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S-Bahn will bei Verspätungen nicht mehr überall halten
geschrieben von Tradibahner 
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VBB/HVV
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Henning
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Krumme Lanke
ich finde die Idee auch nicht so prickelnd weil es gerade im Südwesten ist. Aber anderswo könnte man es erst recht nicht machen (Ostring :'D)

Warum ist der Südwesten des Ringes deiner Meinung nach nicht so prickelnd?

Drei Mal darfst Du raten (Tipp: Guck' mal auf seinen Namen.).

Möglicherweise weil es dort viele Umsteigebahnhöfe gibt?
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Mike485
Der Besteller besteht auf auf 60 Minuten Fahrzeit. Steht auch so im Verkehrsvertrag.

Und die Verkehrshalte in Hohenzollerndamm und Halensee stehen nicht im Verkehrsvertrag?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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Mike485

Ich finde die Idee gut, solange es keine Stationen betrifft, an denen ich tagtäglich ein- und auszusteigen pflege. Und da wir das ganze ja unter dem Deckmantel der Zuverlässigkeit der S-Bahn machen wollen, warum streichen wir die Halte Halensee oder Hohenzollerndamm für S41/S42 nicht gleich generell? Für die paar Fahrgäste zweiter Klasse, die nun ausgerechnet dort aus- oder einsteigen wollen, reicht ja wohl die S46 alle 20 Minuten? DAS wäre zuverlässig.

Ich kann es nur nochmal wiederholen: Das ist keine Allgemeinlösung bei Verspätungen. Es geht um einzelne Züge, die so viel Verspätung haben, dass der nachfolgende Zug unmittelbar folgt. Andernfalls würden die Fahrgäste zwar nicht 2 Minuten länger auf dem Bahnsteig warten, dafür dann aber auf der Strecke, weil sie dem Vordermann hinterherschleichen.

Es ist doch erstmal nur ein Versuch für ein paar Wochen in den Sommerferien. Wenn man feststellt, dass es nichts bringt und nur Verwirrung stiftet, wird man das Projekt genau so schnell wieder einstampfen wie andere Versuche auch. Aber was spricht denn gegen den Versuch? Der einsteigende Fahrgast in Hohenzollerndamm hat doch auch nichts davon, wenn es dann in Halensee heißt, dass der Zug wegen der Verspätung nach Charlottenburg abgeleitet wird. Und da sind dann eben deutlich mehr Leute von betroffen.

Ich halte die Lösung auch nicht für ideal, auch mir wäre ein Ausbau der Inrastruktur lieber. Wenn ich mich aber zwischen dem Durchfahren und dem Prozess, den wir jetzt bei Verspätungen haben entscheiden müsste, sehe ich den größeren Nutzen für den Großteil erstmal beim Durchfahren. Aber das ist eben neu, da muss man erstmal gucken, ob es wirklich funktioniert. Das findet man aber nur raus, in dem man es praktisch testet. Täte man nichts, wäre die Kritik auch wieder groß, dass die S-Bahn die Zustände einfach hinnimmt.
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Balu der Bär

Leider kann man nur eins konstatieren. Solange wie diese Firma keinen Wettbewerb hat, hat sie kein Incentive, besser zu werden.

Genau das Gegenteil ist der Fall: Weil man Druck wegen der Ausschreibungen hat und Frau Günther Maßnahmen erwartet, musste man nun reagieren.

Ich verstehe wirklich eines an der ganzen Diskussion nicht: Hier werden täglich auf dem Ring Züge irgendwo hin abgeleitet, 'ne Runde abgestellt, fallen dadurch für Tausende Fahrgäste aus. Das ist der gegenwärtige Zustand, wovon alle Fahrgäste des Rings betroffen sind. Noch nie hat jemand bei einer Ableitung bei mir eine Notbremse gezogen, weil er die Ansage nicht gehört hat, nur vereinzelt fahren Fahrgäste, die da nicht lang wollen, mit und müssen zurück. Nun gibt es eine nicht ideale Lösung, die diesen Zustand für viele aber verbessert und plötzlich ist das ein großer Skandal, weil 25-30 Fahrgäste pro Zug und Bahnsteig dann 1-2 Minuten länger warten müssen, während Tausende Zeit einsparen?
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Jay

Wie oft stehst du so am Alex und guckst dir das Chaos auf der U5 an? Es ist genau das eingetreten, was befürchtet wurde.

