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BVG-Fähren im Tagesspiegel-Bericht
geschrieben von Deutsche_Oper 
Der Tagesspiegel berichtet über den BVG-Fährverkehr.

[www.tagesspiegel.de]

Ich finde die (geplante) Einstellung der F11 auch irgendwie schade (da ich dort nicht wohne, kann ich freilich zur Nutzung wenig sagen), aber das Radweg-Argument erscheint mir denn doch ein allzu plumper Versuch zu sein, RRG ein mundgerechtes Argument zu servieren.

Was die Kladow-Fähre (wo ich ebenfalls nicht wohne) betrifft, scheint der Senat hingegen echt aus dem Mußtopf zu kommen. Der Stundentakt entspricht dem Bedarf schon lange nicht mehr. Hier wäre ein zweites Boot eine wirkliche Entlastung (besonders jetzt bei den dortigen Strassensperrungen). Kann man das F11 Elektroboot, auch wenn es natürlich kleiner ist – nicht wenigstens umsetzen, oder ist es aufgrund der Streckenlänge hierfür auch technisch nicht geeignet?

Ceterum censeo U5 esse aedificandam



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.2018 11:25 von Deutsche_Oper.
Zitat
Deutsche_Oper
Was die Kladow-Fähre (wo ich ebenfalls nicht wohne) betrifft, scheint der Senat hingegen echt aus dem Mußtopf zu kommen. Der Stundentakt entspricht dem Bedarf schon lange nicht mehr. Hier wäre ein zweites Boot eine wirkliche Entlastung (besonders jetzt bei den dortigen Strassensperren). Kann man das F11 Elektroboot, auch wenn es natürlich kleiner ist – nicht wenigstens umsetzen, oder ist es aufgrund der Streckenlänge hierfür auch technisch nicht geeignet?

Nein, weil es völlig überfordert wäre. Rechnerisch gäbe es natürlich pro Stunde/Tag ein paar Plätze mehr, praktisch hilft es nichts, wenn die Fahrgastmenge eines heutigen F10-Schiffs plötzlich in das F11-Elektroboot möchte.
Zitat
def
Zitat
Deutsche_Oper
Was die Kladow-Fähre (wo ich ebenfalls nicht wohne) betrifft, scheint der Senat hingegen echt aus dem Mußtopf zu kommen. Der Stundentakt entspricht dem Bedarf schon lange nicht mehr. Hier wäre ein zweites Boot eine wirkliche Entlastung (besonders jetzt bei den dortigen Strassensperren). Kann man das F11 Elektroboot, auch wenn es natürlich kleiner ist – nicht wenigstens umsetzen, oder ist es aufgrund der Streckenlänge hierfür auch technisch nicht geeignet?

Nein, weil es völlig überfordert wäre. Rechnerisch gäbe es natürlich pro Stunde/Tag ein paar Plätze mehr, praktisch hilft es nichts, wenn die Fahrgastmenge eines heutigen F10-Schiffs plötzlich in das F11-Elektroboot möchte.

Dann halt kein 30-Minuten-Takt auf der F10, sondern ein 15/45-Minuten-Takt Das F11-Minischiff halt kurz nach dem Hauptschiff als Rest (zumindest im BV) und wenn die Fahrgastzahlen zu bestimmten Zeiten nicht für das große Schiff ausreichen kann man als Lumpensammler, Wochenendfrühschiff einsetzen
Zitat
PassusDuriusculus
Dann halt kein 30-Minuten-Takt auf der F10, sondern ein 15/45-Minuten-Takt Das F11-Minischiff halt kurz nach dem Hauptschiff als Rest (zumindest im BV) und wenn die Fahrgastzahlen zu bestimmten Zeiten nicht für das große Schiff ausreichen kann man als Lumpensammler, Wochenendfrühschiff einsetzen

Irgendwas macht die ÖPNV-Lobby falsch. Während sich die Konkurrenz nicht zu schade ist, gewaltige Autobahnen quer durch dichtbesiedelte Gebiete zu fordern, ist man in ÖPNV-Kreisen schon zu bescheiden, ein zweites Schiff für eine städtische Fährlinie auch nur anzudenken, um sie wenigstens auf einen 30-min-Takt verdichten zu können. Selbst dieser 30-min-Takt wäre noch deutlich schlechter als das, was sonst so in Berlin angeboten wird. Es darf bloß alles kein Geld kosten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.2018 11:11 von def.
Zitat

Es darf bloß alles kein Geld kosten.

