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Flexity F8Z Serienlieferung (III)
geschrieben von S4289 
Zitat
T6Jagdpilot
Warum Gebrauchtfahrzeuge..? Und für Wen? Selbst die Rumänen kaufen inzwischge neue NF-Fahrzeuge...
Während hingegen Budapest trotz Urbos-Neufahrzeugen ein Auge auf die Frankfurter R-Wagen geworfen hat. Das Eine schließt das Andere also nicht zwingend aus. Warten wir also ab, wo es unsere GT6 mal hin verschlägt. Ich könnte mir fast schon Stettin vorstellen. Das katastrophale Gleisnetz gibt es faktisch nicht mehr und die T6 werden gefühlt nur gerade so am Leben gehalten (vor allem im Vergleich mit den KT4D). Außerdem stehen dort in den nächsten Jahren doch einige Strecken-Neueröffnungen an, oder? Ob man nochmal genug Geld für eine Serie bspw. Pesa Swing bekommt? Die Moderus-Kisten kommen irgendwie auch nur kleckerweise in Mini-Stückzahlen...

Zitat
Nemo
Aber mal ehrlich, ich finde die Frage schon interessant, warum eigentlich U-Bahnen heutzutage aus Alu sind, Straßenbahnen auch weiterhin aus Stahl gefertigt werden.
Werden U-Bahnen denn noch als Aluminium gebaut? Zumindest die BVG ist davon ja wieder weg, nach den eher schlechten Erfahrungen (wenn auch erst im hohen Alter). Ursprünglich wollte man ja auch die A3L71 zu A3E (bzw. dann vermutlich A3LE) ertüchtigen, was am schlechten Zustand der Wagenkästen scheiterte. Der IK wurde in Stahl-Leichtbauweise gefertigt; bei H und HK bin ich mir gerade nicht 100% sicher, aber ich glaube, auch sie bestehen aus Stahl.
Zitat
182 004
Zumindest die BVG ist davon ja wieder weg (...)

Ich musste auch erst einmal nachschauen, aber auch die neue U-Bahn-Baureihe besteht aus Aluminium.


[unternehmen.bvg.de]

~~~~~~
"Hmmm...echt eisprünglich."
Nun, U-Bahnen werden deutlich seltener Unfälle mit zu schweißenden Schäden haben als Straßenbahnen. Ich behaupte, so einfach ist das.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
T6Jagdpilot
Hinweis : Das Periodensystem der Elemente ist das falsche Nachschlagwerk.

Weil "L" darin für Aluminium steht oder wie?

AL taucht in der Tafel auf..nicht das er denkt das hat damit zu tun..

T6JP
Zitat
Bd2001
Zitat
T6Jagdpilot
Na dann schlussfolgere mal was Kt4D heist, und was Kt4Ru,Kt4Yu...
Hinweis : Das Periodensystem der Elemente ist das falsche Nachschlagwerk.

Einen Kt4Ru gab und gibt es nicht. Woher soll die heutige Jugend wissen, was sich hinter den Abkürzungen SU oder YU verbirgt? Auch bei K wird es schwierig.

Fipptehler meinerseits.

T6JP
Zitat
samm
Nun, U-Bahnen werden deutlich seltener Unfälle mit zu schweißenden Schäden haben als Straßenbahnen. Ich behaupte, so einfach ist das.

Richtig-bei den zahlreichen Zustößen im Straßenbahnnetz wäre der Aufwand zur Reparatur viel höher.

T6JP
Zitat
182 004
Zitat
T6Jagdpilot
Warum Gebrauchtfahrzeuge..? Und für Wen? Selbst die Rumänen kaufen inzwischge neue NF-Fahrzeuge...
Während hingegen Budapest trotz Urbos-Neufahrzeugen ein Auge auf die Frankfurter R-Wagen geworfen hat. Das Eine schließt das Andere also nicht zwingend aus. Warten wir also ab, wo es unsere GT6 mal hin verschlägt. Ich könnte mir fast schon Stettin vorstellen. Das katastrophale Gleisnetz gibt es faktisch nicht mehr und die T6 werden gefühlt nur gerade so am Leben gehalten (vor allem im Vergleich mit den KT4D). Außerdem stehen dort in den nächsten Jahren doch einige Strecken-Neueröffnungen an, oder? Ob man nochmal genug Geld für eine Serie bspw. Pesa Swing bekommt? Die Moderus-Kisten kommen irgendwie auch nur kleckerweise in Mini-Stückzahlen...

Vor vielen Jahren ist ein Gasteinsatz eines Gt6 in Warschau krachend gescheitert-auch wenn da die Gleise noch verheerender aussahen als heute.
Und man muss permanent an seinen Gleisen arbeiten, um diese Wagen fahren lassen zu können.
Stettin arbeitet zwar Stück für Stück sein Streckennetz durch,aber es ist noch viel zu tun.
