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Minderleistungen S-Bahn 2018-01
geschrieben von Tradibahner 
Zitat
Tradibahner
Zitat
VBB/HVV
Fraglich, ob ihn die S-Bahn Berlin GmbH in diesem Fall als Auswirkung des Schienenbruchs in Lichtenberg kommuniziert (wie den 20-Minuten-Takt der S7 zwischen S Ostbahnhof und S Ahrensfelde).

Also in [twitter.com] hat man als Grund den Schienenbruch angegeben, bei den Ansagen heute Mittag in Hohenschönhausen, wurde nur "unregelmäßiger Zugbetrieb auf Grund eines Schienenbruches in Lichtenberg" angesagt, tatsächlich gab es aber regelmäßigen und pünktlichen 20 Minutentakt

So wie ich das beobachtete habe, war das stadtwärtige Gleis nicht befahrbar und alle Züge fuhren über das landwärtige Gleis.

Der Fahrplan in Lichtenberg ist:
Richtung Ostkreuz: :00/:01 (S75), :03 (S5), :05 (S7)
Richtung Friedrichsfelde Ost: :03 (S75), :08 (S7), :10/:11 (S5)

Vormittags musste die S75 nach Wartenberg die S5 wohl vorlassen. Das Problem ist dann, dass S5 und S7 kurz aufeinander folgen. Wenn man die S75 nicht zurückgezogen hätte, hätte man sie dann grundsätzlich auch noch nach der S7 ausfahren lassen müssen, ansonsten hätte man vermutlich die S7 Richtung Ostkreuz (leicht) verspätet. S75 um :06, S7 um :08, S5 um :10 kann man mutmaßlich aber abwickeln. Problematisch ist, dass die S75 aus Wartenberg um :00 nicht ins Gleis einfahren kann, muss sie aber, sonst verspätet sie spätestens am Ostkreuz die nachfolgende S5.

Grund ist also vermutlich abermals die knappe Infrastruktur Ostkreuz-Ostbahnhof. Ansonsten würde wohl sogar mit Verspätungen von 1-2 Minuten auf den Zügen Richtung Osten mit dem 10-Minuten-Takt der S75 funktionieren, da die Verspätungen höchstens bei der S5 wegen der Eingleisigkeit relevant sind.
Heute wieder mal ein toller Tag :

Geänderte Betriebslage S-Bahn Berlin

Sehr geehrte Fahrgäste,

wegen eines Stellwerksausfalls in Hoppegarten ist der Zugverkehr auf der Linie S5 zwischen Fredersdorf und Mahlsdorf unterbrochen.

Zwischen Strausberg Nord und Fredersdorf verkehrt ein Pendelzug.

Ein SEV mit Bussen ist zwischen Mahlsdorf und Strausberg eingerichtet.

Haltestellen des Ersatzverkehrs:
*S-Bhf Mahlsdorf: Hönower Straße
*S-Bhf Birkenstein: S-Bhf Birkenstein
*S-Bhf Hoppegarten: S-Bhf Hoppegarten
*S-Bhf Neuenhagen: S-Bhf Neuenhagen
*S-Bhf Fredersdorf: S-Bhf Fredersdorf, südlicher Bahnhofsvorplatz
*S-Bhf Petershagen Nord: S-Bhf Petershagen Nord
*S-Bhf Strausberg: S-Bhf Strausberg, Businsel


Nach einem Schadzug in Friedrichstraße in Richtung Ostbahnhof kommt es auf den Linien S3, S5, S7 und S9 noch zu Verspätungen und eventuellen Zugausfällen.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Harald Tschirner
Heute wieder mal ein toller Tag :

Geänderte Betriebslage S-Bahn Berlin

Sehr geehrte Fahrgäste,

wegen eines Stellwerksausfalls in Hoppegarten ist der Zugverkehr auf der Linie S5 zwischen Fredersdorf und Mahlsdorf unterbrochen.

Zwischen Strausberg Nord und Fredersdorf verkehrt ein Pendelzug.

Ein SEV mit Bussen ist zwischen Mahlsdorf und Strausberg eingerichtet.