In der Ansicht ist man hier sich doch auch nicht zu schade, wenn es um U-Bahn vs. Tram geht. So zieht das Dogma "möglichst billig wenn es nicht kostenlos geht" halt seine Kreise ...
Zitat
Havelländer
Zitat

Es darf bloß alles kein Geld kosten.

In der Ansicht ist man hier sich doch auch nicht zu schade, wenn es um U-Bahn vs. Tram geht. So zieht das Dogma "möglichst billig wenn es nicht kostenlos geht" halt seine Kreise ...

Also ich höre in den letzten Tagen eigentlich erstmalig in der Öffentlichkeit von Kapazitätsengpässen auf der F10, außer sonntags bei gutem Wetter. Von daher denke ich nicht, dass hier aus falscher Sparsamkeit keine Verdichtung vorhanden ist, sondern wegen mangelndem politischem Druck und vielleicht auch wegen der das Angebot meistens nicht überschreitenden Nachfrage - Wochenende bei gutem Wetter jetzt mal ausgenommen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Havelländer
Zitat

Es darf bloß alles kein Geld kosten.

In der Ansicht ist man hier sich doch auch nicht zu schade, wenn es um U-Bahn vs. Tram geht. So zieht das Dogma "möglichst billig wenn es nicht kostenlos geht" halt seine Kreise ...

Ach, der Spandau-Staakener Kursbuch-Leser "Karl Lauterbach" ist mal wieder da. :) Die Vergleiche hinken aber weiterhin.

Zitat
Nemo
Also ich höre in den letzten Tagen eigentlich erstmalig in der Öffentlichkeit von Kapazitätsengpässen auf der F10, außer sonntags bei gutem Wetter. Von daher denke ich nicht, dass hier aus falscher Sparsamkeit keine Verdichtung vorhanden ist, sondern wegen mangelndem politischem Druck und vielleicht auch wegen der das Angebot meistens nicht überschreitenden Nachfrage - Wochenende bei gutem Wetter jetzt mal ausgenommen.

Nun ist ein 60-min-Takt im Stadtverkehr aber auch kein adäquates Angebot, das irgendwen hinterm Ofen hervorlockt.
Die F 10 ist nun mal „kein Ausflugsdampfer, sondern ein schwimmender Bus“ - derartige Meinungsäußerungen der BVG wirken auf mich einigermaßen unverständlich.

Es gab Zeiten, in denen die Berliner Straßenbahn ihre höchsten Fahrgastzahlen an Sonntagen hatte - diese Tatsache scheint in der BVG "vergessen" zu sein.

Es wäre schon schön, wenn die BVG die "eigene" Geschichte bei aktuellen Stellungnahmen gelegentlich etwas mehr in Betracht ziehen könnte.

Noch einen schönen Tag wünscht Euch
Marienfelde

P.S.: Die Zahlen für die "F11" finde ich gar nicht so schlecht. Aus ihnen abzuleiten, die "F11" einstellen zu müssen, erschließt sich mir nicht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.2018 13:32 von Marienfelde.
Hier noch die Primärquelle zum Tagesspiegel-Artikel, mit einigen weiteren Infos u.a. zur Fahrgastanzahl der F11 und der Bewertung seitens BVG und Senat:
[pardok.parlament-berlin.de]

Viele Grüße
André
Zitat
def
Nun ist ein 60-min-Takt im Stadtverkehr aber auch kein adäquates Angebot, das irgendwen hinterm Ofen hervorlockt.

Das denke ich eben auch - wenn man einen 30-Minuten-Takt anbieten würden, stiegen die Fahrgastzahlen entsprechend. Es geht also nicht nur um Vermeidung von Überfüllungen, sondern auch um ÖV-Neukunden und eine kleine Verlagerung von Bussen (X34) zur Fähre (+anschließend S-Bahn). Ich sehe durchaus Potenzial in der F10. Ich würde mir vom Senat wünschen, statt mit absoluten Kosten ("zweites Schiff kostet zu viel") lieber mit relativen Kosten ("den Investitionen in Höhe x stehen Fahrgastgewinne in Höhe y entgegen, das ist mehr/weniger als bei anderen Maßnahmen) zu argumentieren. Dann wäre auch eine negative Entscheidung vermutlich akzeptierter.