Ich fahre da hin und wieder mal lang, ein "Chaos" habe ich da bisher nicht erlebt und auch in einem Beitrag hier wurde ja mal geschrieben, dass es am ersten Tag sehr gesittet zuging. Zudem sollen doch da die Züge im 10-Minutentakt immer über das eigentliche Abfahrtsgleis fahren?

Ich weiß nicht, ich denke ja schon, dass die oftmals mitgeteilte Kritik in Fällen zutrifft, aber ich finde sie manchmal zu sehr überspitzt. Da habe ich oft das Bild von völlig verwirrten Menschenmassen im Kopf, die wild durch die Gegend rennen, vor die Züge fallen, alle Notbremsen ziehen, die Polizei anrufen... Tatsächlich erlebe ich es aber im Betrieb recht gesittet. Gut, ich sage auch eine Stationen vorher an, dass der Zug abgeleitet wird, dann nochmal zwischen den Stationen und dann nochmal an der letzten Station vor der Ableitung. Die Leute steigen alle aus, manche fragen ob der nächste Zug wieder durchfährt und bei 4 Ableitungen ist mal vereinzelt einer dabei, der es nicht gehört hat und zurückfährt. Die Weltuntergangsszenarien passen halt nicht zu meinen Erfahrungen im realen Betrieb, hm.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.2018 00:00 von Railroader.
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Wollankstraße
@Beförderungsfall Nr. 8821

Wie denn ? Vielleicht kann man davon lernen.
Dort hat man den Ring aufgebrochen und fährt ab Paddington nach Hammersmith - Was natürlich einen Umstieg erfordert, wenn man z.B. von Baker Street nach Notting Hill Gate fahren möchte.
Siehe [de.wikipedia.org]


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Henning
Ich würde einmal das gesamte Netz umgestalten und Linien einrichten, die nicht auf allen Stationen halten. So ist es auch z. B. bei der Kopenhagener S-Bahn oder bei der New Yorker U-Bahn. Wie findet ihr diese Idee?
Die New Yorker U-Bahn hat auf entsprechenden Abschnitten drei oder vier Gleise: Zwei Gleise für die Local- und ein bis zwei für die Express-Züge.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.2018 00:15 von Beförderungsfall Nr. 8821.
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Beförderungsfall Nr. 8821

Dort hat man den Ring aufgebrochen und fährt ab Paddington nach Hammersmith - Was natürlich einen Umstieg erfordert, wenn man z.B. von Baker Street nach Notting Hill Gate fahren möchte.

Finde ich sehr gut. Bin auch kein Freund von diesem Vollringkonzept.
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Logital
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GraphXBerlin
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mike485
Der Besteller besteht auf auf 60 Minuten Fahrzeit. Steht auch so im Verkehrsvertrag.
Danke. Das reicht mir schon wieder als Antwort.
Diese Erfindungen nach der Wende haben mich schon immer angeko**t. Ich sehe diesen ganzen AG-Umwandlungen-, und Bestellerkram nebst Verkehrsvertrag einfach nur hinderlich um einen eigenverantwortlichen Betrieb zu machen. Hier halte ich das müde "damals war alles besser" für durchaus angebracht. Da wurde einfach von erfahrenen Leuten geplant und eingesetzt ohne irgendwelche Leistungen und Verträge zu erfüllen.

Bevor es dir durch den Hals wieder nach oben kommt könnte mike485 ja mal erklären wo das im aktuellen Ringvertrag steht.

Es gilt im aktuellen Interimsvertrag die Anlage VA/Verkehrsangebot. Unter Punkt 1.2. sind für die Streckenabschnitte Südkreuz -- Südkreuz (Ring) 59 Minuten, für Baumschulenweg -- Königs Wusterhausen 28 Minuten als Reisezeitobergrenze festgelegt. Es wird allerdings ermöglicht, sinnvolle Reisezeitverlängerungen im Interesse des Fahrplan- und Anschlussgefüges einvernehmlich zu vereinbaren. Gut, hier war ich (vor Ärger) tatsächlich nicht fair. Mir war noch was von 59:24 einschließlich Tempelhofer Feld in Erinnerung, das gilt aber erst ab 2023.
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Railroader
Finde ich sehr gut. Bin auch kein Freund von diesem Vollringkonzept.
Den Ring find ich schon ganz praktisch, auch wenn er betrieblich eine Herausforderung ist.

