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Fragenthread (Q3/2018)
geschrieben von anonym001 
Meines Wissens war Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges. Daher dachte ich, dass in diesem Zeitraum kaum Züge fuhren, weil viele Strecken dadurch zerstört wurden.
...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.08.2018 23:46 von Henning.
Zitat

"Henning" am 20.8.2018 um 23.30 Uhr:

Zitat

1942/43 hat der Fotograf Max Ittenbach für das Reichsverkehrsministerium (unter anderem) zwei S/W-Fotos von S-Bahnzügen mit farbigen Zielschildern aufgenommen:

Das war aber während des zweiten Weltkrieges. Meines Wissens durfte man in diesem Zeitraum kaum Fotos machen [...]

Egal, wie der S-Bahnbetrieb 1942/43 verlief, oder welche Orte von "Normalsterblichen" nicht fotografiert werden durften ... wenn jemand im Auftrag des Reichsverkehrsministeriums unterwegs war, dann durfte der das.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Henning
Meines Wissens war Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges.

Nein, das war Köln, wie ich kürzlich in einer Fernsehreportage erfahren habe.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
krickstadt
Zitat

"Henning" am 20.8.2018 um 23.30 Uhr:

Zitat

1942/43 hat der Fotograf Max Ittenbach für das Reichsverkehrsministerium (unter anderem) zwei S/W-Fotos von S-Bahnzügen mit farbigen Zielschildern aufgenommen:

Das war aber während des zweiten Weltkrieges. Meines Wissens durfte man in diesem Zeitraum kaum Fotos machen [...]

Egal, wie der S-Bahnbetrieb 1942/43 verlief, oder welche Orte von "Normalsterblichen" nicht fotografiert werden durften ... wenn jemand im Auftrag des Reichsverkehrsministeriums unterwegs war, dann durfte der das.

Korrekt. Davon abgesehen reicht es ja, wenn im gesamten Zeitraum nur ein einziger Zug fuhr und dieser eine Zug ausgerechnet ein farbiges Zielschild hatte.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2018 07:03 von Wutzkman.
Warum hat das Karlshorster Kehrgleis keine Podeste (gibt es da einen Fachbegriff?)? Darf da dann trotzdem gekehrt werden? (Stichwort Arbeitendenschutz, Gesetze, etc.)
T6
Re: Fragenthread (Q3/2018)
21.08.2018 14:56
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Henning
Meines Wissens war Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges.

Nein, das war Köln, wie ich kürzlich in einer Fernsehreportage erfahren habe.

Am Grad der Zerstörung an Wohnraum gemessen - Düren.
99%

Coventriert.

Köln als am meisten zerstörte Großstadt auf Platz 12 mit 70% Zerstörung.

Zerstörung deutscher Städte WW II
Zitat
Henning
Meines Wissens war Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges.

Da Berlin mit noch deutlichen größerem Abstand als heute auch damals schon die größte deutsche Stadt war, ist es nicht weiter verwunderlich, dass in absoluten Zahlen die meisten zerstörten Wohnungen gab. In Berlin wurden mehr Wohnungen zerstört als es in Köln überhaupt vor dem Krieg gab.

Mit anderen Bezugsgrößen und vor allem in Relation zur Stadtgröße sieht das natürlich wieder anders aus.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2018 15:13 von Lopi2000.
Re: Fragenthread (Q3/2018)
21.08.2018 15:23
Zitat
Lopi2000
Zitat
Henning
Meines Wissens war Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges.

Da Berlin mit noch deutlichen größerem Abstand als heute auch damals schon die größte deutsche Stadt war, ist es nicht weiter verwunderlich, dass in absoluten Zahlen die meisten zerstörten Wohnungen gab. In Berlin wurden mehr Wohnungen zerstört als es in Köln überhaupt vor dem Krieg gab.

Mit anderen Bezugsgrößen und vor allem in Relation zur Stadtgröße sieht das natürlich wieder anders aus.