Haltestellen des Ersatzverkehrs:
*S-Bhf Mahlsdorf: Hönower Straße
*S-Bhf Birkenstein: S-Bhf Birkenstein
*S-Bhf Hoppegarten: S-Bhf Hoppegarten
*S-Bhf Neuenhagen: S-Bhf Neuenhagen
*S-Bhf Fredersdorf: S-Bhf Fredersdorf, südlicher Bahnhofsvorplatz
*S-Bhf Petershagen Nord: S-Bhf Petershagen Nord
*S-Bhf Strausberg: S-Bhf Strausberg, Businsel


Nach einem Schadzug in Friedrichstraße in Richtung Ostbahnhof kommt es auf den Linien S3, S5, S7 und S9 noch zu Verspätungen und eventuellen Zugausfällen.

Bei der Erstellung dieses Beitrages fuhr die S5 schon wieder durchgehend [twitter.com]

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Es geschehen noch Wunder bei der S-Bahn, heute Vormittag konnten wohl alle Umläufe besetzt werden: [twitter.com]

MfG Holger



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Na da muss aber irgendjemand nen Fehler gemacht haben... So geht es nun wirklich nicht... ;)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.2018 12:08 von RobertM.
Zitat
RobertM
Na da muss aber irgendjemand nen Fehler gemacht haben... So geht es nun wirklich nicht... ;)

Ja das erkennt man auch an den wütenden Komentaren.
Zitat
Tradibahner
Es geschehen noch Wunder bei der S-Bahn, heute Vormittag konnten wohl alle Umläufe besetzt werden: [twitter.com]

Hat man im Bereich Ostkreuz gemerkt. Nacht all den Störungen am Tag, schleppen sich die Verspätungen zwischen Warschauer und Ostbahnhof durch. Es fehlt die Erholungsphase, um wieder pünktlicher zu werden. Bin vorhin 2x vom Osten nach Ostkreuz gefahren. Einmal mit der S3 und einmal mit der S75. Beide Male stand der Zug 2-3 Minuten vorm Ostkreuz und man sah, wie sich erstmal andere Züge einfädelten.

Kurios war im ersten Fall auch die S3 Richtung Erkner, die in Ostkreuz einfuhr, als die S75 gerade "ablegte", was planmäßig eigentlich nicht passieren kann, weil sie ja 3 Minuten im Ostbahnhof absteht und damit die S75 verpasst. Es waren dementsprechend auch noch 2 Minuten bis zur eigentlichen Abfahrtszeit der S3.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
Tradibahner
Es geschehen noch Wunder bei der S-Bahn, heute Vormittag konnten wohl alle Umläufe besetzt werden: [twitter.com]

Hat man im Bereich Ostkreuz gemerkt. Nacht all den Störungen am Tag, schleppen sich die Verspätungen zwischen Warschauer und Ostbahnhof durch. Es fehlt die Erholungsphase, um wieder pünktlicher zu werden. Bin vorhin 2x vom Osten nach Ostkreuz gefahren. Einmal mit der S3 und einmal mit der S75. Beide Male stand der Zug 2-3 Minuten vorm Ostkreuz und man sah, wie sich erstmal andere Züge einfädelten.

Kurios war im ersten Fall auch die S3 Richtung Erkner, die in Ostkreuz einfuhr, als die S75 gerade "ablegte", was planmäßig eigentlich nicht passieren kann, weil sie ja 3 Minuten im Ostbahnhof absteht und damit die S75 verpasst. Es waren dementsprechend auch noch 2 Minuten bis zur eigentlichen Abfahrtszeit der S3.

Was ist überhaupt der Grund, dass die S3 unbedingt wieder auf die Stadtbahn musste? Man hätte die doch für ein Jahr weiter am Ostkreuz enden lassen können, und wenn man unbedingt die S9 jetzt schon wieder haben wollte, hätte man dafür jede zweite S75 am Ostbahnhof enden lassen können.
Zum einen ist die S3 geographisch eher dazu prädestiniert auf die Stadtbahn geführt zu werden, als die S9.