Aber zur Not kann man in Berlin ja auch die S41/42 bspw. demnächst Gesundbrunnen->Westkreuz->Südkreuz->Ostkreuz->Gesundbrunnen->Hauptbahnhof und zurück fahren lassen (oder auch nicht, falls das betrieblicher Unfug ist).
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821


Aber zur Not kann man in Berlin ja auch die S41/42 bspw. demnächst Gesundbrunnen->Westkreuz->Südkreuz->Ostkreuz->Gesundbrunnen->Hauptbahnhof und zurück fahren lassen (oder auch nicht, falls das betrieblicher Unfug ist).

Am Besten fände ich auch die Lösung mit dem 2. Bahnsteig in Westend und dann S41 Westend-Westend und dann mit Wendezeit als S42 zurück und umgekehrt. Ähnlich wie bei der Hamburger U3. Das fände ich persönlich ideal und ich habe auch wenig Verständnis dafür, dass man so ein Projekt nicht langfristig angeht. Was die aktuellen Maßnahmen betrifft musste man halt irgendwas liefern, was kurzfristig umsetzbar ist. Das Hauptproblem wird das nicht lösen, keine Frage, aber es könnte dazu dienen, kurzfristig etwas Abhilfe zu schaffen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.2018 00:31 von Railroader.
Da ich die U5 fast täglich nutze kann von einem Chaos am Alex keine Rede sein.
Was aber manchmal vorkommt das die ankommende U5 sagt "Ausstieg rechts" dann aber am anderen Bahnsteig hält wo links ausgestiegen wird. Das führt im 10er Takt dazu das man Schillingstr auf den Vordermann wartet und dadurch am Alex die U8 nach Hermannstr verpasst wo man i.d.R.nur 1min Umsteigezeit hat.
Zitat
micha774
Da ich die U5 fast täglich nutze kann von einem Chaos am Alex keine Rede sein.
.

Naja, hat halt jeder irgendwie eine andere Difinition von "Chaos". Meine Schwester hat am Alex auch schon 'ne Bahn verpasst, weil sie auf der falschen Seite stand. Sie hat es aber mit Humor genommen und wenn ich da bin und die Leute auf dem anderen "falschen" Bahnsteig stehen sehe, macht es oft den Eindruck, als mache es ihnen nichts aus, den nächten Zug zu nehmen. Die stehen ruhig da und warten dann halt auf die nächste Bahn. Diesen hier imlplizierten Stress habe ich nie erlebt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.2018 15:49 von Railroader.
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Mike485
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Logital
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GraphXBerlin
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mike485
Der Besteller besteht auf auf 60 Minuten Fahrzeit. Steht auch so im Verkehrsvertrag.
Danke. Das reicht mir schon wieder als Antwort.
Diese Erfindungen nach der Wende haben mich schon immer angeko**t. Ich sehe diesen ganzen AG-Umwandlungen-, und Bestellerkram nebst Verkehrsvertrag einfach nur hinderlich um einen eigenverantwortlichen Betrieb zu machen. Hier halte ich das müde "damals war alles besser" für durchaus angebracht. Da wurde einfach von erfahrenen Leuten geplant und eingesetzt ohne irgendwelche Leistungen und Verträge zu erfüllen.

Bevor es dir durch den Hals wieder nach oben kommt könnte mike485 ja mal erklären wo das im aktuellen Ringvertrag steht.

Es gilt im aktuellen Interimsvertrag die Anlage VA/Verkehrsangebot. Unter Punkt 1.2. sind für die Streckenabschnitte Südkreuz -- Südkreuz (Ring) 59 Minuten, für Baumschulenweg -- Königs Wusterhausen 28 Minuten als Reisezeitobergrenze festgelegt. Es wird allerdings ermöglicht, sinnvolle Reisezeitverlängerungen im Interesse des Fahrplan- und Anschlussgefüges einvernehmlich zu vereinbaren. Gut, hier war ich (vor Ärger) tatsächlich nicht fair. Mir war noch was von 59:24 einschließlich Tempelhofer Feld in Erinnerung, das gilt aber erst ab 2023.

Richtig. Und die 59:24 stehen im Anhang T. Anhang T definiert die Fahrzeuganforderungen, nicht die Fahrplananforderungen. Am Ende ist es übrigens immer DB Netz die entscheiden ob ein Fahrplan gefahren werden kann.

*******
Achtung! Türen können automatisch öffnen!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.2018 06:34 von Logital.
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B-V 3313
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Mike485
Der Besteller besteht auf auf 60 Minuten Fahrzeit. Steht auch so im Verkehrsvertrag.

Und die Verkehrshalte in Hohenzollerndamm und Halensee stehen nicht im Verkehrsvertrag?

