicht Fiktiv oder ein Wünschtraum. Die Züge sind immer 'Vollzüge' und die Busunternehmen müssen für jede Linie die angeforderte Fahrzeuge zustellen - ohne wenn oder aber. Die Victoria line verkehrt in der Hauptverkehrszeit mit einem Takt von 36 Zügen pro Stunde. Dies ist jedoch nur möglich, wenn auf jedem Bahnsteig Personal eingesetzt wird, was in Berlin leider immer noch undenkbar ist.

Ich glaube den Märchen auch nicht, dass damals alles besser war. BTW, the tram vid is also worth a look!

IsarSteve
Zitat
IsarSteve
Die Victoria line verkehrt in der Hauptverkehrszeit mit einem Takt von 36 Zügen pro Stunde. Dies ist jedoch nur möglich, wenn auf jedem Bahnsteig Personal eingesetzt wird, ...

Kannst Du bitte erklären, welche Funktionen das Bahnsteigpersonal da ausübt. Wie tragen die Angestellten zur Beschleunigung bei? Wie kann der Fahrgastwechsel so schnell funktionieren. obwohl bestimmt auch dort genügend Leute irgendwie noch in den abfahrbereiten Zug zu kommen versuchen?

Mit besten Grüßen

phönix
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B-V 3313

Mit entsprechend mieser Pünktlichkeit und das trotz zusätzlicher Bahnteigkante am Alex...

Klar war damals die Pünklichkeit mieser, galt doch schon ein wenig verspäteter Zug nicht mehr als pünktlich. Wenn man aber zu den pünktlichen Zügen die bis drei Minuten verspätet dazurechnet kommt man auf eine höhere Pünktlichkeit als heute, wo noch fünf Minuten später pünktlich ist.
Zitat
Bd2001
Zitat
B-V 3313

Mit entsprechend mieser Pünktlichkeit und das trotz zusätzlicher Bahnteigkante am Alex...

Klar war damals die Pünklichkeit mieser, galt doch schon ein wenig verspäteter Zug nicht mehr als pünktlich. Wenn man aber zu den pünktlichen Zügen die bis drei Minuten verspätet dazurechnet kommt man auf eine höhere Pünktlichkeit als heute, wo noch fünf Minuten später pünktlich ist.

Welche beiden Pünktlichkeiten vergleicht ihr eigentlich gerade? Welches Jahr mit welchen Jahr?

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phönix
Zitat
IsarSteve
Die Victoria line verkehrt in der Hauptverkehrszeit mit einem Takt von 36 Zügen pro Stunde. Dies ist jedoch nur möglich, wenn auf jedem Bahnsteig Personal eingesetzt wird, ...

Kannst Du bitte erklären, welche Funktionen das Bahnsteigpersonal da ausübt. Wie tragen die Angestellten zur Beschleunigung bei? Wie kann der Fahrgastwechsel so schnell funktionieren. obwohl bestimmt auch dort genügend Leute irgendwie noch in den abfahrbereiten Zug zu kommen versuchen?

Bei so vielen Fahrgästen ist es selbst mit Kameras praktisch unmöglich, dass nur ein 'Train Operator' die Türen steuern kann. Der 'Platform Assistant' steht im ständigen Dialog mit den Fahrgästen. Sogar schreit, wenn sie versuchen, die Türen offen zu halten.

IsarSteve
Zitat
Bd2001
Klar war damals die Pünklichkeit mieser, galt doch schon ein wenig verspäteter Zug nicht mehr als pünktlich. Wenn man aber zu den pünktlichen Zügen die bis drei Minuten verspätet dazurechnet kommt man auf eine höhere Pünktlichkeit als heute, wo noch fünf Minuten später pünktlich ist.

Die bahninterne Definiton von Unpünktlichkeit ist dafür unerheblich.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313

Du hast du die Beiträge nicht verstanden. Es geht dabei nur um dieses "früher war alles besser". Das war es eben nicht.

Nicht von meiner Seite. Mir ging es ausschließlich um die HVZ, da diese für mich im Zusammenhang mit Fahrgastwachstum ausschlaggebend ist. Dass das Angebot nachts und am Wochenende besser wurde, hab ich ja geschrieben. Zudem wurde der dichtere Takt am Abend ja auch verlängert. Auch das ist besser als früher.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.2019 13:16 von Railroader.
Zitat
Railroader
Nicht von meiner Seite. Mir ging es ausschließlich um die HVZ, da diese für mich im Zusammenhang mit Fahrgastwachstum ausschlaggebend ist.

Die früher stärker ausgeprägten Hauptverkehrzeiten begünstigten einen großen und besser gepflegten Wagenpark mit niedrigeren Laufleistungen. Waren früher nur über einen relativ kurzen Zeitraum fast alle Wagen im Einsatz, so stand ein Teil dieser Wagen dann tagsüber für Wartungen zur Verfügung. Weniger Kilometer liefen die Wagen dadurch auch.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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phönix
Wie kann der Fahrgastwechsel so schnell funktionieren. obwohl bestimmt auch dort genügend Leute irgendwie noch in den abfahrbereiten Zug zu kommen versuchen?

Sowas habe ich dort tatsächlich nur äußerst selten gesehen, ebenso wie Traubenbildung an einer Tür. Der Fahrgastwechsel geht da recht fix.

@Isar Steve: Klar ist London an sich nicht mit Berlin zu vergleichen. Die Zustände hier sind am Ende vermutlich aber dieselben, wenn wir die Verkehrswende nur einseitig angehen, auf der anderen aber weiterhin mit 6 Wägelchen im 5 Minutentakt in der HVZ fahren.
Zitat
Railroader
Die Zustände hier sind am Ende vermutlich aber dieselben, wenn wir die Verkehrswende nur einseitig angehen, auf der anderen aber weiterhin mit 6 Wägelchen im 5 Minutentakt in der HVZ fahren.

Komisch nur, dass einige Mitmenschen ständig nach neuen U-Bahnstrecken schreien, wo die bestehenden doch nicht annähernd ausgelastet sind...

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313
Komisch nur, dass einige Mitmenschen ständig nach neuen U-Bahnstrecken schreien, wo die bestehenden doch nicht annähernd ausgelastet sind...

Es sind auch nicht alle Straßenbahnlinien ausgelastet und fahren im dichtmöglichsten Takt mit 175 Meter Zügen. Dennoch ist es wichtig, ein Netz auch da auszubauen, wo es Sinn hat. Wie gesagt, ich kann nicht erst anfangen, wenn es aus allen Nähten platzt und ÖPNV muss vor allem attraktiv bleiben und nicht stets zu 100 Prozent ausgelastet. Dass es immer auch mal wieder Fehlentscheidungen gibt, steht außer Frage. Das Motto : "Tun wir gar nichts gibt's auch kein Risiko" kann aber nicht die Lösung sein.
Zitat
Railroader
Es sind auch nicht alle Straßenbahnlinien ausgelastet und fahren im dichtmöglichsten Takt mit 175 Meter Zügen.

Müssen sie angesichts der geringeren Baukosten auch nicht.

Zitat
Railroader
Dennoch ist es wichtig, ein Netz auch da auszubauen, wo es Sinn hat. Wie gesagt, ich kann nicht erst anfangen, wenn es aus allen Nähten platzt und ÖPNV muss vor allem attraktiv bleiben und nicht stets zu 100 Prozent ausgelastet.

Im kompletten U-Bahnnetz ist man von den 100% noch sowas von weit entfernt.

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