Und eine in Ostkreuz endende S3 müsste sich genauso wie heute einfädeln. (Oder es hätten andere Weichenverbindungen eingebaut werden müssen. Allerdings war ja geplant, das mit der Führung der S9 gen Stadtbahn vier Gleise zur Verfügung stehen.)
Zitat
PassusDuriusculus
Zum einen ist die S3 geographisch eher dazu prädestiniert auf die Stadtbahn geführt zu werden, als die S9.

Und eine in Ostkreuz endende S3 müsste sich genauso wie heute einfädeln. (Oder es hätten andere Weichenverbindungen eingebaut werden müssen. Allerdings war ja geplant, das mit der Führung der S9 gen Stadtbahn vier Gleise zur Verfügung stehen.)

Ich kann schon verstehen, dass eine Direktverbindung aus Schöneweide und Adlershof auf die Stadtbahn ebenso attraktiv ist, auch wenn das auf dem Liniennetzplan erst mal nicht optisch harmonisch erscheint. An den Weichenverbindung kann es allerdings doch wohl nicht scheitern, man hat ja davon ja einige bauzeitlich eingebaut. Für die S3 hätte ja auch weiterhin ein Gleis gereicht.

Das es keine vier Gleise zum Ostbahnhof in der letzten Bauphase gibt, sollte aber doch eigentlich bekannt sein, seit das EBA die Anpassung der Gleismittenabstände Warschauer Str. - Ostbf gefordert hat, also schon zur Planfeststellung. Oder war geplant, dass Ende 2017 alle vier Gleise zur Verfügung stehen?
Zitat
Arec
Zitat
PassusDuriusculus
Zum einen ist die S3 geographisch eher dazu prädestiniert auf die Stadtbahn geführt zu werden, als die S9.

Und eine in Ostkreuz endende S3 müsste sich genauso wie heute einfädeln. (Oder es hätten andere Weichenverbindungen eingebaut werden müssen. Allerdings war ja geplant, das mit der Führung der S9 gen Stadtbahn vier Gleise zur Verfügung stehen.)

Ich kann schon verstehen, dass eine Direktverbindung aus Schöneweide und Adlershof auf die Stadtbahn ebenso attraktiv ist, auch wenn das auf dem Liniennetzplan erst mal nicht optisch harmonisch erscheint. An den Weichenverbindung kann es allerdings doch wohl nicht scheitern, man hat ja davon ja einige bauzeitlich eingebaut. Für die S3 hätte ja auch weiterhin ein Gleis gereicht.

Das es keine vier Gleise zum Ostbahnhof in der letzten Bauphase gibt, sollte aber doch eigentlich bekannt sein, seit das EBA die Anpassung der Gleismittenabstände Warschauer Str. - Ostbf gefordert hat, also schon zur Planfeststellung. Oder war geplant, dass Ende 2017 alle vier Gleise zur Verfügung stehen?

Die ganze Bauablaufplanung hat sich mehrfach geändert. Und nein, mit der Planfeststellung für das Ostkreuz war noch nicht klar, dass der Abschnitt Warschauer - Ostbahnhof dann noch mal umgebaut werden muss. Oder besser, es war sehr wahrscheinlich, aber man hat die Taktik "Augen zu und durch" versucht, mit der man dann gescheitert ist. In Folge der Neuplanung wurde dann auch die Kehranlage Warschauer Straße weichenärmer angepasst. Zwischendurch waren mal 3 Jahre angedacht, nun ist man bei gut einem Jahr für die Viergleisigkeit.

Auch auf der Technikseite hat sich in den Jahren viel geändert. Ursprünglich war die Aussage, dass man Relaisstellwerke deutlich einfacher und lokaler an verschiedene Baustellenzustände anpassen kann und daher wurde damals das Container-Stellwerk OKC als "Zentralstellwerk" aufgebaut. Inzwischen ist es aber genau andersrum. Altstellwerke unterliegen einer weitgehenden Veränderungssperre und werden nur noch in Ausnahmefällen angepasst. Insofern mussten mancherorts die Umstellung auf ESTW vorgezogen werden. Bei der S-Bahn kommt dann noch die Ablösung der Fahrsperre hinzu, bei der man die Verringerung der Leistungsfähigkeit durch restriktives Fahren offenbar deutlich unterschätzt hat. Die ZBS-Umstellung der Stadtbahn fiel nun aber genau mit diesem Bauzustandswechsel zusammen. Mit der Fahrsperre wären die 8 Zuggruppen in Ostkreuz sicher deutlich stabiler abwickelbar gewesen, weil die Tf bei Erkennen der Fahrtstellung sofort wieder hätten beschleunigen können. Jetzt brauchen sie erst eine Aufwertbalise. Kurzum: Man war etwas blauäugig und hat mit Signalen und Aufwertbalisen gegeizt.

