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S-Bahn will bei Verspätungen nicht mehr überall halten
geschrieben von Tradibahner 
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Jay
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eiterfugel
Mein Gott, in New York klappt es doch auch, dass verspätete Local-Trains spontan zum Express werden.
Warum sollte es dann hier ein Problem sein? Besserer als ein aussetzender Zug ist es allemal.

In New York gibt es aber auch einen Informations-Overkill und damit das Gegenteil zu dem, was hier so läuft. Beim 481/482 kann keiner sagen, wann die Lautsprecher eines Viertels mal aussetzen und wann sie wieder da sind. Auf den Bahnsteigen ist die Automatik gerade bei Störungen auch schnell mal überfordert. Das sind keine wirklich guten Voraussetzungen für so eine Aktion. Davon abgesehen hat man eben nur zwei feststehende Stationen dafür ausgewählt, so dass der Wirkungsbereich dieser Maßnahme doch sehr begrenzt ist.

Ist doch verständlich, dass das Verfahren erst mal an zwei Bahnhöfen auf prinzipielle Machbarkeit 'getestet' wird. Sollte die 'Möglichkeit' des Verfahrens erweisen werden, so bin ich sicher, dass andere Stationen mit in den Katalog der 'Sprungkandidaten' aufgenommen werden. Sonnenallee, Storkower Straße, Prenzlauer Allee, Beusselstraße, Westend wären noch so prädestinierte Streichergebnisse.
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KT4
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Chep87
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KT4
Ist schon wieder April? Durch optionales Auslassen von Halensee und Hohenzollerndamm werden jetzt die Fahrzeugkrise gelöst und die Probleme der Ringbahn beseitigt? Ständige Störungen bei DB Netz beseitigen und 100% 8-Wagen-Züge auf die Ringbahn, alles andere ist ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver.
Besser als leer machen, wegstellen, 60 Minuten minus Verspätung warten, wieder einsetzen, isses allemal.

Absolut. Nur fehlt mir das Vertrauen, dass die S-Bahn es durch das Durchfahren an 2 Bahnhöfen wirklich schafft, verspätete Züge nicht mehr aus dem Verkehr zu ziehen. Von Unfällen nach dem Motto "ich dachte, die hält, waren ja Leute drin" mal abgesehen.

Zu jeder Lösung das passende Problem?
Die Gefahr geht vom _fahrenden_ Zug aus. Dazu ist vollkommen unerheblich, ob der in anhalten begriffen oder am durchfahren ist. Wenn ich einem sich bewegenden Zug zu nahe komme, tja... vielleicht zahlt's die Versicherung?
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Flexist
Wenn man es hinbekommt, dass die Züge mit der Streckengeschwindigkeit durchfahren, könnte das aber durchaus etwas Verbesserung bringen. Wenn man sie allerdings auf 40 Km/h runterbringen muss, dann ist es das sinnlose von dem manche reden. Ein Regionalexpress fährt immerhin mit deutlicher höherer Geschwindigkeit durch Bahnhöfe durch.

Das ist eine Regel, die Du gerade aufgestellt hast, aber in der Realität einfach nicht stimmt. Natürlich sparst du auch Zeit, wenn Du langsam den Bahnhof durchfährst. Nämlich Nettohaltezeit plus Zeit für die Beschleunigung plus zeit für die Verzögerung bis zum Stillstand plus Zeit für Türfreigabe/Abfertigung/Türschließen. Und einige Posts weiter oben hat sogar ein User den empirischen Fahrzeitgewinn genannt.
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schallundrausch
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Flexist
Wenn man es hinbekommt, dass die Züge mit der Streckengeschwindigkeit durchfahren, könnte das aber durchaus etwas Verbesserung bringen. Wenn man sie allerdings auf 40 Km/h runterbringen muss, dann ist es das sinnlose von dem manche reden. Ein Regionalexpress fährt immerhin mit deutlicher höherer Geschwindigkeit durch Bahnhöfe durch.