Letztendlich hat sich in Berlin gegenüber anderen, nicht preußischen Städten, der Hobrechtplan mit seiner relativ hohen Brandsicherheit positiv ausgewirkt. Daher hat man mit sehr viel Bomben lediglich viel erreicht, während in Hamburg bereits viele Bomben zur Einäscherung der Stadt geführt haben.

Köln und Hamburg waren von England aus auch besser erreichbar - nach Berlin musste man ja immerhin ca. 800 km (hin und zurück) über Feindesland fliegen. Von daher hat man Köln und Hamburg vermutlich auch lieber bombardiert.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Henning
Meines Wissens war Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges. Daher dachte ich, dass in diesem Zeitraum kaum Züge fuhren, weil viele Strecken dadurch zerstört wurden.

Als größte deutsche Stadt war die Reichshauptstadt schon ab Mitte 1940 bevorzugtes Ziel für den angloamerikanischen Bombenterror. Trotz der dadurch entstandenen starken Schäden an der Bahninfrastruktur wurde nach jedem Luftangriff sofort mit der Wiederherstellung der Verkehrsverbindungen begonnen. Zur schnellen Instandsetzung betriebswichtiger Infrastruktur wurden besondere Bautrupps aus Pionieren der Wehrmacht und Eisenbahnern gebildet. Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge mussten Blindgänger entschärfen und beräumen. Dadurch war das Schnellbahnnetzes bis zur Einnahme der Stadt durch die Rote Armee funktionstüchtig, wenn auch die Betriebseinschränkungen zunahmen.
Erst durch die direkten Kampfhandlungen, Sprengung von Brücken und anderen Bauwerken sowie Zerstörung der Kraftwerke, Unterwerke und Kabel Ende April 1945 brach der Betrieb vollständig zusammen. Nach Angaben in der Literatur wurde 1943 die größte jemals erreichte Beförderungsleistung der Berliner S-Bahn mit rund 700 Millionen Reisenden erzielt.

so long

Mario
Zitat
T6
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Henning
Meines Wissens war Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges.

Nein, das war Köln, wie ich kürzlich in einer Fernsehreportage erfahren habe.

Am Grad der Zerstörung an Wohnraum gemessen - Düren.
99%

Coventriert.

Köln als am meisten zerstörte Großstadt auf Platz 12 mit 70% Zerstörung.

Zerstörung deutscher Städte WW II

Die Anzahl der Bombenangriffe hat doch nichts mit dem Grad der Zerstörung zu tun. Wirft man immer wieder Bomben auf eine bereits total zerstörte Fläche, geht doch nicht immer mehr kaputt. Viele Bomben sind zum Beispiel auch in den Müggelsee geworfen worden, da passierte überhaupt nichts weiter, bis auf die Zerstörung einiger Ausflugslokale. Vermutlich wurde Düren mit nur einem einzigen Bombenangriff dem Erdboden gleich gemacht, während man es in Köln nur zu gut zwei Dritteln schaffte, obgleich man der Stadt die meisten Bombenangriffe angedeihen ließ. Die Anzahl der Bombenangriffe hat übrigens auch nicht das geringste mit der Anzahl der Bomben zu tun. So kann während eines Angriffs gerade mal eine Bombe abgeworfen werden und bei einem weitern derer 250.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Der RE1 wird momentan wegen eines Brandes über Lichtenberg und Gesundbrunnen umgeleitet. Weiß jemand, wo es brennt bzw. gebrannt hat? Die S-Bahn scheint nicht betroffen.

Seit wann wird eigentlich bei der S-Bahn als Grund für Unregelmäßigkeiten oder Ausfälle "Fehlverhalten von Fahrgästen" genannt?
Da wurde eine Notbremse gezogen aus unbefugtem Grund.
Zitat
DMasters
Der RE1 wird momentan wegen eines Brandes über Lichtenberg und Gesundbrunnen umgeleitet. Weiß jemand, wo es brennt bzw. gebrannt hat? Die S-Bahn scheint nicht betroffen.

Seit wann wird eigentlich bei der S-Bahn als Grund für Unregelmäßigkeiten oder Ausfälle "Fehlverhalten von Fahrgästen" genannt?