Was die F11 angeht: Ich bin noch nie damit gefahren, kann also nur basierend auf den Medienberichten und meinen Überlegungen argumentieren. Demnach wäre ich allerdings auch für eine Einstellung. Die Fahrgastzahlen sind echt nicht so groß und die Brücke ist nicht weit entfernt. Zu der staatstragenden Verbindungsfunktion zwischen Frankreich und Russland sage ich mal nichts ;) Da wäre es mit lieber, das Boot an anderer Stelle einzusetzen.
Habe mir gerade das Vergnügen einer Fahrt mit der F11 gegönnt.
Einfach nur schön. Noch ein wenig mit dem Fährmann gesnackt: Heute (15:00) 263 Personen, 73 Fahrräder. Er berichtet, die Fahrradfahrer haben von der Minna-Todenhagen-Brücke die Nase voll. Da landet man im Nirgendwo, mit der F11 ist man da wo man hinwill.

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BT SO - nicht der Jagdpilot
Zitat
Nemo
Also ich höre in den letzten Tagen eigentlich erstmalig in der Öffentlichkeit von Kapazitätsengpässen auf der F10, außer sonntags bei gutem Wetter. Von daher denke ich nicht, dass hier aus falscher Sparsamkeit keine Verdichtung vorhanden ist, sondern wegen mangelndem politischem Druck und vielleicht auch wegen der das Angebot meistens nicht überschreitenden Nachfrage - Wochenende bei gutem Wetter jetzt mal ausgenommen.

Wenn man das Angebot mal aufwerten würde, könnte man die Verbindung auch viel öfter nutzen. So nutzt es mir nichts, wenn ich die Fähre gerade verpasst habe.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1894-2018
F 11

Ach ja, vergessen:

Am Samstag (also 21.7.) wird gegen 14:00 der 50.000 Fahrgast seit Jahresbeginn erwartet.
Und am 28.7. "lange Nacht der Fähre".
Fahrbetrieb bis 23:00 Uhr.

Übrigens, der Fernradweg wird international angenommen. Ich hatte eine vier-köpfige belgische Radwandergruppe mit auf der Fähre.

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BT SO - nicht der Jagdpilot
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
def
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Deutsche_Oper
Was die Kladow-Fähre (wo ich ebenfalls nicht wohne) betrifft, scheint der Senat hingegen echt aus dem Mußtopf zu kommen. Der Stundentakt entspricht dem Bedarf schon lange nicht mehr. Hier wäre ein zweites Boot eine wirkliche Entlastung (besonders jetzt bei den dortigen Strassensperren). Kann man das F11 Elektroboot, auch wenn es natürlich kleiner ist – nicht wenigstens umsetzen, oder ist es aufgrund der Streckenlänge hierfür auch technisch nicht geeignet?

Nein, weil es völlig überfordert wäre. Rechnerisch gäbe es natürlich pro Stunde/Tag ein paar Plätze mehr, praktisch hilft es nichts, wenn die Fahrgastmenge eines heutigen F10-Schiffs plötzlich in das F11-Elektroboot möchte.

Dann halt kein 30-Minuten-Takt auf der F10, sondern ein 15/45-Minuten-Takt Das F11-Minischiff halt kurz nach dem Hauptschiff als Rest (zumindest im BV) und wenn die Fahrgastzahlen zu bestimmten Zeiten nicht für das große Schiff ausreichen kann man als Lumpensammler, Wochenendfrühschiff einsetzen

Aaaalso - wo fang ich an?

1. Ich halte eine Taktverdichtung auf der F10 sowie eine Ausweitung der Betriebszeiten für sinnvoll.
2. Genauso halte ich eine eine weitere Bestellung von Nahverkehrsleistungen auf der F11 für nicht sinnvoll.
3. Richtig unsinnvoll finde ich aber, beides in einen Topf zu werfen und da irgendwelche Abhängigkeiten zu konstruieren. Beide Verbindungen haben nichts miteinander zu tun und sollten tunlichst getrennt voneinander betrachtet und optimiert werden.