Das ist eine Regel, die Du gerade aufgestellt hast, aber in der Realität einfach nicht stimmt. Natürlich sparst du auch Zeit, wenn Du langsam den Bahnhof durchfährst. Nämlich Nettohaltezeit plus Zeit für die Beschleunigung plus zeit für die Verzögerung bis zum Stillstand plus Zeit für Türfreigabe/Abfertigung/Türschließen. Und einige Posts weiter oben hat sogar ein User den empirischen Fahrzeitgewinn genannt.

Das es jetzt nicht 5 Minuten sind, sehe ich ein. Aber es fällt pro Station ca. 30 Sekunden weg, dann noch die nicht benötigte Anfahrzeit, da der Zug ja schon die Geschwindigkeit hat. Müsste für 3 Stationen nah rankommen.
Kürzlich haben einige Foristen hier den Untergang des Abendlandes gesehen, weil die U5 am Alex von zwei Bahnsteigen abfährt. Tagelang haben wir über zurückgelassene Fahrgäste diskutiert und die Touristenmassen, die sich alle nicht zurecht finden. Dann ging die Sache in Betrieb und es funktionierte wunderbar. Offenbar halten ja einige Leute die Fahrgäste selbst für geistig so umnachtet, dass sie vor durchfahrende Züge laufen und bei jeder kleinen Abweichung völlig orientierungslos sind. Das trifft vielleicht auf einige zu, sicher aber nicht auf die Masse. Die meisten muss man nicht stets an der Hand führen, damit sie in der Lage sind, sich fortzubewegen.

Auch heute werden spontan Züge abgeleitet und nur in Einzelfällen verbleiben Leute im Zug und müssen wieder zurück. Das wird sich nie ganz vermeiden lassen. Zudem handelt es sich um einen Test. Man muss die Ergebnisse abwarten um zu beurteilen, ob es einen Nutzen hat. Ich denke aber, man sollte einem Versuch auch eine Chance geben, bevor man gleich wieder alles schlecht redet, was noch nicht einmal gestartet ist. Schließlich wurden, auch hier, immer wieder Maßnahmen von der S Bahn gefordert.
Hallo,

das hab ich zum ersten Mal gelesen (öhm, ich war in den letzten Jahren wegen Wegzug eher inaktiv in dem Forum)...

Hab ich das Prinzip richtig verstanden? Die S-Bahn zieht einen verspäteten Zug einfach aus dem Verkehr, stellt ihn 60-x Minuten ab und lässt den Zug dann wieder in seinen eigentlichen Fahrplan/Umlaufplan einsetzen? Das heißt also, eine komplette Ringfahrt fällt aus? o.O
Zitat
Adenosin

Hab ich das Prinzip richtig verstanden? Die S-Bahn zieht einen verspäteten Zug einfach aus dem Verkehr, stellt ihn 60-x Minuten ab und lässt den Zug dann wieder in seinen eigentlichen Fahrplan/Umlaufplan einsetzen? Das heißt also, eine komplette Ringfahrt fällt aus? o.O

Entweder so, oder der Zug wird nach Charlottenburg /Schöneweide /Blankenburg abgeleitet und dann wieder zugeführt oder man schiebt die Umläufe.
Ich find die Idee spitze :) und bin gespannt, was daraus wird
Die Zahl der Notbremsenbetätigung wird steigen.

Dann hat man wieder einen Grund ganze Abschnitte stillzulegen durch zurückgezogene Linien ;-)

Was ich bei Besuchen in anderen Foren oder Facebook bisher feststelle, das die Mehrheit den Vorschlag ablehnt und viele am Geisteszustand der Ideengeber zweifeln.

Wie ich finde zurecht.
Jetzt im RBB ein Beitrag zum Thema.
Zitat
micha774
Die Zahl der Notbremsenbetätigung wird steigen.

Dann hat man wieder einen Grund ganze Abschnitte stillzulegen durch zurückgezogene Linien ;-)

Was ich bei Besuchen in anderen Foren oder Facebook bisher feststelle, das die Mehrheit den Vorschlag ablehnt und viele am Geisteszustand der Ideengeber zweifeln.

Wie ich finde zurecht.