Da nimmt man doch wohl eher Stück für Stück die Moderus Wagen, die sind genügsamer was das Gleis betrifft.
Ebenso die Pesa-Varianten.
Was Budapest betrifft-die haben ja schon besagte NF Wagen,Strecken und damit Infrastruktur-
ob man sich dann solch komplizierte Wagen wie den Gt6 ( und auch in Wartung und Entstörung teuer und kompliziert) holt?

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
AL taucht in der Tafel auf..nicht das er denkt das hat damit zu tun.

Ja eben, "AL". Bei den Bezeichnungen "DL" und "A3L" kann Henning ja nur das "L" als Aufhänger für sich gesehen haben. Vermutlich weiß er auch, dass das dann für "Leichtbau" steht. Ich nehme an, dieses L hat man bei den jüngeren und den künftigen Baureihen einfach weggelassen, weil's die in "schwer" gar nicht gibt?

Zitat
T6Jagdpilot
Vor vielen Jahren ist ein Gasteinsatz eines Gt6 in Warschau krachend gescheitert-auch wenn da die Gleise noch verheerender aussahen als heute.

Ich würde soweit gehen zu sagen, dass die da heute nahezu nur noch Gleise haben, die denen in Deutschland (die guten als Vergleichsmaßstab) in nichts nachstehen. "Noch verheerender" klingt ein bisschen so, als wären sie heute wenigstens noch ein bisschen verheerend ;)

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"Hmmm...echt eisprünglich."
Zitat
Philipp Borchert
Ich nehme an, dieses L hat man bei den jüngeren und den künftigen Baureihen einfach weggelassen, weil's die in "schwer" gar nicht gibt?

Genauso war es. Ab Reihe F wurde nur noch Aluminium für die Konstruktion der Wagenkästen verwendet, was sich mechanisch und energetisch ganz gut bewährt hat.
Bei den F79 waren auch nur die bei Waggonunion gefertigten Exemplare nach 40 Einsatzjahren rissanfällig geworden. Fast alle bei Orenstein & Koppel, Werk Spandau produzierten Wagen haben dagegen vier Millionen Kilometer Laufleistung erreicht und überschritten. Damit wurden die bei der Konstruktion zugrunde gelegten Werte weit übertroffen. Damals lag die Dauerfestigkeitsbemessung bei 30 Jahren, was im U-Bahn Großprofil rund drei Millionen Kilometern entsprach.

so long

Mario
Woran liegt es, dass nur die von Waggonunion gefertigten Exemplare nach gleich langer Einsatzzeit rissanfällig wurden, obwohl das gleiche Material wie bei den von Orenstein & Koppel gebauten Einheiten verwendet wurden?
Zitat
Henning
Woran liegt es, dass nur die von Waggonunion gefertigten Exemplare nach gleich langer Einsatzzeit rissanfällig wurden, obwohl das gleiche Material wie bei den von Orenstein & Koppel gebauten Einheiten verwendet wurden?

Vermutlich lag es am Können der Schweißer, vielleicht auch an den Schweißgeräten oder dem Verfahren. Vielleicht aus einer Kombination mehrerer Faktoren. Das werden wir nicht mehr erfahren, da beide Werke längst geschlossen sind. Und die berechnete Lebensdauer wurde trotzdem erfüllt.

so long

Mario
Zitat
Philipp Borchert

Zitat
T6Jagdpilot
Vor vielen Jahren ist ein Gasteinsatz eines Gt6 in Warschau krachend gescheitert-auch wenn da die Gleise noch verheerender aussahen als heute.

Ich würde soweit gehen zu sagen, dass die da heute nahezu nur noch Gleise haben, die denen in Deutschland (die guten als Vergleichsmaßstab) in nichts nachstehen. "Noch verheerender" klingt ein bisschen so, als wären sie heute wenigstens noch ein bisschen verheerend ;)

Du hast doch grad eine große Rundreise in PL hinter Dir-
da müsstest Du doch einen schönen Vergleich zu sanierte Abschnitten, schon wieder leicht verfallenen und unsanierten,
also verheerend aussehenden gehabt haben-letzere so wie ich mal von der Einsatzstrecke der 38 kurz vor Beuthen hier eingestellt habe ;-)
Wo ich immer wieder gestaun habe, was die Pesa-Wagen im GOP weggesteckt haben, auch wenn sie auf schlechtem Gleis nicht so geknüppelt wurden wie sonst..
einen Gt6 hätte man da allerdings nicht drüber bekommen ohne den Hilfsrahmen vom DG zu zerfalten.

T6JP
Ich hatte mich jetzt tatsächlich konkret auf Warschau bezogen. Dort war ich zwar nur ein Mal, kann mich aber nicht erinnern, da noch "abgeranzte" Strecken gesehen zu haben. Die Situation z.B. in Oberschlesien ist mir natürlich ebenso bekannt, ich war auch an der Trasse nach Stroszek. Deren Sanierung ist nun aber auch in die Wege geleitet worden.