Die Anpassung eines ESTW hat Vorlaufzeiten von mehreren Monaten, eher Jahren. Problem ist da nicht nur, dass die Software angepasst werden muss, sondern auch, dass umfangreiche Tests und Abnahmen notwendig sind. Für den simplen Einbau und Inbetriebnahme der 2006 gesparten "Optionsweichen" im Nordkopf des Hauptbahnhos muss in diesem Jahr der komplette Fernbahntunnel gesperrt werden. Dieser enorme Umfang macht es eben auch schwer im ESTW-Bereich mit Bauweichen zu arbeiten. Womit wir dann auch wieder bei der S3 sind, wo die Durchbindung zum Ostbahnhof (und auf die Stadtbahn) eben die einzig sinnvolle Option ist, da für sie am Ostkreuz eben kein eigenes Gleis verfügbar ist. Wie wir schon häufiger hier festgestellt haben, fehlen zwei Weichen, mit denen die S75 direkt nach Gleis 4 einfahren könnte, um den Betriebsablauf am Ostkreuz zu stabilisieren. Leider ist eben der ganze Spurplan etwas vermurkst.

Die S9 hätte man in der Tat nicht anfassen müssen und soweit ich das verstanden habe, waren für die Verbindungskurve eigentlich auch längere Bauzeiten vorgesehen, die sich durch verschiedene Terminänderungen am Ende so nicht mehr ergeben hat. Das zweite Gleis wurde quasi "zu schnell" fertiggestellt.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Gut, aber das zeigt ja, dass es viele Kleinigkeiten sind, die dort zusammenkommen. Zwei Signale Ostkreuz-Ostbahnhof mehr, zwei Weichen westlich oder östlich von Ostbahnhof und es wären andere und stabilere Betriebszustände möglich gewesen. Ob dann die S75 oder die S3 am Ostkreuz kehrt, ist dann eigentlich für die Entspannung erst einmal egal.

Bei der jetzt umgesetzten Planung wird man mutmaßlich auch weiterhin bei Bauarbeiten oder Störungen Einschränkungen haben, weil sich selbst der Verkehr ohne dritte Zuggruppe auf S5 und S3 nicht mehr auf zwei Gleisen abwickeln lassen wird. Insgesamt zeigt der Zustand dann auch, wie realistisch ein 2-Minuten-Takt auf der Stadtbahn mit ein- und ausfädelnden Zügen wirklich ist.

Ebenso hätte man die ZBS-Ausrüstung auf anderen Linien zuerst durchführen können, so hat man jetzt auf fast alle Strecken Abhängigkeiten mit ZBS-Abschnitten, während allerdings überall auch noch abschnittsweise Fahrsperren vorhanden sind. Oder war verbindlich gefordert, gerade die stark befahrenen Abschnitte zuerst umzustellen? Das wäre natürlich denkbar.

Das Problem mit Bauweichen bei ESTW kann ich aber nicht ganz nachvollziehen, es gibt doch weiterhin regelmäßig geplant oder kurzfristige Sperrungen wegen Softwarewechsel. Natürlich ist es etwas aufwändiger, dort dann auch noch eine zusätzliche Weichenverbindung zu installieren. Unmöglich scheint mir das aber nicht. Immerhin gibt es auch mehrere Möglichkeiten, neben der Weichenverbindung zum Kehren der S75 auf Gleis 4 könnte auch eine Weichenverbindung westlich von Ostkreuz von Warschauer Str. kommen die Einfahrt nach Gleis 4 ermöglichen, dann können die S3 weiterhin im bisherigen Verfahren auf Gleis 5 kehren.