zu 1.: Die F10 fährt einfach zu selten, um ein verlässliches Taktangebot darzustellen. Genau, sie ist kein Vergnügungsdampfer, aber für eine 'verkehrliche' Nutzung als Zubringer zur S-Bahn ist ein 60-min.Takt einfach zu wenig. Das - etwas giftige - BVG-Zitat von @Marienfelde, es sei ein schwimmender Bus und keine Vergnügungsschiff, bezieht sich ja auf die Ausstattung, nicht auf den Takt. Die Ausstattung finde ich jedoch total korrekt, Barrierefreiheit und Fahrradabstellplätze sind notwendig, Außenplätze und ein Sonnendeck sind es nicht.
Ich fordere einen 30-Min.-Takt und längere Bedienzeiten am Abend. jetzt wird die Senatsargumentation allerdings lustig, da die behaupten, ein zweites Schiff wäre zu teuer. Das ist in zweierlei Hinsicht Blödfug. Erstens, betrachtet das Argument nicht die Mehreinnahmen durch höhere Nutzung eines attraktiveren Angebots, wie schon von meinen Vorrednern richtig festgestellt. zum anderen kauft die BVG ja kein Schiff ein, sondern Verkehrsleistungen. Die F10 wird ja nur im Auftrag der BVG gefahren, und zwar von der Stern-und-Kreis-Schiffahrt. Der gehört auch das Schiff. Die hätte auch nicht allzugroße Probleme, kurzfristig ein zweites Schiff aufzutreiben. Tut sie ja regelmäßig, wenn die "MS Wannsee" mal in die Wartung muss, dann übernimmt die "MS Tempelhof" (zuletzt geschehen diesen März). Ich weiß nicht, was die sonst zu tun hat (steht auf der S-u-K Homepage zum Charter), aber für mich sieht es nicht so aus, als könnten die beiden Schiffe nicht gleichzeitig eingesetzt werden. Und dann gibt es noch die alte "MS Lichterfelde", die Vorgängerin der "Wannsee". Ich weiß allerdings nicht, ob die noch in Berlin ist, Gerüchten zufolge liegt die jetzt irgendwo als Restaurantschiff.

zu 2.: Ich sage nicht: "Stellt die Fähre ein, sofort!" Aber ich finde eine Ufer-zu-Ufer-Verbindung im Schatten einer Brücke schon irgendwie seltsam. Das Radfahrerargument ist schön und gut (sag ich als leidenschaftlicher Radwanderer!), zeigt aber meiner Meinung nur, dass die Minnabrücke bis jetzt schlecht in des Radwegnetz integriert ist. Daran sollte man zuerst arbeiten, bevor man behauptet die Radwanderer seien zwingend auf die Fähre angewiesen. In der Parlamentarischen Anfrage steht es ja ganz deutlich - im Winterhalbjahr gibt es rechnerisch weniger als einen Fahrgast pro Planfahrt. Im Sommer dafür trotzdem Überfüllungen auf einzelnen Fahrten, weil das Boot so klein ist. Und das alles bei 250.000 Euro Zuschuss im Jahr...
Leute, ich habe ganz oben auf meiner ÖV-Agenda "Keine Buslinie seltener als alle 10 Minuten!" Das würde meiner Meinung nach einen deutlichen Attraktivitätsschub vor allem in der "vernachlässigten Fläche" bewirken und deutliche Zuwächse in der Nachfrage. Dagegen tu ich mich mit so einer Solarfähre in knallhartem Parallelverkehr zu einer Brücke irgendwie schwer. Das riecht mir zu sehr nach Luxus.
Vorschlag zur Güte: eine Saisonfähre für die Laubenpieper am Wilhelmstrand und für Frankreich-Russland-Radtouristen. Die sind auch nicht so preissensitiv und können eigenwirtschaftliche Fahrpreise verkraften. Die Bestellerentgelte sind aber meiner bescheidenen Meinung nach anderswo effektiver einzusetzen.

zu 3.: Die F10 und F11 werden beide im Auftrag der BVG, aber von unterschiedlichen Reedereien unter verschiedenen Verkehrsverträgen betrieben, einmal durch die Stern und Kreis, einmal durch die Weiße Flotte Stralsund. Der Vertrag für die F11 lief nach Eröffnung der Brücke und wird noch mit einer einjährigen Übergangsbestimmung am Leben gehalten. Auf jeden Fall kann man nicht einfach Verkehrsleistungen von der Spree in die Havel umschaufeln. Was schon gar nicht geht, ist das Solarboot in den Wannsee umzusetzen. Zum einen ist es mit 60 Plätzen nur 1/5 so groß wie die "Wannsee". Dann ist mit 6,5 kn auch recht langsam, und würde wohl Probleme haben, den Fahrplan zu halten. Worüber ich keine Informationen gefunden habe, ist die Ladekapazität. Aber ich vermute stark, dass ein Boot, dass auf 2 Minuten Fahrt und 8 Minuten Aufladen konstruiert ist, nicht genügend 'Saft' für ein Wannseequerung hat. Zumindest war das damals bei Kiellegung der "Wannsee" das Argument, warum die als Diesel, und nicht als E-Fähre ausgeführt wird.
Der Übersicht halber nochmal die Schiffe, um die es geht:
MS Wannsee (derzeitiges Schiff, F10)
https://www.sternundkreis.de/de/Footer/Specials/Faehrverkehr/E1092.htm
MS Tempelhof (Ersatzschiff, F10)
https://www.sternundkreis.de/de/Charter/E1034.htm
MS Lichterfelde (ehemaliges Fährschiff, F10)
https://www.berliner-woche.de/mueggelheim/c-wirtschaft/restaurantschiff-windfluechter-laedt-ein_a82566
Solarfähren (F11, F12, F21, F23)
https://www.frs.de/de/frs-flotte/solarschiffe.html
@schallundrausch

