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Die nächste Grundsatzdebatte zur S-Bahn
geschrieben von dubito ergo sum 
Zitat
PassusDuriusculus
Das heißt beim zentralen Öffnen muss man zwei "Knöpfe" drücken? Türfreigabe UND zentral öffnen?

Genau
Ach krass wie nervig. Habe eben auch erstmals festgestellt, wie diverse Passagiere schon die Türen geöffnet haben, während ein/zwei Sekunden später alle anderen Türen automatisch öffneten.


Wenn man nur "zentral öffen" drückt passiert auch im Stillstand nix?
Zitat
PassusDuriusculus


Wenn man nur "zentral öffen" drückt passiert auch im Stillstand nix?

Um auf Nummer sicher zu gehen, gerade nochmal ausprobiert. Funktioniert nicht.

Der Tf meines Fahrgastzuges öffnete die Türen vorhin auch stets zentral.
Zitat
PassusDuriusculus
Ach krass wie nervig.

Kleiner Nachtrag, der Vollständigkeit halber, nach Selbstversuch: Dieses Problem, den Taster nur ein Mal im richtigen Moment betätigen zu können, taucht nur bei der BR 481 auf. Beim 480 kann man mehrmals drücken und er öffnet dennoch zentral.

Heute habe ich mehr Züge gesehen, bei denen die Türen zentral geöffnet wurden als welche, bei denen das nicht der Fall war. Entweder waren also heute Tf auf der Linie unterwegs, die da hinterher sind oder es etabliert sich langsam.
Weißt du, ob das in der neuen Baureihe berücksichtigt wurde und dort besser funktioniert?

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Nicht-dynamische Signatur
Zitat
Lehrter Bahnhof
Weißt du, ob das in der neuen Baureihe berücksichtigt wurde und dort besser funktioniert?

Mich würde es sehr wundern wenn nicht, da das ja ein bekannter Kritikpunkt bei der BR 481 ist. Ich weiß es aber nicht, um deine Frage zu beantworten.
Zitat
Lehrter Bahnhof
Weißt du, ob das in der neuen Baureihe berücksichtigt wurde und dort besser funktioniert?

Hoffentlich auch so, dass es "gespeichert" wird und man einfach vor Stillstand drücken kann. Die Türfreigabe wird doch auch schon vor Stillstand betätigt, oder? Dachte, dass dadurch die Ansage der Ausstiegsseite ausgelöst würde...

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Ja, bei der Türfreigabe von vorne ist dies so.
Es ist ja in den letzten Wochen etwas ruhiger geworden um die S-Bahnvergabe. Bei einer Online-Diskussion gestern Abend stellte der GDL-Ortsgruppenvorsitzende bei der S-Bahn Berlin auch die Möglichkeit von Streiks in den Raum, sollte es bei dem von Rot-Rot-Grün im November 2019 beschlossenen Ausschreibungsverfahren bleiben. Er berichtete auch etwas detaillierter über die Vorbehalte des Brandenburger Verkehrsministers gegen das Konzept. Zu lesen in meinem Artikel in "nd".
Zitat
Artikel Widerstand gegen Vergabekonzept in "nd"
»Wir wissen uns als Gewerkschafter zu verhalten und wir wissen uns zu organisieren. Wir haben Streikerfahrung. Ich kann nicht meine Hand ins Feuer dafür legen, dass nicht Reaktionen kommen.« Das sagt Uwe Krug, Vorsitzender der Ortsgruppe S-Bahn Berlin der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Donnerstagabend. Unter dem Titel »Privatisierung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn stoppen!« hat die Weddinger Basisorganisation der Linke zu einer Videodiskussion mit Dutzenden Teilnehmern eingeladen.
Auf Zukunft Mobilität ist übrigens die Tage ein recht umfangreicher Artikel eines Gastautors erschienen, der mit vielen Befürwortern und Gegnern einer Ausschreibung gesprochen hat und seine Sicht auf die Ausschreibung zusammenfasst.
Zitat
nicolaas
Es ist ja in den letzten Wochen etwas ruhiger geworden um die S-Bahnvergabe. Bei einer Online-Diskussion gestern Abend stellte der GDL-Ortsgruppenvorsitzende bei der S-Bahn Berlin auch die Möglichkeit von Streiks in den Raum, sollte es bei dem von Rot-Rot-Grün im November 2019 beschlossenen Ausschreibungsverfahren bleiben. Er berichtete auch etwas detaillierter über die Vorbehalte des Brandenburger Verkehrsministers gegen das Konzept. Zu lesen in meinem Artikel in "nd".
Zitat
Artikel Widerstand gegen Vergabekonzept in "nd"
»Wir wissen uns als Gewerkschafter zu verhalten und wir wissen uns zu organisieren. Wir haben Streikerfahrung. Ich kann nicht meine Hand ins Feuer dafür legen, dass nicht Reaktionen kommen.« Das sagt Uwe Krug, Vorsitzender der Ortsgruppe S-Bahn Berlin der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Donnerstagabend. Unter dem Titel »Privatisierung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn stoppen!« hat die Weddinger Basisorganisation der Linke zu einer Videodiskussion mit Dutzenden Teilnehmern eingeladen.