Grundsätzlich gehe ich auch davon aus, dass perspektivisch die reale Fahrtmöglichkeit mit nur vier Zuggruppen von der Stadtbahn nach Lichtenberg nicht ausreichen wird. Entweder wird man hier (hoffentlich) einen guten Anschluss für die S75 an die weiteren Zuggruppen ermöglichen müssen, oder die S75 wieder auf die Stadtbahn lassen müssen. Die jetzigen Züge sind jedenfalls in der HVZ voll bis unter das Dach, zusätzlich Fahrgäste können damit nicht mehr transportiert werden, attraktiv ist das auch nicht. Das gleiche gilt natürlich auch für die S3, das dauerhafte Enden am Ostkreuz ist natürlich auch da nicht attraktivitätsfördernd. Insgesamt verschlingt die S9, für die die Südringkurve teuer errichtet wurde, wertvolle Kapazitäten auf der Stadtbahn, ohne wirklich neue Reiseoptionen anzubieten. Vielleicht hätte man die Kurve als Fernbahnabzweig errichten sollen, aber nur, um Schöneweide an die Stadtbahn anzubinden, ist das ganze dann auch etwas viel...
Ich sehe auch das ernorme Fahrgastaufkommen infolge der U5-Sperrung als Problem an. Die Züge zwischen Alex und Lichtenberg/Friedrichsfelde
Ost/Wuhletal platzen aus allen Nähten. Der Fahrgastwechsel dauert länger.
So wie jetzt gefahren wird, reicht es nicht aus...aber mehr geht eben nicht.
Hat man sich überhaupt Gedanken gemacht, ob die S-Bahn das zusätzlich aufnehmen kann? Ich bin der Meinung, sie kann es
nicht, nötig wären 6 Zuggruppen zwischen Alex und Lichtenberg.
Zitat
Jay
Ursprünglich war die Aussage, dass man Relaisstellwerke deutlich einfacher und lokaler an verschiedene Baustellenzustände anpassen kann [...] Inzwischen ist es aber genau andersrum. Altstellwerke unterliegen einer weitgehenden Veränderungssperre und werden nur noch in Ausnahmefällen angepasst. Insofern mussten mancherorts die Umstellung auf ESTW vorgezogen werden.

Die letzten bauzeitlichen Umstellungen weg von der Relaistechnik hin zur ESTW-Technik erfolgte nan Stellen, wo die örtlichen Stellwerke besondere Bauformen waren und deswegen nicht umgebaut werden durften. Aktuell gibt es zwei Stellen im Netz, wo wegen Bauarbeiten auf ESTW-Technik umgestellt wird bzw. wurde: Dresdener Bahn und Karower Kreuz. Marienfelde, Lichtenrade und Mahlow sind Sonderbauformem mit Reichsbahnadaption und Ableitung aus der U-Bahnsicherungstechnik. Die Umstellung am Karower Kreuz hat den Grund, dass die örtlichen elektromechanischen Stellwerke für die vielen Bauzustände zu behäbig sind. Auf der anderen Seite hat man bei der Entflechtung Strausbergs und dem anschließenden Begegnungsabschnitt Hegermühle es auch geschafft, zwei Altstellwerke anzupassen wovon ua. eines ein mechanisches Stellwerk ist. Diesen Aufwand tätigte man obwohl für Strausberg perspektivisch ein ESTW geplant ist.

Gibt es wirklich diese pauschale Veränderungssperre für alle Altstellwerke? Oder beschränkt sie sich nicht vielmehr auf besondere Bauformen? Es gab mal die Ausnahme, dass SpDrS60 (Standardstellwerk der Ex-DB) und GsII (Ex-DR) weiterhin errichtet werden dürfen. Darunter fiel Okc. Die vermeidlich vorzeitige Inbetriebnahme des ESTWS Ostkreuz dürfte eher daran liegen, dass mit der Inbetriebnahme der Südringkurve und dem neuen Bahnsteig Warschauer Straße der größte Teil der endgültigen Gleistopologie nun befahren wird. Hier sind schlicht keine tiefgreifende Infrastrukturveränderungen mehr zu erwarten. Der Einbau von ZBS begünstigte das natürlich. Das Paradebeispiel ist zur Zeit die Wiedereröffnung der Dresdener Bahn, wo ETCS wegen veränderten EU-Vorgaben vor 2020 nicht verbaut werden kann, aber der Betrieb trotzdem laufen muss. Hier hat man zahlreiche Hl-Signale neu gesetzt und Stellwerke (teils provisorisch) neuerrichtet oder angepasst. Vermutlich in der zulassungsfähigen weil altbewährten GsII-Technik.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2018 12:21 von Florian Schulz.
Ohne Worte

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!