Echt solche Ansagen gibt es? Das ist ja äußerst wertend. Darf diese Aussage überhaupt ohne höchstrichterlichen Gerichtsbeschluss im Namen des Volkes getroffen werden? :-)

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Zitat
PassusDuriusculus
Da wurde eine Notbremse gezogen aus unbefugtem Grund.

Das ist aber doch kein Brand.
Seine Frage hat ja auch nichts mit seiner ersten Meldung zu tun.
Zitat
der weiße bim
Zitat
Henning
Meines Wissens war Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges. Daher dachte ich, dass in diesem Zeitraum kaum Züge fuhren, weil viele Strecken dadurch zerstört wurden.

Als größte deutsche Stadt war die Reichshauptstadt schon ab Mitte 1940 bevorzugtes Ziel für den angloamerikanischen Bombenterror.

Berlin wurde von der britischen Kriegserklärung bis zur Kapitulation kontinuierlich bombardiert und ist damit die Stadt mit den meisten Bombenangriffen. Die Luftwaffe war blamiert, als am 3.9.1939 Berlin von der Royal Air Force bombardiert wurde. Auch die schwersten Angriffe der europäischen Geschichte fanden im Rahmen der sechsjährigen "Battle of Berlin" auf Berlin statt. Straßenbreite und Güte der Bausubstanz verhinderten jedoch einen Feuersturm wie in Lübeck, Hamburg, Dresden oder den japanischen Städten. Daher versuchte man durch ständige Wiederholung von Angriffen bis zuletzt vergleichbare Schäden zu erreichen. Erst als die Rote Armee dagegen protestierte, dass ihre Jäger über Berlin abgeschossen werden, wurden die angloamerikanischen Angriffe eingestellt (die sowjetischen natürlich nicht). Infrastruktur zu reparieren gab es daher in Berlin den ganzen Krieg lang. Die Stillegung der Ringbahnkurven 1944 dürfte die erste dauerhafte Außerbetriebnahme aufgrund von Bombenangriffen gewesen sein.

Berlins Straßen sind zu eng, um sie nur dem MIV zu opfern!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.08.2018 00:12 von dubito ergo sum.
Berlin wurde allerdings aufgrund seiner Funktion als Hauptstadt und Rüstungszentrum besonders stark von Flak und Luftjagd verteidigt,
teils mit dann bis dato unkonventionellen Methoden ( Stichwort "Wilde Sau") so das sich die Wirkung von Bombenangriffen verteilte.
Anlaß zur wilden Sau waren die die Bombenangriffe auf HH, wo durch erstmalige flächendeckene Störung der deutschen Funkmesstellungen
die Flakbasierte Luftabwehr praktisch blind war und nur Sperrfeuer schießen konnte, mit wenig Wirkung.
Aus obingem Grund waren auch nach Angriffen stets gewaltige Anstrengungen zur Wiederherstellung des Verkehrs in Berlin an der Tagesordnung.
erst zum unmittelbaren Einmarsch der Russen kam der Verkehr zum erliegen,
bei der S-Bahn vergleichbar mit dem Wirken von Heinemann und co... ( Achtung Ironie, Hennig)

T6JP
Nach welchem Muster werden Busse/Bahnen und Bahnhöfe bei der BVG gereinigt?
Mir fallen in letzter Zeit häufiger verdreckte Fahrzeuge/ Bahnhöfe auf.
Bei der S-Bahn kann man dies per Whatsapp melden, bei der BVG wäre dieser Service auch wünschenswert.
Bei der Straßenbahn werden die Züge nach dem Einrücken in die Höfe gereinigt,
für einige Linien gibt es Zwischenreinigung an den Endstellen ( z.B. Ahrensfelde/Riesaer Str).
Werden Straßenbahnzüge tagsüber von Fahr"gästen" verunreinigt, bleibts bis zur Reinigung so,
bei vollgekotzen Wagen wird eine Auswechslung angestrebt.

T6JP
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