Ist ein Streik in diesem Fall überhaupt zulässig? Es geht ja schließlich nicht um Arbeitsrecht, sondern ausschließlich darum andere Ziele politisch durchzusetzen!

Ich persönlich halte ja eine Kommunalisierung neben einer echten Ausschreibung für den einzigen rechtlich gangbaren Weg, davon lese ich aber nirgends etwas!

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
nicolaas
Es ist ja in den letzten Wochen etwas ruhiger geworden um die S-Bahnvergabe. Bei einer Online-Diskussion gestern Abend stellte der GDL-Ortsgruppenvorsitzende bei der S-Bahn Berlin auch die Möglichkeit von Streiks in den Raum, sollte es bei dem von Rot-Rot-Grün im November 2019 beschlossenen Ausschreibungsverfahren bleiben. Er berichtete auch etwas detaillierter über die Vorbehalte des Brandenburger Verkehrsministers gegen das Konzept. Zu lesen in meinem Artikel in "nd".
Zitat
Artikel Widerstand gegen Vergabekonzept in "nd"
»Wir wissen uns als Gewerkschafter zu verhalten und wir wissen uns zu organisieren. Wir haben Streikerfahrung. Ich kann nicht meine Hand ins Feuer dafür legen, dass nicht Reaktionen kommen.« Das sagt Uwe Krug, Vorsitzender der Ortsgruppe S-Bahn Berlin der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Donnerstagabend. Unter dem Titel »Privatisierung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn stoppen!« hat die Weddinger Basisorganisation der Linke zu einer Videodiskussion mit Dutzenden Teilnehmern eingeladen.

Ist ein Streik in diesem Fall überhaupt zulässig? Es geht ja schließlich nicht um Arbeitsrecht, sondern ausschließlich darum andere Ziele politisch durchzusetzen!

Ich persönlich halte ja eine Kommunalisierung neben einer echten Ausschreibung für den einzigen rechtlich gangbaren Weg, davon lese ich aber nirgends etwas!

So ist auch meine Einschätzung. Ein solcher Streik wäre schlicht und einfach unzulässig und dürfte zudem der GDL deutlich schaden, die im Gegensatz zur EVG, Ausschreibungen im Allgemeinen nicht per se ablehnt. Damit agierte man also auch noch gegen die eigene Gewerkschaft.

Kommunalisierung über der Zwischenschritt einer Ausschreibungsrunde halte ich auch für den sinnvollsten Weg. Die Fahrzeuge sollen ja in den kommunalen Besitz übergehen. Und die häufig kritisierte Schnittstellenthematik besteht in allen Varianten - auch wenn die S-Bahn komplett bei der DB bleibt. Die DB selbst hat massenhaft interne Schnittstellen an denen Reibungsverluste auftreten. Die Landespolitik muss nunmal anhand des Ist-Zustandes entscheiden und kann nicht irgendwelche Vielleicht-Zustände ansetzen, die eher aktuell unwahrscheinlich im Eintritt sind, weil die Interessenlagen divergieren. Das ist auch (nach wie vor) einer meiner Kritikpunkte am oben erwähnten Gastautor bei Zukunft Mobilität.