Vielen Dank für den fundierten Beitrag - das ist es genau, was ich wissen wollte. (Dass die Umsetzung des Solarboots jenseits der Kapazitätsfrage an den technischen Voraussetzungen scheitert, hatte ich ebenso vermutet. Darum meine Frage.) Das ein Halbstundentakt der F10 angemessen und geboten wäre finde ich aber auch.

Ceterum censeo U5 esse aedificandam



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.2018 19:31 von Deutsche_Oper.
Zur F11: Die Fähre hat 2 Aufgaben - zum einen die Anbindung der Siedlung Wilhelmstrand an den ÖPNV. Der "Ersatzbus" 365 hat seine nächste Haltestelle über 750 m entfernt! Sollte der tatsächlich die F11 ersetzen, müsste er mindestens eine Haltestelle Nalepastr. Ecke Fritz-König-Weg bekommen. Ich behaupte mal, damit wäre der 365er mausetot und fährt noch mehr heiße Luft durch die Gegend. Die BVG hat ihn nicht umsonst Richtung Oberschöneweide fahren lassen. (Wäre das rührende Märchen vom Erfüllen der Fahrgastwünsche wahr, müsste der 365er mindestens weiter die Griechische Allee bis zur Rathenaustr. fahren, eher bis zum FEZ, um das dortige Wohngebiet zwischen An der Wuhlheide und Griechischer Allee endlich großstadtwürdig anzubinden.)

Die zweite Aufgabe der F11 ist die Beförderung von Fahrrädern im Alltags- und Freizeitverkehr. Mit den bisher fast 50.000 Fahrgästen im Jahr 2018 wurden über 20.000 Fahrräder befördert, wohlgemerkt kostenpflichtig! Die Freizeitradler zahlen 3,- € pro Nase für 2 Minuten Fahrt, und trotz Brücke in Sichtweite ist der Andrang an den Wochenenden enorm. Der "Ersatzbus" 365 nimmt keine Fahrräder mit, hat aber dafür ostwärts einen wunderschönen Haltestellenmast mitten auf dem Radweg der Brückenabfahrt. Die steile Rampe in Ost-West-Richtung und die extrem fahrradfeindliche und lebensgefährliche Wegführung in West-Ost-Richtung machen die Fahrt für den Radverkehr unattraktiv. Das wird eher schlimmer als besser, wenn die Verlängerung der MTB Richtung Neukölln fertig ist. Von eventuell der A100-Verlängerung angezogenem zusätzlichen MIV gar nicht erst zu reden...
Zitat
def
Die Vergleiche hinken aber weiterhin.

Hinken tut dein kleiner Horizont, daß hast du hier und bei DSO oft genug bewiesen! Mir egal, bleib ich eben im Auto.
Zitat
schallundrausch
ich vermute stark, dass ein Boot, dass auf 2 Minuten Fahrt und 8 Minuten Aufladen konstruiert ist,

Das glaube ich nicht, da auf der etwas längeren Linie F12 ein baugleiches Schiff eingesetzt wird, das im Zehn-Minuten-Takt fährt. Da es sich um Solartechnik handelt, wird meiner Meinung nach auch gar keine Aufladezeit, etwa wie bei den Bussen der Linie 204, benötigt, da dies auch während der Fahrt geschieht.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Die Solarzellen können bei weitem nicht soviel Strom erzeugen wie für den Betrieb benötigt wird. Aber sie helfen, die Ladezeiten am Kabel zu verkürzen.

Bäderbahn
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