Zitat
Tradibahner
Zitat
S-Bahn Berlin um 15:14 Uhr
Aktuelle Abweichungen im Betriebsablauf (Aktualisiert am 24.02. um 13:35 Uhr, weiterhin gültig)
Sehr geehrte Fahrgäste,

nach einem Polizei- und Notarzteinsatz in Ostbahnhof kommt es auf den Linien S 3, S 5, S 7, S 75 und S 9 noch zu Verspätungen und Zugausfällen.

Die Linie S 5 verkehrt durchgehend im 20-Minuten-Takt zwischen Westkreuz und Strausberg Nord.
Die Linie S75 verkehrt zwischen Wartenberg und Ostkreuz im 20-Minuten-Takt.

Wir bitten um Entschuldigung.

Ohne Worte

Hmm, wo sind die S75-Züge denn hin, dass man die nach fast zwei Stunden nicht einscheren kann? Da aber die S75 ohnehin vor der S5 nach Ostkreuz fährt, und bei der Fahrt nach Wartenberg in Ostkreuz von einem eigenen Gleis abfährt, auf dem sie eine verspätete S5 problemlos abwarten kann, frage ich mich, warum man den Zug nicht wieder einsetzt.

Außerdem fährt derzeit nur die Zuggruppe der S5, die ohnehin von der Eingleisigkeit betroffen ist, die zweite Zuggruppe bis Malsdorf ist davon eh unberührt.

Wenn man wahllos Züge herausnimmt, warum dann gerade die S5 währen der U5-Sperrung und nicht die S7 oder S3?
Auf der S7 gab es vorhin ab S+U Lichtenberg Richtung S Ahrensfelde einen Halbstundentakt, da zwei Züge nach S+U Lichtenberg zurückgezogen wurden.
@Arec : Das habe ich doch nun schon so oft erklärt. Das Personal muss erstmal sortiert werden. Um 13 Uhr setzt keine Frühschicht mehr einen Zug ein, die zu 13. 30 Uhr Feierabend hat und dann keine Ablösung bekommt, weil sie nicht in ihrem Plan ist. Nun ist die Spätschicht da und hat die S5-Züge wieder eingesetzt.
Zitat
Railroader
@Arec : Das habe ich doch nun schon so oft erklärt. Das Personal muss erstmal sortiert werden. Um 13 Uhr setzt keine Frühschicht mehr einen Zug ein, die zu 13. 30 Uhr Feierabend hat und dann keine Ablösung bekommt, weil sie nicht in ihrem Plan ist. Nun ist die Spätschicht da und hat die S5-Züge wieder eingesetzt.

Das ist aber für die S75 wirklich kein Grund, wie lange will man das vorgesehene Personal denn da bei der Streckenlänge sortieren, und wo will man dort ablösen, wenn nicht in Lichtenberg?

Unabhängig davon muss man auch für solche Fälle vorsorgen. Dass man den Verkehr auf zwei Linien wegen einer Bahnhofsperrung stundenlang halbiert, ist nun wirklich nicht hinnehmbar, zudem die S75 nicht mal am Ostbahnhof vorbeikommt und mit Stand jetzt immer noch im 20-Minuten-Takt unterwegs ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.02.2018 17:05 von Arec.
Ob die S75 nicht ohnehin wegen fehlendem Personal in der Spätschicht nur im 20 Minutentakt gefahren wäre, ist fraglich. Wäre ja nicht das erste Mal. Das Thema Vorsorge hatten wir doch nun schon mehrfach. Vorsorge heißt genügend Personal inkl. Reserven und das haben wir nicht. Das kannst du drehen und wenden wie du willst. Wir drehen uns da im Kreis. Solange nicht genügend Personal vorhanden ist, sind deine Vorschläge nicht umsetzbar.
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