An der Ausschreibung führt sinnvoll kein Weg vorbei, wobei die ich die Kritik an der gewählten Kombinationsvariante teile. Hier sollte eine klare Entscheidung für ein Modell fallen. Den neuen Werkstattstandort sehe ich auch weniger kritisch, da es einen deutlichen Fahrzeugaufwuchs geben soll und damit zusätzliche Wartungskapazitäten benötigt werden, die dadurch abzudecken sind. Das Nordsüd-System braucht zudem weitere Abstellkapazitäten. Entscheidend ist da eher die Dimensionierung und eine gewisse Erweiterbarkeit kann in der Tat als Druckmittel für die GmbH wirken ihre Werkstätten auch potenziellen Wettbewerbern zur Verfügung zu stellen, zumal auf dem Feld offenbar auch gerade etwas in Gang kommt, was zu angepassten Regularien für den Fremdzugang führen könnte.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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vasarius
Auf Zukunft Mobilität ist übrigens die Tage ein recht umfangreicher Artikel eines Gastautors erschienen, der mit vielen Befürwortern und Gegnern einer Ausschreibung gesprochen hat und seine Sicht auf die Ausschreibung zusammenfasst.

Vielen Dank für den Link zum Artikel von Felix Thoma, den ich für sehr lesenswert halte (etwas Zeit braucht man natürlich dafür).
Ein hervorragender Artikel von Felix, der es sehr gut zusammenfasst, auch wenn ich seiner Schlussfolgerung nicht zustimme. Er sieht die Deutsche Bahn zu romantisch, in der Praxis sieht es leider anders aus. Aber er ist ja nun mal auch eher in der Wissenschaft verortet.

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Nicht-dynamische Signatur
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nicolaas
Es ist ja in den letzten Wochen etwas ruhiger geworden um die S-Bahnvergabe. Bei einer Online-Diskussion gestern Abend stellte der GDL-Ortsgruppenvorsitzende bei der S-Bahn Berlin auch die Möglichkeit von Streiks in den Raum, sollte es bei dem von Rot-Rot-Grün im November 2019 beschlossenen Ausschreibungsverfahren bleiben. Er berichtete auch etwas detaillierter über die Vorbehalte des Brandenburger Verkehrsministers gegen das Konzept. Zu lesen in meinem Artikel in "nd".
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Artikel Widerstand gegen Vergabekonzept in "nd"
»Wir wissen uns als Gewerkschafter zu verhalten und wir wissen uns zu organisieren. Wir haben Streikerfahrung. Ich kann nicht meine Hand ins Feuer dafür legen, dass nicht Reaktionen kommen.« Das sagt Uwe Krug, Vorsitzender der Ortsgruppe S-Bahn Berlin der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Donnerstagabend. Unter dem Titel »Privatisierung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn stoppen!« hat die Weddinger Basisorganisation der Linke zu einer Videodiskussion mit Dutzenden Teilnehmern eingeladen.

Streiks ausgeschlossen!

"Zum Beispiel dürften nicht mehr zusätzliche Züge für Großveranstaltungen im Olympiastadion aus anderen Netzteilen herangezogen werden." Gerade das ist ja nun der größte Scherz im Artikel! Gerade wenn es mehrere Betreiber gäbe hielte ich solche Verkehre für realistischer.

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Marienfelde
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vasarius
Auf Zukunft Mobilität ist übrigens die Tage ein recht umfangreicher Artikel eines Gastautors erschienen, der mit vielen Befürwortern und Gegnern einer Ausschreibung gesprochen hat und seine Sicht auf die Ausschreibung zusammenfasst.

Vielen Dank für den Link zum Artikel von Felix Thoma, den ich für sehr lesenswert halte (etwas Zeit braucht man natürlich dafür).