Es zieht auch beim Fußball Sonderverkehr keiner die Notbremse, weil der Zug in Messe Süd nicht hält. Aber das ist typisch Berlin. Erstmal wieder meckern. ;)
Klar, Sonderzüge sind ja auch so vergleichbar mit dem Vorschlag...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Klar, Sonderzüge sind ja auch so vergleichbar mit dem Vorschlag...

Wo ist für dich der Unterschied? Der einzige Unterschied ist, dass der Fahrgast es beim Sonderverkehr gewohnt ist und auf dem Ring noch nicht.
Wie ist es mit der Aufstellanlage Tempelhof. Waren dort nicht extra benannte Überholgleise vorgesehen.
Dort könnte doch ein dicht nachfolgender Zug den überfüllten Zug überholen.
Oder wurden die auch weggespart.

Gruß
Giebelsee
Zitat
Railroader


Es zieht auch beim Fußball Sonderverkehr keiner die Notbremse, weil der Zug in Messe Süd nicht hält

Oh doch. Leider schon oft erlebt aber nicht im genannten Bereich.

Bytheway: wer am Oly einsteigt will sicher nicht Messe Süd raus ;-)
Anstatt die Infrastruktur auszubauen (zu lassen), nennen wir Westend und, wie eben genannt, Tempelhof - Südkreuz, gängelt man die Fahrgäste, und Mitarbeiter der S-Bahn finden das natürlich gut.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Zitat
micha774

Oh doch. Leider schon oft erlebt aber nicht im genannten Bereich.

Die einzigen, die da bei mir Notbremsen gezogen haben, waren Fußballfans. Allerdings kam auch das nur 2 mal vor.

Und in Westkreuz steigen viele in die S5 ein und wissen mitunter nicht mal, dass das ein Sonderzug ist. Sieht man dann immer daran dass die wieder aussteigen, wenn man die Ansage macht.
Zitat
Giebelsee
Wie ist es mit der Aufstellanlage Tempelhof. Waren dort nicht extra benannte Überholgleise vorgesehen.
Dort könnte doch ein dicht nachfolgender Zug den überfüllten Zug überholen.
Oder wurden die auch weggespart.

Gruß
Giebelsee

Nein, die Zugbildungsanlage ist nur mit Rangierfahrten befahrbar (also mit 25 km/h).
Zitat
Tradibahner
Anstatt die Infrastruktur auszubauen (zu lassen), nennen wir Westend und, wie eben genannt, Tempelhof - Südkreuz, gängelt man die Fahrgäste, und Mitarbeiter der S-Bahn finden das natürlich gut.

Die Idee ist nicht neu und stammt sogar uA von einigen Tf der S-Bahn. Ich war schon Fan von der Idee, als die Geschäftsführung sie noch belächelt und abgelehnt hat. Ich frage mich was dagegen spricht, wenn man dadurch wirklich den Fahrplan stabilisieren kann und Hunderte Menschen dadurch pünktlicher ans Ziel kommen.
Vielleicht noch mal ein Beispiel aus der Praxis, was auch so fast täglich vorkommt. Ausgangssituation: Eine S41 ist im 5-Minutentakt mit 7 Minuten Verspätung unterwegs, vor ihr eine große Lücke, hinter ihr ist der nächste Zug schon zu sehen. Gegenwärtig würde man den 2. Zug nach Charlottenburg ableiten, leer nach Südkreuz zurück fahren und dort planmäßig auf der nächsten Runde wieder einsetzen. Der Zug fällt also ab Halensee eine dreiviertel Runde aus. Beim Ableiten nach Charlottenburg besteht die Gefahr, dass Fahrgäste die Ansage nicht mitbekommen haben und im Zug verbleiben.

Mit der neuen Regelung würde der erste Zug in Hohenzollerndamm und Halensee durchfahren. Macht man das 2 Runden, ist er wieder pünktlich. Ausfallen würde der Zug nur an 2 Stationen. Auch hier besteht die Gefahr, dass Fahrgäste im Zug verbleiben und zurück fahren müssen.

Was ist nun aber am Ende besser für den Großteil der Fahrgäste?
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