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"Hmmm...echt eisprünglich."
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der weiße bim
Zitat
Henning
Woran liegt es, dass nur die von Waggonunion gefertigten Exemplare nach gleich langer Einsatzzeit rissanfällig wurden, obwohl das gleiche Material wie bei den von Orenstein & Koppel gebauten Einheiten verwendet wurden?

Vermutlich lag es am Können der Schweißer, vielleicht auch an den Schweißgeräten oder dem Verfahren. Vielleicht aus einer Kombination mehrerer Faktoren. Das werden wir nicht mehr erfahren, da beide Werke längst geschlossen sind. Und die berechnete Lebensdauer wurde trotzdem erfüllt.

Köln und Bonn modernisieren auch ihre alten Stadtbahnen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Siehe [blog.kvb-koeln.de] und [www.swb-busundbahn.de]. Wurden bei den Wagenkästen der Fahrzeuge damals grundsätzlich deutlich bessere Materialien verwendet als jetzt?
Zitat
Henning
Köln und Bonn modernisieren auch ihre alten Stadtbahnen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. ... Wurden bei den Wagenkästen der Fahrzeuge damals grundsätzlich deutlich bessere Materialien verwendet als jetzt?

Das kann man generell nicht sagen.
Die ersten Leichtmetallkonstruktionen erschienen in den 1960er Jahren. Die bewährten sich zunächst ganz gut, so dass etwa ab 1968 für die Berliner U-Bahn nur noch Aluwagenkästen produziert wurden. Das setzte sich in den 1970er Jahren auch im Osten durch, von den E III Wagen aus dem RAW mal abgesehen.
Um 1980 begann die Waggonindustrie durch steigenden Kostendruck mit der Optimierung der Materialzusammensetzung und rationalisierte die Fertigung. Neben positiven Effekten erzielte man auch eine stärkere Rissanfälligkeit, die nun zunehmend Reparaturen erfordert. Allerdings werden mit der verbesserten Prüftechnik auch Risse gefunden, die man früher bis zur Verschrottung nicht entdeckt hätte. Dass Anrisse bei Wagenkästen jemals zum Versagen der Konstruktion und zu Unfällen geführt hätten, ist ebenso wenig erwiesen.

so long

Mario
Zitat
Philipp Borchert
Ich hatte mich jetzt tatsächlich konkret auf Warschau bezogen. Dort war ich zwar nur ein Mal, kann mich aber nicht erinnern, da noch "abgeranzte" Strecken gesehen zu haben. Die Situation z.B. in Oberschlesien ist mir natürlich ebenso bekannt, ich war auch an der Trasse nach Stroszek. Deren Sanierung ist nun aber auch in die Wege geleitet worden.

Ich bin ja relativ oft in Pl unterwegs.
In den letzten Jahren hat sich da viel an den Strecken getan-in Warschau mehr als anderswo,was sicher auch der Finanzkraft der Hauptstadt geschuldet ist,
und Investitionen zur Fußball EM in Strecken und Fahrzeugen .
Kein Vergleich zu der Zeit wo der Gast-GT6 nicht weit vom Btf aufgeben musste.
Da Polen inzwischen als Produzent eigener NF-Wagen auftritt, ist man da auf die abgeranzten Bahnen aus Berlin auch nicht mehr angewiesen.

In anderen Städten ist der Prozess der Gleissanierungen langsamer aber stetig.
Oder man legt Strecken wie die unwirtschaftlichen Aussenäste von Lodz eben still...

T6JP
Eigentlich sollte bis Mai die Serienlieferung der aller F8Z abgeschlossen sein. Das ist aber nicht passiert. Siehe [www.berlin-straba.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.2022 23:51 von Henning.
Möglicherweise war man ja wieder so großzügig, einem anderen Verkehrsunternehmen den Vorzug zu geben.
Zitat
schenkcs
Möglicherweise war man ja wieder so großzügig, einem anderen Verkehrsunternehmen den Vorzug zu geben.

Vermutlich haben einfach ein paar Teile aus der Ukraine gefehlt oder die Teile kommen nicht aus dem Hafen von Shanghai raus.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
schenkcs
Möglicherweise war man ja wieder so großzügig, einem anderen Verkehrsunternehmen den Vorzug zu geben.

Weißt Du denn sicher, dass in unseren F8Z keine Bauteile oder Subsysteme aus der Region Shanghai, Russland oder der Ukraine verbaut werden? Dort gibt es doch - jeweils unterschiedlich verursacht und ausgeprägt - gewisse geringfügige Produktions- sowie Lieferschwierigkeiten... :-)

@Henning: Wenn Du die Tagesschau ansiehst oder eine beliebige seriöse Tageszeitung (außer B. Z. oder lokale Anzeigenblätter) liest, weißt Du, was ich hier meine.

Viele Grüße
Arnd
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