Na ja lesenswert. Leider kommt das wesentliche zu kurz. Was genau will er denn jetzt?

"Zur Versachlichung der Diskussion sollte die Prioritätensetzung verändert werden. Seit fast 10 Jahren wird in erster Linie über das Organisationsmodell diskutiert, wobei man sich vorschnell auf den diskriminierungsfreien Ausschreibungswettbewerb festgelegt und daraus weitreichende Konsequenzen für den Betrieb (Trennung von Netz und Betrieb sowie diskriminierungsfreie Trassenvergabe) und sogar für die Infrastruktur (neue Werkstattstandorte und deren Schienenanbindung) abgeleitet hat. "

Was denn jetzt: 10 Jahre diskutiert oder "vorschnell" entschieden? Mir wäre wichtig dass wir nun endlich mal weiter machen. Und auf "diskriminierungsfreien Ausschreibungswettbewerb" hat man sich zurecht "vorschnell" festgelegt, denn das gehört zu gesetzlichen Voraussetzungen!

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.04.2020 22:31 von Logital.
Zitat
Logital
"Zum Beispiel dürften nicht mehr zusätzliche Züge für Großveranstaltungen im Olympiastadion aus anderen Netzteilen herangezogen werden." Gerade das ist ja nun der größte Scherz im Artikel! Gerade wenn es mehrere Betreiber gäbe hielte ich solche Verkehre für realistischer.

Wo sollen denn dann die zusätzlichen Züge mit Personal herkommen?

Das würde bei mehreren Betreibern ja bedeuten, dass das Fahrpersonal von Q-Rail, die nur auf dem Teilnetz Ring fahren, auch Streckenkunde für die Stadtbahn haben müssen, wo sie normalerweise gar nicht hinkommen.

Und wenn die Stadteisenbahn GmbH, die das Teilnetz Stadtbahn betreibt, die zusätzlichen Züge von Q-Rail anmietet, um sie mit eigenem Personal zu fahren, muss das Stadteisenbahn-Personal die Baureihenberechtigung für die Q-Rail-Züge haben. Wenn ich mich jetzt richtig erinnere, ist der einheitliche städtische Fuhrpark doch nur eine Option und Q-Rail und Stadteisenbahn GmbH dürften jeweils mit eigenen, unterschiedlichen Fahrzeugtypen an der Ausschreiben teilnehmen.
Zitat
Jumbo
Wo sollen denn dann die zusätzlichen Züge mit Personal herkommen?

Tja, das ist dann mit dem potentiellen Betreiber Stadtbahn auszuhandeln. Es ist ja nicht so, daß in Netzen, deren Leistungsumfang ein Drittel des Berliner Netzes haben -- Hamburg beispielsweise --, Sonderverkehre aufgrund unzumutbarer Unwägbarkeiten generell ausgeschlossen sind.
Zitat
Jumbo
Zitat
Logital
"Zum Beispiel dürften nicht mehr zusätzliche Züge für Großveranstaltungen im Olympiastadion aus anderen Netzteilen herangezogen werden." Gerade das ist ja nun der größte Scherz im Artikel! Gerade wenn es mehrere Betreiber gäbe hielte ich solche Verkehre für realistischer.

Wo sollen denn dann die zusätzlichen Züge mit Personal herkommen?

Das würde bei mehreren Betreibern ja bedeuten, dass das Fahrpersonal von Q-Rail, die nur auf dem Teilnetz Ring fahren, auch Streckenkunde für die Stadtbahn haben müssen, wo sie normalerweise gar nicht hinkommen.

Und wenn die Stadteisenbahn GmbH, die das Teilnetz Stadtbahn betreibt, die zusätzlichen Züge von Q-Rail anmietet, um sie mit eigenem Personal zu fahren, muss das Stadteisenbahn-Personal die Baureihenberechtigung für die Q-Rail-Züge haben. Wenn ich mich jetzt richtig erinnere, ist der einheitliche städtische Fuhrpark doch nur eine Option und Q-Rail und Stadteisenbahn GmbH dürften jeweils mit eigenen, unterschiedlichen Fahrzeugtypen an der Ausschreiben teilnehmen.