Letztlich ist das auslassen der Halte genauso eine dispositive Entscheidung wie der Ausfall eines Zuges oder das ableiten eines Zuges.
Der Verträg definiert eben nur den Sollzustand und die finanziellen Folgen wenn von diesem abgewichen wird.

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Achtung! Türen können automatisch öffnen!
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Logital
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B-V 3313
Zitat
Mike485
Der Besteller besteht auf auf 60 Minuten Fahrzeit. Steht auch so im Verkehrsvertrag.

Und die Verkehrshalte in Hohenzollerndamm und Halensee stehen nicht im Verkehrsvertrag?

Letztlich ist das auslassen der Halte genauso eine dispositive Entscheidung wie der Ausfall eines Zuges oder das ableiten eines Zuges.
Der Verträg definiert eben nur den Sollzustand und die finanziellen Folgen wenn von diesem abgewichen wird.

Da sind wir auch wieder beim Punkt: Die Durchfahrt an zwei Halten dürfte berechtigt (!) besser bezahlt werden als der Ausfall einer Fahrt bedingt durch Aussetzen, Ableiten oder mehr als Taktlänge verspätete Fahrt.
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Jay
Und, ja es gibt so einige Leute, die dann da [am Alex] im Abendverkehr 19 (statt 9) Minuten warten! Und die Rollifahrer müssen sich entscheiden, welchen Bahnsteig sie nehmen und haben dann kaum eine Chance bei der falschen Wahl noch rechtzeitig zu wechseln.

Wurde nicht versprochen, zu Zeiten des 10-min-Takts nur vom "normalen" Hönower Bahnsteig abzufahren?

Zurück zum Thema: ich stimme Railroader da zu, man sollte es einfach mal versuchen. Der Charme besteht ja darin, dass man es kurzfristig und mit wenig Aufwand ausprobieren kann - und bei Scheitern keine großen Investitionen in den Sand gesetzt hat. Das kann natürlich den mittelfristigen Ausbau der Infrastruktur nicht ersetzen (und genau das ist auch die Gefahr: wenn es funktioniert, sinkt der Handlungsdruck auf die Politik, endlich einen bedarfsgerechten Ausbau in die Wege zu leiten).
Zitat
M48er
Es gibt meines Wissens Gründe dafür, wieso der Südwestring-Abschnitt ausgewählt wurde. Die S-Bahn möchte am liebsten drei fahrgastschwächere Bahnhöfe nacheinander bei einer dispositiven Anordnung auslassen. Daher soll das erst mal dort ausprobiert werden. Eine Übertragung auf andere Streckenabschnitte und nachfrageschwächere Bahnhöfe - ggf. auch außerhalb des Rings wie Gehrenseestraße, Wuhlheide oder Hirschgarten - halte ich bei einem Erfolg des Testbetriebs durchaus für wahrscheinlich.

Ich hoffe doch, dass man dabei Maß bewahrt und nicht nur auf die Vertragserfüllung gegenüber dem Besteller schaut. Es ist ein Unterschied, ob der nächste überall haltende Zug im Blockabstand folgt oder erst nach 8 min - vor allem, wenn auch noch ein Anschluss dran hängt und so für die betroffenen Fahrgäste eine Fahrzeitverlängerung von 20 min entsteht (z.B. beim 190er in Wuhlheide).

Der Hauptsinn solcher Maßnahmen sollte außerdem sein, eine Übertragung der Verspätung auf andere Züge zu verhindern. Die Gefahr ist bei der Ringbahn, bei der Pufferzeiten an Endstationen fehlen und deren Gleise durch S45, S46, S47, S8 und S85 mitgenutzt werden, eben besonders hoch. Kritisch könnten auch noch eingleisige Abschnitte im weiteren Verlauf sein, gerade das ist auf der S3 und S75 aber auch nicht gegeben. Bei der S3 hat man das in gewissem Maße vielleicht auf der Stadtbahn - aber die halte ich wiederum (fertiggestellte Infrastruktur vorausgesetzt) nicht für so verspätungsanfällig, dass man hier besondere Maßnahmen ergreifen müsste.
Zitat
Railroader

Ich kann es nur nochmal wiederholen: Das ist keine Allgemeinlösung bei Verspätungen. Es geht um einzelne Züge, die so viel Verspätung haben, dass der nachfolgende Zug unmittelbar folgt. Andernfalls würden die Fahrgäste zwar nicht 2 Minuten länger auf dem Bahnsteig warten, dafür dann aber auf der Strecke, weil sie dem Vordermann hinterherschleichen.

Es ist doch erstmal nur ein Versuch für ein paar Wochen in den Sommerferien. Wenn man feststellt, dass es nichts bringt und nur Verwirrung stiftet, wird man das Projekt genau so schnell wieder einstampfen wie andere Versuche auch. Aber was spricht denn gegen den Versuch? Der einsteigende Fahrgast in Hohenzollerndamm hat doch auch nichts davon, wenn es dann in Halensee heißt, dass der Zug wegen der Verspätung nach Charlottenburg abgeleitet wird. Und da sind dann eben deutlich mehr Leute von betroffen.

Ich halte die Lösung auch nicht für ideal, auch mir wäre ein Ausbau der Inrastruktur lieber. Wenn ich mich aber zwischen dem Durchfahren und dem Prozess, den wir jetzt bei Verspätungen haben entscheiden müsste, sehe ich den größeren Nutzen für den Großteil erstmal beim Durchfahren. Aber das ist eben neu, da muss man erstmal gucken, ob es wirklich funktioniert. Das findet man aber nur raus, in dem man es praktisch testet. Täte man nichts, wäre die Kritik auch wieder groß, dass die S-Bahn die Zustände einfach hinnimmt.

Danke +1 Sehr gerne biete ich meine zu-Hause-Station dafür an, dann muss ich den überfüllten Zug, der lange am Bahnsteig wegen Fahrgastwechsel warten muss, nicht abwarten, da der einfach zügig durchfährt und dem leeren Folgezug Platz macht

Ist in so einem Fall Notbremse ziehen nicht eine Straftat? Oder haben alljene Ziehenden so assi-gute Anwälte?
Als nächstes dann bitte werden auf dem Ring nur jeder zweite Bahnhof bedient und die Gegenseite übernimmt die anderen Bahnhöfe.

Dann geht die Runde auch in 50min und man spart 2 bis 4 Züge. Da Buchner seine Idee ernst meint ist mein Vorschlag ironiefrei.

Oder die ersten drei Wagen halten zwischen Ostkreuz und Westkreuz nur im südlichen Bereich die Wagen 4 bis 6 nur im nördlichen Bereich.

Haltewunsch natürlich nur auf Knopfdruck ;-)
Zitat
def
Ich hoffe doch, dass man dabei Maß bewahrt und nicht nur auf die Vertragserfüllung gegenüber dem Besteller schaut. Es ist ein Unterschied, ob der nächste überall haltende Zug im Blockabstand folgt oder erst nach 8 min - vor allem, wenn auch noch ein Anschluss dran hängt und so für die betroffenen Fahrgäste eine Fahrzeitverlängerung von 20 min entsteht (z.B. beim 190er in Wuhlheide).

Ich sehe das ähnlich. Es besteht die Gefahr, dass dies wieder einmal ein Fall von "Operation gelungen - Patient tot!" ist.
Vielleicht lässt sich der Ring damit ein wenig stabilisieren. Und das ohne jeglichen Mehraufwand an Personal, Fahrzeugen oder Streckeninfrastruktur - für den Betreiber klingt das sehr attraktiv.
Doch der Preis dafür wird sein, dass wir dann einige Bahnhöfe - es sollen ja immer die gleichen sein - haben, wo das Verkehrsangebot bei weitem nicht dem bestellten Fahrplan entspricht. Für den Fahrgast besteht dann auch keinerlei Möglichkeit, seine Wartezeit zu kalkulieren. Und zwar sowohl für den, der auf einem der Bahnhöfe wartet, als auch für den, der erst noch mit der S-Bahn dahin möchte. Dafür darf er sich dann entweder durchfahrende Züge oder eben seinen Zielbahnhof während der Durchfahrt anschauen. Und ich gehe jede Wette ein, dass der nächste Zug meistens nicht im Blockabstand, sondern eher in den oben genannten 8 Minuten folgen wird.
Vielelicht kann man dann ja nach einiger Zeit die Bahnhöfe wegen Fahrgastmangel ganz schließen - dann haben wir eine dauerhafte Lösung des Problems gefunden...

Das ist nicht viel anders, wie das immer wieder erfolgende Herausnehmen der gleichen Zuggruppen/Linien, sobald eine etwas größere Störung im S-Bahn-Netz anzutreffen ist. Hier sind insbesondere die Linien S26 (bzw. vormals die "kurze" S25), die S85 und die S45 betroffen - für etliche Fahrgäste bedeutet dass immer wieder ein 20 statt 10-Minuten-Takt. Ein wenig klingt das nach dem Motto: "Oh eine Störung in Spandau - sofort Linie S26 einstellen!"

Ingolf
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