Nun, wenn man Sonderzüge für Veranstaltungen haben möchte, dann könnte man die auch einzeln bestellen - also auch beispielsweise bei Q-Rail, schlimmstenfalls fahren die dann unter einer anderen Liniennummer, falls sich die Stadteisenbahn quer stellt. Das könnte meiner Ansicht nach sogar mit einer Direktvergabe erfolgen, da es ja nur sehr wenig Fahrleistung ist. Die Streckenkenntnisschulung ist ja nicht so viel Aufwand, die geht doch sogar im Simulator?

Die andere Variante ist dass Q-Rail als Subunternehmer für die Stadteisenbahn fährt, falls die Stadteisenbahn nicht genug Fahrzeuge und Personal hat - machen ja DB und die ODEG auch gelegentlich. Wenn die natürlich gar nicht miteinander reden wollten, dann wäre es natürlich kacke!

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Logital
Zitat
Marienfelde
Zitat
vasarius
Auf Zukunft Mobilität ist übrigens die Tage ein recht umfangreicher Artikel eines Gastautors erschienen, der mit vielen Befürwortern und Gegnern einer Ausschreibung gesprochen hat und seine Sicht auf die Ausschreibung zusammenfasst.

Vielen Dank für den Link zum Artikel von Felix Thoma, den ich für sehr lesenswert halte (etwas Zeit braucht man natürlich dafür).

Na ja lesenswert. Leider kommt das wesentliche zu kurz. Was genau will er denn jetzt?

"Zur Versachlichung der Diskussion sollte die Prioritätensetzung verändert werden. Seit fast 10 Jahren wird in erster Linie über das Organisationsmodell diskutiert, wobei man sich vorschnell auf den diskriminierungsfreien Ausschreibungswettbewerb festgelegt und daraus weitreichende Konsequenzen für den Betrieb (Trennung von Netz und Betrieb sowie diskriminierungsfreie Trassenvergabe) und sogar für die Infrastruktur (neue Werkstattstandorte und deren Schienenanbindung) abgeleitet hat. "

Was denn jetzt: 10 Jahre diskutiert oder "vorschnell" entschieden? Mir wäre wichtig dass wir nun endlich mal weiter machen. Und auf "diskriminierungsfreien Ausschreibungswettbewerb" hat man sich zurecht "vorschnell" festgelegt, denn das gehört zu gesetzlichen Voraussetzungen!

Das Zitat geht aber noch weiter: "Stattdessen sollten zunächst einmal die aus der Sichtweise des Gemeinwohls und unter Berücksichtigung aktueller Trends (Bahnreform, Digitalisierung, Verkehrswende, Corona-Krise) langfristig sinnvollen Anforderungen an das System S-Bahn (erhöhte Verkehrsleistung, vereinfachte Betriebsverfahren sowie eine technologische und infrastrukturelle Fortentwicklung des Systems) geklärt werden und daraus ein geeignetes Organisationsmodell abgeleitet werden."

Daran schließt sich dann ein Absatz an, in dem sich Thoma in Abstimmung mit Bund und Bahn für eine "Landes-S-Bahn" ausspricht. In dem Abschnitt zuvor ("4.3 Einordnung in übergeordnete Trends") wirft der Autor selbstverständlich auch die Frage einer Neuorientierung der deutschen und europäischen Bahnpolitik unter veränderten Bedingungen auf:

"Auf jeden Fall sollten die Verzögerungen wegen der Corona-Krise von den Verantwortlichen auch dazu genutzt werden, noch einmal innezuhalten und nachzudenken, ob die seit vielen Jahren diskutierte wettbewerbsbasierte Organisation der S-Bahn Berlin wie auch des gesamten Bahnsystems unter seitdem veränderten Zielsetzungen, Rahmenbedingungen und Wissensständen wirklich die sinnvollste Lösung darstellt oder nicht vielmehr in die Irre führt."

Die gesetzlichen Voraussetzungen können prinzipiell jederzeit verändert werden.
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